Hallo Sandra,
mir geht es jetzt nicht ähnlich, denn ich habe die Trennung von meinem Exmann schon seit 11 Jahren hinter mir... aber ich erinnere mich noch gut. Dieses Gefühl des Gelähmtsein, der Hoffnung, die ja noch immer da ist aber immer weniger wird, all das hatte ich damals auch. Du hast ja eine 39jährige Partnerschaft mit ihm gelebt, ihr habt gemeinsam Dinge gemeistert, da ist das schwer, sich abzulösen. Bei mir waren es damals 26 Jahre... das ist ja alles kein Klacks. Und doch...
Wenn er nicht einsieht, dass er wirklich was machen muss, wird sich das Rad immer weiter drehen. Du hast die Wahl, wenn ich mich richtig erinnere, hast du ihm ja auch schon mal einen Trennungsbrief geschrieben und ihm ein Ultimatum zum Auszug gesetzt. (Ich hoffe, ich verwechsel das jetzt nicht mit einer anderen Teilnehmerin.) Was ist damit? Bewegt sich da was?
Zitat
Meine Versuche an mich zu denken scheitern kläglich und ich kann einfach nichts unternehmen und möchte nicht am liebsten in ein dunkles Zimmer setzen und nichts hören und sehen. Das komische Gefühl im Bauch ist unerträglich.
Das Schlimme an diesem Wunsch ist, dass sich da eben auch nichts verändern kann. Das ist ein Verstecken, so wie kleine Kinder das gerne machen. "Wenn ich dich nicht sehe, weil ich ein Tuch über dem Kopf habe, dann siehst du mich auch nicht..." Das kann natürlich erst mal auch ein Luftholen sein, das ist klar. Aber wenn sich eben da gar nichts bewegt, dann sitzt du noch am Sankt Nimmerleinstag im dunklen Zimmer. Möchtest du das? Das Leben da draußen ist doch viel zu schade dafür!
Also dein XY wird morgen zur Entgiftung in's Krankenhaus gehen. Okay. Alles weitere wird sich zeigen. Es macht keinen Sinn, dass du dir den Kopf zerbrichst und dir übel ist weil du denkst, er könnte dieses und jenes machen. Das liegt ja nicht in deiner Hand. Aber du kannst dir einen Plan machen, wie dein Weg jetzt weitergehen kann! Was hast du vor? Noch weiter abwarten, was er nun macht?
Ich hoffe, es geht dir heute Abend besser!
Liebe Grüße
Aurora