Beiträge von Aurora

    Hallo Klee,

    herzlich willkommen im Forum!

    Du hast einen Vorteil, denn du wohnst nicht mit ihm zusammen. Das schafft eine gute Distanz. Dass deine Gedanken ständig um ihn, um seine Befindlichkeiten, kreisen, dass du dich und deine Belange vernachlässigst dabei, ist ein wesentliches Co-Merkmal.

    Du hast die Möglichkeit, diese um ihn kreisenden Gedanken einfach mal anzuhalten. Sie nach und nach mit schönen Dingen zu überschreiben. Indem du dich nun wieder auf dich selbst konzentrierst. Du hast eben ja auch den Vorteil der räumlichen Trennung. Du wirst ja nicht ständig damit konfrontiert. Du lebst für dich, kannst für dich planen.

    Du kannst ihm klipp und klar sagen, dass du nun aussteigen wirst. Dass du keinen Kontakt mehr haben willst, solange er nass ist. So, wie schon Matthias schreibt. Er muss nun Verantwortung für sich selbst übernehmen, du hast ja schon eine Menge an ihn wieder zurück gegeben, indem du dich nicht mehr kümmerst, für ihn wäschst und so. Das ist ein guter Schritt!

    Und dann kannst du jetzt langsam anfangen, wieder zu leben. Alte Freunde anrufen, vielleicht, Dinge unternehmen, die dir Spaß machen. Du wirst sehen, es wird dir immer besser gehen.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Hanna, ja, es fühlt sich gut an, nicht wahr! Ich find's gut, dass sich das Wohlfühlgefühl auch bei dir einstellt.

    Liebe Melanie, ja, meine Tochter muss selbst sehen, wie sie es nun handhabt. Früher war ich immer diejenige, die alles wieder harmonisiert hat, die besänftigt und vermittelt hat. Zwischen den Kindern und ihrem Vater. Ich hatte jetzt auch wieder diesen Drang, das zu tun, weil er mir leid tat... Es sind doch seine Kinder, nicht wahr?

    Aber stopp!

    Ich habe da nix mit zu tun. Er ist für sich verantwortlich und dafür, wie er das Verhältnis zu den Kindern gestalten will. Und die Kinder sind erwachsen und ich kann ihnen da auch nichts abnehmen, auch nicht die schlechten Gefühle. Da müssen sie selbst mit fertig werden. Das habe ich kapiert. Und es geht mir richtig gut damit! Ich muss ja keine Lasten mehr tragen, die nicht meine Lasten sind! Ich muss nicht meine Energie verpulvern für andere. Nicht für Dinge, auf die ich eh keinen Einfluss habe, bzw. die mich nichts angehen.

    Zu dieser Erkenntnis bin ich endlich gekommen. In den letzten Tagen. Da hat es richtig "Klick" gemacht im Oberstübchen. Und es fühlt sich leicht an in mir. Und richtig so. Meine Kinder können mit mir reden. Ich gebe ihnen das, was ich geben kann, an Infos, z.B. Ich habe auch Dante gebeten, bei Bedarf mit ihnen zu reden. Das finde ich besser, für mich.

    Aurora

    Hallo,

    @ Leonia, niemand kennt hier wahrscheinlich den Mann von Julia, aber es geht doch hier auch nicht hauptsächlich um ihn. Es geht um Julia!

    @ WinterSonne, ja, so in etwa kenne ich es auch.

    @ Matthias, ja, du hast auf einer Seite Recht. Wenn ich Zusammenhänge kenne, erkenne, kann ich besser umgehen mit der Sache. Aber ich kenne es eben auch von mir damals, dass ich mir dann da was zusammengewünscht habe. Mir gedacht habe, ach, diese Sache ist ja beim Ex nicht sooo dramatisch wie bei anderen, z.B. Bei anderen ist es ja viiiel schlimmer. Und wenn ich nur genug beobachte, kontrolliere, kann ich ihn in die richtige Richtung leiten...Und das hat mich in eine falsche Richtung denken lassen.

    Liebe Julia,

    entschuldige, dass ich hier in deinem Fädchen erstmal den anderen Leuten geantwortet habe. Ja, du hast schon eine Menge Abstand zu den Dingen deines Mannes bekommen, denn du beschäftigst dich ja mit der ganzen Angelegenheit sehr intensiv. Du willst ja was verändern, damit es dir wieder besser gehen kann. Das ist doch gut!

    Ich verstehe es schon, dass seine Belange dich noch immer auch beschäftigen. Das ist ja auch nicht unnormal, so auf Knopfdruck gehen Gefühle und Gedanken, Verhaltensmuster, leider nicht auszuschalten. Ich meine, ich habe mich gerade auch leider wieder ein wenig mit den Belangen meines Exmannes beschäftigt, obwohl wir schon 4 1/2 Jahre getrennt sind, ich inzwischen auch wieder neu verheiratet bin. Da gibt es immernoch diese Dinge im Kopf die anspringen, in bestimmten Situationen. Deshalb ist Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen wichtig.

    Ich will dich ja auch nicht ärgern mit meinem Beitrag. Sondern einfach dich aufrütteln, sozusagen. Dir was klar vor Augen führen. Denn wenn du klar was sehen kannst, kannst du auch was verändern, wenn du es willst. Ich kenne eben ja auch zu gut, was da in einem vorgeht.

    Hoffnungen, dass er es schafft. Hoffnungen, dass es bei ihm anders ist, er noch nicht abhängig ist. Hoffnungen,. dass ich es doch schaffen kann, ihn wegzubringen vom Trinken. All sowas. Es hat eben alles nix genutzt. Er hat bestimmt, wann er aufhört, genauso wie er jetzt bestimmt hat, dass er wieder anfängt... Das zu akzeptieren ist schwer! Ich hatte ja gerade jetzt wieder Schwierigkeiten damit, es zu akzeptieren. Aber es ging jetzt recht schnell bei mir, dass es wieder klick gemacht hat in meinem Kopf. Mein Abstand ist schon größer als deiner. Aber da kannst du auch hinkommen, wenn du es willst. Du kannst das schaffen!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    langsam wird es wieder ruhig und klar in mir.

    Inzwischen haben wir unser Auto :D . Das ist ein ganz wunderbares, komisches Gefühl. Ich habe gemerkt, wie frei ich mich plötzlich fühle. Eine Steigerung, es geht tatsächlich immer noch ein wenig mehr. Der letzte Zipfel, der mich mit dem Ex verbunden hat, ist gekappt. Das fühlt sich richtig gut an.

    Gestern hatte ich ein Telefonat mit meiner Tochter. Sie schüttete mir ihr Herz aus bezüglich ihres Vaters. Sie ist so hin- und hergerissen. Sie will ihn nicht anrufen, was nun mit Heiligabend ist, weil sie nicht weiß, wie er drauf ist. Ihr ist alles so unsicher. Am liebsten will sie (und ihr Mann auch) garkeinen Kontakt mit ihrem Vater, solange er trinkt. Ich habe ihr gesagt, sie kann ihm das auch so sagen, klipp und klar!

    Ich habe gemerkt, dass ich jetzt meine innere Stabilität wieder habe. Ich konnte mit ihr darüber reden und dann war gut. Ich hatte meine Emotionen bezüglich des Ex, einige Zeit lang jetzt. Nun hat sich wohl was verarbeitet und ich habe wieder den nötigen Abstand. Ich konnte verarbeiten, meine Gefühle sortieren, weil ich darüber reden, hier schreiben durfte und konnte. Weil ich offen und ehrlich damit umgegangen bin. Weil ich doch eine innere Sicherheit habe inzwischen. Es fühlt sich gut an in mir. Ich bin wieder im Hier und Jetzt, in meinem Leben, was ich jetzt habe und was mir gut tut. Das ich lebe, weil es lebenswert ist.

    Das Leben ist schön, genauso schön, wie ich es mir mache!

    Aurora

    Hallo Julia,

    du schreibst

    Zitat

    Mir geht es jetzt viel besser, dadurch, dass ich meinen Mann einfach "machen lasse" und mich nicht mehr damit beschäftige, ob er wieder getrunken hat etc.

    Darum ist das überflüssig

    Zitat

    Ist es vielleicht so, dass er die ganze Zeit schlafen will, weil er nur so das Nichttrinken aushalten kann? Das wäre interessant zu wissen.


    Was hilft es dir, das zu wissen?
    Ja, lass ihn machen. Warum er nun Schlafbedürfnis hat oder ob er nun was ändern will oder ob in China was umfällt, ist doch wurscht! Du beschäftigst dich ja doch noch ganz schön mit seinen Belangen. Das wird dich nicht weiter bringen. Denn im Endeffekt wird er es machen, wie er es will. Und das ist ok so, denn er ist erwachsen.

    Hallo Leonia , du spekulierst über den Mann von Julia, redest was schön, du kennst ihn doch garnicht. Das schürt doch unnötige Hoffnungen und wird Julia nicht weiterbringen auf ihrem Weg!

    Grüße von
    Aurora

    Hallo Speranza,

    das ist schön, dass es nun wahr ist. Du bist Häuschen-Besitzerin! Herzlichen Glückwunsch! Was für ein schönes Weihnachtsgeschenk das ist.

    Für mich ist das wieder mal ein Beispiel davon, wie es gehen kann. Wenn ich es will und bereit bin, Wege zu gehen, Veränderungen zuzulassen. Und dabei kommt dann heraus, dass das Leben schön ist, lebenswert. Es ist nie zu spät dafür, diesen Weg zu gehen.

    Viel Spaß beim Machen und Tun. Beim Planen und Einrichten.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Vincente,

    ich habe selbst diese Sylvesterfeiern noch nicht besucht, aber es gibt sie. Zumindest meine reale SHG, die Guttempler, bietet es an. Und das schon sehr viele Jahre. Auch Heiligabend kann dort verbracht werden, im Haupthaus dieser Organisation in Berlin.

    Aurora

    Hallo Inga,

    ist doch klasse, wie du es dir in deinem Zuhause gemütlich und schön machst, und wenn du Drachen magst, eben mit Drachen. Und anderen Bildern. Die du magst. Was andere darüber denken... kann dir ja wurscht sein, denn du sollst dich ja da wohlfühlen.

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende
    Aurora

    Hallo Julia,

    das Hinterherspionieren kostet echt Kraft. Mein Ex hat ja meistens zuhause getrunken. Aber auch da hatte ich diesen Kontrollzwang. Wie oft habe ich die Schränke durchsucht, in den Manteltaschen gewühlt usw. Und wenn ich was fand, war ich am Boden zerstört, fühlte mich bestätigt, machte Theater mit ihm. Sehr aufwendig war das, das Ganze! Und ich schüttete aus, versteckte auch, wenn ich was fand, all sowas. Bis ich merkte, wie blöd das ist. Es war ein Tanz, den wir veranstalteten,er versteckte, ich suchte, schüttete weg, er kaufte nach und versteckte... Da wird mir jetzt noch schwindelig...

    Bis ich merkte, es bringt nichts, es bringt mir nichts. Mir bringt es was, wenn ich diese Energie in mein eigenes Leben stecke. Es ist mir auch am Anfang nicht leicht gefallen, das zu lassen. Aber es geht immer leichter im Laufe der Zeit.

    Du schreibst

    Zitat

    Vorwürfe mache ich meinem Mann auch sehr, sehr oft, aber das bringt nichts (ich kann es aber auch nicht lassen) und bewirkt, dass er nach draußen geht und säuft (dann hat er ja wieder einen Grund).


    Du weißt ja aber auch, dass du nicht schuld daran hast, wenn er dann trinken geht! Es ist ein willkommener Grund, das ist klar. Aber er würde einen anderen finden, ansonsten. Lass dir nie einreden, du wärst schuld, denn das bist du nicht. Er will trinken, also tut er das. Egal, warum.

    Zitat

    Leider bin ich nicht so stark, wie es vielleicht in meinem Beitrag heute morgen "rüberkam".


    Ich finde schon, dass du stark bist. Denn du gehst deinen Weg jetzt doch, langsam, aber immer vorwärts. Und das ist doch, was zählt! Es gibt nicht den großen Knall und alles ist gut. Das geht alles schööööön langsam. Das ist auch wichtig und richtig so. Du machst das toll.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Melanie, ja, du hast da etwas auch für mich sehr Wichtiges angesprochen. Meine Emotionen im Falle von Exmänne sind richtig und dürfen ihren Raum haben! Sie dürfen mich aber nicht mehr handlungsunfähig machen, bzw. dazu führen, dass ich kopflos werde. Die Gefühle haben ihr Recht, da zu sein, ich darf sie auch ansehen und sagen, gut, ihr seid da, aber ihr reißt mich nicht mehr dazu hin, Dinge zu machen, die nicht meins sind.

    Ja, ich habe es selbst in der Hand, wie weit ich Dinge an mich ran lassen möchte, inwieweit Dinge mich verletzen dürfen. Ich darf immer vorher ein Stopp-Schild hochhalten. Anderen gegenüber, aber auch mir gegenüber.
    Und ich darf so sein, wie ich bin, auch voller Gefühle eben. Ich bin, wie ich bin. Und so bin ich gut.

    Liebe Melanie, danke für deine Gedanken. Sie haben mir einmal mehr was klar gemacht.

    Sylvia

    Hallo Inga,

    das finde ich sehr interessant, was du schreibst. Ich kann das gut nachvollziehen, denn so ähnlich war auch immer mein Lebensschema.

    Ich hatte Freunde, für die hätte/habe ich alles gemacht. Denen habe ich alles durchgehen lassen. Denn - ich war glücklich, wenigstens ein paar Freunde zu haben. Ich fühlte mich so klein und unwert, dass ich dachte, es ist was Tolles, dass die mich wollen. Also war ich hilfsbereit, immer offenes Ohr, immer da. Auch ungefragt, wenn's drauf ankam. Ich habe zugehört und wenig gesagt, über mich. Ich dachte, wen interessiert das schon... Ein "nein" gab es bei mir nicht.

    Und meine Exmänner, die waren auch so in der Art. Ich war glücklich, dass mich jemand wollte. Ich war (und bin) eine patente Frau. Ich kann z.B. mit der Bohrmaschine umgehen und Schränke zusammenbauen. Wie oft habe ich gewerkelt, während mein Exmann gemütlich ein Bier nach dem anderen gekippt hat... Er fand toll, wie ich so war, denn ich habe alles gemacht. Hausmütterchen, eben die "Muddi" (unter diesem Nick kam ich übrigens damals hier im Forum an).

    Ich zog diese Männer wohl an und sie mich. Denn meine Jugendliebe war auch ähnlich gestrickt. Ich fand das doch gut. Und habe gerne bemuttert. Gesorgt, alles gemacht. Damit konnte ich mir doch die Berechtigung verdienen, dass diese Männer mich wollten. Was hatte ich (meiner damaligen Meinung nach) schon zu bieten? Und "nein" sagen, das konnte ich garnicht. Ich konnte doch niemanden verärgern. Wollte immer Liebkind sein.

    Dieses Sorgen, diese Stärke, dieses Patente, das machte mich aber auch sehr stolz. Guckt her, auf mich ist Verlass! Wenn was ist, ich bin doch da und richte alles! Ich höre zu und puste den Schmerz weg... Das gab mir Selbstwert, einen Wert, den ich anders nicht spüren konnte. Dass ich wertvoll sein könnte, einfach so, das hätte ich nicht glauben können. Natürlich habe ich damit genau die Typen angezogen, die sowas toll fanden, solche Muddi, machte es doch deren Leben bequem. Und mein Leben machte es eben wert. Wir haben ja beide was davon gehabt.

    Nachdem ich diese Änderungen alle gemacht habe, nachdem ich mich auf meinen Weg hier gemacht habe, sah ich immer mehr meinen Wert, bekam immer mehr Selbstvertrauen. Und solche Männer kamen nicht mehr bei mir an. Wenn ich denke, im ersten Jahr nach der Trennung, als ich noch dauernd Kontakt mit meinem Exmann hatte, da schüttelte es mich regelrecht, wenn er wieder diese "Kleine-Buben-Masche" anfing, anfing, auf hilflos zu machen. Das funktionierte plötzlich nicht mehr.

    Dante, mit dem ich jetzt verheiratet bin :D , ist da völlig anders. Na klar, ein wenig muddimäßig bin ich noch, verwöhne gerne. Aber inzwischen kann ich auch annehmen, mich verwöhnen zu lassen. Ich muss nicht mehr die Starke, Patente sein. Die Übermuddi. Das will er garnicht, ich auch nicht mehr. Denn ich weiß, ich bin was wert und ich muss mir hier nix verdienen. Er ist erwachsen und kann selbst für sich sorgen. Als erstes hat mich damals beeindruckt, wie ernsthaft er mit sich selbst ist, wie er mit seiner Krankheit umgeht. Wie er mich behandelt hat, wie eine Frau, wie er mich ernst in meinen Dingen nahm, auf gleicher Augenhöhe. Und dann kann er kochen :shock: , wow, er hat mich damals eingeladen und hat gekocht :shock: , er kann Wäsche waschen :shock: , staubsaugen :shock: , sieht, wo was aufgeräumt werden muss, macht das ganz alleine...jibt's denn sowatt... :lol: .

    Er braucht keine Muddi, und ich brauch keinen Bubi mehr. Ich möchte einen Mann haben. Das habe ich wohl ausgestrahlt, irgendwie. Menschen strahlen was aus, durch ihre Mimik, durch ihre Sprache, durch die Körperhaltung. Da ziehen sich Typen wirklich magisch an. Weil da alte Muster gelebt werden. Und alte Muster vermitteln was Vertrautes. Auf beiden Seiten. Wenn du dich veränderst, die alten Muster langsam abbbaust bzw. umbaust , wirst du auch nicht mehr solche Typen anziehen. Einfach, weil sie auch für dich uninteressant werden. Also wäre Dante so ein Muddisöhnchen gewesen, er wäre nicht mein Mann, heute. Ein Muddisöhnchen hatte ich lange genug, ich war auch lange genug Muddi. Jetzt bin ich Frau! Nicht Weibchen, auch nicht Emanze. Einfach Frau. Ich darf heulen und zicken. Ich darf Schränke zusammen bauen, wenn es sich ergibt. Ich darf aber auch all diese Sachen abgeben und machen lassen.

    Und ich habe einige Freunde von damals nicht mehr, ich habe neue dafür. Welche, mit denen ich auf Augenhöhe stehe...

    Für mich haben all diese Dinge sehr viel mit dem Selbstwert, dem Selbstvertrauen zu tun. So, und nun habe ich dich schööön vollgetextet. Vielleicht kannst du was damit anfangen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    mein Wochenende war schön. Am Sonnabend waren meine Tochter nebst Anhang und ich, Dante musste leider arbeiten :( , bei meinem Sohn in Magdeburg. Ich war ja gespannt mal zu sehen, wie er jetzt wohnt. Er wohnt nicht schlecht, ein schönes, saniertes Haus. Er selbst hat aber alles sehr spärlich eingerichtet, er meint, er wolle ja da nicht sooo lange wohnen.

    Wir haben eine schöne Runde gedreht, das Erbschen hat alle auf Trab gehalten. Das macht so viel Spaß mit der Kleinen. Manchmal ist es aber auch anstrengend, ich geb's zu...

    Abends waren wir da noch auf dem Weihnachtsmarkt, das Drumherum, also die Gebäude, der Lichter- und Weihnachtsschmuck, war sehr schön. Der Markt an sich hatte mehr Fress- und Saufbuden, als alles andere :? . Na ja...

    Gestern gab es einen Ruhetag. Ich brauche momentan solche Tage sehr. Mich beschäftigt schon noch immer ab und zu die Exmänne-Geschichte. Und wie die Kinder damit umgehen. Es lässt mich nicht ganz kalt. Aber ich weiß, ich muss da loslassen. Auch die Kinder müssen da alleine mit fertig werden, ich kann ihnen da nichts abnehmen. Sie sind erwachsen.

    Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es ist mir egal. Da ist schon auch Mitleid für den Ex in mir. Wenn meine Tochter sagt, sie will ihn nicht sehen, weil sie nicht weiß, wie er ankommt. Ich bin eben eine Frau mit vielen Emotionen. Es gibt sicher auch Menschen, die sagen, nach mir die Sintflut und mir ist alles wurscht. Ich kann das nicht so. Ich denke schon drüber nach und verarbeite die Dinge. Das kann und will ich an mir auch nicht ändern. Ich bin einfach so. Eine Frau mit vielen Emotionen.

    Heute geht es mir gut, ich habe das Wochenende genossen, auch wenn eben da Emotionen mit dabei waren, die ich lieber nicht gehabt hätte. Ich konnte sie rauslassen, drüber reden und nachdenken und was für mich verarbeiten dabei.

    Diese Woche fängt gut an, heute hat mein Vater Geburtstag. Da gehen wir nach der Arbeit noch rüber. Langsam beginnt sich auch ein Weihnachtsfeeling einzustellen.

    Alles in allem bin ich zufrieden. Und morgen gibt es hoffentlich endlich das Auto!

    So viele Dinge zur Zeit, die mich bewegen. Ich nehme es hin und denke, na ja, ich lebe eben.

    Aurora

    Hallo RöntgenBlick,

    ich sehe mich nicht als Expertin, sondern als Frau, die in Coäbhängigkeit viele Jahre mit einem Alkoholiker, der nass war, zusammen lebte. Ich habe eine Menge über Coabhängigkeit, über meine Coabhängigkeit, gelernt, aber auch über Alkoholiosmus.

    Du fragst

    Zitat

    Ist es also möglich, dass ein mehrfach entgifteter Mensch wieder kontrolliert trinken kann?


    Nein! Wenn er Alkoholiker ist, egal ob Spiegeltrinker oder sonstwas, kann er das nicht!

    Du sagst

    Zitat

    Ich habe versucht, mich zu distanzieren, will es aber eigentlich nicht, wozu auch,


    Was willst du denn? Willst du nur wissen, ob er nun trinkt oder nicht? Das kann dir hier niemand sagen. Hier kannst du lernen, dir ein glückliches Leben aufzubauen, durch Erfahrungsaustausch und Selbstreflektion kannst du da viel erreichen mit dieser SHG hier.

    Wenn du aber meinst, es ist gut so für dich, wie es ist, ist es auch ok.

    Du schreibst

    Zitat

    Es wäre wirklich Super nett, wenn mir jemand mit Erfahrung etwas über dieses Verhalten sagen könnte


    Ich sehe mich schon so, dass ich etwas Erfahrung habe, denn ich gehe meinen Weg schon seit mehr als 4 Jahren. Ich kann dir eine Menge sagen, über Verhalten, über dein Verhalten. Es liegt an dir, du musst wissen, was du für dich willst. Denn nur das kannst du beeinflussen. Ihn nicht!

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Julia,

    ja, ich kann das gut nachvollziehen, mit der Hoffnung. Ich hatte diese Hoffnungen ja auch mal, damals. Heute stehe ich an einer neuen Position und kann sehen, dass mich diese Hoffnungen lange festgehalten haben, mich starr gemacht haben. Hinter diesen Hoffnungen habe ich mich versteckt, weil ich zu feige war, für mich Position zu ergreifen, für mich aktiv werden zu können. Hinter diesen Hoffnungen habe ich versteckt, dass ich selbst zu feige war, was zu ändern...

    Konsequent zu sein ist wirklich schwer. Aber es ist eine Übungssache. Wenn du ein paar Mal konsequent warst wirst du merken, dass es für dich gut ist! Egal, was passiert, auch wenn das Ergebnis für dich negativ sein kann, trotzdem fühlt es sich gut an. Einfach, weil du für dich selbst eingestanden hast. Durchziehen konntest, was du wolltest.

    Ja, die Lügen sind schlimm! Er redet sich da selbst was schön, hat sicher auch Angst. Das ist eben so. Das ist seins. Ich finde es gut, dass du da jetzt so konsequent durchziehen willst, was du dir vorgenommen hast. Ich drück die Daumen, du schaffst das!

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Spritti,

    es dreht sich hier in deinem Fädchen bisher hauptsächlich um die Dinge deines Mannes :roll: ... Hey, ich schreib's nochmal, hier soll es in erster Linie um dich gehen! Dein Mann ist alt genug, sich selbst Hilfe zu suchen. Dass er hier auch im Forum ist, ist eine zwiespältige Sache.

    Du schreibst mir, was du damals mal für dich gemacht hast. Du warst sogar bei einer Psychologin. Meinst du, das hat dich weiter gebracht? Da hast du eine zeitlang mehr Druck gemacht, ihm gedroht, dich zu trennen. Er hat reagiert, wie es meistens dann so ist, er hat sich mit dem Saufen zurückgehalten und abgewartet, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Ich kenne das zu gut...

    Du schreibst nun, dass du weg sein wirst, sollte er nicht durchziehen, was er sich vorgenommen hat. Hast du ihm das konkret gesagt? Du weißt, dass es wichtig ist, da konsequent zu sein. Wenn er es nicht schaffen sollte. Es ist wichtig, dass du zusiehst, für dich selbst auch was zu machen. Denn dafür bist du verantwortlich, für dich. Und deine Kinder.

    Er ist erwachsen und muss seine Dinge selbst regeln. Du rennst überall mit ihm hin und machst und tust. Über dich schreibst du

    Zitat

    dass ich ein Problem habe, das weiß er selbst, aber ich will ihn ungern damit belasten.


    Warum meinst du, dass du das nicht solltest, ihn mit deinen Problemen belasten, woher weißt du denn überhaupt, ob es ihn belastet... Für ihn rennst du rum, suchst hier sogar Hilfe, für dich selbst siehst du das nicht so, willst ihn nicht belasten. Bist du weniger wert?

    Hm, unbequeme Fragen, ich sehe es ja ein. Aber ich möchte dich damit zum drüber nachdenken anregen.

    Viele Grüße
    Aurora

    Huhu Melanie,

    Zitat

    FREU ICH MICH!!!!!! so sehr!!!!


    Oh ja, das kann ich mir vorstellen! Ist doch auch toll, wenn es wieder ein Stück weit vorwärts geht. Und sich neue Türen öffnen. Glückwunsch zum neuen Arbeitsbereich.

    Ich freu mich mit dir mit.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Else,

    ich sag dir mal hallo hier, im Forum.

    Du schreibst

    Zitat

    ich weiss ,dass es schwer ist aufzuhören und ich weiss auch,dass nur er alleine was dagegen machen kann,mittlerweile..


    Soweit, so gut. Das ist schon eine gute Erkenntnis! Er ist für sich selbst zuständig.

    Und du? Nun bist du ja hier gelandet. Was hast du denn für dich vor, weiterhin?

    Viele Grüße von
    Aurora

    Hallo Spritti,

    willkommen im Forum.

    Du schreibst nur die ganze Zeit was über deinen Mann. Überhaupt bist du ja nur hier, um für deinen Mann was zu erfahren. Schreibst du. Denn:

    Zitat

    Nicht ich habe das Problem sondern mein Mann

    Hm...

    Wenn dein Mann Probleme hat, muss er sich doch auch selbst darum kümmern. Er ist doch erwachsen, oder? Warum meinst du, du müsstest das machen? Hier bist du in der Abteilung für Angehörige, Coabhängige, deshalb soll es jetzt hier mal auch um dich gehen!

    Ich frag mal. Wie geht es dir zur Zeit? Welche Gefühle hast du? Dein Mann will ja jetzt was machen, schreibst du. Und du? Hast du auch was für dich vor? Meinst du, du kannst was für dich machen?

    Grüße von
    Aurora