Liebe Renate,
folgenden Text hast du in mein Fädchen geschrieben. Ich möchte dir gerne dazu antworten, deshalb habe ich ihn hierher transportiert. Ich finde es besser, dir hier zu antworten.
Hier ist also der Beitrag von Renate:
Ich bin auch gerade auf einem guten Weg,allerdings gehe ich es anders an.
Ich gehe ja zur Zeit in diese Akademie,das war zuerst nicht so ganz freiwillig,jetzt stellt sich aber raus das es doch ganz gut ist.
Ich finde neue Wege für mich und zwar hauptsächlich weil ich mich auf meine Stärken besinne und auf mein Bauchgefühl.
Diese Mischung ist perfekt für mich.
Mit meiner Ahnung (Bauchgefühl) was xy betrifft habe ich wieder eine Bestätigung bekommen.
Ich sagte vor 4 Wochen vorraus das er es nicht lange halten werden kann mit seiner Trinkerei (nur am Wochendene !!)
Er hatte jetzt Urlaub,hat kaum das Haus verlassen und trinkt wieder täglich (ich traf den Sohn zufällig )
So nehmen die Dinge ihren Lauf.
ich richte mich darauf ein alsbald eine Nachricht (oder Anruf) zu bekommen wenn es ihm wieder richtig schlecht geht und habe natürlich einen Plan B um mich zu schützen!
Seine Schwester rief mich an weil sie besorgt ist weil er inzwischen auch bei ihr nichtmehr ans Telefon geht.
Ich teilte ihr mit, zu was ich ggf noch bereit bin (Notarzt /Polizei anzurufen)keinesfalls werde ich mit ihm reden, telefonieren oder gar hinfahren.
Und das bin ich auch nur bereit zu tun weil sein Sohn (behindert) damit überfordert wäre.
Ich bin also für den Fall x gewappnet.
Ich schliesse gerade viele neue Kontakte,habe tolle Gespräche mit einem Dozenten und es tun sich neue Türen für mich auf.
Nachdem mein uraltes Auto nun mit hängen und würgen (und nem Haufen Geld) nochmal über den Tüv ging,ist das Problem auch erstmal gelöst.
Im Garten ist viel zu tun,aber das tut mir richtig gut besonders wenn das Wetter so toll ist wie in den letzten Tagen.
Morgen hat mein Enkelchen,,Hexenprüfung,, für Minihexen ,ich glaube mit dieser Party beschenkt sich in erster Linie meine Tochter selbst(zwinker)
Das findet morgen im Garten statt und ich soll die Oberhexe sein die später ,nach bestandenen Mutproben(Glibberspinnen anfassen,Dinge in verdeckten Behältern ertasten usw.) die Urkunden verteilen soll.
Wäre vielleicht auch was für dein Enkelchen?
Die Mädchen sind seit Tagen volle Vorfreude.
Männer sind da nicht zugelassen!!!
Sonntag bin ich mit 2 Frauen auf einem Fest von der Hundeschule.
Beide waren mit xy in der Klinik und sind immernoch trocken und (verkehrte Welt) jetzt möchten sie mir ,,beistehen ,,mich aufmuntern.
Wobei ich ok bin, ich akzeptiere seine Entscheidung,es ist sein Leben ..............
Keiner kann sein Verhalten verstehen und nachdem einige aus seine Gruppe versucht hatten Kontakt zu ihm aufzunehmen und er keinem auch nur antwortete (Tel/Mail etc) haben sich alle von ihm abgewendet .............."
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Liebe Renate,
ich finde es gut, dass du deinen Weg einschlägst und für dich neue Wege suchst und findest. Das Bauchgefühl zu finden und sich wieder darauf einzulassen, ist garnicht so einfach, so meine Erfahrung.
Trotzdem hängst du, meinem Empfinden nach, noch immer irgendwo auch im Alten fest. "Er" beschäftigt dich schon noch, wenn auch nicht mehr direkt.
XY trinkt nun wieder, das hast du, wie du schreibst, ja schon geahnt. Und nun hast du die Bestätigung. Was macht das mit dir?
Du richtest dich jetzt schon darauf ein, einen Anruf zu bekommen, wo du um Hilfe gebeten wirst. Der Sohn, auch seine Schwester benutzen dich ja noch irgendwie, um selbst aus der Verantwortung, die sie wohl spüren, heraus zu kommen. Und irgendwie nimmst du das ja auch an. Es macht was mit dir. Ist ja irgendwie auch klar, dass dich das nicht kalt lässt. Dein XY und du, ihr hattet ja schon einige Jährchen eine Beziehung. Und du hast da sicher ja auch viel Liebe, Wünsche und Hoffnungen investiert.
Nun treten diese Leute an dich heran, der Sohn vielleicht zufällig, die Schwester direkt. Ich meine, du sagst, du würdest nichts weiter machen, als Feuerwehr anrufen oder so. Woher willst du wissen, wann er das braucht? Die Schwester kann dann doch selbst tätig werden, wenn sie das meint. Du hast doch nichts mehr damit zu tun. Der Sohn ist überfordert? OK, du ja aber auch.
Gut, nun kannst du sagen, es ist doch Menschenpflicht zu helfen, wenn jemand in Not ist. Gut, das stimmt. Aber wenn du es doch im Prinzip nicht weißt, was da los ist, weil du keinen Kontakt hast? Dann rufen diese Menschen dich an, damit du anrufst und Hilfe holst? Dann können sie doch gleich die Polizei holen, oder?
Du lässt dich immernoch ganz schön in dieses Leben reinziehen, finde ich. Mit einem Bein stehst du im neuen und fühlst dich auch wohl, genießt es. Und auf der anderen Seite stehst du immernoch im alten Leben, lässt dich ein auf Dinge, die nicht mehr deine sind.
Was empfindest du dabei? Es macht doch was mit dir, wenn seine Schwester dich anruft und ihr Leid klagt. Es wird immer wieder auch noch von und über XY geredet. Selbst mit 2 Frauen aus seiner Klinik-Gruppe...
Es ist doch schwierig, Abstand zu gewinnen und zur Ruhe zu kommen, wenn es so ist. Oder nicht?
Viele Grüße
Aurora