Hallo Ianna,
ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen! Und deine Gefühle auch, denn so ähnlich lief es ja bei mir auch ab.
Ich redete mir so viele Dinge schön, um mein Elend nicht soooo spüren zu müssen. Er schlägt mich ja nicht, er ist ja nett, wenn er nüchtern ist, anderen Frauen geht es ja viel schlechter, welche Ehe ist schon perfekt, er verdient doch so gut und ermöglicht mir vieles (das hat er mich auch spüren lassen
). Dann kamen meine Ausreden, warum ich mich nicht trennen konnte. Die ersten Jahre wegen der Kinder, z.B. Selbst als die erwachsen, oder so gut wie erwachsen waren, war meine Ausrede, ich könne ihnen doch nicht das Elternhaus kaputt machen...Und ich ging ja viele Jahre nicht arbeiten, dann Teilzeit, wo ich doch nicht sooo viel verdiene. Und die Wohnung, die war doch sooo toll. Und das Leben doch irgendwie so bequem so, ich hatte doch alles...
. Ich machte mich da wertlos, irgendwie, nur um nicht handeln zu müssen. Denn davor hatte ich mächtig Angst!
Veränderungen sind ja unheimlich, erstmal, denn du weißt nicht, was dich erwartet. Das momentane Leben kennst du, das gibt Sicherheit, auch wenn die Situation an sich nicht schön ist. Da sind dann Ängste, Unsicherheiten, das Selbstvertrauen fehlt. Es kommt mir so vor, als würdest du eben da auch hängen:
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soll ich einen Schlußstrich ziehen, wiel soll ich das anstellen, was mit den Kindern, was mit den Tieren, was mit dem Haus, was mit einer Arbeitsstelle????
Es gibt für all diese Dinge eine Lösung! Du musst nur aktiv werden, für dich, und sehen, wie du was managen kannst. Dafür gibt es auch Beratungsstellen, zum Beispiel.
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Ich will nur das die Kinder glücklich sind und das sind sie momentan.
Bist du dir da sicher?
Kinder spüren, dass da nichts in Ordnung ist. Auch wenn sie noch klein sind. Sie sehen, dass da was nicht stimmt und oft genug suchen sie bei sich die Ursache. Sie werden unsicher, haben Angst, werden in Rollen gezwängt, die sie nicht erfüllen können. Sie werden um ihre unbeschwerte Kindheit gebracht. Das ist einfach mal so, in Beziehungen mit suchtmittelabhängigen Eltern. Auch wenn es "nur" ein Elternteil ist. Das Familiengefüge ist da aus dem Ruder und alles gruppiert sich um den suchtkranken Menschen.
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langsam wünsche ich mir es würde etwas gravierendes passieren.
Du hast es in der Hand, niemand sonst! Dass etwas Gravierendes passiert, dafür kannst nur du sorgen. Dein Mann wird von sich aus nichts ändern, warum sollte er denn? Er hat seine Familie, das ist sein harmonisches Bild für Außen. Er hat zwar eine nörgelnde Frau, die kann er aber, wenn es ihm zu viel wird, durch alle möglichen Dinge ein wenig zur Ruhe bringen. Um sich ungestört dann wieder seinem Freund Alk widmen zu können. So sieht's mal aus...
Liebe Grüße
Aurora