Hallo,
momentan geht es mir eher blöd als gut
. Es sind halt so viele Dinge in meinem Umfeld passiert. Viele Dinge, die mich beschäftigen. Kleine und große, die Masse macht es.
Und da merke ich dann wieder, wie leicht meine alten Muster dann auf einmal wieder da sind... Aber wie ich es auch letztens im Fädchen von Girasole gelesen habe, es ist schon mal gut, sich dessen eben auch bewusst zu werden. Und das kann ich. Und dann geht da auch was zu verändern.
Ich hatte und habe Probleme mit dem Menschen, der bei uns den Schichtplan macht. Alle haben ein Problem mit dem, weil er ständig was verändert, vergisst, sich keine Mühe macht, sondern anscheinend nur von einer Woche zur nächsten was kopiert. Es ist sehr anstrengend!
Und ich wurde immer unsicherer und unzufriedener. Also habe ich mir gedacht, das ist doch wieder so, wie damals all die Jahre. Die Situation damals, nicht nur mit dem trinkenden Exmann, sondern gerade auch mit seiner Sippe, hat mich fertig gemacht, ich konnte an nichts anderes mehr denken. Aber gesagt habe ich auch nichts, damals, nur geschluckt und gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Und hallo, was war ich unglücklich, verspannt, vergrätzt!
Das will ich nicht mehr!
Also habe ich meinen Mut zusammen genommen und beim Chef vorgesprochen. Ihm sachlich und ruhig meine Dinge erklärt. Es kam zwar nicht 100% ig das bei raus, was ich mir gewünscht hätte, aber damit hatte ich im Vorfeld schon gerechnet. Aber es war trotzdem gut, es zu machen. Zu reden, nicht zu schlucken. Meine Interessen und meine Gefühle zu sagen, zu vertreten auch. Einfach mich wahr und ernst zu nehmen und dann was zu machen.
Es ging und geht mir besser, seitdem. Und ich weiß, ich werde das wieder so machen, wenn es nötig wird! So ordnet sich für mich ein Ding nach dem anderen. Das habe ich mir immer erhofft. Es gab mal eine Zeit, da hatte ich gehofft, dass jemand kommt und alles für mich regelt... Das hat natürlich nicht geklappt. Klappen tut das, seit ich selbst mein Leben in die Hand genommen habe. Es dauert zwar lange... hätte ich das am Anfang gewusst, puh... ich bin doch sooooo ungeduldig.
. Aber auch das habe ich inzwischen gelernt, dass es nichts bringt, Dinge über's Knie zu brechen.
Das einzige Mal, wo das was gebracht hat, eine Schnellaktion schlussendlich zu starten (nach jahrelangem Rumgeeier erster Güte...), war, als ich mir eine Wohnung gesucht habe. Das ist jetzt fast genau 7 Jahre her, seit ich meinen Schlüssel bekam. Den Schlüssel für ein neues Leben. Den Schlüssel für einen Neuanfang. Ich kann nur sagen, es hat sich gelohnt!
Mit meinem Exmann gibt es ab und an Kontakt. Mein Sohn wohnt ja jetzt erst mal bei ihm. Und ich hatte den Ex nun schon ab und an am Telefon, wenn ich den Sohn sprechen wollte. Ich höre auch durch meinen Sohn eben was vom Ex, was der manchmal so treibt.
Der trinkt ja wieder. Ja schon längere Zeit inzwischen. Ich nehme diese Dinge zur Kenntnis. Aber grundsätzlich ist es mir schnurzpiepegal geworden. Weil - es ist sein Leben. Damit darf er machen, was er will. Ich muss da nichts mehr dran rummodeln.
Aurora