Beiträge von Aurora

    Hallo,

    liebe Freya, ich hoffe, dir geht es inzwischen weiterhin so gut. Ich genieße den Frühling und hoffe, dass du es auch machst.
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    Inzwischen waren wir auch einige Tage auf Rügen, Dante hatte Urlaub und wir haben uns noch mal eine Auszeit genommen. Das hat mir unheimlich gut getan.

    Ich warte nun noch immer darauf, dass sich bezüglich meines Rentenantrages mal was bewegt. Es bewegt sich ja auch was, aber eher von der Krankenkasse, die mich noch mal in eine Reha schicken will. Hm, na gut, warte ich's mal ab.

    Nächstes Wochenende kommt Besuch in meine Stadt :D , die sunshine fliegt ein mitsamt Mann :D . Hoffentlich bringt sie auch sunshine mit, denn hier soll es am Wochenende noch mal Richtung Winterwetter gehen :? . Wir haben uns ewig nicht gesehen und ich freu mich darauf. Das sind so die Highlights im Hause Aurora.

    Das beste Highlight an diesem Wochenende ich heute das Frühlingsfest in der Schule unserer Enkelin. Da gehen wir gerne hin :D !

    Ein schönes Wochenende allen, die hier vorbei sausen
    Aurora

    Liebes wildes Blümchen,

    wie geht es dir denn so? Ich habe schon öfter an dich gedacht.

    Das Buch über die Trauer habe ich ausgelesen. Immer Stück für Stück. Und es ist ein tolles Buch. Es hat mir sehr geholfen, neue Richtungen in mir zu finden. Dinge zu erkennen und zu sortieren. Ich danke dir nochmal sehr für dieses Buchtipp.

    Ein schönes Wochenende und mach doch mal "piep"
    Aurora

    Hallo,

    Ostern ist fast rum und die Zeitumstellung habe ich auch geschafft. Obwohl ich immer brauche, bis es in meinem Biorhythmus angekommen ist :? .

    Ich hatte ein gutes Ostern. In meiner Urfamilie fand nichts weiter statt. Ich war schon auch ein wenig traurig darüber. Früher waren wir immer zusammen. Meine Eltern haben das immer gemacht. Nun sind sie in einem Alter, wo sie das nicht mehr können. Ich habe auch immer sehr viel gemacht oder auch bei solchen Festen meiner Mutter geholfen. Ich mach das ja nun auch schon lange nicht mehr. Leider fühlt sich nun keiner von meinen Geschwistern oder so in der Lage, was zu machen. Schade.

    Also waren die Eltern einen Tag bei meinem Bruder x, meine Schwägerin hatte Geburtstag. Da war das ein Abwasch. Es gab keine Feier oder so für alle anderen. Auch ok so. Dann waren sie einen Tag bei Bruder y, auch gut. Und ich bin ja eh sehr oft bei meinen Eltern, da ich ja um die Ecke wohne...

    Also haben Dante und ich kurzentschlossen beschlossen, einen Kurzurlaub zu machen :D . Wir haben unsere liebe Freundin Morgenrot besucht. Wo sie wohnt ist es so schön und die Gelegenheit, sie zu treffen ist immer toll. Wir hatten eine wunderbare Zeit! Von Freitag bis gestern. Das war zwar kurz, aber so intensiv, dass es sich richtig gut anfühlt.

    Solche Sachen waren früher mit meinem Exmann nicht möglich. Da hatte seine Sucht die Oberhand und er konnte so kurzfristig keine Dinge machen. Und ich hab mich gegrämt und einsam gefühlt und ihm die Schuld dafür gegeben. Dass wir nichts Schönes planen konnten, weil das Saufen wichtiger war.

    Ganz ehrlich, da habe ich ihm ganz schön was von meiner Eigenverantwortung aufgedrückt, mein Befinden von ihm abhängig gemacht. Schön doof... :? . Ich konnte es nicht anders, lange Zeit. Es war einfacher im eigenen Leid starr zu verharren, ihm die Schuld dafür aufzudrücken und meine Energie darin zu verpulvern, ihn zu bewachen und zu kontrollieren, was eh sinnlos war. Ich hätte meine Kraft lieber für mich selbst gebrauchen sollen. Um mir mein Leben schön zu machen.

    Aber so war das. Irgendwann konnte ich zum Glück aus meiner Starre erwachen und los gehen. Und heute bin ich froh darüber und genieße, was mir mein Leben bietet. Trotz aller Schicksalsschläge, die mich inzwischen getroffen haben...

    Demnächst wird es 9 Jahre her sein, dass ich mich endlich entschließen konnte, loszulegen. Mit dem Leben. Meene Jüte, wie die Zeit vergeht. :shock: .

    Aurora

    Hallo verzweifelt,

    ich habe in einem anderen Fädchen von dir gelesen, da hast du was gepostet. Magst du dich mal hier in deinem eigenen Fädchen melden und erzählen, wie es dir so ergangen ist und wie es dir jetzt geht?

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Wildflower,

    du schreibst

    Zitat

    Bis bald mal wieder


    Das hört sich so an, als würdest du jetzt länger nicht hier her kommen. Das finde ich schade.

    Schmerz, alte Muster, Rückschritte, das sind alles Dinge, die einfach dazu gehören. Es ist dieses "in ein Loch fallen". Ich glaube, das kennen viele hier, ich kenne es jedenfalls.

    Lass dich nicht davon entmutigen. Niemand ist perfekt und Fehler sind menschlich. Und alte Muster sind hartnäckig. Na klar musst du die Konsequenzen nun davon aushalten. Aber das wirst du! Du fängst nie wieder bei "Null" an, denn du bist schon ein gutes Stück weit gegangen auf deinem neuen Weg.

    Es ist völlig ok zu heulen, in Selbstmitleid zu schwelgen und dich schwach zu fühlen. Denn du weißt ja, dass es dann auch wieder anders wird.

    Lass dich einfach mal in den Arm nehmen.

    Aurora

    Hallo und herzlich willkommen Chuck,

    ob nun Co oder nicht, du bist in einer Beziehung, die dir nicht gut tut, in der es Gewalt gibt und Unglück. Es gibt Versprechen, die gebrochen werden, Hoffnung, die zerplatzt. Es gibt Verantwortungsgefühle und Schuldzuweisungen.

    Zitat

    ICh bin trotzdem der Meinung, dass er mein Leben kaputt gemacht hat, obwohl es ja trotzdem an mir liegt glücklich zu sein.

    Ja, vielleicht hat er dein Leben kaputt gemacht. Aber das konnte er ja nur, weil du es zugelassen hast! Es gibt keine Schuld in dem Sinne, es gibt 2 Seiten. Du hast immer die Möglichkeit was zu ändern, was dir nicht gut tut.

    Zitat

    Gehört zum Glücklichsein nicht auch eine wohltuende Beziehung/PArtnerschaft?

    Ja, auf alle Fälle ist eine wohltuende Beziehung eine Bereicherung für das Leben. Aber du hast ja gerade keine wohltuende Beziehung. Und mit einem aktiv Suchtmittelabhängigen wirst du das auch nicht haben können. Der Abhängige ist einfach nicht in der Lage dazu, seine Prioritäten sind verschoben. An erster Stelle wird da immer die Befriedigung der Sucht stehen. Das ist einfach so.

    Zitat

    Der Kleine ist leider Gottes sehr auf seinen Papa fixiert. Er wendet sich sogar teilweise von mir ab. Mit Papa ist immer alles so lustig und der erlaubt alles. Ich bin der Buhmann, weil ich immer nur streng bin und mit Papa streite, wenn es doch grad so lustig ist. Ich wünschte, er würde verstehen, warum wir gehen werden, aber er tut es nicht. Er kann mit diesem Thema noch nichts anfangen. Das schmerzt. ICh werde die Böse sein, wenn wir ausziehen. Alles weg. Der große GArten, das Haus- und die Mama ist schuld.... Traurig

    Oh weia, nun aber ist mal gut. Hör mal auf, dich in diese Schuldrolle rein zu wühlen. Das ist überhaupt nicht notwendig! Das zieht dich runter, mehr nicht. Und das gibt dir ein Argument, warum du eigentlich nicht gehen kannst. Es macht dich zum Opfer. Das hast du nicht nötig.

    Opfer - Täter - Schuld - falsche Verantwortung - Aufopferung - Macht - Starre - Unbeweglichkeit...

    Wert - Wertlosigkeit - Selbstvertrauen - Selbstbewusstsein - Selbstliebe - Eigenverantwortung...

    Das sind so einige Begriffe, die mir gerade durch den Kopf gehen. Glaub mir, ich will dich nicht angreifen oder so. Ich möchte dir nur etwas Denkstoff geben. Ich habe selbst lange genug in solchen Mustern gelebt.

    Dein Sohn ist noch klein. Ich weiß nicht genau, wie alt er ist, 2 Jahre oder so? Er wird untergründig genug mit bekommen. Kinder haben Sensoren, Antennen, die sind so fein, dass sie Strömungen aufnehmen können, die du selbst gar nicht merkst. Sie wollen, dass ihre Eltern zusammen bleiben. Sie fühlen sich schnell schuldig daran, dass die Eltern streiten. Sie versuchen, Harmonie herzustellen. Begreifen nicht, was da schief läuft.

    Sicher wird er sein Zuhause vermissen, der Kleine. Andererseits wird er aber genießen, dass seine Mama endlich wieder mehr und mehr entspannt ist. Und seinen Vater kann er doch auch treffen, es gibt da viele Möglichkeiten. Meinst du es ist ein gutes und gesundes Milieu, in dem dein Kind gut behütet, gefördert, geliebt und geschützt aufwachsen kann? Mit einem Vater, der in seiner Sucht feststeckt und einer Mutter, die sich opfert?

    Es ist schwierig, alles ist schwierig. Ich habe ca. 25 Jahre in einer solchen Beziehung festgesteckt. Mit 2 Kindern. Das hat mich Energie gekostet wie verrückt und mir eine Menge Lebensfreude genommen. Mein Exmann war nicht von Anfang an abhängig, aber er wurde es im Laufe der Jahre. Das war nicht wirklich immer super für meine Kinder.

    Als ich mich endlich trennen konnte waren sie erwachsen. Was habe ich ihnen da zugemutet, Jahr für Jahr. Ich hatte sehr große Schuldgefühle deshalb.

    Eine Trennung ist nicht einfach, je länger du in der Beziehung bist, um so schwieriger kann das sein. Es geht Schritt für Schritt da raus, ich habe lange Zeit dafür gebraucht. Ich hatte Angst, Angst vor dem Alleinesein, Angst, einen Fehler zu machen. Angst vor der Zukunft, vor finanziellen Einbußen und so weiter. Als ich mir diese Angst eingestehen konnte, wurde es einfacher. Denn dann konnte ich Schritt für Schritt Dinge klären. Finanzielle Dinge zum Beispiel. Ich habe gemerkt, wie entspannend und ruhig es war, alleine zu leben, ohne diesen Horror von Suff und Angst und so.

    Ich habe erkannt, was ich mir wert bin. Dass ich meine mir bleibende Lebenszeit glücklich leben möchte. Dass ich ein Recht dazu habe. Jeder hat das Recht darauf!

    Ich wünsche dir eine gute Zeit bei deinen Eltern. Und Mut, Schritt für Schritt deine Dinge zu klären und einen Weg zu beginnen.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    es geht mir so weit ganz gut.
    Das Arbeitsleben liegt hinter mir, obwohl ich gerade erst wieder einen blöden Traum darüber hatte :? .

    Von Mittwoch Nachmittag bis heute Vormittag hatten wir unsere Enkelin hier und das macht immer viel Spaß. Jetzt bin ich aber auch schon wieder ziemlich k.o., denn anstrengend ist es auch.

    Ich wünsche allen hier ein schönes Osterfest
    Aurora

    Liebe M.,

    ach das ist doch schön, wenn du quatschst und quatschst :lol: , ich finde es jedenfalls interessant, was du so schreibst.

    Dass du deiner Freundin auch eine Grenze setzen konntest, dass du dir nicht mehr unbedingt Dinge antust, die du nicht magst, ist ein riesiger Fortschritt! Mit deinen Veränderungen verändern sich ja auch die Beziehungen, die du hast. Und manche Beziehung kann da auch auf der Strecke bleiben. Das ist einfach so und ich finde das nicht schlimm. Das war bei mir auch so.

    Diese Beziehungen haben lange Zeit einen bestimmten Zweck gedient, ich brauchte sie und sie brauchten mich. Aber mit den Veränderungen wurden sie mir nutzlos. Das hört sich jetzt gemein an und blöd, aber ich kann es nicht besser ausdrücken, wie ich es meine. Diese Beziehungen gingen auch nie sehr tief.

    Ich habe aber zum Beispiel eine Freundin, die kenne ich seit fast 40 Jahren. Sie diente auch mal einem Zweck in gewisser Weise. Sie war alles das, was ich gerne gewesen wäre. Mutig, selbstbewusst, auf gesunde Art egoistisch. Deutlich und klar und konsequent.

    Ich bin jetzt ein Stück weit wie sie, auf andere Art habe ich sie sogar überholt. Und doch sind wir noch sehr befreundet, weil ich ihr wichtig war und bin und sie mit meinen Veränderungen gut klar kommt. Mich unterstützt. Und sie ist mir auch sehr wichtig. Unsere Freundschaft hat jetzt eine ganz andere Qualität, denn wir stehen uns auf Augenhöhe gegenüber.

    Mir geht es ganz gut. Meistens. Wenn ich genügen Ruhepausen für mich und meine Dinge einplane. Das funktioniert immer besser. Mit dem Arbeitsleben habe ich abgeschlossen, von der Rentenversicherung aber leider nichts gehört bisher. Das Buch habe ich zur Hälfte gelesen und ich finde es sehr spannend.

    Ich erkenne mich in vielem wieder dort und es hilft mir, diese Sicht der Dinge dort zu lesen. Ich lese immer nur ein wenig, denn es arbeitet dann auch immer sehr in mir. Das ist toll!

    Ich wünsche dir ein schönes Osterfest
    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Julchen,

    ich freue mich immer, von dir zu hören.

    Warum sollst du deinen Kindern was mitteilen, was deinen Ex betrifft? Kann er das nicht selbst?

    Das mit der Belastbarkeit ist schon so ein Ding. Erst mal hat das Leben mit dem nassen Alkoholiker sehr viel Energie aufgebraucht, auch dieses Sorgen um alle anderen, nur nicht um dich selbst. Und selbst wirst du ja auch nicht jünger. Da kommt alles zusammen. Ich hoffe, dass du nicht nur aushältst, also deine Arbeit mit zusammengebissenen Zähnen machst... Und eigentlich deine Grenze schon weit überschritten hast. Denn so war das bei mir und das war nicht gut...

    Meine Eltern bauen auch gerade rapide ab. Sie haben das Alter, wo man damit rechnen muss, dass viele Dinge weniger werden, nicht mehr funktionieren. Da ich um die Ecke von ihnen wohne, fühle ich mich auch verantwortlich. Das tut mir auch nicht immer gut und ich bin dabei, meine Brüder mit einzuspannen. Die Verantwortung aufzuteilen. Funktioniert so langsam ganz gut. Hast du diese Möglichkeit auch?

    Ängste vor der Zukunft können dich ganz schön auffressen, lähmen. Ich weiß, wovon ich rede. Du darfst ja diesen Ängsten ihren Platz geben, denn sie gehen nicht so einfach weg. Aber du darfst dich nicht beherrschen lassen. Lebe den Tag, jeden einzelnen, denn das ist das, was du tun kannst. Die Zukunft kannst du nur bedingt beeinflussen, wenn überhaupt. Aber dein Heute, das kannst du gestalten.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag heute.

    Ich wünsche dir trotz deiner Sorgen und Ängste ein gutes Osterfest.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Amethysta,

    herzlich willkommen im Forum.

    Ich wusste damals auch nicht, was mir gut tut. Das fand ich irgendwie schlimm.

    Ich hatte mich so viele Jahre mit meinen Bedürfnissen immer als letzte gestellt, dass ich sie gar nicht mehr wirklich spüren konnte. Immer drehte sich alles nur um andere, zuallererst darum, wie ich meinen Exmann vom Trinken abhalten könnte.

    Ich hab mit ganz kleinen Dingen auch angefangen. Zum Beispiel indem ich mir meine Lieblingsmusik auf meinen MP3-Player gemacht habe. Und gehört habe. Alles so ganz winzige Dinge.

    Aber das ist ja auch ein Anfang! Auch wenn du jetzt deine Lieblingsserie im Fernsehen anschaust. Damit tust du schon was für dich. Und es werden dir mehr und mehr Sachen wieder einfallen.

    Zitat

    Ich bin aber auch traurig weil wir uns eine so schöne gemeinsame Zukunft ausgemalt haben und ich mir eine Zukunft ohne xy einfach nicht vorstellen möchte, aber auch Angst habe vor der Zukunft.

    Ich kann gut verstehen, dass du traurig bist darüber. Da zerplatzt ja doch ein Lebenstraum und das tut einfach mal weh. Du möchtest dir eine Zukunft ohne xy nicht vorstellen? OK. Und wie kann eine Zukunft mit xy sein?

    Niemand kann in die Zukunft sehen, das ist schon klar. Aber du kannst heute Grundsteine dazu legen. Einen Weg aussuchen. Niemand kann sagen, ob und wann und ob überhaupt xy mal trocken wird. Heute ist xy jedenfalls nass. Und du bist damit alles andere als glücklich, verständlicherweise.

    Wie eine Zukunft mit einer/m xy aussieht, der/die säuft ist ganz klar. Der Weg eines nassen Alkoholikers ist immer gleich. Da geht es nur abwärts. Und alle Angehörigen, die sich nicht distanzieren wollen oder können gehen mit unter.

    Du hast Angst vor der Zukunft. Kannst du sagen, wovor du da Angst hast?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    auch von mir eine kurze Meldung :wink: .

    Es geht mir ganz gut zur Zeit. Ich beginne, mich zu stabilisieren, das ist echt ein gutes Gefühl. Mal sehen, ich genieße jeden einzelnen Tag, was morgen ist, weiß ich ja nicht...

    Oder doch, ich weiß es... morgen gehe ich zum Qi Gong. Das habe ich nun für mich begonnen und das tut mir echt gut. Ich erobere mir meine Zeit zurück, Zeit für mich. Das ist so wichtig!

    Und ja, zum 100ten Mal, es war die beste Entscheidung, dieses Leben mit dem Exmann zu beenden. Auch wenn es ein zäher Weg war zum Teil, es hat sich jeder Zentimeter gelohnt! Es gab viele Rückschläge für mich auf diesem Weg und meine Persönlichkeit wird immer eher die einer Frau sein, die zur Co-Abhängigkeit neigt. Darum passe ich ganz gut auf. Und das funktioniert nun auch immer besser.

    Und auch zum 100ten Mal :wink: , ich lebe nun ja auch in einer Beziehung, die von Liebe geprägt ist und Augenhöhe und nicht vom Suff.

    Ich kann's bloß immer wieder empfehlen, der erste Schritt lohnt sich, auch wenn er schwer fällt. Und der nächste Schritt lohnt sich noch mehr. Und daraus wird dann ein Weg...

    Aurora

    Hallo marielou,

    erst mal gut, dass du dich hier wieder gemeldet hast!
    Denn hier geht es um dich und deine Gefühle, um dein Leben. So, wie JUF das auch schreibt.

    Ja, ich kenne dieses Gefühlsdurcheinander sehr gut. Und leider war es immer so dann, dass ich meinen eigenen Gefühlen nicht mehr getraut habe. Mein Exmann hat mir ähnliche Dinge erzählt wie deiner. Was die Leute bei der Suchtberatung erzählt haben, weißt du ja nicht. Und du weißt auch nicht, was er dort erzählt hat... Und kontrolliertes Trinken klappt niemals bei einem Alkoholiker. Siehst du ja selbst an deinem Mann...

    Ich kenne solche Aussagen eben auch von meinem Ex. Und dann auch diese Trinkpausen, in denen die Ruhe sozusagen wieder hergestellt wird. Bis es dann weiter geht. Ja, ich wurde dann immer beruhigter, zweifelte immer mehr an mir und meinen Wahrnehmungen, dachte, vielleicht ist er ja doch nicht abhängig... Es war dann eine Zeit in der ich dachte, nun kann doch alles einigermaßen gut gehen. Ja, und dann ging es wieder los :( . Das war dann für mich jedes Mal ein Schlag in den Magen. Ein Gefühlsdurcheinander, Wut, Traurigkeit, ein Gefühl von: der vera.rscht mich doch bloß.

    Du übertreibst nicht! Warum denn? Geht es dir nun gut oder nicht?
    Und ganz ehrlich, weißt du, wie viel dein Mann trinkt? Die Mengen steigern sich ja auch im Laufe der Zeit. Soviel dazu.

    Und schlussendlich noch mal: es geht dir schlecht damit. Und das ist das, was zählt! Deine Gefühle sind deine Gefühle sind deine Gefühle. Und die haben eine Berechtigung!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Cielo,

    ja, diese Rädchen im Kopf können sehr anstrengend sein.

    Mein Therapeut hat mir da mal einen Tipp gegeben, wie ich versuchen kann, das abzustellen.

    Habe ich solche Gedankenspiralen kann ich mir sagen: "Stopp jetzt da oben. Ich habe jetzt lange nachgedacht und bin erst mal zu keinem Ergebnis gekommen. Jetzt leg ich die Gedanken mal beiseite und hole sie später wieder hervor. Jetzt ist Zeit für was anderes." Oder so in der Art geht das. Klappt mal und mal nicht bei mir. Vielleicht magst du das mal versuchen.

    Denn die Rädchen da oben drehen sich, ganz klar. Aber eine Spontanlösung wird es nicht geben. Das geht nur Schritt für Schritt. Also mach dir nicht noch extra Druck, wenn nicht gleich alles klappt. Oder du Schuldgefühle hast, weil du diese Dinge so lange mitgemacht hast. Das, was war, kannst du nun eh nicht mehr ändern. Nur das, was jetzt wird. Und das geht eben nach und nach.

    Liebe Grüße
    Aurora