Hallo,
lieber Matthias, ich danke dir sehr für deine Anteilnahme!
Inzwischen ist ein vorläufiger Obduktionsbericht da, und die Vermutung scheint sich zu bestätigen, also das mit der Thrombose und Embolie.
Ich lebe und in mir ist immer Trauer. Mal tut diese Trauer so dermaßen weh, dass ich es kaum aushalte, mal ist es eher ruhig und die Trauer ist da wie ein großes Stück irgendwas. Es ist jeden Tag anders. Gestern war es nicht gut...
Alkohol ist weiterhin kein Thema bei uns! Ich hatte erst ein wenig Sorge, dass bei Dante da was passiert. Er war ganz erstaunt, er hätte keine Sekunde daran gedacht. Eher hatte er Angst, dass ich mich abschießen könnte... Aber auch daran dachte ich keine Sekunde.
Ich bin dankbar, eine Beziehung ohne Alkohol, ohne aktive Sucht zu leben. Es ist so schon schlimm genug, es ist unfassbar. Hätte ich jetzt noch all die Alk-Problematik dabei, es wäre für mich, glaub ich, nicht auszuhalten. So habe ich eine Beziehung auf Augenhöhe, Dante hat die Kraft, mich zu halten, wenn ich das brauche, ich habe die Kraft, wenn er Halt braucht. Weil er lebt, klar lebt, weil er Gefühle haben kann, weil er nicht von der Droge betäubt ist oder Beschaffungsproblematiken hat. Wir dürfen unsere Gefühle, unsere Trauer, klar erleben, wir dürfen durch alles pur hindurch gehen. Weil wir in der Lage sind, zu spüren. Keine Droge, nicht der winzigste Schluck Alkohol könnte mir diese Wärme geben, die mir mein Mann gibt. Die wir uns gegenseitig geben können. Und die wir weitergeben können an unseren Schwiegersohn und unsere kleine Enkelin.
Aurora