Hallo darwarmalwas,
willkommen hier, schön, dass du da bist! Und ja, ich habe diesen Mammut - Text gelesen, sogar im Vorstellungsbereich schon mal.
. Kein Problem. Im Gegenteil, es ist gut, wenn du dich öffnest und raus gehst und sagst, was ist.
Mir geht es ähnlich wie Morgenrot, beim Lesen deiner Geschichte dachte ich, das könnte zu vielen Teilen auch meine sein...
Diese Angst, dass im Suff was passieren könnte, hatte ich auch oft genug. Das hat ganz schön viel Kraft gekostet. Und mich auch am Leben behindert, denn manchmal traute ich mich nicht, weg zu gehen. Es hat gedauert bis ich erkannt hatte, dass es nicht in meiner Verantwortung liegt, was er macht. Und dass ich auch nicht für die Folgen verantwortlich bin bzw. ihn bewahren kann vor etwas.
Das zu akzeptieren ist eine große Erleichterung gewesen!
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele Dinge nur Schritt für Schritt gemacht werden können. Dass dazu auch eine Bereitschaft da sein muss, der Wunsch, jetzt wirklich was verändern zu wollen. Diesen Wunsch hast du ja, nun muss nur noch der nächste Schritt erfolgen. Hast du schon daran gedacht, mal einen Anwalt aufzusuchen? Oder eine Beratungsstelle? Um dich einfach zu informieren.
Zitat
Ich weiß, dass ich nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder gehen müsste. Das ist nur so leicht gesagt. Wie geht sowas wenn man verheiratet ist, ein Haus hat welches noch nicht abbezahlt ist und der Partner niemanden in seinem Leben hat außer seiner direkten Familie?
Eine Ehe kann getrennt, geschieden werden, dass ist heutzutage kein Drama mehr. Das mit dem Haus ist natürlich blöd. Aber dafür ist eben eine Beratungsstelle, ein Anwalt oder so geeignet. Da kann dir gesagt werden, was du an Rechten und Pflichten etc. hast. Was dich auf rechtlicher Ebene, auf finanzieller Ebene erwartet. Solche Infos sind unheimlich hilfreich, denn sie bringen Klarheit. Etwas, wonach du dich richten kannst.
Der Partner hat niemanden? Ironie an ...Ach der Arme... Ironie aus. Er hat zumindest seine Kollegen, die mit ihm einen heben. Und er ist erwachsen, er kann raus gehen, Kontakte knüpfen, sich Freunde suchen, sich einer Gruppe, einem Verein anschließen, was weiß ich. Dafür bist doch du nicht verantwortlich! Mach dich da bloß von frei, solchen Gedanken machen so viele Schuldgefühle.
Ich sag das aus eigener leidvoller Erfahrung, denn ich habe ja genau so auch gedacht. "Ach der Aaaaarme, er hat doch keinen außer mir...", so in etwa. Bis mir dann während der Therapie, die ich damals nach der Trennung machte, klar wurde, dass ich nicht für ihn und sein Leben, sein Wohlbefinden, seine Bespaßung und was weiß ich zuständig bin!
Und ja, mein herzliches Beileid zum Tod deiner Schwester.
. Liebe darwarmalwas, und weißt du, vor 3 1/2 Jahren ist meine Tochter gestorben, zusammen mit ihrem Baby, meinem kleinen Enkel, der auch tot zur Welt gekommen war. Das Leben ist endlich, es kann schnell vorbei sein, das weiß niemand. Und die Zeit, die dir zum Leben bleibt, die darfst du für dich so nutzen, dass es eine gute Zeit ist! Auch das sage ich dir aus Erfahrung! Ich bin gerade dabei, das auch für mich anzunehmen, aber nicht im Hinblick auf meinen Exmann, davon bin ich schon mehr als 8 Jahre getrennt. Bei mir ist es im Hi8nblick auf mein Erwerbsleben. Aber der Grund ist ja egal. Das Leben soll lebenswert sein! Und dafür bleibt es eben manchmal nicht aus, dass wir Veränderungen machen müssen, die unangenehm sein können, die weh tun, die uns traurig machen. Aber das ist der Weg!
Und am Ende des Weges ist es hell und freundlich. Und so soll es sein, das Leben...
Liebe Grüße
Aurora