Beiträge von Aurora

    Liebe Neuweg,

    schön, dass du gleich hier dein Fädchen eröffnet hast und dich niedergelassen hast :) .

    Was du über dich und dein Verhalten beschreibst, kenne ich von mir ganz genau so. Konfrontationen waren für mich ein Obergräuel. Harmonie gab es um jeden Preis... Ich fühlte mich für alles zuständig und war immer zur Stelle, das wertete mich (in meinen Augen) auf, gab mir eine Art Daseinsberechtigung. Und ich nahm meine Verpflichtung, also meine vermeintliche, als Ehefrau sehr ernst, was mir mein Exmann auch immer wieder vorhielt bzw. einforderte. Perfektion, das war wichtig! Nur keine Fehler machen. Ach Menno, wie sehr ich das alles kenne...

    Bei mir ist es so, dass ich nichts anderes gelernt habe, als immer zurück zu stecken, immer gute Miene zum bösen Spiel zu machen. So wurde ich erzogen, so lebten es mir meine Eltern auch vor. Selbstwert, das war ein Fremdwort für mich.

    Es ist sehr schwierig, diese alten Muster abzulegen, neue Bahnen im Gehirn zu schaffen. Das geht Schritt für Schritt.

    Zitat

    Ich weiß, dass xy, wenn ich ihn nochmals konfrontiere, sofort wütend wird. Er wird mir erklären, wie sehr ich ihn verletze, wie enttäuscht er ist, dass er eine Frau wie mich nicht verdient hat, weil er ja gut für uns sorgt und dass ich auch keine perfekte Mutter bin. Damit hat er mich letztes Mal gekriegt. Ich kann mit diesen Vorwürfen überhaupt nicht umgehen. Dass letzte Mal schwenkte das Thema von seinem Alkoholproblem auf meine angeblichen Fehler, und dass ich ihn so enttäuscht habe…

    Ja, genau solche Diskussionen gab es Mal um Mal. Sie machten mich klein und kleiner. Und genau das passiert ja mit dir auch! Dein Mann macht dich klein damit, mundtot, damit du weiterhin gut für ihn funktionierst. Du fühlst dich schuldig und verantwortlich für alles. Das ist aber nicht so, das weißt du auch!

    Und da kannst du einen ersten Schritt machen. Bei der nächsten Diskussion, bei der du dich dann wieder an die Wand gedrängt fühlst, sagst du einfach "Stopp". Oder "Nein", irgend solch Wort. Und dann hast du das Recht, dich umzudrehen und zu gehen! Du musst dich nicht diesen Dingen aussetzen, wer sagt, dass du das musst? Niemand! Dein Mann? Na und...

    So habe ich meine ersten Schritte auch gemacht. Das ist sehr schwierig am Anfang. Bei irgendwelchen "neins" hatte ich regelrecht körperliche Schmerzen. Die habe ich einfach ausgehalten, anders geht das nicht, einfach mal aushalten, auch wenn es dich zerreißt. Du wirst dann aber auch die Erleichterung spüren und den Stolz, es geschafft zu haben. Und es ist dein gutes Recht!

    Damals habe ich mir endlich eine Wohnung gemietet. Und bin dort eingezogen, genau so, es hat mich zerrissen, aber ich habe es ausgehalten. Mir auch gedacht, es ist erstmal nur zum Übergang, zum Ruhigwerden. Denn mein Ex hatte ja mit dem Trinken dann aufgehört... Ich hatte Schuldgefühle zum Umfallen, all sowas.

    Ich wohne heute noch hier, und es ist wunderbar :D !

    Du wirst es schaffen können, da raus zu kommen! Mach mal Schritt für Schritt. Nur Mut!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Georg,

    auch wenn es sich erstmal völlig blöd anhört, aber es ist wirklich wichtig, bis zum Entgiftungstag moderat weiter zu trinken. Denn sonst wird dem Körper der Stoff halt entzogen, kalter Entzug ist das, und das kann lebensgefährlich sein! Ich kenne Leute, die hatten dann Krampfanfälle, Halluzinationen, Angstzustände, Kreislaufkollaps und so weiter.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    das Wochenende mit unserer Enkelin war wieder sehr schön. Wir waren im Möbelhaus, nun hat sie eine große Bettdecke und ein neues Kissen. Und natürlich passende Bettwäsche. Demnächst bekommt sie ja ihr großes Bett.
    "Oma, da kann ich drin schlafen, bis ich ausziehe!"
    "Aha, du ziehst mal aus, weg von Papa?" :lol::wink: .
    "Jaaaaa!"
    Hähä, na, das sind Zukunftsträume einer 5jährigen. Ihr Papa ist nämlich doch noch der Größte zur Zeit.

    Am Montag hatte ich eine unschöne Sache. Als ich Feierabend hatte und meine Einkäufe bezahlte, merkte ich, dass mir 20€ im Portemonnaie fehlten. :( . Und das Portemonnaie war auch so komisch in meiner Tasche, so unordentlich. Ja, da hat mir einer meiner Kollegen tatsächlich mal einen 20ger geklaut :shock::( . Das ist echt so ein blödes Gefühl. Und vor allem auch mit meine Schuld. Wir haben ja kleine abschließbare Fächer im Aufenthaltsraum. Da habe ich, bis vor einer Weile, auch immer mein Geld eingeschlossen. Bis ich dachte, mir wird doch nix passieren. Hier doch nicht...

    Ich bin ein wenig unsicher, was ich jetzt machen soll. 'ne große Welle jedenfalls nicht. Aber in meinem kleinen Umkreis, wo ich arbeite, werde ich es schon sagen.

    Wieder was gelernt. Ich bin eben oft sehr vertrauensselig. Dadurch habe ich auch schon einige viele Rückschläge erhalten, Enttäuschungen. Ich werde jetzt also wieder besser auf mich und meine Sachen aufpassen. Nicht alle Menschen sind eben so ehrliche Häute wie ich.

    Aurora

    Liebe Sarawen,

    ich finde es erstmal grundsätzlich doch nicht schlimm, sich Gedanken über Menschen zu machen, die dir nahe stehen. Was ist verkehrt daran zu denken, ob es ihm/ihr gut geht?

    Ich meine, wenn ich so an mich denke, ich finde es schön, wenn es meinem Mann gut geht, meinem Sohn, Schwiegersohn, der Enkelin usw. Und wenn es nötig ist, unterstütze ich sie auch darin, also ich helfe ihnen, wenn sie Hilfe benötigen für bestimmte Dinge, damit es ihnen gut geht.

    Wichtig ist doch bloß das Maß der Dinge. Ich unterstütze meine Leute, wenn sie Hilfe brauchen. Warum nicht? Ich dränge aber meine Hilfe nicht schon ungefragt im Vorfeld auf, weil ich denke, sie könnten sie brauchen. Ich sehe meine Grenzen und auch die Grenzen der Menschen um mich. Ich verdrehe mich nicht mehr, verzichte auf alles, nur damit es dem anderen gut gehen kann.

    Ich gebe zu, das fällt mir nicht immer leicht, vor allem, wenn es um meine Enkelin und meinen Schwiegersohn geht. Da spielen bei mir noch eine Menge Ängste mit. Verlustängste und so, durch den Tod meiner Tochter und meines kleinen Enkels.

    Wichtig ist doch aber, um diese Dinge zu wissen, sie zu erkennen. Denn da kann ich auf mich achten. Im Falle des Falles hinsehen und zurück rudern, darüber reden oder so.

    Zitat

    Mittlerweile habe ich direkt Angst mich auf andere wirklich einzulassen.


    das finde ich sehr schade, denn damit schränkst du dich, deine Lebensqualität ja massiv ein! Angst macht bewegungsunfähig! Ich habe das mal mit meinem Therapeuten direkt erlebt. Also er hat es an einem Beispiel mir gezeigt.

    Er war die Angst, ich eben ich. Und wir hielten ein Seil in den Händen. Daran zog er wie verrückt. Und ich versuchte, gegen zu ziehen. Beide Hände verkrampft um's Seil geschlungen, mit unsicherem Schritt, wackelig. Beide Hände konnte ich nicht gebrauchen, denn sie hielten das Seil. Ich war fixiert auf ihn, die Angst, sah garnichts mehr um mich rum. Und völlig außer Atem war ich auch...

    Gib der Angst nicht solche Macht! Du hast doch auch schon viele Dinge erreicht für dich. Du darfst dir doch vertrauen, dass du Lebenssituationen für dich gut bewältigen kannst. Das hast du doch schon bewiesen, dass du das kannst.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Mausepaul,

    du bist mit diesem Mann seit 20 Jahren zusammen. In diesen 20 Jahren hat er deine Kinder nie akzeptiert. So verstehe ich das. Davon mal abgesehen, wie das für die Kinder gewesen sein muss und ist, wie kommst du auf die Idee, er würde nun auf einmal seine Meinung ändern und die Kinder lieben? Sowas kannst du doch auch nicht erzwingen.

    Und er hat gesagt, er will die Trennung. Das ist doch klar. Was gibt es da noch zu eiern? Warum suchst du dir nicht eine Wohnung, wenn er das nicht macht?

    Du meinst, er entzieht Alkohol? Davon mal abgesehen, dass du das anscheinend nicht genau weißt, wäre es lebensgefährlich, wenn er das macht. Ohne Arzt. Wieso musst du wissen, wie Alkoholiker sich fühlen? Das ist doch sicher auch verschieden. Und völlig wurscht für dich.

    Wichtig ist doch, wie du dich fühlst. Was willst du eigentlich ganz genau? Kannst du ganz klar sagen, was du willst? Einfach so. Wenn du das mal versuchst, dir darüber klar zu werden, dann wär das echt gut.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    momentan lese ich die Masterarbeit meines Sohnes Korrektur. Das ist sehr interessant, aber auch sehr anstrengend. Denn die Materie ist nun nicht unbedingt meine... Aber egal.

    Ich bin ziemlich stolz, dass er mich gefragt hat, denn es zeigt mir, dass er meinen Fähigkeiten vertraut. Das tut meinem Selbstwert gerade wieder ziemlich gut, ich brauche schon auch solche Bestätigungen.

    Ansonsten plagt mich gerade eine Erkältung. Und meine Trauer ist gerade sehr stark. Ich freu mich aber auf den Frühling. Und erstmal auf's kommende Wochenende. Da wird von Freitag auf Sonntag unsere kleine Enkelin bei uns sein. Das ist immer so schön gemütlich mit ihr. Und lustig und spannend und witzig und kuschelig und aufregend und und und :lol::D .

    Ja, das ist so los zur Zeit bei mir.

    Aurora

    Hallo Matthias,

    da will ich mal nicht nur still wieder davon schleichen, wie sonst, denn lesen tu ich hier ja immer. Und finde es toll, wie du dein Leben lebst.

    Ich wünsche dir gute Besserung für deine Wirbel. Ja, so Guteste, die Einreibungen machen und auch sonst das Leben versüßen, sind schon was Tolles :wink: . Sagt mein Mann ja auch immer... Und ich finde es toll, wenn er den Staubsauger schwingt... :lol:

    Es ist eben so, wie es in den Wald reingerufen wird, kommt es als Echo raus, mal frei nach Aurora. Es kann eben in nüchternem Zustand und ohne den Zwang, coabhängig am anderen rumbasteln zu müssen, ein Nehmen und Geben auf Augenhöhe sein. Ein gemeinsames Genießen. Und so weiter.

    Also mach's weiterhin jut,
    Aurora

    Hallo Anna,

    ich verstehe deine Dinge ziemlich gut.

    Denn obwohl ich auch böse Zeiten mit meinem Ex hatte, fiel mir die Trennung, das Loslassen sehr schwer. Da waren dann so Schuldgefühle, Gefühle, versagt zu haben und so. Und meine Prägung eben, durchzuhalten, alles zu versuchen, ihn nicht aufzugeben, weil, man hat sich ja mal geliebt und geheiratet und Kinder gezeugt, etceterapp...

    Ich habe mir da sehr viel gefallen lassen, mir Gedanken um sein Wohl gemacht, all sowas. Und übrigens, die Schuld daran, dass er saufen musste, hatte ich natürlich auch... Dieses Schuldzuschieben ist sehr häufig in solchen Beziehungen so.

    Du hast aber daran keine Schuld!

    Er ist nun ausgezogen, das ist schon mal ein gutes Stück. Du kannst dich nun in Ruhe sortieren. Wie alt sind deine Kinder?

    Jetzt geht es daran, eben zu sortieren. Du willst, so habe ich es verstanden, die Scheidung. Auch wenn es dich schmerzt. Gut, dieser Schmerz gehört nun mal dazu. Da musst du viel loslassen an alten Träumen und Wünschen und so. Und du kannst für dich nun sehen, wie viel du dir wert bist. Was du dir vom Leben weiterhin versprichst für dich.

    Da ist ein Kontaktabbruch sehr sinnvoll. Keine SMSe, keine Telefonate, keine Mails, keine Treffen. Denn sonst kannst du davon ausgehen, dass du immer wieder zurück gezogen wirst. Das ist wie ein Strudel, jeder Kontakt lässt dich in alte Muster fallen, und ihr dreht euch dann um euch, wie immer. Da gibt es dann nur ein Hin und Her an Schuldzuweisungen und Schmerzen zufügen. So war es jedenfalls bei mir damals.

    Verstehen wirst du all die Dinge nach und nach, wenn der Abstand immer größer wird.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Anna,

    herzlich willkommen im offenen Forumsbereich. Deinen Beitrag im Vorstellungsbereich können nur die Teilnehmer des geschlossenen Bereiches lesen. Nur mal zur Info. Du hast ja hier ein wenig von deiner Geschichte geschrieben.

    Du fragst

    Zitat

    Aber ich hoffe immer noch dass er einsichtig wird, und am Ende werde ich wieder enttäuscht, davor will und muss ich mich doch schützen, oder?


    Ja! Auf jeden Fall! Und du musst dich vor Schlägen, vor Anspucken, vor Beschimpfungen schützen. Ganz klar.

    Wie die rechtliche Seite einer Scheidung sein kann, wird dir hier nicht beantwortet werden können. Dazu hast du deinen Anwalt. Wir dürfen hier keine Rechtsauskünfte geben.

    Aber hier kannst du Unterstützung für deinen weiteren Weg erhalten, was die emotionale Seite z.B. angeht.

    Diese Hoffnung, dass doch noch sich was zum Guten wendet, hatten viele Teilnehmer hier. Ich auch mal. Diese Hoffnung hat mich so lange gefesselt. Ich habe dadurch immer eine Ausrede auch gehabt, nicht hinsehen zu müssen, denn dann hätte ich gesehen, dass meine Hoffnung unberechtigt war, ein Vorwand war eben. Denn irgendwann wusste ich im Inneren, dass er sich nicht ändern würde.

    Zitat

    Ehrlich habe ich Angst vor der Scheidung, man hat sich doch mal geliebt.
    Und Kinder.


    Wovor hast du Angst, was eine Scheidung anbelangt? So, wie du deinen Mann beschreibst, solltest du eher Angst haben, mit ihm zusammen leben zu müssen. Und die Kinder leiden eh darunter, immer! Und Liebe... Sicher hattest du mal welche für ihn. Aber hast du sie noch? Findest du es schlimm, dass sie jetzt weg ist, nach all dem?

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Karl,

    ui, so viele Beiträge... und ich komm auch noch. Und schließe mich meinen Vorschreiberinnen auch an!

    Ich spürte immer diese große Euphorie, diese Hoffnung, wenn mein Exmann mal wieder "vernünftig" wurde.

    Und genau wie deine Frau sagte er dann, der Alkohol könne da stehen bleiben, ihm würde das ja nichts ausmachen, er könne das beherrschen, sich beherrschen. Und "ab und zu mal ein Gläschen" würden ihm nun nichts ausmachen...

    Dass das nicht geklappt hat, ist klar... und ganz ehrlich, irgendwann wusste ich das heimlich auch, dass es so nicht funktionieren kann. Aber ich wollte es doch so gerne glauben, damit ich einen Grund hätte, bleiben zu können.

    Inzwischen kenne ich viele trockene Alkoholiker, bin ja auch mit einem in 2. Ehe verheiratet. Diese Leute gehen ganz anders mit sich um, mit ihrem Leben und ihrer Suchtkrankheit. Anders, als ich es eben von meinem Exmann kenne, anders, als du es hier beschreibst und ich auch schon oft hier in anderen Co-Fädchen gelesen habe.

    Du fragst

    Zitat

    Jetzt frage ich euch: Gibt es nasse Alkoholiker, die ohne wirkliche fremde Hilfe den Schalter umlegen können und das auch dauerhaft so leben können?


    Ich kenne keinen...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Mom,

    dein Nick erinnert mich ein wenig an meinen, als ich hier ankam. Da nannte ich mich "Muddi" :wink: . Und so fühlte ich mich auch... :?
    Zuständig für alle und alles, nur nicht für mich und meine Bedürfnisse und Wahrnehmungen.

    Zitat

    Ich bin ein ziemlich feiger Mensch, harmoniebedürftig und gut im Schnauze halten und beschwichtigen


    Das hört sich irgendwie so negativ an.

    Du bist ängstlich, harmoniebedürftig und anpassungsfähig, konfliktscheu. Finde ich irgendwie freundlicher. Genau so, wie es eben gute Cos sind, würde ich mal sagen. Also genau diese Muster machen uns eben dazu, auszuhalten und wegzustecken. Ich würde mich auch so bezeichnen. Bzw. so war ich auch, inzwischen habe ich da eine Menge verändern können dran. Ich habe gelernt, mich nicht mehr an letzter Stelle zu sehen. Aber grundsätzlich bin ich auch so. Na und...?

    Deine Sicht der Dinge hat sich verändert. Dich stören inzwischen viele seiner Sachen, vor allem der Alkoholkonsum. Und das ist doch das Maß. Du bist das Maß, für dein Leben. Und es stört dich und das ist dann ja grundsätzlich nicht falsch. Ich finde es gut, dass du den Mut hattest, dir hier Hilfe zu suchen und dass du zur AWO gehst.
    Bist du vielleicht doch nicht soooo ängstlich :roll: ?

    Wegen deiner Kinder, da schließe ich mich meinen Vorschreiberinnen an.

    Zitat

    Jetzt sind da ganz viele liebe Menschen, die mich zwar verstehen, doch im Fall einer Trennung zum Sohn, Enkel und Neffen halten und dann eher den Kontakt zu mir und den Kindern abbrechen.


    Ja? Das ist erstmal dein Gedanke, deine Angst, dass da der Kontakt abgebrochen wird. Oder haben dir diese Menschen, die dich verstehen, wie du schreibst, das angedroht?

    Hey, ich kann was fragen, ich weiß.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Mom,

    herzlich willkommen in unserem Forum!

    Du stehst jetzt da und weißt nicht weiter... Ja, da kommt dir jetzt ein klarer Gedanke bzw. eine klare Sicht nach der anderen. Das tut weh und macht erstmal verwirrt.

    Du weißt nicht mehr weiter... Was weißt du nicht? Also ich meine damit, was möchtest du denn durch einen Austausch gerne erreichen? Was meinst du, wobei dir hier geholfen werden kann?

    Das ist eine ganz ernste Frage, ich mein's nicht blöd oder so. Aber es ist gut, dir erstmal im Kopf was zu sortieren oder damit anzufangen was zu sortieren. Was du konkret erreichen möchtest.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Sarawen,

    mein Ziel war, mehr Urlaub zu bekommen. Ich hatte da vor 14 Tagen ein Chefgespräch. Und Montag ein zweites. Und ich habe mein Ziel erreicht :D , ich hab mehr Urlaub nun. Zusammen mit den Überstunden, die ich immer habe, komme ich auf sehr gute Aus-Zeiten dadurch für mich.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    nun habe ich also nochmal mit meinem Chef geredet, wegen des Urlaubes.

    Er meinte, wieviel Urlaub ich denn haben wolle. Momentan hatte ich 24 Urlaubstage bei einer 6-Tage-Woche. Ich meinte, ich möchte gerne 30 Tage habe.
    "Gut, dann hast du jetzt 30 Urlaubstage!", meinte der Chef.

    :shock::D ... so hab ich wohl geguckt. Hey, es klappt. Ich habe meine Bedürfnisse formuliert und eine Antwort bekommen. Dass die mich auch noch so zufrieden stellt, ist natürlich noch besser 8) .

    Aurora

    Hey Linde,

    bei uns gab es gestern auch Linsensuppe, allerdings nicht vegetarisch. Aber schönes Suppengemüse hatte ich auch drin, so wie du. Lauch, Petersilienwurzel, Sellerie, Möhre, mehlige Kartoffel. Die Linsen weiche ich aber vorher nicht extra ein. Ich hatte braune Tellerlinsen, die brauchen ca. 20 Minuten, länger nicht. Und waren sämig und bissfest zugleich.

    Ja, so'n Eintopf ist klasse im Winter.

    Aurora

    Hallo sarawen,

    hey, schön, wieder was von dir hier zu lesen :) .
    Du hast ja echt Grund, auch stolz zu sein. Du hast schon eine Menge für dich gemacht.

    So Wechselbäder der Gefühle kenne ich auch ganz gut. Das Neue muss sich vielleicht erst so richtig festsetzen.

    Du hast eine Menge Pläne. Hast du schon mal überlegt, sie dir aufzuschreiben? So einfach hintereinander. Und dann kannst du sortieren. Nach Priorität. Vielleicht findest du dadurch einen Anfang.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Mathilda, nein, die Rolle hat mich jetzt nicht belastet. Und der Orpheus war klasse!
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    Gestern war der Familientermin. Und es war einfach gut. Nun sind einige Dinge wieder klar. Und das ist schon wichtig, vor allem auch für meine Eltern. Sie sind ja nicht mehr so jung und für sie ist ein Gerüst da schon sehr wichtig! Eine Struktur.

    Ich glaube, ich konnte einen guten Beitrag dazu leisten, dass wir, also meine Brüder, Eltern und ich nun da wieder Struktur und Klarheit haben.

    So, und gleich düse ich ab zu meiner kleinen Enkelin. Ich werde sie von der Kita abholen, dienstags und donnerstags ist ja Oma-Tag. Da die andere Oma, mit der ich mich im 2-Wochen-Takt abwechsel, nicht kann, darf ich nun 3 Wochen hintereinander Enkelin-Hüterin sein. Was ich allerdings nicht schlimm finde, im Gegenteil!

    Das Jahr hat also angefangen. Und ich habe schon viel für mich erledigen können. Die Familiensache ist soweit eingerührt. Und mit meinem Chef habe ich auch schon gesprochen, ich möchte mehr Urlaub haben. Mal sehen, er schien nicht abgeneigt zu sein. Aber da steht noch eine Antwort aus.

    So, jetzt geht es aber los...

    Aurora

    Liebe Honeymaker,

    ich kann dir mal meine Sicht der Dinge dazu schreiben. So, wie es mir erging und ergeht.

    Auch ich hab damals gerne getrunken. Ich kenne das von meiner Herkunftsfamilie, da wurde immer gebechert bis zum Umfallen. Als ich damals meinen Exmann kennenlernte, fand ich es auch daher nicht ungewöhnlich, wie er trank. Ich machte da lustig mit... Und irgendwann war es mir komisch und zu viel und ich versuchte, das zu reduzieren. Ich konnte das gut, aber er nicht wirklich. Nach und nach war er abhängig geworden und rutschte immer tiefer in die Sucht. Ab einem bestimmten Punkt trank ich wieder vermehrt mit. Denn - so meine Gedanken - soff ich mit, hatte er weniger, soff ich die Reste aus, hatte er die wenigstens nicht. Und wenn wir beide besoffen waren, hatten wir irgendwie wieder eine gemeinsame Basis. Und irgendwann soff ich auch, um das Elend ertragen zu können.

    Ich habe den Absprung geschafft, zum Glück! Als ich mich endlich trennen konnte, hatte ich auch keine Lust mehr auf Alkohol. Das war ganz komisch. Ich trank nur noch selten und hatte garkeine Lust mehr auf Rausch. Zu viel hatte ich gesehen und erkannt. Was daraus passieren kann.

    Mein Exmann wurde mit der Trennung nüchtern und wir näherten uns an. Er versuchte mit aller Gewalt, mich zurück zu holen. Ich war aber immer auf Abstand, irgendwie konnte da kein Vetrauen mehr aufkommen. Zu viel war passiert zwischen uns und ich merkte, dass da keine Liebe mehr war. Das war was anderes. Ich wusste, solch Leben wie vormals mit ihm wollte ich nie wieder! Und so kam es nach einigen Monaten zur endgültigen Trennung.

    Und ich lernte meinen jetzigen Mann kennen. Auch er ist Alkoholiker, trocken seit 2006. Das heißt, ich kenne ihn nur trocken. Ich sah und sehe, wie wichtig ihm seine Trockenheit ist und mit welcher Ernsthaftigkeit er mit deinem Leben umgeht. Ganz anders als der Ex in seiner Nüchterphase damals... Ich wollte niemals mehr einen saufenden Mann, den habe ich nun! Und ich selbst lebe mit ihm ein abstinentes Leben, bei uns gibt es keinen Alkohol. Selbst unsere Hochzeit war ohne! Und es haben alle überlebt :lol:8) . Halt, einer nicht... Der hatte dadurch echt Entzug bei unserer Hochzeit. Er schwitzte wie irre, war unruhig und trieselig. Das war der Tiefpunkt von diesem Freund damals. Er ging nach unserer Hochzeit zum Arzt...

    Was die Zukunft mit deinem Ex-Partner bringt, weißt du nicht.
    Ein Leben mit einem trockenen Alkoholiker ist ein lebenswertes und schönes Leben. Warum auch nicht? Es beinhaltet einige Dinge, die anders sind, z.B. eben ein alkoholfreies Leben. Aber egal, wenn ich nicht selbst abhängig bin, macht mir das nichts aus.

    Ob dein Ex-Partner das jemals ernsthaft anstrebt, trocken und zufrieden zu leben, weiß keiner. Du kannst abwarten, ob es mal dazu kommt. Du wirst merken, ob du genug Vertrauen und Liebe in dir hast, es noch mal mit ihm zu versuchen. Oder du kannst weiterleben und vielleicht einem anderen Mann begegnen. Alles ist offen, oder?

    Liebe Grüße
    Aurora