Beiträge von Aurora

    Liebe Syrinx,

    du schreibst

    Zitat

    Ich hatte überlegt eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, bin aber davon wieder abgekommen.

    Und weißt du was? Du bist ja hier in einer Selbsthilfegruppe. Auch wenn es online ist und wir uns nicht gegenüber sitzen!

    Auch wenn ich bisher bei dir nichts geschrieben habe, lese ich regelmäßig mit. Und du hast hier schon eine Menge an Unterstützung für deine Selbsthilfe erfahren. Und was toll ist, du nimmst das auch an und machst für dich was daraus. Vielleicht mit Umwegen, aber das ist ja egal. Du machst was.

    Und das ist das, was wirklich wichtig ist!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Julchen,

    jetzt freu ich mich ja, mal wieder etwas von dir zu hören :D .

    Das tut mir leid mit der Arbeit. Und erschreckt mich auch immer wieder, wenn ich so was höre. Bzw. hier lese ich das ja :wink: . Es ging mir ja ähnlich, nur dass ich ja im Einzelhandel gearbeitet habe. Für wenig Geld wird da ein Einsatz verlangt, der quasi gar nicht möglich ist. Die Arbeit an sich kann Spaß machen, aber durch das Drumherum wird es eher zur Belastung. Immer weniger Leute sollen immer mehr machen... Wenn ich denke, ich habe mit 20 Stunden die Woche angefangen in diesem Bioladen 2013. Und hatte nach 2 oder 3 Monaten über 80 Überstunden :shock: . Das ist doch irgendwie nicht normal... Ich habe dann meine Arbeitszeit auf 24 Stunden schon mal erhöht, also 3 Mal in der Woche 8 Stunden. Die Überstunden wurden dadurch aber kaum weniger. Und 8 Stunden waren sehr oft 9 oder 10. Pause? Ach was...

    Das ist so schade, denn die, die ich in meinem Arbeitsumfeld kannte, hatten irgendwann ihre Motivation und Lust verloren... Sie schafften halt nur noch. Ich ja auch...

    Ich finde es gut, dass du dich nun hast aus dem Verkehr ziehen lassen. Ganz ehrlich, der Tod einer so nahen Angehörigen, deiner Schwester, geht ja nicht so einfach an dir vorbei. Trauer kostet auch Energie. Und braucht auch Zeit. Ich weiß leider nur zu gut, wovon ich da schreibe :( .

    Aber du hast auch Recht! Würdest du noch in der Co-Abhängigkeit drinnen hängen hättest du noch viel mehr an Schmerz und so. Es ist gut, dass du auch das Schöne sehen kannst!

    Deine Schwester wird dir immer fehlen. Solche Lücken lassen sich nicht schließen. Aber es kommt ja auch die Zeit des Erinnerns an die vielen schönen Momente. An die Dankbarkeit, gemeinsame Lebenszeit gehabt zu haben. Meine Trauer ist auch inzwischen ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Die schönen Erinnerungen machen mich lächeln oder lachen. Kommt der Schmerz, kann ich weinen. All das zulassen und trotzdem Freude am Leben zu haben ist nicht immer einfach. Aber es ist das Beste, was wir aus diesem Schicksal machen können. Das Beste für uns! Denn wir sind ja noch da.

    Eine liebe Umarmung
    Aurora

    Hallo,

    liebe Julchen, zu allererst mein aufrichtiges Beileid zum Tod deiner Schwester :cry: . Das tut mir sehr leid.

    Ich freue mich gerade ganz dolle, dass du dich gemeldet hast! Ja, diese alten Co-Muster sind echt hartnäckig, leider. Zu lange haben wir auch darin gelebt, ich glaube, das wird immer auch in uns sein. Deshalb ist eben auch wichtig, mit sich achtsam zu sein! Ich würde mich freuen, mehr von dir zu hören. Was macht deine berufliche Laufbahn? Geht es den Kindern gut? Ach Julchen, lass dich mal knuddeln :D . Und kannst du trauern? In diesen Zeiten ist es besonders schmerzlich...
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    Ja, die alten blöden Co-Muster :? . Nun hatte ich 2 Mal hintereinander telefonischen Kontakt mit dem Exmann. Und der Schwiegersohn hat den Kontakt zum Exmann erst mal auf Eis gelegt und mein Sohn hat es auch sehr reduziert. Ich meine, wenn jemand dauerbesoffen ist, ist es auch sinnlos, Kontakt zu pflegen.

    So und nun? Nun wurde ich nach dem letzten Telefonat mit dem Ex letzte Woche von einem bösen Albtraum heimgesucht. Ich habe eh viele Albträume, schon lange, aber der war so richtig passend, gewissermaßen. :( . Ich habe geträumt, dass Dante, also mein Mann, wieder trinkt. Und er hat sich genau so verhalten wie damals der Exmann. Da kam alles in mir wieder zum Vorschein.

    Die Scham für sein Verhalten. Die Wut. Die Angst. Die Verzweiflung. Und ich wurde wach nachdem ich ihm gesagt hatte, ich würde niemals wieder so leben wollen, niemals! Ich bin heulend wach geworden. Weil ich wusste, noch einmal schaffe ich keine Trennung... glaube ich.

    So sieht das mal aus! Dante ist trocken und er meinte, momentan hätte er auch gar keinen Sinn nach Alkohol. Unser Leben ist so schön, er würde sich doch alles kaputt machen, würde er wieder trinken.

    Ich kann da sehr viel Vertrauen haben! Ich sehe ja, wie achtsam mein Mann mit sich und seiner Trockenheit umgeht. Wie wertvoll ihm das Leben ist. Unsere Kinder, die Enkelin. Die ihm letztens versicherte, sie würde zu Dante rennen, wäre sie in Gefahr, weil, der ist so groß und könne sie auch ganz lange tragen 8):wink: . Und beschützen...

    Ja, aber anscheinend hat dieser Telefonkontakt diesmal sehr viel in mir ausgelöst. Ich meine, ich hatte schon öfter Kontakt zum Exmann, schon alleine auf Geburtstagen der Kinder. Diesmal, vielleicht durch meine seelische Lage und so, konnte das so viel in mir auslösen. Darum - ich habe meinen Abstand wieder noch ein Stück vergrößert, wenn das überhaupt noch möglich ist. Weil, im Prinzip bin ich ja weg.

    Verworren. Ich bin erschrocken, wie sehr diese Gefühle aber noch in mir präsent sind. Diese Co-Gefühle.

    Das heißt also, weiterhin gut mit mir umzugehen ist die oberste Priorität.

    Aurora

    Liebe Uschi,

    du schreibst

    Zitat

    in einem trauerforum bin ich auch angemeldet und es tut mir sehr gut doch ob es eine reale trauergruppe ersetzen kann?


    Wenn es dir dort sehr gut tut, dann ist es doch völlig ok. Wozu möchtest du dann noch etwas anderes oder denkst, du machst was falsch damit?

    Zitat

    trotzdem gestatte ich mir keine wut weil mein respekt über seinen tod hinaus zu gross ist,albern ich weis und ich will es ablegen können Böse

    Es ist schon so eine Sache mit der Wut. Wut kann nämlich sehr gut sein und Dinge auch in Gang bringen. Leider wird aber Wut oft als etwas Negatives angesehen bzw. wird einem ja als Kind auch so vermittelt. Wut ist schlecht, Wut lässt dich auffällig werden, Wut stört den "normalen Lebensablauf".

    Dabei ist Wut einfach ein Gefühl, es ist ein Gefühl, das alle Menschen haben und das auch durchaus seine Berechtigung hat. Wut ist doch auch eine gesunde Emotion die wir haben. Genau so wie Liebe oder Trauer oder so. Wut heißt doch auch, dass Grenzen verletzt wurden und wir uns schützen wollen vor weiteren Verletzungen. Würd ich jetzt mal ganz banal sagen.

    Ich hoffe, dass du deine Wut eines Tages einfach mal raus lassen kannst! Denn dann wird in dir Platz für etwas Neues sein! Für positive Gefühle.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo MiShoto,

    herzlich willkommen!

    Gut, dass du deine Lebensgefährtin letztendlich in ein Krankenhaus gebracht hast! Dort kann sie ja sicher auch schon erste Informationen bekommen zu Selbsthilfegruppen und Anlaufstellen.

    Es ist garantiert nicht deine Schuld, dass du nichts bemerkt hast oder sonst was! Hau den Schuldgedanken mal bitte schnell in die Tonne!
    Du hast ja was bemerkt, sie hat abgestritten, verheimlicht. Es ist dann auch für Angehörige schwer, den eigenen Wahrnehmungen zu trauen. Ich kenne das auch. Und mein Exmann hat damals selbst noch abgestritten, dass er getrunken hatte, wenn er kaum noch stehen konnte. Und du wirst es kaum glauben, meine Wahrnehmung war so verdreht zum Schluss, dass ich nicht wusste, ob ich ihm glaube oder nicht.

    Das Thema Alkohol wird euch ein Leben lang begleiten, na klar. Es wird schon eine Rolle in der Beziehung spielen. Ich bin selbst mit einem trockenen Alkoholiker verheiratet, daher weiß ich das. Unser Haushalt ist zum Beispiel alkoholfrei. Wie sieht das bei euch aus? Ist da noch irgendwo ein "Fläschchen" versteckt? Ein alkoholfreier Haushalt ist sehr wichtig!

    Ich finde es gut, dass du nun auch auf Alkohol verzichten wirst. Ich nehme selbst auch keinen Tropfen mehr zu mir, nicht mal in Pralinen, Kuchen etc. . Aus Achtung vor der Krankheit meines Mannes. Und weil ich merke, wie gut mir das selbst auch tut :wink: . Somit hat unsere Beziehung eine gemeinsame Basis, nämlich die Abstinenz.

    Das ist für mich sehr wichtig! Mein Mann findet das auch gut so. Aber jetzt kommt's :wink: . Mein Mann ist ja für seine Trockenheit selbst verantwortlich! Und so wird das bei deiner Frau auch sein! So sollte es sein jedenfalls. Denn niemand kann die Verantwortung für ein anderes Leben übernehmen (für Kinder mal ausgenommen, ganz klar) . Und genau so bist du auch für dich verantwortlich. Und deine Frau für sich.

    Also wäre es schlecht, wenn dein ganzes Denken sich nun nur auf die Trockenheit deiner Frau konzentrieren würde. Es ist immens wichtig, dass du dich selbst nicht aus den Augen verlierst. Dazu ist es für beide wichtig zu reden! Du über deine Ängste und Sorgen, sie über ihre. Denn der Weg in ein trockenes Leben ist für sie mit Sicherheit auch nicht leicht. Aber auch für uns Angehörige ist es schwierig. Die Krankheit zu akzeptieren, zu lernen, dem Partner seine Eigenverantwortung nicht weg zu nehmen, zu bevormunden oder so. Und sich selbst wichtig zu nehmen, auch ein eigenes erfülltes Leben zu haben. Eigene Interessen und so weiter.

    Und Weihnachten... Puh. Ich weiß ja nicht, wo ihr das verbringen wollt. Bei denen oder bei euch? Wenn es bei euch ist, ist es ja klar. Es gibt keinen Alkohol, oder? Das kann gehen, wir haben unsere ganze Hochzeit alkoholfrei gefeiert! Das ging, manche haben zwar ein wenig gemurrt, "was, nicht mal zu Anstoßen ein Gläschen?". Nö, nix mit Alk! Das war eine schöne Feier, denn alle waren nüchtern und klar dabei! Alle in der Familie wissen um die Krankheit meines Mannes. Und sie wissen, wenn sie zu uns kommen, gibt es keinen Tropfen Alkohol. Das haben sie akzeptiert. Gehen wir irgend wo hin, wird da schon auch getrunken. Aber mein Mann ist seit mehr als 9 Jahren trocken, das ist schon noch ein wenig anders als wenn einer gerade aufgehört hat. Und bei uns ist es so, mein Mann sagt, wann er gehen möchte, wenn er merkt, es reicht ihm. Oder wir gehen gar nicht erst hin. Das haben wir so vereinbart. Ich muss sagen, seitdem ich selbst nichts mehr trinke ist mir das immer Recht, bald wieder zu verschwinden. Wenn es eine Feier ist, die auf Suff aufgebaut ist, wo alle sich nur vollballern. Das ist ätzend für mich inzwischen. Meistens gehen wir da dann auch gar nicht erst hin...

    Warum soll der Rest der Familie nichts von der Alkoholkrankheit deiner Frau wissen? Einfach klar bei der Wahrheit bleiben ist nicht schlecht!

    So, genug getextet :wink: .

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Galizier,

    ich freu mich auch über dein Lebenszeichen :wink: und dass du dem bösen Legionären nicht erlegen bist. Ich denke auch in so Bildern und das hat mir schon viel geholfen. Einfach, weil es dann für mich greifbarer ist, also es hat sozusagen ein Gesicht. Und da fällt es mir leichter, damit umzugehen.

    Du schreibst

    Zitat

    Schade, dass es bei den SHG´s keine "Nightsessions" gibt für Leute mit meinen Arbeitszeiten.


    Das Problem kenne ich auch, aber nun bist du doch hier! Wir sind eine SHG mit Rundumsession! Das war für mich damals auch wichtig und ist es noch. (Ich komme übrigens aus dem Co-Bereich, bin nicht Alkoholikerin). Einen Ansprechpartner wenn's brennt findest du hier fast immer. Vielleicht nicht um 3 h nachts 8) , aber sonst schon. Und wenn du gegen den Legionären nicht mehr ankommen kannst, wenn er dich überwältigen will, kannst du dir hier Hilfe holen. Irgend ein Asterix wird schon dann da sein, wenn du laut "Hilfe" schreist!

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Wildblume,

    bei mir war es so. Ich habe mich von meinem Ex getrennt, habe mir eine Wohnung gesucht. Das war im Frühsommer/Sommer 2007. Mein Exmann hat dann einen kalten Entzug begonnen. Mein Sohn und ich haben dann einen Notarzt gerufen und der Ex ging dann auch freiwillig in eine Klinik.
    Da wurde er dann nüchtern. Nach langer Zeit mal wieder.

    Ich habe ihn da auch besucht. Immerhin hatten wir ja 26 gemeinsame Jahre hinter uns und ich habe es nicht fertig gebracht, ihn im Stich zu lassen. Also sag ich mal, für mich wäre es ein Gefühl des im Stich Lassens gewesen.

    Der Ex wurde also nüchtern und ich dachte, gut, probier ich mal, wie das jetzt geht. Ich konnte einfach nicht wirklich loslassen. Ich hatte Schuldgefühle und fühlte mich verantwortlich für seine Befindlichkeiten, obwohl ich ja in meiner eigenen Wohnung wohnte inzwischen.

    Ich ließ zu, dass er weiterhin meine Grenzen maßlos überschreiten konnte. Und obwohl er nüchtern war, war es ähnlich wie in seinen Suff-Zeiten. Also unser Verhältnis. Er der Macker und ich hatte im Prinzip seine Bedürfnisse zu befriedigen. Das war für mich sehr, sehr anstrengend, da Grenze um Grenze zu setzen und es gelang nicht immer. Der Ex arbeitete anscheinend nach dem Prinzip "steter Tropfen höhlt den Stein". Und war der festen Meinung, ich käme wieder zurück. Er akzeptierte nicht. Aber ich sage auch aus jetziger Sicht, er war ja gar nicht wirklich trocken. Denn er hat nichts verändert, er hat nur nicht getrunken.

    Das ging ca. 1 Jahr so in dem ich mich mühevoll aus dieser Beziehung löste. Und eine Freundschaft wollte ich da auch nicht. Ich wusste für mich, dass das nicht funktioniert. Bei mir. Denn ich war immer stark in altem Verhalten, wenn wir zusammen kamen. Das ließ erst nach und nach nach, als wir aber auch keinen großen Kontakt mehr hatten. Und ich dann ja auch einen neuen Partner.

    Nun trinkt mein Ex ja wieder, schon etwas mehr als 4 Jahre wieder. 4 Jahre war er ohne Alkohol. Als ich das damals bemerkte, dass er wieder trank, war da schon auch gleich wieder altes Verhalten bei mir. Wenn wir uns mal trafen oder so. Er wohnt ja bei mir um die Ecke, da traf man sich einfach zufällig auch mal. Und wir haben ja gemeinsame Kinder, eine Enkelin. Auch da gab und gibt es ja Treffen. Und letzte Woche rief er mich auch an, volltrunken.

    Und ich hing da auch wieder drinnen. Ich merkte, dass ich sofort in alten Mustern hing. Aber andererseits auch das nicht wollte. Das ist das Neue, zum Glück scheint meine Datenautobahn da oben schon ganz gut zu sein. Und so lief beides nebeneinander. Ganz komisch. Einerseits war da das Alte, andererseits das Neue...

    Aber das Alte war eben auch da und zwar spürbar. Nach dem Telefonat ging es erst mal in mir auch ab und ich fühlte mich wie früher. Das konnte ich schnell abschalten, aber es war eben erst mal da. Das heißt für mich, Abstand! Das geht nicht mehr, ich kann und will mit meinem Exmann nicht großartig mehr was zu tun haben!

    Und mein Co-Verhalten? Ich habe ja einen neuen Mann, :D , bin in 2. Ehe verheiratet. Und mein Mann ist ja auch Alkoholiker, trocken seit vielen Jahren. Da habe ich dieses Verhalten nicht. Ich habe damals neu begonnen und hatte auch therapeutische Unterstützung dabei. Und mein Mann würde das nicht wollen, eine Co braucht er nicht. Und daher haben wir viel geredet und er hat mir auch mein Verhalten klar gemacht, hatte ich mal so Anwandlungen. Dadurch habe ich das anscheinend ganz gut trainiert. Ich habe immer noch bestimmte Tendenzen in mir, die an Co-Abhängigkeit erinnern, die mich ja da auch hingeführt haben. Das ist ein Teil meiner Persönlichkeit. Dadurch, dass ich in einer Beziehung bin, die auf Liebe, Augenhöhe und gegenseitige Achtung der Person aufgebaut ist, ist das aber nicht schlimm. Es kommt gewissermaßen nicht zum Ausbruch. Nicht bei meinem Mann. Nur in dem Maße, in dem es mir auch gut tut, weil ich eben mal einfach so bin.

    Hui, nun hab ich dir einen Roman verfasst :lol: . Ich wünsche dir einen schönen 1. Advent
    liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    mal wieder was aus dem Hause Aurora :wink: .

    Inzwischen bin ich in fachärztlicher Behandlung und es geht mir ein wenig besser. Die Depression ist noch nicht weg, aber es tut mir gut, dass ich nun nicht noch den beruflichen Schlamassel habe. Ich habe eine Erwerbsminderungsrente beantragt. Ich hoffe, da wird was daraus.

    Und nun kommt's.

    Gestern rief mein Exmann bei uns an. Weia, der konnte kaum reden, so besoffen war er. Das Trinken ist sehr viel krasser noch geworden, letztens hatte der Schwiegersohn Geburtstag und hat eine Party gemacht, da sind der Exmann und seine Lebensgefährtin sehr aufgefallen. Und der SchwieSo ist restlos bedient. Die waren so voll, dass die Lebensgefährtin im KH gelandet ist, weil sie rückwärts die Treppe runtergefallen war. Meene Jüte...
    Der SchwieSo hat seine Konsequenzen daraus gezogen und den Kontakt unterbrochen. Und auch mein Sohn will da am Weihnachten nun nicht hingehen.

    So also rief der Ex an, schon weinerlich. Die böse Welt, alle sind Schuld... Und nun hätte er auch noch Post von der Rentenversicherung bekommen, da steht was von: seine Rente würde um soundso viel gekürzt werden. Also ich habe ihn sehr schlecht verstanden, er war nicht mehr in der Lage richtig zu reden. Ich habe ihm gesagt, dass ich eine EU-Rente beantragt habe aber noch gar nicht weiß, ob die überhaupt genehmigt wird.

    Er lallte mir was vor, heulte auch rum... Und ich hab nicht aufgelegt :( . Ging erst mal einfach nicht. Er legte dann wieder los wie in alten Zeiten, ob ich blöd wäre und nicht mit Rentengesetzen Bescheid wüsste und ob ich nicht das Scheidungsurteil gelesen hätte... Und ich habe mich genau so minderwertig gefühlt wie damals. Erst mal.

    Aber ich konnte ganz ruhig kontern und ihm sagen, dass ich Bescheid wüsste. Ich meine, ganz klar sind da Punkte von ihm an mich überschrieben worden beim Versorgungsausgleich. Das ist gesetzlich so geregelt. Und wir könnten gerne reden, wenn er nüchtern wäre. Er wäre nüchtern, lallte er. :shock: ah ja, ich weiß, war ja schon immer so :evil: . Aber so blöd bin ich nicht mehr!

    Ich konnte dann endlich das Gespräch beenden. Er rief noch mal an, kurz danach und lallte, er würde einen Anwalt einschalten, weil die Idioten damals alles falsch berechnet hätten bei der Scheidung. Das mit den Rentenpunkten, was weiß ich. Nun gut, ich meinte, dann solle er eben zum Anwalt gehen. Und legte auf.

    Puh. Und dann? Ganz ehrlich, im Kopf ging es los wie in alten Zeiten.

    Ach der Arme, nun ist er da so alleine. Und alle sind so böse zu ihm, der SchwieSo, der Sohn und nun auch noch ich. Die ihm an sein Geld will. Ach und er hat geheult, das tut mir so leid. Und ich bin schuldig und minderwertig und gemein. Und verantwortlich. Und würde ihn so gerne da raus holen.

    Und ey, basta da mal! Ich konnte das dann stoppen, ein Glück. Und mir sagen, nein, so ist es nicht! Keiner ist Schuld an seiner Misere oder was auch immer. Und das mit den Rentensachen, das ist gesetzlich so geregelt und ich bekomme nur das, was mir da zusteht! Entweder jetzt schon, wenn das genehmigt wird, oder aber dann, wenn ich im Rentenalter bin. Und blöd bin ich schon gar nicht! Ich bin informiert. Und das Scheidungsurteil habe ich sehr wohl gelesen.

    Ja, so geht das. So schnell ging bei mir der alte Co-Mechanismus wieder an! Wie gut, dass ich das schnell stoppen konnte. Wie gut, dass ich mich aktiv damit auseinandergesetzt habe und noch immer auseinander setze. Ich will nie, nie wieder in solcher Beziehung stecken! Nie!

    Wie gut, dass ich diesen Schritt da raus machen konnte, vor 8 Jahren. Das hat sich echt gelohnt. Es ist gut, dass ich solche Beziehungen nicht mehr brauche.

    Aurora

    Hallo Tinka,

    schön, dass du nun auch hier angekommen bist :) .

    Ich finde es schwierig, da was zu sagen. Ob es sich lohnt, auf ihn zu warten. Wenn du jetzt frei bist und es dir egal ist, ob du sofort einen Partner hast oder nicht, kannst du es ja probieren. Es ist ja eher unverbindlich. Wenn du sagst, wir können ja lose verbunden bleiben.

    Gefährlich finde ich bloß ihm anzubieten, dass du immer für ihn da bist. Denn dann kann es doch passieren, dass er dich im Suff (sollte es wieder so weit kommen) mit sinnlosen Anrufen bombardiert. Das würde deinen Seelenfrieden weit mehr belasten als das traurige Gefühl jetzt, dass du was verlierst, was du noch nicht wirklich richtig hattest...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Jenny,

    hey toll, du machst Nägel mit Köpfen und bist schon gleich hier! Das finde ich echt gut! :D .

    Also auch hier noch mal ein herzliches Willkommen.

    Leider habe ich jetzt keine Zeit, um dir was zu posten, aber ich schaue mit Sicherheit hier später noch mal rein!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Bernd,

    was lese ich da, du hattest Geburtstag! Ich wünsche dir nachträglich alles Gute!

    Ja, Vergangenheitsbewältigung kann schon weh tun, aber nun kannst du dein Leben im Jetzt besonders genießen. Weil du weißt, wie es auch anders mal war.

    Ich wünsche dir und deiner Liebsten eine schöne Adventszeit.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Tivia,

    du hast Recht, wir können hier keine Rechtsberatungen und so machen. Wir sind ja "nur" eine Selbsthilfegruppe von selbst Betroffenen oder Mitbetroffenen.

    Vielleicht kannst du dich an den Sozialpsychiatrischen Dienst deines Wohnkreises wenden. Die Adresse findest du im Internet. Da sitzen Menschen, die wissen Bescheid und können dich richtig beraten.

    Oder du suchst eine Suchtberatungsstelle auf. Oder einen Rechtsanwalt.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Wildblume,

    ich mag zu deiner Frage an Thalia auch was schreiben :wink: . Denn ich finde das sehr interessant!

    Ich habe Therapieerfahrung, sage ich gleich mal. Ich habe eine gemacht, als ich mich von meinem Exmann getrennt hatte. Da ging es hauptsächlich darum, mich aus dieser Ehe raus zu arbeiten, meine Schuldgefühle zu bewältigen und so. Dabei sind schon Muster aufgedeckt worden.

    Dann bin ich jetzt noch in Therapie, nach dem Tod meiner Tochter und meines kleinen Enkels und dem Verlust meines Arbeitsplatzes, der sehr wichtig für mich war, bin ich kaum noch richtig auf die Beine gekommen. Ich habe Depressionen. Auch hier werden jetzt Muster, Prägungen sichtbar.

    Also sag ich mal, eine Therapie ist schon auch sehr hilfreich, um Prägungen zu entdecken, zu erkennen. Andererseits habe ich aber auch alleine viele Dinge an mir entdeckt. Zum Beispiel durch den Austausch hier im Forum. In Gesprächen mit Menschen, die mich ernst nehmen, zuhören und auch von eigenen Dingen berichten. Und ich bin ehrlich zu mir selbst gewesen, habe nichts mehr beschönigt an mir oder so. Im Nachdenken über mich.

    Bewusst sind mir bestimmte Muster geworden, werden mir Muster, wenn es eine Situation gibt in der ich mich plötzlich sehr unwohl fühle. Getriggert, gewissermaßen. Da denke ich drüber nach, warum das so ist. Ich gehe nicht mehr drüber weg. Dieses Unwohlsein habe ich irgendwann an mir wahr genommen, im Jahr nach der Trennung. Und es ist dann immer ein wenig weiter ausgebaut worden, gewissermaßen. Manchmal reagiere ich so oder so und ups, schon sehe ich so: :shock: aus... Und kann dann sagen, "Sche..e, schon wieder so 'n Olles Ding. " :? . Das geht also immer schneller und besser, alte Muster aufzudecken.

    Klappt aber auch nicht immer überall. Aber immer öfter.

    Indem ich nun Muster erkenne, auch wenn es erst hinterher ist, kann ich dann was dagegen tun. Aber das ist schwer. Mein Therapeut meinte, man kann solche Prägungen auch messen. Im Gehirn flitzen dann Ströme hin und her, auf alten Bahnen. Ein Reiz kommt und die Prägung läuft eben ab, sie ist gut eingeübt und geht fast von alleine, weil die Datenautobahnen im Kopf eben gut eingefahren sind.

    Das kann man aber umleiten. Sozusagen neue Datenautobahnen bauen. Das dauert aber leider, bis die Reize dann diese sofort benutzen. Zuerst ist eben immer das Alte im Vordergrund. Und das Neue muss sich bewusst gemacht werden.

    Hm, das ist mir erst mal so dazu eingefallen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Wildblume,

    du schreibst ja

    Zitat

    Meine Freundinnen habe alle irgendwie ein Suchtproblem

    .

    Das ist doch schon auch interessant, du erkennst das ja auch. Du hast bestimmt durch die Mutter, die ja abhängig war, eine Menge Muster gelernt. Einfach, weil es für dich damals notwendig war, um irgendwie für dich da einen Lebensweg zu finden, um dich in deiner Lebenslage orientieren zu können. All so was. Und du hast Verantwortungen und Aufgaben übernommen, die nicht deine sondern Erwachsenendinge gewesen wären.

    Diese erlernten Dinge wendest du nun immer wieder an, es sind Dinge, die dir vertraut sind. Das erkennst du ja daran, dass deine Freundinnen anscheinend alle irgendwie "bedürftig" sind, also süchtige Verhaltensweisen haben, an denen du diese Muster auch immer wieder abspielen kannst. Du suchst dir Menschen aus, die eben so sind, wie es dir vertraut ist.

    Und natürlich finden sie dich dann besserwisserisch oder so. Dass du ihnen im Prinzip nur helfen möchtest können und wollen sie nicht sehen. Es ist ja auch ihre eigene Verantwortung, wie sie leben und was sie machen. Andererseits gibst du diesen Menschen ja auch ein bestimmtes Gefühl, ein Verhalten, das sie wiederum auch brauchen, weil es irgend welche Muster in ihnen bedient.

    Ihr braucht euch gegenseitig, gewissermaßen.

    Wie andere Menschen über dich denken kannst du nicht beeinflussen.

    Ja, deine Traurigkeit kann ich ganz gut verstehen. Ich war auch damals sehr traurig als mir klar wurde, was meine Coabhängigkeit für mich bedeutet hatte. Wie viel Leichtigkeit mir dadurch genommen wurde. Wie Menschen mich ausgenutzt hatten, weil ich es einfach zugelassen hatte. Wie sie mit mir umgegangen waren und wie wenig sie mich ernst genommen hatten. Wie wenig ich mir selbst wert gewesen war all die Jahre, dass ich so leben konnte, das zulassen konnte.

    Aber es ist ja jetzt doch so, dass du diese Dinge erkennen kannst. Und das gerne verändern möchtest. Das wirst du auch! Indem du dich nun aktiv damit auseinander setzt, wird viel in dir selbst passieren. Das ist toll!

    Ich würd mich freuen, dich auch im geschlossenen Bereich begrüßen zu können!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo darwarmalwas,

    willkommen hier, schön, dass du da bist! Und ja, ich habe diesen Mammut - Text gelesen, sogar im Vorstellungsbereich schon mal. :wink: . Kein Problem. Im Gegenteil, es ist gut, wenn du dich öffnest und raus gehst und sagst, was ist.

    Mir geht es ähnlich wie Morgenrot, beim Lesen deiner Geschichte dachte ich, das könnte zu vielen Teilen auch meine sein...

    Diese Angst, dass im Suff was passieren könnte, hatte ich auch oft genug. Das hat ganz schön viel Kraft gekostet. Und mich auch am Leben behindert, denn manchmal traute ich mich nicht, weg zu gehen. Es hat gedauert bis ich erkannt hatte, dass es nicht in meiner Verantwortung liegt, was er macht. Und dass ich auch nicht für die Folgen verantwortlich bin bzw. ihn bewahren kann vor etwas.

    Das zu akzeptieren ist eine große Erleichterung gewesen!

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele Dinge nur Schritt für Schritt gemacht werden können. Dass dazu auch eine Bereitschaft da sein muss, der Wunsch, jetzt wirklich was verändern zu wollen. Diesen Wunsch hast du ja, nun muss nur noch der nächste Schritt erfolgen. Hast du schon daran gedacht, mal einen Anwalt aufzusuchen? Oder eine Beratungsstelle? Um dich einfach zu informieren.


    Zitat

    Ich weiß, dass ich nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder gehen müsste. Das ist nur so leicht gesagt. Wie geht sowas wenn man verheiratet ist, ein Haus hat welches noch nicht abbezahlt ist und der Partner niemanden in seinem Leben hat außer seiner direkten Familie?

    Eine Ehe kann getrennt, geschieden werden, dass ist heutzutage kein Drama mehr. Das mit dem Haus ist natürlich blöd. Aber dafür ist eben eine Beratungsstelle, ein Anwalt oder so geeignet. Da kann dir gesagt werden, was du an Rechten und Pflichten etc. hast. Was dich auf rechtlicher Ebene, auf finanzieller Ebene erwartet. Solche Infos sind unheimlich hilfreich, denn sie bringen Klarheit. Etwas, wonach du dich richten kannst.

    Der Partner hat niemanden? Ironie an ...Ach der Arme... Ironie aus. Er hat zumindest seine Kollegen, die mit ihm einen heben. Und er ist erwachsen, er kann raus gehen, Kontakte knüpfen, sich Freunde suchen, sich einer Gruppe, einem Verein anschließen, was weiß ich. Dafür bist doch du nicht verantwortlich! Mach dich da bloß von frei, solchen Gedanken machen so viele Schuldgefühle.

    Ich sag das aus eigener leidvoller Erfahrung, denn ich habe ja genau so auch gedacht. "Ach der Aaaaarme, er hat doch keinen außer mir...", so in etwa. Bis mir dann während der Therapie, die ich damals nach der Trennung machte, klar wurde, dass ich nicht für ihn und sein Leben, sein Wohlbefinden, seine Bespaßung und was weiß ich zuständig bin!

    Und ja, mein herzliches Beileid zum Tod deiner Schwester. :( . Liebe darwarmalwas, und weißt du, vor 3 1/2 Jahren ist meine Tochter gestorben, zusammen mit ihrem Baby, meinem kleinen Enkel, der auch tot zur Welt gekommen war. Das Leben ist endlich, es kann schnell vorbei sein, das weiß niemand. Und die Zeit, die dir zum Leben bleibt, die darfst du für dich so nutzen, dass es eine gute Zeit ist! Auch das sage ich dir aus Erfahrung! Ich bin gerade dabei, das auch für mich anzunehmen, aber nicht im Hinblick auf meinen Exmann, davon bin ich schon mehr als 8 Jahre getrennt. Bei mir ist es im Hi8nblick auf mein Erwerbsleben. Aber der Grund ist ja egal. Das Leben soll lebenswert sein! Und dafür bleibt es eben manchmal nicht aus, dass wir Veränderungen machen müssen, die unangenehm sein können, die weh tun, die uns traurig machen. Aber das ist der Weg!

    Und am Ende des Weges ist es hell und freundlich. Und so soll es sein, das Leben...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    nun waren wir ein paar Tage im schönen Hessen bei einer lieben Forumsfreundin :D . Das Wetter war herrlich. Und auch sonst hat alles gestimmt.

    Unser Forum hatte gestern 11. Geburtstag. Und ich selbst bin nun auch schon so lange dabei. Ich habe keine Minute bereut, die ich hier war. Ich konnte und kann mir so viel mitnehmen, bekomme Unterstützung und kann auch eine Menge weiter geben. Ist schon toll, das Forum :D .

    Aurora

    Hallo Karsten, hallo Forum,

    nun ist das Forum schon 11 Jahre und 1 Tag alt :D .
    Ich selbst bin ja nun schon "ein paar Tage" auch dabei und ich bin immer noch sehr froh darüber, den Weg hierher gefunden zu haben. Für Cos gibt es so wenig wirklich gute Hilfe, finde ich. Damals habe ich vor Erleichterung geheult als ich merkte, dass ich hier endlich verstanden werde und mich mit anderen Mitbetroffenen, Cos, so austauschen kann. Das hat mir unglaublich geholfen! Und das tut es ja noch.

    Einen Teil versuche ich nun als Moderatorin davon dem Forum zurück zu geben. Anderen Menschen eine Hand zu reichen, die hier ankommen wie ich damals, vor etwas mehr als 8 Jahren.

    Danke Karsten, dass du es möglich machst, noch immer! Dass du nicht aufgibst, auch wenn du manchmal traurig bist oder frustriert. Weil manchmal Dinge anders laufen, als du es gerne hättest. Das tut weh, kann ich gut verstehen, aber trotzdem gibst du uns allen weiterhin die Möglichkeit des Austausches!

    Dafür möchte ich dir einmal mehr danke sagen.

    Aurora

    Hallo Wildflower,

    oh ja, das kenne ich auch zu gut, leider. Dieses Mittrinken.

    Zitat

    Doch, wie gesagt, wenn ich mir jetzt mein Mittrinken anschaue, dann wird mir erstmal mein abhängiges Verhalten in der völligen Tragweite bewusst.

    Eigentlich auch total ambivalent, ich möchte Nähe von ihm und tiefere Gespräche, sitze aber im Urlaub allabendlich mit ihm zusammen und trinke munter mit ihm ein paar Bierchen Mit den Augen rollen .

    Die Therapeutin, die ich damals nach meiner Trennung von meinem Exmann hatte, hat mir dazu was deutlich gesagt.

    Wenn ich mit ihm mitgetrunken habe dann deshalb, um mich ihm nahe zu fühlen, um mit ihm sozusagen auf gleicher Ebene zu sein. Das hat mir total eingeleuchtet. Denn bei mir war es so wie bei dir.

    Ich hatte ein schon sehr riskantes Trinkverhalten. Zum Teil war das auch aus Frust, also ich habe den Alkohol schon zu was benutzt. Aber ich habe auch eben mit ihm getrunken, viele Jahre lang. Das habe ich lange Zeit als "gemütlich" empfunden. Obwohl ich seine Sauferei ja gehasst habe, es mich massiv gestört hat und so.

    Nachdem er damals im Krankenhaus war zur Entgiftung merkte ich schon, dass ich gar keine Lust mehr auf "ein Weinchen" hatte. Und nachdem ich dann ausgezogen war, wurde das noch mehr so. Ich habe da nur noch einige ganz wenige Male Alkohol getrunken, dann aber überhaupt nicht mehr.

    Dante, also mein Mann, ist ja auch trockener Alkoholiker und deshalb gibt es bei uns eh schon nix. Und das gefällt mir so gut, dass ich eben seit mehr als 7 Jahren völlig abstinent lebe, nicht mal mehr eine Praline mit Alk kommt mir über die Lippen. Und da vermisse ich nix...

    Du hast nun deiner Meinung nach einige Fehler gemacht, die du ja auch beschrieben hast. Und nun? Aus Fehlern wird man klug :wink: .

    Zitat

    Jetzt weiß ich, dass es mir nicht gut tut, mich mit ihm zu treffen.......


    Das ist doch eindeutig!

    Ob du dich jemals wieder mit ihm treffen kannst weiß ja keiner. Vielleicht hast du ja auch selbst dann gar keine Lust mehr drauf :roll: .


    Liebe Grüße
    Aurora