Beiträge von Smilla

    Hallo du liebe,

    so wie es dir geht, waren wir Angehörigen ja alle mal drauf und du kannst wetten, dass wir uns fast alle nicht im Turbotempo getrennt haben.

    Jeder braucht eine Weile um sich damit auseinanderzusetzen und muss auch von anderen lernen. Wir haben ja Liebesgefühle für sie und vor jeder Trennung muss erst mal die ruhige Entschlossenheit kommen.
    Wenn du die noch nicht hast, kannst du erst mal lernen dich zu distanzieren,
    innerlich ein Stück von dem 'Bild' zurückzutreten und dir Techniken im Umgang mit dem Partner zuzulegen.

    Z.b. kein Gespräch zu führen, wenn der Partner nicht nüchtern ist, weil es reine Energieverschwendung ist. Oder aus dem Haus zu gehen, wenn er betrunken ist und reden will.

    Du bist ja hier in der 'Fortbildung' und wenn du mehr darüber weisst wie Alkis ticken, kann er dich mit seiner ganzen Rhetorik nicht mehr platt reden.
    Meiner kann auch besser reden als ich ( ich habe das jetzt 16 Jahre mitgemacht und trenne mich gerade ) , aber durch die 'Arbeit' hier im Forum habe ich gelernt als eigenständiger Mensch mit ihm zu sprechen, nicht mehr nur als seine Frau und der Schaupieler und Lügner, der er wie alle Alkis ist kann nur noch sagen: stimmt du hast recht.

    Einfacher ist es wenn jemand eine rein körperliche schwere Erkrankung hat, dann könnten wir viel besser darüber reden, als etwas das uns nur mittelbar betrifft.
    So stecken wir scheinbar mitten drin und fühlen uns ohnmächtig; dabei verlieren wir völlig aus den Augen, dass das unaggresives Verhalten, nicht schlagen etc. Selbstverständlichkeitenin einer Beziehung sind.
    Bei unseren Partnern fällt das Fehlen dieser Dinge schon unter gute Eigenschaften.

    Diese Krankheit verlangt von uns das wir unser Leben darauf ausrichten.
    Wir sind verunsichert und denken der andere muss ja in Ordnung sein, er behauptet es ja.

    Tausch dich hier aus, schreib dir die Finger wund so oft du magst, wiederhole dich bis du begreifst; hier lernst du wieder klar zu sehen und wir lernen alle voneinander.

    :D
    In diesem Sinne Lieben Gruss
    Smilla

    Lieber Bernd,

    wir kenen uns noch nicht so, ich bin auch aus der Co-Abteilungund trenne mich gerade.Ich habe mich nach deinem letzten Posting mal durch deinen ganzen Thread gelesen.

    Du hast unglaubliches gestemmt in den letzten Monaten und musst ja wirklich erst mal deinen Adrenalinspiegel ganz langsam wieder runterfahren.
    Das mit der Angst vor der grossen Leere kann ich nachvollziehen, bleib ma locker und du hast doch auch viele Freunde und Unterstützung hier.

    Ich wünsch dir alles erdenklich Liebe, schau mal ab und zu auf deine Signatur

    :wink: ...in diesem Sinne
    Lieben Gruss von der Smilla

    Hallo Tabaluga,

    Ethanol ist 70%iger Alkohol, den man zum haltbarmachen von z.b. Bachblüten vedünnt zugibt. Was genau Ethanol bedeutet weiss ich nicht, sagt mir nur das verdünnt es geniessbar ist, im Gegensatz zu Methylalkohol der hochgiftig ist.

    L.g. Smilla

    Liebe Ellie,

    m.E. musst du dich nicht an dieses Versprechen halten, da es offensichtlich den Hauptzweck hat zu täuschen in jeder Beziehung.

    Ellie, ich seh hier vor mir eine Frau die gerade steht, mit fester Stimme spricht und mir gut gefällt.

    Gruss Smilla. die mit dir das Rasierwasser vom .....wegkippt.

    Hallo Ellie,

    Mönsch, jetzt nehm ich dich erstmal in den Arm.

    Weisst du ich habs auch lange nicht verstanden. Für uns Angehörige gelten
    in den Angehörigen-Gruppen von AA die gleichen 12 Schritte wie für die Alkoholiker. Der erste lautet:

    'Wir gaben zu dem Alkohol gegenüber machtlos zu sein'.

    Das heisst, wir müssen auch vor ihm kapitulieren und unserem Partner die Freiheit geben selbst zu entscheiden was für ihn das Beste ist. Das du es weisst und ihm helfen würdest wenn er nur wollte, das funktioniert nicht.

    Wenn du ihn vor die Wahl stellst - Krankenhaus oder Trennung - dann ist das in Ordnung und keine Erpressung.
    Der kleine aber feine Unterschied ist, ob du bei dieser Aussage bei dir bist,
    will sagen ob du sie machst zu deiner Selbstfürsorge oder um ihn zu seinem Glück zu zwingen. Dann geht der Schuss nach hinten los.

    Darum liegt in dem was dein Mann sagt ein Körnchen Wahrheit auch wenn er ein Spielchen daraus macht.

    Frag dich noch mal ob du noch länger so weitermachen willst oder ob du wirklich eine Grenze ziehen willst - für dich.

    Das ER es so nicht schafft weisst du; das er sich selbst schadet, ist UNWICHTIG.

    Versuch mal ein bisschen loszulassen und sei lieb zu dir selbst

    Lieben Gruss von Smilla, die dich sehr gut versteht

    Liebe Ayki,
    es tut mir gut hier von dir zu lesen. Dein Beispiel macht mir Mut.
    Ich bin gerade am Anfang der Trennung und habe noch etliche Berge vor mir.

    Zur Liebe schrieb Karsten kürzlich in einem anderen Thread:
    'Die Sucht ist stärker als die Liebe.'

    Daran muss ich jetzt oft denken und irgendwie tröstet es mich; vielleicht weil es uns von den Schuldgefühlen befreit die wir so oft haben.

    L.G. Smilla

    Ellie,Ellie... :oops: wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen wir sind wieder auf Seite 1 deines Threads angekommen. Bitte sofort dafür um Verzeihung.

    Natürlich bist du co-süchtig und ich bin auch länger auf der Stelle geeiert, ,genau wie du.
    Am meisten tut mir heute leid, was ich den Kindern zugemutet habe. Hilfe habe ich nur schwer angenommen wegen meiner Überheblichkeit ( wenn ich ihn nur genug liebe wird er schon......)und Kontrollsucht . Auch wenn meine Kinder nicht dabei waren als er in die Hose gemacht hat, bewerte ich heute alles was ich zugelassen habe, was sie mit ansehen und hören mussten als Kindesmissbrauch. Kinder erleiden einen Schaden für ihr Leben. Dein Mann missbraucht euer Zuhause als Kneipe und Entziehungsklinik. Es sollte aber doch ein Zuhause sein, ihr habt ein Recht darauf.

    Hör auf sein Leben für ihn zu schmeissen. Wenn er dich darum bittet sein Leben mit ihm zusammen zu lenken, so stellt er dir eine Falle. Sein Problem ist damit zu deinem geworden.

    Ich weiss nicht ob das irgendwie konstruktiv ist was ich dir schreibe.
    Bitte lies noch mal was Spedi dir schrieb am 7.4. , 15.4. und 19.4. da steht alles was du wissen musst.

    Sei herzlich gegrüsst und gib nicht auf
    Smilla

    Liebe Anko,

    erst mal Glückwunsch zu deinem Mut dir Hilfe zu suchen. Du bist schon sehr reflektiert für eine junge Frau in deinem Alter und hast eure Situation gut
    erfasst. Auch kann ich verstehen dass du deine Geschwister nicht im Stich lassen kannst.

    Du schreibst wohl das du dich hasst und eine schlechte Tochter wärst. Das ist nicht wahr denn du kannst nichts dafür das deine Mutter krank ist und trinkt.
    Auch bist du eine gute Tochter, denn du suchst jetzt Hilfe für euch und versuchst deine Mutter zu schützen indem du nicht auslösen willst das sie ihren Job verliert.

    Als erstes würde ich dir raten nicht mit deiner Mutter zu reden wenn sie betrunken ist. Das ist in der Regel abends der Fall. Dann ist eher aus dem Weg gehen besser und sich nicht auf eine Diskussion einlassen.
    Morgends sind Alkoholiker meistens nüchtern und es wird nicht alles so hochgekocht. Aber wahrscheinlich weisst du das schon.

    Als erste Hilfe gibt es ein Jugendtelefon wo du mit jemand anonym sprechen kannst .
    In deiner Stadt gibt es auch eine anonyme Selbsthilfe-Gruppe für jugendliche Kinder von Alkoholikern namens Ala-Teen die sich alle 14 Tage treffen.
    Auch beim SKM - Sozialdienst Katholischer Männer ( ist aber nicht nur für Männer) gibt es Sozialpädagogen die bis zu 6 mal eine Beratung für Angehörige anbieten.
    Und last but not least gibt es das Jugendamt.


    Du kannst versuchen erst mal dir selbst zu helfen, denn in einer Familie wo einer trinkt, herrschen ständig Stress und Verwirrung und Verunsicherung.
    Denk daran du hast es nicht verursacht und du kannst es auch nicht alleine beenden. Wenn du anfängst dir Hilfe zu suchen, werden du und deine Geschwister davon profitieren.

    Du bist ein tapferer Mensch.

    Alles Liebe Smilla

    Hallo Lady Kim,
    wo bist du? Da ich auch mit Panikattacken zu tun hatte(habe), behalte ich dich so ein bisschen im Auge.

    Bin auch gerade frisch getrennt, nachdem mein Mann nach längerer
    "Trockenheit" oder Trinkpause rückfällig wurde.
    Heute würde ich ein grösseres Augenmerk darauf haben, dass er nicht hauptsächlich wegen mir in die Therapie geht. Damals habe ich ihm ein Limit gesetzt bis wann er in Therapie sein müsse, sonst zöge ich aus. Jetzt trenne ich mich auf unbestimmte Zeit ,entweder für immer oder bis ich das Gefühl habe ihm wieder Trauen zu können.

    Will sagen du musst ihm mE.nicht unbedingt von deinem inneren Limit von 6 Monaten erzählen, wir Co's haben ja manchmal so den Zwang alles aus Fairness sagen zu wollen ; ihr wohnt ja schon getrennt und du kannst in Ruhe schauen was sich dann für dich richtig anfühlt.

    Ob du die Beziehung in 6 Monaten noch willst, kannst du nur wissen,
    Jedenfalls hast du das wichtigste für dich bereits beschlossen,die Realität zu erkennen und dein Hauptaugenmerk auf die eigene Gesundheit und
    dein eigenes Leben zu richten.

    Alles liebe Smilla

    Stoffel ...... nu komm mal wieder runter. Ganz langsam.....

    Schäm dich bitte nicht!!!

    -Beantrage das Aufenthaltsbetimmungsrecht in aller Ruhe, du wirst es bekommen.
    -Gib bestenfalls einfache und kurze Erklärungen ab falls nötig und vermeide
    Rechtfertigungen,Begründungen und Entschuldigungen.
    -Kümmere dich um deine Gefühle,du kannst nicht gleichzeitg eine Grenze ziehen und dich um ihre Gefühle kümmern. Beides schliesst einander aus.
    -Wenn andere sich unangemessen oder gestört verhalten ist das nicht deine Schuld.

    Du bist sicher auch ein bisschen erschöpft von alldem, also sei ein bisschen sanfter mit dir selbst........ein Schritt vor den anderen und manchmal einer zurück ist auch o.k.

    eine Frage noch: lässt du die Kinder jetzt doch zu ihr fahren?

    Liebe Grüsse Smilla

    Liebe Martina,

    Hut ab vor deiner entschlossenen Mutter und dir die sich Rat holt,

    ich kann dir nur erzählen wie es bei mir war. Nachdem mein Mann 33 Jahre lang getrunken, hat habe ich es aufgegeben ihm klarmachen zu wollen was mir klar war. Dann habe ich angefangen zu überlegen, was er nach Meinung von Fachleuten und Betroffenen tun müsste um dauerhaft trocken zu bleiben, habe das zusammen mit dem verglichen was ich von ihm wusste und habe dann die Entscheidung für mich getroffen, dass das einzige was mich überzeugen könnte die Beziehung wieder aufzunehmen eine ambulante Behandlung( in dieser wird ein Sozialbericht erstellt, in unserem Fall von einer Suchtambulanz - für den Antrag bei der BFA) mit anschliessender LZ-Therapie wäre.

    Diese dauert so 3-4 Monate und muss erst mal beantragt werden. Von da her kommt ein Zeitraum von 6 Monaten schon ganz gut hin.
    Ich habe ihm das freigestellt und gesagt, ohne das kann ich dir nicht mehr glauben und werde die Beziehung beenden.

    Er hat sich dann entschlossen zu die Dinge in die eigene Hand zu nehmen und zu gehen.

    Die ersten 4 Wochen waren ohne Ausgang, aber telefonieren war möglich. So nach und nach wurde das gelockert. Glaube nach 4-6 Wochen konnte ich ihn besuchen und es gab auch ein gemeinsames Gespräch mit dem Therapeuten( bei der Aufnahme auch). Etwa in der Mitte gab es ein Seminar über 3 Tage mit dem Partner. Das war insgesamt mit 6 Paaren ( in einem Fall mit Tochter) und es war sehr schön.
    An Wochenenden wurden auch Gespräche nur für Angehörige angeboten.
    Keine dieser ganzen Angebote waren Pflicht für Angehörige.
    Gegen Ende der Therapie gab es auf Wunsch auch mal ein Wochenende zu Hause für den Klienten.
    In dieser Zeit hat es bei meinem Mann Klick gemacht und er hat selbst gesagt, ambulant hätte er es nicht geschafft. Ein Ultimatum habe ich auch gesetzt, nämlich das er ab der Mitteilung über meine Bedingungen binnen eines halben Jahres die Therapie angetreten haben muss. Das hat gerade noch geklappt, da er erst in eine bestimmte Klinik wollte, die aber die BFA nicht wollte.

    Das ist wie gesagt nur unser Weg gewesen.
    Wollte dir nur mal berichten wie so etwas laufen kann, es erhebt keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

    Deine Mutter hat für sich entschieden, erst mal eine dicke Regel aufzustellen und hat deinem Vater sein Seilende zugeworfen, damit er sich selbst auf den Weg machen kann wenn er will.

    Alles Liebe wünscht dir Smilla

    Lieben Gruss Smilla

    Liebe Ellie,

    gut gemacht! Diandra und Lavendel haben schon alles gesagt was mir auch am Herzen liegt.

    Anfügend kann ich dir noch erzählen das es bei mir auch erst mal die Kinder waren die mich zum Handeln brachten. Das ist vollkommen in Ordnung; wenn du etwas Abstand haben wirst, kommst du von selbst dahin ein solches Zusammenleben auch für dich nicht mehr zu akzeptieren.
    Meine Kinder waren 13 u. 15 Jahre alt und wenn ich sah wie mein Sohn täglich den Vater 'abscannte' mit den Augen und mit vorsichtigem Schnuppern wenn er nach Hause kam auf -nüchtern oder angetrunken-
    und wenn meine Tochter sich manchmal in ihrem Zimmer einschloss bis ich von der Arbeit kam.
    Sie waren ein Riesenmotiv diesem Wahnsinn ein Ende zu machen,denn das war kein Zuhause für sie. Ich hatte jahrelang zugelassen,dass unser Zuhause missbraucht wurde als Trinkeranstalt und manchmal als Alkoholentzugsklinik. Heute bin ich froh ihnen endlich gezeigt zu haben,
    dass sie es wert sind beschützt zu werden, dass ein Alkoholiker ein kranker Mensch ist der auch soviel Respekt geniesst, dass man von ihm erwarten kann sich in Behandlung zu begeben.


    Die Kraft und die Energie die nötig waren um das Getrenntleben zu meistern waren auch nicht -wie soll ich sagen- kräftezehrender als den
    Irrsinn weiter auszuhalten.


    Ich wünsche dir weiter so einen klaren Kopf, vertrau dir

    Herzlichst Smilla

    Bravo Chopin.
    das hast du richtig gemacht 'freu' :)

    Es gibt keinen anderen Weg als sich selbst aus der Situation zu entfernen,
    d.h. erst Handeln und dann mit ein bisschen Abstand , sehen und fühlen das es richtig war. Vielleicht tröstet es dich, wenn du denkst das du nicht nur dir selbst geholfen hast, sondern du trägst auch nicht mehr dazu bei sein Leiden zu verlängern, indem du ihm ein stabiles soziales Umfeld schaffst.

    Das Buch welches du dir gekauft hast, halte ich für das beste was es zum Thema gibt, es hat mir sehr geholfen und jedes Wort darin ist wahr.
    Im Folgeband hat mir auch das Kapitel über das 'Grenzen setzen' enorm
    viel gebracht

    Du hast jetzt eine wichtige Grenze gesetzt - und das wichtige dabei ist- durch deinen Auszug hast du dich unabhängig davon gemacht ob er sich an diese Grenze hält - er kann Trinken wenn er will -, aber nicht mehr mit dir.

    Alle guten Wünsche für dich
    L.g. Smilla

    LiebeEllie,
    was du da erzählst kommt mir sehr bekannt vor, auf diese Weise sind wir jahrelang rumgeeiert. Ich würde nicht direkt behaupten das dein Mann dich
    bewusst verarscht, denn es darf vermutet werden, er glaubt das selbst was er sagt. Auch das gehört zur Krankheit dazu, nachdem was mein Mann mir erzählt hat nachdem er körperlich und geistig nicht mehr nass war.

    Mehr oder weniger bewusst dürfte ihm sein dass du unsicher bist und so wirft er dir immer genau soviel Bröckchen hin wie du brauchst um unsicher zu bleiben.
    Als ich zum Ultimatum entschlossen war, hätte ich mir verbeten so ein
    Alkotestgerät unter die Nase gehalten zu bekommen.
    Das ist doch Pille-Palle. Spielchen. Du bist doch nicht seine Aufseherin.
    Solange er dich gedanklich so an sich binden kann, kommst du gar nicht dazu über dich nachzudenken........

    ....und wenn er wegen dir aufhört, wird er auch wegen dir wieder anfangen.

    Muss noch mal deinen ganzen Fred lesen, vieleicht fällt mir dann noch was ein.

    Bis dahin lieben Gruss