Hallo Johanna,
das ist doch der totale Widerspruch. Dich belastet seine Sucht, seine Trunkenheit auf allen Ebenen und trotzdem besorgst du ihm sein Suchtmittel.
Und dann dieses Verbiegen um keine Angriffsfläche zu bieten, die er wieder als Argument zum Saufen nehmen könnte. Meene Jüte, wie gut ich das kenne. Und wie wenig bzw es überhaupt nichts genutzt hat. Ich hab dadurch mir selbst geschadet weil ich völlig unfrei geworden bin. In meinem Handeln. Immer nur darauf bedacht, nix falsch zu machen.
Und dann - Überraschung, war er trotzdem total abgefüllt.
Und dieses Verhalten von Zuckerbrot und Peitsche, von Leugnen, dass er ein Problem hätte, dass er getrunken hätte, dass er all die Dinge, die im Suff passiert waren völlig ausgeblendet hat und ich, wenn er nüchtern war ( soweit er das überhaupt noch sein konnte) wieder sein " Engelchen" war... Das hat mich total verwirrt, meine Wahrnehmungen völlig zerstört und verdreht.
Das war Verunsicherung pur und dieses Verhalten hat dann auch Angst in mir ausgelöst. Weil ich nie wusste, was im Grunde genommen Wahrheit oder Täuschung war, was mich erwarten würde.
Und das hat mich psychisch kaputt gemacht, ich hatte irgendwann Depressionen von all dem Stress, den sein Verhalten mir gemacht hatte.
Geholfen hat mir im Endeffekt wirklich nur die Trennung. Mein Rückzugsort an dem ich in Ruhe und Sicherheit war.
Liebe Grüße Aurora