Beiträge von Aurora

    Hallo Martina,

    hier ist dein Beitrag richtig :wink:

    Hallöchen!

    Hallo Aurora

    ja das wäre ja was, wenn das Gesöffs gegens Brillen tragen helfen würde.
    Bei Erkältung ist es aber wirklich gut.
    (Ich hab natürlich gestern die Zitronen beim Einkauf vergessen, aber dafür ist es ja Schokolade geworden.)

    Da sind doch schon ganz schön Infos zur Kokosnuss zusammen gekommen.
    Nur die liebe Linde ist jetzt irgendwie weg? Vielleicht ist sie im Kokosnuss Einkaufs und *Rezepte Ausprobieren Fieber*

    Hier gab es heute Jasminreis, Tomaten/Zweiebelsalat mit Gartenkräutern und Grünkernburger mit Haferflocken, Leinsamen uvm.

    Schönes Wochenende

    Hallo,

    liebe eklisee, na klar ist das stetiger Abbau :( , wie sollte es auch anders sein, wenn er seine Sucht nicht zum Stillstand bringt. Ich halte mich da fern, ich habe mein Leben und er seins. Zum Glück habe ich vor ja fast 10 Jahren den Absprung geschafft. Aber das Fernhalten geht eben nicht ganz immer. Auch am Donnerstag gab es Berührungspunkte. Er hatte noch immer das Weihnachtsgeschenk von Enkelin und Schwiegersohn. Sie haben sich ja auch weitestgehend zurück gezogen von ihm.

    Nun sollte die Enkelin also das abholen. Der Ex bekommt ja doch mit, wenn ich mit dem Enkelchen meine Eltern besuche, er wohnt ja genau unter denen...

    Er war wieder sehr betrunken. Die Enkelin ist zwar rein gegangen zu ihm, aber erzählte hinterher, er hätte eh nur alles 3 mal erzählt. Und wäre fast eingeschlafen zwischendurch. Ich war froh, als sie zu meinen Eltern hoch kam, nach gut 30 Minuten. Und ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl. War froh, als sie da war. Sie hat das gut überstanden, macht sich ihr eigenes Bild vom Opa, an dem sie früher mal, als sie noch kleiner war, sehr gehangen hat.

    Ja, das war bei mir auch so bei diesem Telefonat da letztens. Das war "Bamm" und ich war wieder in alten Mustern. Ich habe es schon oft geschafft, den Ex dann abzuwürgen. Diesmal aber nicht. Vielleicht, weil das ganze Gespräch schon so weinerlich und mit Vorwürfen mir gegenüber angefangen hat. Da war ich wie gelähmt. Gruuuuselig.

    Ich habe noch heute Albträume, vom Ex, von seiner Sauferei. Und auch vom Exschwager und dessen massivsten Übergriffen. Nach so langer Zeit. Aber es wird jetzt weniger. Endlich...

    Ich wünsch dir ein tolles Wochenende

    Liebe Tautropfen, ja, ich erkenne es zum Glück, wenn diese alten Dinge wieder zuschlagen. Ich bin bloß auch immer erschrocken, wie präsent dann alles ist und wie mein Gehirn wie geschmiert erst mal auf diese alten Dinge abfährt. Das wird wohl immer ein Rest davon bleiben, also ist das beste, totale Fernhaltung vom Ex, von überhaupt Betrunkenen. Denn das funktioniert auch bei denen.

    Ja, ein Leben mit einem aktiv Süchtigen geht nicht. Es macht dich kaputt. Es macht alle kaputt. Ein Großteil meiner schweren chronischen Depressionen heute, diese maßlos Überforderung bei kleinsten Dingen und die Erschöpfung, all das hängt bei mir mit diesem Leben damals auch zusammen. Es hat mich einfach so verletzt. Aber gut, ich war eben damals nicht in der Lage, das zu sehen, zu ändern. Ich habe so gelebt weil ich dachte, es wäre "normal" und "richtig" so.

    Deshalb bin ich auch noch immer hier im Forum unterwegs. Ich möchte mit meiner Geschichte aufrütteln, bewusst machen. Denn es ist kein Einzelfall, so wie es mit mir war, so ist das immer. Also vielleicht nun nicht ganz haargenau, aber der Ablauf ist immer ähnlich. So, wie der Alkoholiker, Drogenabhängige, immer tiefer in seiner Sucht versinkt und sich kaputt macht damit, genau so ist es auch mit den Angehörigen. Wenn sie es nicht schaffen, da raus zu gehen.

    Gut dass du eine von denen bist, die es geschafft haben, da kannst du echt stolz darauf sein! Ich wünsche auch dir ein super Wochenende
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    Die Depression macht noch immer Winterschlaf. Ich glaube ich habe inzwischen eine gute Balance gefunden zwischen Aktivität und Ruhe. Auch mein Rentnerinnen-Dasein kann ich immer besser annehmen. Ich meine, ich hatte es ja selbst angestrebt, nicht mehr arbeiten zu gehen. Einfach weil ich am Ende aller meiner Kräfte war.

    Und doch war und ist es dann, als es endlich so weit war, eine große Umstellung und Akzeptanz. Ich habe es nie gelernt, mich selbst ernst und wahr zu nehmen. Das begann erst mit der Trennung damals. Und der Tod meiner Tochter und des Kleinen, der Verlust des Arbeitsplatzes vor 5 Jahren, den ich so sehr geliebt habe, haben mich nochmal zurück geworfen und mir den Rest gegeben gewissermaßen.

    Ich bin froh, einen Mann an meiner Seite zu haben, der klar im Kopf ist, der mich unterstützt und mit dem ich auf Augenhöhe bin. Auch mein Umkreis, meine Freunde, sind zum Teil ganz andere als damals. Es sind Menschen, die mit mir leben und nicht auf meine Kosten. Das ist ein gewaltiger Unterschied!

    Und jetzt ist erst mal Urlaub angesagt, im Hause Aurora :D

    Hallo,

    Martina, hab mich schon gewundert wegen der Brillen :lol:8) . Bazillen ist logischer...

    Ich will auch noch meinen Senf dazu geben...

    Kokosmilch ist das pürierte weiße Fleisch der Kokosnuss, dass ausgepresst wird. In Dosen ist das meistens 60% Kokosmilch und der Rest Wasser. Mehr nicht bei Bioprodukten. Der komische harte Rand löst sich beim Kochen auf...

    Kokoswasser ist die Flüssigkeit, die in der Nuss drinnen ist.

    Kokosfett oder auch -öl wird aus dem getrockneten Kokosfleisch gepresst. Es ist bis ca. 24° fest, bei höheren Temperaturen wird es flüssig.

    Liebe Sunshine,

    ich glaube, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. In dem Originalrezept steht auch, dass man da auch noch Kokoschips in den Milchreis reinmachen kann.

    Aurora

    Vor einigen Tagen habe ich mal was probiert, inspiriert von einem Rezept in einem Werbeprospekt eines Discounters...

    Milchreis mit Kokosmilch.

    Ich liebe Kokosmilch, in asiatischem Essen, in Kürbissuppe...
    Ich habe halb Sojamilch und halb Kokosmilch genommen. Insgesamt 500 ml. Und 125 g Milchreis. Guten Vanillezucker, Vanilleschote wäre auch gegangen, hab ich aber nicht gehabt.

    Und dazu gab es Mango. Laut Rezept sollte man eine Soße daraus machen, also Püree, mit Honig. Das war mir zu viel in dem Moment. Ich hab Dosen-Mangos genommen...ohne Honig. Die sind süß genug.

    Oh man, das war sooooo lecker. Milchreis mit Kokosmilch, zum Reinlegen. Nächstes Mal nehme ich ein wenig mehr Kokosmilch...

    Aurora

    Herzlich willkommen Allii,

    Zitat

    was ist richtig BRAUCHT meine frau den kontakt zu uns und unsere unterstützung ist das wichtig für ihre therapie und zukunft.

    Wenn ich lese was du über deine Frau schreibst, möchte sie das nicht. Ich verstehe es so, dass sie den Kontakt zu euch abgebrochen hat und auch ihrer Herkunftsfamilie untersagt hat, mit euch zu sprechen.

    Das tut weh...

    Natürlich können Menschen beim Trockenwerden Unterstützung der Familie brauchen. Aber anscheinend will deine Frau das nicht. Warum auch immer. Das musst du einfach akzeptieren.

    Gibt es Dinge, die du für dich gerne machst? Hobbies? Darauf kannst du dich konzentrieren denn nur darauf hast du Einfluss. Mach, dass es dir gut geht!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    letztens kam ein Anruf.
    Von meinem Exmann. Und er war voll bis oben hin. Da ich auf meinem Telefon meistens sehe, wer anruft, habe ich mich mit "hallo" gemeldet und das hat er gleich benutzt, um mich so zu behandeln wie früher. Warum ich mich nicht mit Namen melden könne usw.

    Er fing dann gleich an sich als Opfer dar zu stellen. Und mich als Schuldige, ich hätte ihm sein Weihnachtsfest verdorben. Es geht dabei um unsere Rentenangelegenheiten. Bei der Scheidung wurde da ja ein Versorgungsausgleich gemacht. Da der Ex auch Betriebsrente bezieht, muss ich mir meinen Anteil daran (da ich jetzt selbst Rentnerin bin) nun einklagen, das ist so üblich und ganz normal.

    Er ist aber anscheinend so kopfmäßig drauf, dass er einfach nicht verstehen will. Er ist Opfer, denn ich zocke ihn ja ab :evil: .

    Okay, er behandelte mich genau so abwertend und geringschätzig wie immer, er heulte viel, stellte mich als blöd hin und "hast du überhaupt 'ne Ahnung" und *heul*.

    Und ich?

    Habe mir das tatsächlich 31 Minuten und soundso viel Sekunden angehört, mich gerechtfertigt und versucht zu erklären. Einschließlich des Rates, wenn er zum Anwalt gehen wolle, solle er das nüchterner tun als er gerade wäre.

    Hey, ganz ehrlich, und hinterher war ich fertig, fühlte mich schuldig und verantwortlich. Und während des Gespräches war ich nicht in der Lage, das Gespräch zu beenden, denn - er tat mir so leid :shock: .

    Im Juni diesen Jahres ist es 10 Jahre her, dass ich ausgezogen bin. Und im Frühsommer ist es 9 Jahre her, dass ich mich endgültig abnabeln konnte (und im April bin ich schon 6 Jahre mit Dante verheiratet :D ). Und doch hat mich diese Situation voll in mein altes Schema geschleudert.

    Volles Programm. Zwar war es mir die ganze Zeit bewusst aber ich konnte es nicht anhalten. Erst nach dem Gespräch und nachdem ich ein bisschen geheult hatte wurde es gut und kam zum Stillstand.

    Deshalb gilt für mich: Null Kontakt mit dem Ex, wenn er voll ist (und das ist er jetzt immer). Zum Glück ist es äußerst selten geworden, dass wir uns begegnen. Obwohl er um die Ecke wohnt. Er geht kaum noch raus und der Sohn wie der Schwiegersohn haben den Kontakt so gut wie abgebrochen. Also begegne ich ihm auch nicht unbedingt mehr auf Geburtstagen.

    Ich lebe jetzt in Frieden hier, den will ich behalten. Ich habe noch genug Päckchen mit mir rum zu schleppen aus diesen alten Zeiten, da muss ich mir die nicht noch extra antun.

    Zur Zeit geht es mir gut, die Depression macht Winterschlaf. Ich lass sie schlafen und freue mich des Lebens.

    Aurora

    Liebe Sinneswandel,

    mir ist da auch noch etwas aufgefallen in deinen letzten Beiträgen...

    Er schiebt dir schon einen Teil seiner Eigenverantwortung zu. Zum Beispiel in dem er dir sagt, "gut, dass du gekommen bist, sonst hätte ich getrunken...". Oder das hier

    Zitat

    Wobei er mich da auch schon wieder fragte, ob man nicht in Maßen in Gesellschaft trinken könnte.

    Zitat

    Er bat mich darum es nochmals so zu versuchen und mir halt wöchentlich Bericht zu erstatten.

    Damit bindet er dich ganz schon in seine Dinge ein. Und dein Helferlein springt voll darauf an. Und irgendwann kann es dann passieren, dass er dir die Schuld gibt, wenn er trinkt. Weil du nicht genug dieses oder jenes gemacht hättest... Und du selbst wirst immer tiefer in die Kontroll-Rolle fallen. Und alles dreht sich nur noch darum, ihn vom Trinken abzuhalten, ihn bloß nicht in Situationen kommen zu lassen, in denen er wohl trinken könnte. Dich zu verdrehen, immer für ihn da zu sein, rund um die Uhr. Und dann bist du mit ihm schon so weit verschmolzen, dass du nicht mehr dazu kommst, dein Leben zu leben. Du fühlst dich rund um die Uhr verantwortlich. Schuldig, wenn "es" doch passiert. Du stehst unter Dauerstrom. Ich habe es jedenfalls so erfahren in meiner Ex-Beziehung.

    Das ist trostlos, super anstrengend und unnötig ist es auch. So sieht kein schönes Leben aus. Wenn er meint es nicht alleine zu schaffen gibt es professionelle Hilfe. Die Leute sind dort neutral. Das ist ein Unterschied!

    Es ist tatsächlich so. Du kannst nur dein Leben leben, nicht seines auch noch. Hast du denn am Wochenende etwas Schönes für dich vor?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Sinneswandel,

    zuerst mal willkommen im Forum :) .

    Puh, das ist ja eine Masse, auf der du rum kaust.
    Ich finde, du bist dir sehr im Klaren, dass du ihm nicht helfen kannst. Er muss selbst mit seiner Sucht klar kommen. Du hast ihm deine Hand gereicht, er hat sie nicht angenommen. Und ja, es ist ja so, da kannst du nichts machen. Er hat sich entschieden.

    Dabei manipuliert er dich ganz schön, finde ich. Er will dich warm halten, falls er sich mal anders besinnt. Er will dich jetzt schützen. Hört sich erst mal gut an, "er meint es gut mit dir", aber irgendwie stößt mir das auf.

    Du weißt ja selbst am Besten, was dir gut tut, dazu brauchst du nicht seine Erlaubnis oder Gnade. Ich finde, du weißt sehr gut über deine Dinge Bescheid.

    Sicher tut es erst mal weh. Seine Ablehnung deiner Hilfe und dann das Beenden der Beziehung. Aber ehrlich, was besseres kann dir ja nicht passieren. Ich würde an deiner Stelle mein Leben neu sortieren und gut einrichten. Und zwar ohne dauernd an ihn zu denken oder auf ihn zu warten, wann er dir denn die "Gnade" erweist. Das hast du doch nicht nötig. Er ist erwachsen, er hat sich für die Sucht entschieden und jut is.

    Und nun entscheidest du dich für dich und für ein Leben in Zufriedenheit und Selbstbestimmung.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Ach was, liebe Linde,

    du hattest Sauerkraut und das ist seeeehr gesund und kalorienarm.

    Wir hatten Mostrich-Eier. Zur Information, Mostrich=Senf auf berlinerisch.
    Ich mache das immer ein wenig wie Ragout.
    Na ja, Mehlschwitze ist die Soßengrundlage. Da braucht man schon Fett... aber in der Soße sind dann noch hartgekochte Eier, kalorienarmer Spargel und Champignons (aus der Dose) und der Mostrich hilft bei der Fettverbrennung.

    Oder nicht :roll:8):lol:

    Aurora

    Liebe Catrin,

    guten Tag in unserer Selbsthilfegruppe! Schön, dass du da bist!

    Das, was du schreibst, habe ich schon sehr, sehr oft hier gelesen, ich selbst habe es auch viele Jahre so gemacht und gedacht.

    Ich weiß daher, wie schwer es ist, da in die Handlung zu kommen. Aber es wird dir nichts anderes übrig bleiben...

    Zitat

    Ich fühle mich abhängig und mich belastet es sehr.

    Das sagt doch sehr viel aus. Was meinst du, ist das ein Leben, wie du es dir wünschst? Die nächsten 30, 40, 50 Jahre? Ich weiß, wie sich die Angst anfühlt, die Angst vor finanziellen Dingen, die Angst, es nicht alleine zu schaffen, die Angst, den Kindern den Vater, das Zuhause zu nehmen...

    Es ist gut, dass du dir hier Hilfe suchst. Denkanstöße möchtest.

    Diese Angst um alles hat mich damals gelähmt, sie hat mich in einer Ehe fest gehalten. Mehr als 20 Jahre lang, in denen mein Exmann immer tiefer in die Sucht rutschte. Und ich immer unglücklicher und überforderter und schlussendlich krank wurde. Mal ganz zu schweigen von den Kindern. Als meine Kinder so klein waren ging es noch mit der Sauferei vom Ex. Aber es wurde immer schlimmer und speziell mein Sohn hat dann als junger Mann da sehr viel mitmachen müssen :( .

    Kinder und suchtkranke Eltern - das ist keine gute Lebensgrundlage. Auch wenn der Vater "nett" ist, wenn er nüchtern ist.

    Zitat

    Ich rede auch nur von Trennung, gehen will ich aber nicht.

    Das ist nicht so gut. Wenn du Androhungen machst ohne Konsequenzen nimmt dein Mann dich nicht mehr ernst.

    Vielleicht gibt es die Möglichkeit, andere Beratungsstellen zu suchen. Also keine Suchtberatung sondern Lebensberatung. Wo du erfahren kannst, welche finanziellen Möglichkeiten es zum Beispiel für dich und die Kinder gibt. Informationen machen sicherer!

    Ich wünsche dir, dass du da in's Handeln kommen kannst. Für dich und deine Kinder.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe eklissee,

    Zitat

    Im Grunde finde ich das gut, dass ich mich nach wirklicher Ruhe für mich sehne. Es gab Zeiten, da sehnte ich mich danach und konnte sie dennoch nicht aushalten.

    Ja, das kenne ich gut. Es ist schon ein Lernprozess, sich seine Ruheoasen zu nehmen und dann auch wirklich genießen zu können! Ich stecke noch mitten im Lernprozess, es gelingt mir immer öfter, mir Ruheoasen zu nehmen und auch zu genießen.

    Schön, dass du gut im neuen Jahr gelandet bist.

    Ach ja und wenn du auf dem Seminar

    Zitat

    Vielleicht lerne ich da aus einer Stunde drei zu machen


    das gelernt hast, sag Bescheid, das würde mich auch mal interessieren :lol::wink:

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Medialuna,

    ich finde das, was der Bruder sagt, sehr vernünftig. Also wenn er wieder mit Selbstmord droht, dann rufe bei der Polizei an! Damit bist du auf der ganz sicheren Seite. Und wenn er nur eine leere Drohung abgelassen hat, wird er dadurch auch einen Denkzettel erhalten. Und merken, dass du dich nicht erpressen lässt.

    Wenn du nichts machst, wenn du nur noch Angst hast, wenn es in deinem Kopf hin und her geht, dann schränkst du dich und deine Freiheit und dein Leben massiv ein.

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Grethe,

    warum denkst du ein hoffnungsloser Fall zu sein? Denn das bist du nicht, höchstens, du machst dich dazu :wink: !

    In einer abhängigen Beziehung zu sein ist sehr, sehr schwierig. Es gibt viele Faktoren, wie es dazu kommen kann. Dafür ist eine Therapie echt auch gut geeignet, das mal zu durchleuchten. Aber auch ein guter Austausch hier in der Gruppe ist sehr gut dazu.

    Es wird immer auf die Emotionen gedrückt. Dein Partner macht das auch und verunsichert dich damit einmal mehr. Dabei kann es durchaus sein, dass er es in diesen Momenten auch ernst meint. Aber Sucht ist gemein und gibt ihn nicht so schnell frei... Er drückt da gewissermaßen bei dir genau die Knöpfe, die dich zum Funktionieren bringen.

    Und schon geht der Suchttanz wieder los...
    Er versichert dir, dass er dich liebt - und du möchtest so gerne geliebt werden.
    Er weint und macht sich klein - sofort fühlst du dich verantwortlich, er tut dir leid, du willst ihn beschützen und ihn retten.
    Er macht dir genau die Versprechen, die du hören möchtest - und damit gibt er dir und deinen Wünschen neue Hoffnung auf bessere Zeiten.

    Er bedient genau deine Muster, genau so wie du seine bedienst. Und das schweißt auch irgendwie zusammen... Er gibt dir das Gefühl, wertvoll für ihn zu sein, wichtig, unabkömmlich. Denn er braucht dich sicher auch irgendwie. Er ist ja auch ein Mensch mit Mustern und Bedürfnissen und guten Seiten. Nur weil er abhängig vom Stoff ist ist er ja keine Bestie.

    Und du passt da genau hinein, weil durch sein Verhalten eben auch deine Dinge bedient werden. Gerne zu helfen, über alle Maßen, immer für andere Leute da zu sein wollen, immer verständnisvoll zu sein und eigene Bedürfnisse hinten an zu stellen, unsicher mit den eigenen Wahrnehmungen zu sein, andere für wichtiger zu sehen, immer nach außen einen guten Eindruck machen zu wollen, Angst vor Entscheidungen zu haben (sie könnten falsch sein, verletzen...) usw.

    Zitat

    So. Alles von der Seele geschrieben. Ich weiß es ging nicht viel um mich dieses mal. Aber eigentlich geht es die ganze Zeit um mich. Trenne ich mich, oder gebe ich noch eine Chance? Mache ich mir etwas vor, oder gibt es noch Hoffnung.
    Eine Beziehung sollte so nicht sein.
    Ich bin froh, wenn im Januar meine Therapie weitergeht.
    Denkt nicht so schlecht von mir, ich versuche nur, alles richtig zu machen, nicht zu früh aufzugeben, aber auch nicht hoffnungslos zu kämpfen.

    Ich finde es gut, dass du dir das alles von der Seele geschrieben hast!
    Es steht alles in diesem letzten Absatz... eine Beziehung sollte so nicht sein. Und ich denke ganz bestimmt nicht schlecht von dir! Denn ich kann 100 % nachvollziehen, was in dir vorgeht und wie schwer es ist, aus solchen Abhängigkeiten heraus zu kommen. Aber es ist nicht unmöglich! Im Gegenteil, wenn es erst mal in's Rollen gekommen ist, wird das immer schneller...

    Liebe Grüße und einen guten Jahreswechsel auch für dich
    Aurora

    Hallo Sophie,

    ja, ich kann dich wirklich absolut gut verstehen. Denn ich stand mal ganz genau so da wie du jetzt!

    Mein Weg ist weiter gegangen all die Jahre, auf meine Art. Wie es bei dir weitergehen kann, weiß ich nicht. Du selbst bist ja auch noch völlig unsicher. Und auch das kann ich gut verstehen. Diese Unsicherheit. Ich habe mich damals so entschieden, wie ich das für richtig und gut hielt, ich habe mich so entschieden, wie ich das zu diesem Zeitpunkt konnte.

    Heute weiß ich, dass dieser Entschluss nicht so wirklich gut war :( , ich trage noch heute teilweise die Konsequenzen dafür. Aber gut, das ist einfach so. Ich habe so gehandelt damals, wie ich das für gut und richtig dachte, wie ich das auch aus meiner Persönlichkeit heraus konnte.

    Ob dein Mann nun kontrolliert trinken kann oder nicht kann niemand wissen. Nur er selbst. Es ist nur so, wenn er tatsächlich alkoholabhängig ist (was ich hier nicht beurteilen kann), wird er es nicht können! Das geht einfach nicht bei dieser Krankheit. Es ist ein Teil der Krankheit Alkoholismus, Sucht, dass es eben nicht kontrolliert geht.

    Zitat

    Wie lange dauert es bis man eine Entscheidung für sich trifft?

    Das hängt von jedem selbst ab. Bei mir hat es ca. 20 Jahre gedauert...
    Ich hatte aber auch niemanden, mit dem ich ernsthaft über alles hätte reden können. Du hast zumindest schon hier unsere SHG! Erfahrungen von Menschen, die den Weg schon gegangen sind sind unbezahlbar!

    Inzwischen ist das Thema "Alkoholismus, Sucht" doch schon nicht mehr ganz so tabu wie es mal war. Wie es bei mir damals war. Da gab es so viele Alkoholiker in meiner Familie und auch in der Familie meines Exmannes, aber das wurde nicht gesehen und konnte nicht gesehen werden. Zum Glück wird die Gesellschaft da schon etwas offener. Hab ich so das Gefühl. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich dafür offener bin.

    Denn hätte mir damals einer gesagt, dein Mann ist Alkoholiker, dann hätte ich schon auch so :shock: geguckt und das vehement bestritten. Denn ich wollte es ja selbst nicht glauben. Ich wollte meinen Traum von heiler Welt weiter leben... und ja, er hatte ja auch seine guten Seiten...

    Sortier mal für dich in Ruhe weiter. Das ist schon mal eine gute Sache! Und dann vertraue einfach mal auch deinen Gefühlen, auch den schlechten. Du wärst nicht hier, wenn du nicht massiv ein Problem hättest, oder?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Sophie,

    erst mal herzlich willkommen hier.

    Zitat

    Ich habe ihn damals mit dem Verdacht auf ein Alkoholproblem kennen gelernt, da habe ich noch gedacht ich bin sooo toll und wegen mir bekommt er es in den Griff, lächerlich nicht wahr?

    Nein, das ist nicht lächerlich! Ich hab es damals genau so gedacht. Das ist eben das, was viele Coabhängige ausmacht, dieses Gefühl, helfen zu können, mit Liebe heilen zu können.

    Natürlich dreht sich noch alles um ihn, das ist erst mal so. Er ist in deinen Gedanken, in deinen Handlungen, überall. Zu erkennen, dass die Träume und Vorstellungen von dieser Partnerschaft zerplatzen ist ja auch nicht gerade leicht...

    Da versuchst du, redest Dinge schön, überlegst dir Hilfestellungen und ob du was falsch gemacht hast, falsch bist. Da ist auch immer noch viel Gefühl für ihn. Gutes Gefühl, Liebe. Und dann eben auch die Angst, dass alles den Bach runter gehen könnte.

    Komm mal in Ruhe hier an und schreib dir alles von der Seele.

    Liebe Grüße
    Aurora