Hallo,
die letzten Tage, also seit Sonntag, verbringe ich im Bett. Meene Jüte, solch dicken Infekt mit richtig hoch Fieber hatte ich seit vielen, vielen Jahren nicht mehr.
Heute geht es mir ein wenig besser.
Aurora
Hallo,
die letzten Tage, also seit Sonntag, verbringe ich im Bett. Meene Jüte, solch dicken Infekt mit richtig hoch Fieber hatte ich seit vielen, vielen Jahren nicht mehr.
Heute geht es mir ein wenig besser.
Aurora
Hallo Erkenntnis,
die Gefühle, die du bei dem Gedanken, sie zu verlassen, hast, sind nachvollziehbar. Ich hatte sie auch. Und das sind schon Co-Gedanken.
Du fühlst dich schlecht mit dem Gedanken, sie zurück zu lassen. Warum eigentlich? Ist sie nicht erwachsen? Ich sag das mal so salopp. Ich habe auch immer gedacht, ich kann doch meinen Ex nicht verlassen, was wird denn dann aus ihm? Er geht doch ohne mich total den Bach runter... Ja, so in etwa dachte ich. Und heute weiß ich, ich habe doch keine Verantwortung dafür gehabt, für sein Leben und was er daraus macht. So mächtig bin ich ja nicht, dass ich da was aufhalten könnte...
Und wobei hast du versagt? Weißt du, ja, ich dachte auch immer, ich hätte versagt. Weil ich es nicht schaffte, meinen Exmann davon zu überzeugen, dass er Alkoholiker wäre und sich totsaufen würde. Ich ackerte und machte, um ihn zu überzeugen und da raus zu zerren. Aber - mein Exmann wollte garnicht da rausgezerrt werden... Er wollte einfach nur in Ruhe sein Leben leben, und das war für ihn eben ein Leben, in dem der Alkohol die Hauptrolle spielte. Irgendwann war mir klar, es ist ja sein gutes Recht, so zu leben, wie er es will...
ZitatNatürlich ist auch die Angst vorm Alleinsein. Wieder von vorn anfangen. Die liebgewonnenen Bahnen wieder verlassen zu müssen, sich neu orientieren,
Jajaja! Oh wie gut ich das kenne. Diese Ängste. Und die lähmen dich schon ein Stück weit! Niemand verlässt gerne liebgewonnene Bahnen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, ist einfach so. Niemand verändert gerne was. Es ist ja auch unbequem und ungewiss. Da wird lieber das unzufriedene, unglückliche, bestehende Leben hingenommen, als was zu machen, um ein zufriedenes Leben zu leben.
Aber - was ist besser? Dass es unbequem ist und ungewiss, oder dass es weh tut und dich krank macht, unglücklich... dass es dich immer gefühlloser macht, besorgter, dass du nur noch an sie und ihre Dinge denken kannst, irgendwann, dich selbst vergisst...
Fakt ist doch, so lese ich es bei dir hier raus, dass du unzufrieden bist, unsicher, mit ihrem Alkoholkonsum. Es stört dich. Es stört dich ziemlich, sonst wärst du nicht hier, denke ich jetzt einfach mal.
Du kannst nur eines dagegen tun, soweit ist dir bestimmt schon ein Stück weit klar geworden. Du wirst sie nicht ändern können. Wenn sie trinken will, darf sie das. Niemand hat das Recht, es ihr zu verbieten, denn sie ist mündig. Für sich selbst verantwortlich. Und du bist das auch! Du kannst deine Sorgen und Ängste ansprechen, bzw. ihr den Brief schreiben. Und sehen, wie sie reagiert. Und dann kannst du daraus deine Schlüsse ziehen, wie es für dich weiter gehen soll.
Viele Grüße
Aurora
Hallo,
liebe Renate, das Gespräch mit dem Psychiater lief völlig anders, als ich erwartet hatte. Wir waren wohl auf verschiedenen Ebenen unterwegs. Es hat mir nicht gut getan, erstmal, und mich ein Stück weit runter gezogen. Mehr möchte ich jetzt nicht darüber schreiben, sei bitte nicht böse.
Liebe Grazia, dein Beitrag hat mir sehr viel gegeben! Ich merke daran, dass du gut nachfühlen kannst, was ich fühle. Weil du Ähnliches erlebt hast. Das tut gut. Danke!
Aurora
Liebe Miriel,
ich finde es ok, wenn du deine Gedanken hier mitteilst, die dich so umtreiben. Also in Bezug jetzt auf deinen XY und die neue Handy-Karte. Und natürlich auch sonst...
Ich denke, es ist doch normal, dass du solche Gedanken an ihn hast oder über ihn. Vielleicht ist da auch ein wenig Schuldgefühl dabei, dass du ihm ja nun wirklich so drastisch eine Grenze setzt. Das Grenzen Setzen ist wirklich nicht einfach, mir war damals am Anfang regelrecht stark übel, als ich das machte mit meinem Ex. Und ich hatte wahnsinnige Schuldgefühle. Da half nix, das musste ich einfach ein Stück weit aussitzen.
Was befürchtest du, wenn er deine Schwester oder deinen Vater anruft?
Liebe Grüße
Aurora
Liebe Nici,
ich schon wieder...
, hab gerade noch bissi Zeit und möchte dir mal was sagen.
ZitatHier schreiben aurora, ich kann hier gerade nichts geben, sorry.
Und nur zum nehmen kommen ( so we jetzt ) das wär unfair.
Nur zum Nehmen zu kommen ist nicht unfair! Es ist unfair dir selbst gegenüber, wenn du dir nicht die Hilfe und Unterstützung holst, die du gerade brauchst. Und du gibst mit deinem Schreiben auch automatisch was, so funktioniert ja Selbsthilfe. Indem du was schreibst hier, beschäftigen sich Menschen mit dir und deinem Problem und erkennen vielleicht auch dadurch was für sich! Oder sie erkennen was aus den Antworten der Anderen. Hast du das schon mal überlegt? Aber wichtig bist doch erstmal du!
ZitatKennst Du das,, wenn man nicht mal mehr die Kraft hat sich zu wehren,
weil auch das Kraft kostet.
Ja, das kenne ich sehr, sehr gut! Aus meiner 1. Ehe zum Beispiel. Da war das so. Das war dann der Zeitpunkt, wo ich nichts mehr machte sondern mit mir machen ließ... Wo ich mich in mein Schicksal fügte, sozusagen. Das war garnicht gut... Ich gab damit die Verantwortung für mich und mein Wohlbefinden einfach ab. Und ich kenne es auch aus der Zeit der Trennung vom Ex, da war der Druck mal so groß, dass ich aufgeben wollte und zurück gehen wollte. Weil ich dachte, das, was mich erwartet, kenne ich zumindest. Und ich hatte keine Kraft mehr, meine Grenzen zu erhalten. Zum Glück hat mir meine Lieblingsfreundin damals den Kopf gewaschen...
Liebe Nici, lass dich drücken. Und teile einfach deine Gedanken ein wenig hier mit uns. Auch das wird dir schon Erleichterung bringen und dich sortieren! Und versuche, dir kleine Lichtblicke zu schaffen, auch wenn es schwer fällt. Vielleicht reicht ja schon erstmal aus, einfach mal für einige Minuten die Gedanken anzuhalten und tief zu atmen und in dich rein zu spüren.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo,
liebe Renate, ich sehe gerade erst deine Meldung.
Wie's mir geht, habe ich ja schon geschrieben. Und es regnet immernoch... ![]()
Aurora
Hallo,
liebe Skybird, danke für dein Mitfühlen. Ja, es sind sehr viele verschiedene Gefühle in mir. Ich lasse sie auch zu, manchmal verwundern sie mich aber auch...Ich weiß aber, dass es normal ist, so zu fühlen.
Liebe Nys, danke für deine Daumen!
Sonst gibt es nix Weltbewegendes bei mir. Das Psychiater-Gespräch lief nicht so gut, wie ich dachte. Daran habe ich noch bisschen zu knabbern, aber ich habe auch wieder eine Menge gelernt. Ich nehme jetzt erstmal ein Medikament, etwas gegen die dunklen Gedanken. Es braucht Zeit, bis das wirkt.
Heute gehe ich wieder zu meiner Enkelin, d.h., ich hole sie von der Kita ab und hüte sie, bis SchwieSo kommt. Das tut ihr gut und mir auch. Es macht viel Spaß mit der Kleinen.
Und von mir aus könnte es jetzt mal aufhören zu regnen
.
Aurora
Liebe Nici,
du hast ja Recht. Wenn du dich wehrst, wenn du "nein" sagst, bekommst du ja auch immer eine Reaktion. Und die Menschen in deinem Umfeld sind irritiert, wenn du nicht mehr gewohnt funktionierst. Das braucht schon viel Energie, da immer am Ball zu bleiben. Ich kann mir gut vorstellen, dass du da Druck spürst, dich einfach mal fallen lassen möchtest.
Manche Dinge müssen komplett beendet werden. Ich habe auch etliche "Freunde" nicht mehr. Weil ich immer besser erkenne, wer mir gut tut, wer nicht. Das tut auch manchmal weh, das zu erkennen, auch, was man hat mit sich machen lassen.
Ja, dein Umfeld möchte eine funktionierende Nici, wie gewohnt. Und das "nein" ist für die anderen blöd. Unbequem. Und du hast das Gefühl, es laugt dich aus.
Wie siehst du denn dein "nein"? . Ich meine, stehst du hinter dir selbst und deinen Gefühlen? Denn du strahlst ja auch was aus auf dein Gegenüber. Wenn du selbst nicht hinter dir und deinen Gefühlen stehst, wenn du nicht hinter dir stehst, dann merken das natürlich auch deine Mitmenschen. Und versuchen vehement, was für sich zu erreichen. Ich habe gerade selbst solche Erfahrung gemacht. Dass ich ausstrahle, wenn ich mir selbst nicht sicher bin, gerade.
Ich würd mich freuen, wenn du öfter wieder hier posten würdest. Warum nicht?
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Miriel,
du musst niemandem was beweisen außer dir selbst. Und du musst dich nicht rechtfertigen. Was du machst, betrifft ja ausschließlich auch dein Leben.
Nun bist du hier in diesem Forum, das ist ja eine Selbsthilfegruppe. Und für mich gehört dazu, dass die Beteiligten daran auch mal mit dem Finger unangenehm in Wunden bohren. Oder klare Worte äußern. Wenn sie merken, da dreht sich jemand ununterbrochen im Kreis und nix passiert. Das ist unheimlich wertvoll! Denn manchmal stecke ich in einer Situation und sehe nix mehr, vor lauter Drehschwindel. Ich kann aus meiner Sicht sagen, da, wo es mir am meisten weh getan hat und tut, da muss ich hinschauen. Und wenn ich das mache, dann kann ich wieder was bewegen. Ich bin ehrlich zu mir, und das ist wichtig.
Das ist wichtig dabei, wie Herze schreibt:
Zitatauf der anderen seite haben mich einige beiträge hier sehr nachdenklich gemacht
genau das ist das Gute daran, an solcher Gemeinschaft! Sonst könntest du auch alleine im Zimmerchen dein Süppchen brodeln lassen... Es ist schwierig und schmerzlich, manchmal, Dinge zu hören, sich klar zu werden. Kritik anzunehmen. Kritik kann sehr produktiv sein!
Du hast nun einen wichtigen Schritt gemacht und die Handy-Karte gewechselt. Und ihm nicht mitgeteilt, dass du es gemacht hast! Das ist super.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht, bei dir.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Erkenntnis,
willkommen im Forum, erstmal!
Du möchtest einen Brief schreiben? Warum nicht. Ich würde es wichtig finden, wenn du in solchem Brief von deinen Gefühlen und Empfindungen sprichst, von dem, was dir weh tut an ihrem Verhalten.
Bei einem Gespräch ist es wichtig es zu führen, wenn sie nüchtern ist. In volltrunkenem Zustand bringen solche Gespräche wenig. Du kannst deine Empfindungen schildern, so wie in einem Brief eben auch. Und du solltest vorsichtig sein mit Androhungen oder so, wenn du nicht genau weißt, dass du durchhalten kannst, was du androhst.
Sie mit Vorwürfen zu bombardieren wird wenig bringen und sie noch weiter zu machen lassen. Das führt dann, aus eigener Erfahrung, nur zu gegenseitigen Schuldzuweisungen und Kränkungen.
Ich drück dir die Daumen, dass du einen für dich guten Weg da findest.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Grazia,
Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!
Liebe Grüße
Aurora
Hallo,
liebe Renate, ach, solche "Babies"... ich habe auch 2 davon, aber schon ziemlich alte. Von 2001 und 2003. Da hatte ich solche "Phase", sozusagen. Meine kleine Erbse findet diese Puppen toll, und sie darf damit gaaaaanz vorsichtig spielen. Ansonsten liegen sie im Schrank...
. Eigentlich schade.
Ich finde es übrigens gut, was du in Miriels Fädchen geschrieben hast! Du hast da was klar auf den Punkt gebracht.
Liebe Grazia, oh ja, ich merke sehr gut, wie viel Kraft ich momentan verbrauche mit all den psychischen Dingen. In meinem Umfeld und im Umfeld meines Schwiegersohnes sind am Wochenende Babies angekommen, jeweils die 2. und jeweils ein Junge. Das macht sehr viel mit mir, denn diese junge Familien leben jetzt genau das, was ich mir für meine Tochter und meinen Schwiegersohn erwünscht hatte. Ich freue mich sehr, dass diese Mütter und ihre Babies gesund und munter sind, keine Frage. Es ist immer wieder ein Wunder, was da passiert! Aber es macht mich so weh innerlich, dass mir alles weh tut. Solche Schmerzen hatte ich noch nie, also Seelenschmerzen.
Heute habe ich meinen Termin beim Psychiater. Ich muss ja jetzt zu einem Facharzt, die Kasse möchte das so, was ja auch verständlich für mich ist. Es geht ja um weitere Krankschreibung.
Ich habe am Wochenende aber auch eine Bewerbung fertig gemacht, einfach eine Initiativ-Bewerbung. Mal sehen. Ich verbinde nicht viel Erwartung damit, ich muss nicht sofort arbeiten, ich darf, sozusagen. Und ich kann es mir jetzt vorstellen für's Frühjahr. Mal sehen, was daraus wird. Ich gehe da ganz locker ran und es ist ein gutes Gefühl. So einfach mal testen...
Aurora
Hallo,
liebe Nys, ich danke dir für deine Wünsche! Du hast Recht, emotionale Verarbeitungen, vor allem das Trauern kosten sehr viel Energie!
ZitatNimm Dir Zeit wo Du kannst, um still zu sein und neue Kraft zu sammeln.
Ja, das mache ich. Aber es gibt da auch einen Knackpunkt. Durch diese ganzen emotionalen Dinge, die Schicksalsschläge, hänge ich oft wieder im alten Verhaltensmuster. Und da fällt es mir gerade schwer, mir das zu gönnen. Ich bin aber froh, dass ich das merke, dass ich da Schwierigkeiten habe. Früher habe ich sowas nicht bemerkt, sondern funktioniert. Jetzt zwinge ich mich ein wenig dazu, zum Gönnen. Und es klappt jeden Tag ein wenig besser.
Liebe Renate, oh, du hast eine Kamera, klasse! Ich habe mir damals nach der Trennung auch ein kleines Knipsi zugelegt. Und es war für mich Entspannung pur, die Dinge der Natur und meiner Umwelt zu sehen. Ich lernte wieder, wahr zu nehmen. Ich lernte dadurch, dass meine Wahrnehmungen auch richtig sind und dass ich einen guten Blick habe. Und es war einfach toll. Ich knipse noch immer gerne...
Ja, es wird Zeit für den Garten, aber es wird bestimmt noch bissi dauern, bis es soweit ist. Da sag ich dir, Vorfreude ist die beste Freude.
Heute hatte ich plötzlich eine Menge Energie
. Und ich habe viel geschafft, so lauter kleine Dinge, die zusammen ein großes, gutes Bild ergeben. Nun freu ich mich auf's Wochenende mit meinem Schatz, der endlich mal nicht arbeiten muss.
Aurora
Huhu Nordlicht,
leider habe ich dich im Feiertags-Chat verpasst.
Darum wünsche ich dir an dieser Stelle ein gutes, neues Jahr. Und ich wünsche dir, dass dein Schrank immer jede Menge gelber Blusen enthält.
Ich hoffe, dir geht es gut.
Liebe Grüße
Aurora
Liebe Grazia,
es war für mich, obwohl da keine Liebe mehr war, sondern nur noch Wut und vermeintliche Verantwortung, Angst, Schmerz, unendliche Verletzungen genau so schwer. Denke ich. Genau so schwer, da einen Schlussstrich zu ziehen. Da war anstatt Liebe etwas anders, was mich festhielt.
Ich habe ja noch längere Zeit gebraucht, bis ich meine Grenzen setzen konnte und endgültig Schluss machen konnte. Und ganz ehrlich, von Liebe war da nicht mal mehr ein Rauchzeichen zu sehen. Die war schon in den frühen 90gern oder so verpufft...
Nein, ich glaube, für mich war es nicht einfacher. Zumal da eben noch die vielen Ehejahre dazu kamen, all sowas. Die ganze Zeit des Aushaltens. Das hatte mich so tief in meine Situation gepresst, mich so geprägt, dass es mir eben wahnsinnig schwer gefallen ist. Trotz allem eben...
Aurora
Hallo,
liebe Renate, danke für deine Grüße! Ja, ich bin gut angekommen im neuen Jahr.
Wir waren ja in der Oper und ca. 23.15h zuhause. Da Dante Frühdienst am Neujahr hatte, haben wir versucht, zu schlafen. Aber es hat zu sehr geknallt hier, ein Mensch von gegenüber hatte gemeint, seine Böller müssten unbedingt unter unserem Schlafzimmerfenster explodieren
. Na ja...
Ja, und nun geht es einfach erstmal weiter. Ich bin sehr müde zur Zeit. Immernoch.
Aurora
Hallo Grazia,
hm...
Ich hatte schon lange keine Liebe mehr zu meinem Ex. Ich wusste das, insgeheim, obwohl ich nach außen so tat, als ob. Heile Welt spielte, sozusagen. Ich weiß nicht genau, wann die Liebe weg war, so völlig, keine Ahnung. Es war schleichend. Ab ca. 1988. Da war es immernoch wieder auch Gefühl dabei, zwischendurch, was man als Liebe bezeichnen könnte. Ab den 90gern nicht mehr. 2007 konnte ich mich trennen.
Und obwohl da nur noch Verachtung war und Schmerz, Hass und Wut und sowas, konnte ich mich erst so schwer trennen. Also ich bin ausgezogen, aber der Ex kreiste ja noch ca 1 Jahr lang durch mein Leben. Weil ich nicht loslassen konnte, nicht konsequent genug war, den endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Obwohl da keine Liebe war, nicht meinerseits. Was bei ihm war, weiß nur er allein. Hat sich aber für mich auch nicht wie Liebe angefühlt. Wie sich Liebe anfühlt, weiß ich erst jetzt!
Die Liebe wurde abgetötet durch sein immer stärkeres Abgleiten in die Sucht. Und als Dinge an ihm sichtbar wurden, die ich nicht mochte. Also wir hatten total gegensätzliche Lebensauffassungen, nicht nur der Suff war da maßgebend. Aber die Sucht hat letztendlich alles kaputt gemacht, sozusagen. Das, was alles so passierte durch das Trinken. Verletzungen der Seele, Unzuverlässigkeit, all das.
Ich weiß nicht, in wie weit Liebe im Spiel sein kann, wenn die Sucht sichtbar wird. Kann ich einen Menschen lieben, wenn er sabbernd und brabbelnd vor mir liegt? Stinkt wie eine Eckkneipe? Wenn er sich peinlich macht und mich gleich mit? Also, nicht nur, sagen wir mal, 1 mal im Jahr, sondern dauernd. Ich weiß nicht, was dann Liebe ist, nach einer Weile. Ob da nicht was verwechselt wird, immer wieder.
Ich hoffe, ich konnte deutlich machen, was ich meine...
Viele Grüße
Aurora
Lieber Matthias,
ich lass dir einfach mal einen Neujahrsgruß da!
Liebe Grüße
Aurora
Hallo,
liebe Grazia, ich danke dir für deine Worte, die tun mir gut! Ich bin zuversichtlich, hm. Ja, mal so, mal so... Das mit den Spuren im Sand kenne ich, natürlich. Ich kann es nur momentan nicht hören oder lesen oder so. Es war Bestandteil der Beerdigung
. Und Tochter mochte es so.
. Ja, ich habe viel Schönes. Aber ich habe auch sehr viel Wertvolles verloren, was ich jeden Tag mehr vermisse.
Liebe unlustige Elfriede, mensch, lass dich drücken. Nein, wir werden nie fertig sein. Erst, wenn wir selbst unseren letzten Atemzug getan haben, sind wir fertig. So ist das Leben. Dante in Gold aufwiegen
, hui, der Mann ist 1,92 groß und wiegt etwas mehr als 110 kg. Jottojott, dat wird teuer... ![]()
. Du weißt, du kannst dich immer bei mir melden!
Ich hatte heute einen guten Tag mit meinem Sohn, Dante hatte leider Tagesdienst. Es war aber auch gut, mal wieder meinen Sohn ganz für mich zu haben. Es war sehr gemütlich und gab viele interessante Gespräche.
Und morgen geht es ab in die Oper. "Der Barbier von Sevilla", mal sehen. Und dann bin ich froh, dass diese sentimentale Zeit erstmal vorbei ist...
Aurora
Hallo Nys,
willkommen im Co-Bereich! Ich habe schon viele Beiträge von dir im Alkoholikerbereich gelesen. Schreiben konnte ich bisher nix dazu. Es erscheint mir sehr verkopft, was du schreibst, irgendwie so theoretisch. Bitte entschuldige, so habe ich es bisher empfunden und bin nun gespannt, wie es hier weitergeht!
Für mich ist Coabhängigkeit in allen Lebensbereichen zu finden. Und es ist ein Stück weit auch "normal". Zum Beispiel ein Verhältnis zwischen einer Mutter und einem Baby ist für mich von starker Coabhängigkeit geprägt, bzw. davon, wie hier Coabhängigkeit definiert wird. Jede Liebesbeziehung hat, in meinen Augen, auch immer was von Co dabei. Also so sehe ich das.
Deshalb ist es sehr schwierig, da einen Weg zu finden, denn du kannst ja schlecht Menschen meiden, mal ganz überspritzt gesagt.
Du kannst lernen, deine Strukturen zu erkennen. Und Wege, wie du schnell damit umgehen kannst, wenn sie dich wieder in die falsche Richtung ziehen wollen. Für mich ist meine Coabhängigkeit, also diese bestimmten Verhaltensweisen, eine Sache, die ich lebenslang achten muss. Also ich denke, ich muss lebenslang sehr achtsam mit mir sein. Ohne mich selbst einzuschränken dabei, oder ohne mich nun ständig selbst zu beobachten, zu kontrollieren. Diese Kontrolle, das ist ja eines der Dinge bei einer Coabhängigkeit. Ich bin mir meiner Strukturen sehr bewusst und ich merke auch, es gibt Situationen, da bin ich wieder voll drin. Für mich ist es wichtig, mein Selbstvertrauen zu haben, was ich früher nicht hatte. Mir selbst vertrauen zu können, das für mich Richtige gerade zu machen. Mir meines Wertes bewusst sein, also was ich mir wert bin, was ich vom Leben für mich erwarte.
Der Unterschied zu früher ist, dass ich das mehr oder weniger schnell merke und gegensteuern kann. Grenzen setzen kann, drüber reden kann.
Ja, ich hoffe, ich konnte erstmal ausdrücken, was ich meine.
. Bin gerade am Faden Verlieren
.
Egal, ich wollte dich auf jeden Fall hier willkommen heißen und bin gespannt auf deine Schritte!
Liebe Grüße
Aurora