Hallo,
liebe eklisee, na klar ist das stetiger Abbau
, wie sollte es auch anders sein, wenn er seine Sucht nicht zum Stillstand bringt. Ich halte mich da fern, ich habe mein Leben und er seins. Zum Glück habe ich vor ja fast 10 Jahren den Absprung geschafft. Aber das Fernhalten geht eben nicht ganz immer. Auch am Donnerstag gab es Berührungspunkte. Er hatte noch immer das Weihnachtsgeschenk von Enkelin und Schwiegersohn. Sie haben sich ja auch weitestgehend zurück gezogen von ihm.
Nun sollte die Enkelin also das abholen. Der Ex bekommt ja doch mit, wenn ich mit dem Enkelchen meine Eltern besuche, er wohnt ja genau unter denen...
Er war wieder sehr betrunken. Die Enkelin ist zwar rein gegangen zu ihm, aber erzählte hinterher, er hätte eh nur alles 3 mal erzählt. Und wäre fast eingeschlafen zwischendurch. Ich war froh, als sie zu meinen Eltern hoch kam, nach gut 30 Minuten. Und ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl. War froh, als sie da war. Sie hat das gut überstanden, macht sich ihr eigenes Bild vom Opa, an dem sie früher mal, als sie noch kleiner war, sehr gehangen hat.
Ja, das war bei mir auch so bei diesem Telefonat da letztens. Das war "Bamm" und ich war wieder in alten Mustern. Ich habe es schon oft geschafft, den Ex dann abzuwürgen. Diesmal aber nicht. Vielleicht, weil das ganze Gespräch schon so weinerlich und mit Vorwürfen mir gegenüber angefangen hat. Da war ich wie gelähmt. Gruuuuselig.
Ich habe noch heute Albträume, vom Ex, von seiner Sauferei. Und auch vom Exschwager und dessen massivsten Übergriffen. Nach so langer Zeit. Aber es wird jetzt weniger. Endlich...
Ich wünsch dir ein tolles Wochenende
Liebe Tautropfen, ja, ich erkenne es zum Glück, wenn diese alten Dinge wieder zuschlagen. Ich bin bloß auch immer erschrocken, wie präsent dann alles ist und wie mein Gehirn wie geschmiert erst mal auf diese alten Dinge abfährt. Das wird wohl immer ein Rest davon bleiben, also ist das beste, totale Fernhaltung vom Ex, von überhaupt Betrunkenen. Denn das funktioniert auch bei denen.
Ja, ein Leben mit einem aktiv Süchtigen geht nicht. Es macht dich kaputt. Es macht alle kaputt. Ein Großteil meiner schweren chronischen Depressionen heute, diese maßlos Überforderung bei kleinsten Dingen und die Erschöpfung, all das hängt bei mir mit diesem Leben damals auch zusammen. Es hat mich einfach so verletzt. Aber gut, ich war eben damals nicht in der Lage, das zu sehen, zu ändern. Ich habe so gelebt weil ich dachte, es wäre "normal" und "richtig" so.
Deshalb bin ich auch noch immer hier im Forum unterwegs. Ich möchte mit meiner Geschichte aufrütteln, bewusst machen. Denn es ist kein Einzelfall, so wie es mit mir war, so ist das immer. Also vielleicht nun nicht ganz haargenau, aber der Ablauf ist immer ähnlich. So, wie der Alkoholiker, Drogenabhängige, immer tiefer in seiner Sucht versinkt und sich kaputt macht damit, genau so ist es auch mit den Angehörigen. Wenn sie es nicht schaffen, da raus zu gehen.
Gut dass du eine von denen bist, die es geschafft haben, da kannst du echt stolz darauf sein! Ich wünsche auch dir ein super Wochenende
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Die Depression macht noch immer Winterschlaf. Ich glaube ich habe inzwischen eine gute Balance gefunden zwischen Aktivität und Ruhe. Auch mein Rentnerinnen-Dasein kann ich immer besser annehmen. Ich meine, ich hatte es ja selbst angestrebt, nicht mehr arbeiten zu gehen. Einfach weil ich am Ende aller meiner Kräfte war.
Und doch war und ist es dann, als es endlich so weit war, eine große Umstellung und Akzeptanz. Ich habe es nie gelernt, mich selbst ernst und wahr zu nehmen. Das begann erst mit der Trennung damals. Und der Tod meiner Tochter und des Kleinen, der Verlust des Arbeitsplatzes vor 5 Jahren, den ich so sehr geliebt habe, haben mich nochmal zurück geworfen und mir den Rest gegeben gewissermaßen.
Ich bin froh, einen Mann an meiner Seite zu haben, der klar im Kopf ist, der mich unterstützt und mit dem ich auf Augenhöhe bin. Auch mein Umkreis, meine Freunde, sind zum Teil ganz andere als damals. Es sind Menschen, die mit mir leben und nicht auf meine Kosten. Das ist ein gewaltiger Unterschied!
Und jetzt ist erst mal Urlaub angesagt, im Hause Aurora 