Beiträge von Aurora

    Liebe Maggy,

    Zitat

    Wer von uns spinnt denn nu?

    Also ich mein das jetzt nicht böse sondern ehrlich... du spinnst.

    Wieso spukt der Mann noch immer in deinem Leben rum? Ja, das Schlechte vergisst der Mensch leider leicht, oft ist nur das Gute in Erinnerung. Aber bist du tatsächlich so in Nöten, dass dir die Perspektive, wieder mit deinem Ex zusammen zu gehen und eine Familie zu gründen, als reizvoll erscheint?

    Wenn ja, dann mach es. Wenn nein, brech doch den Kontakt endlich richtig ab.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    nun war das ganze letzte Jahr immer wieder ein Hin und Her mit R.
    Da kamen Vorschriften von ihm, Druck und immer wieder die Drohung, wenn du/ ihr nicht euch so und so verhaltet, dann dürft ihr die Kinder nicht mehr sehen.

    Ich sollte Oma sein... und wollte das ja auch. Aber am Alltag der Kinder durfte ich nicht teilnehmen, wir waren zwar zu den Geburtstagen eingeladen, auf Nachfrage durfte ich auch zu den Weihnachtsfeiern mitgehen. Das war es aber auch.

    Dann vor Weihnachten diese totale Eskalation. Was mir da vorgeworfen wurde. Und ich hatte mich das ganze Jahr über verdreht, hatte mich immer nach den Dingen von R. und seiner Partnerin gerichtet, immer aus Angst, die Enkelin und die neuen Enkel nicht mehr sehen zu dürfen.

    Ich habe mich in meine alten Co-Muster gestürzt... harmonisieren, hinnehmen, verdrehen, meine Gefühle leugnen, verdrängen, meine Bedürfnisse nicht ernst nehmen, all das.

    Nun gab es ein Gespräch mit R. und ich habe unsere Beziehung auf's Eis gelegt. Ich mache das nicht mehr! Ich lasse mich nicht mehr nur benutzen. Denn das wurde ich! Das kam noch mal ganz klar bei diesem Gespräch raus.

    Nun darf ich die Kinder erst mal nicht sehen. Damit habe ich gerechnet. Die beiden kleinen neuen Enkel werden mich nicht sehr vermissen und ich sie nicht, denn es ist noch keine tiefe Beziehung zwischen uns entstanden. Wie auch? Und meine Enkelin wird das auch überstehen, sie ist bald alt genug um ihre Bedürfnisse da selbst in die Hand zu nehmen.

    Und das ganz Erstaunliche ist, es geht mir einfach gut jetzt dabei! Ich bin wie befreit! Ich habe gut gesorgt für mich, endlich. Traurigkeit ist da wegen der Enkelin. Aber ich weiß, ich werde sie nicht verlieren. Wir werden uns nicht verlieren.

    Alles andere hat mir sehr geschadet und damit ist nun Schluss. Gut, dass ich jetzt endlich handeln konnte.

    Aurora

    Liebe Waldhaus,

    du bist hier goldrichtig!

    Dieses Verhalten, was du an den Tag legst, ist ja ein krankes Verhalten. Es ist coabhängiges Verhalten, so etwas gibt es ja nicht nur zwischen einem Alkoholiker und seinen Mitmenschen.

    Zitat

    Es ist ja kein Alkohol im Spiel. Wenn, dann würde ich mich umdrehen und gehen

    Warum muss Alkohol im Spiel sein? Du wirst beschimpft und erniedrigt. Du wirst nicht ernst genommen. Du lässt dich klein machen, dir den Mund verbieten. Und so weiter. Dieses Verhalten dir gegenüber ist kein Verhalten, das auf eine gesunde Beziehung in Augenhöhe und Liebe deutet. Oder? Egal, ob dein Partner säuft oder nicht! Sowas muss sich niemand gefallen lassen!

    Zitat

    Muss ich mich als "Du dumme Sau" anbrüllen lassen, so wie vorgestern?

    Nein!

    Warum denkst du, dass du Verantwortung für ihn hast, warum denkst du, dass du ihm helfen musst? Warum nimmst du alle Schuld alleine auf dich. Unterdrückst deine Gefühle, ziehst dich zurück. Warum versuchst du unsichtbar zu sein?

    Du hast geschrieben:

    Zitat

    Es ist ja kein Alkohol im Spiel. Wenn, dann würde ich mich umdrehen und gehen (denke ich jetzt, wäre es wirklich so? doch, mit meinem Mann hat es so funktioniert)

    Es hat ja schon funktioniert, das heißt, du weißt wie es geht! Nichts anderes ist das jetzt auch! Nur, dass der Alkohol fehlt. Aber das ist doch Wuscht. Egal ob mit oder ohne, ob mit sonstwas, solch ein Verhalten muss sich niemand gefallen lassen!

    Du hast immer das Recht zu gehen. Du hast das Recht, dich in deinem Leben gut zu fühlen. Du hast das Recht Dinge zu beenden, wenn sie dir nicht gut tun, dich kaputt machen. Egal, wie der andere sich fühlt, das sind seine Gefühle!

    Es geht um dich!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Maskottchen,

    nein, keine Chance verpasst, nicht ganz.
    Du hast es erkannt und ärgerst dich darüber.

    Zitat

    Es ist wie immer.

    Der ewige Kreislauf. Da ist deine Chance. Du kannst diesen Kreislauf nun unterbrechen und bei der nächsten Situation was anders machen als sonst...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Pandadroom,

    genau wie Gotti kenne ich diese Gefühle, die du durchlebst, gut. Bei mir war es so, dass mein Exmann aufhörte zu trinken und in's Krankenhaus zur Entgiftung ging, als ich mir meine Wohnung genommen hatte und bereit war zum Ausziehen.

    Was für ein Gefühlschaos. Auf der einen Seite wollte ich ihn in allem unterstützen, auf der anderen aber auch endlich mein eigenes Leben beginnen. Ich war sehr ängstlich um ihn, ob er es schaffen könnte. Ich hab hier im Forum gesehen, wie die Alkoholiker, die ein trockenes Leben anstrebten, mit ihrer Sucht umgingen. Und das machte mein Ex überhaupt nicht so. Bei ihm war alles "ich schaff das ohne alles", er änderte nichts an seinem Umfeld und ging kurz nach seiner Entlassung sogar für mich Sekt einkaufen. Ohne dass ich das gesagt hatte. Ich hatte da nämlich dann Geburtstag. Das fand ich äußerst befremdlich.

    Ich war immer dabei ihn zu kontrollieren, wenn wir uns getroffen haben habe ich immer erst mal geschnuppert ob er nach Alkohol riecht. Und als er zu einer Verabredung mal etwas später kam war ich kurz vor dem Zusammenbruch.

    Ich merkte auch, dass ich das alles nicht mehr wollte, vor allem, dass ich keine Liebe mehr für ihn spürte sondern nur noch Verantwortung. Zu viel war einfach kaputt... Und ich lernte dann, diese Verantwortung nach und nach los zu lassen. Denn er ist schließlich erwachsen, fast 4 Jahre älter als ich sogar.

    Ich lernte dann meinen 2. Mann kennen, durch das Forum hier. Mein 2. Mann ist Alkoholiker, trocken seit mehr als 11 Jahren inzwischen. Unser Leben läuft völlig normal. Aber am Anfang hatte ich auch da Schwierigkeiten. In meiner ersten Ehe hatte ich ja permanent erfahren, dass Versprechen zum nicht Trinken nicht gehalten wurden. Und dieses Misstrauen war schon auch noch da, obwohl ich Dante nur trocken kenne. Ich habe es so in mir gehabt, ich habe schon auch heimlich geschnuppert und so.

    Aber das ging dann schneller vorbei als ich dachte, einfach, weil ich auch für mich was tat und ein neues Selbstbild auch von mir bekam. Inzwischen gibt es durchaus auch Momente, in denen ich Trigger habe. Wenn Dante bestimmte Dinge macht die mein Gehirn mit alten Erfahrungen verbindet. Zum Beispiel wenn er eine Wasserflasche öffnet und ich das Zischen bis in den anderen Raum höre, dann kann das schon mal komisch sein. Oder letztens auch, da kam er mit einer kleinen Brauseflasche in's Wohnzimmer und so, wie er die gehalten hat sah das aus wie früher, wenn mein Ex mit einem Bier in's Wohnzimmer kam.

    Das ist einfach so.

    Da hilft Vertrauen in den Partner und in sich selbst. Reden, wenn etwas Bauchweh macht. Lernen, dass es auch anders geht. Auch das eigene Leben zu genießen und nicht nur ständig auf den Partner fixiert sein. All das.

    Ich finde, du hast das richtig gut hinbekommen mit deinem Wochenende. Hört sich gemütlich an. Wir hatten das Wochenende zwei unserer Enkel hier, da war auch was los! :D . Und genau so sollte es sein.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Pandadroom,

    erst mal herzlich willkommen!

    Dass du deinen Partner unterstützen möchtest kann für ihn sehr hilfreich sein. Und jetzt kommt das "Aber"...

    Er ist ein erwachsener Mann und darf und muss auch Entscheidungen selbst treffen. Das ist sehr wichtig! Wenn er ernsthaft trocken werden möchte muss er auch seinen Weg dahin selbst finden.

    Und für dich gilt das auch. Unterstützung für ihn ist gut, aber es darf ein gewisses Maß nicht überschreiten. Denn du hast ja auch ein eigenes, erwachsenes Leben. Ein Recht darauf, Entscheidungen und Wege für dich selbst zu finden. Es dir gut gehen zu lassen.

    Er ist jetzt in professionellen Händen. Er entgiftet dort im Krankenhaus und da werden auch bestimmt die für ihn notwendigen nächsten Schritte besprochen. Diese Schritte muss er dann selbst gehen. Du kannst da also los lassen und die Zeit jetzt für dich nutzen.

    Du hast Kopfweh? Was kannst du dagegen tun? Ein heißes Bad nehmen zur Entspannung? Einen Spaziergang an frischer Luft machen? Dich für die nächsten Tage mal verabreden zum einfach mal "Mädelsabend" oder "Shoppingtour"...

    Dadurch kannst du den nötigen und wichtigen Abstand bekommen. Er hat jetzt Hilfe angenommen. In wie weit er das nutzt kannst du eh nicht beeinflussen, das ist sein Ding! Du kannst es dir aber jetzt (und auch in Zukunft natürlich) gut gehen lassen. Was spricht dagegen? Warum solltest du dich verkriechen? Es sei denn, die Ruhe tut dir gut...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Aiko,

    ich freue mich auch sehr, wieder was von dir zu lesen :D .
    Ja, Coabhängigkeit ist ein harter Brocken, da gebe ich dir recht.

    Aber hiermit

    Zitat

    Ich darf es mir erlauben neue Wege zu gehen. Es darf mir gut gehen. Das sind meine Mantren.

    bist du auf einem echt guten Weg!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Sven,

    nun melde ich mich auch mal zu Wort :) .
    Ich komme aus der Co-Abteilung.

    Wie oft du dich hier austauschst liegt ganz in deiner Hand! Du darfst es doch so handhaben, wie es dir gut tut. Jeder hat da seine eigenen Bedürfnisse.

    Einige sind am Anfang dauernd hier, jeden Tag so oft es geht. Andere eben vielleicht nur alle 2 Tage. Ist genau wie mit den realen Gruppen, ich kenne Alkoholiker, die sind am Anfang jeden Tag in einer Gruppe gewesen. Immer reihum. Mach es also so, wie es sich für dich richtig anfühlt und dann wird es dir auch was bringen.

    Ja, manche Beiträge haben auch mich runtergezogen oder ziehen mich runter. Und das waren oder sind genau die Beiträge, über die ich lange nachdenke (weil sie mich auch ärgern zum Beispiel) Und von denen ich am Ende am meisten habe! Denn wenn es weh tut wird oft was angepiekt, was noch nicht in Ordnung ist in einem. Erst letztens war das bei mir wieder so (im geschlossenen Bereich).

    Ich konnte mir von den gefühlt "bösen" Beiträgen sehr viel mitnehmen und habe was darüber gelernt für mich. Und zwar auch zu meiner Meinung zu stehen, meinem Gefühl zu trauen und das so zu machen, wie ich es für mich für richtig halte! Das ist so wertvoll, du glaubst es kaum! Denn früher dachte ich immer, ich wäre falsch und alle anderen hätten Recht. Ich habe mir kein eigenes Urteil zugetraut und war dann ganz verunsichert und ärgerlich. Und das ist plötzlich anders und das ist Entwicklung...

    Also einfach weiter machen, so, wie du es magst.

    Bis dann
    Aurora

    Hallo Maskottchen,

    ein EKA ist tatsächlich erst mal in einer anderen Position. Wenn die Kinder klein sind und mit abhängigen Eltern bzw. einem abhängigen Elternteil aufwachsen sind sie tatsächlich der Situation ausgeliefert. Da entwickeln sich dann Prägungen, die das ganze Leben beeinflussen.

    Im Prinzip sind die Verhaltensweisen dabei sehr ähnlich wie die bei Coabhängigen. Nur dass das Kind eben nicht entscheiden kann sich zu trennen. Wenn es klein ist.

    Oft sind EKAs später auch perfekte Coabhängige oder sie werden selbst von einem Suchtmittel abhängig. In beiden Verhaltensweisen spiegeln sich die erlernten und bekannten Muster wider.

    Der Coabhängige bringt bestimmte Prägungen mit, das kann eben einmal durch eine Kindheit in einem Suchthaushalt sein aber auch durch andere Prägungen. Das Frauenbild der vorigen Generationen war schon so ausgerichtet, dass Frauen sich coabhängig auch verhalten. Ich weiß nicht, ob dieses Frauenbild heute schon so anders ist. Ich bin jedenfalls so groß geworden. Mein Selbstbewusstsein wurde nicht gefördert, ich sollte angepasst, anschmiegsam, hilfsbereit und wunschlos sein. Mal ganz grob gesagt.

    Coabhängigkeit gibt es auf vielen Gebieten. Dass kann in der eigenen Familie sein aber auch im Freundeskreis, unter Arbeitskollegen, im menschlichen Zusammensein eben. Mal ganz grob gesagt besteht menschliches Zusammenleben auch aus einer gewissen Coabhängigkeit, dem Sorgen füreinander. Krank wird es eben dadurch, dass massiv Grenzen überschritten und das Verhalten gewissermaßen nicht mehr kontrolliert werden kann. Wenn es ausufert bis zur Selbstaufgabe.

    Da wir hier eine SHG für Alkoholiker sind sind hier eben die Cos bzw. eben auch EKAs der Alkoholiker.

    Ich hoffe, das hilft dir ein wenig beim Sortieren, was ich gerade geschrieben habe.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    Hey Martin, vielleicht nimmst du lieber die Bahn...

    Hallo Hartmut, welch Glanz in meiner Hütte :D , schön, dass du hier in's Forum mal wieder rein schaust.

    Hallo Gotti, ich denke schon, dass Eltern ihre Kinder sehr stark manipulieren können. Bei mir war das ja auch der Fall, meine Mutter hat schon dafür gesorgt, dass ich meine Oma nicht zu lieb habe :( . Sie hat das sicher nicht mal absichtlich gemacht sondern aus ihrem eigenen Gefühl her, dass sie irgend etwas an meiner Oma nicht mochte. Ich denke heute, wo ich selbst Oma bin, oft an meine Großmutter. Es ist so schade, dass ich nicht mehr von ihr haben durfte.

    Es geht ja nicht nur um unser "Oma-Gefühl", auch für Kinder sind wir wichtig. Inzwischen gibt es sogar ein Gesetz, dass das regelt. Dass Großeltern ein Recht darauf haben ihre Enkel zu sehen. Weil es auch für die Enkel wichtig ist. Ich finde es echt krass, dass so etwas nicht selbstverständlich ist!

    Ich finde es gut, dass du die Hoffnung nicht aufgibst.

    Aurora

    Hallo,

    lieber Martin, da freut sich Dante gerade!
    Wo er doch so gerne mit der Eisenbahn spielt :lol:8) .

    Ja, ich nehme auch mal dich als einen Forums-Enkel, damit du mal anständig malen und kneten und basteln kannst, und kochen kann ich gut, was soll ich machen? Du bist so dürre, da päppel ich dich mal richtig auf.

    Wann kannst du da sein :lol: ?

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    Ich hatte von meinen Omas auch nicht viel :( . Die Mutter meiner Mutter ist gestorben da war ich 6. Meine andere Oma hat länger gelebt, da aber meine Mutter nicht sooo dicke mit ihr war, war das auch nicht sooo toll. Obwohl diese Oma mit uns im gleichen Haus gewohnt hat. Ich war ihr Liebling und sie hatte sich auch immer eine Tochter gewünscht, hatte aber selbst "nur" 3 Söhne.

    Meine Mutter war da wohl sauer auch, weil Oma mich meinen Brüdern vorgezogen hat. Ich habe diese wenigen Momente genossen, weil ich da auch mal im Mittelpunkt stehen konnte. Ich mochte meine Oma sehr. Aber ich habe mich als Kind und Jugendliche nie getraut, meine Zuneigung zu zeigen, weil meine Brüder mich dafür gehänselt haben und meine Mutter es abgewiegelt hat :( .

    Heute denke ich, ich möchte genau so eine Oma sein, wie ich sie mir immer gewünscht hätte...

    Aurora

    Hallo,

    liebe Gotti, ja, es gibt viele Motive dafür. Bei meinem "Ex-Schwieso", ich nenn ihn mal der Einfachheit halber R., kommt noch hinzu, dass er mit seiner Urfamilie große Schwierigkeiten hat. Er ist EKA. Und das macht ja auch was mit demjenigen :( . Auch im Zusammenleben mit anderen Menschen.

    Ich habe so viel Liebe in mir. Zu meinem Mann, meinem Sohn, meinen Eltern. Zu meiner verstorbenen Tochter und dem kleinen Jungen, mit dem sie zusammen begraben ist. Zu meiner Enkelin, aber auch zu R., den ich schon seit mehr als 20 Jahre kenne. Auch die Partnerin und ihre Kinder sind mir inzwischen schon sehr an's Herz gewachsen und ich mag die junge Frau sehr, sehr gerne. Und sie mich anscheinend auch.

    Nein, böse Hintergedanken haben wir Omas nicht. Also ich nicht und du sicher auch nicht. Ich möchte einfach nur "Oma" sein und das bedeutet für mich, dass meine Enkel bei mir verwöhnt werden, dass sie eine Auszeit vom oftmals auch durchstrukturierten und anstrengenden Alltag bekommen. Dass sie ihr Lieblingsessen gekocht bekommen und länger Fernsehen dürfen als Zuhause. Oder am Computer rumfummeln dürfen. Sie dürfen hier ausprobieren und beim Kochen helfen, den Tisch mit decken, mit Wasser panschen und lange duschen. Weil es so schön rumspritzt. Hier wird gebastelt und geschnippelt, geknetet und gemalt. Stundenlang "Blumenladen" gespielt. Gekuschelt, gekichert und rumgealbert.

    Als Oma hast du einfach viel mehr Zeit für viele Dinge als als Mutter! Das ist doch ganz klar. Omas haben den Druck nicht mehr, erziehen zu müssen, einen Alltag meistern zu müssen usw. Omas haben viel Lebenserfahrung gesammelt, sind unaufgeregter und weicher. Ruhiger.

    Zitat

    Ich wünschte , ich könnte es meiner Schwiegertochter so rüberbringen, dass sie mich versteht.

    Das hört sich traurig an... ich drück dir die Daumen, dass sie es sieht, wie wertvoll Omas sind. Denn das sind wir!

    Aurora

    Hallo,

    liebe Slowly, ich habe schon das ganze letzte Jahr über da immer mehr Abstand genommen. Auch wenn es mir weh tat und tut, für mich war auch mein Ex-Schwieso ein Teil meiner Familie, auch nachdem meine Tochter gestorben war. Und wir hatten immer ein offenes und gutes, liebevolles Verhältnis. Und nun geht das schon seit dem letzten Frühjahr, dass er immer giftiger wird :shock: .

    An der Partnerin liegt es jedenfalls nicht. Das merke ich ja auch.

    Wie dem auch sei. Mal sehen, was das nun noch wird. Am kommenden Wochenende sind dann die beiden Mädels mal wieder hier, also Enkelin P. und die neue Enkelin V. Das wird bestimmt wieder ein gemütliches Ding :D .

    Aurora

    Liebe Elli,

    willkommen hier!

    Ich habe deinen Text gelesen und konnte regelrecht spüren, wie das alles aus dir raus gesprudelt sein muss. So viel Druck ist in dir. Mir ging es am Anfang genau so! Ich kann deine Gefühle zu 100% nachvollziehen, ich hatte sie auch so. Bei mir ging es allerdings um meinen Exmann, gewissermaßen war ich in der Rolle in der deine Mutter jetzt steckt. Mein Fädchen hier im offenen Bereich heißt "Liebe und Hass", ich hatte nämlich auch dieses "böse" Gefühl Hass...

    Ich kann verstehen, dass du deiner Mutter gegenüber Verantwortung spürst, sie ist deine Mutter. Aber sie ist auch erwachsen! Sie muss doch nicht an diesem Mann kleben bleiben. Du sagst du hast ein schlechtes Gewissen, wenn du gehst wenn ER besoffen ankommt. Genau so gut kann deine Mutter doch dann mit dir mit gehen. Wer zwingt sie denn, da zu bleiben?

    Es ist super, dass du dir Hilfe suchst, denn du musst lernen, dich da auch von deiner Mutter abzunabeln. Du kannst ihr einfach nicht helfen, wenn sie es nicht möchte. Genau so wenig wie du diesem Mann nicht helfen kannst.

    Ich weiß, wie erleichtert meine Kinder (die waren da auch schon erwachsen) waren, als ich mich endlich von ihrem Vater getrennt habe. Ich bin ja all die Jahre mit ihm zusammen kaputt gegangen. Aber ich habe auch an dem Mann geklebt, obwohl es mir nicht gut getan hat. Ich musste was für mich machen, selbst aktiv werden, um da raus zu kommen.

    Und das ist das, was du für deine Mutter tun kannst! Du kannst sie ermutigen, sich Hilfe zu holen. Suchtberatungsstellen haben auch Angebote für Coabhängige, und das seid ihr. Deine Mutter von diesem Mann, du von deiner Mutter. Du bist hier gelandet in unserer Online-Selbsthilfegruppe. Deine Mutter kann sich auch eine Selbsthilfegruppe suchen. Alle Organisationen haben sowas auch für Angehörige.

    Caritas, Anonyme Alkoholiker und wie sie alle heißen. Du hast für dich diesen Schritt hierher gemacht! Das ist echt super! Deine Mutter muss diesen Schritt für sich noch tun und ich wünsche ihr, dass sie die Kraft und den Mut aufbringt. Vielleicht könnt ihr erst mal auch Wege zusammen machen, also zur Suchtberatung zum Beispiel. Aber im Prinzip muss deine Mama das wollen, du kannst sie leider nicht zwingen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Nocturna,

    erstmal herzlich willkommen!

    Ich habe es zwar nicht auf diese Art hinter mir, aber ich kann deine Gefühle trotzdem nachvollziehen. Denn die hatte ich auch so in der Art. Diese Erleichterung, endlich meine Ruhe zu haben, nicht mehr diese Angst vor dem Nachhausekommen, Schuldgefühle...

    Er lässt dir nun mitteilen, dass er sich platt macht... Fies! Aber viele Alkoholiker sagen und machen Dinge, die im Partner oder auch Expartner Schuldgefühle hervorrufen (sollen).

    Da hilft es, den Kontakt rigoros zu kappen. Ihr seid getrennt, wozu muss man sich da noch gegenseitig solche Dinge mitteilen? Oder sich mitteilen lassen. Und totsaufen - das tut er sowieso, wenn er nicht aufhört. Alkoholismus ist Selbstmord auf Raten! Wenn er nicht gestoppt wird.

    Natürlich sind einem die Menschen, die so trinken, auch nicht immer egal. Ich erlebe es gerade bei meinem Exmann. Mein Sohn hat über Weihnachten und Neujahr da gewohnt und am letzten Tag ist er regelrecht zu uns geflüchtet, weil er es nicht mehr bei seinem Vater ausgehalten hat. Der scheint inzwischen wirklich auf dem letzten Level zu sein :( . Das ist mir nicht egal, auf eine Art, denn ich kenne ihn ja sehr lange. Andererseits ist es aber sein Entschluss. Er hat sich bewusst für dieses Leben entschieden, denn zwischendurch war er auch mal 4 Jahre nüchtern. Er weiß ja, wie das geht. Er hat aber so entschieden und das muss jeder akzeptieren.

    Konzentriere dich also einfach auf dich und dein neues Leben. Denn du bist wichtig! Es geht um dich, nicht um ihn.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Gotti, ich weiß ja auch nicht :( .
    Mein Ex-SchwieSo war anscheinend selbst in einer Ausnahmesituation so vor Weihnachten. Er selbst ist EKA und hat da seine Päckchen zu tragen, dann ist da die neue Patchwork-Familie. Und vielleicht auch Schuldgefühle und Trauer.

    Das gibt ihm aber nicht das Recht, mit mir so umzugehen. Es gab Zeiten in meinem Leben, da hätte ich mich heulend zurück gezogen. Mich als Opfer gefühlt, als: du hast es eben nicht besser verdient. Ich hätte die Schuld alleine bei mir gesucht und mich wertlos und unzulänglich und völlig verkehrt gefühlt.

    Das ist nicht mehr so.

    Ein Glück. Obwohl meine erste Reaktion schon in diese Richtung ging, da wirken die alten Muster eben erst mal noch. Aber nur ganz kurz. Dann wurde ich sehr wütend! Und ich werde mich nicht zurück ziehen sondern möchte das klären und meine Dinge da anbringen. Denn was ist falsch daran wenn ich meine Enkelin liebe und sie mich? Sie ist ein Stückchen von meiner verstorbenen Tochter und ich bin ein Stückchen von ihrer verstorbenen Mutter. Sie ist meine Enkelin und ich bin ihre Oma.

    Nicht mehr, nicht weniger. Und wenn meine Tochter noch leben würde wäre es genau auch so. Sie ist ja ein Stück auch von mir.

    Anstatt dass er froh ist über das gute Verhältnis, das wir haben, hat er Angst anscheinend, dass ich ihm was weg nehme oder er was falsch gemacht hat.

    Ach, ich merke, dass ich schon wieder auch wütend werde. Weil es mich so unheimlich verletzt und kränkt. Und ich möchte nicht, dass jemand mit mir so umgeht. Nicht mehr, das habe ich hinter mir! Ich lasse mich nicht mehr so behandeln.

    Jawoll, ich bin irgendwie optimistisch. Ich habe viele Pläne für dieses Jahr. Spannende Dinge, die ich machen möchte, zum Beispiel mein Ehrenamt. Ich hatte heute einen guten Tag und bin gespannt, was der morgige bringen wird.

    Aurora

    Liebe Waldhaus,

    Martin hat da Recht, bei fremden Menschen geht das schon einfacher.

    Aber sehr viele Menschen in Pflegeberufen haben dieses "Helfersyndrom", das heißt, sie fühlen sich stark verantwortlich und möchten aufopfernd anderen, schwachen und kranken Menschen helfen.

    Das ist auch eine Spielart der "Coabhängigkeit".

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Murron,

    Zitat

    Und hatte immer dabei das Gefühl, ich genüge nicht.

    Ja, das Gefühl kenne ich auch. Ich habe immer alles gemacht und getan und mich verausgabt um geliebt zu werden. Um Anerkennung zu erhalten. Um gut genug zu sein.

    Vor allem war das in der Familie meines Exmannes ganz schlimm. Ich habe sonstwas gemacht, damit er mich liebt... Er ist aber immer mehr in die Sucht gerutscht und war dazu gar nicht in der Lage irgendwann mehr. Und für seine Mutter war ich nie gut genug... egal, was ich machte.

    Auch in meiner eigenen Urfamilie war es so, dass ich immer für alle da war, für alle der Mülleimer usw. Auch für "Freunde"...

    Ich habe auch viel an Beziehungen aussortiert in den letzten fast 11 Jahren. Das ging nicht anders. Zuerst mal die Sippe meines Exmannes und dann den Exmann, der Alkoholiker ist, nass. Mich da abzugrenzen und "nein" zu sagen war sehr schwer. Mit seiner Sippe ging das, da konnte ich den Kontakt einfach abbrechen.

    Zu ihm war das nicht so leicht denn mit meiner Trennung hörte er zu trinken auf. Und ich konnte erst mal nicht "nein" sagen, jedenfalls nicht direkt. Es war immer ein "eigentlich möchte ich ja nicht" oder "eigentlich habe ich was anderes geplant" oder so. Er hat mich immer wieder bedrängt mit seinen Dingen und schlussendlich habe ich immer nachgegeben. Auch mit meinen Kindern ging mir das so. Die waren zu diesem Zeitpunkt erwachsen und wären durchaus in der Lage gewesen, ein "nein" zu vertragen.

    Es hat fast 1 Jahr gedauert (nach der Trennung) bis ich ein klares "nein" sagen konnte. Zum Ex. Und mir war danach speiübel! Und ich habe mich schlecht gefühlt, körperlich. Und wäre am liebsten wieder hin gerannt und hätte das "nein" zurück genommen. Ich habe das aber einfach ausgehalten. Und immer wieder auch zu anderen Gelegenheiten probiert. Jedes Mal war mir dabei elend, das habe ich einfach mal ausgehalten. Es wurde dann auch besser.

    Auf der Arbeit zum Beispiel ging es anders. Da ging das "nein" leichter, aber ich habe dann sofort ein Angebot gemacht. Um das "nein" abzuschwächen. Zum Beispiel "nein, da kann ich nicht arbeiten kommen, ich habe einen Termin. Aber ich kann dann und dann..." So in etwa. Bis ich mal dachte, "hey, biste eigentlich blöde :evil: , du musst weder was anbieten noch dich rechtfertigen. Nein heißt nein!"

    Das ist einfach eine Übungssache. Aber - es fällt mir noch immer bei Menschen, die mir lieb sind und mir nahe stehen, schwer, "nein" zu sagen.

    Ich merke aber, es geht immer einfacher und ich kenne inzwischen auch die Mechanismen in mir. Das hilft mir sehr beim Neinsagen.

    Lieben Gruß
    Aurora

    Hach,

    da hatte ich also dieses Hoch - doch der Absturz folgte bald :? .

    Der SchwieSo (ist er ja eigentlich gar nicht mehr) tickte dann etwas aus. Und sagte mir per whatsapp Dinge, die mich zutiefst erschüttert haben.

    Ich wäre nicht gut für meine Enkelin und sie nicht für mich, zum Beispiel. Und ich würde meine Rolle als Oma zu wichtig nehmen...

    All sowas.

    Gespräche mit der Lebenspartnerin haben das Ganze ein wenig für mich sortiert, sie hatte die Gespräche angefangen und dadurch klärte sich eine Menge für mich. Es muss aber trotzdem ein gemeinsames Gespräch statt finden, so kann das jetzt auch nicht sein.

    Heiligabend haben wir ruhig verbracht, mein Sohn war da und wir haben zusammen zu dritt Fondue gehabt und gute Unterhaltungen mit dem Sohn, der im Februar nochmal die Stadt wechselt und einen neuen Job beginnt, Er hat dann endlich eine volle Stelle und die Arbeit hat auch Bezug zu seinem Studium. Ich bin so stolz und glücklich, wie mein Sohn für sich diesen Weg gegangen ist und noch immer geht.

    Der Jahreswechsel war ruhig, wir waren in der Oper, es gab "La Bohème". Oh schön war das :D .

    Und nun blicke ich doch trotz all dieser familiären Dinge optimistisch in das neue Jahr.

    Aurora

    Hallo Waldhaus,

    dir wurde zugehört... warum wirst du da rot? Ist doch eigentlich das Normalste in der Welt, oder?

    Ich weiß aber, was du meinst. Als ich meine ersten zaghaften Grenzen gesetzt habe und niemand hat mich verstoßen deshalb, da war ich schier erschüttert. Sollte das etwa soooo einfach sein?

    Zitat

    Auch im Alter muss es doch möglich sein, bessere Verhaltensweisen und ordentliches Durchsetzungsvermögen zu erlernen.

    Es ist immer möglich, etwas zu verändern. Bei mir hat es mit Ende 40 begonnen und dauert noch immer an. Und ich habe dadurch mehr Lebensqualität erreicht als ich jemals dachte. Und das koste ich Tag für Tag aus.

    Das kannst du auch!

    Lieben Grüß
    Aurora