Hallo Hartmut, wollte nochmal fragen, wie ihr das mit eurem Umfeld gemacht habt. Man kann sich ja kein alkoholfreies Umfeld von
Heute auf morgen schaffen?LG
Als erste sah ich mich in der Pflicht und nicht "ihr". Ich habe gehandelt und dabei an verschiedenen Stellen vollendete Tatsachen geschaffen. Es ging nicht darum, was ich wollte oder ob ich jemandem dabei auf die Füße trat, sondern um die Notwendigkeit, mich selbst vor einem Rückfall zu bewahren.
Zu Hause habe ich damit begonnen, Alkohol zu entsorgen, um einen sicheren Raum zu schaffen. Mit meinem Partner darüber gesprochen, warum das notwendig ist. Hilfreich waren da die Grundbausteine die ja schon sehr viel aussagten .
Wir hatten auch User, die diese Grundbausteine ausdruckten und sie einfach den nahen Mitbewohnern im Haus hingelegt haben, um sie über die notwendigen Maßnahmen zu informieren.
Zudem hatte ich mich konsequent von den meisten Feierlichkeiten ferngehalten, bei denen viel Alkohol getrunken wurde, unabhängig davon, ob Freunde, Verwandte oder Bekannte daran teilnahmen, mit denen ich früher hauptsächlich getrunken habe.
Das wird kein leichter Weg.Wenn es leicht wär, gebe es dieses Forum nicht!
Ich sehe das anders. Ob der Weg einfach oder schwierig wird, entscheidet sich letztendlich im Kopf des Alkoholikers. Denn am Ende steht ja "Nicht mehr trinken zu müssen" als Ergebnis. Für mich war der Weg eine "Erleichterung" Zudem ist das Forum eine wahre Schatztruhe voller gelebter und vor allem authentischer Erfahrungen, die ich auch heut noch nutze, um das erreichte zu bewahren.
Damals orientierte ich mich auch nicht an denjenigen, die gleichzeitig mit mir aufgehört haben, sondern hängte mich an die Fersen der Langzeittrockenen. Denn sie müssen ja etwas richtig gemacht haben, sonst hätte es bei ihnen nicht geklappt.
Soviel erstmal dazu