Beiträge von Aurora

    Hallo sadness,

    schön, dass du wieder da bist!

    Du denkst über eine Trennung nach, das ist schon mal ein Anfang. Du siehst, alles Hoffen und Augenzumachen und Dulden undsoweiter hat nichts gebracht. Weder für dich noch für ihn. Da ist dann der Punkt wo du denkst, soll ich noch weiter diese mir bekannten Dinge in Kauf nehmen, wie das Hoffen usw., oder soll ich sehen, wieder für mich ein zufriedenes Leben zu erreichen.

    Wie sollst du nun eine Trennung schaffen? Na, indem du beginnst, deine Möglichkeiten zu überlegen und zu sehen. Auf welchen Namen läuft die Wohnung? Was steht dir finanziell zu. Da kann dir ein Anwalt weiterhelfen, aber auch Beratungsstellen wie Caritas oder so. Ich finde es wichtig und fand es auch damals für mich wichtig, da Klarheit zu haben über die Dinge, die mir zustehen oder auch nicht. Einfach, weil ich mich dann danach richten konnte. Das war dann wie ein Gerüst, an dem ich mich erstmal festhalten und weiterhangeln konnte.

    Du kannst das schaffen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Waldliebende,

    dein erster guter Schritt war, dass du wieder hierher gekommen bist, um dir Hilfe zu suchen. Du hast ja schon eine Menge für dich erkannt und steckst aber da sehr fest in alten Verhaltensmustern. Ich kann mich noch gut an deine Beiträge in deinem ersten Fädchen hier erinnern, das war ganz anders als jetzt! Da hast du schon was bewegen können.

    Und nun finde ich, hat dir Spedi da ganz klar was gesagt. Oft braucht es einfach solcher harten, klaren, eindeutigen Worte, weil es einfach nötig ist.

    Zitat

    Ja Spedi,

    ich will ausziehen und nicht nur einen Rückzug.
    Und ja, ich sehe, wie widersprüchlich meine Aussagen sind.
    Gerade habe ich Suchanzeigen über das Netz aufgegeben.
    Ich suche mir eine WG, habe mich bei zwei Anbietern registriert, kostenlos und denke, dass da Angebote kommen und werde ansonsten weiterhin Augen und Ohren offenhalten.
    Werde auch in der SHG hier am Ort nachfragen, ob sie WG`s kennen, wo ich mich bewerben kann.
    Nägel mit Köpfen.....

    Damit hast du dir nun ganz offen selbst was vor Augen geführt! Das ist sehr gut! Nun kannst du an diesen Dingen weitermachen. Das sind deine neuen Ausgangspunkte. Leicht wird das nicht, dieser Weg, dessen bist du dir ja bewusst. Und ich hab's ja selbst bei mir auch so erlebt. Aber es lohnt sich so sehr! Du machst das ja für dich, dafür, dass du leben kannst. So, wie jeder Mensch das verdient. In Ruhe. Ich freue mich auch, dass du dich entschlossen hast, in den geschlossenen Bereich zu wechseln. Ich selbst habe da so viele gute Erfahrungen gemacht, dort ist ja immernoch meine Haupt_SHG.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Waldliebende,

    vielen Dank, dass du dich mit meinen Fragen auseinandergesetzt hast. Das finde ich sehr wichtig, sich einfach damit auseinander zu setzen. Du hast also zugunsten deines Sohnes versucht, an diesem Abend die Familienharmonie zumindest nach außen aufrecht zu erhalten. Das scheint dir gelungen, denn du schreibst, das Essen war entspannt. Aber bedenke, wie viel Energie es dich gekostet hat! Die du zugunsten anderer Leute, auch wenn es dein Sohn ist oder dein Mann, geopfert hast!

    Du schreibst an anderer Stelle

    Zitat

    Ich kann doch aber nicht zufrieden leben, solange ich zusehen muss, wie er sich vor meinen Augen zu Tode säuft.


    Ich sehe das auch so! So habe ich ja auch lange gedacht, dass ich es nicht ertrage zuzusehen, zusehen zu müssen, wie mein Ex sich sein Leben, seine Gesundheit kaputt säuft.

    Bis ich darauf kam, dass mich ja dazu keiner zwang außer ich selbst :roll: . Ich selbst hatte den Zwang in mir, die Schuldgefühle und vermeintlichen Verantwortungen. Nur das zwang mich zum Zusehen. Das und die Angst, was verändern zu müssen, für mich selbst tätig werden zu müssen. Und ich hatte immer den Anspruch an mich, ich könne ihn bewegen, aufzuhören. Ich habe mit Engelszungen geredet und geschrien und geweint, ich habe auf Knien gelegen und gebettelt, ich habe ihm Prospekte und Informationen hingelegt und seinem Arzt was gesagt... Es hat mich so viel Kraft gekostet, das alles, die ich ihm gab, anstatt mich um mein eigenes Seelenheil zu kümmern. Genutzt hat ihm das alles nichts und mir schon garnicht. Er hat erst aufgehört, als er es wollte, keinen Tag eher.

    Natürlich kannst du nicht zufrieden leben, wenn du deinem Mann beim Todsaufen zusehen musst. Aber wer sagt denn, dass du es musst? Ihm zusehen? Warum meinst du das zu müssen?

    Ich finde es gut, dass du dir hier im Forum und auch in einer anderen Gruppe Hilfe holst, dich auseinander setzt! Das kann dir so viel Anstöße geben, Dinge zu erkennen. Und es kann dir Rückhalt geben und Mut.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Waldliebende,

    ich kann deine Situation, in der du gerade steckst, sehr gut nachempfinden! Ich habe ja selbst lange Jahre in solchen Situationen gesteckt. Und konnte nichts verändern, es gab immer einen Grund für mich, es gerade nicht zu können. Es sind genau so Gründe wie sie die Alkis haben, warum sie gerade in diesem Moment eben nicht mit dem Saufen aufhören können. Das weiß ich jetzt und heute.

    Das weiß ich, weil ich einen Weg gegangen bin und sehr, sehr viele Erfahrungen sammeln konnte und Erkenntnisse. Für mich. Und ein paar von diesen Erfahrungen und Erkenntnissen gebe ich hier weiter. Weil ich selbst mal sehr froh war und immer noch froh bin, dass Menschen das mit mir teilen, mir ihre Erfahrungen mitteilen, mir Denkanstöße geben. So viel mal dazu :wink: . Denn ich will dich nun mal was fragen.

    Zitat

    ... und dass mein Mann gestern Abend fast nicht mit unserem Sohn zusammen essen gehen konnte,(er hat seine Ausbildung beendet) weil mal wieder Streit war wegen Alkohol.
    Ich konnte ihn gerade noch bremsen noch mehr zu trinken.

    Wieso bist du dann nicht alleine gegangen, mit deinem Sohn? So ganz in Ruhe und Frieden? Wovor hattest du da Angst oder was hat dich da gehindert?
    Warum hast du versucht, deinen Mann vom Trinken abzuhalten, bzw. ihn zu bremsen? Warum meinst du, dass du ein Recht dazu hast? Warum wendest du deine gute Energie, die du ja eigentlich garnicht mehr hast, dazu auf? Wem wolltest du damit einen Gefallen tun, oder wolltest du jemandem damit einen Gefallen tun? Hat's das gebracht? War es ein entspanntes, schönes Essen?

    Vielleicht können dir meine Fragen kleine Denkanstöße geben.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo nici,

    da hat sich ja bei dir einiges sortiert, beginnt, sich zu sortieren. Das baut sich immer eines auf dem anderen auf, je nach Entwicklungsstand, sozusagen. So kenne ich es von meinem "Werdegang". Da wurden mir immer in bestimmten Abständen wieder neue Dinge klar, ich konnte dann da hinsehenh, begreifen, annehmen und ändern. Es ist alles im Fluss. Und immer alles schöööön nacheinander, genau so, wie du es gebrauchen kannst.

    So, ich weiß nicht, ob du nun verstehst, was ich da geschrieben habe, ich komm mir gerade bissi wirr vor :?:wink: . Hirn ist noch im Urlaub oder so :lol: . Ich bin wieder da!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Sunshine,

    ich sag dir auch mal "Hallo" hier im Forum.

    Ich bin seit 4 Jahren hier mit dabei, gut 4 Jahre bin ich auch schon von meinem Ex getrennt. Nach 26 Jahren hatte ich ihn endlich verlassen können, um selbst endlich zu leben.

    Daher kann ich gut verstehen, wie es sich anfühlt. Immer wieder kommen Hoffnungen hoch, dass es besser wird. Und immer wieder Hoffnungen, dass du es schaffst, ihn da rauszukriegen, aus der Abhängigkeit. Und immer wieder sind da Schuldgefühle, das Gefühl, ihn "im Stich zu lassen", wenn du gehst und nur auf dich schaust, ihn "sein lässt". Immer wieder ist da Verantwortung, das Gefühl, er geht völlig unter, wenn du nicht da bist. Immer wieder ist da das Zurückstecken der eigenen Bedürfnisse, des sich selbst Kleinmachens, zugunsten von seinen Gefühlen. Denn du willst ihm nicht weh tun...
    Und da ist Angst, vor allem Möglichen.
    Ist es so? Bei mir war es so.

    Zitat

    Ich weiß das ich etwas dagegen machen kann aber ich schaffe es einfach nicht


    Na ja, bisher hast du noch nicht die Kraft und den Mut gehabt, was konkret dagegen zu tun. Nun hast du aber doch den ersten Schritt gemacht und dir selbst Hilfe gesucht, indem du dich hier angemeldet hast! Das finde ich sehr gut und wichtig! Also hast du schon was geschafft. Und es ist nicht unmöglich, auch noch mehr zu schaffen, wenn du es willst. Es erfordert Mut und Energie, die du aufwenden musst, aber diese Investitionen lohnen sich, denn du tust es für dich und deine Lebensqualität!

    Wenn du es willst wirst und kannst du es schaffen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    und huhu nici :D , ich find's schön, dass du an mich gedacht hast :D . Ja, es gibt nur Positives von uns!

    Denn wir waren im Urlaub. Seit Montag abend sind wir wieder zuhause. Das waren zwei Wochen, die ganz wunderbar waren. Das Wetter war zwar nicht optimal, aber egal. Wir konnten uns viel ansehen, haben Melinak getroffen und damit eine sehr sympathische und nette Frau kennen gelernt. Alles in allem war es sehr erholsam für uns. Nun lassen wir hier zuhause noch in Ruhe unsere letzte Urlaubswoche ausklingen. Und ich muss mich hier auch erst wieder ein wenig einfinden, im Forum. Aber der Abstand tat auch sehr gut, mal abschalten von so vielen Dingen. Das hat mich gut wieder meine Mitte finden lassen, und die ist mir sehr wichtig geworden.

    So, nun werde ich mir mal all die Dinge hier zu Gemüte führen. Ich habe gesehen, die Waldliebende ist wieder da, das finde ich gut! Dass sie wieder hergefunden hat.

    Bis dann
    Aurora

    Hallo desprate,

    du lebst in dieser Beziehung und es sind so viele Ängste und Zwänge, die dich da halten. Oder liebst du ihn? Ganz ehrlich, hör in dich rein, ist da Liebe?

    Zitat

    wenn du ihn mal verlässt erhängt er sich wie sein vater"


    Damit soll dir Angst und Schuld eingeredet werden. Er ist ja erwachsen. Was er macht und wie und wo, das ist seine Sache. Selbst wenn er sich das Leben nehmen will, kann er das machen. Hört sich jetzt vielleicht gemein an, ist aber so. Da ist niemand für verantwortlich, außer er selbst. Es werden nur gerne Schuldige gesucht, ich kenne das auch. Auch mein Ex hat mir oft angedroht, er würde sich umbringen. Zum Schluss habe ich gedacht, soll er doch, dann hab ich endlich Ruhe... :oops: . Das sind aber alles Dinge, die sollen dich da festhalten, wo du bist. Du musst dieses Einreden von schlechtem Gewissen nicht annehmen, du darfst das ablehnen, sagen, so ist das nicht, nicht mit mir...

    Lass dir da nichts einreden! Du bist nicht schuldig oder verantwortlich für sein Handeln!

    Gut, du hast nun eine Menge Geld in diese Wohnung gesteckt, weil du dachtest, du kannst da schön in Frieden oder so mit ihm leben. Nun ist alles anders gekommen. Dein Geld ist futsch und du sitzt nun da. Das ist schon traurig, ärgerlich. Aber das sollte nicht der Hinderungsgrund sein, da einen Schlussstrich zu ziehen! Denn ein ruhiges, lebenswertes Leben ist durch kein Geld zu bezahlen!
    Auch das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, denn auch mich haben unter anderem finanzielle Gründe so lange festgetackert. Als ich endlich gehen konnte hatte ich so viel weniger, aber andererseits so viel mehr! Lebensqualität ist unbezahlbar!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Polarsternchen,

    Zitat

    Und ich als ewige "Macherin" in meinem Leben sitze untätig hier herum. Das macht mich noch kirre

    Warum sitzt du untätig herum? Du kannst doch für dich alles machen, wie du es für dich gewohnt bist. Oder du kannst was Neues ausprobieren, oder so. Alles ist offen.

    Du bist die Macherin in deinem eigenen Leben. Er ist der Macher in seinem Leben, er ist erwachsen. Du bist nicht für ihn verantwortlich, nur für dich. Er will eben machen, wie er gerade macht, dann mach du, was dir gut tut.

    Und da denke ich, warum nimmst du diese Telefonate noch entgegen? Er redet dir Schuldgefühle ein, weil er natürlich sein altes Leben mit dir nicht verlieren will. Er macht auf Opfer. Und du nimmst das ja an, und dann fühlst du dich schlecht, verantwortlich. Und musst deinen Kopf einschalten, gegen diese Gefühle ankämpfen, damit du deine Grenzen aufrecht halten kannst. Du diskutierst vielleicht mit ihm rum, er jammert dir die Ohren voll...Das kostet maßlos viel Energie, die kannst du viel besser für dich selbst gebrauchen!

    Das mit seinem Job und der Kur, die er nicht machen kann, ist eine Ausrede! Wenn er wirklich will, wird er auch Wege finden, es zu machen. Das sind alles nur Ausflüche.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Polarsternchen,

    herzlich willkommen hier im Forum! Ich bin Aurora und seit gut 4 Jahren hier dabei. Ich habe viele Jahre mit meinem Exmann zugebracht, zwischen Trinken und Beteuern, zwischen Liebe und Hass, zwischen Gut und Böse, sozusagen. Bis mir der Absprung gelang...

    Zitat

    Übernehme ich mich an dieser Stelle? Wird er jetzt vielleicht etwas unternehmen? Kann Liebe diesen verdammten Alk. besiegen? Wird er jetzt wach werden? Für die Menschen, die ihn lieben ...

    Ja, an dieser Stelle übernimmst du dich! Er hat sich momentan entschieden, zu trinken, und da helfen keine guten Worte und keine bösen. Du schreibst selbst, du bist an deiner Grenze angekommen, gut, dass du das erkennst! Ich habe viele Jahre dafür gebraucht, meine Grenze zu sehen, bzw. überhaupt eine Grenze zu haben. Er darf weiter trinken, wenn er das will, du darfst deine Distanz haben. Die Telefonate, die ihr führt, bringen da garnichts, außer dass er dir versucht, ein schlechtes Gewissen einzureden. Und dass er auf der Mitleidschiene ist und sich selbst als Opfer hinstellt. Du hast vielleicht auch ein schlechtes Gewissen, oder? Weil du meinst, ihn im Stich gelassen zu haben. Aber das hast du nicht! Er hat ja die Wahl, er kann losgehen und sich Hilfe suchen. Er will das nicht, na gut. Das ist seine Entscheidung. Du hast damit im Prinzip nichts zu tun.

    Er will gerade nichts tun als saufen. Das ist Fakt. Er wird erst dann was dagegen unternehmen, wenn er selbst das dringend will. Wenn er seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hat.

    Liebe kann garnichts machen, wenn es um Beziehungen mit Abhängigen geht. Das ist leider so. Denn die Sucht bestimmt das ganze Leben des Abhängigen, er ist darin gefangen. Da hilft keine Liebe, keine Engelszungen. Da kann nur die Einsicht desjenigen, der abhängig ist, helfen.

    Du musst nun kein schlechtes Gewissen haben. Du hast ihm gesagt, du würdest ihm helfen, wenn er was verändern will, ernsthaft. Das weiß er. Und du hast Grenzen gesetzt. Wenn du noch schaffst, auch die Telefonate einzustellen, sind diese Grenzen vollständig. Denn so schafft er es ja immernoch, dir Schuldgefühle einzureden, schafft, Mitleid zu erregen. So ist dein Abstand nicht groß genug.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Desprate,

    willkommen im Forum!

    Ich halte dich nicht für naiv, es gibt nur halt Lebenssituationen, da kannst du nicht klar sehen. Aus verschiedenen Gründen.

    Du schreibst:

    Zitat

    Das macht mir am meisten angst... Das ich in 10 jahren so da sitze.. Von meinem leben nichts gehabt, außer kämpfe und streit..


    Davor hast du Angst, kann ich verstehen. Ich habe 26 mit meinem Exmann zusammen gelebt, bevor ich einen Schlussstrich ziehen konnte! Ich habe so manche Stunde gedacht, warum habe ich das so lange mitgemacht?

    Du hast nun 2 Möglichkeiten. Entweder du lässt es so weiterlaufen, denn wenn er nicht trinkt, ist er ja "der Beste".
    Oder du siehst dir deine Angst an und entschließt dich, dein Leben zu verändern und ohne ihn weiter zu gehen.
    Es gibt diese beiden Möglichkeiten. Die erste wird dir einen langen Leidensweg bescheren können, wahrscheinlich. Denn wenn er nicht aufhört mit dem Trinken, wird es immer schlimmer mit der Zeit, die Trockenphasen werden immer kürzer werden. Und es wird sich alles immer mehr nur darum drehen, wann und wo und wie er wieder trinken wird. Und du fühlst dich verantwortlich dafür und er wird dir Schuldgefühle einreden.
    Die zweite Möglichkeit wird dir erstmal mächtig weh tun, eine gewisse Zeit, bis du merkst, wie unbeschwert das Leben auch sein kann. Ohne den Gedanken, wann wird er wieder saufen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Liz,

    dann sage ich dir doch mal "Hallo" im Forum, schön, dass du da bist. Ich finde es toll, dass du den Absprung aus der Beziehung geschafft hast, denn das ist wirklich nicht einfach. Aber es ist das Einzige, was geht in einer Beziehung mit einem nassen Alkoholiker. Alles andere macht dich mindestens genauso kaputt wie ihn, jeder geht durch seine Dinge den Bach runter.

    Ich freue mich, dass dir die vielen Lebenswege hier Anstoß geben konnten, auch für dich aktiv zu werden! Das macht mich immer ganz froh, wenn ich sowas lese oder höre, wenn jemand durch diese Dinge selbst den Dreh endlich finden kann. Mir ging es ja vor 4 Jahren, als ich hier ankam, ähnlich.

    Da waren die vielen "Aha-Momente" und das Gefrühl, verstanden zu werden. Da waren die Erfahrungen derjenigen, die schon weiter auf ihrem Weg waren, die mir Mut machten. Da war die Gewissheit, ich bin nicht alleine mit meinen Problemen. Das ist ein schönes Gefühl gewesen und ist es noch.

    Ich hoffe, mehr von dir zu hören.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo nina-owl,

    erstmal guten Tag im Forum!

    Du fragst, was du machen sollst? Heidi hat es dir geschrieben, ich schreibe es gleich nochmal. Trennung ist der einzige Weg, was willst du noch da?

    Ist doch egal, ob er dich zickig findet oder sonstwas. Na klar wird er dir Schuldgefühle, schlechte Gefühle einreden, denn er will ja sein bequemes Leben auf keinen Fall verlieren. Du hast doch nun wirklich genug getan für ihn, oder?

    Zitat

    Es ändert sich sowieso nix!!!


    Wenn du es willst, wird sich was verändern, du musst nur aktiv werden. Du hast das in der Hand, für dich da rauszugehen. Er wird es nicht machen, warum auch...

    Grüße von
    Aurora

    Hallo ovivechen,

    erstmal sage ich dir auch Hallo hier im Forum.

    Deine Gefühle sind doch ganz klar, denn da sind natürlich jetzt so viele Eventualitäten. Was wird er machen, wie wird er es machen, wird er es überhaupt machen usw. Deine Gedanken kreisen nur um ihn...

    Du hast Recht, nur um dich ruhig zu stellen wird er keinen langen Erfolg haben. Mit dem Trockenwerden. Nur wenn er selbst auch für sich die Notwendigkeit sieht, wird das klappen. Darauf hast du keinen Einfluss, niemand hat das, nur er.

    Deshalb ist es gut, wenn du nun nicht starr abwartest, was passiert, sondern wenn du für dich an deinem Leben weitermachst. Die Dinge, die dir gut tun, die dir Spaß machen. Wenn du weiterlebst.

    Das ist sicher erstmal nicht so einfach, denn deine Gedanken und Sorgen um ihn und was passiert sind ja da. Aber es ist gut, wenn du dich davon ablenken kannst und für dich selbst weitersiehst.

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Rosita,

    schön, dass du wieder da bist, und auch alles gut überstanden hast. Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung.
    Und bin gespannt, wieder mehr von dir hier zu lesen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    Grazia und Nici :D , schön, dass ihr mir geantwortet habt!
    Ja, mein "nix" ist eine Umschreibung für ein, für mein Leben, das jetzt in ruhigen Bahnen verläuft. "Normal", also ich nenne es jetzt "normal", das ist ja für jeden was anderes. Für mich läuft es jetzt so, wie ich es mir erträumt habe und dachte, sowas gibt es ja doch nicht "in echt". Hm, gibt es doch! Ich habe es mir erobert, mein "nix". Nach und nach.

    Ich habe auch immer wieder mit alten Verhaltensweisen zu tun, die in mir rumwackeln. Ich habe das Glück, dass Dante da sehr viel Verständnis aufbringt und ich mit ihm reden kann. So auf einer Ebene. Mit meinem Exmann war ich nicht auf einer Ebene, er hat mich klein gemacht, mich nicht ernst genommen. Er hat meine Schwächen für sich zum Vorteil ausgenutzt, um mich noch mehr schrumpfen zu lassen.

    Solche Menschen halte ich aus meinem Leben raus, so gut es geht! Ich brauche keine Schrumpfer mehr, will ich nicht! Trotzdem habe ich noch so einige Dinge vor mir, die ich für mich bearbeiten muss. Diese alten Verhaltensmuster sind schon ziemlich hartnäckig, aber ich habe sie eben schon so lange, die gehen nicht soooo schnell weg. Was sind schon 4 Jahre im Vergleich zu 49 davor... :roll: . Aber - und das ist eben der Unterschied, ich kann es erkennen und ich kann dagegen was tun! Das konnte ich eben früher nicht. .

    Huhu Grazia :D , den Gruß hab ich ausgerichtet, danke.

    Aurora

    Hallo Ianna,

    ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen! Und deine Gefühle auch, denn so ähnlich lief es ja bei mir auch ab.

    Ich redete mir so viele Dinge schön, um mein Elend nicht soooo spüren zu müssen. Er schlägt mich ja nicht, er ist ja nett, wenn er nüchtern ist, anderen Frauen geht es ja viel schlechter, welche Ehe ist schon perfekt, er verdient doch so gut und ermöglicht mir vieles (das hat er mich auch spüren lassen :roll: ). Dann kamen meine Ausreden, warum ich mich nicht trennen konnte. Die ersten Jahre wegen der Kinder, z.B. Selbst als die erwachsen, oder so gut wie erwachsen waren, war meine Ausrede, ich könne ihnen doch nicht das Elternhaus kaputt machen...Und ich ging ja viele Jahre nicht arbeiten, dann Teilzeit, wo ich doch nicht sooo viel verdiene. Und die Wohnung, die war doch sooo toll. Und das Leben doch irgendwie so bequem so, ich hatte doch alles... :roll: . Ich machte mich da wertlos, irgendwie, nur um nicht handeln zu müssen. Denn davor hatte ich mächtig Angst!

    Veränderungen sind ja unheimlich, erstmal, denn du weißt nicht, was dich erwartet. Das momentane Leben kennst du, das gibt Sicherheit, auch wenn die Situation an sich nicht schön ist. Da sind dann Ängste, Unsicherheiten, das Selbstvertrauen fehlt. Es kommt mir so vor, als würdest du eben da auch hängen:

    Zitat

    soll ich einen Schlußstrich ziehen, wiel soll ich das anstellen, was mit den Kindern, was mit den Tieren, was mit dem Haus, was mit einer Arbeitsstelle????


    Es gibt für all diese Dinge eine Lösung! Du musst nur aktiv werden, für dich, und sehen, wie du was managen kannst. Dafür gibt es auch Beratungsstellen, zum Beispiel.

    Zitat

    Ich will nur das die Kinder glücklich sind und das sind sie momentan.

    Bist du dir da sicher?
    Kinder spüren, dass da nichts in Ordnung ist. Auch wenn sie noch klein sind. Sie sehen, dass da was nicht stimmt und oft genug suchen sie bei sich die Ursache. Sie werden unsicher, haben Angst, werden in Rollen gezwängt, die sie nicht erfüllen können. Sie werden um ihre unbeschwerte Kindheit gebracht. Das ist einfach mal so, in Beziehungen mit suchtmittelabhängigen Eltern. Auch wenn es "nur" ein Elternteil ist. Das Familiengefüge ist da aus dem Ruder und alles gruppiert sich um den suchtkranken Menschen.

    Zitat

    langsam wünsche ich mir es würde etwas gravierendes passieren.


    Du hast es in der Hand, niemand sonst! Dass etwas Gravierendes passiert, dafür kannst nur du sorgen. Dein Mann wird von sich aus nichts ändern, warum sollte er denn? Er hat seine Familie, das ist sein harmonisches Bild für Außen. Er hat zwar eine nörgelnde Frau, die kann er aber, wenn es ihm zu viel wird, durch alle möglichen Dinge ein wenig zur Ruhe bringen. Um sich ungestört dann wieder seinem Freund Alk widmen zu können. So sieht's mal aus...

    Liebe Grüße
    Aurora