Beiträge von Aurora

    Hallo conbira,

    ich habe hier mal was gefunden, vielleicht kannst du damit schon mal was anfangen. Übrigens eine der Schreiberinnen dort heißt "Lilly12", das ist die heutige "sunshine" hier.

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…pic12405-0.html

    Dein Mann steckt also noch fest im alten Rauschzustand, nur ohne Stoff. Das bedeutet doch für dich, dass dieser Strudel Abhängigkeit / Co-Abhängigkeit weiter geht. Die Muster sind die gleichen dabei.

    Dein Mann scheint nichts gegen seinen Strudel zu tun erst mal. Es liegt also in deiner Hand, für dich was zu tun. Du setzt knallharte Grenzen, schreibst du. Wie sehen denn diese Grenzen aus, wo setzt du sie ein?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo und willkommen conbira,

    warum möchtest du etwas über Trockenrausch erfahren? Denkst du, dein Mann hat so etwas?

    Es ist schwierig, wenn der Partner endlich trocken wird. Da sortiert sich plötzlich ja das ganze Leben neu, der Abhängige kann wieder Verantwortung übernehmen, am Leben teilhaben, sich sortieren und für seine Trockenheit was tun.

    Da bleibt für dich als Angehörige oft Erstaunen übrig. Es sind ja meistens sehr schlimme und verletzende Dinge zwischen den Partnern passiert, was natürlich geklärt werden muss oder sollte. Viel reden ist da wichtig! Es bleiben ja auch erst mal viele Ängste übrig, zum Beispiel ob es mit dem Trockenwerden nun wirklich was wird oder ob es wieder nur eine Trinkpause ist. Und plötzlich bist du auch nicht mehr in der Rolle der Alleinmacherin, viele Dinge, die du bisher machen musstest weil dein Mann das nicht mehr konnte die macht er nun wieder alleine. Das ist auch schwierig auszuhalten...

    Zitat

    Ich versuche den Teufelskreis zu durchbrechen und für mich etwas zu tun.

    Das ist super! Es ist aber auch sicher für dich eine große Umstellung, vielleicht lag ja lange Zeit der Fokus nur auf ihm, plötzlich möchtest du wieder was für dich machen... Mir ging es so, dass ich gar nicht mehr wusste, was ich überhaupt für Hobbies, Interessen hatte.

    Das geht alles auch nicht von heute auf morgen...

    Ich wünsch dir einen guten Abend
    Aurora

    Liebe Julia,

    du schreibst

    Zitat

    Verbal wird er oft gemein

    Auch das ist Gewalt!

    Ich habe das früher auch nicht gedacht, aber es ist so. Worte können dich mindestens genau so schwer verletzen wie Schläge. Wenn nicht sogar noch schwerer.

    Mein Exmann hat mich nie geschlagen oder geschupst oder so. Aber er hat mich mit Worten völlig kaputt gemacht. Denn damit hat er meine ganze Persönlichkeit zerhackt.

    Ich kenne dieses Gefühl der Hilflosigkeit auch sehr gut, dieses angstvolle Warten darauf, was nun wieder passieren könnte. Führ dir das mal vor Augen...

    Du malst dir vorher aus was passieren könnte. Du leidest also gewissermaßen schon vorher, denn du weißt ja nicht, was wirklich passieren wird. Du holst dir diese Bilder aus deinem Gedächtnis. Dinge, die du mal so erlebt hast.

    Versuche doch mal, diese Erinnerungen ein wenig weg zu packen. Nicht weg schließen, lege sie einfach in eine Kiste und stell sie irgendwo hin, wo du sie erst mal nicht siehst. Und dann guck dir an, was du dir von deinem Tag wünschst. Was nichts mit IHM zu tun hat. Nur mit dir. Und dann versuche das umzusetzen.

    Du kommst mir vor wie der Mogli aus "Dschungelbuch", der hypnotisiert vor der bösen Schlange Kaa sitzt, völlig fixiert nur auf sie, bewegungslos und ausgeliefert. Mogli hat seine Beschützer, die ihn da raus reißen aus der Hypnose. Das hast du vor Ort nicht so. Aber du bist hier in unserer SHG und wir können deine Rausreißer sein! Dabei musst du aber auch mithelfen und bereit sein, dich rausreißen zu lassen.

    Ich geb dir meine Hand und du darfst sie nehmen, wenn du möchtest. Und ich hoffe ich konnte mit meinen Worten bewirken, dass du ein wenig aus dieser "Hypnose" erwachen kannst.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Julia,

    schön, dass du dich gemeldet hast! :D .

    Das hört sich ja echt angestrengt an:

    Zitat

    Mich ganz entspannen wenn ich ohne ihn bin, kann ich nie, weil ich eben sofort denke, er geht in die nächste Bar...

    Deine Gefühle und Gedanken haben ja einen Ursprung. Wahrscheinlich sind das ja auch deine Erfahrungen, weil es oft so war oder ist, dass er alleine trinken geht.

    Diese Gedanken um ihn und was er gerade machen könnte, die sind Killergedanken. Sie halten dich von deinem Leben ab! Zudem du ja auch machtlos bist, wenn er unterwegs ist kann er hingehen, wo er möchte. Er ist ja erwachsen.

    Und du bist es auch! Wer sagt denn, dass du zuhause auf ihn warten musst, bangen musst, wie er wohl ankommt. Ob er trinken war oder nicht. Du kannst dir doch was Nettes vornehmen in deiner Freizeit, was nicht unbedingt mit ihm zusammen hängt.

    Ich wünsche dir einen guten Tag heute, mit vielen Dingen für dich.

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe silten,

    das, was dir sunshine und Gotti geschrieben haben trifft es für mich auf den Punkt!

    Denn es ging mir haargenau auch so. Wie Gotti, wie dir jetzt. Immer wieder hoffen, immer wieder diese Besänftigungen, immer wieder der Absturz danach...

    Und sunshine hat etwas sehr Wichtiges geschrieben, etwas, das ich aber damals eben auch dachte, dass es okay ist.

    Ich kann keinen Menschen zu seinem Glück zwingen. Was heißt "zu seinem Glück", in diesem Fall wäre es ja mein Glück gewesen, zu dem ich ihn zwingen wollte. Mein Exmann hat in seiner Sucht-Welt gelebt und wollte da gar nichts ändern. Oder er konnte es nicht. Das ist ja auch eine Möglichkeit. Trotzdem kann da kein Außenstehender, auch nicht der langjährige Partner, ihn da raus ziehen.

    Und das ist der Knackpunkt. Zu akzeptieren, dass hier eine Grenze ist. Seine Grenze und auch meine bzw. deine. Innerhalb deiner Grenze kannst du dir einen wunderschönen Garten bauen, nach deinen Vorstellungen. Wie gesagt, deinen Garten.

    Mal klar gesagt: er darf sein Leben nach seinen Wünschen und Möglichkeiten leben. Auch wenn es in den Augen anderer Menschen, in deinen Augen, ein selbstzerstörerisches Leben ist.

    Und du darfst dein Leben nach deinen Wünschen und Vorstellungen leben. Und in deinem Fall, damals eben auch in meinem, sind die gemeinsamen Vorstellungen und Wünsche so arg verschieden, dass es einfach nicht gemeinsam geht. Oder einer von beiden muss sich aufgeben und zu 100 % anpassen. Und leiden...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Camilla,

    herzlich willkommen.

    Es ist sehr schwierig, da eine Ferndiagnose zu stellen. Aber aus dem, was du schreibst, scheint er schon ziemlich gut dabei zu sein. Beim Abhängigsein. Denn wer einfach nur mal ein Glas Alkohol genießt der muss nicht in den Keller gehen und sich nebenbei abfüllen. Der muss nicht verstecken und beschönigen und Schuldzuweisungen machen. Der Alkohol wird da schon benutzt um einen bestimmten Zustand zu erreichen. Und das ist, ob er nun schon abhängig ist oder nicht, auf jeden Fall kein gesundes Verhalten.

    Und was dabei eben ganz wichtig ist, wie geht es dir damit? Anscheinend ja nicht gut, denn sonst wärst du nicht hier und wärst nicht ängstlich und voller Zweifel und Fragen.

    Es ist sehr schwer zu sagen, ob dein Mann alleine da noch raus kommt. Vielleicht hast du ja hier auch schon bei den Alkoholikern gelesen, da stehen sehr viele Erfahrungen. Ich kenne jetzt irgendwie keinen, der es ohne Hilfe geschafft hat, wobei die Hilfe immer ein wenig unterschiedlich ist, je nachdem, was der Mensch braucht.

    Ich kann dich sehr gut verstehen, dass dir erst mal alles über ihn und sein Konsumverhalten durch den Kopf geht. Ging mir ja auch so. Ich war immer sehr unsicher, ob mein Exmann nun abhängig ist oder nicht. Ich wollte ihm da nichts "anhängen" und ihn unterstützen. Ich habe oft versucht mit ihm darüber zu reden. Das hat nicht viel gebracht für mich. Er zerstreute jedes Mal meine Bedenken, erklärte mich für verrückt und überkandidelt... für blöd und böse.

    Du hast jetzt die einzige Möglichkeit, auf dich zu schauen. Was möchtest du? Du hast die Möglichkeit abzuwarten und mit ihm zu reden. Über deine Ängste und Sorgen. Da wirst du sehen, was passiert. Was er daraus auch macht. Du musst nicht sofort deine Koffer packen und gehen, es ist deine Entscheidung, du hast jederzeit die Möglichkeit das zu tun, wenn es dir zu viel ist. Du scheinst da in einer guten Position zu sein, hast dein eigenes Auskommen, dein gesundes Umfeld, all das. Das ist ein guter Ausgangspunkt.

    Ich wünsche dir erst Mal ein schönes Wochenende
    liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Elfriede, ich würde mich freuen, öfter was von dir zu hören. Wie es dir auch so geht. Und wenn dabei positive Energie hier bleibt - um so besser :D .

    Liebe Gotti, du ziehst um? Na da hast du echt erst mal genug mit zu tun. Also nicht alles auf einmal machen. Die Dinge kommen dann, wenn du Zeit für sie hast, nicht eine Minute eher. Sag ich aus eigener Erfahrung.

    Euch beiden und natürlich allen, die hier vorbei schauen, wünsche ich auch ein wunderschönes Wochenende.

    Aurora

    Hallo und,

    hey Elfriede :D , das ist ja klasse, dass du mir einen Gruß hier gelassen hast.

    Inzwischen habe ich einen roten Faden gefunden.
    Der Junge war letzte Woche hier und diese Woche die Große, also leibliche Enkelin. Wir haben sie jeweils von der Schule abgeholt und hatten einen schönen Nachmittag. Einfach so.

    Es ist merkwürdig. Ich konnte endlich los lassen, meine ganzen Ängste und Gedanken. Und so wie ich losgelassen habe kommt auf einmal was bei mir an :shock: , schöne Dinge kommen da an. Die Kinder, die so gerne hier bei uns sind :D , nicht im Doppelpack und unter Stress, nein, einfach für einen Nachmittag mit Spiel und Spaß. Das ist klasse!

    Der Enkel hat sich schon für den nächsten Termin angemeldet :lol: , gestern die Enkelin auch :lol: , und das größte dabei, sie darf mit uns zusammen wieder in den Urlaub fahren, dieses Jahr.

    Ich fasse es nicht und genieße gerade nur. Und das werde ich weiterhin so machen. Ich habe in mir eine große Ruhe und Erleichterung gefunden. Und ich weiß, ich darf dort eine Grenze haben, die mich schützt. Mich aber dabei unglaublich frei macht. Es ist schwer zu erklären, wie ich das meine, empfinde. Durch meine inneren Ängste und die Zwänge, durch den Druck, den ich mir selbst aufgebaut habe, habe ich wohl auch auf meine Mitmenschen was ausgestrahlt.

    Ich konnte das für mich erkennen und sortieren und schlussendlich eben los lassen. Durch dieses Loslassen habe ich beide Hände wieder frei um etwas Neues zu empfangen. Und das passiert gerade.

    Es geht mir gut!

    Aurora

    Hallo Julia,

    wenn ich das lese dann klingelt es bei mir...

    Das hat mein Exmann nämlich auch so gemacht. Immer wenn er merkte dass es mir ernst wurde und ich meckerte, Stress machte, dann reduzierte er sein Trinken. Ich habe das hier auch schon oft so bei den Alkoholikern gelesen, dass sie es dann auch so gemacht haben.

    Gerade das mit der Dienstreise und dem (angeblichen) Nichttrinken, das kenne ich zur Genüge. Jetzt nicht zusammen mit Dienstreisen, sowas hatte mein Ex nicht. Jede Gelegenheit konnte das sein, zum Beispiel eine Familienzusammenkunft, bei der er nicht trank. Bzw. niemand hat ihn da trinken sehen dann.

    Ich kann deine Zweifel sehr gut verstehen! Denn wenn er es wirklich ernst meint dann macht er auch sichtbar was. Arztbesuch, Entgiftung, Selbsthilfe oder/und Therapie.

    Zitat

    Meine Ängste sind zu einem permanenten Stressfaktor geworden.

    Das ist nicht gut! Du bist innerlich voller Druck und Angst! Das kostet Energie, so viel, wie du es gar nicht denkst. Ist es das wert?

    Zitat

    Ich möchte an ihn glauben und ihm die Chance geben, es durch zuziehen und ihm beistehen aber ich habe diese ständigen Ängste, dass er versagt.

    Das sagt doch sehr viel. Darin liegen alle deine Hoffnungen und Wünsche. Aber wie sieht es bei ihm aus? Ist er überhaupt dazu bereit was zu verändern? Möchte er dabei deinen Beistand? Und du hast Angst, dass er versagt, hui, dieses "versagen" gefällt mir nicht. Das hört sich so nach Prüfung an. Und Alkoholismus ist keine Aufgabe, die zu bestehen ist, es ist eine schlimme Erkrankung. Die zu stoppen ist nicht leicht und meistens muss viel im Leben des Betroffenen umgestellt werden, damit er lebenslang trocken bleiben kann. Das muss aber alles vom Betroffenen selbst ausgehen! Na klar ist es gut, wenn Angehörige da auch unterstützen! Aber grundsätzlich ist das Sache des Betroffenen selbst. Für mich hört sich das eben eher so an als wäre genau in diesem "ich habe Angst dass er versagt" genau das, was in dir selbst liegt. Du hast Angst, dass deine Lebensträume zerplatzen...

    Du hast Ängste über Ängste. Angst ist ein grundsätzlich wichtiges Gefühl. Aber sie kann auch so vorherrschend werden, dass du völlig gelähmt bist und den Blick für dich verlierst. Ich weiß, wovon ich dir da schreibe, habe es selbst erfahren.

    Es ist gut, dass du deine Ängste erkennst und etwas gegen sie tun möchtest. Das fängt aber nur bei dir an und hört bei dir auf! Was er tut ist dabei unwichtig!

    Du hast Angst und Panik vor dem Wochenende? Okay, dann versuche doch für dich herauszufinden, woran du Spaß hast. Unabhängig von ihm. Denn du weißt ja nicht genau, was er so treiben wird. Du musst ja nicht darauf warten, was er nun macht, du darfst selbst machen!

    Raus gehen, shoppen, Kino, Mädelstreff... Sport machen, Wellness oder mit einem Buch gemütlich auf dem Sofa räkeln. Mach dich unabhängig von seinen Belangen. Dafür ist er selbst zuständig. Ich meine, wenn er nüchtern bleibt kann er ja bei deinen Dingen mit machen (außer wenn es ein Mädelstreff ist :P ).

    Aber fixiere nicht deine ganze Freizeit darauf, was ER nun macht. Du darfst ja auch deinen Plan haben, denn es geht ja um deine Zeit! Und da darfst du auch entscheiden, mit wem du sie verbirngst. Du musst also nicht wie hypnotisiert darauf starren, was nun passieren wird und wie er drauf sein wird.

    Es ist DEINE Zeit, DEIN Leben, DEIN Wochenende!

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Gotti,

    das kann ich ganz und gar so unterstreichen, was du geschrieben hast!
    Ich dachte auch immer, dass ich sowieso immer alles falsch sehe, falsch bin. Dass alle anderen Recht haben und das alles viel besser sehen als ich. Das hieß damals: Selbstwert = Null.

    Das ist heute anders, zum Glück! Auch ich habe dafür aber eine Therapie gebraucht. Und Menschen um mich, die mich lieben und wertschätzen, mich ernst nehmen und mir das auch zeigen und sagen.

    Früher hatte ich solche Menschen nicht wirklich um mich, heute ja.

    Aurora

    Hallo Nelay,

    das, was dein Ex-Freund da gerade macht, sind so die typischen "Spielchen", die in solchen Beziehungen ablaufen. Ich kenne das auch aus meiner ersten Ehe so.

    Dein XY möchte das alte Leben mit dir wieder herstellen. Denn es ist für ihn irgendwie ein Stück Normalität. Zumindest von außen gesehen. Dafür werden immer wieder dieselben Dinge angewandt.

    Dir wird Verantwortung übertragen, die du gar nicht hast. Denn er ist erwachsen und kann gut selbst für sich Verantwortung übernehmen. Für Cos ist es erst mal wichtig, dieses Gefühl zu bekommen gebraucht zu werden. Verantwortlich zu sein. So nach dem Motto "was soll er denn ohne mich bloß anfangen, der Arme".

    Daraus wird dann aber ein Gefühl der Schuld. Du fühlst dich schuldig daran, wenn es ihm nicht gut geht bzw. wenn er dir was vorjammert. Da piekt er genau in die Wunde. Er sagt dir um die Ecke, dass du dich nicht genug angestrengt hast, dass du nicht lieb zu ihm warst usw. Und er auch unter anderem deshalb gezwungen ist zu trinken. Weil er es nicht anders aushalten kann.

    Du fühlst dich verantwortlich und irgendwann völlig überfordert, denn du wirst ihm nie gerecht werden können. Er wird immer wieder einen Grund finden. Und du strengst dich an, weil du dich verantwortlich und wichtig fühlst, weil alles gewissermaßen in deiner Hand liegt. Sein ganzes Wohlbefinden.

    Es ist ein Hin und Her...

    Du musst dich für nichts rechtfertigen! Das, was du getan hast, nämlich dich trennen, das ist dein gutes Recht! Es geht ja schließlich um dein Leben und dass du dich wohl fühlst. Er kann ja für sich auch das Leben so machen, dass es ihm gut damit geht. Und selbst wenn du 10 Liebhaber hättest dann ist das deine Angelegenheit und geht ihn nichts an...

    Zitat

    Ich möchte eigentlich viel lieber erstmal das machen, was mir Spaß macht

    Wenn du das "eigentlich" in diesem Satz weg lässt dann ist das perfekt!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Speranza,

    du glaubst gar nicht wie sehr ich mich freue, wieder von dir zu lesen :D . Ich habe dich und deine Beiträge hier immer sehr geschätzt!

    Und nun freue ich mich auch, dass es dir so gut geht. Das mit dem Ex ist traurig :( , es geht mir mit meinem ähnlich. Liebe verbindet mich mit ihm nicht aber ich kenne ihn schon so lange, fast 37 Jahre. Wenn ich ihn mal sehe merke ich, wie sehr er immer weniger wird. Die Sucht hat ihn fast schon umgebracht...

    Nun führst du also auch ein Rentnerin-Leben. Genieße es, so wie ich es lese tust du das auch.

    Ich hoffe, wieder öfter von dir zu lesen und grüße dich ganz herzlich
    Aurora

    Hallo Julia Tara,

    herzlich willkommen :D !

    Du fokussierst dich vollständig auf ihn und seine Sucht. Das ist leider in solchen Beziehungen so. Und darum ist es wichtig, dass du langsam beginnst, dich wieder in den Mittelpunkt deines Lebens zu stellen.

    Ob es ihm ernst ist mit dem Aufhören ist unklar. Viele Alkoholiker machen Trinkpausen, um den Partner zu beruhigen. Und sich selbst auch... Du bist aber nicht verpflichtet darauf zu warten, was nun passiert und was er nun macht.

    Weißt du denn noch, was du gerne gemacht hast? Dann fang doch damit an, mach einfach etwas, was du gerne machst. Das muss ja nicht gleich einen ganzen Tag dauern, kommt ja auch darauf an, was du magst und machst. Ein Anfang kann auch aus 15 Minuten bestehen...

    Ich wünsche dir ein gutes Wochenende und drück dir die Daumen, dass du etwas findest, was dir so richtig Spaß macht - ohne ihn.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Calida, ich habe ja in meinem Tagebuch im geschlossenen Bereich ausführlich über meine ganzen Gefühle und so weiter geschrieben. Und auch sehr viele gute Rückmeldungen und Unterstützung erfahren :D !

    Aus den vielen Beiträgen hier im Forum und auch durch persönliche Gespräche konnte ich gut für mich sortieren und habe auch gemerkt, dass ich selbst halt auch bei mir sehr gut hingucken muss. Ich hatte da Erwartungen, Wünsche in meinem Kopf, die ich auch durchsetzen wollte. Aber das geht einfach nicht. Ich denke da war und ist auf beiden Seiten sehr viel, was in uns selbst, also in SchwieSo, der neuen Partnerin und mir liegt.

    Eigene Erfahrungen, Wünsche und Ängste und so. Und das wurde reihum gut auf jeden projiziert. Es war gut, dass ich da ein Stopp gemacht habe! Für alle Beteiligten.

    Ja, und plötzlich bekam ich vor gut 2 Wochen vom SchwieSo eine Whatsapp, dass der Junge sein Seepferdchen (Schwimmabzeichen) bestanden hätte. Anbei ein Bild des Kleinen, der so stolz seine Urkunde in die Kamera hält :D .

    Ich fand das gut, ich habe mich riesig gefreut und wollte an diesem Tag eh da mal wieder anrufen, einfach mal hören... das habe ich gemacht und es war gut. Wir konnten eine Menge auflösen in diesem Gespräch.

    Einen Tag später bekam ich von der Partnerin eine Whatsapp mit Fotos der Kinder, es war Fasching und sie waren so niedlich verkleidet. Ich war und bin so froh denn es ist ein gutes Zeichen für mich. Ich hatte dann geschrieben, dass ich die Kinder vermisse...

    Und dann dachte ich, warum sage ich nicht klar, was ich möchte? Ich möchte die Kinder wieder sehen. Warum rede ich in Rätseln "ich vermisse die Kinder", wenn ich damit meine, "ich möchte die Kinder sehen".

    Ängste und Gedanken und alte Muster haben mich schon wieder voll im Griff gehabt :x:evil: . Aber durch den Austausch in meinem TB und vor allem durch Hartmuts knackige Art in einem seiner Beiträge hat es bei mir "knack" gemacht und ich konnte es für mich auf den Punkt bringen.

    Am Montag habe ich also angerufen und gesagt, dass ich so gerne die Kinder sehen möchte. Und siehe da, es ist gar kein Problem :shock: . Meine Ängste und Sorgen und Gedanken und alten Muster haben nicht Recht gehabt! Wir haben dann verabredet wie es laufen soll und wann und es ist ganz leicht gewesen. Und nun freue ich mich auf nächste Woche, da kommt meine Große :D , eine Woche später der Kleine :D , die ganz Kleine mal sehen.

    Tun muss man tun...

    Aurora

    Hallo Karin,

    herzlich willkommen :D !

    Du schreibst

    Zitat

    So ging die Zeit dahin und der Frust wurde immer größer.

    Kannst du beschreiben, was dich frustriert? Was es genau ist, was dich stört?

    Hier kannst du bei den trockenen bzw. trocken werdenden Alkoholikern viel lernen. Aber genau so viel kannst du über Coabhängigkeit hier lernen. Über das, was das Leben mit einem nassen Alkoholiker ausmacht.

    Zitat

    Ich bin mir nicht sicher was ich tun soll. Es geht mir eigentlich soweit gut.

    Diese Unsicherheit kenne ich auch von mir damals...
    Du schreibst nun, dass es dir eigentlich soweit gut ginge. Und wie ist es uneigentlich...? Du wärst ja nicht hier, wenn für dich die Welt in Ordnung wäre.

    Ich freue mich auf einen Austausch mit dir.

    Viele Grüße
    Aurora