Beiträge von Aurora

    Hallo Johanna,

    das ist doch der totale Widerspruch. Dich belastet seine Sucht, seine Trunkenheit auf allen Ebenen und trotzdem besorgst du ihm sein Suchtmittel.

    Und dann dieses Verbiegen um keine Angriffsfläche zu bieten, die er wieder als Argument zum Saufen nehmen könnte. Meene Jüte, wie gut ich das kenne. Und wie wenig bzw es überhaupt nichts genutzt hat. Ich hab dadurch mir selbst geschadet weil ich völlig unfrei geworden bin. In meinem Handeln. Immer nur darauf bedacht, nix falsch zu machen.

    Und dann - Überraschung, war er trotzdem total abgefüllt.

    Und dieses Verhalten von Zuckerbrot und Peitsche, von Leugnen, dass er ein Problem hätte, dass er getrunken hätte, dass er all die Dinge, die im Suff passiert waren völlig ausgeblendet hat und ich, wenn er nüchtern war ( soweit er das überhaupt noch sein konnte) wieder sein " Engelchen" war... Das hat mich total verwirrt, meine Wahrnehmungen völlig zerstört und verdreht.

    Das war Verunsicherung pur und dieses Verhalten hat dann auch Angst in mir ausgelöst. Weil ich nie wusste, was im Grunde genommen Wahrheit oder Täuschung war, was mich erwarten würde.

    Und das hat mich psychisch kaputt gemacht, ich hatte irgendwann Depressionen von all dem Stress, den sein Verhalten mir gemacht hatte.

    Geholfen hat mir im Endeffekt wirklich nur die Trennung. Mein Rückzugsort an dem ich in Ruhe und Sicherheit war.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Johanna,

    was du beschreibst löst Erinnerungen aus. An das, was ich selbst erlebt habe. Jahr für Jahr. Und wie mein Stresslevel, meine Erschöpfung immer mehr umschlug in Wut, Hass, Verachtung, Enttäuschung, Angst. Zum Schluss hatte ich dann schon seeeehr schlimme Gedanken, was ich mit ihm machen wollte.

    Gestern fuhr meine Schwester, und ich winkte ihr zum Abschied und ich fragte mich: wie wäre es wohl, wenn ich jetzt die Tür schließen und wirklich einfach meine Ruhe hätte? Mein Kind ins Bett bringen, und dann Zeit für mich, alles ohne Anspannung und Angst?

    Hast du diesen Gedanken zuende gedacht? Wie es sich anfühlen würde ohne diesen Druck, die Ängste, die Verachtung, die er dir entgegenbringt? Ist dieses Leben das, was du dir unter einer Partnerschaft vorstellst, was du gerne für dein Kind hättest? Was deine Zukunft ist?

    Und ist da Liebe? Liebst du deinen Mann? Oder hält dich was anderes da fest.

    Ich weiß wie schwer es ist, eine Entscheidung zu treffen. Bei mir hat das Jahre gedauert bis ich da rauskonnte. Und hinterher war ich sehr traurig über die verlorene Lebenszeit. Und dass ich mich so lange damit zufrieden gegeben hatte, mit nix eigentlich, dass ich es mir so lange nicht wert war, ein glückliches Leben zu leben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    Die räumliche Trennung ist gut!

    Das ist ganz, ganz wichtig! Du empfindest es so und dann ist es auch richtig so. Jetzt.

    Was mich halt auch stutzig macht ist seine Aussage:

    er trinkt alkoholfreies Bier und ist der Meinung dass ihm das nichts ausmacht, er hat eine Aussage getätigt "alle stempeln mich als Säufer ab und sind der Meinung dass ich Alkoholiker bin"

    Das sagt doch nichts anderes aus als dass er nix begriffen hat, dass er im Grunde genommen jetzt all diese Dinge macht wie zum Beispiel zum Termin in die Suchtklinik geht, gesprächsbereit ist. Dass er freundlich ist. Weil er will, dass du zurückkommt. Und dann... ?

    Mein erster Mann war ähnlich drauf nachdem ich mich getrennt hatte. Und ich war auch hin- und hergerissen. Aber eben auch weil er mit seiner Suchterkrankung ganz anders umging als die Alkoholiker, die ich hier im Forum sah.

    Er ist zu allen Familienfeiern mit angedackelt und hat sich direkt unter die Kampftrinker gesetzt, ihnen sogar eingegossen. Wenn sie getrunken haben ist seine Gurgel mitgehopst als wenn er es selbst schlucken würde.

    Er hat zwar an einer Gruppe teilgenommen die sich 10 Mal getroffen hat, danach hat er nichts mehr für sich gemacht. Irgendwann hat er wieder angefangen zu trinken als er merkte, dass ich nicht zurückkomme. Und er eine neue Partnerin hatte, die gerne einen soff.

    Es ist gut, dass du bei deinen Eltern bleiben kannst. Bitte nutze das und lass dich nicht erweichen, zurückzugeben. Natürlich ist das im Endeffekt deine eigene Entscheidung, ich empfehle es dir nur, weil ich eigene Erfahrungen damit gemacht habe und es hier schon viele, viele Male bei den Cos gelesen habe. Dass, wenn alles wieder für den Alkoholiker nach Wunsch läuft, er bald wieder sein altes Leben mit Alkohol aufnimmt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Somadi,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet wurden.

    Alkoholismus ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Darum ist Scham im Grunde genommen nicht nötig, denn für zum Beispiel eine Diabetes würde sich auch keiner schämen. Soweit die Theorie.

    Ich weiß aber selbst, dass es so nicht ist. Ich habe mich lange Jahre geschämt für meinen Mann. Wenn er bei Zusammenkünften wieder auffällig wurde durch seine völlige Betrunkenheit, sein absurdes Verhalten, dass er dann hatte. Und ich hab mich geschämt, dass ich da hineingeraten war, dass ich da nichts dran ändern konnte.

    Als ich das erste Mal die Sucht erwähnt hatte, gegenüber meinem damaligen Chef, bin ich fast umgekippt, so aufgeregt und schwindelig war ich.

    Eine Trennung erscheint dir unmöglich, das ist auch okay und deine Entscheidung, ich bin auch sehr lange dabeigeblieben. Es ist halt nur so, dass du immer wieder mit seiner Sucht konfrontiert wirst. Es ist wichtig, dass du dir eigene Zeiten schaffst, ohne ihn und vor allem ohne ihn gedanklich dabei zu haben. Das ist schwierig.

    Aber jetzt komm erstmal in Ruhe hier an, zu lesen gibt es ganz viel denn du bist leider nicht alleine mit dieser Problematik.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo _Eternal_ ,

    so viele " ihr müsst dies und das und jenes" machen. Müssen muss keiner was. Du weißt doch garnicht, in wieweit Minze und ihr Mann da selbst informiert sind. Was schon alles unternommen wurde.

    Es geht hier auch darum, erstmal die mitbetroffene Minze aufzufangen und nicht sofort mit solchen " Du musst " zu bombardieren. Mit Dingen, die sie für ihre Söhne machen soll, die, wie ich es verstehe, schon erwachsen sind. Wir sind hier außerdem kein Autismus- Forum sondern eine SHG für Alkoholiker und Cos/ EKA. Geh mal einen Schritt zurück und lass Minze in Ruhe ankommen und mach nicht den Berater für Autismus.

    Darum bitte ich dich.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo NiMaCo,

    Er trinkt nahezu jeden Tag, manchmal nur zwei Bier, aber halt ständig. Dann -nach vielen Gesprächen- ein paar Tage gar nichts… ist das ein Zeichen dafür, dass er kein echtes Problem hat?

    Doch, er hat ein echtes Problem. Denn wenn er keins hätte, müsste er nicht jeden Tag trinken. Solche Trinkpausen konnte mein erster Mann auch gut hinkriegen und du wirst das hier quasi in jedem Thread auch lesen können. Alkoholiker können solche Pausen machen wenn die Partnerin zu viel Druck macht oder es deutlich wird, dass sie Veränderungen anstrebt.

    Dann wird eine Trinkpause gemacht, die Partnerin ist unsicher ob er wirklich ein Problem hat und wenn sie dann wieder in der Spur ist, geht das Trinken wieder los.

    Oft wird dafür ein Streit angezettelt, denn dann hat er ja einen " guten Grund".

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    das Treffen mit dem Exschwiegersohn war gut. Er hat viel erzählt, was da los war in dieser Ehe. Und das, was in ihm teilweise abging ähnelte sehr dem, was ich hier oft lese und auch selbst so erfahren habe. Er hatte ähnliche Verhaltensmuster. Obwohl in der Beziehung ihr Narzissmus das große Problem war und nicht Alkohol. Der kam erst zum Schluss noch dazu.

    Nun nähern wir uns mehr und mehr an und werden den 1. Weihnachtsfeiertag zusammen verbringen. Ich freu mich drauf.

    Heiligabend werden Sohn und Partnerin hier sein, das wird auch sehr schön werden.

    Ich hoffe, dass das Jahr jetzt friedlich zuende geht und das neue ruhiger werden wird. Nach all dem Zeug der letzten Jahre wäre es mal an der Zeit.

    Aurora

    Hallo Karlotti,

    diese Weinerlichkeit und das Jammern kenne ich von meinem ersten Mann auch. Und hab hier schon ganz oft davon gelesen. Es kommt bei Abhängigen ganz oft vor, dieses Leiden im Suff. IAS : Ich Arme Sau, nenne ich es mal bzw wird das auch genannt.

    Und das wird auch gemacht um den Partner, der was verändern will, sich trennen will oder sich schon getrennt hat, angewandt. Um ihn weichzuklopfen.

    ich habe zwischenzeitlich durch Zufall seinen besten Freund getroffen und ihn involviert, ob das gut war, weiß ich nicht. Aber ich habe gefühlt etwas Verantwortung abgegeben.

    Du hast Verantwortung abgegeben, die du garnicht hast. Und auch der Freund hat sie nicht. Verantwortung für sich hat tatsächlich nur dein Expartner. Gefühlt mag es dich jetzt erleichtert haben aber mach es dir ganz bewusst: du hast keine Verantwortung gegenüber diesem Menschen, er ist erwachsen und sollte/ kann/ muss seine Verantwortung für sich selbst tragen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Marliese,

    ich freu mich mal wieder was von dir zu lesen.

    Da ist einiges passiert, positiv gesehen. Ich wünsche dir alles Gute für deinen Umzug und gutes Ankommen. Mutige, gute Schritte sind das. Jetzt lass es dir Weihnachten mit deinen Kindern und Freunden gutgehen. Und ich drück die Daumen, für die Kinder, dass es dann auch beim Ex ruhig verläuft.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Daniela,

    das ist ja nicht wirklich möglich, es zu erklären oder zu erkennen, was in dem Kopf von diesem Mann vor sich geht.

    Es gibt einige Möglichkeiten aber das können ja nur Spekulationen sein. Warum er sich so verhält. Im Grunde genommen bleibt dir nichts weiter übrig als es zu akzeptieren, dass er keinen Kontakt mehr will. Auch wenn es noch so sehr weh tut.

    Das ist erstmal sehr, sehr schwer weil es für dich ein großer Verlust ist. Jedenfalls empfindest du das gerade so. Auf der anderen Seite kann es eine Chance sein, dass du zu einem ruhigeren Leben zurückfinden kannst. Denn nach seiner Aussage will er ja nicht auf Alkohol verzichten.

    Wenn du möchtest, kann ich dein Thema von hier weg und in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschieben. Da wirst du eher gelesen als hier, im Bereich für EKAs, das sind erwachsene Kinder von Alkoholikern, die ihre Problematik verarbeiten, die sie durch die Sucht ihrer Eltern haben.

    Sag einfach Bescheid und einer von uns Mods wird das erledigen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    ich hoffe, es geht dir heute besser und dieser Druck, das Teufelchen auf deiner Schulter, ist in der Versenkung verschwunden. Dahin, wo es hingehört.

    Ich glaube nicht an einen Gott, aber ich glaube an Schicksal, Karma und Fügung. Das ist eine Fügung. Da hat dir jemand einen roten Teppich ausgerollt und sagt: GEH.

    Das finde ich ein sehr gutes Bild, ja, manchmal ist es wirklich wie ein Wink des Schicksals. Ich hoffe, du kannst da zugreifen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    ich kann mich allen Vorschreiberinnen nur anschließen.

    Es ist schwer, die Gefühle wirbeln durcheinander und es hilft nur, sie auszuhalten bzw dass du dir Strategien zurechtlegst, mit denen du schnell aus dem Gefühlswirrwarr rauskommst.

    Er fährt alle Geschütze auf und du weißt ja auch, wie gut er darin ist, dich zu manipulieren. Bleib mutig, für deine Kinder und dich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kirara, herzlich,

    dein Mann ist süchtig und da hat die Sucht das Sagen. Da steht alles andere, wie zum Beispiel die Familie, weit abgeschlagen dahinter. Er muss trinken, es geht nicht anders.

    Jetzt ist er erstmal in der Klinik, vielleicht bleibt er ja doch da.

    Das Zusammenleben mit einem Süchtigen ist eine andauernde Überlastung und macht viel Stress. Ich kann deine Überforderung sehr gut verstehen, es ging mir ganz ähnlich. Nun bist du hier, das ist gut, hier kannst du dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen und Wege für dich finden.

    Das ist der Link für den Austausch:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur draufzuklicken, kurz um Freischaltung zu bitten und dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema ist dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora