Ich bin nicht 12 Wochen oder länger ausgefallen. Ich habe auf Drängen meines Arztes den Entzug im Krankenhaus gemacht, vorher 14 Tage zu Hause. Das war die Hölle. Ich wusste damals nicht, dass es lebensgefährlich werden kann. Außerdem wohin mit meiner Mutter, die ja auf mich angewiesen ist und die nicht alleine kann. Wir (Arzt + ich) haben dann trotzdem eine Lösung gefunden. Nach dem Entzug habe ich keine Therapie gemacht, denn dann kam wieder das Problem, wohin mit meiner Mutter. Im Krankenhaus legte man mir ganz dringend ans Herz, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen.
Eine Freundin von mir, die in einer Reha für Suchtkranke arbeitet, sagte auch, dass das ganz wichtig ist und das es ohne SHG schwierig ist, trocken zu bleiben. Ich bin jetzt 1 1/2 Jahre trocken und gehe 2 x die Woche zu den AA's und bin davon überzeugt, mit Hilfe dieser Gruppe trocken zu bleiben.
Mir bleibt dadurch immer bewusst, dass ich Alkoholikerin bin und es nicht vergesse, denn die Krankheit ist tückisch und schleicht sich oft durch ein Hintertürchen ein.
Apropo Angst dahin zu gehen. Glaub mir, ich hatte beim ersten mal Schweißausbrüche und mir war total schlecht und flau. halben Tag vor dem Termin ging es mir so. Aber als ich da war, ist das ganz schnell verflogen. Die Leute dort sind sehr tolerant, nett und locker. Übrigens haben es die anderen AA-Freunde auch erzählt, denen ging es beim ersten mal auch so. Da wärst du nicht die einzigste.
Was du jetzt machen könntest als nächsten Schritt ist, zum einen mit deinem Doc darüber sprechen und ich würde bei einer Suchtberatungsstelle anrufen.
Es gibt außer den AA's noch andere SHG's. Sie sind unterschiedlich strukturiert. Da müsstest du gucken, wo du dich am besten aufgehoben fühlst.
Mach den nächsten Schritt und dein Leben kann nur besser werden.