Beiträge von Hartmut

    Hallo zusammen

    Ich habe da eine prvokante Frage die mir gerade nicht aus dem Kopf geht und ich sie mal für euch zur Diskussion hier reinstelle, um es für mich besser verstehn zu können.

    Wenn die Scham noch größer ist als der Leidensdruck und ich deswegen z.b nicht eingestehen kann das ich als Alkoholiker bin oder mich nicht zum Arzt traue, kann ich da meinen persönlichen Tiefpunkt schon erreicht haben ?

    Wann ist die Schamgrenze erreicht?

    Wie seht ihr das und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

    Es ist eine allgemeine Frage die nicht personenbezogen ist , dewegen braucht sich auch keiner angeriffen fühlen :wink:


    Gruß Hartmut

    Hallo Helen,

    warum grämst du dich wenn du beim Arzt warst?
    Ist doch dann alles in Ordnung.

    Zudem dieser Thread nicht personenbezogen ist sondern den Sinn eines Arztbesuches verdeutlichen soll und nicht den Leichtsinn und das Spiel mit dem Tod, der hier bei manchen an den Tag gelegt wird.
    Wenn ich krank bin gehe ich zu dem Arzt , der mir bei meiner Krankheit weiterhelfen kann. Und wenn ich gesund bin brauche ich nicht dahin.

    Gruß Hartmut

    Hallo ,

    wer sich eingesteht alkoholkrank zu sein, auch offen, ehrlich und ernsthaft was gegen die Krankheit tun will , geht schon wegen seinem Selbstschutz und der Eigenverantwortung zum Arzt.

    Selbstdiagnosen und Eigenbeschönigungen , können zum Tod führen und nicht zum geraden Weg zum trockenen Leben beitragen.
    Dieses habe ich in den "nassen Jahren" gemacht , weil es keiner wissen durfte das ich alkoholkrank bin.

    Alles andere ist für mich nicht nachvollziehbar und bedeutet für mich auch ein Versuch sich wieder einmal , aus der Krankheit rauszuschleichen.

    Ich finde es auch unverantwortlich anderen durch Eigenüberprüfung zu signalisieren, es nicht zu tun. Wir reden hier immer noch von einer todbringende Krankheit und nicht um einem Schnupfen.
    Ich verstehe auch die Diskussionen darüber nicht.

    Ich habe aber Verständnis das durch Unwissenheit am Anfang , Nachfragen kommen , die Bedenken wegen dem Scham haben oder nicht wissen was der Arzt nun macht.

    Dieses sind meine Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema.

    Gruß Hartmut

    Hallo Kalle,

    ich schreibe dir meine ungeschönte Sichtweise und die Erfahrungen die ich gemacht habe und das hat nichts mit niedermachen zu tun ! Es liegt mir fern dich anzugreifen oder nierderzumachen.

    nimm es als Denkanstöße die dir helfen sollen oder gehe deinen Weg.

    Gruß Hartmut

    Hallo Kalle,

    Zitat

    Das stimmt nicht dass ich Hilfe nicht annehme. Ich nehme diesen Ratschlag mit dem Umfeld verzögert, also noch nicht an.


    das nenne ich mal rumgeeiere.

    Ich frage dich mal direkt , welche Hilfe du denn schon umgesetzt hast?

    Als ich mich hier im Forum angemeldet hatte war ich hilflos , wusste alles besser und war noch triefnass in meinen Gedanken. Ich ging dann ohne mich um das Geschreibe der längeren Trockenen zu kümmern , meinen eigenen, mir ausgedachten Weg und war nach 11 Wochen "Willensstärke" wieder Pudelnass. Ich kam, wie die anderen unzähligen Versuchen , mit den meinigen Weg nicht weiter und drehte mich wiedermal im Kreis.
    Diesen Kreis durchbrach ich erst, als ich mich den Grunbausteine angenommen habe und sie ohne wenn und aber umsetzte.

    Kalle ,ich kann bei allem Verständnis ,noch keine Änderungen feststellen. Sollte ich mich irren dann kläre mich mal auf. Nimm mal die Grundbausteine zur Hilfe und überprüfe dich mal selbst.

    Du bist mit allem deinen Tun für dich verantwortlich und solltest auch alles daran setzen diese Verantwortung zu übernehmen. Höre auf zu kämpfen und kapituliere und du hast eine reele Chance zufrieden trocken zu werden.

    Gruß Hartmut

    Hallo Kalle,

    ob wir Verständnis haben oder nicht, nutzt nichts an deiner Trockenheitsartbeit oder Trockenheit. Du bist für dich verantwortlich und sonst niemand. Ob du wieder trinkst oder trocken bleibst ist uns/mir auch, im weitesten Sinne , egal.

    Du kennst die Grundbausteine die uns den Weg zeigen und wenn du diesen nicht gehen möchtest ist es auch deine Sache.

    Nur frage ich mich warum du die Hilfe die du bekommst nicht annimmst und umsetzt. Was du gerade machst ist nichts halbes und nichts ganzes . Eher ein versuchen sich mit dem Alkohol zu arrangieren und sich aus der Sucht zu schleichen.

    Oder wie siehst du das?

    Ich lese das du immer noch Alk im haus hast und auch noch Malzbier trinkst ,das erstens Alkohol enthällt und zweitens ,nichts mit der geistigen Loslösung von diesen zu tun hat. Du gehst weiterhin auf Konzerte ,obwohl Orte im ersten Jahr gemieden werden sollten wo vordergründig gesoffen wird, nun erzähl nicht das es dort kein Alkohol gab.
    Nun willst du auch noch das Gift schön in Geschenkpapier verpacken und verschenken.

    Das sind alles Faktoren die dein Suchtgedächtnis liebend gerne zum Anlass nimmt um Saufdruck auszulösen und dich schneller ans Glas führen als du denken kannst.

    Werde endlich wach , das Alkoholismus kein Spiel ist ,sondern eine tödlich verlaufende Krankheit.

    ich wünsche dir mehr Weitsicht für dein Tun.

    Gruß Hartmut

    Hallo Kalle Theodor,


    da du beim Arzt warst und er dir dein Alkoholismus bestätigt hat , solltest du dringens damit anfangen auch trocken werden zu wollen und auf die Grundabusteine zu achten. Alkoholismus ist keine Krankheit die nebenbei abgelegt werden kann, sie endet tödlich wenn du sie nicht stoppst.

    Dazu gehört die größtmögliche Risikominimirung dazu. Was du machst , ist ein Tanz auf dem Drahtseil und du unterschätzt die Krankheit. Nur aufhören zu trinken reicht einfach nicht aus.

    Schaffe dir ein absolutes alkohlfreies Zuhause und Umfeld, um die größtmögliche Risikominimirung zu erreichen. Entsorge das Gift schnellmöglichst ,bevor dein Suchtgedächtnis sich meldet und Saufdruck auslöst. Sonst steuert die Sucht dein Verhalten und nicht mehr dein Wille.

    Sehe dieses nicht als Angriff sondern um einen ernst gemeinten, ungeschönten Ratschlag ,der auf 30 fast Jahren Saufens beruht.

    Warum schreibst du es hier bei den Kindern und nicht im Alkoholikerbereich wo du die größtmöglichen Erfahrungsaustausch bekommst?

    Gruß Hartmut

    Hallo Andi,

    ich habe mir mal deinen und den Apfelsaftthread durchgelesen und habe Verhaltensmuster zu meinem Nssen Zeiten und Denken von früher und den darauf folgenden ,immer wiederkehrende Beendigungen der Trinkpausen gesehen.

    du schreibst im Apfelsaftthread

    Zitat

    Ich trinke vieleicht auch aus einem anderem grund nicht mehr wie Du/Ihr. Ich denk mal da hat jeder seinen beweggrund.
    Bei mir ist es so das ich vor 3 Monaten fast gestorben währe und diese Erfahrung allein reicht mir um auf Alkohol zu verzichten.


    Was meinst du damit?

    Es kommt mir so rüber das du unglücklich über deine Entscheidung "nichts mehr trinken zu dürfen" bist.
    Wieso setzt du dich denn Gefahren aus und spielst mit dem Feuer wenn du daran fast gestorben wärst?

    Hier werden dir Erfahrungen von Menschen vermittelt die jahrelang zufrieden und trocken leben und du stellst sie alle in Frage.
    Wieso willst du sie nicht annehmen und für dich verwenden?
    Welche Probleme hast du denn damit außer "ich will normal leben"?
    Ist ein normales Leben in deinen Augen nur mit Alkohol möglich?

    Ich bin jahrelang diesen/deinen Weg , mit ähnlichen Argumenten gegangen und immer wieder gescheitert.

    Ich habe dann die Erfahrungen der Langzeittrockenen angenommen ,auch wenn ich sie am Anfang mit meinem Nassen Denken nicht verstanden habe und habe sie einfach umgesetzt. Hätte ich es nicht getan würde ich immer noch in einer Trinkpause befinden und mich ewig im Kreis drehen.

    hier in diesem Forum geht es nicht darum , dir was aufzudrücken sondern um dir die notwendige Hilfe die du angefordert hast zu vermitteln. Wenn du diese nicht willst ist es deine Sache . Du trägst die Verantwortung für dein Leben nicht wir.

    Nimm nicht alles als persönlichen Angriff sondern als Hilfestellung.

    Gruß Hartmut

    Hallo Sehnsucht,

    in meinen Nassen Jahren habe ich immer wieder meinem Partner miteinbezogen das ich Hilfe wollte. Ich habe einfach aus dem ICH will Hilfe , ein WIR wollen Hilfe gemacht und damit die Verantwortung für Mich nicht übernommen sondern auf den Partner mit verteilt.

    Das ich ich süchtig war wußte ich schon lange aber die Verantwortung für mich zu übernehmen konnte ich nicht , weil mein Leidensdruck zu der Krankheit noch nicht teif genug war sondern "nur "der Leidensdruck der anderen. Es waren immer wieder Lippenbekenntnisse verbunden mit Lügen , die mein Gerüst des Selbstmitleides "ich will ja , keiner hilft mir , wir haben es doch versucht usw.." aufrecht gehalten haben.
    Ich habe wild um mich geschlagen , habe andere manipuliert , Kritik an alles geübt und bin weiter meinen zum scheitern verurteilten Weg gegangen, um von mir abzulenken.

    Wenn du es für dich willst , frage ich mich warum du dich hier , im CO-Bereich angemeldet hast und nicht im Alkoholikerbereich.?
    Ich denke auch das es sehr schwierg wird , sich mit den Menschen, die dir hier Hilfe angeboten hatten, wieder Vertrauen aufzubauen.

    Gruß Hartmut

    Hallo hoffnungsvoll,

    Zitat

    Ich glaube also nicht, dass ich eine Co bin! Dennoch bin ich hier, weil ich manchmal Angst habe, dass er die Trockenheit nicht durchhält, und ich mit anderen Angehörigen auch über diese Angst sprechen wollte

    warum hast du dich denn hier angemeldet wenn du keine CO bist? das ist eine Vorraussetzung für die Teilnahme hier.

    Forenregel.

    Zitat

    Dieses Forum richtet sich an Hilfesuchende, die ein Leben ohne Alkohol erlernen wollen und Coabhängige, die sich von der Alkoholsucht ihres Partners, Angehörigen oder Freundes lösen möchten. Wir möchten im Rahmen der Selbsthilfe hilfesuchenden Menschen, auf dieser Internetseite, die Möglichkeit anbieten, einen Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen zu führen und durch Erfahrungen und Lebensgeschichten ein suchtmittelfreies Leben zu erlernen

    sollte das so sein bist du hier in falschem Forum.

    Gruß Hartmut

    Hallo Rasko,

    warum hat sie denn neben dir ein Bier getrunken , wenn sie es weiß das du an einer tödlich verlaufende Krankheit leidest? Das meinte ich mit Stellenwert :wink:

    Ich habe mich auch nicht , im ersten Jahr im Lokal oder Speiserestaurant mit Freunden getroffen , sondern in alkoholfreie Zonen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Rasko,

    Zitat

    So ist doch das normale Leben. Es wird immer so sein, dass andere in meiner Gegenwart Alkohol trinken.


    Das ist das "Nasse Leben" und nicht das normale. In meiner Gegenwart trinkt keiner meiner Freunde Alkohol ,weil ich von Anfang an offen und ehrlich mit der Krankheit umgegangen bin und es unmissverständlich den Freunden gesagt habe.Wenn sie dem Alkohol mehr Stellenwert einräumen, haben sie nichts an meiner Seite zu suchen.

    Zitat

    Was kann ich denn noch verändern an meinem Verhalten? Übersehe ich was?


    überprüfe dich mal ob du dein Verhalten ohne wenn und aber konsequent geändert hast oder nur Veränderungen die dir am einfachsten erschienen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Einhörnchen,

    @Einh.

    Zitat

    Ich hatte auch die Chance eher zu gehen.

    du hattes auch die Möglichkeit nicht hin zu gehen :wink: Wir leiden an sehr ernste ,todbringende Krankheit die jede Chance nutzt, um wieder auszubrechen. Ich betreibe das höchste Maas der Risikominimierung.

    Schritt für Schritt und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit , haben wir alle die Möglichkeit , sie zu stoppen um ein zufriedens trockenes Leben zu fürhren.

    Wie du erkannt hast , kann der Übermut und die Anfangseupherie, ein Stolperstein sein. Das ging mir auch so.

    Gruß Hartmut

    Hallo Rasko,

    als ich meinen Tiefpunkt noch nicht erreicht hatte , habe ich jahrelang Ehrenrunden gedreht. Obwohl das nichts mit Ehre zu tun hat , eine tödlich verlaufende Krankheit und Ehre in Einklang zu bringen. Kurz vor Beendigungen meiner Trinkpausen habe ich ähnlich gedacht und wurde immer wieder des besseren belehrt.

    ich denke das du dir noch nicht sicher bist ob du nun Alkoholiker bist oder nicht und noch experimentieren möchtest.

    Überprüfe dich selbst und handle danach.

    Gruß Hartmut

    Hallo Einhörnchen,

    ob du nun stolz sein kannst das du nicht getrunken hast , stelle ich mal hinten an.

    Was du machst ist ein Tanz auf dem Drahtseil, sich gerade am Anfang unter trinkende Menschen zu begeben. Wir sagen nicht umsonst das wir im ersten Jahr Orte und Begebenheiten meiden sollen, wo Alkohol getrunken oder gesoffen wird.

    Du sitzt nur eine Handbreit von dem Glas entfernt und wenn du in diesem Moment Saufdruck bekommst , steuert nicht mehr dein Wille das Geschehen ,sondern die Sucht .

    Pass auf dich auf und lese dir nochmals die Grundbausteine durch.
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Gruß Hartmut

    Hallo Lütze,

    ich kenne dich von Anfang an und freue mich das ich dir heute zu deinem 1.Jahr neuer Lebensführung gratulieren kann. Es war manchmal nicht ganz einfach aber du bist den Weg der Grundbausteine gegangen . Du hast viel hinterfragt und dich immer wieder selbst überprüft. Was du damals nicht verstanden hast ist heute für dich selbstverständlich.

    Klasse!

    herzlichen Glückwunsch zu deinem 1.Jahr Trockenheit.

    Weiter so!

    Gruß Hartmut

    Hallo ,

    @Mieken

    Zitat

    Mir hilft vor allem der Austausch. Dort lerne ich, ob ich das Gesagte auch umsetzen kann. Beim Hinterfragen kann ich sehen, ob ich das vorgeschlagene auch so verstanden habe wie es gemeint ist, oder ob ich es falsch interpretiert habe.

    genau so soll es auch sein , es selbst hinterfragen und danach es umsetzen. Dieses Handeln ist für mich Selbsthilfe und sehe dabei das Hilfestellung angenommen wird.

    Jeder der sich hier anmeldet muss auch bereit sein sein altes Denken zu verlassen und danach aktiv seinen /unseren Weg in die Praxis zu adaptieren.

    Der es nicht praktiziert oder nicht praktizieren will, wird sich immer wieder im Kreis drehen. Entweder es ensteht ein Endlos Thread mit allgemeiner Unterhaltung oder er zieht sich zurück.

    Wenn ich mir die längere Trockenen anschaue ,die hier schreiben ,ist immer wieder was neues zu erfahren , was für meine Trockeheit dienlich ist.

    Gruß Hartmut