Hallo Befreiung,
nun hör mal auf, dich zu ärgern und als "Weichei" zu bezeichnen. Damit kommst du nun auch nicht weiter
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Wie lange hat es bei mir gedauert...
. Das ist schwer zu sagen. Aber vom Entschluss, von meinem Tiefpunkt an wo ich dachte, ich geh kaputt, wenn jetzt nicht was passiert, hat es erstmal nicht mehr lange gedauert. Mein Tiefpunkt war so ca. im Februar 2007, im Mai fing ich an, mir eine Wohnung zu suchen. Im Juli bin ich ausgezogen. Was hätte mir alles sonst genutzt? Ich wusste dann endlich, ich muss jetzt was machen, ich muss jetzt was machen... Sonst hänge ich noch in 20 Jahren da rum und bin alt, verhärmt, krank, illusionslos... oder tot.
Mein Ex fand das natürlich garnicht lustig, dass ich plötzlich konkret wurde und ernsthaft. Er trank noch viel mehr als vorher. Seine Sippe habe ich im Mai aus meinem Leben rauskatapultiert, ich konnte sie einfach nicht mehr ertragen, sie gaben mir zudem natürlich die Schuld an allem. Das war mir dann aber endlich auch sowas von egal, endlich! Ich schreibe endlich, denn all die Jahre vorher wollte ich immer ein gutes Bild machen, gut dastehen, als die Gute, Starke, Tolle, Verständnisvolle. Und ich habe alles deshalb mit mir machen lassen...
Mein Exmann sah, dass ich ernst machte und wurde trocken. Als ich auszog. Denn auch das hatte ich eingesehen, ich kann ihn nicht rausschmeißen, die Wohnung gehörte ihm ja genauso. Ich habe mir meine Finanzen überschlagen und für mich was gesucht. Anders ging das nicht! Hätte ich auch da wieder alle Wenn's und Aber's gehabt, würde ich wohl auch heute da noch hängen... Es war eine Einschränkung finanzieller Art! Aber hallo! Ich lebte im Vollen, mit meinem Exmann, alleine lebte ich ganz bescheiden. Wie gesagt, finanziell. Aber ich war sowas von erleichtert und immer glücklicher.
Der Exmann wurde also trocken und meine Teufelchen schlugen ganz schön zu. Denn nun war er nüchtern, das, was ich mir immer gewünscht hatte. Und ich versuchte, da wieder Gemeinsamkeiten und Liebe zu finden. Das hat ca 1 Jahr nochmal gedauert bis ich einsah bzw. ehrlich sein konnte zu mir selbst, dass da nichts mehr war an Gefühlen. Bei mir. Da hat er natürlich schon nicht glücklich reagiert, verschiedene Versuche gemacht, mich unter Druck gesetzt. Und ich hatte auch schon Angst, er könne dadurch wieder rückfällig werden. Aber ich wusste dann, das ist seins, nicht meins. Wenn er trinken will, wird er das machen, egal, was da ist. Ich habe das nicht in der Hand und auch keine Schuld daran.
Zitat
Man wird schnell verurteilt, wenn man seine Reden nicht in die Tat umsetzt
Mit "man" meinst du sicherlich dich. Ja, es ist so, wenn ich dich jetzt richtig verstehe, dass du verurteilt wirst, wenn du nicht konsequent bist. Von deinem Mann, wobei er dich nicht verurteilt, sondern dich einfach mal nicht mehr ernst nimmt. Und alle anderen auch nicht, die das mitbekommen, was da abgeht. Oder meinst du hier im Forum? So schnell verurteilt dich hier keiner, ich glaube, es gibt hier genug Menschen, die nachvollziehen, was in dir abgeht. Wichtig ist doch, dass du dich sortierst und zu einem Entschluss kommen kannst. Und den dann auch umsetzt. Denn nur so kann sich was verändern. Wenn du weitermachen willst wie bisher wird dich hier niemand verurteilen, auch das ist deine Entscheidung. Nur dann wird dich ein Austausch hier nicht weiterbringen können. Verstehst du, wie ich das meine? Das meine ich nicht böse, sondern es ist einfach Fakt.
Was hast du als nächsten Schritt geplant? Du schreibst ja selbst
Zitat
Du empfindest es also so. Das ist ein Ansatz. Du merkst, dass was passieren muss. Nach Wohnungen guckst du ja schon. Müssen 2.5 Zimmer sein? Oder kannst du da auch locker werden und dir was anderes vorstellen, z.B. 2 Zimmer? Du schreibst, dass du bei der Diakonie in Beratung bist, haben die denn vielleicht Verbindungen, Adressen? Oder in deinem Sportclub, vielleicht kannst du da eine Wohnungs-Suchmeldung aufhängen oder irgend wie sowas in der Art. Es gibt viele Möglichkeiten.
Liebe Befreiung, jetzt habe ich dir eine Menge geschrieben...
Und das
Zitat
dabei ist mir fast die Pizza verbrannt. Eine Hälfte war auf jedenfalls hin
tut mir leid... 
Menno, verbrannte Pizza.
Ich bin nicht beneidenswert. Ich habe es geschafft, wie viele andere auch! Und ich möchte hier aufzeigen, dass es machbar ist, ein zufriedenes, ausgefülltes Leben leben zu können. Das schreibe ich immer wieder! Aber - machen musst du selbst.
Liebe Grüße
Aurora