Liebe Miriel,
gute Besserung für dich!
Viele Grüße
Aurora
Liebe Miriel,
gute Besserung für dich!
Viele Grüße
Aurora
Huhu Miriel,
ZitatGestern Abend auch die Ueberlegung ruf ich XY an, jetzt wo wir die Funkstille ja eh unterbrochen haben (vielmehr ich) und nein, ich hab es nicht gemacht.
Super!
Liebe Grüße von der
Aurora
Hallo Herze,
Zitataber trotz allem merke ich, dass in mir was Wesentliches fehlt: ich bin nicht verliebt
Na gut, dann ist er vielleicht nicht dein Typ? Was ist daran schlimm oder unnormal. Ich meine, du musst ja nicht in jeden verliebt sein, sozusagen. Da fehlt dann eben das gewisse Etwas.
Ich hatte damals auch Angst vor der neuen Liebe. Angst, wieder reinzufallen auf alte Muster und so. Aber dann habe ich mir einfach mal vertraut. Ich habe gedacht, ich weiß, worauf ich achten muss, bei mir. Und ich weiß, was ich auf keinen Fall mehr will! Und ich weiß, dass ich jederzeit das Recht habe, einen Schlussstrich zu ziehen. Und ich weiß, ich kann das.
Sozusagen habe ich mir einfach mal ein wenig vertraut. Und du kannst das auch. Wenn du jetzt schreibst, du bist nicht bereit, noch nicht, dich wieder einzulassen, dann finde ich das gut. Denn es zeigt doch, dass du da auch achtsam mit dir bist. Und erstmal Abstand gewinnen willst. Und dass eben der Richtige noch nicht vorbei gekommen ist
.
Viele Grüße
Aurora
Hallo Miriel,
du schreibst
ZitatIch denke mal ich rufe ihn an, weil ich den Druck nicht aushalte.
Gut, das ist eine Erkenntnis. Und nun denk mal nach, was du machen kannst, wenn wieder solche Drucksituation kommt. Vielleicht rufst du einfach eine Freundin an zum Quatschen. Oder machst das Fenster auf und atmest tief ein und aus. Oder du machst dir gute Mucke an und singst mit. Oder sowas in der Art. Mach dir einen Notfallkoffer für Co's.
Denn was erreichst du mit den Telefonaten? Du schreibst, er macht sich klein. Ich sehe das anders. Er macht sich zum Opfer. Und damit automatisch dich zur Täterin. Hast du dir das schon mal überlegt? Und das kostet auch maßlos Energie, diese Gespräche, die sich im Kreis drehen. Was bringt dir das?
Ich habe selbst die Efahrung gemacht. Mit meinem Exmann. Ich war nicht konsequent. Ich wollte die Trennung, aber loslassen war schwierig. Da waren Faktoren, die mich immer wieder zurück zogen. Ich konnte keine Grenzen setzen, war zu feige, "nein" zu sagen. Um ihn nicht zu verletzen... Heute sehe ich, wie sehr ich im Prinzip mich selbst damit verletzt habe. Und ich hatte verschiedene Ängste, irgendwie hatte ich ja ihn immernoch als Hintertürchen. Damit ich nicht so ganz ohne Partner dastehe. All sowas.
Irgendwann habe ich gemerkt, wie sehr ich mich im Kreis drehe und wie viel Kraft mich das kostet. Und ich überlegte mal ganz konkret, was ich denn nun eigentlich wirklich wollte. Ich hatte mich ja getrennt. Räumlich. Und Ex geisterte noch immer dauernd hier rum. Und unsere Beziehung war, abgesehen von wenigen Dingen, wie vorher. Und? Ich wollte das einfach nicht mehr! Also habe ich dann endlich Nägel mit Köpfen gemacht. Funkstille. So geht das. Mein Ding machen. Ganz einfach. Mehr und mehr. Ich hier, er da. Mit all den anderen Dingen vorher hatte ich ihm ja immer wieder meine eigene Inkonsequenz und Unsicherheit signalisiert. Und er nutzte das schamlos für sich aus. Ja auch zurecht, denn ich bot es ihm ja regelrecht an, mich zu benutzen.
Nun überlege mal, was du wirklich willst. Willst du zusammen sein mit ihm? Dann mach es.
Willst du es nicht mehr? Dann sei konsequent und brech die Sache ab.
Ansonsten wirst du noch in ein paar Jahren rumeiern... und unzufrieden sein.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo,
ja, der letzte Sonntag war gut, mit den Kindern bei uns. Ich mag das, nur meine Tochter fehlt so sehr. Wenn alle anderen da sind, wird die Lücke noch deutlicher
.
Mein Sohn hat wieder bei seinem Vater gewohnt, der trinkt nach wie vor, bzw. ist er inzwischen schon einige Stufen weiter unten. Es gab auch ein Problem finanzieller Art, es geht um Unterhalt für den Sohn. Der Ex wollte mich da plötzlich reinziehen, obwohl ich garnix damit zu tun habe. Also habe ich ihn am Montag angerufen, gleich früh, da ist die Chance auf einigermaßene Nüchternheit am größten. Der Ex hat voll auf meine Coknöpfe gedrückt
.
Es war wie früher. Er bedient sich nach wie vor des Schemas. Und ich springe nach wie vor darauf an. Wow.
Nur ist da jetzt der Unterschied, dass ich es erkenne und merke. Ich war also äußerlich ruhig und habe meinen Standpunkt klar vertreten. Innerlich haben die Teufelchen ![]()
Party gefeiert, meene Jüte. Ich hatte den ganzen Tag mit Schuldgefühlen zu tun, mit Mitleid, Verantwortlichkeiten.
Ich bin stolz, geschafft zu haben, nicht wieder in die alten Dinge verfallen zu sein. Ich bin echt stolz drauf! Was innen in mir los war, das konnte ich durch Reden mit meinem Mann z.B. gut wieder in den Griff kriegen.
Aber dadurch wurde mir einmal mehr klar, wie sehr und wie einfach es geht, wieder voll im alten Verhalten zu sein, wenn der Ex auftaucht und auch sein altes Verhalten drauf hat. Darum ist für mich immernoch oberste Priorität, mich von ihm fern zu halten! Ich hätte eh keinen Grund, das nicht zu tun. Denn er trinkt. Und ja, ich habe es an Schwiegersohns Geburtstag schon gemerkt, einen trinkenden bzw. sinnlos betrunkenen Menschen kann ich nicht mehr ertragen. Geht garnicht. Weil es mich anekelt, aber auch weil ich merke, wie eben meine alten Muster da auch heimlich wieder auftauchen.
Dann war das Erbschen da, die Kita hatte zu für 3 Tage. Das war schön mit der Kleinen, aber auch anstrengend. Am Mittwoch war ich froh, als sie wieder weg war, geb ich zu. Aber ich freue mich auf nächste Woche, da ist sie wieder hier, Freitag auf Sonnabend, und Dienstag und Donnerstag betreue ich sie ja nachmittags, bis Schwiegersohn von der Arbeit kommt.
Ja, und nachdem ich meine Kasse genervt habe, bzw. klar gemacht habe, wie dringend es nun ist, habe ich nun die Zusage für erstmal die Kostenübernahme für die ersten 5 probatorischen Stunden. Und die erste hatte ich gestern. Und es hat mir gut getan! Aber wie!
Mir ging es sehr schlecht die letzte Zeit und ich merkte, wie ich doch massiv auf eine Depression zusteuerte. Ich bin froh, nun sehe ich Licht am Horizont.
Und morgen gibt es Ballett
, "La Péri" heißt das. Ein Highlight, das tut auch gut so zwischendurch. Und gestern und vorgestern hatten wir auch Highlights. Eine liebe Freundin vom geschlossenen Bereich war in Berlin und wir haben uns abends getroffen. Das war wieder etwas ganz Besonderes!
Aurora
Hallo Martin,
ersetze mal in deinem letzten Beitrag das Wörtchen "man" durch das Wörtchen "ich". Dann hört es sich gleich nochmal anders an, und es kann dir helfen, über dich selbst klar zu werden. Denn es geht nicht um "man", es geht um "ich", um dich. Vielleicht kommt dir das blöd vor oder überflüssig, aber einen Versuch ist es wert
.
Warum müssen Alkoholiker trinken? Es ist doch im Prinzip einfach, warum Alkoholiker trinken. In ihrem Hirn ist ein Schalter umgesprungen, sie sind abhängig von dem Stoff. Ihr Körper braucht den Stoff. Sonst kommt es zum Entzug, was übelste Dinge hervorrufen kann. Einfach gesagt. Das schreib ich mal aus meiner Sicht, ich bin ja nicht alkoholabhängig (gewesen).
Im Prinzip ruft die Trennung vom abhängigen Partner oft die gleichen Symptome hervor, wie der Alkoholentzug beim Abhängigen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
Für dich sollte jetzt aber erstmal die Priorität bei dir liegen, bei deiner Coabhängigkeit. Denn das ist ja dein Anteil und das ist auch das, was du bearbeiten und verändern kannst. Deine Frau muss selbst sehen, was sie nun macht aus ihrer Nüchternheit.
Ich hoffe, das Gespräch lief gut...
Viele Grüße
Aurora
Hallo,
lieber Matthias, liebe Nancy, liebe Skybird, vielen Dank, dass ihr hier ward und danke für das "Tutsitutsi"...
Liebe Skybird, das Muddifest war schön, klar, ich liebe es, wenn meine Kinder um mich sind. Es gäbe viel zu erzählen jetzt. Sonntag bis Mittwoch hatten wir die Erbse bei uns, da kam ich nicht zu viel Forum...
Ich werde berichten...
Denn gleich düse ich auch los, es geht endlich vorwärts, ich habe meine erste Therapie-Stunde.
Aurora
Huhu Miriel,
ZitatWas mich daran eben nur belastet ist
erstens, dass ich natuerlich niemanden wirklich verletzen will,
zweitens, dass es mich traurig macht, dass es egal zu sein scheint, dass es mir eben vorher garnicht gut ging und
drittens, dass mich meine Gedanken immer wieder einholen mit der Frage, ob es wirklich richtig ist, was ich tue.
Erstens: Wieso denkst du, du verletzt jemanden, wenn du das tust, was dir gut tut? Wenn du immer nur das machst, was die anderen von dir wollen, verletzt du doch auch, nämlich dich selbst, oder...?
Zweitens: Es ist deinen Leuten nicht egal, dass es dir vorher schlecht ging, so würde ich das nicht denken. Es war eben nur bequemer, weil ja alle in dieser gleichen Sache fest steckten und eben auch niemand in der Lage war, da raus zu gehen. Da war Solidarität, gleiche Ebene für alle. Wenn es allen besch....eiden geht, ist das doch auch eine wohltuende Gemeinsamkeit, oder? Nun verlässt du diese Ebene und das ganze Ding wackelt.
Drittens: Ja, warum sollte es falsch sein zu machen, was dir gut tut? Was dir immer mehr Freude am Leben und neue Perspektiven eröffnet? Was ist daran falsch? Eigentlich ist es doch richtig, es so zu machen. Es ist doch dein gutes Recht, dir dein Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Nach eigenen Vorstellungen und Wünschen. Nö, also für mich ist das nicht falsch.
Nochmal liebe Grüße
Aurora
Hallo,
liebe Renate und liebe Skybird, ich danke euch. Skybird, du hast mich echt zum Schmunzeln gebracht. "Muddifest", ja, das trifft es. Ich freu mich drauf wie wild.
Heute geht es mir besser. Es hat mir gut getan, gestern ein wenig hier abzujammern. Ich habe ja mein Tagebuch im geschlossenen Breich auch vollgesülzt.
. Aber - es hat gewirkt. Ich habe Streicheleinheiten bekommen, im offenen, im geschlossenen Bereich, und das hat mir soooo gut getan. Ich hätte mich früher nie getraut, so ehrlich meine Schwäche, meinen Kummer zu zeigen. Und dann dafür noch Tutsitutsi zu bekommen. Trost, weia. Vielleicht noch betteln drum...
. Ich doch nicht, ich, die Starke, die doch eher andere tröstet und sich selbst höchstens als allerletzte sieht...
Nö, das ist vorbei. Ich habe hier abgejammert, weil ich hoffte, Tutsitutsi zu kriegen, ein wenig Trost und liebe Worte. Es hat geklappt. Und mir ging's besser. Ich hoffe, es ist ok, dass ich das so offen zugebe.
Ich habe dann den Rechner ausgemacht, gestern abend. Mit meinem Schatz telefoniert. Und dann ein Buch gelesen. Sowas ganz Triviales, zum Grinsen und nicht viel Denken. Und das war gut. Ich habe meine Duftkerze in Betrieb gehabt und leckeren Tee getrunken. Und bissi Schoki gemampft
. Egal...
Ein schönes Wochenende für alle, die hier vorbei schauen
Aurora
Liebe Miriel,
ja, wirr, und trotzdem ganz klar!
Ich meine, ich hab's schon oft bei verschiedenen Themen hier geschrieben, jetzt tu ich's wieder. Ich kann verstehen, was da passiert, denn ich habe es so ähnlich selbst erlebt. Wie du mit deiner Schwester.
Sie sieht deine Veränderungen, immer mehr sieht sie das. Du scheinst für sie so eine Art Lebensmülleimerin und -bewahrerin gewesen zu sein. Auf die sie ihren eigenen Frust gut abschieben konnte, die eigene Unzulänglichkeit, die eigenen Ängste, Zweifel usw.
Nun steigst du aus und wirst immer selbstbewusster und findest immer neue Wege für dich. Und da bekommt sie Angst. Irgendwo ja zurecht, denn durch deine Veränderungen muss sie ja nun auch was verändern. Du stehst nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung, was ja auch gut so ist. Du machst das total richtig, aber natürlich ist dein Umfeld damit erstmal völlig überfordert.
Das ging mir in meiner Familie genau so, damals. Trennung, aaaaaaaaaahhhhhhh, meine Mutter kam nicht drüber hinweg. Sowas in unserer Familie, die doch sooooooooooo harmonisch immer war. Immer soooooooooo tutti alles... Ja klar, immer Teppich hoch und alles drunter gekehrt, nicht wahr. Und ich trennte mich.
.
Und dann bin ich zur Therapie gegangen, du meene Jüte, ich war wohl ein Alien. Ich habe angefangen, meine Meinung zu sagen. Mich aufzustellen. "Nein" zu sagen. Du meene Jüte, die Aurora, was war bloß los. Meine Brüder konnten so irgendwie nach einer Zeit so garnix mehr mit mir anfangen, meine Mutter, hm.
Und dann ging ich aus, mit einem fremden Mann
. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhh, es war ja unfassbar. Und irgendwann sagte ich, ich hab 'nen Freund. Aaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhh. Ein Alien war ich. Und ich driftete ab, immer mehr, von meiner Ursippe. Weil ich einfach nicht mehr da rein passte. Ich sah auch zu tief, inzwischen. Dass die Harmonie nur eine mühsam aufgebaute Sache war und ist. Die vor allem meiner Mutter jetzt viel Kraft kostet. Weil sie mich nicht mehr hat, ich habe sie ja früher immer unterstützt dabei. Was ich mir alles anhören musste...
. Und dann Scheidung, aaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhh, und was, du trinkst keinen Schnaps mehr, aaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhh.
Der Kontakt zu meiner Urfamilie ist ein völlig anderer inzwischen. Ich passe bei denen nicht mehr rein. Meine Brüder können nix mehr mit mir anfangen, das tut mir schon auch noch mal weh. Wir hatten früher ein enges Verhältnis, als ich noch so gut funktionierte. Ihr Mülleimer war, zu allem "Ja" und "Amen" sagte. Meine Mutter hat sich verändert, das musste sie, wenn wir den Kontakt halten wollten. Denn ich bin meinen Weg vorwärts gegangen, nicht wieder zurück. Unser Verhältnis ist viel offener und herzlicher geworden. Obwohl sie anfänglich mit ihrer Tochter, mir, so garnix anfangen konnte. So selbstbewusst, so offen, so klar, so ehrlich, das ist ihr schwer gefallen. Manchmal tut's das noch, aber sie hat mich inzwischen akzeptiert.
Und so in etwa passiert das jetzt wohl auch bei deiner Schwester. Du hältst ihr ständig einen Spiegel vor. Sie sieht, was möglich ist, und vielleicht ist sie einfach - noch - nicht in der Lage, das sehen zu wollen. Sie hat eben Angst, denn sie sieht, es wird nie wieder so sein, du wirst nie wieder so sein, wie früher. Da, wo du so praktisch für sie warst. Ihr Mülleimer, sozusagen. Ihre Verbündete... Ich drück die Daumen, dass sie die Chance, auch sich selbst jetzt bewegen zu müssen, annimmt und ihr euch annähern könnt. Irgendwann wieder. Bewegen muss sie sich auf alle Fälle. Wenn du agierst, muss sie reagieren. Noch versucht sie, dich zurück zu holen. Dich wieder zur "Alten" zu machen. Das wird nicht klappen, hoffe ich. Also wird sie sich einlassen müssen auf die "Neue", oder sie wendet sich ab. Weil sie nicht ertragen kann, wie du immer stärker und selbstbewusster wirst. Wie du was lebst, wozu sie nicht in der Lage ist.
Ein Roman, 'tschuldige
, hat mich so überkommen. Ich sehe, da wurde auch schon gepostet inzwischen. Ich schick jetzt meins mal ab.
Schönes Wochenende,
liebe Grüße
Aurora
Hallo Mieni,
erstmal "Hallo" hier im Forum.
Ich hab jetzt eine Weile überlegt. Das möchte ich dir gerne mitteilen.
Ja, du musst jetzt was entscheiden. Für dich, für dein Baby. Und das ist der Knackpunkt! Das Geheimnis ist, Entscheidungen zu treffen, deinem Gefühl einfach mal zu vertrauen, dem Leben zu vertrauen, dir zu vertrauen. Vertrauen, dass du es schaffen kannst. Und dann musst du machen. Du! Niemand sonst.
Du bist verantwortlich, nicht irgend eine böse Chefin, ein unglückseliger Arbeitsplatz, ein Mann, der nicht zu dir passt. Und schon garnicht das Schicksal...
ZitatFühle mich dem Schicksal ausgeliefert, wie ein Staubkorn im Wind mal hier hin mal dahin getragen.
Du bist nicht ausgeliefert, wenn du es nicht willst! Du hast es jeden Moment in der Hand, für dich was zu verändern. Es gibt viele Möglichkeiten, wenn du gerade keinen Weg sehen kannst. Skybird hat dir auch einige gute Denkanstöße geschrieben. Beratungsstellen, Freundinnen, es gibt viele Möglichkeiten. Auch das Forum hier kann eine gute Unterstützung sein, wenn du es möchtest. Aber machen musst du selbst!
Es kann dir keiner abnehmen, kein Schicksal kann das. Und kein Mensch. Du musst es dir selbst wert sein, dir und dem Kind, was du bald bekommen wirst. Das ist Verantwortung.
Ich wünsche dir, dass du die Kraft und den Mut aufbringst, los zu gehen. In dein Leben. Aktiv!
Aurora
Hallo,
liebe Skybird, liebe Sarawen, ich danke euch sehr für eure Worte!
Mir geht es gerade nicht so wirklich gut
. Das trübe Wetter...
Und dann ist gestern nacht das Baby meiner Nichte geboren worde. Mutter und Kind sind wohlauf. Ich freue mich, aber gleichzeitig zerreißt es mich fast. Da sind viele verschiedene Gefühle in mir. Meine Tochter und meine Nichte standen sich sehr nahe. Es tut weh...
Mal sehen, was das Wochehende bringt. Am Sonntag wird mein Sohn hier einfliegen, er ist seit heute abend in Berlin. Wohnt bei seinem Vater, wie immer. Am Sonntag spätnachmittags wird er wieder abreisen. Aber vorher werden wir hier schön zusammen essen. Schwiegersohn und Erbse werden auch kommen
. Ich mag solche Zusammenkünfte, da kann ich so richtig die Muddi raushängen lassen.
. Es ist nur, dass meine Tochter mir so fehlt
. Lachen und weinen, mal wieder zusammen.
Mir geht's nicht wirklich gut, gerade. Aber ich hab schon mein Wohlfühlprogramm rausgekramt. Die Duftlampe strömt Duft aus (deswegen heißt sie Duftlampe...) Es gibt Schoko-Gewürz-Tee. Und Schokolade gab's auch schon. Dante hat heute Nachtdienst, manchmal muss er das auch machen. Also muss ich mich alleine trösten, geht ja auch. Und ich hab mir hier schon so einiges rausgeschrieben und nun is jut.
Aurora
Hallo Liebeskind,
deine Panik, diese Gefühle kenne ich gut! Ich habe selbst noch ab und an sowas, obwohl ich schon 5 1/2 Jahre vom Ex weg bin und längst wieder neu verheiratet. Manchmal reicht irgend eine Begebenheit, die mein Hirn erinnert, aus, um das volle Programm ablaufen zu lassen. Bei mir ist es jetzt nicht mehr so heftig wie am Anfang, aber es passiert halt immernoch!
Reden ist gut. Ich rede dann darüber mit meinem Mann. Ich meine, es ist doch gut wenn er weiß, warum ich so und so reagiere auf einmal. Denke doch nicht, du machst da einen Fehler. Selbst wenn, aus Fehlern wird man klug. Du musst ja nix mit deinem Partner reflektieren, aber was ist daran falsch, ihm einfach deine Gefühle und Empfindungen mitzuteilen? Du solltest dich nicht darauf konzentrieren, was er denkt. Das geht ja garnicht. Du kannst ja nicht in seinen Kopf gucken. Du kannst dich darauf konzentrieren, was es mit dir macht. Und ihm mitteilen.
Ich hoffe, dass ihr da eine gemeinsame Basis finden könnt.
Viele Grüße
Aurora
Liebe Miriel,
dein Vater heiratet nächste Woche, und du erfährst es jetzt erst? Ist schon befremdlich. Ich meine, ich habe ja auch letztes Jahr im April nochmal geheiratet
, das wussten meine Kinder aber lange vorher, das war mir auch wichtig. Ich meine, sie gehören ja zu meinem Leben irgendwie dazu... Und meine Tochter und mein Schwiegersohn waren noch aufgeregter als ich...
Und deine Schwester... Ich kenne jetzt nicht deinen Thread. Vielleicht steht hier was über deine Schwester und dich. Aber ansonsten, warum macht sie dich verantwortlich für ihr Wohlbefinden? Ich meine, ist sie erwachsen? Dann ist sie doch selbst verantwortlich. Zieh dir nicht Schuhe an, die nicht für dich bestimmt sind. Du musst dich nicht kümmern. Ich meine, es ist schön, einen guten Geschwisterkontakt zu haben, sich auch unter die Arme zu greifen, gegenseitig, wenn Not an der Frau ist. Aber so, wie sich das für mich liest, setzt sie dich unter Druck, macht dich für ihre schlechte Laune verantwortlich, lädt ihren eigenen Lebensfrust auf dich ab. Kein Wunder, wenn dir davon übel ist...
Gut, dass du deinen ExXY aus dem Spiel lassen konntest! Und ehrlich, willst du wirklich in einem Krankenhaus liegen? Ich glaube, so toll ist das auch nicht...
. Sei froh, wenn du es nicht musst. Du sehnst dich danach, dich mal fallen lassen zu können. Mal abzuschalten. Das kann ich gut verstehen.
Vielleicht schaffst du das auch anders. Muss ja kein KH sein
. Wohlfühlkuschelmomente gibt es auch so, auch für dich alleine. Heiße Schokolade schlürfen (hab ich gestern gemacht, war guuuut). Dich einkuscheln, ein Buch lesen. Schaumbadentspannung machen. Kerzen an. Duftöl-Lampe (hab ich auch raus gekramt). All sowas, vielleicht hast du eine Idee? Oder dir 'ne schöne Suppe kochen. Was weiß ich...
Mir geht's auch nicht gut, sind wir schon zwei
. Das vergeht. Manchmal ist es einfach zu viel und das Grau des November regt auch nicht gerade die Ausschüttung von Glückshormonen an
.
Kriegst 'nen Drücker
Aurora
Hallo,
soooo viel Besuch hier in meinem Fädchen,
, wie schön!
Liebe Skybird, ja, ich stimme dir da zu bei dem, was du schreibst. Schwiegersohn, ich, Dante, im Prinzip fast alle um sie herum, sind ehrlich zu der Kleinen. Und wir nehmen sie ernst, alle ihre Fragen. Und sie merkt das ja und so lernt sie, Vertrauen zu haben. Fragen zu dürfen. Wahr genommen zu werden. Ich finde es so wichtig, denn sowas sind Dinge, die hatte ich in meiner Kindheit so nicht. Da mussten Kinder funktionieren, ruhig sein, angepasst sein. "Wer redet von Kuchen, dass du Krümel mitreden kannst?". So war es jedenfalls bei uns.
Liebe Herzeloyde, schön, dass du dich nun doch getraut hast
. Und du schreibst mir so schöne Dinge, macht mich ganz verlegen
. Ich bin immernoch ganz erstaunt, dass ich so wahr genommen werde hier. Ich bin einfach doch nur ich... Das ist wunderbar, diese positiven Rückmeldungen sind mir wichtig und geben mir sehr viel.
Lieber Matthias, ich umärmel mal einfach zurück!
Ich habe heute Bescheid bekommen, dass ich für ein Trauerforum für Eltern, deren Kind verstorben ist, freigeschaltet bin. Ich bin aufgeregt, irgendwo, und glücklich. Selbsthilfe ist so toll, ich merke es hier jeden Tag, seit so langer Zeit. Es hat mich ganz schön Überwindung gekostet, mich da anzumelden. Das geht auch nicht so einfach, aber nun bin ich freigeschaltet. Ich hab mich getraut, nun muss ich mich nur noch einloggen...
Aurora
Hallo Miriel,
es ist leider so, dass es so weh tun muss. Daran geht kein Weg vorbei, es gehört dazu. Denn du musst dich ja nun von vielen Dingen verabschieden. Von Träumen, Hoffnungen. Von Liebe, die du empfindest. Aber auch von Verhaltensmustern, die in dir sind. Ich glaube, das ist das schwierigste, sich zu verabschioeden von diesen Mustern. Sich bewusst machen, dass da was schief läuft, was dich im Leben nicht wirklich glücklich machen kann. Diese Muster.
Warum steht da ein Bild von euch, in Blickhöhe
. Warum tust du dir denn weh, denn das tust du. Jedes Mal, wenn du da drauf schaust, wird es weh tun! Welchen Sinn denkst du, kann das haben? Brauchst du dieses Gefühl? Und welches Gefühl, welche Gefühle kommen da überhaupt in dir hoch, wenn du das siehst?
Ja, es ist schon richtig, er ist ein Teil deiner Vergangenheit. Du hast nun die Chance, was daraus zu machen. Du kannst deine Vergangenheit annehmen als das, was sie ist. Ein Lehrmeister. Du hast nicht so gute Erfahrung gemacht, aber doch eine Menge lernen können daraus. Und das Produkt bist jetzt du, so wie du heute bist. Und deine Chance ist nun, daraus für dich eine gute Zukunft zu bauen. Es anders zu machen. Bewusster zu sein. Veränderungen anstreben.
Das kannst du nicht, wenn du im Gestern klebst und euer Bild anhimmelst. Du musst es ja nicht vernichten, aber du kannst es weg legen. In eine schöne Hülle machen, als Erinnerung. Und dann musst du einfach geduldig sein. Den Schmerz aushalten. Heulen, wenn es dich überkommt. Und dann den Rotz abwischen und mit klarem Blick da hinsehen, wo du jetzt bist. Und einen Schritt weiter gehen.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo,
liebe Renate, ja, dieses Buch habe ich auch gelesen, eine Kundin meiner Arbeitsstelle bei der Psycho-Bäckerbude hat es mir geschenkt. Diese Kundin kenne ich schon sehr lange, sie ist auch Kundin in dem Reformhaus, in dem ich lange gearbeitet habe. So'n Zufall... Das Buch ist sehr gut und hat mir schon auch Trost gespendet. Andererseits bin ich sehr skeptisch solchen Dingen gegenüber eingestellt, also ich bin nicht gläubig oder so. Es fällt mir schwer, einen "Lieben Gott" kann ich nicht erkennen, z.B. Würde der, gäbe es ihn, sowas zulassen? Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da irgendwo die Seelen rumschwirren und solche Dinge. Manchmal denke ich, es wäre leichter für mich, wenn ich das glauben könnte, ich denke, es spendet denjenigen, die so denken, auch Trost. Ich danke dir sehr für deinen Beitrag, das spendet mir z.B. Trost, diese Anteilnahme! Danke!
Liebe Skybird, ich freue mich so sehr, dich hier in meinem Fädchen anzutreffen! Deine Worte geben mir sehr viel, wie ich eben schon Renate schrieb, dieses Anteil Nehmen an meinen Dingen gibt mir viel. Und ich lese Wertschätzung für mich aus deinen Worten, auch das macht mir ja Mut und wärmt mich auch, irgendwie. Danke! Und die Grüße werde ich weitergeben.
Sonntag, ich sitze alleine hier, Dante hat Dienst. Ich werde diesen Tag auch, schon wie gestern, ruhig angehen. Anders kann ich garnicht zur Zeit, als ruhig. Momentan fühle ich mich so lahm gelegt. Ab nächste Woche wird es losgehen, dass ich die Erbse an 2 Nachmittagen betreue, weil der Schwiegersohn da seine langen Banktage hat. Immer dienstags und donnerstags, alle 2 Wochen wird seine Mutter den Donnerstag übernehmen.
Ich freu mich drauf. Ja, sie ist eine Bereicherung, die Kleine. Meine Tochter wäre so stolz auf sie, sie ist so ein aufgewecktes kleines Ding. "Warum" ist ihr Lieblingswort ...
So, nun mach ich weiter hier mit Rümdümpeln.
Aurora
Hallo,
liebe Renate, danke für deine Beiträge, sie sagen einiges über dich aus. Gut, vielleicht war es ein wenig anders, so mit zwei Wohnungen. Aber trotzdem drehte sich doch bestimmt auch vieles um seine Trinkerei, oder? So gedanklich. Weiß nicht, ist ja auch wurscht. Fakt ist, ich kann mein Leben ohne einen abhängigen Partner einfach besser leben. Weil ich frei bin. Denn seine Süchte haben auch in mir Süchte wachgerufen. Und so waren wir umeinander verstrickt. Und unfrei in unseren Dingen, Wahrnehmungen.
Heute ist ein wahrlich fauler Tag. Es ist so trübe
, novemberig eben. Hm. Gestern waren wir mit dem Schwiegersohn und der Erbse bei einem Blumen- und Pflanzenmarkt. Unter anderem wollten wir was für den Friedhof haben, für das Grab, für den Winter. Es gab ziemlich viel, sowas ist mir früher nie aufgefallen, warum auch? Und ich habe geweint, weil ich nun sozusagen sowas kaufen "muss"... Und mein Schwiegersohn hat auch geweint, so viele Erinnerungen und solch Schmerz. Da standen wir also im Pflanzenland und haben geweint
, auch egal. Das musste raus.
Dann haben wir uns in der Weihnachtsabteilung noch vergnügt. Meene Jüte, so viel Blinki und Glitzer und wasweissich. Und ein Leierkastenmann war da, den fand die Erbse gut. So geht das hier, Trauer und Lebensfreude gehen nebeneinander.
Aurora
Hey Miriel,
jetzt komm ich auch mal zu dir, nicht nur lesend, sondern ich lass mal was da...
Erstmal einen Drücker. Ist schon blöd. Und diese Düsternis und Trübheit des November tut ihr's noch dazu.
Aber du hast einige Möglichkeiten. Geh raus, treff Leute, vielleicht welche aus deiner realen SHG? Weihnachten ist noch bissi hin, vielleicht öffnet sich unverhofft noch eine Tür? Ich drück die Daumen.
Ansonsten schließ ich mich den anderen hier an. Time is a healer. Mal auf deutsch gesagt
. Auch wenn du es jetzt noch nicht spüren kannst. Es ist einfach mal normal, dass du traurig bist. Gerade. Aber es werden auch wieder bessere Zeiten kommen.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo,
liebe Renate, Enkel machen Spaß, nicht wahr!? Und es ist gut, sie genießen zu können. Stell dir vor, deine Gedanken wären garnicht ganz bei deiner Kleinen sondern nur beim XY... Ob er wann, wieviel und wo was gesoffen hätte. Ich sag dir, ich kann sowas jetzt ganz anders genießen, als damals. Da war ich immer auf dem Sprung, immer in Sorge, Angst.
Zur Zeit geht's mir durchwachsen. Immer mal so und mal so. Gestern hatte ich ein schönes Telefonat mit meinem Sohn. Das wird jetzt wieder ein wenig intensiver, wie gut. Es ging unter anderem um Alkohol, um seinen Vater und um's betrunken Auto Fahren... Denn der Ex praktiziert das, leider.
Ich habe mich jetzt ganz richtig schlau gemacht. Wenn ich sehe, jemand will betrunken Auto fahren, forder ich ihn auf, das sein zu lassen und den Schlüssel abzugeben. Macht er das nicht, ruf ich die Polizei. Die entweder dahin kommt, wo der Betrunkene noch ist, oder aber ihn vor der Haustür erwartet. Und Sohn fragte, "wirst du das bei Papa machen, wenn du das siehst?".
"Ja, das werde ich! "
"Dann wird Papa sauer auf dich sein und seinen Führerschein ist er dann auch los..."
"Ja, das kann sein. Ob er auf mich sauer wäre, dann, ist mir schnuppe! Aber ich werde nicht mehr, wie früher, wegsehen. Ihn besoffen fahren lassen."
Na gut, mal sehen, ob es jemals dazu kommen wird. Ich hab ja kaum noch Kontakt zum Ex, gut so. Aber ich habe mir vorgenommen, nicht mehr weg zu sehen. Egal, bei wem.
Denn das habe ich, letztens auf dem Geburtstag. Und ich schäme mich dafür. Und sowas will ich nicht mehr. Ich war unsicher, wie ich mich verhalten sollte, also habe ich mich erkundigt. Und nun weiß ich. Und nun werde ich, wenn nötig, handeln.
Aurora