Beiträge von Hartmut

    Hallo Dianka,

    Du schreibst, dass du selbst trinkst. Mal zum Schlafen, mal alle paar Tage, und nun ist dein vorletzter Post etwas anders geschrieben als sonst. Warst du da am Trinken ? Trinkst du gerade?

    Vielleicht solltest du erst einmal auf dich schauen, anstatt jemanden trockenlegen zu wollen, wenn bei dir selbst ein Problem besteht.

    Wieso angeblich? Das heißt ja ich trinke auch

    ja etwas ungeschickt ausgedrückt. Im Kontext: Angeblich steht Wein zu Hause. Nicht gemeint das du ihn trinkst. Aber was wäre daran ungewöhnlich, wenn du wieder saufen würdest? Wir sind in einem Alkoholiker Forum .

    Ich nehme an das Du meinst *meine* Gedanken sind zu dem Punkt trübe.

    Ich musste erst einmal nachschauen, in welchem Kontext ich das schrieb.

    Es war in Bezug auf "Weißwein" zu Hause gedacht und an Topfmann gerichtet, der auch zu Hause Alkohol hatte, den angeblich nur seine Frau trinkt. Warum ich da auf "trübe Gedanken " kam, weiß ich nun nicht mehr. Es sollte eher "nasse Gedanken " heißen.

    Vielleicht wollte ich es mal vornehmer ausdrücken und hatte einen sanften Tag.:saint::mrgreen:

    Aber schön, dass du dir Gedanken gemacht hast. Am Anfang des Weges ist es wie am Stammtisch, um den Vergleich mal zu nehmen. Da werden die wildesten Thesen aufgestellt, ohne zu wissen, dass die Sucht anders tickt. Denken allein reicht nicht aus, wenn das Denken jahrelang auf Sucht geeicht war.

    Das kann ein Fehler sein, ich arbeite daran und passe darauf auf.

    Ja, nur dass eben ein Rückfall das Ergebnis des Fehlers wäre.

    Ich will das trennen. Alkohol und Abstinenz. Alkohol steht im Hintergrund und hat seinen Stellenwert verloren. Dafür ist die Abstinenz ganz nach vorne gerückt.

    Nun denke ich, dass du etwas von mir gelesen hast, da ich etwas über die Loslösung vom Alkohol geschrieben habe.

    In Kurzform. Alles, was um mich herum geschieht, hat nichts mit Alkohol zu tun - keine Situation, kein emotionaler Zustand und vieles mehr. Was jedoch nicht zu verwechseln ist, dass er immer ein Bestandteil meiner Sucht bleibt.

    o habe ich es letzten Sonntag gemacht. Bekam hier aber ordentlich Fett ab.

    Da liegt meines Erachtens ein Denkfehler vor. Du hast kein Fett abbekommen.

    Dir wurden lediglich Erfahrungen mitgeteilt, die bei einer solchen Vorgehensweise in ähnliche Trockenphasen gescheitert sind. Die User haben sich die Zeit genommen, dich zu unterstützen.

    Kannst mal darüber nachdenken aber bitte dann bei dir und nicht in diesen Thread, damit er nicht verwässert wird.

    Das führt aber auch gleich dazu, dass ich auch als Frischling mich nicht klein machen wollte, kuschen unter dem demjenigen, und der war auch sehr rigide, und ich wusste nun mal, dass ich wirklich aufhören wollte, wofür ich jetzt der Beweis bin.

    Ich kenne zwar nicht deinen ganzen Lebensweg, aber selbst Sucht kann gewisse Charaktereigenschaftene ben nicht wegsaufen – die bleiben einfach. Ich habe mich nie selbst klein gemacht, das liegt nicht in meiner Natur.

    Anfangs haben mir viele gesagt, dass Sucht eine Krankheit ist, aber ich habe das erst mit der Zeit verinnerlicht. Für mich fühlte es sich r wie eine "Schwäche" an, nicht aufhören zu können.

    Den "harten" Weg, was auch immer das bedeutet, für mich eher der notwendige Weg, um mal Wortklauberei zu betreiben, bin ich sowohl nass als auch trocken gegangen.

    Ich hab schon mal jemandem gesagt, dass ich nicht auf einer Schleimspur ausrutschen will. Ich hasse es, bewundert zu werden. Oder auf ein Podest gestellt zu werden.

    Manchmal denke ich, dass es davon abhängt, wie jeder von uns geprägt wurde. Einige mussten sich schon als Kinder auf der Straße durchsetzen, während andere für Dinge gefeiert wurden, die für andere selbstverständlich sind.

    Zu viel Lob in der Kindheit ist auch nicht immer hilfreich. Ich habe ein gutes Gespür dafür entwickelt, opportunistisches Verhalten zu erkennen. Mittlerweile werte ich es jedoch nicht mehr ab oder auf. Es ist so, wie es ist, und wird sich wohl nicht ändern.

    Allerdings braucht es bei der Sucht oft Vorbilder. Jemanden, der schon oben auf dem Podest steht, vor allem am Anfang. Wie soll ich sonst vertrauen, dass es funktioniert, wenn ich es selbst nie erreicht habe?

    Beim Ausstieg aus der nassen Sucht achtete ich darauf, wer postet, wie lange er trocken ist und was er erlebt hat. Ich wollte mir sicher sein, dass es kein Dampfplauderer ist , der gerade frisch aus dem Quark kommt.

    Manchmal muss ich mir selbst helfen und ehrlich zu sich sein. " Outing ist Selbsthilfe"

    Wenn ich sage "Ich bin Alkoholiker," klingt das zunächst hart und kann dazu führen, dass ich eine Rechtfertigungsarie starte – was oft nicht nötig ist. Eine andere Herangehensweise ist, Vorsorge zu treffen und auf sich selbst zu achten.

    Beispiele: Im Restaurant kann ich vorher die Küche fragen, ob das Essen mit Alkohol zubereitet wird, ohne dass dies am Tisch oder durch die Bedienung geschehen muss.

    Wenn ich zu einem Fest gehe, kann ich im Voraus fragen, welche Personen dort sein werden, um ehemalige Saufkumpanen aus dem Weg zu gehen. Vor allem sollte ich auf mich selbst achten und nur das tun, wobei ich mich sicher fühle.

    Es geht darum, sich auf Situationen vorzubereiten und sich selbst zu unterstützen, ohne sich ständig rechtfertigen zu müssen. Und nicht auf die Stirn "Ich bin Alkoholiker" tätowieren zu lassen.

    Glaubt wirklich jemand, dass es unbemerkt bleibt, wenn ein ehemaliger Dauersäufer plötzlich nichts mehr trinkt? Und dass die Ausrede, er müsse Tabletten nehmen und auf seine Gesundheit achten, abgenommen wird? Und niemand nach dieser Aussage denkt, dass nicht hinter dem Rücken darüber gesprochen wird?

    Ist für mich genauso plausibel wie die Vorstellung, dass Zitronenfalter tatsächlich Zitronen falten.

    In meiner Zeit hatte ich noch Glück, es war einfacher, denn da gab es keine schnellen Informationen untereinander über WhatsApp, Instagram, Facebook oder ähnliches. Aber heute: Vergesst es !

    Ist ein gutes Gefühl einfach auch mal über das Thema sprechen zu können. Der jenige versteht mich.

    Ich kenne einige, die Verständnis für meine Situation haben und sich gut mit Suchtfragen auskennen.

    Es gibt aber auch diejenigen, die wenig Erfahrung mit dem Thema Sucht haben. Gerade zu Beginn seines Weges sollte man bei ihnen vorsichtig sein, da Verständnis und "gute Ratschläge" oft zusammengehören;)

    Mehr ist es nicht. bItte nicht an dem Wort „aufpassen“ hochziehen.

    Nun wird hier nicht das Wort im Mund herumgedreht, sondern das Wort, wie es geschrieben wird, zählt. Es gibt in der "Alkoholikersprache" eben verschiedene Wörter, die eine bestimmte Bedeutung haben, was sich von der normalen Sprache abweicht.

    Aber nun weiß jemand Bescheid und steht mir zur Seite.

    Das ist schön.

    Hast du das Gefühl, dass du eine Begleitung für die Sucht brauchst? Oder ist es für dich nur ein gutes Gefühl, nicht allein mit deiner Sucht dazustehen und jemanden gefunden zu haben, der dich versteht?

    Macht für mich ein Unterschied.

    Ich fühle mich seit jeher für mich selbst verantwortlich und nehme Unterstützung nur an, wenn ich sie selbst geholt oder angefordert habe. Ich konnte auch nie etwas mit einem Mentor oder Aufpasser als Begleitperson anfangen.

    Eine Unterstützung für die ersten Tage mag für den einen oder anderen wichtig sein, aber wenn ich mir vorstelle, dass mich da ständig jemand begleitet, würde ich mich überwacht fühlen. Nicht wertend von mir für andere, da ich es eben selbst nie erfahren habe.

    Ich muss ja auch nüchtern bleiben, wenn mir keiner zuschaut. ;)

    Bei aller Liebe und allem Verständnis, wenn ich nach 8 Monaten Nüchternheit immer noch jemanden brauche, der in bestimmten Situationen auf mich aufpasst, kann ich das nicht nachvollziehen.

    Wenn ich das nicht selbst kann, dann müssen zumindest die Gedanken da sein, dass ich vor etwas Angst habe. Nichts gegen jemanden, der die ersten Schritte geht, aber nach 8 Monate?

    Nach dem Motto: "Kümmere dich um mich, ich bin Alkoholiker."

    Oder stimmt meine Rechnung von 8 Monate nicht?

    Habt ihr zusammen gewohnt ?
    Seit ihr noch zusammen?
    Ja es ist ein schlimmer Zustand

    Das hast du zu Dianka geschrieben, weil sie nicht weiß, wo ihr Säufer sich aufhält. Das ist kein schlimmer Zustand, das ist ein guter Zustand. Besser kann es gar nicht laufen. Nur erkennt derjenige es in diesem Moment nicht.

    Mit 13 Jahren als Hurensohn bezeichnet zu werden, bleibt nun mal ein Leben lang haften und er wird seine Mutter mit anderen Augen ansehen als je zuvor, wenn sie nicht ins Handeln kommt. Denn irgendwann hinterfragt er den Begriff, was er überhaupt bedeutet. Nur mal soviel:

    Hätte das ein Fremder zu deinem Sohn gesagt, zu dem du keine Beziehung hättest, wie hättest du reagiert? Mit ihm alles ausdiskutiert und eine weitere Chance gegeben nochmal auf deinen Sohn zu treffen? Wenn dir selbst alles egal ist, dann ist ja alles gut, jedoch entbindet dich das nicht von der Verantwortung gegenüber deinem Sohn.

    Ich habe noch nie einen trinkenden Alkoholiker getroffen, der sich ins Positive verändert hat. Das geht auch gar nicht. Und die Opferrollen-Nummer, er ist schwerer Alkoholiker, ist nicht unüblich.

    Die alte Nummer, um sich sein nächstes Saufen zu rechtfertigen. Zudem hat er dein Herz berührt, Mitleid erregt und genau in diesem Stadium hält er dich gefangen. Es ist nicht weiter schlimm, du spurst ja.

    Wenn er ein Stöckchen wirft, kannst du es für ihn aufheben oder aus dem Sichtfeld verschwinden. Aber dann direkt ohne Umschweife mit Kontaktabbruch.

    Aber wenn es so leicht wäre, immer zu widerstehen, gäbe es keine Übergewichtigen.

    Was gehen dich andere Übergewichtige an, wenn du zugenommen hast?

    Es ist wie bei der Sucht: das Außenrum rechtfertigt nicht etwas, was mich persönlich belastet. Ich muss mich da auf mich fokussieren.


    Mein Beitrag entstand aufgrund einer kurzen Gereiztheit.

    Kann ich gut nachvollziehen. Ich bin auch nicht jeden Tag derselbe und wenn ich merke, was mich gereizt hat, dann stelle ich es in mir innen ab, nicht im Außen. Klappt nicht immer, aber je älter ich werde, desto mehr regt mich weniger auf.

    Mein Mann ist nach wie vor zufrieden abstinent und kümmert sich um die Festigung.

    Weitere Beiträge meinerseits zur Co-abhängigkeit erübrigen sich damit.

    Uiiiii. Der Mann ist gefestigt und du bist durch mit dem Thema CO?

    Das ist ungewöhnlich, denn eine Co-Abhängigkeit hat meist einen Ursprung, der zuvor schon da war. Aber wenn du denkst, sie gestoppt zu haben, freut es mich für dich.

    Jedoch die Einschätzung, das sage ich dir mal als "Vollblut nasser und trockener Alkoholiker", verlasse dich nicht auf das, was du siehst, sondern nur auf das, was getan wird.

    Daher muss man rechtzeitig handeln. Und das ist auch im Interesse des Ehepartners*.

    Unabhängig davon, wie ihr eure Partnerschaft führt, sollte es in deinem Interesse sein, dass du für dich selbst verantwortlich bist. Wenn du nicht süchtig bist, kannst du es einfach weglassen. Ich denke zwar , dass in der Partnerschaft das „Wir“ wichtig ist. Dennoch sollte das „Ich“ nicht für das „Wir“ missbraucht werden.:mrgreen:

    Mit dem forum werde ich bei dem Thema wohl nicht auf einen Nenner kommen.

    Da hast du recht, hier sind vordergründig CO- und Alkoholsucht. Unabhängig davon bin ich kein Freund davon, alle Süchte in einen Topf zu werfen und daraus Schlüsse zu ziehen. Bevor es hier zu einer Partnerberatung mutiert, kommen wir am besten wieder zur Sucht zurück.

    Die letzen 10-15 Jahr habe ich z.B. kein Interesse an Obst und Süßem gehabt - nur salzig.

    Alkohol wirkt als Diuretikum, das heißt, er entzieht dem Körper Wasser. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht der Elektrolyte, was das Verlangen nach salzigen Lebensmitteln verstärkt, um den Natriumspiegel wieder auszugleichen. Das hat mir einmal eine schlaue Person so erklärt. :mrgreen:

    Deshalb verspürt man auch Heißhunger auf salzige Snacks nach einem alkoholreichen Abend. Es ist ein natürlicher Mechanismus des Körpers, der versucht, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

    Jetzt hab ich (wieder) Lust auf Obst / Kekse usw.

    Ja, das Verlangen danach ist auch nicht unüblich. Aber immer ein Auge auf die Suchtverlagerung halten.

    Hallo Topfmann

    ein Erfahrungsaustausch bedeutet, dass jeder seine eigenen Erlebnisse teilt und von den Erfahrungen des anderen lernt. Es geht nicht darum, dass alles nur auf dich bezogen ist, sondern es bietet Möglichkeiten, die dir vielleicht auch helfen können.

    Du stehst hier nicht vor Gericht und niemand will dir schaden.

    Ich meinte das auch nicht wirklich ernst und das du niemanden in eine andere Gruppe schickst kapier ich gerade auch nicht.

    alles gut. Passt alles.

    Ich habe mich in dieser Online-Selbsthilfegruppe angemeldet, weil ich mir Gedanken darüber gemacht habe, wie ich mit meiner Sucht umgehen kann. Im Vorfeld habe ich vieles ausprobiert, aber es hat nicht gepasst, daher habe ich mich für diese Gruppe entschieden.

    Wenn dann jemand aus dieser Gruppe ungefragt den Vorschlag macht, ich solle doch mal eine andere Gruppe besuchen, fühlt sich das für mich so an, als würde man mich höflich aus dieser Gruppe hinauskomplimentieren.

    Nun ist es auch ein ungeschriebenes Gesetz, dass was in anderen Gruppen besprochen wird, in den Gruppen bleibt und umgekehrt.

    Nur kann man hier im offenen Bereich es ohnehin nachlesen, deswegen trifft es hier weniger zu.