Beiträge von Aurora

    Liebe Samy,

    und dann schreibe ich dir auch gleich mal was :wink: .

    Ich habe auch die Trennung immer wieder aufgeschoben, bestimmt so 15 Jahre lang habe ich mich immer wieder mit Trennungsgedanken beschäftigt. Aber umsetzen konnte ich es nicht. Ich habe gedacht, ohne mich wird mein Ex untergehen. Ich werde die Familie damit zerstören. Ich werde alleine nicht zurecht kommen. All sowas. Und unter dem Deckmäntelchen, dass ich ihn ja lieben würde... Was eine Lüge war, wie ich jetzt weiß, bzw. dann irgendwann zugeben konnte. Liebe war da schon lange nicht mehr gewesen, sondern gegenseitige Abhängigkeit.

    Als ich dann vor 6 Jahren sagte, ich würde mich nun trennen, lachte mein Exmann mich mit besoffener Lache aus und sagte zu unserem Sohn, "das macht die ja doch nicht, hatse schon so oft jesacht..."

    Und er war schier starr vor Schreck, als ich es doch machte, diesmal. Weil ich am Ende war. Am Ende meiner Kräfte. Weil ich dachte, ich habe mich so erniedrigt und so erniedrigen lassen, mehr geht einfach nicht. Ein wenig Würde wollte ich noch behalten. Und ich wollte leben, ich wollte wieder spüren, ich wollte wieder genießen können, was das Leben noch so für mich bereit hielt.

    Na klar ist da auch Trauer. Und menschliche Enttäuschung. Denn da wird ja was ent-täuscht, nicht wahr. Viele Jahre lang hat er genommen. Und daraus sein Leben aufgebaut. Aber er hat jahrelang ja nur das genommen, was du ihm auch angeboten und gegeben hast. Das ist einfach so, und als ich es für mich damals erkannte, dass es ja zwei Seiten da gibt, einer der macht und einer, der machen lässt, hat es noch mehr weh getan. Und ich habe mich ganz schön auch geschämt, dafür, dass ich viele Jahre lang willig gewesen war und dieses Spiel mitgespielt hatte. Meene Jüte, was habe ich geheult damals, so verzweifelt war ich, als ich das erkannt hatte. Das Heulen war wichtig, danach konnte ich erleichtert dran gehen, mir ein neues Leben auf zu bauen.

    Wie geht es dir denn heute so?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Samy,

    ich eröffne dir hier einfach mal ein eigenes Fädchen, ein eigenes Thema.
    Denn deine Geschichte aus dem Vorstellungsbereich können nicht alle lesen. Das geschieht zum Schutz der Neuankömmlinge, da soll es erstmal in geschütztem Rahmen sein können. Denn es gehört ja schon eine Menge Überwindung dazu, sich zu öffnen und den ersten Schritt zu machen.

    Ich kopiere jetzt hier einfach mal rein, was du bei teddamitzu geschrieben hast

    Du hast jetzt folgende Möglichkeiten. Du kannst dieses Fädchen einfach weiter benutzen. Du kannst den Titel des Fädchens verändern und dir eine eigene Überschrift ausdenken. Oder du eröffnest einfach noch einmal ein Fädchen, das dann eben deines ist und in dem du schreibst.

    Du kannst so einen Austausch bekommen, der ganz bezogen auf dich ist! Das hier ist dein eigener Raum! Du kannst Dinge hier lassen und wirst auch Antworten bekommen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    ja, was soll ich schreiben?

    Ich habe in meinem Job Grenzen setzen können und klare Ansagen gemacht. Ich merke nun, dass ich ernst da genommen werde und meine Grenzen auch akzeptiert werden. Ohne dass ich eben raus bin oder weniger beliebt oder so.

    Das war ja auch immer eine ziemlich Angst von mir. Grenzen zu setzen. Immer war da Angst, nicht mehr geliebt zu werden. Nicht mehr gemocht zu werden. Als schwach zu gelten und schwierig. Ja, ich habe viel in den Köpfen meiner Mitmenschen rumgedacht, was die wohl über mich denken könnten... :roll:

    Irgendwie gibt es mir ein gutes Gefühl jetzt. Dass ich das kann. Also für mich einstehen. Grenzen setzen. Das klappt zwar noch nicht immer ganz gut, aber es klappt eben immer öfter.

    In meinem Alltag komme ich immer mehr an. Ich bekomme wieder Struktur. In all dem Neuen, was ich gezwungenermaßen eben annehmen musste nach dem Tod meiner Tochter und des Kleinen. Ich werde wieder sicherer in allem.

    Durch diese Schicksalsschläge war ich ziemlich wieder in alten Mustern. Auch im Co. Obwohl mein Mann ja trocken ist (gerade hatte er sein 7jähriges), war ich im Co. Das war nix alkoholmäßiges, sondern eben mein Verhalten allgemein. Ich habe mich zurück genommen, alle Befindlichkeiten von anderen über meine gestellt. Gesorgt und geklammert. All sowas eben. Nun konnte ich schon viel aufarbeiten. Und bin dabei, wieder in meinen neuen Mustern zu laufen. Es ist eben schon schwierig, das Alte ist so manifestiert, dass es eben schnell wieder die Oberhand haben kann. Das Neue ist da noch nícht so fest verankert und lässt sich schnell mal wegdrängen. Aber da bin ich am Ball! Denn das Alte fand ich nun mal garnicht so prickelnd. Das Neue ist echt besser.

    Es geht mir ziemlich gut.

    Aurora

    Liebe Sarawen,

    kriegst mal 'n Drücker...

    Warum diese Selbstzerfleischung. Es bringt dir ja nix. Bist du wirklich auf ihn hereingefallen? Mach dich doch nicht selbst so klein mit dieser Behauptung. Viele Dinge sind doch erstmal vielleicht garnicht sichtbar gewesen für dich. Und er hat dir ja eine Zeit lang auch etwas geben können. Was du gebraucht hast.

    Es ist feige von ihm, wie er gehandelt hat. So ohne direkte Ehrlichkeit. Das ist sehr verletzend. Das bist du nicht wert, so behandelt zu werden. Auf sowas kannst du gerne verzichten. Aber dass du traurig und verletzt bist, ist doch auch ganz klar. Meene Jüte, wie schäbig von ihm. Das nagt schon am Selbstwert.

    Ich hoffe, dein Gedanbkenkarussell steht heute wieder still. Und du kannst den Tag genießen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Kiksy,

    schön, dass du wieder hergefunden hast!

    Du bist getrennt inzwischen von deinem XY, aber trotzdem irgendwie nicht.

    Ich kann dir mal was aus eigener Erfahrung dazu schreiben. Vor nunmehr gut 6 Jahren habe ich es endlich geschafft, meinen damaligen Mann zu verlassen. Nach 26 gemeinsamen Jahren... und mit unendlichem Leidensdruck, den ich hatte nach all der Zeit, ich war am Ende.

    Ich zog also in eine eigene Wohnung. Mein Exmann wurde nüchtern... Und ich schaffte es einfach nicht, da Grenzen zu setzen. Ich war zwar ausgezogen, aber trotzdem hatten wir dauernd Kontakt. Machten Dinge gemeinsam und so. Ich war ständig konfrontiert. Und meine Muster waren immer in Aktion. Mein Exmann bediente sich aber auch gut an meinen Coknöpfen. Indem er sich einfach verhielt wie immer. Nur nüchtern, eben.

    Es hat 1 Jahr ungefähr gedauert, bis ich richtig "Schluss machen" konnte. Und auch danach hatten wir noch Kontakt. Einerseits sind ja da die gemeinsamen Kinder. Und dann kam ein Enkelkind dazu. Und wir teilten uns nach wie vor das Auto...

    All das machte mit mir, dass meine Gedanken immernoch zu oft um ihn kreisten, trotz neuer und glücklicher Beziehung, die ich inzwischen hatte. Aber es war eben einfach immer wieder dieser Kontakt da. Der mich dann dazu brachte, dass ich nicht richtig was beenden konnte, für mich.

    Das konnte ich dann, als mein Exmann wieder anfing zu trinken. Da machte es "Klick" und ich wusste, das will ich nicht mehr wissen. Ich kann ja eh nix machen. Und ich will das auch garnicht.

    Inzwischen geht der Kontakt gegen Null. Trotz Kinder und Enkel. Meine Tochter lebt inzwischen nicht mehr :cry: , aber selbst die Trauer kann mich nicht mehr mit ihm verbinden. Ich will es einfach nicht mehr, nur das Abbrechen des Kontaktes hat mir letztendlich geholfen, da auch gedanklich loslassen zu können.

    Denn ich lebe hier und jetzt. Ein neues Leben. Und er lebt dort, sein neues Leben. Es geht uns nichts mehr gegenseitig an.

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Miriel,

    ich verfolge ja dein Fädchen auch schon die ganze Zeit. Und ich finde es echt gut, dass du nun in den geschlossenen Teil wechselst. Da hast du die Möglichkeit, in Ruhe zu sortieren und hinzuschauen.

    Ich bin gespannt auf dich und freue mich, dass du das für dich entschieden hast!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe sugarbubble,

    schön, dass du jetzt auch hier angekommen bist, im offenen Forumsbereich :) .

    Ach ja, ich war auch immer so'ne Eilige, wenn ich mich entschlossen habe, dann wollte ich immer soooofort, dass es auch losgeht. Geduld, das habe ich gelernt in den letzten Jahren, denn schnell geht sowas nicht unbedingt. Also räumliche Trennung und so schon, aber das ganze Emotionale braucht Zeit.

    Gut, dass du dich erstmal auch schlau machst über deine Rechte. Das hat mir damals auch gut geholfen. Mein Exmann hat mich immer ziemlich unter Druck gesetzt mit bestimmten Behauptungen. Als ich dann meine Rechte kannte, wusste, was in etwa auf mich zukam, ging es mir besser. Mietvertrag - heißt das, du stehst da alleine drin? Wär echt gut, glaub ich.

    Dieses Helfersyndrom, "Mutter Theresa", das ist mit ein Zeichen dafür, eine gute Coabhängige zu sein. Ich war auch mal so ein Helferlein. Meine Sippe, vor allem mein Exmann und auch seine Sippe, fanden das sehr toll! Und ich hatte keine Grenzen, alle durften sich an mir bedienen, an meiner Hilfsbereitschaft, die ich oft schon anbot, bevor der Andere wusste, dass er überhaupt Hilfe brauchte... :shock: .

    Ich selbst hatte irgendwann garkeine eigenen Bedürfnisse mehr... Es fällt mir heute noch schwer, meine Bedürfnisse anzumelden. Aber immerhin erkenne ich sie inzwischen sehr gut.

    Mich interessiert auch, wovor du Angst hast, wenn dein Mann erfährt, dass er gehen soll.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe sarawen,

    wie lange ein Mensch sortieren muss, ist sicherlich unterschiedlich. Die Frage ist doch, wie lange du das eben zulassen willst, diese Unsicherheit.

    Kämpfe doch nicht mit deinen Tränen, sondern lass sie einfach raus. Danach ist auch ein gewisser Druck weg, so ist das jedenfalls bei mir. Na klar sind da jetzt auch wieder die alten Ängste. Aber du bist nicht an Punkt Null. Du hast eine Menge für dich erreicht in all der Zeit, das hast du ja auch jetzt für dich! Du kannst hinsehen und erkennen, das ist eine Menge. Du kannst sicherlich deine Grenzen viel schneller erkennen und sagen, wenn es dir reicht.

    Auch, wenn es dir gerade nicht so erscheint. Noch ist da Schmerz und Unsicherheit. Ganz klar. Das geht ja auch nicht von heute auf morgen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe MaMe,

    herzlich willkommen im offenen Forumsbereich! Ich find's gut, dass du dir Hilfe suchst. Da hast du einen mutigen und wichtigen Schritt gemacht.

    Dein Beitrag berührt mich, ich habe viele Dinge auch so erlebt. Dieses:
    - du bist schuld, dass ich trinken muss, weil...
    und dann kamen immer verschiedene Dinge, so, wie er es gerade brauchte.
    - ich habe doch nix getrunken, das bildest du dir ein...
    diese Aussage hat mich immer völlig verdreht und ich habe dann selbst meinen eigenen Augen nicht mehr getraut, meine Gefühle nicht als ernst mehr gesehen.
    -ich darf doch wohl maaaaal was trinken...
    das habe ich auch oft genug gehört

    Ich hatte Angst, ich hatte Zweifel. Ich fühlte mich verantwortlich für alles. Und an mich selbst und daran, wie es mir dabei ging, dachte ich nicht. Es drehte sich nur um ihn.

    Ja, es ähnelt sich immer wieder.
    Du hast Zukunftsängste. Was macht dir da so Angst?
    Warum machst du dir Vorwürfe?

    Deine Kinder fragen, was mit ihm ist. Aber mit Sicherheit haben sie auch schon genug mitbekommen und sind verunsichert jetzt. Vielleicht gelingt es dir, ihnen altersgerecht die Lage etwas zu erklären. Kinder denken ja sehr oft, sie hätten Schuld an der Situation. Das önntest du ihnen ein wenig nehmen, indem du einfach ehrlich zu ihnen bist.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Florena,

    deine Lebenssituation ist ja echt mies. Mal so gesagt.

    Und trotzdem redest du dir Schuld ein, redest dir ein, du hättest ihn verraten. Du hast im Endeffekt nur deine Bürgerpflicht getan, indem du einen Straftäter angezeigt hast und der Polizei die Möglichkeit gegeben hast, ihn zu inhaftieren und ihn dafür seine Verantwortung übernehmen zu lassen.

    Warum machst du dich so unterwürfig? Lässt dir immer wieder Angst und Schuld einreden? Das hast du nicht nötig, niemand hat das nötig. Du hast alle Rechte der Welt, dich von solchem Menschen zu befreien, dich und deine Kinder.

    Zitat

    ..dem Kleinen seinen über alles geliebten Papa weggenommen,...


    Ist dieser Mann für deinen Sohn ein Papa? Einer, der mit ihm spielt, lacht, rumtobt. Der ihn auffängt und Geborgenheit gibt? Liebe, Sicherheit?
    Ich glaube, du hast deinem Sohn nichts weggenommen... Du hast eher dafür gesorgt, dass er diesen Terror nicht dauernd miterleben muss. Denn Kinder, egal wie klein sie sind, bekommen sehr wohl mit, dass da was passiert. Und das macht ihnen sehr, sehr große Angst!

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Nicole,

    erstmal hallo hier im offenen Forumsbereich.

    Du schreibst

    Zitat

    Er ist nicht hier.. mein Suchtmittel ist nicht hier.. ich bin praktisch auf Entzug.. so gesehen. Schon erbärmlich die Erkenntnis


    Was ist an dieser Erkenntnis oder Situation erbärmlich? Ich finde es mutig, das so glasklar sehen zu können, denn das tut ja weh. Hinsehen kann sehr weh tun, deshalb tun das viele ja nicht...

    Zitat

    ich bin ja schuld, dass er hier her gezogen ist.


    Wieso bist du schuld? Er hätte es ja nicht machen müssen. Co-Denke oder nicht, es ist einfach Fakt, dass du ihn ja nicht gefesselt und geknebelt hast und in dein Haus verschleppt hast, oder?

    Abgrenzung lernen, Trennung durchziehen, zu dir finden, all das sind schon schwere Steine, die auf deinem Weg liegen. Und schwere Steine kriegst du eben nicht soooo schnell aus dem Weg geräumt, auch mit Hilfe wird das dauern. Aber es ist doch mutig, dass du dich da überhaupt ran traust. Geduld musst du aber eben schon mitbringen :? . Ich sag dir, das ist eine schwere Übung, Geduld... Ich hab da immernoch so ab und an meine Schwierigkeiten mit.

    Hau mal einfach weiter hier in die Tasten und schreibe dir Dinge von der Seele. Das hilft ungemein beim Sortieren, habe ich festgestellt.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    nun hat der Alltag mich wieder...
    Diese Woche mit vielen Überstunden. Leider. Ich merke schon, wie ich da an meine Grenzen komme. Denn nachmittags, am Dienstag und Donnerstag, betreue ich ja meine kleine Enkelin. Und Frühschicht und danach Kind, das ist schon auch anstrengend, vor allem bei dieser Hitze. Aber es wird für mich eine gute Übung werden, da Grenzen zu setzen!

    In meinem neuen Job werde ich nun übernommen :D . Das macht mich stolz, ich meine, ich bin ja etwas über fuffzich, da ist das nicht soooo selbstverständlich. Mir macht die Arbeit Spaß, trotz der Überstunden. Da muss ich eben auf mich auch aufpassen.

    Das klappt immer besser, jetzt wieder. Im letzten Jahr war ich sehr zurück geworfen auf meinem Weg. Zu schlimm waren die Dinge, die mir da passiert sind. Aber mit Hilfe meines Therapeuten jetzt kann ich viele Dinge sortieren und auch klar erkennen. Denn das Gute ist ja, ich fange nicht bei Null an.

    Aurora

    Lieber Matthias,

    Zitat

    mir gehts gut - trocken, weitgehend gesund, glücklich und zufrieden - und ziemlich gelassen.


    Das ist doch die Hauptsache!

    In welche Länder Menschen auswandern, müssen sie ja selbst wissen. Vielleicht denken sie, da gibt es Gold? Austausch in SHGs ist eine sehr empfindliche Sache. Und es prallen viele "Macken" aufeinander. Meine Macken passen gut hier her, deine wohl auch :wink: . Und das ist gut so, finde ich.

    Weiß nicht, warum ich dir das jetzt schreibe :roll: . Auf alle Fälle wünsch ich dir 'nen schönen Tag und fröhliches Schwitzen...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    lieber Matthias, jaaaa, Akkus sind wieder gut aufgefüllt :D ! Der Alltag kann kommen, aber noch nicht soooo schnell, bitte :lol: . Erstmal haben wir noch bissi Zeit vor uns, Dante und ich. Ich muss erst am 27. arbeiten, ich hab schon so viele Überstunden, dass ich noch frei bekommen habe. Und er muss erst Mittwoch, weil er auch am Wochenende dann arbeiten muss. Also haben wir vor, unsere Zeit zu genießen.

    Und das geht wunderbar! Morgen gibt es einen Ausflug nach Prenzlau, zu Landesgartenschau. Das Wetter soll gut werden und SchwieSo und Erbse kommen auch mit. Was will ich mehr.

    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, deine Wünsche für gutes Wetter haben gewirkt! Und der Urlaub war auch sehr erholsam!

    Ja, ich bin wieder da. Innen und außen erholt. Es war sehr schön, wir waren auf Rügen, kann ich nur empfehlen. Ein schönes Stückchen Erde ist das!

    Nun lese ich mich wieder ein hier. Ich war ja läppifrei, die ganze Zeit. Urlaub auch vom Forum. Das ist gut, um wieder den Kopf mal frei zu kriegen.

    Aurora

    Hallo Girasole,

    diese Schuldgefühle, von denen du schreibst, die kenne ich auch selbst sehr gut! Das hat schon auch gedauert, bis die weg waren.

    Ich habe meinen damaligen Mann verlassen. Und das hat mir unendlich Schuld gemacht. Ihn im Stich gelassen zu haben, ihm weh getan zu haben, ihm sein gutes, altes Leben weggenommen zu haben. All sowas. Er er er... Ich konnte doch ihm nicht weh tun, so gemein sein zu ihm. Lieber war ich gemein zu mir und hab mir weh getan. Denn das habe ich, indem ich so dachte.

    Und ich hatte ja noch immer Kontakt mit meinem Ex. Und er hat diese Schuldgefühle gespürt und natürlich ausgenutzt. Und mich damit schon auch ein Stück weit gelähmt. Zum Glück nicht so sehr, dass ich nicht doch mit hohem Energieaufwand weiter gehen und mich mehr und mehr lösen konnte.

    Warum Schuldgefühle? Warum all das? Ich habe damals mal hier irgendwann geschrieben (im geschlossenen Bereich, glaub ich), dass ich es nicht verstehe. Andere sagen :" Es ist Schluss mit uns!" und der Partner akzeptieret das und jut is.

    Bei mir war es so, dass ich gesagt habe "Schluss mit uns!", aber anscheinend habe ich das nicht wirklich gelebt und klar formuliert. Denn ich habe ja immer wieder Kontakt zugelassen. Grenzen gesetzt, die ich fast gleich wieder aufgegeben habe. Weil ich ihm doch nicht weh tun wollte, dem Armen, das macht doch so Schuld...

    Das mit den Wahrnehmungen, die du beschreibst, die er dir verdreht, das ist auch so ganz typisch. Du nimmst dich nicht ernst genug, um dir und deinen Wahrnehmungen zu trauen. Und das weiß er und stellt dich mit Worten als blöd hin und schließlich stehst du mit dem Rücken an der Wand und er hat dich...

    Warum also immer noch miteinander reden? Gibt es was zu klären? Mir ging es erst wirklich richtig besser, als ich das nur noch tat, wenn es nötig war. Und als mein Exmann dann wieder anfing zu trinken (er war 4 Jahre lang nüchtern, seit der Trennung), habe ich nicht gefackelt. Ich habe nicht gefragt, "könnte es sein, das du getrunken hast?". Nööö. Ich habe es gemerkt und festgestellt. "Du bist besoffen. Also rede ich nicht mit dir, jetzt!". Damals gab es noch Dinge zu klären. Das habe ich getan und den Kontakt endgültig eingeschränkt auf das Minimum, was bleibt durch die Kinder.

    Du machst eine Menge für dich und merkst ja, wie gut dir das tut. Wenn dein Telefon aus ist und du keinen Kontakt hast. Was ist das, was dich doch immer wieder mit ihm reden lässt? Warum meinst du wissen zu müssen, wie es ihm geht?

    Das sind so Fragen, über die es sich lohnt, ganz ehrlich nachzudenken. Das hat mich damals weiter bringen können. Dieses ehrliche Nachdenken.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    so, mein letzter Arbeitstag vor dem Urlaub ist rum. Puh!

    Nun wird nur noch erholt. Ich bin sehr erschöpft zur Zeit. Das war alles ganz schön viel. Neuer Job, meine ganzen Ängste, die Therapie mit aller Aufarbeitung, die Trauer. Und daneben eben Erbsenbetreuung, Haushalt, eben der Alltag. Ich bin ja keine 25 mehr :wink: , demnächst kommt wieder ein Jährchen dazu...

    Egal, nun wird eben "rieläckst". Schönwetter habe ich bestellt, mal sehen, ob es rechtszeitig kommt.

    Ich bin dann, dieser Tage, mal weg...

    Aurora

    Hallo Feuerpferd,

    erstmal herzlich willkommen in unserem Forum!

    Ja, du hast Baustellen, schreibst du. OK. Ganz klar. Das Gute daran ist, dass du sie siehst. Ob du's glaubst oder nicht, damit hast du schon einen guten Schritt gemacht. Und auch damit, dass du dich trennen konntest. Weil dir diese Beziehungen nicht gut getan haben.

    Diese Muster, die sind echt hartnäckig! Ich bin seit 6 Jahren von meinem Exmann getrennt, beschäftigen tu ich mich seit ca. 7 oder 8 Jahren mit meiner Coabhängigkeit. Und diese Muster, die kommen trotzdem immer noch wieder zum Vorschein. Es ist zum Piepen :? . Aber das ist ja das Fatale an diesen Dingern. Sie sind so gut antrainiert, dass viele Dinge erstmal automatisch ablaufen. Da kannst du dann garnix machen. Aber doch.

    Du bemerkst sie ja! Diese Muster. Und das ist schon mal gut. Du bemerkst sie und kannst was dagegen tun. Zuerst mal vielleicht nur wenig. Und nach längerer Zeit. Aber du wirst merken, das wird alles immer schneller, das Bemerken und Gegensteuern. So hab ich das jedenfalls erfahren an mir selbst.

    Die Muster haben gut eingefahrene Autobahnen in deinem Hirn. Da sausen sie lang. Und du musst eben nun Umleitungen bauen und neue Straßen. Straßenbau ist ja nicht wirklich eine leichte Sache :wink: .

    Du wirst das aber hinkriegen, ganz sicher.

    Liebe Grüße
    Aurora