Beiträge von Aurora

    Hallo Matthias,

    hm, warst du mal beim Arzt? Mit so 'ner Erkältung ist manchmal nicht zu spaßen. Ich hatte mal eine heftige, vor vielen Jahren, da tat mir hinterher auch alles weh, jedes Gelenk. Meine Ärztin hat mich sehr gründlich durchchecken lassen, denn es hätte was Ernstes dahinter stecken können. Erkältungen ziehen manchmal auch was Böses nach sich. Bei mir waren es zum Glück nur die Bazillen, die anscheinend da noch rumorten.

    Weiterhin gute Besserung
    und liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Roseanne,

    du hast die ersten Schritte nun gemacht. Du beginnst, dich zu distanzieren und ihn machen zu lassen. Das ist gut! So sahen auch meine ersten Schritte aus, das war, bevor ich in's Forum kam. Das hat mich damals schon enorm entlastet, mich nicht mehr so aufzuregen, ihn machen zu lassen und zu beginnen, mehr für mich selbst zu tun. Ich konnte dann z.B. alleine weggehen, Besuche machen, wenn er wieder betrunken war, seine Trinkphase hatte. Das tat mir gut, brachte mich auf andere Gedanken. Auch wenn ich Angst hatte, wie er drauf war, wenn ich heim kam. Das nahm ich aber in Kauf, das Abschalten brachte mir eben so viel.

    Du schreibst

    Zitat

    Ich wünschte,ich hätte die Kraft und den Mut


    Du hast alles in dir! Du hast begonnen, deine Kraft und deinen Mut zu entdecken. Das ist doch toll! Nun kannst du langsam, Schritt für Schritt in deinem Tempo sehen, was du weiterhin tun willst.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Nat,

    du schreibst

    Zitat

    ich empfinde ihn als ziemlich passiv

    Zitat

    Beim saugen habe ich mich mal wieder einmal geärgert, das er sich zu wenig in den Haushalt mit einbringt. Natürlich ärgere ich mich im stillen, weil ich ja keinen Ärger haben will obwohl er ja da ist.

    Zitat

    Das Problem ist---das ich weiterhin alle manage

    Ja, das Problem ist, dass du deine Vorstellungen nicht äußerst, nicht einforderst, dass er mit anpackt, im Haushalt zum Beispiel. Warum soll er mit anpacken, wenn du doch alles stillschweigend managst? Du schweigst, weil du keinen Ärger haben willst. Welchen Ärger?

    Du nimmst ihm alles ab, managst alles. Um ihn nicht zu belasten, aus Angst, er könnte rückfällig werden. Aber du wirst, im Falle des Falles, keine Schuld daran haben. Sein Trockensein ist seine Angelegenheit, genau so, wie es sein Saufen war. Wenn er wieder trinken will, wird er einen Grund finden, es zu machen. Du hast daran aber doch kleine Schuld dann. Also trau dich und fordere dir ein, dass er dir hilft bei den Dingen des Lebens. Er ist doch erwachsen. Er hat 2 Arme und 2 Beine. Er kann sich bewegen und nächstes Mal staubsaugen, oder sonstwas machen.

    Du verhälst dich so, wie ich mich verhalten habe, als ich noch mit meinem Exmann in der nassen Beziehung hing. Ich habe alles gemanagt, mich verdreht, nur damit er keinen Grund zum Trinken hätte (er hat immer einen gefunden...). Ich habe immer mich als Ursache für sein Trinken gesehen. Ich hatte Angst vor Konsequenzen, wenn ich meine Meinung äußerte, ich habe mich nicht getraut, ihn um Hilfe bei den Dingen des Lebens zu bitten. Um ihn nicht zu überfordern, um ihn bei Laune zu halten, um zu zeigen, wie wichtig ich wäre und dass ohne mich nichts lief... Ich habe immer alles auf mich bezogen, also meine Aktionen von seinen Reaktionen abhängig gemacht und umgekehrt. Alles drehte sich um ihn und sein Befinden. Ich hatte mich dabei irgendwann völlig vergessen...

    Ja, eine Beziehung kann wieder funktionieren, wenn beide an sich arbeiten. Für ihn kannst du das nicht beeinflussen, das muss er selbst wollen. Aber du kannst ja durchaus für dich was tun. Grenzen setzen, einfordern, all sowas.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Karsten,

    du fragst, wie du mit dieser Sucht umgehen musst...

    Meiner Meinung nach garnicht, denn es ist nicht deine Sucht! Umgehen damit muss der Mensch, der betroffen ist. Derjenige muss erstmal damit leben, sein Leben darauf ausrichten. Wie er das macht, dass kannst du am besten erfahren, indem ihr beide da offen, ehrlich und intensiv drüber redet.

    Wenn es ein ehrlicher und offener Austausch ist, wird dir derjenige schon sagen, wie er sein Leben sich vorstellt und was für ihn wichtig ist. Ich bin mit einem Alkoholiker verheiratet, der trocken ist. Bei uns ist der Haushalt alkoholfrei. Das war seine Bedingung für ein Zusammenleben. Zum Beispiel. Und es gibt noch andere Dinge, die er als für sich wichtig im Zusammenleben erachtet und das haben wir zwischen uns geklärt. Ich akzeptiere seine Krankheit und lebe mit ihm ein zufriedenes Leben. Weil es klar ist, weil er seine Dinge klar gemacht hat. Weil auch ich meine Dinge klar gemacht habe. Weil wir auf gleicher Augenhöhe stehen, so, wie es in jeder Beziehung sein sollte.

    Du kannst ins solcher Beziehung genauso was falsch oder richtig machen, wie in jeder anderen auch. Dein Partner muss selbst Grenzen setzen, wenn er seine Trockenheit gefährdet sieht.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Schmetterlingsfee,

    ja, ich gehe in eine Gruppe für Angehörige. Nämlich hier im Forum! Das ist doch hier eine SHG, was denn sonst? Ich bin hier im geschlossenen Bereich, da kann ich mich seit über 4 Jahren gut und für mich sehr erfolgreich austauschen. Es hat mir sehr viel gebracht, hier zu sein. Mich mit Angehörigen auszutauschen, aber auch bei den Alkoholikern zu lesen. Ich habe dadurch viel erfahren, über die Coabhängigkeit, über die Alkoholkrankheit, über mich und meine Verhaltensweisen. Und ich konnte und kann sehr viel für mich mitnehmen von hier, denn hier ist ein riesiger Schatz an Austausch!

    Ich gehe auch regelmäßig in eine reale Gruppe, da bin ich durch meinen Mann hingekommen. Es ist eine gemischte Gruppe, das ist das Prinzip der Guttempler, auch die Angehörigen mit einzubeziehen, wenn sie wollen. Auch dort kann ich eine Menge mitnehmen und geben, aber meinen Hauptaustausch bekomme ich hier.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Diandra,

    ich glaube, ich habe mich missverständlich ausgedrückt, was die Streicheleinheiten betrifft. :?

    Ich meinte damit die Streicheleinheiten, die ich bekam, bevor ich hier in der Selbsthilfe, im Forum ankam. Ich meine die Art Streicheleinheiten, die mich im Alten festhielten. Ich fand mich irgendwo ja vor meinen Veränderungen in einer Opferhaltung, in einer Leidensposition. Mir ging es schlecht, ich hatte körperliche Probleme, psychische, all das. Und ich jammerte, weil es alles so schlimm war, weil ich doch die Arme war, weil sich nichts tat. Und es gab da Mitmenschen, die haben mich da getüddelt. "Du Aaaarme,was du aber auch aushalten musst", "du machst das schon, ohne dich wird das ja nichts mit ihm", "wie bist du doch toll, dass du das alles managst", so in der Art. Ich habe aber eine gute Freundin, die beste, die sagte schon damals:" Veränder was, anders geht das nicht!" so in etwa. Auf die Freundin war ich echt stinkig... Verändern, iiiich :shock: , der Ex sollte was verändern, bitteschön! Mein Umfeld sollte was verändern, aber iiiich...

    Bis ich dahinter kam, dass es eben nur iiiich kann, niemand sonst.

    Und die Streicheleinheiten, die ich hier bekam, die waren zum Teil ganz anders. Da wurde ich bekräftigt, weiter zu machen, weil ich doch schon ein wenig geschafft hatte. Da wurde ich gelobt für einen guten Gedanken. Da wurde ich auch getüddelt, wenn es mir schlecht ging, aber das war irgendwie anders als vorher. Vielleicht auch deshalb, weil ich es anders angesehen habe :roll: . Da sollte ich nicht festgehalten werden, sondern ich sollte bestärkt werden, weiter zu machen. So habe ich das empfunden.

    Ja, der Dialog hier, in den ich mich begeben habe und immernoch begebe, der tut mir gut! Es bringt mich immernoch weiter, und das schätze ich sehr.

    Aurora

    Huhu Dia,

    ich hoffe, Uroma, Oma und Flauschkugel (und natürlich der Rest der Familie) sind gut im neuen Jahr angekommen. Die kleinen Erbsen sind schon anstrengend, aber auch soooo niedlich. Was mir meine Erbse gestern am Telefon berichtete über Sylvester, war schon niedlich. Und manchmal ist sie soooo weise :lol: , z.B. wenn sie mich fragt:" Oma, das ist eine Klobrille, und du hast auch eine Brille..." Aha... Ja, ich hab 'ne Brille, aber doch keine Klobrille auf der Nase :lol: . So sind sie. Omasein ist klasse, oder?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Huhu Dia,

    warum du hier warst und bist, hast du gut beschrieben. Es ähnelt sich ziemlich mit meinen eigenen Dingen.

    Ich war froh, diese Austauschplattform gefunden zu haben. Ich war bereit dazu, ich wollte endlich wieder ein Leben haben, was sich auch Leben nennen kann. Ich habe manches Mal geheult, wenn da Beiträge bei mir ankamen, die mir was klar machten. Oder wenn ich bei anderen was las, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

    Ich war bereit dazu, und das ist das Wichtigste! Wenn nicht was von mir selbst kommt, ein Wille, was zu verändern, auch wenn es blutet und schmerzt, dann geht das nicht. Dann bleibt alles so, wie es immer war und ich fühle mich sicher darin. Sicher, weil es ja das Altbekannte ist. Sicher, weil ich gewohnt bin, meine Streicheleinheiten von anderen Menschen zu bekommen, die mich bemitleiden und mir erklären, wie stark ich doch wäre, das alles auszuhalten, zu ertragen. Dann fühle ich mich bestärkt in meinem Leid.

    Ich habe irgendwann gemerkt, dass mir diese Streicheleinheiten nichts bringen, außer noch mehr Leid :? , weil die Situation nicht besser wurde, im Gegenteil. Da merkte ich eben, es liegt an mir selbst, da was zu verändern. Das hat eben auch weh getan, aber das war ein Schmerz, der ging weg. Und dafür kam Lebensfreude! Welch Gewinn!

    Es ist die Entscheidung eines Jeden, was er oder sie aus seinem/ihrem Leben macht. Wer den Dauerschmerz braucht und süchtig danach ist, dem kann ich nicht helfen. Rauskommen muss jeder selbst, verändern muss jeder selbst. Selbsthilfe heißt für mich, dass ich von meinen Erfahrungen berichte und meinen Weg aufzeige. Als Beispiel, wie und dass es gehen kann. Nicht mehr, nicht weniger. Ich kann ja niemandem zu seinem Glück zwingen, dazu habe ich kein Recht.

    Ich habe aber auch festgestellt, dass Menschen, die nicht zu Veränderungen bereit sind, auch wieder aus der Selbsthilfe, ob nun hier oder in der realen Gruppe, verschwinden. Wenn die Fragen zu "aufdringlich" werden. Jeder braucht eben seine Zeit. Oder bleibt lebenslang stecken. Ich bin froh, dass ich den Weg heraus gefunden habe! Und das ist das, was für mich zählt!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Roseanne,

    du schreibst

    Zitat

    Und eine ganz kleine Hoffnung steigt in mir auf das sich doch noch alles zum Guten wenden könnte,aber wahrscheinlich nur bis zum nächsten Eklat.
    Jedenfalls hat das neue Jahr nicht so schlimm angefangen wie ich zunächst befürchtet hatte.Nun bleibt es abzuwarten wie sich die ganze Sache entwickelt.


    Ich kann da von meinen Erfahrungen berichten, denn es war bei mir damals genauso. Wenn mein Exmann merkte, dass es mir immer ernster wurde mit meinen Drohungen, konnte er sich plötzlich zusammen reißen. Er trank dann wenig bis garnicht, versprach mir das Blaue vom Himmel und schwor, er wäre doch kein Alkoholiker, sonst könnte er doch jetzt nicht aufhören...

    Ich war dann verwirrt, dachte, ja, es stimmt ja, er kann ja aufhören, vielleicht sehe ich es ja zu eng? Vielleicht bin ja doch ich die Böse, die ihn zum Saufen treibt mit meinem Gemecker... Und ich schwor mir selbst, mich zu bessern, damit er nicht mehr trinken muss und es kam Hoffnung auf...

    Du schreibst

    Zitat

    Ich hoffe es das er hier irgendwann mal mitliest.Vielleicht wird ihm dann bewusst was er anrichtet


    Du bist ja hier für dich, lässt deine Gedanken hier. Willst du das wirklich, dass er das liest? Ich hatte damals auch diesen Gedanken, ach, soll er das mal lesen, damit er sieht, was er, was das Saufen, mit mir macht. Ich wollte damit wieder eine Art Druck auf ihn ausüben, dass er aufhört. Ich wollte, dass er mich bemitleidet und sieht, welche Opfer ich ihm bringe. Ich weiß nicht, was du dir davon versprichst, wenn er mitliest, dass er aufhört? Hm...

    Sei doch einfach für dich froh, dass du das Forum gefunden hast, für dich. Hier kannst du Wege sehen und finden, für dich. Damit dein Leben wieder lebenswert werden kann.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Marni,

    nun hattest du diese Situation und es hat ja viel mit dir gemacht. Wenn ich von mir ausgehe, was solche Situationen, die ich auch mit meinem Exmann erlebt habe, mit mir gemacht haben, war das: Angst, Sorge, Wut, Trauer, Hilflosigkeit. Mein ganzes Leben, mein Denken, war nur beschäftigt mit seinen Befindlichkeiten und den Gefühlen, die sie auslösten. Eigenes spürte ich dann nicht mehr.

    Du schreibst ja

    Zitat

    Sehe mir das mit an und bin völlig fertig , kann dann nicht schlafen und bin mit den Nerven fast am Ende.


    Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie oder was du für dich ändern kannst, damit es dir wieder besser geht? Wie könnte denn ein Schritt aussehen, den du machst, um dir da Erleichterung zu verschaffen? Ihn kannst du nicht vom Trinken abhalten, das ist ja klar. Aber du kannst ja für dich was tun.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Antilope, danke für deine Gedanken hier. Ja, zuerst hat es mich irgendwo berührt, als mein Ex wieder zu trinken anfing. Ich war sehr erschrocken, dass sofort auch alte Muster da wieder präsent waren. Deshalb habe ich den Kontakt sofort abgestellt! So schnell es ging, denn zuerst hatten wir ja die Sache mit dem gemeinsamen Auto noch zu regeln. Was mich jetzt vor Weihnachten so beschäftigt hat, waren meine Kinder. Bzw. wie es ihnen ging, mit dem Vater. Ich habe mich da in ihre Gefühle eingemischt, könnte man sagen. Ich habe viele Denkanstöße von Menschen hier in meinem TB im geschlossenen Bereich bekommen und auch durch meinen Mann. Und ich habe viel gedacht. Mich hat es sehr getroffen, wie meine Kinder jetzt gefühlt haben, wegen der Sauferei des Vaters. Deshalb war er in meinen Gedanken oft präsent und ich habe mich geärgert, über seine Sauferei und was das mit den Kindern macht. Und dass das mich so auch irgendwo wieder beeinflusst. Aber das ist falsch so. Meine Kinder müssen mit ihren Dingen selbst fertig werden, die sie mit ihrem Vater haben. Ich kann ihnen da nichts abnehmen von ihrem Schmerz, sie müssen ihre Erfahrung selbst machen. Sie sind ja erwachsen.

    Ich kann sie unterstützen, wenn sie mich um Hilfe bitten, ich kann ihnen zuhören und sie in ihren Empfindungen stärken, ihnen Denkanstöße geben, so, wie ich es hier mache, im Forum, mit Menschen.

    Was mein Exmann macht, ist seine Sache. Da habe ich meinen guten Abstand. Er ist erwachsen, wenn er es will, kann er saufen bis zum Umfallen. Das ist so. Und nun habe ich auch einen Abstand zu den Dingen, die zwischen ihm und den Kindern sind. Ich will nicht, dass seine Dinge mich beeinflussen, ich kann da eh nix dran ändern.

    Also ist doch - mal wieder - das Fazit: Abstand von dem, was mein Leben beeinträchtigt, also Abstand vom Ex. Natürlich werde ich von ihm was erfahren, wenn meine Kinder da was erzählen. Aber ich werde da aufpassen, dass es da bleibt, wo es hingehört. Und das ist definitiv nicht bei mir! Das wird sicher nicht immer einfach sein, aber es ist das Beste so.

    Ich bin gut im neuen Jahr angekommen. Wir haben bei den Guttemplern gefeiert, da haben wir ja auch unsere reale Gruppe. Es war eine schöne Veranstaltung, mit Musik und Tanz, einem super Buffet und guter Stimmung. Sylvester alkoholfrei, das ist einfach immer wieder gut. Es war mein 4. Sylvester, wo ich selbst nix getrunken habe , ich lebe ja seit Oktober 2008 alkoholfrei. Ich muss sagen, es fehlt mir nichts.

    2011 war ein gutes Jahr, wie alle Jahre nach der Trennung es waren. Es war viel los, im Jahr 2011, bei mir. Viele gute Dinge waren da. Und 2012 wird auch gut werden, denk ich. Ich bin ganz optimistisch. Erbse Nr. 2 ist ja in Arbeit, ich freue mich schon auf den kleinen Jungen. Gesehen hab ich ihn ja schon, auf Bildern und sogar auf Minifilmchen. Es ist schon was, was sie heutzutage alles machen können. Mal sehen, wie er dann "in echt" aussehen wird, mein Enkel.

    Jetzt geht es erstmal in die erste Woche. Auch gut...

    Aurora

    Hallo Lottemotte,

    ich wünsch dir ein gutes neues Jahr.

    Und bin gleich über diesen Satz gestolpert

    Zitat

    Kurz und gut ich kämpfe weiter.


    Womit kämpfst du?

    Natürlich tut es weh, sich zu trennen. Das dauert auch alles seine Zeit, bis die Gefühle der Trauer und Wut weg sind. Deshalb musst du doch nicht kämpfen. Dreh es doch mal in's Positive.

    Ich lebe meine Gefühle aus, lass die Trauer zu und die Wut. Die Enttäuschung. Ich mache viel für mich und erkenne meine Bedürfnisse. Ich sorge gut für mich, indem ich endlich zum Arzt gehe wegen der blöden Erkältung. Ich pflege meine Kontakte und genieße es, mit Leuten zusammen zu sein, die ich mag. Ich kämpfe nicht, sondern erober mir mein Leben zurück.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    lieber Hans, ich freu mich, dass du mein Fädchen besucht hast!
    Es liest sich nicht so schön, schreibst du. Na gut, das mit meinem Exmann da vor Weihnachten hat mich schon genervt. Es ist erstaunlich, wie sich plötzlich wieder alles um den Alkoholiker gedreht hat. Ansonsten ist mein Leben super!

    Ich habe mich vor 4 1/2 Jahren von ihm getrennt. Mein neues Leben endlich beginnen können. Ich habe mich scheibchenweise heraus gearbeitet aus all dem. Ich lebe ein Leben, wie ich es mir damals nicht hätte vorstellen können.

    Es ist ein Leben in Ruhe und Selbstbestimmung. Ein Leben, das lebenswert ist, ich lebe, lache und liebe wieder. Weil ich mich getraut habe, im Sommer 2007, nach fast 26 Ehejahren mit dem Ex, der immer tiefer im Suff versank, etwas zu verändern, für mich aktiv zu werden. Gejammert habe ich all die Jahre zuvor. Ach, was war ich für ein armes Opfer... Ach, ich war sooo hilflos für mich, ach, wie war es böse, wie war er böse... Ich tat doch alles, er soff trotzdem. So mal grob gesagt.

    Nach einer Zeit des Aufarbeitens und zu mir Kommens, konnte ich den Schlussstrich ziehen und mich ablösen. Dann lernte ich ja meinen jetzigen Mann kennen, im April haben wir geheiratet :D . Das Beste, was mir passieren konnte! Das war dieses Jahr das Schönste!

    Ich habe mich gut ablösen können vom Exmann, vom alten Leben zum großen Teil. Es gibt immer wieder Situationen, da macht es "bing" in meinem Kopf und alte Muster kommen hoch. Oder alte Dinge im Zusammenhang mit Situationen aus dem früheren Leben mit dem nassen Alkoholiker. Das kann ich immer besser einordnen. Immer schneller wegstecken. Nun die Situation mit dem Ex und den Kindern vor Weihnachten, das war blöd. Ich muss da noch was loslassen, habe ich gemerkt. Die Kinder sind erwachsen und sie müssen und können selbst mit dem Vater umgehen, ihm Grenzen setzen - oder nicht. Ich hab da nix mit zu tun. Ja, es hat mich sehr berührt, das gebe ich zu, das ist auch für mich erstmal ok. Es sind meine Kinder. Da berührt es mich, zu sehen, was das Saufen ihres Vaters mit ihnen macht. Ich bin stolz auf mich, dass ich meine Gefühle da für mich verarbeiten konnte, sie habe selbst machen und fühlen lassen. Ich kann ihnen den Schmerz nicht abnehmen.

    Das Jahr war einfach gut! Ich bin Frau Dante geworden und das fühlt sich einfach schön an. Ich lebe ein Leben, was auch sich Leben nennen kann! Ich bin. Früher dachte ich, es gäbe Happy-Ends nur in Hollywood. Nööö, ich habe mir meins selbst gemacht. Einfach, indem ich endlich mein Recht auf Glück und Leben in meinem Sinne wahrgenommen habe.

    Nächstes Jahr gibt es mehrere Highlights :D , eins davon wird die Geburt unseres 2. Enkelchen werden :D , die Erbse bekommt einen kleinen Bruder! Ich kann das alles genießen und wahr nehmen. Ich kann ausleben, was einfach nur schön und lebenswert ist.

    Jeder kann das. Jeder, der es wirklich will.

    Ein gutes, neues Jahr für alle

    Aurora

    Hallo,

    ich dachte gerade, es wäre ja die Gelegenheit für einen kleinen Rückblick. Auf dieses Jahr, was wieder so ereignisreich war für mich. Momentan bring ich aber nichts zustande, sozusagen, es muss sich wohl erstmal sortieren bei mir. Ist ja auch gut.

    Ich wünsche allen, die hier vorbeikommen in meinem Fädchen, und allen, die nicht vorbei kommen natürlich auch, ein gutes, neues Jahr!

    Aurora

    Hallo,

    liebe Speranza, danke für die Weihnachtswünsche.

    Hallo Hanna, ich habe das Gedicht noch lesen können, danke auch dir.

    Hallo Melanie, auch dir ein Danke für die lieben Worte und den Drücker. Schön, dass wir uns vorhin im Chat getroffen haben!

    Mein Weihnachten war ein wenig stressig. Denn der Ex säuft ja wieder und das macht was mit meinen Kindern. Und das wiederum macht was mit mir :?:( .

    Am letzten Mittwoch kam mein Sohn aus Magdeburg, Ex wollte ihn vom Bahnhof abholen. Tagelang vorher war er verschollen. Meine Tochter versuchte vergeblich, ihn zu erreichen, denn sie wollte ihm sagen, wann es an Heiligabend losgehen sollte bei ihr. Das alles hat was mit mir gemacht. Ich hatte Sorge wegen meines Sohnes, ob das klappt. Er wohnt ja auch die Zeit jetzt beim Ex. Ich wusste nicht, ob mein Sohn noch den Wohnungsschlüssel hat vom Ex, alles war wirr. Spätabends stand dann das Auto vom Ex da, also musste es wohl geklappt haben. Wenigstens etwas.

    Bei der Tochter hat er sich aber nicht mal gemeldet. Und ich hörte dann, dass der Ex betrunken gewesen war am Mittwoch. Und dann ab Donnerstag krank war - mit anderen Worten, er machte einen kalten Entzug. Ich hatte Wut und Sorge, all sowas, denn den Kindern ging es nicht sooo gut.

    Am Heiligabend rief dann mein Sohn hier an, er käme mit uns mit, weil der Papa nicht mitkommt, der hätte Durchfall. Aha. Mein Sohn war schon traurig darüber. Irgendwann später nachmittags rief der Ex dann doch tatsächlich endlich mal die Tochter an, um abzusagen. Sie hat wohl ziemlich geheult :( . Und ganz echt, das macht was mit mir. Es macht mich wütend. Dass er so mit den Kindern umgeht, obwohl ich weiß, es ist die Sucht. Ich habe alles gekappt, was zu kappen geht, aber die Verbindung mit den Kindern kann ich nicht kappen. Das müssen sie selbst. Aber es tut mir weh, wenn sie so traurig sind.

    Wir hatten dann aber einen schönen Abend, besser, als wäre er dabei gewesen. Und ich habe den Kindern nichts gesagt von meinen Gefühlen. Das ist meins, sie müssen alleine da was für sich sehen.

    Am 1. Feiertag tauchte der Ex doch tatsächlich bei meinen Eltern auf. Er hatte sich selbst eingeladen, meine Mutter kann ja leider nicht "nein" sagen. Er hatte einen ziemlichen Tatterich. Ich sagte nur, "es ist lebensgefährlich, solch kalten Entzug zu machen!" Er zuckte nur die Schultern, "ist doch gut gegangen." Idiot!

    Ich bin sehr wütend. Obwohl ich getrennt bin, mein Leben hier gut läuft, kann mich das Saufen des Ex doch noch beeinflussen. Indem es meine Kinder beeinflusst. Blöd ist das.

    Es haut mich nun nicht mehr vom Sockel oder sonstwas, aber es macht mir Gedanken und Wut. Ich kann zum Glück mit Dante darüber reden, er versteht es und gibt mir gutes Feedback. Das ist einfach nur gut. Und ich konnte meine Gedanken hier lassen, in meinem TB im geschlossenen Bereich. Das ist auch gut.

    Aurora

    Hallo Dia,

    gestern habe ich deinen Beitrag bei Karotte gelesen und dachte, ah schön, dat Dia ist mal wieder hier. Und schwupps, schon biste auch in deinem Fädchen.

    Und mit so vielen neuen Neuigkeiten. Sag mal, echt, bist du Oma inzwischen? Das ist ja toll!

    Ich freu mich total, mal wieder was von dir zu hören. Manches Mal haben mich deine Beiträge irgendwie gepiekt, also nicht die bei mir, überhaupt. Aber irgendwie vermisse ich sie auch, die Kommentare, die oft so genau in's Schlimme getroffen haben. Denn die haben dann auch das Hirn in Gang gesetzt...

    Ich wünsche dir und deinem Anhang schöne Weihnachten, viel Spaß mit der Flauschkugel. Lass es dir gut gehen.

    Liebe Grüße
    Aurora