Hallo du liebe,
so wie es dir geht, waren wir Angehörigen ja alle mal drauf und du kannst wetten, dass wir uns fast alle nicht im Turbotempo getrennt haben.
Jeder braucht eine Weile um sich damit auseinanderzusetzen und muss auch von anderen lernen. Wir haben ja Liebesgefühle für sie und vor jeder Trennung muss erst mal die ruhige Entschlossenheit kommen.
Wenn du die noch nicht hast, kannst du erst mal lernen dich zu distanzieren,
innerlich ein Stück von dem 'Bild' zurückzutreten und dir Techniken im Umgang mit dem Partner zuzulegen.
Z.b. kein Gespräch zu führen, wenn der Partner nicht nüchtern ist, weil es reine Energieverschwendung ist. Oder aus dem Haus zu gehen, wenn er betrunken ist und reden will.
Du bist ja hier in der 'Fortbildung' und wenn du mehr darüber weisst wie Alkis ticken, kann er dich mit seiner ganzen Rhetorik nicht mehr platt reden.
Meiner kann auch besser reden als ich ( ich habe das jetzt 16 Jahre mitgemacht und trenne mich gerade ) , aber durch die 'Arbeit' hier im Forum habe ich gelernt als eigenständiger Mensch mit ihm zu sprechen, nicht mehr nur als seine Frau und der Schaupieler und Lügner, der er wie alle Alkis ist kann nur noch sagen: stimmt du hast recht.
Einfacher ist es wenn jemand eine rein körperliche schwere Erkrankung hat, dann könnten wir viel besser darüber reden, als etwas das uns nur mittelbar betrifft.
So stecken wir scheinbar mitten drin und fühlen uns ohnmächtig; dabei verlieren wir völlig aus den Augen, dass das unaggresives Verhalten, nicht schlagen etc. Selbstverständlichkeitenin einer Beziehung sind.
Bei unseren Partnern fällt das Fehlen dieser Dinge schon unter gute Eigenschaften.
Diese Krankheit verlangt von uns das wir unser Leben darauf ausrichten.
Wir sind verunsichert und denken der andere muss ja in Ordnung sein, er behauptet es ja.
Tausch dich hier aus, schreib dir die Finger wund so oft du magst, wiederhole dich bis du begreifst; hier lernst du wieder klar zu sehen und wir lernen alle voneinander.
In diesem Sinne Lieben Gruss
Smilla