Beiträge von Aurora

    Lieber Firebird,

    Zitat

    Warum denkt man so einen Mist ständig, nach alledem was gewesen ist.

    Warum "man"solchen Mist denkt, weiß ich nicht. Ich kann dir nur sagen, warum ich so gedacht habe. Denn das habe ich auch, damals...

    Ich hatte massenhaft Schuldgefühle. Ich habe sehr viele Verantwortungen gespürt, die ich für ihn zu haben meinte. Da war das Gefühl, ihn im Stich zu lassen, wenn ich gehe. Da war das Gefühl, er würde endgültig kaputt werden, wenn ich nicht mehr da wäre. Ich dachte, ich würde zumindest ein Teil Normalität für ihn sein können. Ich dachte, ich könnte aufpassen, damit ihm nichts passiert, sollte er im Suff stürzen oder so. Ich dachte, ich könnte seinen hygienischen Verfall (mal vornehm ausgedrückt) irgendwie aufhalten. Ich dachte, er wäre dann soooo traurig, weil er ja dann soooo einsam wäre, er hatte doch niemanden...

    Dann kamen, jetzt speziell bei mir, noch so Ängste dazu. Ein Leben ohne einen Mann war unvorstellbar, wie sollte ich alleine existieren können. Ich fühlte mich unwerter ohne Mann, so gesellschaftlich auch gesehen. Ich hatte Angst vor dem Alleinesein. Angst, keinen mehr abzukriegen.

    Ich sah meine Träume von harmonischer, glücklicher Zweisamkeit geplatzt. Gescheitert auf ganzer Linie. Ich hatte mir das Bild so lange vorgespielt, dass es eben so harmonisch wäre. War's ja garnicht... Ich fühlte mich als schuldig und verantwortlich auch für dieses Scheitern, für seine Sucht. Er hatte es mir ja auch lange genug eingeredet...

    Ja, das ist mal so ein kleiner Auszug aus meinen Gefühlen, Gedanken damals.

    Ich hab's damals auch durchgezogen, trotz dieser Gefühle. Ich habe mir eine Wohnung gesucht und bin ausgezogen. Das war das Beste, was ich machen konnte! Die Gefühle hatte ich noch lange, da war einfach aushalten gefragt. Und mein Exmann hat's allemal überlebt...

    Es lohnt sich! Diese Gefühle gehören dazu, ich hab imnmer gesagt, diese Teufelchen, die da was in mein Ohr flüstern. Ich habe gelernt, sie nach und nach in die Hölle zurück zu schicken. Denn trotz der bösen Gefühle gab und gibt es ja auch die guten. Die Erleicherung und Lebensfreude, die da wieder kommt.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Mathilda, deine Worte berühren mich sehr. Ich sage dir ein dickes Danke dafür! Wenn ich dir mit meiner Geschichte, mit meinem Weg, ein wenig Mut machen kann, macht mich das einfach glücklich und auch stolz.

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    Ja, nun isses da, das neue Jahr...

    Und ich habe gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Es müssen einige ganz wichtige Dinge geklärt werden. Mit meinen Brüdern, mir und meinen Eltern. Da wird was rumgeeiert, seit langer Zeit schon. Und nun habe ich einfach mal einen Termin vereinbart, an dem wir uns zusammen setzen und Klartext reden werden. Denn mich belastet diese ganze Sache schon, und auch meine Eltern, die sind ja auch schon inzwischen in einem Alter, wo sie eben nicht mehr sooooo fit sind. Auf allen Ebenen eben.

    Ja, mich belastet da schon alles Mögliche, und wie ich durch Gespräche mit meinen Brüdern gestern, bei der Absprache wegen des Termins, sie ja auch. Nun schlüpfe ich also in meine alte Rolle und bin wieder die große Schwester, die für die Familiendinge zuständig ist. In den Augen meiner Mutter, meines Vaters ebenso, wie bei meinen Brüdern. In deren Augen habe ich diese Rolle wohl nie verlassen...

    Ja, und weil es eben auch Entspannung braucht, haben wir auch Karten für die Staatsoper und werden uns am Sonntag "Orpheus in der Unterwelt" ansehen. Da freue ich mich schon total! Denn solche Dinge kamen in 2013 doch etwas zu kurz.

    Oh ja, es geht gleich weiter im Hause Aurora. Langeweile ich wohl nicht angesagt.

    Aurora

    Hallo Karl,

    ich finde es gut, dass du hier schreibst und den Austausch suchst. Und dass du dabei ehrlich zu dir selbst bist.

    Die ganzen Ängste sind ja erstmal da. Das ist mal einfach so. Jetzt ist es nur deine Aufgabe, dich nicht weiter lähmen zu lassen von ihnen. Deshalb schließe ich mich auch Plejas Beitrag an. Ein guter Schritt ist jetzt, dir Informationen einzuholen. Denn dann hast du was in der Hand, womit du weitermachen kannst, dann weißt du, wie es weitergehen kann. Daraus kann sich dann ein Weg bilden.

    Ich kann das auch so sagen, weil es bei mir ähnlich war. Nun hing da keine Firma dran, das nicht. Aber ja doch 26 Jahre gemeinsam gelebtes Leben mit allem drum und dran. Eben auch Sachwerten und so. Ich kann deine Ängste daher ganz gut nachvollziehen und weiß eben auch, wie tückisch sie sind. Weil sie starr machen. Ich habe mir damals Infos eingeholt. Und gemerkt, es wird zwar nicht alles rosig sein, aber es wird allemal um Meilen besser, als es im alten Leben mit dem trinkenden Ex war. Die Ängste waren da dann zwar auch noch da, irgendwo, aber bei weitem nicht mehr so übermächtig bedrohlich.

    Also nur Mut!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Schalträgerin,

    ich freue mich, dass du nun im offenen Bereich des Forums angekommen bist!

    Ja, vielleicht machst du was falsch. Vielleicht hast du auch in der Vergangeneit so manchen Fehler gemacht. Na gut, das gehört einfach zum Leben dazu.

    Ich glaube nicht, dass du was dramatisierst. Es sind doch deine Gefühle und Empfindungen, die du hast. Und da fühlt sich eben alles nicht gut an, was da in deiner Ehe passiert. Und das ist doch auch schlimm für dich. Denn du hast ja durchaus auch schöne Erinnerungen an Zeiten mit deinem Mann. Und das loszulassen tut eben auch unheimlich weh.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe nici, ich sag einfach mal "danke". Und hoffe, dass auch bei dir eine gute Weihnachtsstimmung ist und ihr ein paar ruhige Tage verlebt.

    Wir hatten einen gemütlichen Heiligabend, unsere kleine Enkelin hat ausgelassen getobt und die Zeit genossen. Es gab nicht so viele Geschenke, das ist garnicht nötig. Somit war sie nicht überdreht und übersättigt.

    Heute waren wir bei meinen Eltern, auch da ging es viel ruhiger zu als in den letzten Jahren, als ganz füher sowieso. Morgen haben wir frei, Dantes Mutter kommt am Sonnabend erst. Da werden wir uns morgen erstmal vom vielen Essen erholen... 8):lol: .

    Aurora

    Hallo,

    liebe Herze, du machst mir mit deinem Weihnachtsgruß eine riesige Freude! Ich habe deinen Eintrag in deinem TB eben auch gelesen, und dass es dir so gut geht. Das freut mich echt. Ich drück dich einfach mal virtuell und wünsche dir auch eine schöne Weihnacht und ein gutes neues Jahr.

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    Heute war Adventskaffee beim SchwieSo. Meine Eltern waren mit und mein Sohn. Der hatte zufällig Zeit, da sein locker vereinbartes Treffen mit einem Freund nicht zustande gekommen war. Da hat die Kleine sich mächtig gefreut, ihren Onkel liebt sie heiß und innig.

    Morgen gehe ich nochmal arbeiten. Von früh um 6 bis 15 h. Mal sehen, wie der Irrsinn tobt oder auch nicht. Zum Glück habe ich am Heiligabend frei.

    Ich freue mich darauf. Auf Heiligabend. Meine Erschöpfung ist wieder soweit weg. Das Treffen heute hat mir Spaß gemacht und ich bin auch ganz gut ausgeschlafen. Ich habe von meinem Exchef geträumt. Da habe ich wohl eine Menge noch zu verarbeiten, wie das so lief, vor nun fast 2 Jahren. Mit der Kündigung und dem Drumherum. Ich merke, dass sich da auch endlich was sortiert.

    Ich habe viel gelernt aus diesen Jahren. Letztes Jahr und auch dieses hatte ich einen ziemlichen Stillstand bzw. ging es auch rückwärts in viele alte Muster. Auch in Co-Muster. Das hatte was mit meinen ganzen Dingen im Jahr 2012 zu tun, erst eben diese unerwartete Kündigung nach 16 Jahren dort, dann das übermäßige Probearbeiten in der Psycho-Bäckerbude und die Angst, keinen Job mehr zu kriegen. Dann doch die Einstellung in diesem Job. Und dann der Hammer, der plötzliche und völlig unerwartete Tod von meiner Tochter und ihrem Baby :cry: . Alls innerhalb von 2 1/2 Monaten.

    Der Job war der absolute Horror! :shock: . Unbeschreiblich. Mein Zusammenbruch kam Ende August dann. Ja und nun, nach diesen Zeiten, in denen ich eben in eine Depression rutschte, längere Zeit krank geschrieben war, wieder einen neuen Job dann anfing anfang 2013, da konnte ich mich nicht gegen die alten Muster wehren. Es war einfach zu viel. Aber nun merke ich, wie ich mich stabilisiere.

    Mein Leben bekommt wieder Struktur. Weil ich wieder klare Ansagen machen kann. Weil ich reden kann mit meinem Mann, über all die Dinge. Er unterstützt mich sehr! Er ist nüchtern und hat einen klaren Kopf! Der Exmann trinkt nach wie vor, mein Sohn hat mir vorhin gerade wieder erzählt. Nur gut, dass ich diesen Stress nicht mehr habe!

    Ich bin gespannt auf Weihnachten, wie es so wird.

    Aurora

    Vielleicht hat die oder der Eine und Andere noch Lust, sich im Chat eintragen zu lassen, als "Betreuer".

    Hallo,

    die letzte Zeit war sehr anstrengend für mich. Einzelhandel und Weihnachten sind eine Kombination, die es in sich hat. Wir haben soooo viel zu tun.

    Das ist sehr anstrengend, meine Arbeit. Dazu kommt noch die Trauer, die jetzt in dieser sentimentalen Weihnachtszeit noch größer ist. Und eben auch meine alten Muster, die sich immer wieder noch melden und versuchen, mir das Leben schwer zu machen.

    Jedenfalls war ich die letzten Tage sehr kaputt. Es fiel mir schwer, da achtsam mit mir und meinen Kräften zu sein.

    Morgen kommt mein Sohn dann nach Berlin, wir werden am Heiligabend zusammen sein. Da kommen dann auch der Schwiegersohn und die Enkelin. Wir werden Fondue machen und es uns gut gehen lassen. Darauf freue ich mich schon sehr. Am ersten Feiertag werden wir, wie immer, bei meinen Eltern sein.

    Die Weihnachtszeit so an sich macht mir keinen Stress. Wenn ich da an früher denke... :roll: . Nee, lieber nicht. Das war schon heftig immer, mit der Exsippe und meinem Exmann. Ich brauche sowas echt nicht mehr!

    Aurora

    Hallo Andreas,

    mach dir nix draus, wer die Zubereitungszeiten da immer erfindet, ist mir schleierhaft . Ich bin ja nun schon einige Jährchen hausfraulich geübt, aber das haut auch bei mir nie hin. Dann bin ich also die lahmarschigste Hausfrau der Welt, gewissermaßen. :lol:

    Bei uns wurde es schlussendlich Grüne Bohnen-Eintopf. Alles aufgefuttert... :wink:

    Aurora

    Hallo Sophie,

    da steht ja schon eine Menge in deinem Fädchen!

    Du beschreibst deinen Freund als jemanden, der illegale Drogen nicht mehr konsumiert. Nun trinkt er... Das ist in meinen Augen Suchtverlagerung. Das habe ich schon von vielen Leuten gehört, wo es eben so war und ist. Es ist ja so, wie Dante schrieb, es ist wesentlich einfacher und auch legal, sich die Droge Alkohol zu beschaffen und zu konsumieren.

    Seine Abstürze und auch die Menge, die er trinkt, sagt für mich schon etwas aus. Aber ob er Alkoholiker ist oder nicht, das kann nur er selbst sagen. Es deutet zwar alles darauf hin, aber nur er kann die Gewissheit haben. Und wenn er sie hat und sieht, dass er das ändern will, dann wird er es tun. Kontrolliertes Trinken gibt es nicht für Alkoholiker. Kein "Gläschen Rotwein mit Genuss". Keine Praline mit alkoholioschem Inhalt. Keine Schwarzwälder Kirschtorte... all das. Weißweinsoße - ein Tabu. Ja, so sieht es aus.

    Das sind erstmal so einige Dinge. Und jetzt gibt es ja dich.

    Dich stört sein Trinkverhalten. Irgendwo macht es dir Sorge, vielleicht auch Angst. Wut. Hilflosigkeit.

    Du willst helfen, retten, was zu retten ist. Weißt du, ich kann das sehr gut verstehen! Ich war ja in ähnlichger Lage. Ich hatte einen Mann, wir haben 2 Kinder, wir lebten finanziell ohne Sorge und alles war gut. Nur, dass er eben auch mal so seine Bierchen schlürfte, Abstürze hatte, mich oft dafür verantwortlich machte usw.

    Im Laufe der Jahre klebte immer mehr alles an mir. An Verantwortung und so. Ich übernahm das auch gerne, denn es machte mich unentbehrlich und ich fand mich stark. Ich kümmerte mich um alles, ohne mich würde er den Bach runter gehen, dachte ich. Und ich versuchte immer wieder, ihn vom Alkohol, der ihn immer mehr vereinnahmte, weg zu bekommen. Ihn zum kontrollierten Trinken zu bringen. Was ja nicht geht, wie ich heute weiß. Und ich feierte auch gerne, trank oft genug mehr, als mir gut tat. Ja, ich trank sogar zusammen mit ihm, das machte uns irgendwo ja auch gleich. Ich predigte, er solle aufhören und hörte selbst nicht auf... Ach, es war absurd. Und machte mich auf Dauer echt kaputt. Nach 26 gemeinsamen Jahren bin ich gegangen, völlig fertig, am Ende meiner Weisheit, voller Schuldgefühle, voller Hass auf ihn.

    Es geht um dich! Um dich und um dich! Du wirst erstmal nichts beeinflussen können, was ihn und sein Trinkverhalten betrifft. Ja, eine Trennung z.B. kann ihn schon aufrütteln. Oder absolute Klarheit und Konsequenz, ihm eben nicht beizustehen oder zu helfen, wenn er besoffen ist. Oder mit den Folgen des Suffs konfrontiert wird. Du musst für dich herausfinden, was du erwartest vom Leben. Ich glaube, das weißt du aber ganz gut. Also was du erwartest.

    Das Leben an der Seite eines trockenen Alkoholikers ist nicht anders als jede andere Beziehung. Ich bin mit dem Dante hier seit 5 Jahren zusammen, inzwischen verheiratet :D . Bei uns ist alles normal - nur eben völlig alkoholfrei. Das war seine Bedingung von Anfang an, weil das seine Trockenheit sichert, in einem alkoholfreien Umfeld zuhause zu sein. Mir ist es das allemal wert! Ich rühre keinen Tropfen mehr an, das hätte ich mir damals niemals träumen lassen. Im Gegenteil, ich sagte vehement, dass ich niemals auf mein Gläschen Rotwein verzichten wolle... Dante verlangt nicht von mir, dass ich nichts mehr trinke, nur nicht in seiner Gegenwart und schon garnicht zuhause. Hier ist alkoholfreie Zone. Ich trinke freiwillig auch nichts mehr.

    Ich habe die Folgen der Sucht gesehen, ich lebe jetzt besser ohne. Aber das ist meine Entscheidung. Ich lebe echt gut so! Selbst unsere Hochzeit war ohne Alkohol. Das war den Leuten komisch, :roll: , aber sie haben's akzeptiert. Das war eine herrliche Feier! Niemand hat rumgelallt, alle waren lustig, keiner ist vom Stuhl gekippt. Es war so schön, mit klarem Kopf dieses Ereignis zu erleben!

    Ja, und nun? Fakt ist
    - ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken
    - die Suchtspirale geht immer abwärts
    - nur der Alkoholiker kann das stoppen, durch ärztlich betreuten Entzug und totale Abstinenz
    - der/die Angehörige wird immer mitgerissen mit der Spirale der Sucht
    - da ist Abgrenzung wichtig
    - Klarheit und Konsequenz ebenso
    - ein ruhiges und zufriedenes Leben an der Seite eines Saufenden gibt es nicht
    - das Leben mit einem trockenen Alkoholiker ist nicht anders, als andere Partnerschaften, nur eben alkoholfrei

    So, liebe Sophie, Ende der Durchsage :lol: .

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    bei uns gibt es heute Eintopf, hat sich Dante so gewünscht. Nur - ich weiß noch nicht, welchen :roll: ... Und ihm ist's egal - weil: "es schmecken alle immer gut."

    Steckrübe? "Quer durch den Garten"? Grüne Bohnen? Kartoffelsuppe?

    Hä, wer die Wahl hat... Mal sehen, was es im Endeffekt wird.

    Aurora

    Liebe Ayki,

    ja, es ist mit Sicherheit belastend für dich, immer wieder musst du dich mit dem Ex auseinander setzen, auf irgendeine Art. Aber es ist toll, dass du so konsequent gehandelt hast. Für deine Kinder. Das finde ich echt toll!

    Liebe Grüße an dich
    Aurora

    Liebe Ayki,

    ja, viele Dinge funktionieren nicht bei und mit ihm, das hast du auch schon oft berichtet. Und die Kinder leiden ja darunter, dass sie sich auf ihren Vater eben nicht verlassen können. Sich eben auch nicht mehr wohl fühlen. Es ist gut, dass du da am Ball bleibst und was unternimmst.

    Ich hoffe, die Verantwortlichen haben endlich mal ein Einsehen. Und sind auf der Seite der Kinder und dir. Eine funktionierende Elternebene kann es doch nicht geben mit jemandem, der abhängig ist. Leider scheint diese Thematik bei Jugendämtern, Richtern usw. noch immer ziemlich unbekannt zu sein.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Whitetrashbeautiful,

    herzlich willkommen in unserem Forum!

    Dein Partner trinkt und du bist verzweifelt... ja, das ist immer und immer wieder diese Sache. So ging es mir ja auch mal. Du hast schon einige Schritte gemacht, bist in einer Therapie und in einer Angehörigengruppe. Und nun ja auch hier, wir sind ja auch eine SHG.

    Ich verstehe deine Hoffnung und deine Wut, deine Enttäuschung sehr gut. Obwohl es bei mir schon einige Jahre her ist, ich habe mich im Sommer 2007 von meinem Exmann getrennt, kann ich diese Gefühle noch immer gut nachempfinden. Oft genug habe ich gedacht, er hätte nun endlich, endlich, was begriffen. Er war dann ein paar Tage nüchtern zwischendurch und sofort schöpfte ich wieder Hoffnung. Die dann aber immer wieder zerstört wurde.

    Du willst nicht ernsthaft gehen? Kenne ich auch. Ich habe 1000 Androhungen gemacht, irgendwann nahm mich mein Ex garnicht mehr für voll. :? . Hast du eine Ahnung, was es ist, was dich da fest hält? An einer Beziehung, in der du Wut und Trauer, Enttäuschung spürst. In der du verzweifelt bist, weil er trinkt, weil er nicht aufhören will, seinen Therapieplatz nicht wahr nehmen möchte.

    Darum geht es hier. Na klar haben deine Gefühle eng mit deinem Freund auch was zu tun. Aber es geht hier um dich, um deine Gefühle und um die Möglichkeit, ein schönes, zufriedenes und lebenswertes Leben zu bekommen.

    Ja, was meinst du, was dich da hält, in dieser Beziehung?

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo BadFate,

    ja, es ist schwierig, zu sehen, wo du stehst. Es ist wichtig, dass du dir über dich, über deine Bedürfnisse und Ansprüche an eine Partnerschaft auf Augenhöhe klar wirst. Das ist nicht immer leicht, bei mir hat es lange gedauert, bis ich mir das zugestehen konnte, was ich wirklich wollte. Bis ich mir das einfordern und schließlich auch leben konnte.

    Das war ein langer Weg... Du bist noch am Anfang und hast schon die Chance, deine Weichen zu stellen.

    Ein offenes Gespräch mit ihr, mit deiner Freundin, kann da sehr aufschlussreich sein. Ja, so meine ich das.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Renate,

    das mit dem Chat ist schon toll, aber mach dir keinen Stress. Wenn du in deiner Familie sein kannst, ist das doch wunderschön. Und so Familientraditionen und -rezepte sind ja auch wichtig. Du wirst bestimmt eine gute Zeit haben.

    Ansonsten kannst du dich ja einfach hier

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic31643.html

    eintragen lassen. Oder du schaust einfach mal vorbei, so als Mitchatterin :wink: . Ich selbst weiß auch noch nicht, ob und wann und überhaupt ich Zeit habe.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Ayki,

    ha, ist deine Rechnung aufgegangen, schon war und bin ich da :lol:8) !

    Was meinst du, was ein abhängiger Vater seinen Kindern geben kann? Außer schlechte Gefühle. Verantwortlichkeiten, die sie garnicht haben, vielleicht auch Schuldgefühle? Kinder brauchen beide Elternteile, das ist richtig. Wobei ich denke, dass ich davon ausgehen würde, dass dann auch beide Elternteile sich ihren Verantwortungen bewusst sind und nicht die meiste Zeit im Nebel.

    Du hast nun Jahr um Jahr dafür gesorgt, dass deine Kinder und ihr Vater Kontakt haben können. Er hat das nicht genutzt, weil er anscheinend nicht in der Lage dazu ist. Er ist abhängig! Dadurch tickt er einfach anders.

    Du hast noch immer irgend eine diffuse Hoffnung, dass er mit dem Trinken aufhört. Diesmal durch die Gerichtsverhandlung. Das zeigt doch irgendwie, dass dir dein Ex noch immer nicht egal ist. Du nicht akzeptieren kannst, dass er für sich die Entscheidung: Alkohol/Drogen getroffen hat. Niemand hat das doch in der Hand, auch kein Richter oder so. Nur er...

    Ich hoffe für deine Kinder, dass ihm ein Umgangsrecht abgesprochen wird. Damit sie auch zur Ruhe kommen können. Und ihr gemeinsam euer neues Leben, auch mit einem neuen Geschwisterchen :) unbeschwert genießen könnt. Alles andere ist doch sinnlos, das probierst du jetzt seit... 7 Jahren :shock: .

    Liebe Grüße
    Aurora