Beiträge von Aurora

    Hallo Melasi,

    herzlich willkommen :D !

    Ich kenne dieses Programm nicht, habe aber mal eben ein wenig geguugelt.
    Ich bin aber nicht wirklich schlau daraus geworden, wie das funktioniert.

    Zitat

    die Abhängigen haben sich dann in Therapie begeben.
    Und genau das möchte ich für meinen Mann!

    Okay, ich kann das gut verstehen, dass du das möchtest! Ich habe es damals auch gewollt, dass mein Exmann das macht. Als "brave" Co habe ich da alles hinter mir, um ihn zu irgend einer Handlung zu bewegen. Ich habe geschrien, gebettelt, geweint, gezetert, kontrolliert. Ich habe ihn gehätschelt, ihm alles von den Augen abgelesen und mich verstellt und verdreht, damit alles nach seinen Wünschen läuft und er keinen Grund zum Trinken hat. Ich habe meine Bedürfnisse und Wünsche hinten an gestellt, denn wichtig waren nur er und sein Wohlbefinden.

    Ich habe gelitten und gehandelt in der Form, dass ich Infomaterial für ihn zusammen getragen habe.

    Puh, mir bleibt die Spucke weg... wie damals fast. Ich war ziemlich ausgepowert nach all den Jahren.

    Mein Exmann hat dann im Zuge meiner Trennung von ihm mit dem Trinken aufgehört. Er hatte dann aber keine Therapie großartig und eine SHG hat er eh nicht gebraucht, seiner Meinung nach. Das wäre eh alles nur was für die durchgeknallten Amis, so seine Meinung.

    Und ja, diese Meinung war meinem Exmann nicht auszureden. Und ja, er trinkt seit Jahren wieder, 4 Jahre hat er es ohne ausgehalten.

    Was du für ihn möchtest ist nebensächlich, gewissermaßen. Denn er darf und kann für sich entscheiden, was er gerne möchte. Wie er sein Leben verbringen will. Und wenn er saufen will dann darf er das! So blöd wie das ist...

    Der erste Tipp, den ich dir geben kann ist, nehme ihn aus dem Fokus und richte den Fokus auf dich. Du bist wichtig!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Slowly, deine Worte tun mir irgendwie sehr gut!

    Ja, diese ganze Sache mit dem Schwieso und so beschäftigt mich natürlich sehr und immer wieder. Er ist für mich ein wichtiger Teil meiner Familie. Und ich dachte, das beruht auf Gegenseitigkeit. Auch wenn meine Tochter nicht mehr lebt, also das Verbindungsglied fehlt. Wir hatten schon immer ein gutes Verhältnis, seit ca 20 Jahren. Da ist jetzt eher Unsicherheit bei mir, ob es so ist.

    Langsam aber komme ich bei mir wieder an. Es tut weh, das ist einfach so, was jetzt passiert. Aber ich akzeptiere es. Anders geht es nicht, denn erzwingen kann und will ich nichts! Liebe ist freiwillig. Und vielleicht ist auch er noch gar nicht wirklich in seinem neuen Leben angekommen, wer weiß.

    Ich stehe also mal wieder vor der Tatsache, dass ich an anderen Menschen nichts ändern kann aber sehr wohl an und bei mir! Ich bin für mein Lebenswohl selbst verantwortlich und es nutzt mir nichts, in tiefe Trauer zu fallen. Ich darf trauern, denn da geht eine für mich immens wichtige Lebenssituation zu Ende. Und das darf ich betrauern. Aber ich darf mich davon nicht lähmen und mir meine Lebensfreude nehmen lassen. Trauer ist ein sehr wichtiger Prozess und hat viel auch mit Akzeptanz einer neuen Situation zu tun, mit Loslassen, Seinlassen. Aber auch mit Aufstehen und Leben. Denn das tue ich, leben. Und das ist doch toll und ich denke, wenn ich lebe soll es mir auch gut dabei gehen. Alles andere wäre Unsinn.

    Ich hoffe, dein Gesprächskreis hat dir gut getan. Ich werde demnächst los gehen und einem katholischen Gottesdienst beiwohnen. Ich bin konfessionslos und eher nicht Gottesgläubig, aber die Partnerin meines Schwiesos singt dort im Chor und heute hat sie auch ein Solo. Und das möchte ich mir nicht entgehen lassen!

    Anschließend werde ich das tolle Wetter nutzen und raus gehen und Fotos machen. Und nachmittags treffe ich mich mit meinem Sohn, der noch bis morgen in Berlin ist, und mit Dante und wir gehen gemeinsam essen :D .

    Ich wünsche dir auch einen wunderschönen Tag!

    Sylvia

    Guten Abend Isebon,

    herzlich willkommen hier :D !

    Als ich meinen Exmann kennen lernte war es ähnlich. Er hat viel getrunken, aber zwischendurch waren immer auch Zeiten, da war es wenig bis nichts. Anfänglich habe ich mir nichts dabei gedacht, ich komme aus einer Familie, da wurde immer viel gesoffen. Somit war sein Verhalten "normal" für mich.

    Nach einigen Ehejahren aber wurde es immer mehr mit der Trinkerei. Und es fing an mich mehr und mehr zu stören. Ab da war ich auch die Buhfrau. Die ihm sein "Feierabendbierchen" nicht gönnt.

    In den Jahren hat er mal Einsicht gezeigt und "kontrolliert" getrunken, manchmal auch einige Zeit nichts (zumindest ich habe es so gesehen, also er hat nicht vor meinen Augen getrunken. Was er heimlich gemacht hat weiß ich nicht).

    Ein Programm für kontrolliertes Trinken hat er aber nie versucht. Und ich weiß es von den trockenen Alkoholikern, dass so etwas auch sehr umstritten ist und kaum funktioniert. Weil ein Alkoholiker eben seine Sucht nicht kontrollieren kann! Kontrollverlust ist ein wesentliches Merkmal der Alkoholsucht.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    da war ich so happy und dann kam der Absturz.

    Ich habe mir in Hinsicht Schwiegersohn und neue Familie und so eine Menge vorgemacht. Das Hinsehen hätte erst mal zu sehr weh getan. Seit dem Frühsommer merke ich (und Dante auch), dass sich etwas verändert und wir mehr und mehr abgestellt werden. Leider.

    Ich bin darüber sehr verunsichert, Gespräche mit dem SchwieSo gibt es kaum und wenn, beruhigen sie mich nur kurzfristig. Denn es sind sehr viele Komischkeiten dabei. Er übt auch Druck und Kontrolle aus. Und ich habe da mein altbekanntes Problem etwas gegen zu halten. Denn da ist dann wieder die Angst was falsch zu machen, aussortiert zu werden. Verlustangst.

    Und so war ich gleich nach dem Wochenende mit den beiden Kindern in einer depressiven Phase :( . Ich bin aber andererseits auch froh, denn meine Depression hat mir was gezeigt!

    Ich habe mich überschätzt, mich zu viel rein gehängt, war viel zu wenig bei mir und habe meine Bedürfnisse nicht für voll genommen.

    Zu den SchwieSo Dingen kommen ja auch noch andere Dinge des Alltags, wie meine Eltern, die ich unterstütze und so weiter. Ich lebe ja nicht im Paradies, der Alltag ist ja oft schon tückisch genug. Und alles zusammen hat dann "buuummmm" gemacht.

    Also habe ich zugelassen. Meine Trauer und meinen Schmerz, meine Angst und meine Erschöpfung. Ich habe geweint und mich zurück gezogen und mich einfach mal hängen lassen. Aber nicht allzu lange. Am Mittwoch habe ich mich gezwungen zum QiGong zu gehen, das tut mir immer gut, das weiß ich. Und so war es auch. Danach bei der Lymphdrainage hatte ich noch ein gutes Gespräch mit der Physiotherapeutin, dabei hat sich dann ganz viel sortiert, ganz plötzlich. Auf dem Nachhauseweg habe ich noch eine alte Schulkameradin meiner Tochter und meines SchwieSos getroffen, sie hat mir meine Gefühle bestätigt.

    Sie empfindet das, was da jetzt passiert auch als sehr schade und traurig. Für sich. Das hat mir auf eine Art nochmal geholfen meine Gefühle als richtig zu empfinden und mich weiter zu sortieren.

    Dann habe ich mir einen wunderschönen kleinen Blumenstrauß gekauft, mit einer Lilie dabei und die duftet, hmmmm. Da muss der arme Dante jetzt mal durch...

    Und seit gestern merke ich, dass es wieder aufwärts geht. Ich bin meinem Therapeuten noch immer sehr dankbar, er hat mir sehr gutes Werkzeug an die Hand gegeben, um mit diesen Phasen fertig werden zu können.

    Und wieder einmal bin ich auch sehr dankbar, Dante an meiner Seite zu haben. Wir haben gestern noch intensiv reden können und viele Dinge haben wir für uns so wieder gerade gerückt. Er ist einen Partner, der mich unterstützt in solchen Momenten und den ich unterstützen kann wenn es ihm schlecht geht. Das geht halt nur ohne Suff... Ich bin froh einen Mann an meiner Seite zu haben, der nicht sein Hirn vernebelt sondern der gemeinsam mit mir ein schönes Leben leben möchte.

    Aurora

    Liebe Silten,

    zuerst mal herzlich willkommen hier im Forum :D !

    Du steckst in genau der Zwickmühle, in der sich ganz, ganz viele Angehörige auch befinden. Da ist einerseits das Gefühl, alles satt zu haben. Auch Wut darüber, wie es läuft und dass er immer wieder doch trinkt. Obwohl das Gespräch, die Gespräche vorher so gut waren. Da sind die Ängste, die du hast und die Gefühle und Hoffnungen.

    Und diese Hilflosigkeit.

    Aus eigener Erfahrung und den Erfahrungen, die ich mit anderen Menschen ausgetauscht habe, weiß ich, dass es einfach kaputt macht, neben einem Abhängigen zu leben, der keine Krankheitseinsicht bzw. den Wunsch zur Veränderung hat.

    Was ist da ein guter Rat? Was kann ein guter Rat sein?

    Natürlich, Rat Nummer 1 ist immer der, sich zu trennen. Denn das ist echt das, was am meisten Sinn macht. Und das ist das, was am allerschwersten fällt. Aus verschiedenen Gründen. Über 25 Jahre sind ja fast das halbe Leben, das ihr zusammen verbracht habt.

    Du weißt theoretisch alles. Jetzt ist es an der Zeit davon umzusetzen, was umsetzbar ist. Und damit beginnt die schwere Arbeit.

    Ich hoffe, du kannst hier genügend Austausch, Rat und Hilfe für dich heraus ziehen, damit du einen Weg gehen kannst, der dir auch wirklich hlft und dein Leben erleichtert.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Tuschii,

    das stimmt, du hast keinerlei Verantwortung für ihn, ob er nun abstürzt oder nicht. Leider schieben nasse Alkoholiker gerne mal den Schwarzen Peter ihren Partnern zu :? .

    Zitat

    Und ich will dieses Leben nicht mehr.

    Das ist doch ganz klar und deutlich! Klasse!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Fusselchen,

    herzlich willkommen hier!

    Nicht für umsonst heißt es "Familienerkrankung Alkoholismus".
    Es werden alle mit hinein gezogen, die sich im unmittelbaren Umfeld befinden. Leider. Und Kinder haben es da am schwersten, als Erwachsener kann ich mir den Schritt zur Trennung überlegen und weg gehen, als Kind kannst du das nicht. Du wächst in den kranken Strukturen auf und lernst Verhaltensmuster, die dein ganzes Leben beeinflussen.

    Dein Hirn hat alles schön verdrängt, das ist oft so mit traumatischen Erlebnissen. Erst, wenn du, wenn deine Seele dafür bereit ist, öffnet sich langsam Türchen für Türchen und dir fallen Dinge wieder ein.

    Solche Sachen können Außenstehende, die es nicht auch erlebt haben, meistens kaum verstehen. Wie auch?

    Zitat

    Wut, Hass, Enttäuschung, Trauer und Einsamkeit.

    Das sind genau die Gefühle. Sie sind normal! Auch wenn du an der Vergangenheit nichts mehr ändern kannst, darfst du jetzt diese Gefühle haben. Dass du dich nun damit auseinander setzt ist wirklich gut! Denn Verdrängung ist nicht gut, wenn du an deiner Lebensqualität was machen möchtest.

    Ich wünsche dir, dass du hier viele Antworten auf deine Fragen bekommen kannst!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Slowly, na ja, vorbildlich, ich weiß ja nicht :? .
    Danke für deine Worte. Indem ich Dinge hier mit teile hoffe ich, dass andere da mit mir zusammen was draus lernen können...

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    Und ja, da kam vorgestern ein Anruf von meiner Enkelin.
    "Oma, können wir am Wochenende bei euch schlafen?"
    "Wer ist wir?" wollte ich wissen.
    "Na R. und ich!".

    R. ist der Junge, Enkelins neuer Bruder.

    Und ich bin richtig happy jetzt. Die Kinder haben mir auch gefehlt! Ich freue mich riesig auf das Wochenende mit den beiden Kindern.Jetzt kommen sie eben im Doppel- oder Dreierpack daher, die Enkelchen :D . Hach schöööön.

    Ich bin nun durch die erste Tür gegangen und es fühlt sich wunderbar an! Und die nächste Tür ist auch offen und da gehe ich demnächst durch, das weiß ich schon. Ich werde ein Ehrenamt übernehmen. Etwas Kleines und Feines, was ich gut bewältigen kann, denke ich.

    So richtet sich alles.

    Aurora

    Hallo jcar,

    dann sag ich erst Mal "Hallo!".

    Du hast wirklich eine turbulente Zeit hinter dir. Dass dein Herz da noch nicht wieder angekommen ist ist doch ganz klar. Leider sind Herzen nicht so schnell...

    Er scheint noch nicht wirklich begriffen zu haben, worum es geht. Und da hast du einfach keine Chance. Auch wenn es weh tut ist der Schritt der Trennung wohl der beste gewesen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo und willkommen Annika,

    mit "Koffer packen" ist gemeint, dass es günstig ist, einen Notfallkoffer zu haben. Du könntest es auch anders nennen, Hauptsache du weißt, was gemeint ist. In solchem Notfallkoffer sind Dinge, die du gebrauchen kannst, wenn dich der Suchtdruck überfällt. Das sind oft sehr individuelle Dinge, Fotos, die einen im Vollrausch zeigen zum Beispiel oder auch emotionale Dinge, wie bestimmte Gefühle.

    Ich glaube du hast eine bessere Chance gelesen zu werden, wenn du im Bereich für "Alkoholsucht und Alkoholabhängigkeit der offenen Bereiche" dein Fädchen eröffnest. Dort lesen die Mitglieder zuerst und da findet auch der meiste Austausch statt!

    Liebe Grüße
    Aurora
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    Hallo Konrad,

    dieser Notfallkoffer ist also zuerst einmal für die Alkoholiker, die trocken werden und lange trocken sind, gedacht.

    Wenn deine Frau auf deine Gesprächsversuche nicht reagiert hast du kaum eine Chance, dass sie liest, was du ihr sagen möchtest. Ich habe damals selbst die Erfahrung gemacht. Ich habe meinem Exmann Broschüren hingelegt, Ausdrucke aus dem Internet zu diesem Thema, all sowas. Das hätte ich mir sparen können.

    Wenn deine Frau nicht zu trinken aufhören will, kannst du machen, was du willst. Das ist alles Zeitverschwendung!

    Hast du denn ein Fädchen im Co-Bereich?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Tuschii,

    das ist genau die Keule "Verantwortung". Ich habe auch gedacht, ich könne ihn ja nicht alleine lassen, dann hätte er ja gar keinen Halt mehr. Und auch mein Umfeld hat mir das so gesagt. "Wenn du gehst, dann stürzt er ganz ab". Das ist eine ganz gemeine Fessel!

    Ich habe damals endlich aber auch dann begriffen, was wirklich ist. Zuerst mal habe ich nicht die Macht und die Kraft, ihn vor dem Absturz zu retten. Denn er will das ja, er will ja trinken und mit Sicherheit weiß er auch, was das für seinen Körper und sein Hirn bedeutet. Das wird nur gerne verdrängt, das ist Teil der Sucht.

    Und das andere war, dass ich begriffen habe, dass er erwachsen ist. Er ist groß und kann alle Verantwortung für sein Leben alleine tragen. Ich bin nicht seine Muddi! Auch wenn er noch so gerne sich wie ein Kleinkind aufgeführt hat. Betrunkene sind ja im Prinzip wie kleine Kinder. Sie können nicht richtig laufen, sabbern und lallen. Da springt doch Muddis Instinkt sofort an...

    Er ist verantwortlich für seine Dinge. Niemand zwingt ihn zum Saufen, außer die Sucht. Und mit der kann nur er alleine fertig werden. Und das ist nicht unmöglich, das zu können. Ich muss mir nicht ständig weh tun lassen oder mein Leben einschränken, nur damit er in Ruhe seine Sucht bedienen kann. Ich habe keine Verantwortung für seine Dinge. Er hat für meine ja auch keine Verantwortung und das will ich auch gar nicht!

    Mein Exmann ist übrigens dann gut mit sich klar gekommen. Zuerst mal nüchtern, dann hat er sich wieder für den Alkohol entschieden. Das darf er auch! Aber ich hatte und habe damit nichts zu tun. Er ist schließlich alt genug!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Guten Morgen Tuschii,

    Zitat

    Auch wenn mein Umfeld inzwischen mit Unverständnis reagiert, niemand versteht, warum ich ihn 'nicht einfach vor die Tür setze', warum ich mir das immer noch antue. Meine Antwort ist dann, damit ich noch in den Spiegel schauen kann, damit ich mit mir im Reinen aus der Sache rausgehe.

    Das verstehe ich nicht, was du damit meinst. Was musst du denn noch machen, bevor du gehen darfst?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Slowly, inzwischen habe ich nun meine ganz eigenen Hörgeräte und es ist wunderbar :D . Eine echte Steigerung meines Lebensgefühls. Aber - ich kann auch deinen Opa verstehen. Denn es gab tatsächlich jetzt schon Situationen, da habe ich die Dinger einfach ausgeschaltet 8) . Manchmal ist es nämlich gar nicht so schlecht, es ein wenig ruhiger zu haben...

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    Ansonsten habe ich eine schwierige Zeit hinter mir, emotional gesehen. Der Schwiegersohn hat ja seit Ende letzten Jahres eine neue Beziehung, eine junge Witwe mit 2 kleinen Kindern.

    Es passt alles so wunderbar, auch die Kinder kommen gut zurecht und sind schon richtig toll zusammen gewachsen. Wir mögen das auch alles, es ist so toll, plötzlich haben wir 3 Enkel...

    Wir haben die Kinder auch ein paar mal gehütet, der kleine Junge hat zusammen mit der Enkelin auch bei uns übernachtet. Und plötzlich, von einem Tag auf den anderen war Funkstille. Und wir wussten nicht warum.

    Das hat sehr viel Verlustangst und Trauer bei mir ausgelöst. Wir waren ja dann noch mit der Enkelin zusammen im Urlaub, aber danach - nichts. Letzte Woche hatte der SchwieSo aber mal Zeit und wir konnten in Ruhe Dinge klären. Das hat gut getan! Es ist noch immer nicht alles Gold für mich, aber es fehlt nicht mehr viel. Jetzt muss einfach die Zeit arbeiten.

    Was habe ich daraus gelernt... Reden ist wichtig. Und es ist wichtig, nicht in den Köpfen anderer Menschen zu denken, denn das geht nicht. Mein Leben zu leben und nicht nur auf bestimmte Menschen fixiert zu sein. Mich selbst wichtig zu nehmen und zu meinen Wahrnehmungen und Gefühlen zu stehen.

    Es gibt sie also immer wieder mal, diese alten Gefühlslagen, diese alten Muster. Ich habe aber gemerkt, wie unwohl ich mich damit fühle. Und wie die Angst, ein Teil meiner Persönlichkeit, mich starr gemacht hat, fast. Aber dann konnte ich auch handeln. Und habe gehandelt. Das zu können ist ein Teil meiner neuen Muster, die ich mir in den letzten Jahren angelegt habe. Nun ist es einfach besser.

    Es haben sich wieder mal Türen hinter mir geschlossen. Aber es öffnen sich gerade neue Türen vor mir. Und da gehe ich jetzt einfach durch. Und bin voller Hoffnung und Optimismus und Neugier. :D

    Aurora

    Liebe Eklissee,

    das tut mir leid, dass du so in deinem Liebeskummer versunken bist. Aber das ist ein Prozess und der dauert, so lange er dauert...

    Es ist schwierig zu sagen, wer was wo und wann "falsch" gemacht hat. Es kann doch jeder nur so handeln, wie er es für richtig hält, wie es sich für ihn richtig anfühlt. Ihr habt ja beide eure Lebenserfahrungen mitgebracht und euer Umfeld, es ist sicher auch eine Menge Toleranz und Rücksicht und Verstehen nötig, wenn ein Zusammenleben klappen soll. Ich war ja selbst mal in solcher Situation, als ich mit Dante zusammen kam, das war ganz anders als in meiner Jugend. Da habe ich mich noch viel blauäugiger und unbeschwerter in Partnerschaften eingelassen. Das ist einfach so.

    Manchmal ist es gar nicht so gut, diese Unbeschwertheit nicht mehr zu haben, alles zu zerdenken und Angst vor Fehlern zu haben. Es macht oft Dinge komplizierter als sie sind. Ich weiß das aus eigener Erfahrung :roll: .

    Liebe Eklissee, für mich bist du ja eine Art Stehauffrauchen :wink: . Ich finde es gut, dass du deine Hobbies hast, dein Umfeld, was ja auch stabil ist. Deine Freundinnen, die Kinder. Damit hast du eine gute Grundlage.

    Ich wünsche dir einen zauberhaften Tag heute, hier ist es ja eher herbstlich grau, aber das hat auch was, finde ich.

    Eine liebe Umarmung und viele Grüße
    Aurora