Beiträge von Hartmut

    Hallo zusammen,

    Dies ist der Vorstellungsbereich und dient nicht dem Austausch. Hier werden die ersten Schritte erklärt, wie man zu Beginn vorgehen sollte. Der eigentliche Austausch findet nach der körperlichen Entgiftung statt, entweder mit Beginn der ärztlichen Überwachung oder nach etwa sieben bis zehn Tagen ohne Alkohol.

    Dies wurde auch bereits explizit erwähnt. Von Elly angesprochen.

    Bienenliesel , Da du wieder getrunken hast, macht das auch wenig Sinn. Zudem Trocken sein was andere ist als Trinkpausen.

    Meine Empfehlung: Mit dem Arzt offen und ehrlich besprechen, wie eine Entgiftung bei Ihnen aussehen sollte, und sich anschließend wieder hier melden.

    Hallo zusammen,

    die Frage richtet sich an jene, die sich von einem alkoholabhängigen Partner getrennt haben und nun allein für die Kinder sorgen. Über Jahre hinweg wurde der Betroffene gedeckt, umsorgt und unterstützt, sodass er seine Sucht ungestört fortsetzen konnte. Doch dann kam die bittere Erkenntnis: Man kann nicht helfen – eine Trennung war unausweichlich. Nun steht man plötzlich allein mit der Verantwortung für die Kinder.

    Kann es sein, dass die Fürsorge für die Kinder unbewusst in ein Co-Abhängigkeitsverhalten übergeht? Zum Beispiel durch übermäßige Kontrolle oder Überbehütung, wie es oft als „Helikopter-Eltern“ bezeichnet wird?

    Wie war es bei Euch?

    Hallo Iwona,

    wenn ich zurückblicke, wie lange wir uns schon begleiten, freut es mich, dass unser gemeinsamer Weg, trocken zu werden und zu bleiben, so gut geklappt hat. Es ist eben nicht selbstverständlich, und deshalb auch beeindruckend, was du erreicht hast und das nicht nur für dich selbst, sondern auch für die Gemeinschaft.

    Du bist ein wertvoller Teil des Forums, und ich hoffe sehr, dass du noch lange dabei bleibst.

    Herzlichen Glückwunsch zu deinen 16 Jahren!

    Und ganz manchmal meine ich zu erkennen, dass der Hartmut ein ganz herzlicher Mensch ist.

    Schreib so etwas nicht, sonst ist mein Ruf ruiniert, den ich mir in 18 Jahren akribisch aufgebaut habe.

    Hinter jedem Alkoholiker, ob trocken oder nass, steht ein Mensch, der es verdient, als solcher wahrgenommen zu werden. In dieser Welt wird mir auch zu schnell von außen beurteilt, was innerlich ganz anders aussieht.

    Traust du dir nicht? Vielleicht interpretiere ich es auch falsch, aber ich lese bei dir noch eine große Unsicherheit heraus.

    Dass vieles auf dem Weg passieren kann, weiß ich auch. Aber wenn ich heute ohne Probleme nichts trinke, passt alles. Was morgen ist, weiß ich ja nicht, und schon gar nicht, was alles noch Im weiteren Leben passiert.

    Heute ist es wichtig, und wenn ich merke, dass bei mir etwas nicht stimmt, tausche ich mich hier aus. Das aus einem ganz einfachen Grund: Es gibt immer jemanden, der etwas mehr Erfahrung hat, gewisse Situationen durchlaufen hat und mit hilfreichen Beiträgen dazu schreiben kann.

    Beispiel Zähneputzen: Wenn ich morgens und abends die Zähne putze, mache ich mir keine Gedanken, dass sie morgen oder irgendwann ausfallen. Vernachlässige ich es jedoch und denke, es wird nichts passieren, muss ich zum Zahnarzt. Ist ja nichts anderes.


    Hallo Hartmut, ich weiß auch nicht aber irgendwie ist das nicht in Ordnung, du kommst mir gerade vor als suchst du jedes Haar in der Suppe, was ist daran falsch "ich denke " zu schreiben?

    zu dem noch mal.

    Richtig, und natürlich suche ich das Haar in der Suppe, was sonst? Hast du gut erkannt. Ich weise darauf hin, dass die Suppe eventuell Alkohol enthalten könnte. Und wo beginnt das ganze Übel? Mit dem Denken, das zu Taten wird.

    Mir ist bewusst, dass sich der eine oder andere darüber aufregt, was für mich jedoch akzeptabel ist. Persönlich ist mir dies relativ gleichgültig.

    Nun sehe ich es auch als meine Verantwortung an, dass neue Alkoholiker, die hier auftauchen, denselben "Support, trocken zu werden und zu bleiben" erhalten wie alle anderen auch.

    Ich mache keinen Unterschied, wie lange jemand schon trocken ist oder erst am Anfang steht – für mich gibt es nur zwei Kategorien: "Noch saufend" und "Aufgehört zu saufen." Das bedeutet jedoch nicht, dass ich immer richtig liege; das erkenne ich erst, wenn ich meine Erfahrungen mit anderen abgleiche.

    Es handelt sich hier um einen offenen Bereich, und jeden Tag kommen neue Alkoholiker hinzu.

    Aber, und das wiederhole ich auch immer wieder in demselben Turnus, es wird gerne mal überlesen. Es geht nicht um die Person, die sich hier anmeldet, oder um Kritik an den Menschen. Das steht mir nicht zu.

    Es geht ausschließlich um die nackte Sucht, die wir alle hier stoppen wollen.

    Hallo Rene 72

    Bitte künftig darauf verzichten, Zitate oder Liedtexte einzufügen, da dies nicht den Regeln entspricht.

    Ein nachträglich verändertes Zitat hat für mich keine Bedeutung, denn meine Trockenheit verdanke ich nicht Kalendersprüchen. Es war weder Sehnsucht noch Treue, und Verrat spielte keine Rolle.

    Es war die Erkenntnis, an einer tödlich verlaufenden Krankheit zu leiden, und die daraus resultierende Notwendigkeit, trocken werden zu müssen. Den Weg passte ich an den Grundbausteine an, da diese von Langzeittrockenen zusammengestellt wurden und auf realen Erfahrungen basieren.

    Es gab einen Grund, warum ich gesoffen hatte, Ganz einfach es war die Sucht, die mich immer wieder zum Glas trieb. Ich war diesem Zwang ausgeliefert und konnte es nicht allein durch Willenskraft schaffen, nüchtern zu bleiben.

    Das Stoppen der Sucht bedeutet nicht das Beenden des Zwangs, Alkohol saufen zu müssen. Es bedeutet vielmehr, diesem Drang entgegenzuwirken und zu versuchen, nicht länger der Kontrolle über sich selbst zu entgleiten.

    Veränderungen waren notwendig, um mich zu schützen, sowohl äußerlich als auch innerlich. Äußerlich bedeutete dies ein offener Umgang mit der Sucht, innerlich die Notwendigkeit alles zu unternehmen, um nicht unnötigen suchtorientierten Reizen ausgesetzt zu sein, in dem Bewusstsein, dass ich meinem Denken zunächst nicht vertrauen kann, da es mich wieder zum Saufen verleiten könnte.

    Denn das Denken, dem ich vertrauen sollte, war genau jenes, das mich in die Sucht getrieben hatte und zugleich das gleiche, das mich nicht aufhören ließ. Daher zunächst die größtmögliche Risikominimierung.

    Aber vertraut er seiner Ärztin?

    Echt jetzt? Wem soll ich denn sonst vertrauen, wenn nicht meinem Arzt? Wenn ich andere Krankheiten habe, gehe ich ja auch dorthin. Ich habe bei einer Grippe, Kreuzschmerzen oder anderen Krankheiten ebenfalls dem Arzt vertraut .

    Die Art und Weise, wie man über seine Krankheit denkt, beeinflusst das eigene Verhalten und den Umgang damit. Wer Alkoholismus als Stigma empfindet, geht oft davon aus, dass andere ebenso denken doch das entspricht nicht der Realität. Alkoholismus ist eine ernsthafte Erkrankung, keine moralische Verfehlung, und medizinisches Fachpersonal widmet sich täglich der Behandlung Betroffener.

    Ob ich zunächst ein persönliches Gespräch mit dem Arzt führe oder der Sprechstundenhilfe mitteile, warum ich etwas benötige, ist letztlich unerheblich: Am Ende wird es in den Akten vermerkt, und jeder Beteiligte kann darauf zugreifen, was für die weitere Behandlung entscheidend ist.

    Die Schweigepflicht bleibt selbstverständlich gewahrt. Entscheidend ist, dass ich handle. Denn sich heimlich aus der Sucht zu schleichen, hat noch nie funktioniert.

    Natürlich spielen Angst und Scham dabei eine Rolle. Doch ein unbehandelter Alkoholismus endet unweigerlich tödlich. Zudem bleibt es im näheren Umfeld nicht verborgen, dass ich nichts mehr trinke. Und Hand aufs Herz, unabhängig davon, was ich wo und bei wem sage, dass ich nicht mehr trinke, es wird ohnehin hinter meinem Rücken geredet.

    Ich muss entweder da durch oder mich hinter einem Vorhang verstecken, bis alles von selbst heilt.

    Nun war ich auch in meinen nassen Zeiten nicht gerade wortkarg und habe einige Peinlichkeiten erlebt, die weit höher einzuschätzen waren als ein Gespräch mit den Ärzten.;)

    Hallo Bono, da haben wir ja was gemeinsam. Es ist echt verblüffend wie ich damit umgehe, ich hab keinen Suchtdruck, denke quasi nie an Alkohol, trinken Menschen triggern mich nicht..

    Nicht jeder Alkoholiker, der trocken wird, hat mit Suchtdruck zu kämpfen. Daher sei froh, dass dir das erspart bleibt.

    ich glaube auch das da noch eine Überraschung auf uns wartet, davor hab ich Respekt aber auch das werde ich schaffen.

    Respekt ist wichtig, aber das "Herbeirufen" von etwas Schlimmerem ist nicht notwendig, da du weißt, wie du reagieren kannst, falls so etwas passieren sollte.

    Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Online Therapie Angeboten??

    Willkommen bei uns.

    Nun ist der erste Schritt gemacht, und es ist sinnvoll, erst einmal alles zu betrachten, was möglich ist. Therapien sind allerdings immer nur so hilfreich, wie man bereit ist, sie anzunehmen. Sie sind bei jedem unterschiedlich.

    Ich selbst hatte keine und bin durch dieses Forum trocken geworden und geblieben. Hier gibt es einen Wegweiser mit den Grundbausteinen, der bereits pragmatische Tipps liefert, wie ein trockenes Leben gestaltet werden kann.

    Hast du ihn schon entdeckt?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo Paul

    Kennst du das Wort Geduld?

    Der Weg zur Abstinenz ist oft mit hohen Erwartungen verbunden, doch schnell wurde mir klar. Das haut dann schon mal gewisse Nebenwirkungen raus. Es ist ein Marathon, kein Sprint. Anfangs war mein Kopf ständig in Bewegung selbst im Schlaf, doch das ist ein ganz normaler Teil des Prozesses. Das muss ich aber auch wissen.

    Wichtig war für mich die ehrliche Selbstreflexion. Bin ich wirklich bereit, trocken zu werden? Musste ich erst anerkennen, dass ich Alkoholiker bin? Und kann ich ein Leben ohne Alkohol wirklich akzeptieren?

    Cravings traten nur selten auf. Ein Arzt bot mir einmal Medikamente an, da manche Ärzte damit recht schnell sind, doch ich lehnte ab, da ich eine Abhängigkeit nicht gegen eine andere eintauschen wollte.

    Ich denke, meine Akzeptanz war der Schlüssel. Akzeptiere, dass beim Alkoholismus auch unangenehme Begleiterscheinungen auftreten können. Akzeptiere, nicht mehr überall dabei zu sein, und finde Alternativen. Probiere mal ein anderes Leben aus.

    Es gibt eben nur "Nass" oder "Trocken" bei der Sucht, und wenn schon trocken, dann bitte schön angenehm.

    Ablenkungsmanöver? Ratschläge erteilen, den Dialog kritisieren und sich aus der Verantwortung ziehen? ;)Warum wird nicht auf die eigentlichen Punkte eingegangen?

    Lieber Hartmut, es wäre wirklich sehr angenehm, hilfreich und höflich ein bissel die Schärfe rauszunehmen. Nicht nur mir gegenüber. Ein Moderator sollte moderieren und nicht angreifen.

    Nun ist es schön, dass du dir Gedanken über meine Arbeit hier machst. Das musst du aber nicht, denn dafür bist du nicht hier. Ich bin übrigens nicht nur Moderator, sondern auch selbst betroffen und seit 18 Jahren trocken.

    Zudem kann ich keine Schärfe erkennen, noch habe ich einen Angriff gestartet. Es handelt sich schlichtweg um nackte Tatsachen und direkte Fragen. Das liegt daran, dass ich das, was du schreibst, immer wieder lese und sämtliche Erfahrungen dagegen sprechen. Es kommt zu Rückfällen und geht meist nicht gut aus.

    Es mag sein, dass du das nicht lesen möchtest, weil es nicht in deinem Vorstellungsvermögen liegt, so nüchtern zu werden. Wir befinden uns jedoch nicht auf einer "sozialen Plattform". Es geht um die Sucht, und jeden Tag sterben Menschen daran.

    Du kannst jetzt weiter mit "Willen" allein versuchen, etwas umzusetzen, was bei den meisten zu einem Rückfall führt, oder dich einmal näher damit beschäftigen, warum manches direkter geschrieben wird.

    Ich bin doch nicht angepisst...du meintest doch mich mit ich denke

    Wenn ich schreibe: "Ich denke nicht für andere, da es sonst mein Denken wäre", frage ich mich ernsthaft, wie man darauf kommen könnte, dass ich in diesem Fall dich kritisiere oder mich auf dich beziehe.

    Zitat

    Mir wurde ja auch geholfen und das versuche ich halt weiter zu geben,

    Es ist ja auch gut, wenn es eigene Erfahrungen sind. Gut gemeinte Ratschläge, die Risiken beinhalten, sind da wenig hilfreich. Tipp: Nicht in jeden Satz irgendetwas hineininterpretieren, einfach das so lesen, wie es steht.

    Ich komme mal zu dir.

    • Zitat

      Zitat von Hartmut

      Ich denke grundsätzlich nicht für andere, da dies sonst mein eigenes Denken wäre.

    Zitat
    • Hallo Hartmut, ich weiß auch nicht aber irgendwie ist das nicht in Ordnung, du kommst mir gerade vor als suchst du jedes Haar in der Suppe, was ist daran falsch "ich denke " zu schreiben? Mir wurde ja auch geholfen und das versuche ich halt weiter zu geben, außerdem tut es mir ja selber gut mit anderen in Kontakt zu kommen, ich hab nicht viele soziale Kontakte

    Kannst du mir bitte erklären, warum du jetzt angepisst bist, wenn ich über mich geschrieben habe und du es als Angriff auf dich interpretierst?

    Ich mache es mal etwas ausführlicher.

    Und ich bringe es auf den Punkt: Sucht ist nicht statusabhängig. Sie betrifft jeden in allen Gesellschaftsschichten.

    Da bin ich bei Dir. Die Herausforderung wird stets bleiben. Die Frage ist ja: "Triggert mich diese tägliche Situation?" Ganz klar, Nein!

    Woher möchtest du das wissen?

    Du hast noch keine Abstinenz erreicht, da erst wenige Tage vergangen sind. Genau an dieser Selbstüberschätzung scheitern viele Alkoholiker. Du hast dir ein Suchthirn antrainiert, das die Kontrolle übernimmt und nicht das rationale Denken. Du hast auch nicht aus Entspannung getrunken, sondern aus Sucht. Anfangs vielleicht, aber sobald die Abhängigkeit beginnt, war der Spaß vorbei.

    Alkoholismus beeinflusst zudem alle Sinne und beginnt lange vor dem ersten Glas. Tagsüber staut sich alles an, wird verdrängt abends bricht es sich dann Bahn. Gefeiert, getrunken, der Kreislauf setzt sich fort.

    Und nun frage ich dich, warum du Alkoholiker geworden bist, wenn du jetzt weißt, wie du trocken werden kannst? Oder warum denkst du, dass es jetzt anders wird, wenn du nichts veränderst? Wenn ich dich lese, scheint es, als hättest du einen vorgefertigten Plan.

    An anderer Stelle, aber Hartmut ist jemand, der hier im Mittelpunkt steht. Ähnlich

    Nun ja, das Amt des Moderators begleitet mich, und ich sehe es als meine Verantwortung, unsere Grundbausteine nicht verwässern zu lassen, auch wenn diese nicht eins zu eins übertragbar sind.

    Da stehe ich häufig im Mittelpunkt, und direkte Ansprachen bleiben in Erinnerung, besonders wenn ich dies bereits seit 18 Jahren mache.

    Es ist für mich stets selbstverständlich, dass ich einen Job, den ich annehme, auch ernst nehme. Direkte Ansprache und das Wahren von Etikette sind nicht immer einfach, doch das habe ich erst im Laufe der Jahre lernen müssen.

    Hier liegt der Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken: Es ist nicht nur leeres Gerede – wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst.

    Ja natürlich, ich denke so quält er sich gerade am Anfang nicht so und hat etwas Zeit zum nachdenken, letztendlich muss er wahrscheinlich seinen Aufgabenbereich abgeben und andere Tätigkeiten übernehmen.

    Ich denke grundsätzlich nicht für andere, da dies sonst mein eigenes Denken wäre.

    Die einzige Möglichkeit, trocken zu werden und es auch zu bleiben, liegt in der Risikominimierung und darin, inwieweit man bereit ist, diese in seiner Sucht aufzubauen. Letztlich liegt dies in der Verantwortung jedes Einzelnen.

    Nur am Anfang sehe ich diese Risiken nicht, sondern nur alle Felle um mich herum wegschwimmen. Jedoch schwimmen diese wieder schneller, wenn ich wieder saufen würde.