Beiträge von Aurora

    Liebe Renate,

    folgenden Text hast du in mein Fädchen geschrieben. Ich möchte dir gerne dazu antworten, deshalb habe ich ihn hierher transportiert. Ich finde es besser, dir hier zu antworten.

    Hier ist also der Beitrag von Renate:
    Ich bin auch gerade auf einem guten Weg,allerdings gehe ich es anders an.
    Ich gehe ja zur Zeit in diese Akademie,das war zuerst nicht so ganz freiwillig,jetzt stellt sich aber raus das es doch ganz gut ist.
    Ich finde neue Wege für mich und zwar hauptsächlich weil ich mich auf meine Stärken besinne und auf mein Bauchgefühl.
    Diese Mischung ist perfekt für mich.
    Mit meiner Ahnung (Bauchgefühl) was xy betrifft habe ich wieder eine Bestätigung bekommen.
    Ich sagte vor 4 Wochen vorraus das er es nicht lange halten werden kann mit seiner Trinkerei (nur am Wochendene !!)
    Er hatte jetzt Urlaub,hat kaum das Haus verlassen und trinkt wieder täglich (ich traf den Sohn zufällig )
    So nehmen die Dinge ihren Lauf.
    ich richte mich darauf ein alsbald eine Nachricht (oder Anruf) zu bekommen wenn es ihm wieder richtig schlecht geht und habe natürlich einen Plan B um mich zu schützen!
    Seine Schwester rief mich an weil sie besorgt ist weil er inzwischen auch bei ihr nichtmehr ans Telefon geht.
    Ich teilte ihr mit, zu was ich ggf noch bereit bin (Notarzt /Polizei anzurufen)keinesfalls werde ich mit ihm reden, telefonieren oder gar hinfahren.
    Und das bin ich auch nur bereit zu tun weil sein Sohn (behindert) damit überfordert wäre.
    Ich bin also für den Fall x gewappnet.

    Ich schliesse gerade viele neue Kontakte,habe tolle Gespräche mit einem Dozenten und es tun sich neue Türen für mich auf.
    Nachdem mein uraltes Auto nun mit hängen und würgen (und nem Haufen Geld) nochmal über den Tüv ging,ist das Problem auch erstmal gelöst.
    Im Garten ist viel zu tun,aber das tut mir richtig gut besonders wenn das Wetter so toll ist wie in den letzten Tagen.
    Morgen hat mein Enkelchen,,Hexenprüfung,, für Minihexen ,ich glaube mit dieser Party beschenkt sich in erster Linie meine Tochter selbst(zwinker)
    Das findet morgen im Garten statt und ich soll die Oberhexe sein die später ,nach bestandenen Mutproben(Glibberspinnen anfassen,Dinge in verdeckten Behältern ertasten usw.) die Urkunden verteilen soll.
    Wäre vielleicht auch was für dein Enkelchen?
    Die Mädchen sind seit Tagen volle Vorfreude.
    Männer sind da nicht zugelassen!!!

    Sonntag bin ich mit 2 Frauen auf einem Fest von der Hundeschule.
    Beide waren mit xy in der Klinik und sind immernoch trocken und (verkehrte Welt) jetzt möchten sie mir ,,beistehen ,,mich aufmuntern.

    Wobei ich ok bin, ich akzeptiere seine Entscheidung,es ist sein Leben ..............

    Keiner kann sein Verhalten verstehen und nachdem einige aus seine Gruppe versucht hatten Kontakt zu ihm aufzunehmen und er keinem auch nur antwortete (Tel/Mail etc) haben sich alle von ihm abgewendet .............."
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    Liebe Renate,

    ich finde es gut, dass du deinen Weg einschlägst und für dich neue Wege suchst und findest. Das Bauchgefühl zu finden und sich wieder darauf einzulassen, ist garnicht so einfach, so meine Erfahrung.

    Trotzdem hängst du, meinem Empfinden nach, noch immer irgendwo auch im Alten fest. "Er" beschäftigt dich schon noch, wenn auch nicht mehr direkt.

    XY trinkt nun wieder, das hast du, wie du schreibst, ja schon geahnt. Und nun hast du die Bestätigung. Was macht das mit dir?

    Du richtest dich jetzt schon darauf ein, einen Anruf zu bekommen, wo du um Hilfe gebeten wirst. Der Sohn, auch seine Schwester benutzen dich ja noch irgendwie, um selbst aus der Verantwortung, die sie wohl spüren, heraus zu kommen. Und irgendwie nimmst du das ja auch an. Es macht was mit dir. Ist ja irgendwie auch klar, dass dich das nicht kalt lässt. Dein XY und du, ihr hattet ja schon einige Jährchen eine Beziehung. Und du hast da sicher ja auch viel Liebe, Wünsche und Hoffnungen investiert.

    Nun treten diese Leute an dich heran, der Sohn vielleicht zufällig, die Schwester direkt. Ich meine, du sagst, du würdest nichts weiter machen, als Feuerwehr anrufen oder so. Woher willst du wissen, wann er das braucht? Die Schwester kann dann doch selbst tätig werden, wenn sie das meint. Du hast doch nichts mehr damit zu tun. Der Sohn ist überfordert? OK, du ja aber auch.

    Gut, nun kannst du sagen, es ist doch Menschenpflicht zu helfen, wenn jemand in Not ist. Gut, das stimmt. Aber wenn du es doch im Prinzip nicht weißt, was da los ist, weil du keinen Kontakt hast? Dann rufen diese Menschen dich an, damit du anrufst und Hilfe holst? Dann können sie doch gleich die Polizei holen, oder?

    Du lässt dich immernoch ganz schön in dieses Leben reinziehen, finde ich. Mit einem Bein stehst du im neuen und fühlst dich auch wohl, genießt es. Und auf der anderen Seite stehst du immernoch im alten Leben, lässt dich ein auf Dinge, die nicht mehr deine sind.

    Was empfindest du dabei? Es macht doch was mit dir, wenn seine Schwester dich anruft und ihr Leid klagt. Es wird immer wieder auch noch von und über XY geredet. Selbst mit 2 Frauen aus seiner Klinik-Gruppe...

    Es ist doch schwierig, Abstand zu gewinnen und zur Ruhe zu kommen, wenn es so ist. Oder nicht?

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    und hallo Renate, ja, solche Hexenparty wäre vielleicht auch was für meine Kleine. Wobei, Party hatte sie ja gerade letzte Woche, da hatte sie Geburtstag. Nun ist sie schon 5 :shock: .

    Unser Auto geht auch nächste Woche in die Werkstatt und dann zum TÜV. Ich bin schon gespannt. Im Garten von meinem Schwiegersohn kann ich momentan nicht viel machen, ich habe "Knie" :? . Und keine Zeit, leider. Na ja, der Garten läuft ja nicht weg. Aber es ist schon immer schön, sich dort ein wenig auszupowern.

    Du hast einen großen Beitrag bei mir gelassen. Ich danke dir für dein Vertrauen, mir das zu schreiben und ich habe mir auch Gedanken dazu gemacht und möchte dir antworten.
    Dazu werde ich aber den Beitrag in dein TB kopieren und das dort tun, ich hoffe, es ist ok so für dich. Denn es gehört, aus meiner Sicht, da hinein.

    Ansonsten geht es mir ganz gut. Ich habe jetzt 2 Wochen frei :D , und Dante und ich werden demnächst eine liebe Freundin besuchen. Einfach mal was anderes sehen.

    Aurora

    Hallo,

    liebe Linde, liebe Renate, hach, die Torten waren köstlich... Ja Renate, irgendwie gibt's schon Geld dafür. Aber leider nicht jeden Tag solche Verkostung :? .

    Es war ein guter "Ausflug" in diese Konditorei. Natürlich wegen des vorzüglichen Handwerkes, was sie dort machen. Aber auch für mich persönlich. Ich habe gemerkt, dass ich in diesem Team geschätzt werde. Ich habe eine Meinung, die ich sagen kann. Und die auch zählt.

    Das habe ich so jetzt zum ersten Mal in einem Job, unglaublich. Es liegt an mir, ich weiß das. Denn ich bin ja anders geworden. Ich traue mich, mitzureden. Ich traue mich, zu fragen. Und ich traue mich, mich sicher mit meinen Kollegen zu fühlen. Weil ich weiß, ich bin was wert, ich kann was und bin wer.

    Das habe ich mir in den letzten Jahren erarbeitet! Es war jetzt ein wenig verschütt gegangen, durch die Erfahrungen und Schicksalsschläge letztes Jahr. Nun ist es wieder da :D , und es ist, denke ich, noch besser geworden. Weil eben der Job auch gut ist und zu mir passt.

    Langsam läuft mein Leben rund, gerade. Morgen arbeiten, dann habe ich 2 Wochen frei :D . Ich habe vor, diese Zeit zu genießen.

    Aurora

    Hey Lori,

    ja klar, es dauert... Das ist leider so.

    Vielleicht brauchst du jetzt einfach eben Ruhe, du bist erschöpft, schreibst du. Solche Trennung ist ja auch nicht leicht, das kostet schon auch Energie. Vielleicht ist es ganz gut, wenn du dich eben mal abkapselst für eine gewisse Zeit. Einfach, um dich zu sortieren und auszuruhen. Dann kann's demnächst mit Volldampf weiter gehen.

    Na ja, deine Mutter hat kein Verständnis . Ok, es ist ja dein Leben, was du lebst. Sie kann ihr's leben. Ich hatte damals auch kleinerlei Verständnis von meiner Mutter, als ich mich trennte. Und obwohl ich schon einiges älter bin auch als du, zum Zeitpunkt der Trennung war ich 48, kam ich mir vor, wie ein abgestraftes Kind :roll: .

    Meine Mutter hatte und hat ihr Weltbild, wie eine Frau zu sein hat. Und da fiel ich völlig aus der Rolle :shock: . Und dann verliebte ich mich auch noch, nach 1 Jahr, ach du meene Jüte :shock: . Mit fuffzich. Tztz. Sie hatte kein Verständnis.

    Es hat mich ziemlich gekratzt und gewurmt. Es hat mich verletzt. Ehrlich. Aber ich habe mich nicht von meinem Lebensplan abbringen lassen. Denn ich muss ja mein leben leben, nicht ihrs. Manchmal dachte ich, vielleicht ist sie auch neidisch auf die Freiheit, die ich mir nehme. Auf mein Leben, dass ich selbstständig leben kann. Das hätte sie sich nicht so getraut.

    Na gut, inzwischen haben wir unsere Fronten geklärt. Ich glaube, ich bin ihr immernoch suspekt. Aber sie sieht mich als Erwachsene, mittlerweile. Nicht mehr als kleene Jöre...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, ja, es ist ein gutes, freies Gefühl, wenn endlich diese Schuldgefühle oder Verantwortungsgefühle gegenüber dem Ex abfallen. Die kosten nämlich nur Energie und bringen tun sie nix. Ihm sowieso nicht und mir schon garnicht.
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    Langsam geht es mir besser und in meinem Innenleben kehrt wieder einmal Ruhe ein. Ich merke, wie ich langsam die alten Strukturen in mir wieder sammeln und in eine Schublade legen kann. Damit meine ich, ich bemerke diese Strukturen immer besser und kann was machen.

    Ich kann die neuen Muster rausholen und immer besser anwenden. Das ist gut. Denn nach den alten Dingen will ich einfach nicht mehr leben. Diese co-Muster bringen mich nicht wirklich vorwärts, glücklich werden lassen sie mich eh nicht.

    So, und weil's so schön ist, düse ich gleich los. Wir, also ich und meine Kollegen vom Bistro aus dem Laden, wo ich arbeite, besichtigen heute eine Edel-Konditorei. Und bestimmt dürfen wir da naschen... Ich hab die weite Hose angezogen, ist vielleicht besser :wink: . Na, mal sehen. Wir werden dann einen Teil der Kuchen auch bei uns verkaufen. Und da müssen wir ja wissen, wie die schmecken, nicht wahr.

    Aurora

    Liebe Girasole,

    ich möchte nicht über "Schädigung" reden, wenn es um meine Eltern geht.
    Sie sind nicht perfekt, im Gegenteil, sie sind Kinder, die im Krieg groß geworden sind, mit Eindrücken und Erziehungsmethoden, die heute zum Glück so nicht mehr sind (hoffe ich doch... :roll: ). Die sie aber geprägt haben.

    Ich sehe sie so, dass sie das so gemacht haben, wie sie es wussten und konnten. Ich fühle mich von meiner Mutter genau so geliebt und angenommen, wie von meinem Vater, und das schon immer. Ich habe zwei jüngere Brüder, da gab und gibt es die üblichen Eifersuchtsdinge, die sind für mich aber normal.

    Meine Mutter fand es damals schon toll, dass ich eine Ausbildung begann. Dass ich Abi gemacht hatte, war ihr, glaub ich, nicht wirklich wichtig. Bzw. sie konnte mir auch keinerlei Unterstützung geben, einfach, weil ihre eigene Bildung das nicht erlaubt. Mein Vater hatte sich da viel selbst angeeignet und war auch immer stolz darauf, wenn ich was konnte, was er nicht konnte. Z.B. Latein. Als ich nach der 10. Klasse alles hinschmeißen wollte, hatte ich eine riesen Diskussion mit meinem Vater, daraufhin machte ich weiter...

    Als ich dann mein erstes Kind bekam, hörte ich auf zu arbeiten. Da sagte meine Mutter, "siehst du, das habe ich doch immer gesagt. Eine Ausbildung ist für Frauen nicht soooo wichtig, sie werden ja Mutter". So in etwa. Das war ihr Frauenbild, das ist es immernoch. Ich glaube, mein Vater sah eher meine intellekuellen Möglichkeiten. Da sollte ich was draus machen. Meiner Mutter war wichtig, dass ich eine "gute Partie" machte und Mutter und Hausfrau wurde. Ich hatte immer irgendwie das Gefühl, zwiegespalten zu sein...

    Ich könnte und müsste jetzt noch viel zerpflücken, habe ich auch gemacht, mache ich auch gerade im Rahmen meiner Therapie. Das sprengt hier den Rahmen, finde ich. Aber es ist auf alle Fälle ein interessantes Thema! Ich habe schon viel über mich und meine "Macken" erfahren, weil ich mich eben damit auseinander setze.

    Ich glaube schon, dass auch der Vater prägend ist bei Liebesbeziehungen, die ich hatte und habe. Was mein Verhalten betrifft. Aber genau so auch das, was meine Mutter mir mit ihrem Frauenbild mitgegeben hat. Und das, was ich erlebt habe in der Gesamt-Großfamilie, die wir immer waren.

    Ja, spannendes Thema, ich werde mir das Buch vielleicht mal zu Gemüte ziehen. Ich bin durchaus offen, denke ich zumindest.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Girasole,

    das ist sicher sehr interessant, diese "Vaterfalle".
    Ich habe mich ja mit meiner Familien-, Erziehungsstruktur auseinander gesetzt, seit ich erkannt habe, dass ich dieses coabhängige Verhalten habe.

    Aber ich kann da nicht erkennen, dass das was mit meinem Vater zu tun hat. Also in meinem Fall. Er ist weder süchtig noch sonst irgendwie abwesend gewesen. Im Gegenteil, er ist eher einer jener Väter, die sich damals schon sehr um uns Kinder gekümmert haben, was in seiner Generation eine Seltenheit war für einen Mann. Wir haben viel zusammen unternommen und er hat mich auch immer sehr gefördert, was jetzt meine Bildung und berufliches Fortkommen betrifft. Da war dann meine Mutter der große Hemmschuh...

    Ich bin nicht von ihm missbraucht worden, in keiner Weise. Ich hatte und habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Vater.

    Ich denke, die "Vaterfalle" kann ein auslösendes Moment sein, um coabhängiges Verhalten zu leben. Aber es gibt bestimmt noch viele andere.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, ich habe gerade gesehen, ich habe mich noch garnicht für deinen Beitrag im September bedankt :shock: . Sorry, aber übersehen habe ich es nicht. Ich freu mich ja, wenn jemand seine Gedanken hier lässt. Also danke dafür!

    Vorgestern habe ich meinen Exmann getroffen, auf der Straße. Ich hab schon einen Schrecken bekommen. Er ist ziemlich verquollen. Wir haben uns eine kleine Weile unterhalten. Er schien auch nüchtern, soweit ich das beurteilen kann, also zumindest war er nicht volltrunken oder so. Er bebte am ganzen Körper, so ganz leicht. Ein wenig mehr wie ich es von damals in Erinnerung habe, wenn er mal sein Trinken ein wenig runter gefahren hat.

    Ich habe gemerkt, dass es mit seinem Gedächtnis auch nachgelassen hat, dass er schon Veränderungen gemacht hat in seinem Kopf.

    Und ich? Ich habe es gemerkt, ist klar. Ich kenne ihn seit 32 Jahren. Aber es ist jetzt so, dass ich da nicht mehr diesen Drang in mir spürte, ihn bekehren zu müssen. Ich habe mich ganz einfach ruhig mit ihm unterhalten. Über belanglose Dinge. Und über unseren Sohn, kurz. Ich habe weder das Gefühl, irgendwie schuldig zu sein oder verantwortlich, wie ich es immer wieder all die Jahre noch leicht hatte, zwischendurch.

    Ich denke, da bin ich nun fertig mit. Es ist abgeschlossen. Gut so!

    Aurora

    Liebe Lori,

    leider komme ich erst jetzt dazu, dir auf deine Frage zu antworten. Ich hoffe, es ist noch soweit aktuell...

    Einen Tee empfehlen, warum nicht? Du kannst doch empfehlen, "ach, bei Halsschmerzen trinke ich Salbei-Tee, der tut mir dann gut". Oder "probiere mal Ingwer mit Zitrone Tee".

    Es geht ja nur um Medikamente, um Dinge, die eine Wirkung haben, die schon sehr viel tiefer geht als ein Tee. Und vor allem, es dürfen eben keine Markennamen, Firmennamen oder so genannt werden. Das hat alles rechtliche Hintergründe.

    Also lehn dich zurück, gieß dir eine Tasse dampfenden Habebuttentee ein, vielleicht mit Honig, und genieße den Geschmack. Oder nimm Pfefferminze, wenn der Bauch kneift... Ich mag Pfefferminztee.
    Und warmer Tee tut gut.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Nys,

    wow, da habe ich ja was getroffen, was ich gar nicht dachte. Echt nicht. Ich habe nur immer gelesen , dass du dich unverstanden fühlst, dass wohl niemand verstünde, was du eigentlich meinst. Und darauf bezieht sich mein Beitrag, dass das Forum, solche SHG, einfach eben auch seine Grenzen hat. Das ist nicht nur hier so, auch in der realen Gruppe, in der ich einige Jahre war, gab es Themen, da haben wir gepasst. Einfach, weil wir es nicht leisten konnten.

    Ich habe dir das als Aurora geschrieben, nicht als Mod. Mich hat auch keiner geschickt. Das wär ja was. Und ich stehe auf auf niemandes Seite, als auf meiner. Ich hab auch 'ne eigene Meinung, die ich sagen darf.

    Ich weiß jetzt nicht, was auf Seite 10 steht, aber es ist dir doch klar, dass du hier nichts für dich alleine hinschreibst. Und ich habe auch die „total-daneben-Kommentare“ gelesen. Und mir aus allem selbst ein Bild gemacht.

    Ich will und kann dich doch hier nicht aus dem Forum verweisen. Wer will dich verdrängen? Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass ich solche Idee haben könnte. Ich wollte dir einfach nur sagen, dass vielleicht diese in deinen Augen eben „daneben-Kommentare“ eben auch ein Zeichen dafür sind, dass hier nicht der Platz ist, wo du adäquate Hilfe bekommen kannst für das, was du wirklich brauchst.

    Du fasst das als Art Rausschmiss auf und Verbündung gegen dich. Also da piekt dich ja was. Diesen Schuh ziehe ich mir nicht an. Denn beides hab ich nicht vor zu machen.

    Aurora

    Liebe Nys,

    entschuldige, ich hatte das nicht mehr im Kopf, dass du das mit der Therapie schon geschrieben hattest. Es ist einfach sehr anstrengend, hier die ganzen ellenlangen Beiträge zu lesen und zu verstehen. Ich geb's zu, ich habe nicht immer alles auch genau gelesen oder verstehen können...

    Also halte ich lieber meinen Mund bzw. meine Finger zum Schreiben still.

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Sarawen,

    aua, Gürtelrose, das ist ja echt nicht schön.
    Ja, ich glaube, es gibt da auch Zusammenhänge zwischen der Psyche und solchen Erkrankungen. Und du bist lahm gelegt. Und kommst zum Sortieren. Das ist das Gute daran.

    Ich wünsche dir gute Besserung.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Nys,

    ich habe, so gut es ging, diese Diskussion hier verfolgt. Und irgendwie verstehe ich auch, was du meinst, glaube ich.

    Das Problem ist doch aber, dass es hier Grenzen gibt. Damit meine ich, es ist hier eine Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und Angehörige von Alkoholikern. Es ist ein sogenanntes niederschwelliges Angebot, das hier gemacht werden kann, ein Erfahrungsaustausch. Von Menschen, die Alkohol-, Drogenabhängigkeit erlebt haben, entweder als Betroffene oder Mitbetroffene, die einen neuen Weg suchen, die trocken bleiben wollen. Die ein zufriedenes Leben führen wollen.

    Was du für dich ansprichst und auch suchst, ist, denke ich, schon sehr speziell. Es geht schon in Richtung tiefe Psychologie, ganz klar. Es geht um Dinge, die dir passiert sind und dich zu dem Menschen geprägt haben, der du jetzt bist. Mit einer ganz speziellen Problematik. Also, das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung, ich will dich nicht ärgern damit oder sonstwas, aber ich denke, du bist damit besser in fachlicher Beratung aufgehoben. Da, wo jemand dir gegenüber sitzt, der dich da unterstützen kann. So, wie du es auch brauchst. Denn ich denke schon, die Problematik wird dir immer klarer und du möchtest daran was verändern, um ein zufriedenes Leben führen zu können, ohne deine alten Muster. Die dir ja nicht wirklich gut tun, langfristig.

    Und ich denke, das ist einfach zu viel für solch eine SHG hier. Das kann sie nicht leisten, diese Gemeinschaft. Denn wir sind ja zwar irgendwo schon "Fachleute" aufgrund unserer Erfahrung mit der Sucht, aber eben keine Fachleute :roll: .

    Ich hoffe, du verstehst meinen Beitrag als das, was er gemeint ist. Es ist kein Angriff. Es ist einfach eine Anregung, nachzudenken, ob es nicht Möglichkeiten für dich gibt, wo du spezieller und fachlicher eben Hilfe für dich bekommen kannst. Hilfe, die dich weiter bringt, die dir Anregung gibt, wie du was verändern kannst.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Paniktante,

    willkommen hier in unserem Forum!

    In vielen Teilen ähnelt sich deine Geschichte mit meiner. Es ist immer wieder eben ein ähnlicher Werdegang, den ein Abhängiger macht, aber eben auch der oder die Angehörige(n).

    Sein Lebensstil beeinträchtigt dich ja schon sehr, während er keinen Grund sieht, etwas daran zu finden, was er ändern wollte. Es geht ja aber eben um dein Leben und darum, dass du dich darin wohl fühlen sollst.

    Welche Hife erwartest du von hier? Was meinst du, wie es für dich jetzt weitergehen kann?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Sonne,

    erstmal sag ich dir herzlich willkommen im offenen Forumsbereich.

    Ehrlich gesagt habe ich jetzt keine Tipps für dich parat. Ich denke, das ist auch sehr schwierig. Du bist zwiespältig, was ich auf einer Seite auch gut verstehen kann. So ein Haus und ein schönes Grundstück, das ist schon sicher auch Lebensqualität. Aber wenn dein Mann neben dir ist und dir alles vergällt, weil du dich ekelst, weil es eskaliert zwischen euch, was bleibt dann noch übrig davon?

    Es kann dir hoffentlich helfen, hier den Austausch zu beginnen. Das Schreiben hilft ungemein beim Sortieren, habe ich selbst festgestellt. Und die Denkanstöße von außen, also von anderen Teilnehmern, sind auch nicht zu verachten. Oft sieht ja jemand, der nicht in dieser Situation steckt, da Dinge einfach anders und klarer. Das ist sehr hilfreich dann.

    Liebe Grüße
    Aurora