Beiträge von Aurora

    Hallo,

    liebe inbetween, das finde ich wichtig

    Zitat

    der Leidensdruck wird irgendwann so groß, dass man sich bewegen muss


    Theoretisch wird es so sein, irgendwann ist der Leidensdruck so groß, dass ich weiß, ich müsste was tun. Mich bewegen.

    Aber leider sieht es so aus, dass das nicht immer klappt. Mit dem Bewegen. Egal, wie jetzt dieses Bewegen aussieht. Das kann eben eine räumliche Trennung sein, aber auch eine emotionale. Also ein Abgrenzen auch ohne Trennung. Wobei ich das sehr schwer finde, also für mich ging das nicht, damals. Ich kenne aber auch Leute, da funktioniert das. Das ist dann aber ein Nebenherleben, kein Zusammenleben in dem Sinne, wie ich es verstehe.

    Ja, aber das Bewegen, das Aktivwerden, das ist ja das Schwierige an allem, oder?

    Aurora

    Hallo Miriel,

    du hast ihm nun klar und deutlich gesagt, wie es für dich läuft, momentan. Treffen mit ihm sind für dich ok, so lange er nüchtern ist dabei. Ansonsten ziehst du dein Ding durch und er seins. Also ihr lebt jeder für euch einen Teil eures Lebens, einen kleinen Teil verbringt ihr zusammen.

    Dagegen ist doch nichts einzuwenden, wenn es zur Zeit für dich in Ordnung so ist.

    Es ist nur wichtig, dass du am Ball für dich bleibst und siehst, dass es dir gut geht. Dass du einen Cut machen kannst, wenn sich alte Muster wieder einschleichen, er z.B. doch ab und an angetüddelt zum Treffen kommt oder so. Dann ist es klar, da wirst du nur was mit absoluter Konsequenz was für dich erreichen können. "Es" sollte nicht mehr Begleiter in deinen Gedanken sein. Und es sollte dir egal werden, was er in seiner freien Zeit macht.

    Es ist dein Weg, den du gehst und dein Leben, was du lebst.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo inbetween,

    es gibt ja die Möglichkeit für betreutes Wohnen. Auf alle Fälle kann sich ein junger Mensch an das Jugendamt wenden. Bzw. vielleicht gibt es eine Vertrauensperson, die das mit ihm zusammen macht.
    Auch die SHGs bieten Beratungen für junge Menschen, Mitbetroffene an. Und auch Gruppen.

    Aber es ist sicher sehr schwer, da den ersten Schritt zu machen. Für den oder die Betroffene.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Zwergin,

    wow, du bist bestimmt schon aufgeregt. Kann ich mir denken.
    Bei mir ist es jetzt 6 Jahre her, gerade gestern abend habe ich daran gedacht. Mitte Juni 2007 bekam ich den Schlüssel für hier. Und legte los. Es war ein sehr komisches Gefühl. Als ich an die Türklingel unten meinen Namen machte, war es ein ganz fremdes, blödes Gefühl erstmal. Aber nur kurz. Dann war es richtig toll! Umgezogen bin ich, als Mitte Juli mein Bett ankam. Meine Tochter und mein Schwiegersohn bauten es mir auf, damals. Als ich auf der Arbeit war. Und so konnte ich abends dann in mein neues Reich gehen und da bleiben.

    Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut klappt. Schön, dass du so viel gute Unterstützung hast! Das ist echt viel wert.

    Schreibe ruhig hier weiter, es werden noch genug Gefühle in dir hochkommen, glaube ich. Jedenfalls ging's mir damals so. Ich bin gespannt.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    hier war ja mächtig was los.

    Leider zwischendurch auch Beiträge, die ich nicht passend finde und die auch nichts in dem Sinne mit dem Thema zu tun haben, wie ich es meinte. Hier soll keine persönliche Abrechnung oder Gegenrechnung stattfinden, sondern ein Nachdenken, eine Sammlung auch von Erfahrungen.

    Mit dem "es" im Titel des Fädchens, also "geht es nur..." meinte ich, geht das Leben, Weiterleben nur mit oder auch ohne Trennung, das Leben zusammen mit einem nassen Alkoholiker bzw. Abhängigen. Es gibt ja nicht nur Alkohol als Droge, sondern oft sind da auch noch andere Substanzen im Spiel. Es geht nicht jetzt um die Drogen, übrigens. Sondern um's Zusammenleben.

    Bei vielen hier, auch bei mir, hat es viele, viele Jahre gedauert, bis eine Kosequenz stattfinden konnte, bis ich so weit war, die für mich richtigen Schritte zu machen. Vorher habe ich gejammert und geklagt. So wie das eben sehr viele machen, wenn sie hier ankommen. Da wurde bei mir geeiert und immer wieder Ausreden erfunden, warum es unter gar keinen Umständen möglich war, meinen Exmann zu verlassen. Es gab eine Zeit, da hätte ich meine Lieblingsfreundin zum Mond schießen können, wenn sie das Thema "Trennung" ansprach! Ich wollte doch Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten von ihr, keine knallharten Worte... Ich wollte von meinem Umfeld das, was ich am meisten brauchte und in meiner Ehe nicht bekam:
    Aufmerksamkeit
    Streicheleinheiten
    Anerkennung
    Mitgefühl, wobei mir Mitleid im Prinzip wichtiger war als Mitgefühl, denn das sind 2 verschiedene Dinge...
    Ich wollte hören: wie bist du doch stark, wie bist du doch toll, wie bist du doch zuverlässig für ihn da, weil er alleine ja nicht klarkommen kann. Wie bist du doch die beste aller besten Frauen, für ihn.

    Das sind alles Dinge, die ich für mein Selbstwertgefühl brauchte, denn ich hatte kein Selbstwertgefühl. Menschen, die sich selbst was wert sind, verharren nicht Ewigkeiten in solcher Situation, in der ich war!

    Ich habe durchaus auch einen Nutzen aus dem Leben mit meinem alkoholabhängigen Exmann gehabt. Und zwar eben bezogen auf das, was ich vom Leben erwartete. Da könnte ich jetzt das Fädchen von Morgenrot sehen, das sie letztens hier hatte, ob Coabhängigkeit eine Folge der Erziehung ist oder des Lebensumfeldes, in dem ich aufwachse.

    Meine Dinge, die ich als Prägung vom Elternhaus mitbrachte, passten genau zu dem Leben, was ich mit dem Ex führte...

    Die Trennung war ein für mich sehr , sehr schwieriger Schritt. Verbunden mit Schuld und Scham, Angst. Als ich es geschafft hatte, blieben auch Schuld und Scham und Angst, aber nebenher wuchs noch was anderes. Nämlich das Gefühl, es richtig gemacht zu haben. Endlich mich selbst ernst und wahrgenommen zu haben. All sowas. Weil mein Exmann nüchtern wurde mit der Trennung, dauerte es aber nochmal ca 1 Jahr, bis ich da endgültig einen Schlussstrich ziehen konnte.

    Für mich ist es so. Für mich gab es nur die Trennung vom Abhängigen, um ein lebenswertes, selbstbestimmtes Leben führen zu können. Mit ihm zusammen ging es für mich immer nur weiter abwärts. Im Strudel der Sucht rissen wir uns wohl gegenseitig immer tiefer. Das Leben wurde immer schlimmer, denn aus dem anfänglich gemütlichen Säufer, der einschlief, wenn er genug hatte, der ja nüchtern ein soooo lieber war, wurde immer mehr ein aggressiver Mensch, der mir seine Verachtung entgegenschrie. Und ich ihm dann auch.

    So sieht für mich keine Partnerschaft aus. Es gab damals nur noch Verachtung, Hass, Wut. Ich fand ihn ekelig, abstoßend, selbst wenn er nüchtern war. Dann verachtete ich ihn ja auch, weil er so jämmerlich rummaulte, wie schlecht es ihm ging. Und weil er immer wieder Dinge versprach, die er nicht halten konnte. Weil er unzuverlässig war. Weil ich im Prinzip alleine da stand, mit all den Lebensdingen, die er garnicht mehr in der Lage war zu bewältigen. Ich konnte irgendwann erkennen, dass so nicht das Leben aussehen sollte, was ich in meinen Lebensjahren der Zukunft noch haben wollte. Denn Partnerschaft ist für mich was anderes.

    Und so war ich dann endlich in der Lage, Sorgen, Ängste und Zwänge soweit im Zaum halten zu können, dass ich den für mich wichtigsten Schritt machen konnte.

    Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein genussvolles, lebenswertes Zusammenleben mit einem Abhängigen, einem nassen Alkoholiker nicht möglich ist. Das ist meine Meinung. Und es ist meine Erfahrung, die ich auch in meinem Umfeld oft gemacht habe. Also gesehen, erlebt habe. Ich kann mich da z.B. an Susannes Beitrag anschließen. Und an einige andere hier.

    Denn so habe ich es erfahren, für mich. Und das war auch ursprünglich die Frage, die ich hatte. Ist es möglich oder nicht, mit einem Abhängigen zusammen zu leben.

    Für alle anderen Dinge, die daraus resultieren, kann es gerne neue Themen geben. Und eben die vielen Fädchen hier, in denen noch immer gerungen und geredet wird, auch gejammert und gehadert. Dafür sehe ich eine SHG an. Dass durch einen respektvollen Austausch mit klaren Worten Wege aufgezeigt werden können, Denkanstöße gegeben werden. Und dass daraus schlussendlich für denjenigen was passieren kann, dass eine Aktivität entsteht, ein Weitergehen. Ein Nachdenken und Überdenken. Ein Erkennen und ehrliches Handeln. Aber dafür ist niemand anderes zuständig als derjenige selbst. Ich kann einen Trinker nicht trocken streicheln. Diese Erfahrung habe ich gemacht, in meiner ersten Ehe. Wenn das so einfach ginge, gäbe es das ganze Thema ja garnicht. Und genau so wenig konnte ich freigehätschelt werden. Ich musste diesen Weg alleine gehen. Aber ich durfte mir dabei sämtliche Hilfe holen, die ich brauchte.

    Dabei geht es ein wenig anders zu als bei den Alkoholikern, denn diese emotionalen Dinge finde ich einfach schwieriger zu händeln. Meine Meinung. Ich empfinde es als eine andere Sache, den Alkohol zu meiden als einen Partner, wenn z.B. noch gemeinsame Dinge zu regeln sind. Die Konsequenz ist die gleiche, im Endeffekt. Es geht darum, ein lebenswertes Leben zu erlangen, ein zufriedenes, lebenswertes Leben. Es geht darum, Eigenverantwortung zu übernehmen und ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen.

    Puh, das war mein Wort zum heutigen Tag...

    Aurora

    Hallo,

    liebe lütte, du schreibst ganz ehrlich, dass du dich - noch - nicht trennen kannst. Dein Mann trinkt ja auch zur Zeit nicht und das ist nochmal auch eine andere Situation. Ich kenne sowas ja auch. Mein Ex wurde nüchtern, als ich auszog. Vorher, mit Alkohol, war es für mich unerträglich geworden. Dann, nun auf einmal ohne Alkohol, nahm es nochmal eine andere Dimension an.

    Liebe Renate, du schreibst ja ganz deutlich, dass es für dich irgendwann keine Alternative gab. Du hast entschieden, für dich kommt nur die Trennung in Frage, weil alles andere einfach dich kaputt gemacht hat.

    Bei euch ist die Sache ganz klar. Lütte, du stehst vor der Situation, der Mann ist nun nüchtern. Das ist nochmal ein anderes Thema. Aber bevor er nüchtern wurde, hattest du dich ja auch getrennt. Warum konntest du das? Warum hast du das gemacht, diese Trennung?

    Und auch bei dir Renate ging es ja nicht ganz sofort. Du hast ja auch schon konkret geschildert, warum es für dich aber dann irgendwann nur noch den Weg der Trennung gab.

    Bei mir war es auch so. Irgendwann war der Leidensdruck so hoch, dass ich alle meine Ängste, Bedenken und Schuldgefühle über Bord werfen konnte. Ich habe einfach keine gute Zukunft mehr für mich sehen können. Ich wollte endlich wieder lebendig sein und was spüren. Und ich stellte fest, an seiner Seite geht das nicht. Nicht mit den ganzen Dingen, die ein Abhängiger mit sich bringt, wie Unzuverlässigkeit, mangelnde Körperhygiene, Aggressionen und sowas. Zuerst habe ich mir alles immer wieder schön geredet.

    Trennung oder nicht, das ist eben hier die Frage. Einige von euch stecken ja noch in diesem Zwiespalt. Was spricht für euch gegen eine Trennung? Mal ganz ehrlich, ganz konkret. Das würde mich schon interessieren, denn ich habe ja auch mal in diesem Dilemma gesteckt.
    Und was hat euch, die ihr euch schlussendlich getrennt habt, dazu geführt? Welche Gedanken waren dabei, welche Dinge haben euch zu guter letzt zu diesem Entschluss kommen lassen?

    Aurora

    Liebe cocomel,

    mir geht's soweit wieder ganz gut. Es ist schön warm hier, ich mag das, auch wenn ich schwitze. Ich schwitze lieber, als dass ich friere. :roll:

    Ich freue mich jedenfalls über dein "piep". Und dass du dir so viele Hilfestellen gesucht hast. Ja, vielleicht bist du ein "harter Brocken". Es ist ja aber auch nicht einfach, dieses Loslassen. Aber du bist da auf einem ganz guten Weg.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Zwergin,

    ich finde, du bist eher eine Riesin... Du machst sehr mutig deine Schritte!

    Diese Diskussionen und auch das Einreden von Schuldgefühlen kenne ich von meinem Exmann auch gut. Diese Mitleidstour. Nur, du musst dich doch garnicht auf solche Diskussionen mehr einlassen. Sie führen doch zu nichts, sondern kosten dich nur unheimlich viel Kraft. Die brauchst du jetzt ja für dich. Es ist sinnlos, mit jemandem zu diskutieren, der betrunken ist.

    Du schaffst das!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    ich freue mich, dass ihr euch Gedanken gemacht habt zu diesem Thema. Und das ist ja das Thema hier, finde ich. Trennung oder nicht.

    Wobei es mir jetzt darum geht, Trennung oder nicht, wenn der Partner trinkt. Nochmal was anderes ist es ja, wenn der Partner trocken wird oder geworden ist.

    Da habt ihr schon echt einige wichtige Punkte angesprochen, die ich selbst auch so gespürt habe damals.

    Zuerst mal das Jammern. Es erleichtert und bringt mir von meinem Umfeld eine gewisse Zuneigung und auch Anerkennung. Oder?
    Und dann das Teilen mit anderen Betroffenen. Da ist das Jammern noch eine Stufe "besser", weil es sich so schön auch herziehen lässt über den Partner und man sich im Arm liegen kann. "Du Aaaarme aber auch, herrje. Ja, es ist ein schweres Brot", so in etwa.
    Das sich Schönreden der eigenen Situation.

    Da fiel hier schon bei Renate und Sarawen das Stichwort "Angst" . Ein nicht zu unterschätzender Faktor. Ich kenne diese Angst nur zu gut.
    Daraus resultiert natürlich eine gewisse Feigheit, weil Veränderungen ja auch immens weh tun können und vor allem anstrengend sind. Und Angst machen...

    Ja, Coabhängigkeit zieht ohne Zweifel auch große Kreise! Und es werden Menschen mit betroffen, die sich nicht wehren können, die Kinder z.B. Ich habe von Kindern (auch erwachsenen) gehört, die waren mehr wütend auf das coabhängige Elternteil, als auf den Alkoholiker selbst. Aber ich glaube, das ist auch schon wieder deren Coabhängigkeit...

    Liebe Susanne, in einem gehe ich aber mit dir nicht konform. "Lass dir Zeit", ich weiß nicht, ob wir beide damit das gleiche verbinden. Eine Trennung geht meistens nicht von heute auf morgen. Bei mir hat sie viele Jahre gedauert. Schritt für Schritt. Das empfehle ich niemandem! Aber bei mir ging es eben nicht anders. Und bei vielen, die ich kenne. Ich finde nicht, dass man das mit "kontrolliertem Trinken" gleichsetzen kann.

    Ich danke euch sehr für eure Sichtweisen. Und möchte noch andere ermutigen, was zu schreiben. Vielleicht auch die jenigen, die noch nicht wissen, ob Trennung oder nicht. Es wird ja keinem hier der Kopf abgerissen! Es kann, im Gegenteil, eher sehr wirksam sein, neue Sichtweisen und Denkanstöße zu bekommen.

    Aurora

    Hallo,

    liebe Sarawen, du hast da im Bereich der Grundbausteine ein Thema hingeschrieben, was ich sehr wichtig finde. Da mal hinzuschauen, jeder für sich. Was es für Gründe gab oder gibt, sich zu trennen oder zusammen zu bleiben. Ob es überhaupt möglich ist, ein Zusammenleben.

    Du hast da deine Meinung zu hingeschrieben, und ich kopiere das einfach mal hier rein, ich hoffe, hier findet es mehr Resonanz und Beachtung. Und ein wenig Feedback.

    Ich danke dir sehr für diesen Denkanstoß und deine Meinung dazu!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    lieber Matthias, ja, ich freue mich wie verrückt auf den Urlaub! Es ist merkwürdig, aber Lebensfreude und Schmerz leben gleichzeitig in mir. Mal ist das Eine an erster Stelle, mal das Andere. "Gesunde Trauer" nennt der Therapeut das.

    Liebe Renate, ich danke dir ganz herzlich für den Drücker :D . Kriegst einen zurück.

    Liebe Lebensfroh, ja, der Urlaub wird sicher gut! Ist noch ganz bissi hin, aber nicht mehr soooo lange.

    Heute wird es schööön warm und ich werde meine Erbse als "Mittagskind" aus der Kita abholen. Wir werden uns einen schönen Nachmittag machen, im Garten. Obwohl - momentan hat sie eine ziemlich zickige Phase *seufz*. Normal eben. Kinder sind schön, ein Geschenk. Aber sie machen auch "Arbeit". Gehört einfach dazu.

    Früher mal war ich "nur" Hausfrau und Mutter. Da wurde ich von meinem Umfeld, also jetziger Exmann und seine Sippe z.B. ziemlich klein gemacht. So nach dem Motto, "du machst doch eh nix, hast nur Spaß und Freizeit". All sowas, solche Klischees . Sie haben mich klein gemacht damit, mich minderwertig fühlen lassen. Mit den Folgen habe ich immernoch zu tun, aber es wird besser. Denn ich bin nicht minderwertig mit dem, was ich mache! Das weiß ich jetzt.

    Aurora

    Hallo,

    demnächst geht es in den Urlaub. Und unsere Erbse kommt mit, für ein paar Tage :D . Dann kommt der SchwieSo noch ein paar Tage dazu und fährt dann mit ihr wieder heim. Dann haben wir noch ein paar Tage für uns dort. Ich freue mich sehr. Und der Abstand mal von allem wird mir wieder sehr gut tun. Denke ich.

    Mir geht es nicht soooo gut. Letzte Woche war der Geburtstag meiner Tochter. Sie wäre 31 geworden... :cry: . Das ist schon äußerst schmerzlich. Aber gut, der Schmerz gehört einfach dazu.

    So, und gleich muss ich losdüsen, zur Arbeit. Heute habe ich Spätdienst.

    Aurora

    Liebe Lebensfroh,

    das ist schön, mit dem Urlaub :) ! Unser steht auch noch bevor. Vorfreude ist immernoch die beste. Und dann - rein in's Vergnügen.

    Die Angst, die du beschreibst, dreht sich doch in meinen Augen darum, dass du Angst hast, ihn zu verletzen oder im Stich zu lassen. Du schreibst auch, du hast Angst, deine Gefühle für ihn zu verlieren. Meinst du, das kann passsieren? Vielleicht ist ein totaler Rückzug ja auch die Chance, dir klar zu werden, ob da überhaupt noch Gefühle sind. Und welcher Art diese Gefühle sind.

    Also ist es Liebe, oder eher eben Schuldgefühl, Verantwortungsgefühl, Angst, ihm weh zu tun, im Stich zu lassen.

    Das ist mal ganz wichtig, das zu sortieren!

    Zitat

    Und wo ist mein Rückzug eine Hilfe und ab wo ist es ein schmollendes Zurückziehen meinerseits


    Dein Rückzug soll in erster Linie ja für dich sein! Nicht überlegen, ob es für ihn Hilfe ist oder ob er es als Schmollen ansieht. Rückzug ist Schutz deiner eigenen Gefühle. Ist ein Zudirkommen. Hast du es schon mal unter diesem Gesichtspunkt betrachtet?

    Ja, und wenn dir Fehler passieren, ist das auch ok. Menschen machen Fehler, das gehört dazu und ist nicht schlimm. Du musst natürlich dann mit den Konsequenzen leben, ganz klar. Und das kann schwer sein, den Gedanken daran zuzulassen. Ich weiß, wovon ich da schreibe, mir ging es ja auch so. Und manchmal geht's mir noch immer so. Dafür brauchst du schon auch Mut. Und Selbstvertrauen. Das kannst du bekommen, wenn du dich ernsthaft und ehrlich mit deinen Dingen auseinander setzt, wie du es jetzt hier ja auch machst. Das ist eben das Gute an solchem Austausch.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Lebensfroh,

    wie meinst du das
    "in Liebe loslassen ohne sich ganz zu trennen"?

    Zitat

    Und dann gab es auch noch ein Gespräch zwischen meinem Freund und mir und da kam ganz klar rüber von ihm, dass er sich um seine Probleme kümmern werde - und ich mich um meine kümmern soll.


    Ja, das ist doch eine ganz klare Ansage.

    Warst du schon in deinem Urlaub oder gehst du erst? Das ist doch schön, dass du das für dich machst, Urlaub.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo little sweet sunshine ,

    du hast ja sehr konkrete Vorstellungen davon, wie sein Leben aussehen muss. So empfinde ich es beim Lesen. Er soll alles ändern, um dir zu beweisen, dass er es ernst meint, er soll kämpfen. Und dir ist ja klar, dass es nicht von heute auf morgen geht.

    Für mich liest sich alles so, dass du die Zügel in der Hand haben willst. Wie es zu laufen hat. Und er soll sich gefälligst richten danach, am liebsten würdest du ihn ja "kidnappen", also in dein Auto verfrachten und raus holen da, aus seiner Welt. Will er das denn überhaupt? Vielleicht fühlt er sich ja doch da ganz wohl?

    Er soll sich ändern. Gut, verstehe ich schon auf eine Art. Und du? Wie sieht es mit dir aus? Müsstest du auch noch was ändern an dir, damit eine Beziehung klappen kann?

    Du schreibst sehr viel über ihn und seine Familie. Das ist nicht so toll, denn hier im www. kann jeder das lesen und sich vielleicht auch wieder erkennen. Das möchten wir hier nicht!

    Bitte bleibe mehr bei dir und deinen Dingen. Denn nur darum kann es ja gehen.

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Agostea,

    verschieben möchte ich dein Thema jetzt hier nicht, aber bitte eröffne nicht noch weitere! Es ist ja sonst schwierig, deiner Geschichte auch zu folgen, und ich finde das so wichtig, um dir auch antworten zu können.

    Deine Angst ist erschreckend. Und du schreibst ja selbst, wie sehr sie dich lähmt. Da ich auch gerade eine ziemliche Angstzeit hinter mir habe, weiß ich das. Hast du da professionelle Hilfe? Ich glaube, es ist sonst sehr schwer, da raus zu kommen.

    Du schreibst ja selbst, du bist trockene Alkoholikerin. Deshalb musst du ja sicher besonders gut auf dich aufpassen. Und du stehst, so empfinde ich es, in deinem Leben an allerletzter Stelle. Warum meinst du, dich so aufopfern zu müssen für alle?

    Viele Grüße
    Aurora