Beiträge von Aurora

    Hallo Mariechen,

    hallo Renate, ja, hier wurden sehr viele Postings gemacht, die sicher auch von der Sache her völlig richtig sind. So viele Postings, so viele gibt's sonst nirgendwo... Ohne das eine Reaktion vom eigentlichen Fädcheneröffner, nämlich Mariechen, kommt. Jeder haut noch drauf.

    Nun kommt hier Mariechen, eh schon verunsichert an. Hat Angst, was falsch zu machen. Und wird überschüttet mit all dem. Druck vom Mann, Angst vor Falschsein und dann Druck von den Menschen hier und die Bestätigung, völlig falsch zu sein. Ich glaube, das ist ein sehr dicker Brocken.

    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, ich hoffe, die Wäsche ist trocken inzwischen und gut restauriert. Du hast ja ein gutes Händchen für Handarbeiten, das habe ich schon an deinen "Babies" gesehen. Ich bin meistens zu kribbelig für so Fummelarbeiten. Und nähen tu ich nur im Notfall.

    Lieber Matthias, wie schön, dich hier anzutreffen! Sonnige Grüße an dich :) .
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    Mir geht es soweit gut. Wir haben Urlaub, der Sohn ist endlich in Berlin gelandet. Der Umzug lief einfacher als gedacht. Und auch die Wohnungsabnahme. Da hatte Sohn erst ziemlich Angst vor (und Muddi natürlich auch :? , ich leide da gerne mit...) , denn die Hausverwaltung hat da schon rumgepöbelt. Zum Glück waren die auf einmal am Montag ganz friedlich und ruckzuck war die Sache gegessen. Und Muddi geht's nun auch wieder gut :wink: .

    In dieser Hinsicht werde ich mich wohl nie ändern. Und will ich das? Nööö, meine Kinder, mein Sohn ist abgenabelt soweit. Er kommt gerne mal in's warme Nest, aber ansonsten macht er sein Ding. Ich freu mich, wenn er da ist, da darf ich ihn verwöhnen und so :wink: . Ich freu mich, wenn er dann wieder rausgeht und sein Leben gut im Griff hat.

    Aurora

    Hallo Speranza,

    den vorigen Beitrag hat natürlich Renate dir geschrieben, nicht ich. Ich habe ihn nur hierher kopiert und nicht bedacht, dass dann das so aussieht, als hätte ich das geschrieben . :? .

    Ich hoffe, das ist ok so.

    Aurora

    Hallo Speranza
    Mein Garten ist eher so ein Wellnessgarten für Körper und Seele.
    Erst versuche ich schneller zu sein als das Unkraut und dazwischen gibts ausgiebige Pausen.
    Ersteres ist für den Körper gut und letzteres für die Seele.
    Es gibt einen kleinen Apfelbaum ,einige Brombeeren und auf der Terrasse Erdbeeren,ansonsten viel Deko und einen großen Teich etc.
    Als ich noch im geschlossenen Bereich war habe ich dort einige Bilder ,,hinterlassen,, um euch an diesem schönen Garten teilhaben zu lassen,vielleicht kannst du die dort noch sehen?
    Gestern habe ich mit meinen Kinder und den anderen Schwiegereltern die Grillsaison dort eröffnet und heute war ich mit meiner sehr betagten Tante dort.
    Ich bin immer wieder froh das ich meinem Ex den Garten(also seine Hälfte) abkaufen konnte bei unserer ersten Trennung(Sommer 2012) ,da hatten wir den ja gerade mal 6 Wochen.
    Ich hege und pflege den weil ich weiß wie gut und wichtig der für mich und meinen Seelenfrieden ist.
    Körperlich bin ich zwar ziemlich eingeschränkt,mache halt langsam und so wie ich es kann,habe tolle Nachbarn dort .
    Dieser Garten ist ein großes Glück für mich und erdet mich so wunderbar ,rein in den Garten und der Rest der Welt inclusive aller Sorgen und Ärgernisse kann mich mal.......
    herrlich ist das.
    Letztes Jahr machte ich Brombeergelee...mh lecker
    LG R..

    Liebe Renate,

    dann drück ich die Daumen für gutes Wetter.
    Hier ist es heute schon toll, aber noch kalt, das soll sich ja aber ändern. Ich mag den Frühling.

    Schön, dass dir dein Garten so gut tut, eine Oase in all dem Alltag. Mein Schwiegersohn wird wohl seinen Garten abgeben, es ist einfach zu viel. Ich habe da ja auch immer ziemlich viel gewurschtelt, Gartenarbeit ist einfach schön. Aber wir können ihn leider auch nicht übernehmen, es ist auch für uns zu viel.

    Wie dem auch sei, ich wünsch jetzt schon mal "Guten Appetit".

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe sunshine, ob Coabhängigkeit tatsächlich eine Sucht ist, so wie Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, ist ja garnicht klar. Darüber gibt es immernoch keine endgültige wissenschaftliche Meinung. Und meine Meinung dazu ist, dass es eben nicht pathologisch ist.

    Es gibt "Beziehungssucht", aber das ist noch etwas anderes.

    Dass aber coabhängiges Verhalten nicht von heute auf morgen verschwindet, ist klar. Da stimme ich dir ganz zu. Es ist ein Verhaltensmuster, was oft schon sehr früh auch antrainiert wird. Darüber gibt es ja hier auch schon ein Fädchen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    ich gehöre ja auch in die Kategorie "alte Häsin"...

    Meine ersten Schritte in's neue Leben sind schon ca. 9 Jahre oder so her, konkret bin ich hier ja im Mai 2007 aufgeschlagen, da war ich dabei, mich zu trennen.

    Ich kann von mir behaupten, mich mit meiner eigenen Coabhängigkeit auszukennen, mit dem Leben mit einem nassen Partner. Ich kenne die Ängste und Schwierigkeiten sich zu trennen, in die Puschen zu kommen. Es hat ewig gedauert bei mir... Und mich hätte nicht und niemand wegzerren können von dieser ersten Ehe, bevor ich nicht selbst dazu bereit gewesen war. Ich hätte und habe immer eine Ausrede gefunden, warum ich da blieb, ich habe schön geredet, vertuscht und hingebungsvoll gelitten.

    Dann war ich bereit. Und dankbar, hier auf Menschen zu treffen, die wussten, wovon ich sprach. Die das auch so erlebt hatten. Die Dinge schon hinter sich hatten, die mir selbst noch bevor standen. Das waren "meine" "alten Hasen". Obwohl die auch noch garnicht so lange hier waren... :roll: , aber sie waren schon ein Stückchen weiter als ich.

    Und dann gab und gibt es Menschen, die sind auf meinem Level. Und eben die, die fangen gerade an, etwas zu erkennen und aktiv zu werden.

    Diese Mischung aus allem ist toll, finde ich! Einem Teil der Leute kann ich meine Erfahrungen mitteilen. Ihnen sagen, dass die Gefühle, die sie haben, "normal" sind. Dass sie es schaffen können. All sowas. Mit anderen wiederum kann ich meinen Weg ein wenig abgleichen, sehen, wo ich stehe, gemeinsam Schulterklopfen, gelebte Erfahrungen austauschen. Wieder andere zeigen mir, dass es auch andere Wege als meinen gibt und es sich für mich lohnen kann, mal was davon auszuprobieren.

    Es ist so vielfältig. Eine für mich gut genutzte Selbsthilfe kann mir viel geben. Von allen Seiten. Ich muss mich bloß darauf einlassen. Und sein lassen können. Ich stehe hier für mich, nicht für andere. Mich dürfen Leute hier was fragen. Sie müssen aber nicht. Meine Erfahrungen dürfen angezapft werden, um eigene Erfahrungen daraus zu machen. Und ich darf das auch so machen mit den anderen. Ich kann hier auf Menschen treffen, die am Anfang stehen. Oder noch davor sogar. Und das macht mir bewusst, dass ich da nie wieder hin will.

    Selbsthilfe - das kann ich für mich nutzen und was daraus gewinnen. Egal, ob ich neu dabei bin oder eine alte Häsin bin.

    Aurora

    Hallo Girasole,

    mal ist es leicht zu erkennen für mich, mal nicht so, mal erst eine Weile später. Ich bin da mit Sicherheit nicht perfekt und fertig.

    Manchmal, also in manchen Situationen, merke ich ein Unwohlsein. Dass mir was nicht wirklich passt und sich komisch anfühlt. Manchmal ist es ein ganz altbekanntes Gefühl dann, so ein "siehste, du bist eben ein Nichts". Dann kann mir beim drüber Nachdenken eben ein Licht aufgehen, warum das dann in dieser Situation so ist. Dass ich mich eben wieder wertlos fühle, abgewertet.

    Es gibt Situationen, da habe ich Angst. Das ist ganz häufig im Zusammenleben mit meinem Schwiegersohn und meiner Enkelin so. Seit meine Tochter nicht mehr lebt, also seit 2 Jahren, denn da möchte ich und spiele ich ja für meine Enkelin eine gewisse Rolle. Als Betreuerin, als weibliche Seite und so. Und da merke ich, dass ich eben auch oft an meinem Selbstwert zweifel, wenn ich mich nicht traue, Dinge, die ich brauche, durchzusetzen. Also z.B. Struktur in der Betreuung, die ich mir mit der anderen Oma teile. Das hat ewig gedauert, bis das geklappt hat, bis ich mich getraut habe, das anzusprechen. Und was für mich einzufordern.

    Ich habe dann Angst davor, dass mir Enkelin entzogen wird, dass ich es meinem SchwieSo nicht wert genug bin, dass ich ihm zu anstrengend bin, dass ich immer funktionieren muss und so. Dass meine kleine Enkelin mich nicht lieb haben könnte. Schwer zu beschreiben, totale Verstrickung und so. Und eine harte Probe für's Selbstwertgefühl eben.

    Und an meinem Arbeitsplatz, auch da gibt es viele Situationen, wo ich denke, ich darf nichts verlangen, weil ich nichts wert bin. Ich habe da jetzt aber doch schon Dinge verlangt, und dann auch bekommen :shock: . Und mein Chef hat mir ganz tolles positives Feedback gegeben. Das war eine gute Übung für mein Ich. Und da kann ich jetzt sehr gut inzwischen sehen, dass ich viel wert bin in meinen Job.

    Ja, es gibt da einige Situationen.

    Ich denke dann an Situationen, die ich positiv erlebt habe. In punkto Selbstwert. Wo ich meinen Wert erkennen kann, ganz genau sehen kann. Das hilft mir dann. Oder ich rede mit meinem Mann drüber, der mich dann bekräftigt und mir Wege aufzeigt. Manchmal mache ich auch fishing for compliments, auch das hilft mir, meinen Wert dann wieder zu sehen und zu spüren.

    Aber ganz ehrlich, ich glaube, ich werde da auch nie fertig mit sein. Ich werde nie die oberselbstbewusste Frau werden. Ich werde wohl nie da voller Selbstbewusstsein irgendwelche total schrillen Dinge durchziehen und über allem stehen. Das ist einfach nicht meine Art. Und das versuche ich, einfach anzunehmen, dass ich eben so bin.

    Und das fällt mir mal leicht, mal nicht so. Gerade hatte ich wieder ein totales Tief. Weil es mir eben selbst auch nicht psychisch gut ging. Letzten Freitag war der 2. Todestag meiner Tochter und meines kleinen Enkels. Das hat mich voll aus den Latschen gehauen und auch eben total zurück geworfen. Aber langsam weiß ich das auch, dass es eben Zeiten gibt, da gelingt es mir gut, mal eben nicht so. Jetzt bin ich wieder auf dem Weg nach oben, gewissermaßen.

    Aurora

    Hallo,

    Renate, du hast da auch ein dickes Päckchen dran zu tragen, an diesen Erfahrungen und Prägungen aus deiner Kindheit und Jugend. Und das zieht sich ja bis in dein jetziges Leben mit rein. Das Gute ist, dass du ja jetzt erwachsen bist, nicht mehr das Kind von damals, dass du nicht mehr ausgeliefert bist. Ich glaube, es ist doch sehr schwer, diese alten Erfahrungen und Prägungen los zu werden. Los werden geht eh nicht, es können ja nur neue Erfahrungen gemacht werden, neue Dinge im Gehirn angelegt werden. Und da bist du ja dabei!

    Girasole, ja, das kann ich von mir auch so sagen!

    Ich hatte nicht solch Elternhaus wie du, Renate. Da war viel Liebe und so. Aber meine Eltern, vor allem meine Mutter, hat Zeitlebens mit ihren eigenen Minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen. Und so wurden meine Brüder und ich auch davon geprägt. Wir wurden ja schon so erzogen. Eben unauffällig zu sein, den Mund zu halten, Konflikte zu vermeiden (da kam das riesige Harmoniebedürfnis der Eltern mit dazu), keine Ansprüche anzumelden.

    Ich lebe ja heute in einer Beziehung, die gleichberechtigt ist. Eine wunderbare Ehe ist das! Und trotzdem muss ich immer wieder auch mit meinen Gefühlen leben, solchen tollen Mann nicht verdient zu haben. Es nicht wert zu sein. Ich komme zwar immer schneller da raus, aber es taucht eben doch auch immer wieder auf. Und ich glaube, wie du Girasole, das wird eben auch immer wieder so sein.

    Ich lass mich eben nur nicht mehr auf dieses Wertlos-Gefühl ein.

    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, erstmal noch vielen Dank für deinen Beitrag. Wow, du hast deinen Flur gestrichen, meine Anerkennung. Ich mache ja viel, aber streichen, renovieren, ist mir ein Greuel... Mal sehen, ob sich in der Diebstahlsache bei mir was getan hat auf Arbeit. Ich war jetzt 2 Wochen nicht da, da ich krank geschrieben war. Morgen ist mein erster Tag wieder.

    Angeregt durch den Thread von Neuweg und den von Gewalt gegen Frauen habe ich auch mal auf der empowerment-Seite geguckt.

    Ich war da mal ziemlich am Anfang, nach der Trennung von meinem Ex. Was ich damals da gelesen habe, hat mich geschüttelt und ich habe geheult ohne Ende. Weil mir wie Schuppen von den Augen gefallen ist, was ich all die Jahre gelebt hatte.

    Noch heute ist mein Exmann der nette Nachbar von nebenan. Der gute Ex-Schwiegersohn. Meinen Erzählungen wird nicht unbedingt Glauben geschenkt, bzw. wird es abgewiegelt. Denn "er ist doch so'n netter, ruhiger..."

    Noch heute in meiner neuen Ehe habe ich öfter mit den Auswirkungen von damals zu kämpfen. Etwas mehr als 25 Jahre des Zusammenlebens damals haben mich ganz schön geprägt. Der Alkoholismus meines Exmannes ist nur ein Teil von allem. Was der sonst da gemacht hat... Abwertung, Beschimpfung, Ignorieren, s.exuelle Übergriffe usw., das war mein Alltag. Und ich fand das richtig so, lange Zeit. Ich war von meiner Prägung aus dem Elternhaus schon so drauf, dass ich froh war, dass mich überhaupt ein Mann wollte... Mein geringes Selbstwertgefühl wurde im Laufe der Ehe damals vollends zerstört. Irgendwann, ziemlich zum Schluss, da flackerte in mir ein kleines Licht, sozusagen. Ein kleiner Rest Würde. Da konnte ich gehen.

    Ich bin glücklich, da raus zu sein!

    Aurora

    Hallo Neuweg,

    ich denke schon, dass das, was du erlebt hast, psychische Gewalt war. Wo das anfängt?

    Meiner Meinung nach da, wo du mit Worten klein gemacht wirst. Wo du abgewertet wirst, nicht ernst genommen wirst. Wo du als Person mit eigenen Bedürfnissen und eigener Persönlichkeit ignoriert wirst. Wo du mit Worten und Blicken erschlagen wirst. Und das alles immer und immer wieder.

    Es gibt auch in guten Partnerschaften ja Situationen, wo etwas eskaliert, wo Verletzung auch stattfindet. Darüber wird dann aber geredet und sich entschuldigt.

    Ich hatte eine erste Ehe, da wurde ich nur nieder gemacht. Psychisch. Jetzt bin ich zum 2. Mal verheiratet und habe eine Beziehung auf Augenhöhe. Erst jetzt sehe ich, was ich mir damals alles habe bieten, gefallen lassen. Und fand das noch "normal" zum Teil. Es ist wie Tag und Nacht. Manchmal kann ich jetzt noch kaum glauben, sowas Gutes verdient zu haben, wie ich jetzt habe... Aber das habe ich! Jeder hat das!

    Aurora

    Hallo Neuweg,

    Zitat

    Heute habe ich mich durchgesetzt. Ja, tatsächlich

    Gut so!
    Du schreibst, du bist konfliktscheu. Trotzdem hast du dich getraut, dich durchzusetzen und genau einen Konflikt deshalb in Kauf zu nehmen. Du kannst das also, und die Welt dreht sich auch weiter.

    Sollte nun die nächste Situatuion kommen, kannst du auch darauf zurück greifen. Auf diese Erfahrung. Dass du es kannst und dass die Welt sich weiter dreht.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Neuweg,

    Zitat

    Ich dreh mich mit den Gedanken gerade im Kreis. Ich weiß nicht, ist das normal?
    Die Trennung besteht weiterhin. Ich versuche jetzt an den Erinnerungen fest zu halten, was alles mieses war. Versuche dieses eideidei Verhalten richtig ein zu ordnen, und am besten mich darüber ärgern.

    Ob es normal ist, weiß ich nicht. Aber ich habe das auch so bei mir erlebt.
    Mein Ex wurde nüchtern, als ich ausgezogen bin. Und es hat sich alles gedreht. Da waren Massen an Gefühlen in mir, die mich gezerrt haben, wieder zurück zu gehen. Und das, obwohl ich mich auch im Neuen so gut gefühlt habe. Das war einfach Achterbahnfahren, damals.

    Zurück gegangen bin ich zum Glück nicht. Aber ich habe den Kontakt wieder aufgenommen. Und ganz ehrlich, damit habe ich mir keinen Gefallen getan. Es machte alles nur noch schwerer, denn ich hing in alten Dingen fest. Er drückte alle Knöpfe, die ich hatte.

    Bei mir ging es auch "nur" um mich, meine Kinder waren zu dem Zeitpunkt ja schon erwachsen.

    Ich habe es auch geschafft, indem ich mir dann ein "Feindbild" aufgebaut habe. So wie du beschreibst, habe ich mir auch all die schlimmen Dinge immer wieder in Erinnerung gerufen. Habe mir gesagt, es hatte doch einen Grund, dass ich abgehauen bin. Es hatte Gründe, und es ist mein gutes Recht, zu beenden, was mir nicht gut tut.

    Mein Ex war dann auch von zuckersüß bis unflätig. Einen Tag war er das Opfer, das ich im Stich gelassen hatte. Dann wieder bedrohte er mich mit allen möglichen Dingen, machte mir Angst. Einen Tag heulte er, schmerzgramgebeugt, dann wieder spielte er den Macker, der die Macht hatte.

    Es ist nicht leicht, aber das hat auch nie einer behauptet. Du hast eine Menge Unterstützung, das ist gut. Lass dich nicht weich klopfen!

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo neuweg,

    super, was du alles gestemmt hast!

    Das Auf und Ab der Gefühle ist ganz normal. Hauptsache ist aber, dass du auf deinem Weg jetzt weiter machst, auch wenn das nicht einfach werden wird. Erstmal. Du hast dir ja jetzt Leute in's Boot geholt, die dir helfen, dich unterstützen, z.B. hier im Forum.

    Gespräche mit deinem Mann sind natürlich notwendig, zum Teil, es muss ja einiges geregelt werden. Dazu ist es besser, sich nicht zuhause zu treffen, wenn möglich. Sondern an einem neutralen Ort.

    Wenn du Gedanken hast daran, wie toll es mit ihm vielleicht doch mal war, wenn es dich zurück zieht, warum auch immer, ist es gut, ein Feindbild zu haben. So habe ich das damals gemacht. Ich habe mir einfach in's Gedächtnis gerufen, was an schlimmen Dingen alles passiert ist. Da war dann der Anfall bei mir gleich wieder vorbei.

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Neuweg,

    hast du schon mal ein wenig bei den EKAs gelesen, also den erwachsenen Kindern von Alkoholikern? Da beschreiben diese schon, wie sie es empfunden haben, als Kind, und wie sehr sie im erwachsenen Leben da noch mit Dingen kämpfen müssen.

    Ansonsten möchte ich dich um eines bitten. Du wirst mehr vom Austausch haben, wenn du in nur einem Fädchen bleibst. Das ist dann viel übersichtlicher! Auch für die Menschen, die sich mit dir austauschen. Ihr seid ja ein Gesamtpaket, sozusagen, du und deine Kinder!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, ja, ich habe von deiner Maleraktion in deinem Fädchen gelesen. Krass... Ich habe da auch so Erlebnisse mit Handwerkern.

    Ja, im echten Leben ist es schon hart :? . Ich neige eben schon auch dazu, meine eigene Ehrlichkeit auf die gesamte Menschheit zu projizieren. Ich wurde schon oft enttäuscht. Immerhin bin ich aber nicht mehr so grenzenlos, wie ich mal war, ein wenig habe ich doch auch gelernt in den letzten Jahren :wink: .

    Es ist, bis auf mit 2 Kolleginnen, die ich habe, immer gute Stimmung in meinem Laden. Mit diesen 2 Kolleginnen habe ich ein wenig Probleme, eigentlich nur mit der einen, die andere hängt da mehr mit dran. Darum ist es jetzt echt ein schiet Gefühl, wer das gewesen sein könnte :roll: . Ich habe meinen Verdacht, aber eben nur den Verdacht, die Wahrheit werde ich wohl nicht erfahren. Seufz.

    Heute ist wieder Enkelin-Tag, also ich betreue sie wieder. Das macht immer so viel Spaß! Mal sehen, was sie heute so vorhat, was wir spielen sollen. Sie hat ja da ganz konkrete Vorstellungen immer. :lol:

    Aurora