Beiträge von Aurora

    Hallo Chrissy,

    erstmal sag ich dir guten Tag hier im Forum. Schön, dass du da bist.

    Ich kann es schon verstehen, dass du nun da sitzt und dich verrückt machst. In deinen Gedanken dreht sich ja alles um ihn. Und du fühlst dich sicher benutzt und irgendwie entsorgt zur Zeit...

    Nun wird es Zeit, dass du überlegst, was du für dich willst. Er scheint sich nicht entscheiden zu können, wohin sein Weg gehen soll. Ob er wieder trinken wird, sich mit der anderen Frau einlässt usw. Für ihn ist ja alles offen und er weiß, du empfängst ihn mit offenen Armen, oder?

    Da ist es jetzt an dir, da zu sehen, was du willst. Ihm ein paar Grenzen zu setzen. Oder willst du sitzen und warten, bis er sich wieder herablässt? Bis er meint, du bist nun wieder mal an der Reihe? Du überlässt ihm ja damit die Zügel für dein Leben, für dein Wohlbefinden. Ob es dir gut geht, hängt anscheinend von ihm ab.

    Wie lange willst du das noch so machen? Dich so abhängig machen von ihm und seinen Dingen? Es gibt doch so viel schöne Dinge auf der Welt. Er nimmt sich das Recht, sein Leben nach eigenem Gefühl zu gestalten. Das ist ja auch sein gutes Recht. Dein gutes Recht ist es aber auch, dich gut fühlen zu dürfen. Darum ist es doch ratsam, ihn direkt anzusprechen. Zu sagen, dass es dir nicht passt, wie er mit dir umgeht. Und dass du dir überlegst, wie du nun weitermachen willst...

    Willst du weiterhin warten, wann er Zeit für dich hat? Willst du weiterhin gucken, ob und wo Lichter brennen? Oder willst du Leben und dich wohl fühlen...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Desperate,

    ich wünsche dir alles Gute nachträglich zum Geburtstag!
    Ich freue mich mit dir, dass du deinen Tag so genießen konntest. Ich kann das gut verstehen, es geht mir noch heute so, dass solche Dinge nicht selbstverständlich sind. Dadurch genieße ich alles noch intensiver.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Rhein,

    willkommen im Forum!

    Du hast ja schon viele Schritte inzwischen unternommen. Du hast dich getrennt, weil die Situation mit deinem Partner nicht mehr erträglich für dich war. Das ist ein wichtiger Schritt, das ist toll, dass du den geschafft hast. Auch wenn es weh tut, irgendwie.

    Ich finde es auch gut, dass du dir Hilfe geholt hast, dich hast beraten lassen. Und dass du hier bist. Denn hier sind sozusagen auch "Experten", damit meine ich, hier sind Menschen, die das nachvollziehen können, was dich so umtreibt. Denn wir waren oder sind ja in ähnlichen Lebenssituationen gewesen, der eine länger, der andere kürzer.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch
    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Speranza,

    ich sag dir auch mal Guten Tag hier im Forum. Du bist ja schon ein paar Tage hier und ich habe dein Fädchen hier mitgelesen.

    Es ist gut, dass du den Absprung nun geschafft hast! Das ist so schwierig. Aber du hast es geschafft. Es ist nie zu spät, was zu verändern, was dir nicht - mehr - gut tut.

    Ich bin gespannt, wie es voran geht mit der Einrichtung deines neuen Zuhauses! Ich weiß noch, wie spannend es für mich war damals, ich konnte endlich alles genau so machen, wie ich es wollte. Das war toll und hat mir sehr geholfen, um über die erste Zeit zu kommen. Denn es war auch schon komisch, ich hatte vorher mehr als 20 Jahre da drüben mit meinem Exmann gewohnt. Es hat schon gedauert, bis ich dann hier angekommen bin.

    Ich wünsche dir viel Spaß beim Planen, Renovieren, Einrichten.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Huhu,

    liebe Nici, jetzt hast du mich ganz verlegen gemacht mit deinen lieben Worten, aber ich freue mich sehr darüber. Ich freue mich, wenn mein Weg auch anderen Menschen Mut machen kann. Es zu schaffen.

    Momentan habe ich viel in meinem TB im geschlossenen Bereich geschrieben, ich hatte auch einige Dinge zu bearbeiten, die meine Urfamilie betreffen. Da konnte ich aber endlich auch klar hinsehen. Das hat sehr, sehr weh getan, das Hinsehen, das Erkennen der alten Muster. In die ich wieder zurück gezogen werden sollte. Ich konnte da gegensteuern, aber dazu musste ich eben hinsehen. Ehrlich sein. Den Schmerz zulassen. Dadurch hat sich nun vieles klären können. Für mich, aber auch für meine Urfamilie. Das tut mir gerade unheimlich gut, das zu spüren. Auch da meine Schritte machen zu können. Es geht immer eins nach dem anderen. Ich hätte es wohl keinen Tag eher geschafft als jetzt, das so klar und deutlich sehen zu können, es annehmen zu können. Alles braucht seine Zeit. Und es dauert, solange es dauert.

    Liebe Nici, ich freue mich riesig auf dich, im geschlossenen :D . Da gibt's ja noch mehr Erbschen-Geschichten und auch Fotos, auch von "Schlaflos in Berlin" :lol: .

    Aurora

    Hallo,

    lieber Matthias, mal sehen, was aus dem kleinen Knirps mal wird? Schlammcatcherin? Balletttänzerin? Iiiitarristin? :lol: .

    Hallo Grazia, hm, ich glaube, da wäre ein Schlagzeug noch besser, oder? *kleiner Scherz* :lol:8) .

    Weißt du, Grazia, bei mir ist es irgendwie schon anders oder es ist anders. Mit diesen Gedanken an damals. Inzwischen ist es so.

    Es gab Zeiten, ganz am Anfang nach der Trennung, da hat alles weh getan und ich war froh, da raus zu sein. Ich konnte erkennen, welche Muster ich gelebt hatte und das tat weh. Und wie! Dann war der Exmann trocken. Das gab auch Probleme.

    Auf einmal war er wieder "normal", na ja, einigermaßen, auf alle Fälle nüchtern und ansprechbar. Und er bemühte sich, irgendwie. Da was zu sein, was er garnicht war. Denn das habe ich damals oft gesagt und gedacht, das, was er macht, fühlt sich nicht echt an für mich. Da kam nix rüber.

    Und im Laufe der Aufarbeitung, Erkennung in meiner Therapie sah ich ihn auch wieder als das, als was ich ihn kennengelernt hatte. Das machte mich traurig, wie viel Träume hatte ich damals gehabt, welche Wünsche, welche Lebensvorstellung. All sowas. So richtig bewusst wurde mir das nochmal, als ich die Scheidung einreichte und schwarz auf weiß da stand, dass ich mich scheiden lassen will. Da ging es mir sehr schlecht, den einen Tag damals, da war nur Trauer in mir. Das war aber gut so, ich habe damals einen ganzen Tag lang geweint, um alles, um mich, um meine jungen Jahre, um all die Liebe, die ich mal gespürt hatte und meinte, auch von ihm zu spüren. Ich weinte um all diese Zeiten, um meine Träume, um die Gefühle und das Glück, was ich ja mal gespürt hatte. Ich habe ja mal gedacht, mit meinem Exmann alt zu werden... Ich meine, sonst hätte ich ihn nicht geheiratet und 2 Kinder mit ihm gezeugt. Das habe ich aus vollem Bewusststein getan!

    Nun sind diese alten Gedanken noch anders. Sie tun nicht mehr weh, es ist auch keine Trauer mehr. Diese alten Zeiten sind Bestandteil meines Lebens. Sie haben mich auch geprägt. Und sie waren auch durchaus lebenswert und gut, damals. Es war ja nicht immer nur schlecht, bzw. habe ich mich auch wohl gefühlt damals und es so gelebt, wie ich es verstanden habe. Ich bin nicht mehr wütend auf all das, nicht mehr beschämt, nicht mehr traurig.

    Denn ich lebe jetzt. Und jetzt lebe ich so glücklich wie niemals zuvor. Ich habe einen Mann an meiner Seite, mit dem ich so viel Glück erlebe. So viel Verständnis. Wir haben auch unsere Probleme, aber wir gehen damit um. Da wird geredet, offen. Tolerant. Da wird nicht verschwiegen oder versoffen, so wie damals mit dem Exmann. Wir stellen uns den Dingen. Ich muss mich nicht mehr klein machen, ich lass mich nicht mehr klein machen. All das habe ich gelernt, aus meinen alten Dingen. Nämlich, dass ich so nicht mehr sein will, nicht mehr leben will.

    Ich habe durchaus meine Rückschritte, Rückfälle in altes Verhalten. Aber ich kann es erkennen und gegensteuern. Und das macht mich frei.

    Aurora

    Hallo Jennyli,

    ich verstehe dich schon.

    Aber ich schließe mich voll Spedi an! Und Matthias!

    Dein Mann hat sich selbst da reingebracht. Und nun muss er mal einfach die Konsequenzen seines Handelns aushalten. Du lässt dir da Energie rausziehen, die du besser für dich verwenden kannst. Denn bewirken können wirst du nichts, bei deinem Mann. Und Therapie und diese Sachen kannst du auch nicht beschleunigen, das dauert eben, wie es dauert. Es warten ja nicht alle auf deinen Mann...

    Na klar heult er jetzt rum. Und er drückt da den super Co-Knopf bei dir! Mitleid, dich verantwortlich fühlen. Aber er ist erwachsen, er ist zuständig für seine Handlungen. Er hat sich selbst in diese Situationen gebracht. Und nur er selbst kann sich da rausbringen, wenn er es ernst meint.

    Pass auf dich auf, du bist für dich verantwortlich. Nur das hast du in der Hand.

    Grüße von
    Aurora

    Hallo Befreiung,

    nun hör mal auf, dich zu ärgern und als "Weichei" zu bezeichnen. Damit kommst du nun auch nicht weiter :wink: .

    Wie lange hat es bei mir gedauert... :roll: . Das ist schwer zu sagen. Aber vom Entschluss, von meinem Tiefpunkt an wo ich dachte, ich geh kaputt, wenn jetzt nicht was passiert, hat es erstmal nicht mehr lange gedauert. Mein Tiefpunkt war so ca. im Februar 2007, im Mai fing ich an, mir eine Wohnung zu suchen. Im Juli bin ich ausgezogen. Was hätte mir alles sonst genutzt? Ich wusste dann endlich, ich muss jetzt was machen, ich muss jetzt was machen... Sonst hänge ich noch in 20 Jahren da rum und bin alt, verhärmt, krank, illusionslos... oder tot.

    Mein Ex fand das natürlich garnicht lustig, dass ich plötzlich konkret wurde und ernsthaft. Er trank noch viel mehr als vorher. Seine Sippe habe ich im Mai aus meinem Leben rauskatapultiert, ich konnte sie einfach nicht mehr ertragen, sie gaben mir zudem natürlich die Schuld an allem. Das war mir dann aber endlich auch sowas von egal, endlich! Ich schreibe endlich, denn all die Jahre vorher wollte ich immer ein gutes Bild machen, gut dastehen, als die Gute, Starke, Tolle, Verständnisvolle. Und ich habe alles deshalb mit mir machen lassen...

    Mein Exmann sah, dass ich ernst machte und wurde trocken. Als ich auszog. Denn auch das hatte ich eingesehen, ich kann ihn nicht rausschmeißen, die Wohnung gehörte ihm ja genauso. Ich habe mir meine Finanzen überschlagen und für mich was gesucht. Anders ging das nicht! Hätte ich auch da wieder alle Wenn's und Aber's gehabt, würde ich wohl auch heute da noch hängen... Es war eine Einschränkung finanzieller Art! Aber hallo! Ich lebte im Vollen, mit meinem Exmann, alleine lebte ich ganz bescheiden. Wie gesagt, finanziell. Aber ich war sowas von erleichtert und immer glücklicher.

    Der Exmann wurde also trocken und meine Teufelchen schlugen ganz schön zu. Denn nun war er nüchtern, das, was ich mir immer gewünscht hatte. Und ich versuchte, da wieder Gemeinsamkeiten und Liebe zu finden. Das hat ca 1 Jahr nochmal gedauert bis ich einsah bzw. ehrlich sein konnte zu mir selbst, dass da nichts mehr war an Gefühlen. Bei mir. Da hat er natürlich schon nicht glücklich reagiert, verschiedene Versuche gemacht, mich unter Druck gesetzt. Und ich hatte auch schon Angst, er könne dadurch wieder rückfällig werden. Aber ich wusste dann, das ist seins, nicht meins. Wenn er trinken will, wird er das machen, egal, was da ist. Ich habe das nicht in der Hand und auch keine Schuld daran.

    Zitat

    Man wird schnell verurteilt, wenn man seine Reden nicht in die Tat umsetzt


    Mit "man" meinst du sicherlich dich. Ja, es ist so, wenn ich dich jetzt richtig verstehe, dass du verurteilt wirst, wenn du nicht konsequent bist. Von deinem Mann, wobei er dich nicht verurteilt, sondern dich einfach mal nicht mehr ernst nimmt. Und alle anderen auch nicht, die das mitbekommen, was da abgeht. Oder meinst du hier im Forum? So schnell verurteilt dich hier keiner, ich glaube, es gibt hier genug Menschen, die nachvollziehen, was in dir abgeht. Wichtig ist doch, dass du dich sortierst und zu einem Entschluss kommen kannst. Und den dann auch umsetzt. Denn nur so kann sich was verändern. Wenn du weitermachen willst wie bisher wird dich hier niemand verurteilen, auch das ist deine Entscheidung. Nur dann wird dich ein Austausch hier nicht weiterbringen können. Verstehst du, wie ich das meine? Das meine ich nicht böse, sondern es ist einfach Fakt.

    Was hast du als nächsten Schritt geplant? Du schreibst ja selbst

    Zitat

    Es wird zeit für Taten


    Du empfindest es also so. Das ist ein Ansatz. Du merkst, dass was passieren muss. Nach Wohnungen guckst du ja schon. Müssen 2.5 Zimmer sein? Oder kannst du da auch locker werden und dir was anderes vorstellen, z.B. 2 Zimmer? Du schreibst, dass du bei der Diakonie in Beratung bist, haben die denn vielleicht Verbindungen, Adressen? Oder in deinem Sportclub, vielleicht kannst du da eine Wohnungs-Suchmeldung aufhängen oder irgend wie sowas in der Art. Es gibt viele Möglichkeiten.

    Liebe Befreiung, jetzt habe ich dir eine Menge geschrieben...
    Und das

    Zitat

    dabei ist mir fast die Pizza verbrannt. Eine Hälfte war auf jedenfalls hin

    tut mir leid... :wink::lol: Menno, verbrannte Pizza.
    Ich bin nicht beneidenswert. Ich habe es geschafft, wie viele andere auch! Und ich möchte hier aufzeigen, dass es machbar ist, ein zufriedenes, ausgefülltes Leben leben zu können. Das schreibe ich immer wieder! Aber - machen musst du selbst.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    da bin ich mal wieder.

    Die letzte Woche war schon etwas aufregend für mich. Mein Sohn geht ja nun nach Magdeburg zum Studieren, endlich hat er dort auch eine Wohnung gefunden. Für mich bedeutet das wieder, ein Stück mehr loslassen, denn er ist ja dann schon weiter weg... Da kommt doch glatt die Muddi wieder raus aus mir... :? . Na ja.

    Das Wochenende war sehr schön, das Wetter ist ja wirklich einmalig zur Zeit. Wir haben am Sonnabend einen schönen Spaziergang im Britzer Garten gemacht, waren was essen und sind dann noch bissi rumspaziert. Ich hatte das Gefühl, ich will mir so viel Licht und Sonne, Luft konservieren, wie es geht. Gestern waren wir dann bei den Kindern im Garten, Dante hat geholfen, Laubsäcke zu füllen, ich habe mich um die Erbse gekümmert. Was mir garnicht schwer gefallen ist :wink::D . Das kleine Ding ist einfach für mich etwas Wunderbares. Nun wünscht sie sich zum Geburtstag "eine Iiiiiitarre! Dann kann ich was vorsingen." Soso. Das meint sie so einfach, das Erbschen. :lol:

    Mal sehen, was nun diese Woche bringt.

    Aurora

    Hallo Befreiung,

    willkommen erstmal im Forum!

    Du schreibst

    Zitat

    Mich ärgert es schon, dass ich Hilfe suchen muss


    Warum ärgert dich das denn?

    Ich stimme dir da zu, dass es sehr schwer ist, eine Trennung zu vollziehen, sich abzulösen. Sowas geht auch nicht von heute auf morgen. Aber sich zu trennen bedeutet auch, Veränderungen durchzumachen, bzw. durch Veränderungen kannst du immer besser eine Loslösung machen.

    Wenn du dich jetzt veränderst, werden auch die Menschen um dich rum das immer mehr merken. Und sie werden darauf reagieren. Und zwar nicht immert positiv, das ist ja klar! Menschen mögen nicht so gerne Veränderungen. Darüber musst du dir im Klaren sein. Du wirst nicht immer auf Freude stoßen mit dem, was du machst.

    Zitat

    Dann bin ich der Buhmann. Das ist purer Selbstschutz. Das ganze geht nach hinten los und ich muss das Mobing aushalten.


    Das wird schon so sein, dass du auch was aushalten musst. Was ist daran so schlimm, was macht dir daran Angst? Handlungen ziehen immer Konsequenzen nach sich.

    Meinst du wirklich, es ist Selbstschutz, nicht klar und deutlich zu sagen, was dich bewegt und was du vorhast? Was dich bedrückt?

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Joanne,

    meine Vorschreiberinnen haben es dir ja auch schon geschrieben. Ich mach's einfach noch mal. Du bist nicht daran Schuld, und du hast auch keine Verantwortung!

    Das ist die Sucht, die ihn so empfinden lässt. Mein Exmann hat auch so rumgeheult, erbärmlich, mir hat es mein Herz zerissen. :cry: . Zum Schluss, als ich schon dabei war, mich zu trennen, war es ganz schlimm. Er hat es sicherlich in seinem Alkoholdunst auch so verzweifelt empfunden, aber ich war ebenso verzweifelt. Und hatte erkannt, dass ich eben nur mich retten kann. Ihn nicht!

    Er ist erwachsen. Du musst da keine Verantwortung tragen für ihn. Er tut dir leid, das verstehe ich schon. Aber er kann doch was machen! Er hat es in der Hand, etwas für sich zu tun! Wenn er es will. Du schreibst

    Zitat

    ich muss ihn gehen lassen,damit er sich wieder findet,sich und seine Welt
    aber wo soll er diesen Platz finden


    Das ist doch seine Aufgabe, sein Weg. Er muss doch den Platz, wo er sich wohlfühlt, selbst finden, oder? Woher willst du denn wissen, wo und wie er sich wohl fühlt? Und wenn sein Platz eben der im Suchtdunst ist, dann ist es für ihn auch ok. Es ist sein Recht, so zu leben, wie er es will. Alles andere ist deins!

    Und du hast ebenso das Recht, so zu leben, wie es für dich schön ist. Ist dein Leben schön, gerade, die ganze Zeit? Stehst du morgens auf und denkst, ein neuer, wunderbarer Tag beginnt? Oder überschwemmt dich erstmal eine Welle der Angst, des Ungewissen, der Verantwortung, des Mitleids?

    Zitat

    Also ich merke das ich langsam verrückt werde


    Ja, das habe ich auch mal gedacht. Und das hat mich dann handeln lassen. Für mich. Das hat weh getan, erstmal, dieses Handeln. Es hat Mut gekostet und Energie. Aber es hat mich rausgetragen aus diesem Verrückten.

    Was hast du vor, was ist dein nächster Schritt? Was bist du bereit, endlich für dich zu machen. Als Anfang?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Melanie,

    ich kann gut nachvollziehen, wie es dir geht.

    Zitat

    das ich mich dennoch darüber freue und mein glück im moment eben selbst kaum fassen kann, das es mir endlich einmal im leben gut geht, das bring ich sehr wohl zum ausdruck. klar, ich bin 40 jahre als und bis dahin war mein leben eben ein reines kriegsgebiet im kampf gegen alkohol und sucht. das ich diesen kriegsschauplatz nun verlassen habe und nun in frieden leben kann macht mich zufrieden und darüber freu ich mich sehr.

    Da darfst du dich auch drüber freuen und das auch sagen! Du musst dich nicht rechtfertigen. Du hast eine Menge für dich geschafft und nun darfst du die Früchte davon genießen. Genau so mache ich es auch. Immer im Hinblick darauf, dass ich immer wieder in altes Verhalten zurück rutschen kann, aber sehr wohl inzwischen Mechanismen habe, da auch wieder rauszukommen. Das bringt der Weg mit sich. Und dessen bist du dir ja auch bewusst.

    Zitat

    ich stelle mich nun eben hin mit meiner freude und der harten arbeit an mir selbst mit einem gewissen stolz den ich auf mich habe es soweit geschafft zu haben .ich für mich.

    Ja, du kannst stolz sein auf dich, warum nicht!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Martina,

    ich find's ok, dass du nichts gesagt hast. Davon hätte keiner was gehabt, vielleicht wäre nur was eskaliert. So war es bei meiner Scheidung übringens nicht, wir wurden befragt, ob wir uns ein Fortbestehen der Ehe vorstellen könnten. Da haben wir beide "nein" gesagt und jut war's.

    Dass der Richter da noch was prüfen will, finde ich ganz ok, denn es kann doch zu deinem Vorteil sein, wenn ich richtig verstanden habe.

    Das wird schon.
    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Nici,

    du bist im neuen Leben angekommen. Und hast eine Menge Veränderungen gemacht, für dich, an dir. Nun siehst du Dinge, die dich vorher nicht beschäftigt haben, weil du zu beschäftigt warst mit anderen Sachen. Und nun merkst du, was du nicht mehr willst! Du kannst das deutlich sehen und deshalb kratzt es dich erstmal.

    Zitat

    Ok, was ich habe ich erreicht ? Ich denke, Einiges

    Na, das will ich wohl meinen!

    Und deshalb wird dich all das nicht mehr aus der Bahn werfen können, also gut, vielleicht kurzfristig, aber du wirst nicht mehr rumrudern, sondern du weißt, dass du dir Wege und Möglichkeiten suchen kannst, um das zu bewältigen. Du weißt ja, was du kannst!

    Ich wünsch dir einen gelassenen Tag
    Aurora

    Hallo,

    lieber Matthias, bist ja auch ein Baldopi, schön, oder? Lassen wir mal die Erbsen wachsen... :lol::D .
    Du hast Recht, es ist das Schwierigste, in der Suchthilfe, seine Grenzen zu erkennen und dann auch zu setzen. Bisher ist es mir meistens gelungen, manchmal brauchte ich auch Anlauf. Aber ich bin noch ganz am Anfang, wer weiß, was noch kommt. Aber es gibt mir sehr viel, mich immer wieder mit der Problematik der Mitbetroffenen (das ist "mein" Thema) auseinander zu setzen. Es hilft mir auch, meinen Weg weiterzugehen, immer wieder auch mich selbst zu sehen. Immer wieder auf mich zu achten, nicht nachlässig zu werden. Das alles mache ich ja hier im Forum, in der realen Gruppe ist es nicht so intensiv mit Mitbetroffenen wie hier. Für mich selbst ist das Forum immernoch meine Haupt-SHG.

    Sonst läuft es bei mir gut zur Zeit. Es sortiert in meinerm Kopf, das kenne ich ja schon, immer mal wieder. Da kamen auch in den letzten Tagen wieder so alte Gedanken hoch. Das ist halt immer noch so. Plötzlich hatte ich wieder Schuldgefühle, dann wieder Wut auf den Exmann, dann dachte ich plötzlich an die schönen Zeiten. Es ist merkwürdig. Da sind die ollen Teufelchen also doch noch am werkeln :? .

    Diese alten Gedanken kommen dann so hochgeblubbert. Ich sehe sie mir an und denke, was wollen die denn von mir. Es tut nicht mehr weh, diese Gedanken sind einfach da wie alte Freunde. Ich denke sie und lass sie wieder abtauchen und jut is.

    Mir geht's gut im neuen Leben. Das alte Leben wird immer ein Teil von mir sein. Ich muss aber nicht mehr zornig darüber sein oder traurig. Das hat gedauert, bis ich da hinkam, wo ich jetzt bin. Geduld ist mein Begleiter geworden. Na ja, auch gut. Es gibt schlimmeres.

    Aurora

    Hallo Leonia,

    du fragst

    Zitat

    Ganz grundsätzlich zerbreche ich mir sowieso ein bißchen den Kopf darüber, warum man als Co eigentlich genau dann, wenn man eigentlich am Ziel der Wünsche ist, weil der Partner endlich versucht, mit dem Trinken aufzuhören, genau diese Zeit als besonders belastend empfindet.


    Wenn der Alkoholiker trocken wird, verändert er sich enorm. Plötzlich nimmt er wieder am Leben teil, sagt seine Meinung, übernimmt nach und nach wieder für sich selbst Verantwortung. Das ist für die Angehörigen dann auch sehr schwer. Waren sie doch "gut genug die ganze Zeit", alles für ihn zu übernehmen, fühlen sie sich nun übergangen, auf's Abstellgleis abgeschoben, nicht mehr gebraucht.

    Gerade das Gebrauchtwerden ist aber für Cos wichtig. Und das Gefühl, verantwortlich zu sein, das Gefühl, ohne mich geht er unter, funkioniert hier nichts.

    Und dazu kommt dann all das, was passiert ist. Da ist das Vertrauen futsch, Verletzungen sind passiert, all sowas. Das braucht alles Zeit zum Heilen. Der Alkoholiker braucht nun seine Energie für sich. Genau so braucht das auch der Coabhängige. Auf einmal liegt der Fokus nicht mehr auf dem, der trinkt, auf einmal liegt der Fokus oder sollte er zumindest liegen, auf dem Co selbst. Das ist ganz schön anstrengend und macht auch Angst.

    Diesen Satz finde ich gut.

    Zitat

    Puuh, ganz schön viel ist das im Moment, für so`ne arme, gebeutelte Co-Seele wie mich. Aber ich will einfach dran bleiben


    Liebe Grüße
    Aurora