Beiträge von Alex07

    Hallo Aniol,

    du kannst dich von deinem Freund aber bevollmächtigen lassen, sofern er selbst voll geschäftsfähig ist (und du über 18 ). Von beidem gehe ich mal aus.

    Das ist geregelt in § 164 BGB wie folgt :

    Zitat

    § 164 Wirkung der Erklärung des Vertreters

    (1)
    1. Eine Willenserklärung, die jemand innerhalb der ihm zustehenden Vertretungsmacht im Namen des Vertretenen abgibt, wirkt unmittelbar für und gegen den Vertretenen. 2Es macht keinen Unterschied, ob die Erklärung ausdrücklich im Namen des Vertretenen erfolgt oder ob die Umstände ergeben, dass sie in dessen Namen erfolgen soll.

    (2)
    1.
    Tritt der Wille, in fremdem Namen zu handeln, nicht erkennbar hervor, so kommt der Mangel des Willens, im eigenen Namen zu handeln, nicht in Betracht.

    (3)
    1.
    Die Vorschriften des Absatzes 1 finden entsprechende Anwendung, wenn eine gegenüber einem anderen abzugebende Willenserklärung dessen Vertreter gegenüber erfolgt.

    Dann ist noch § 167 BGB wichtig :

    Zitat

    § 167 Erteilung der Vollmacht
    (1)
    1.
    Die Erteilung der Vollmacht erfolgt durch Erklärung gegenüber dem zu Bevollmächtigenden oder dem Dritten, dem gegenüber die Vertretung stattfinden soll.

    (2)
    1.
    Die Erklärung bedarf nicht der Form, welche für das Rechtsgeschäft bestimmt ist, auf das sich die Vollmacht bezieht.

    Du kannst dich also (natürlich schriftlich) von deinem Freund zur Vornahme sämtlicher Rechtshandlungen sowie Annahme und Abgabe von rechtsverbindlichen Willenserklärungen ihn betreffend bevollmächtigen lassen.

    Viele Grüße

    Garfield

    Hallo ALLEIN,

    jedes Leben hat den gleichen Sinn -> es ist wert, gelebt zu werden.

    Wir alle müssen täglich hart daran arbeiten, gut zu sein, und die Gesellschaft besteht nicht nur aus den Strahlemännern und -frauen, sondern auch aus Menschen, die gewisse Probleme haben.

    Ich sehe also keinen Grund, warum du kein Teil der Gesellschaft sein solltest.

    Ich kann dir nur sagen, daß du selbst es dir wert sein solltest, es sein zu lassen. Ich persönlich habe meine Probleme bis heute immer dadurch gelöst bekommen, daß ich einen unbändigen Willen hatte.

    Diesen Willen trägt jeder von uns in sich - auch Du !

    Überwinde nur ein für alle Mal deinen inneren Schweinehund, wir wissen alle, der erste Schritt ist der schwerste. Aber wenn man in Bewegung ist und bleibt, läuft man irgendwann von alleine - und es wird besser werden !

    PS: Verrate doch mal deinen Vornamen, wenn du möchtest :D

    Hallo John,

    auch von mir erst mal willkommen im Forum.

    Aus eigener Erfahrung kann ich dir zusätzlich zu dem, was Karsten ja schon gesagt hat, eigentlich nur sagen, daß du lernen mußt, auch ohne Alkohol Spaß zu haben.

    Ich hab dazu auch ne Zeit lang gebraucht, aber im Endeffekt lohnt es sich, klar zu bleiben :D

    Und ich sehe gerade mal wieder an meinem Bruder, der kürzlich mit 1,59 Promille im Blut nen schweren Unfall gebaut hat, wie wichtig es doch ist... die Schulden, auf denen der jetzt sitzt, möchte ich nicht haben :!:

    Vielleicht macht es dir den Ausstieg leichter, wenn du einfach mal ein paar Mal hintereinander Fahrer bist und aus diesem Grunde nix trinkst. Dann haben sich deine Kumpels dran gewöhnt, daß du halt nix trinkst, wenn du fährst, und du wirst sehen, daß man auch ohne Saufen Spaß haben kann.

    Hallo Dieter,

    ich heiße Dich dann mal stellvertretend für den Admin, der noch bis heute weg ist, herzlich willkommen bei uns.

    Das leidige Thema, mit 15 Probleme mit Alk zu haben, kenn ich noch gut :roll:

    Bist du noch in der Schule, oder was tust du eigentlich im Moment ?

    Würde mich freuen, etwas mehr von Dir zu lesen.

    VG

    Garfield

    Zitat von stephan

    Hallo zusammen,


    Hallo Stephan,

    mal vorab:

    Ich werd dein Post jetzt einfach mal Stück für Stück als Quote zerpflücken, aber ich denk, du wirst den Überblick behalten (ist mir in nem anderen Forum mit nem sehr langen Post mal passiert, daß sich jemand beschwert hat, ich würde Zitateschlachten machen :wink:).

    Also denn, mal los !

    Zitat von stephan

    ich habe lange darüber nachgedacht ob ich hier schreiben sollte, aber es ist einfach befreiend einfach einaml alles niederzuschreiben.


    Tu dir keinen Zwang an, denn egal wie:

    Es ist ein erster Schritt, mal drüber zu reden, daß da ein Problem sein könnte. Obs ein Problem ist, das laß ich jetzt mal außen vor - das weißt du selbst am besten, ob es das ist.

    Zitat von stephan

    Ich bin selbstständig im kreativen Bereich (Gestaltung Internetseiten) tätig und arbeite von zu Hause aus. Meine sozialen Kontakte sind komplett verkümmert, zu allen Kunden (das sind nicht wenige und weltweit) habe ich ausschliesslich durchs Internet Kontakt.


    Darf ich vorab mal fragen, wie alt du bist, und wie du wohnst (Großstadt, ländlich, Kleinstadt ?) ?

    Zitat von stephan

    Der permanente Leistungsdruck täglich neu kreativ zu sein, Ideen auf Abruf sprudeln zu lassen lässt mich regelmässig zum Alkohol und ca. 50 Zigaretten greifen.


    Diesen Leistungsdruck kenne ich auch nur zu gut, auch wenn in anderer Richtung berufstätig bin.

    Ich behaupte mal, du hast sicherlich durchaus Vorstellungen, wie ein Gegenpol zu dem ganzen Arbeitsanfall aussehen könnte ?

    Zitat von stephan

    Da ich mir als Selbstständiger meine Zeit frei einteilen kann, arbeite ich viel nachts - oft bis 4.00 oder 5.00 Uhr. Dabei trinke ich täglich bis zu 8 Bier manchmal auch Wein, Sekt. "Harte" Alkoholika schmecken mir nicht und ich rede mir immer ein Bier wäre nicht so schlimm.


    Was passiert, wenn du das Bier einfach mal beiseite läßt und was anderes trinkst ? Wie geht es dir dann ?

    Zitat von stephan

    Ich schlafe dann bis ca. 14.00 Uhr (meinen Rausch aus). Jetzt im Winter wo es um 16.00 Uhr wieder dunkel wird ärgere ich mich, dass ich praktisch nichts vom Tag hatte. Ab 17.00 Uhr sage ich mir jetzt zur Weihnachtszeit kannste mal ein Glühwein trinken und die Session ist wieder eröffnet.


    Das glaube ich dir gerne, daß man sich da ärgert...

    Zitat von stephan

    Durch teilweise unflätige Emails in denen ich Frust abgelassen habe, weil ich immer die Dummheit der Kunden mit Mehraufwand ausbaden muss, habe ich auch schon Kunden verloren.


    Dann solltest du unbedingt an deiner Selbstbeherrschung arbeiten - begegne JEDEM mit Respekt, ebenso wie du es zu Recht erwartest, höflich und respektvoll behandelt zu werden.

    WAR das mal passiert, oder kommt das immer wieder mal zwischendurch vor ?

    Zitat von stephan

    Meiner Freundin gegenüber die nur am Wochenende bei mir wohnt konnte ich das Ausmass meiner Sucht und Depression bislang noch verheimlichen. Ich weiss auch nicht ob es gut ist ihr es in vollem Umfang zu beichten, weil ich Angst habe das unsere Beziehung Schaden nehmen könnte.


    Wie lange bist du denn mit ihr zusammen, und wie würdest du eure gemeinsame Zukunft beschreiben ?

    Zitat von stephan

    Ich bilde mir ein in meinem Leben viel erreicht zu haben. Ich arbeite im Auftrag grosser Konzerne, habe einen guten Kundenkreis, verdiene ganz ordentlich, habe Auszeichnungen für meine Arbeiten erhalten und und und ... es kickt mich irgendwie nichts mehr. Ich bin lustlos und fühle mich schlapp.


    Wann hast du dir das letzte mal eine richtige Auszeit gegönnt - nur du, oder nur du und deine Freundin ?

    Es scheint mir so, als ob das schon länger her ist :?:

    Zitat von stephan

    Die körperlichen Auswirkungen meiner Nikotin und Alkoholsucht machen mir Angst. Ich bekomme Kreislaufschwierigkeiten z.b. im Supermarkt an der Kasse (Schwindelgefühl), ich habe Essstörungen (esse manchmal garnichts tagsüber, kann nacht 3.00 Uhr aber einen dicken Braten verdrücken), Schlafstörungen (wenn andere um 24.00 uhr müde werden, fängt bei mir die Kreativarbeit erst an) usw usw.


    Dann verlagere deinen Lebensmittelpunkt wieder auf die Tageszeit. Zwinge dich einen Abend, nicht an den Rechner zu gehen, sondern leg dich ins Bett, und bring die Nacht rum, am besten natürlich schlafend, sofern möglich.

    Setze dir als festes, unabänderliches Ziel, am nächsten Morgen um 9.00 Uhr aufzustehen, und dann arbeite an diesem Tag körperlich, und bleib den Tag über auch vom Rechner weg !

    Leg dich abends nochmal gegen 22.00 Uhr ins Bett und versuche, zu schlafen. Finger weg vom Rechner, kein Feierabendbier.

    Und am nächsten Morgen steh wieder um 9.00 Uhr auf.

    Und dann kannst du nach deinen Emails usw. schauen.

    Mach von mir aus nen Autoresponder rein, daß du am XX.12.2004 wegen beruflicher Abwesenheit nicht zu erreichen bist.

    Die Welt wird sich weiterdrehen, und es wird dir auch kein Auftrag deswegen verloren gehen !

    Zitat von stephan

    Ich erwarte hier keine grosse Hilfe, wollte es irgendwie nur mal aufschreiben und mich mitteilen. Ich will dauerhaft etwas ändern aber ich weiss nicht wie ich aus meinem immer gleichen Trott raus komme.


    Ich weiß (und glaube) auch nicht, daß meine vorstehenden Sätze ne große Hilfe waren; vielleicht sind sie aber ein Denkanstoß ?

    Zitat von stephan

    Schon allein das man (ich) hier eher etwas ins Internet schreibt als es seinen nächsten Liebsten zu erzählen, zeigt mir eigentlich das ich gehörig einen an der Waffel habe.


    Im Gegenteil:

    Es zeigt eigentlich nur, daß du deine nächsten Angehörigen zunächst einmal nicht mit deinen Problemen "zur Last fallen" willst, sondern daß du dich aktiv um eine Lösung bemühst.

    Und das ist ein guter Anfang :!: :D

    Zitat von stephan

    Stephan.


    Gruß zurück,

    Garfield

    BTW: Schreib was zurück :wink:

    Nachdem mein Vater mir mal sagte, daß es das Wichtigste überhaupt ist, abzuschalten, habe ich mir das systematisch selbst beigebracht.

    Ich habe mich "dazu gezwungen", an nichts zu denken - mir fällt da immer der Vergleich mit dem Film Ghostbusters ein, wo an nichts gedacht werden darf.

    Und so schalte ich abends einfach ab, indem ich mein Hirn total leere. Ich sitze einfach da, "starre" quasi in den Raum und sehe durch alles hindurch. Ich nehme nichts wahr.

    Und so gebe ich meinem Kopf die Zeit, das Erlebte des Tages zu verarbeiten, ins Langzeitgedächtnis oder wo auch immer hinzusortieren und Platz zu schaffen, um überhaupt wieder etwas realisieren zu können.

    Und dann schaffe ich es auch, mich an kleinen Dingen zu erfreuen und sie zu sehen.

    Hallo Heike,

    nenn es Zeitvertreib - nenn es Selbstlosigkeit - nenn es Herzensgüte.

    Ich nenne sowas gerne Menschlichkeit :wink::D

    Und die sehe ich nur sekundär Zusammenhang mit Erlebtem, primär jedoch als persönliche Prägung der Natur des Menschen, resultierend aus vielen Faktoren.

    Das Erlebte ist einer dieser Faktoren.

    Zitat von ?

    ich bin der festen (mehr oder minder..) ueberzeugung, kein alkoholabhaengiger zu sein. ich muss sagen, dass ich seit ich 13 bin, wirklich saufe - dh ich schuette in mich rein, was ich in die fingern kriege. derzeit bin ich 19 - 1 1/2 flaschen whiskey ist keine seltenheit.


    Da singst du ein Lied, dessen Text ich noch gut kenne.

    Ich hab mit 15 angefangen zu trinken, mit 16 zu saufen (das ist ein Unterschied, finde ich), und mit 19 war ich wohl noch etwas weiter als du heute.

    Mein (trauriger) Rekord :

    Ich war so etwa 18 1/2, Freitag Abend. Open-Air-Party zum Selbstzapfen, nur Humpen.

    Ich hatte umgerechnet ca. 1 1/2 Kisten Bier intus, habe dann eine Flasche roten Wodka auf Ex gezogen, und noch eine Kiste Bier hinterher. Das war der Freitag...

    Samstag morgen, 06.30 Uhr. Ich sitze am Grill (wie komme ich dahin :?:), und man sagt mir: Hier ist dein Schwenker, den du vor ner halben Stunde bestellt hast.

    Wie bitte, vor ner halben Stunde ? Weiß ich nix von...

    Ergo Samstag durchgesoffen, Sonntag morgen gings los mit Frühschoppen und den ganzen Sonntag auch noch versoffen.

    Und das war nicht das einzige WE dieser Art, es folgten noch ne Menge.

    Kommt dir das bekannt vor bis hierhin ? Klingt nach Party, hm ?

    Mit 19 1/2 hab ich dann ne Freundin bekommen, an der mir wirklich was lag. Ich war samstags morgens immer arbeiten, 80 Märker auf die Hand. Gegenüber war ne Kneipe. Zu dem Zeitpunkt hatte ich seit zwei Wochen nichts getrunken.

    Arbeit rum -> ich war am Zittern, das kannst du dir nicht vorstellen... die Kneipe gehörte nem Bekannten von meinem Vater, den ich auch kannte.

    Also bin ich da rein, 1 DM pro Schnaps, halb vier mittags, und hab 80 Mark in Schnaps innerhalb von einer Stunde versoffen :!:

    Und jetzt sag mir, daß du weit von diesem Status weg bist...

    Du brauchst nicht zu antworten, aber denk mal drüber nach :!: und sei vor allem ehrlich zu dir selbst...

    Die permanente Unsicherheit im Umgang mit anderen Menschen ist mir sehr gut bekannt :shock:

    Ich habe immer versucht, mich anzupassen, mich irgendwie so zu präsentieren, wie ich dachte, daß man es von mir erwartet.

    Man könnte also sagen, ich hab mich in eine Rolle reingezwängt, die ich gar nicht selbst war. Irgendwie wollte ich keinem zeigen, wie ich wirklich bin, sondern wollte als "stark" oder wie immer man es nennen mag darstellen.

    Mit der Sicherheit nach außen, das hat bei mir (und auch erst nach Jahren...) geklappt, als ich lange geübt habe, einfach ich selbst zu sein, und ehrlich zu mir selbst. Was auch noch eine Rolle spielte :

    Ich war überheblich. Dermaßen arrogant und von mir selbst eingenommen, es war für andere einfach nur widerlich :!: und das hab ich an mir selbst gar nicht bemerkt.

    Ich war ein hochnäsiges - man verzeihe mir - Arschloch.

    Ich bin, wie ich bin - diese Erkenntnis hat mir geholfen. Vor allem aber bin ich nichts besseres.

    Wer mich so akzeptiert, wie ich bin, der zählt noch heute zu meinem Freundeskreis. Einige sind gegangen - ich weine nicht um sie...

    Einige gute Freunde sind geblieben - und das sind die wahren Freunde !

    Naja, beglückwünschen zu dieser Entscheidung wäre wohl unangebracht, aber ich möchte dir sagen, daß du damit auf jeden Fall das Richtige getan hast.

    Du mußt jetzt unbedingt konsequent bleiben.

    Das bist du auch dir selbst wert, denn wie schwierig es ist, mit ihm zu sein, mußtest du ja schon feststellen.

    Bitte berichte uns weiter.

    Zitat von Heike

    Wenn ich ihn jetzt nicht mehr reinlasse, habe ich Angst, er steigt noch weiter ab.
    Wenn er aber bei mir immer so viel trinkt, habe ich auch Angst.
    Gibt es denn keine Hilfe für uns?


    Wenn er denn partout nicht in der Lage ist, es von selbst sein zu lassen, muß ich, so hart das ist, auch sagen :

    Er muß leider erst ganz unten ankommen, und dann erst wird er (hoffentlich) neuen Halt und den Weg aufwärts finden

    Sicher ist es für dich nicht einfach, das umzusetzen... und es ist auch fraglich, ob du ihn danach wiederbekommst.

    Aber leider verlangt das Leben von uns manchmal, diejenigen, die wir am meisten lieben und brauchen, gehen zu lassen :(