Beiträge von Aurora

    Hallo,

    zur Zeit gibt es bei mir nix, es läuft alles ganz in Ruhe.

    Letztens kam mal wieder etwas Altes hoch, ich habe gelernt, damit umzugehen. Wir kamen an einem Haus vorbei, da hörten wir eine laute, hysterische Frauenstimme und ein Männergebrummel. Und plötzlich wurde was aus dem Fenster geschüttet... Das roch sehr alkoholisch...

    Es war ganz komisch, ich ging daran vorbei und musste weinen. Es war wie ein Zurückdonnern in alte Zeiten. Ich wusste irgendwie genau, was da bei denen abging. Ich sagte, "wer weiß, wie oft mich wohl Leute so gehört haben, so schreien..." :( . Es war ganz kurz, ich musste ein wenig weinen und bekam keine Luft. Das war dann ganz schnell vorbei. Das sind immer noch diese alten Dinge, die da passieren können. Erst war ich wieder erschrocken, aber ganz schnell war es weg. Inzwischen habe ich es für mich akzeptiert, dass mir sowas passieren kann, dass es dazu gehört. Dazu hat das Alte eben zu lange gedauert, zu viele Spuren gemacht.

    Ich weiß, ich will nie wieder in solche Situation kommen, für mich selbst! Nie wieder!

    Und nun ist ja bald Wochenende. Mal sehen, was wir so machen, es ist alles ein wenig offen, schön ist das!

    Aurora

    Hallo Kiksy,

    du bist total am Ende... Das ist alles, was du von dir schreibst. Der Rest deines Beitrages dreht sich nur um ihn und darum, dass du seine Sucht versuchst zu entschuldigen, zu erklären, und dass du krampfhaft versuchst, mitsamt seiner Schwester, ihn vom Stoff wegzubringen.

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    Ich weiß, dass ich ihm nicht helfen kann

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    Versuche ständig mit seiner Schwester ...auf ihn einzureden,


    Du widersprichst dir da völlig. Du schreibst, dass du weißt, dass du ihn nicht von den Drogen wegbringen kannst, andererseits versuchst du nichts anderes...

    Solange er Drogen konsumieren will, wird er es machen. Du verschwendest da deine Zeit, deine Energie. Du bist am Ende, schreibst du. Das ist ganz klar, denn es ist äußerst kräftezehrend, was du da machst. Was machst du denn eigentlich für dich :roll: ? Was hast du vor? Wie lange willst du da noch ständig auf ihn einreden, deine Energie verschleudern?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Karotte,

    du hast Recht, ein Mensch kann dir nie alles geben, ein anderer Mensch. Nur du selbst kannst das, dir alles geben. Eine Partnerschaft, Lebensgemeinschaft, bedeutet immer auch, sich ein Stück weit zurück zu nehmen, die Grenzen des anderen zu akzeptieren, eigene Grenzen zu haben. Den anderen zu lassen, wie er ist. Dich selbst nicht aufzugeben. Das ist klar.

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    Und irgendwie hat mich das wohl auch geprägt das man machen muß sonst wird nix


    Das finde ich auch. Du musst machen, wenn du was verändern willst. Stillstand bringt dich da nicht weiter. Aber da ist eben wichtig, ein Gerüst zu haben, einen roten Faden, der dich führen kann. Wie kannst du den finden?

    Indem du innehälst und versuchst zu erkennen, was wirklich Bedeutung hat für dich, was dir wichtig ist. Was sich gut anfühlt. Und dann kannst du überlegen, wie du das erreichen kannst, langsam, Schritt für Schritt. Denn Veränderung geht nicht von jetzt auf gleich, das braucht Zeit. Und zwar für deine Seele. Denn da muss die Veränderung ankommen. Du musst es verinnerlichen. Dein Körper rennt und rennt, deine Seele kommt garnicht hinterher.

    Es freut mich, wenn ich dir ein paar Denkanstöße geben kann.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Grazia,

    das kann ich sehr gut nachvollziehen, was du schreibst. Über Sicherheit.

    Es ist doch klar, du fühlst dich sicher mit Situationen, Lebensumständen, die dir bekannt und vertraut sind. Selbst Lebenssituationen, die dir nicht gut tun, sind dir vertraut, und deshalb hälst du daran fest. Neue Wege zu gehen bedeutet, sich erstmal auf unsicheres Gelände zu wagen und das macht Angst. Zuerst.

    Mir ging es ja nicht anders. Ich habe in den vertrauten Mustern gelebt, da wusste ich, woran ich war, auch wenn es schlecht war. Aber es war vertraut, sicher. Mich in das Neue zu wagen, hat mir äußerste Angst gemacht. Deshalb habe ich immer nur erstmal kleine Gedanken daran "verschwendet", bis die Angst zu groß wurde. Aber die kleinen Gedanken wurden doch immer größer und die Angst vor dem Neuen war irgendwann nicht mehr soooo bedrohlich.

    Indem es so war, wuchs in mir immer mehr die Selbstsicherheit. Die Selbstsicherheit, es zu schaffen, auch wenn da die Angst war. Und durch den ersten Schritt in's Neue lernte ich, dass es gehen kann, dass ich Hilfe annehmen darf und bekomme, wenn ich mich traue, welche einzufordern. Und auch dadurch wuchs die Selbstsicherheit. Das Selbstvertrauen.

    Ja, Sicherheit ist eines der Schlüsseldinge! Und zwar die Sicherheit zu wissen, ich kann es! Ich bin es mir wert! Und es ist auch wichtig, da von außen Feedback zu bekommen, Bestätigung. Warum nicht? Nur sollte das eben nicht das allumfassende NonPlusUltra sein. Aber wichtig und aufbauend ist es auch für mich immernoch, auch Bestätigung von außen zu spüren, Anerkennung. Das erhöht meine Selbstsicherheit. Aber inzwischen habe ich auch gelernt, dass ich diese Sicherheit auch habe, wenn eben nicht mal was von außen kommt. Dann weiß ich, ich bin trotzdem gut, wertvoll. Ich bin sicher mit mir, denn ich bin gut, wie ich bin...

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    Inneres Kind - einsam, ungeliebt. Muss GUT sein, muss leistung bringen, vielleicht wird da es Jemand lieb haben

    Du kannst doch deinem Inneren Kind zeigen, dass es sich sicher und geliebt fühlen kann. Weil du es so annimmst, wie es ist. Du kannst ihm zeigen, dass es geliebt wird, auch wenn es nicht perfekt ist. Du kannst es in deinen Armen wiegen und ihm liebevolle Dinge in's Ohr flüstern. Denn du, dein Inneres Kind, ihr seid gut, so wie ihr seid!

    Ich freue mich sehr, dass du Ameisenkribbeln hast! Das ist einfach schön, dass es so ist! Du bist auf einem guten Weg für dich, ohne Frage.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Karotte,

    nun melde ich mich auch mal wieder zu Wort in deinem Fädchen :wink: .

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    Ich möchte mein Leben nutzen. Sinnvoll sein und sinnvoll leben

    Ich habe da so einen Gedanken bei, wenn ich das lese. Du möchtest sinnvoll leben. Na klar, das finde ich auch gerechtfertigt, diesen Wunsch, auf alle Fälle! Was bedeutet das jetzt aber konkret für dich, was ist für dich der Sinn? Kannst du das sagen?

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    Beziehungstechnisch denke ich auch manchmal: Jetzt haste wieder eine Beziehung in der Dir Sachen fehlen die für Dich eine Beziehungs ausmachen.

    Warum machst du Kompromisse? Eine Beziehung, in der du nicht das findest , was du dir vorstellst, ist doch nicht befriedigend auf Dauer. Denn dann verdrehst du dich doch, oder? Gibst deine gute Energie in etwas, wovon du keinen Rückfluss hast. Bist du dir so wenig wert? Warum hältst du daran fest, wenn in solchen elementaren Grundbedürfnissen, die du hast, keine Übereinstimmung da ist?

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    Oh mann was würde ich dafür geben das Geheimnis zu kennen den Sinn und das Ziel zu finden. Den Weg zu sehen.


    Du machst so viel, hier und da und dort, kommt mir es vor. Wenn ich hier lese bei dir. Da ein Projekt, hier QiGong, da das und jenes...Manchmal, wenn ich bei dir lese, und ich lese immer fleißig mit, wenn du was schreibst :wink: , habe ich das Gefühl, du rennst und rennst und rennst... Wie willst du da was sehen können :roll: , deinen Weg oder Sinn sehen können. Halt doch mal an und sieh dich gaaaaanz in Ruhe um.

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    Die Zeit die rennt so


    Ja, stimmt, geht mir auch so. Wovor hast du da Angst, was dir da wegrennt mit der Zeit?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    und huhu Nici :D , danke für dein Feedback. Abends treffen mit meinen Freundinnen ist nicht so mein Ding, zumal ich ja, wenn um ca. 18.30h der Laden zugemacht wird, da noch nicht alles fertig ist... aber na ja.

    Ich hab mich wieder abgefrustet, erstmal. Und der Urlaub ist in Sicht :D . Das ist was Tolles.

    Das Pfingstwochenende war schön, denn wir hatten unsere Erbse zu Besuch, Sonnabend bis Sonntag. Das macht viel Spaß, sie spricht ja schon sehr gut und es ist einfach köstlich, ihre Lebensweisheiten zu hören :lol: . Und ihr Lieblings ist zur Zeit: Warum denn? Warum dampft die Nudel... Warum ist da eine Regenwolke... Warum ist das Eis Eis... Fragen über Fragen, wir hatten zu tun , ihr gute Antworten zu geben. Denn das finde ich wichtig.

    Am Montag hatte meine Tochter Geburtstag, auch das war entspannt. Sie hat Brunch gemacht im Garten meiner Eltern, und es war schönes Wetter. Ich merke, wie entspannt ich inzwischen an diesen Dingen teilnehmen kann, nicht wie früher, wo ich auf den Ex aufpassen musste, dass er nicht zu viel säuft. Und dann die Sippe vom Ex, die hatten immer hinterher was zu meckern, wie sich meine Sippe wieder benommen hätte. Das habe ich dann so hintenrum auf den Deckel gekriegt :twisted: , und war immer unfähig, mich zu wehren. Denn sie haben ja nicht zugelassen, dass ich meine Meinung da auch ruhig sagen konnte, sie haben dann nicht zugehört, unterbrochen, ignoriert, widerlegt. Von diesen Leuten habe ich mich ja auch rigoros damals trennen können, vor 4 Jahren. Und mir eine Kontaktsperre auferlegt. Das war genau richtig! Coabhängigkeit zieht weite Kreise, ich denke, das spielte da auch mit rein in meine Beziehung zu denen. Und da war totaler Abbruch genau richtig, sonst wäre ich da nicht rausgekommen.

    Somit geht es mir gut :D . Ich habe auch festgestellt, dass ich wieder eine neue Position in meiner Ursippe eingenommen habe. Das ist komisch, ich hatte das ja schon mehrmals gedacht und es war dann nicht der Fall. Ich glaube, nun bin ich aber richtig angekommen. Und zwar, weil für meine Sippe sich da ein Bild gerade gerückt hat. Ich bin ja jetzt wieder verheiratet. Selbst mein Exmann hat sein Verhalten mir gegenüber nochmal verändert.

    Ich hätte das nicht gedacht, ist aber so. Na, mir soll's egal sein, so wie es jetzt ist geht es mit gut damit. Und es ist noch immer eine Steigerung möglich und es ist immernoch mein Weg.

    Letztens hatte ich auch wieder einen Rückschritt, da war ich plötzlich wieder voll im alten Verhalten. Durch eine Situation, die mich an frühere erinnert hatte. Das erschreckt mich noch immer, wie da dann die alten Prägungen auftauchen. Es hat geholfen, darüber zu reden. Und ich habe Glück, dass Dante so viel Verständnis hat. Es hat ja auch ihn betroffen, wie ich da war. Ich bin aber guter Dinge, das gehört eben dazu. Ich finde es wichtig, dass ich es erkennen kann, aber es ist komisch, ich kann dann erstmal nichts ändern an dem alten Verhalten. Da bin ich dann immer erstmal gelähmt. Aber nicht mehr dauergelähmt wie früher! Das geht dann vorbei, weil ich ja gedanklich da ausbreche aus dem alten Kreislauf.

    So, und nun steht das neue Wochenende an und es geht weiter mit meiner Ausbildung zur Suchtgefährdeten-Helferin. Bin schon gespannt, was diesmal das Thema sein wird.

    Aurora

    Huhu BinIchMachtlos,

    ich schließe mich da mal Matthias an, es ist doch dein Recht dir zu nehmen, was dir zusteht! Warum solltest du darauf verzichten? Selbst wenn die Ehe abgeschlossen ist, es ist doch egal.

    Ansonsten freue ich mich sehr, dass es dir so gut geht.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Grazia :D , das ist schon ok so, und Melanie hat ja auch nur nochmal in anderen Worten das beschrieben, wie es mir auch ging.

    Hallo Clärchen :D , das freut mich jetzt aber, dass du hier gelesen hast und vielleicht auch was mitnehmen konntest!

    Hochs und Tiefs, hm, momentan geht es mir gesundheitlich nicht gaaaanz so dolle, aber na ja. Kreislauf und so :? . Und ich bin gefrustet, weil mich meine Arbeit nervt, bzw. mein Arbeitsplan :evil: . Ich arbeite ja in einem Dreimannbetrieb. In einem kleinen Laden. Und mein Chef hat mich so nach und nach für immer mehr Spätschichten, das heißt, von 13.30h bis 18.30h eingeteilt.

    Ich hatte mich darüber auch beschwert, ich nehme ja nichts mehr einfach so hin. Und da meinte er, wenn ich Vollzeit arbeiten würde, müsste ich das ja auch. Na klar, aber ich arbeite ja nun mal nicht Vollzeit. Da meinte er, ich könne mir ja was anderes suchen :twisted: . :( .

    Und so gehe ich also immer schön brav nachmittags arbeiten, Dante immer schön brav früh... Und ich habe wenigstens den Dienstag Nachmittag frei, da haben wir ja SHG abends. Und dann Mittwoch. Nun konzentriert sich also alles, was wir gemeinsam erledigen müssen, auf Mittwoch :roll: . Oder wenn ich mich mit meinen Freundinnen mal verabredet will oder so. Ach menno, es stinkt mich an. :evil: .

    Das sind so die Alltagsprobleme des Lebens. Eine neue Arbeit kann und will ich mir aus verschiedenen Gründen nicht nehmen, also muss ich da irgendwie mit leben. Aber manchmal bin ich eben gefrustet und :evil: . So isses...

    Aurora

    Hallo Anita,

    im Prinzip haben dir schon Susanne, Grazia und Melanie alles geschrieben, was ich auch geschrieben hätte.

    Tipps für den Umgang mit Alkoholikern - das hört sich komisch an. Das kann ich dir auch nicht geben, außer dass da die totale Abgrenzung wichtig ist. Und das ist äußerst schwierig, wenn du unter einem Dach lebst. Ich kann dir Tipps geben, wie du dein Leben lebenswert machen kannst...

    Liebe kann alles heilen... :roll: . Hm. Damit er aufhören kann zu trinken, muss er selbst lernen, sich lieb zu haben. Denn nur von ihm selbst aus kann da was passieren. Du kannst da garnichts an ihm heilen. Ich habe das auch versucht, Jahr um Jahr. Auf einmal war die Liebe weg :shock: .

    Und ich spürte was anderes stattdessen. Macht, die ich glaubte über ihn zu haben. Manipulation, denn ich habe ihn manipuliert, um ihn wegzubringen vom Alk. Zwang, es war ein Zwang, der mich kontrollieren ließ, wie viel er denn nun schooooon wieder gesoffen hatte. Angst, ich hatte Angst vor dem Alleinesein, Angst, es nicht zu können, Angst, wie ich denn vor der Familie, der Gesellschaft dann dastehen würde. Angst, den Kindern das Elternhaus zu nehmen...

    Aber Liebe... :roll: .

    Mein Exmann wurde trocken, als ich mich trennte. Und da versuchte ich, die Liebe zu finden. Denn nun war er doch so, wie ich es immer gewollte hatte, nicht wahr. Nichts war mehr da, alles war kaputt gegangen im Laufe von 26 Jahren, die wir zusammen gelebt hatten. Denn eine Beziehung mit Jemandem, der trinkt, besteht nicht aus Liebe, irgendwann mehr. Das ist nur noch Abhängigkeit voneinander.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Ianna,

    herzlich willkommen hier im Forum!

    Du schreibst, du weißt nicht, ob er nun Alkoholiker ist oder nicht. Du analysierst sein Verhalten, ob er nun oder ob er nun nicht. :roll: .
    Ich habe das damals auch gemacht, irgendwie war es mir wichtig. Zum einen erhoffte ich mir dadurch, mich nicht mehr schuldig zu fühlen an seinen Dingen, zum anderen hatte ich aber auch sehr viel Angst davor. "Alkoholiker", das war was ganz Schreckliches für mich. Das war, bevor ich anfing, mich darüber zu informieren.

    Aber das, was wirklich wichtig ist daran ist doch, wie geht es dir damit? Wie geht es dir in dieser Beziehung? Bist du glücklich, beruht es auf Gegenseitigkeit, seit ihr auf einer Ebene? Deine eigenen Empfindungen zählen was!

    Du schreibst

    Zitat

    Ich weiß nicht ob ich das alles noch mitmachen soll!! Wie denkt ihr darüber?


    Du musst nun tatsächlich überlegen, ob und wie lange du noch so leben möchtest! Wie ich darüber denke ist doch egal, denn es ist doch dein Leben! Du hast es alleine in der Hand, da was dran zu ändern.

    Ich kann dir was darüber schreiben, wie mein Leben mit meinem Exmann war, wie ich es empfunden habe und wie ich da letztendlich rausgekommen bin. Meine Erfahrungen kann ich dir mitteilen. Machen musst du selbst.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Huhu,

    liebe Grazia :D , da muss ich dir Recht geben, auch ich sehe jetzt, wo es mir so gut geht, mit wie wenig, fast garnichts :roll: , ich damals zufrieden war. Wie wenig ich mir wert war. Ich war mit Krümeln zufrieden... Deshalb genieße ich ganz bewusst mein Leben, denn es ist für mich nicht selbstverständlich. Ich habe es mir Schritt für Schritt erobert.
    Ja, der bittere Beigeschmack wird verschwinden, ich hätte es auch nicht gedacht, aber es ist so. Das ist die Verarbeitung der Dinge. Jeder Mensch braucht seine eigene Zeit dazu, bei einem geht's schneller, beim anderen dauerts eben länger. Es ist gut, dass du dich so annimmst, wie du gerade bist und dir nicht selbst Druck machst.

    Aurora

    Hallo,

    vielen Dank liebe Grazia und Nici, für eure Rückmeldungen!

    Liebe Grazia :D , nein, einen bitteren Nachgeschmack habe ich nicht mehr. Ich habe meine Vergangenheit als das akzeptieren können, was sie ist. Es ist mein gelebtes Leben, das habe ich damals so gelebt und fand es lange als gut so. Das ist einfach mal so. Dann gab es Zeiten, da konnte ich was sehen, da war ich aber noch nicht in der Lage, was daran zu ändern, dass es mir gut ging. Auch das ist einfach mal so gewesen. Aber irgendwann konnte ich dann was ändern und nun genieße ich die Früchte davon!

    Zitat

    Warum also habe wir so lange auf das verzichtet? Warum habe ich mir das alles nehmen lassen?.

    Ich sehe es heute eben so, es war so, weil es für mich so in Ordnung war und ich auch nichts ändern konnte und wollte. Ich habe so gelebt, weil es meine Wahrheit war, damals. Lange Zeit. Ich habe mir verziehen und auch meinem Exmann.
    Und heute genieße ich eben diese Dinge dafür um so bewusster, denn ich weiß, es war eben nicht immer so einfach.

    Hallo Nici :D , der große, böse Dante ist ja sogar vor fast 5 Jahren hier gestartet, er wird im August seinen 5. Trockengeburtstag feiern :D .
    Ja, bei mir ist es gut 4 Jahre her, dass ich hier aufschlug. Man, wo ist bloß die Zeit geblieben :shock: . Ich freue mich, wenn ich durch meinen Weg hier was zeigen kann, wenn es ankommt! Ich habe damals als Neuling ja auch von den "alten Hasen" profitiert! Und wie! Ja, mein neues Leben ist Spitze, ich kann's nur empfehlen!

    Das Wochenende war schön ruhig, am Sonnabend hatte ich einen Nachmittag für mich, da Dante arbeiten musste. Das war auch sehr erholsam, ich konnte in Ruhe Dinge sortieren, unter anderem auch mal wieder meinen Kopf :wink: . Denn auch da geht es eben noch manchmal hoch her, ich bin ja nicht co-frei, mein Weg ist immernoch mein Weg. Aber es geht eben alles viel einfacher und schneller, viel klarer.

    Gestern waren wir mal wieder in der Oper, es gab eine Operette. Das war auch schön, hat mir super gefallen. Es ist schon beschwingter als Oper. Die Inszenierung war auch gut, fand ich. Und nun starte ich mal in eine neue Woche hier...

    Aurora

    Liebe Grazia,

    Zitat

    Es gind zwar um was ganz anderes, aber plötzlich fühlte ich mich wieder so...unverstanden, kann ich gar nicht das wiedergeben. Ich habe lange geweint,


    Solche Attacken kenne ich auch... :? . Es ist einfach so vieles tief eingeprägt worden in den vielen Jahren. Das dauert, bis es nicht mehr hochkommt. Das sind alte Verhaltensdinge, die da passieren, ausgelöst durch ähnliche Situationen. Selbst wenn die Situation dich heute nicht mehr verletzt, kommt da das alte Ding hoch.

    Ich hatte das auch schon öfter, bei mir ist es jetzt das letzte Mal schon eine Weile her. Da heul ich dann einfach mal und lass den Schmerz zu und dann rede ich darüber. Denn Dante weiß ja in dem Moment garnicht, warum ich so bin. Und das finde ich wichtig, dann darüber zu reden und hinzusehen und zu erkennen, das ist was Altes, was da abläuft. Und dann kannst du sehen, heute läuft es ja ganz anders. Das ist gut, um annehmen zu können, erkennen zu können, lernen zu können, dass es eben heute anders ist als damals. Dann kann dein Kopf sehen, aha, heute ist es ja so und so, und diese Attacken werden milder und weniger.

    Ich hoffe, dein Partner konnte da auch Verständnis aufbringen bzw. ihr konntet reden.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    kleines Update.

    Gestern haben wir nun unseren Hochzeitsurlaub gebucht. Florenz... :D .

    Wie oft habe ich mir damals gewünscht, sowas machen zu können. Wie oft hat Exmänne irgendwelche Einwände gehabt. Und im Laufe der Ehe hatte ich zugegebener Maßen auch immer weniger Lust auf solche Aktivitäten :( . Denn es war immer so stressig, ich wusste ja nie, wann trinkt er wieder, wann nicht. Und irgendwann hatte ich einfach auch keine Lust mehr, überhaupt was mit ihm zu planen...

    Und nun ist es also vollbracht, ich wollte schon immer mal dahin. Und ich hatte Berge von Emotionen in mir, bei der Buchung. Und als wir es abgeschickt hatten, habe ich geweint vor Freude wie ein Schlosshund. Es ist so einfach und so schön, so leben zu können. So, wie es sich gut anfühlt. So, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Da waren Emotionen in mir und ich habe sie gespürt, spüren können.

    Ich schätze mein Leben, wie es jetzt ist, noch immer ein wie ein kostbares Gut, und das ist es ja auch. Endlich kann ich es leben, wie es sich gut anfühlt für mich. Es ist nicht selbstverständlich für mich, sondern ich habe es mir Schritt für Schritt erobert.

    Aurora

    Hallo Anita,

    danke, dass du deine Worte nochmal erklärt hast, so kann ich schon besser was damit anfangen :wink: .

    Du schreibst, du bist finanziell von ihm abhängig. Das ist schon eine Sache. Ich kenne jetzt deine Lebensumstände nicht und es ist auch ok, wenn du sie hier nicht veröffentlichst. Aber mir fallen bei solchen Äußerungen eben immer meine eigenen Dinge ein, von damals, als ich selbst noch in der alten Beziehung feststeckte.

    Ich habe ja damals meinen ersten Mann geheiratet und bald kam das erste Kind. Da gab ich meine Arbeit auf, und das zweite Kind wurde ja dann auch geboren. So lebte ich in dem alten Muster
    Frau ist zuhause und macht Haushalt und Kinder
    Mann geht arbeiten und bringt das Geld

    Und mein Exmann hat mich das gut spüren lassen. Und auch mein Umfeld. Ich war ja abhängig von ihm, nicht wahr. So mit den Kindern und ohne eigenes Einkommen. Ich fühlte mich immer weniger was wert, denn Hausfrauen- und Mutterarbeit wird nicht bezahlt, und was nicht bezahlt wird, hat nicht soooo viel Wert in den Augen der Mitmenschen - oft. Leider. Und so fühlte ich mich abhängig. Nach 13 Jahren Familienarbeit fing ich wieder zu arbeiten an, in einem Job, der im Prinzip nicht meinen Qualifikationen entspricht, mir aber bis heute sehr, sehr viel Spaß macht. Aber ich arbeite dort Teilzeit, anfänglich eben wegen der Familie, jetzt, weil das Geschäft leider nicht mehr abwirft, und verdiene eben nicht viel.

    Wieder hing ich weiterhin in der vermeintlichen Abhängigkeit, finanziell, und mein Ex redete mir das auch weiterhin ein. Und ich ließ es mir einreden, denn es schürte meine Ängste und somit hatte ich eine Ausrede, warum ich den letzten Schritt nicht machen könnte... Bis ich mal den Mut bzw. die Verzweiflung aufbrachte, mich an einen Anwalt zu wenden. Da bekam ich Informationen darüber, was mir zusteht, was meine Rechte sind, aber auch meine Pflichten. Und da waren meine Ängste schon wesentlich kleiner.

    Und ich wurde immer stabiler und auch selbstbewusster und auch das ließ die Ängste kleiner werden. Und irgendwann konnte ich mich dann trennen, schon mit finanziellen Einbußen, aber dafür mit unermesslicher Lebensqualität!

    Hast du dich schon informiert, wegen deiner finanziellen Dinge? Informationen sind das A und O. Denn es macht sicher, Bescheid zu wissen. Für sich selbst aktiv zu werden. Es gibt die unterschiedlichsten Informationsstellen. Beratungsstellen. Ämter, Anwälte, Caritas, Suchtberatungsstellen usw.

    Ich möchte dich nicht überrennen, überreden oder sonstwas. Nur Denkanstöße geben. Und viele Dinge von denen, die ich hier lese, bei dir oder ja auch in den anderen Fädchen, erinnert mich so sehr an mein eigenes Leben damals. Und da teile ich mal einfach meine Erfahrung mit.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe HR,

    wie kann ich denn das verstehen, was du da schreibst :shock:

    Zitat

    Ich kann mich im Moment n o c h nicht von ihm trennen, weil ich ihn über alles liebe. So wie ihn habe ich vorher noch nie einen Mann geliebt. Das macht es mir schwer ihn einfach aufzugeben und zu verlassen.

    Vor allem, weil er sich oft wie ein widerlicher Macho aufführt und mich das sehr verletzt. Das tut er immer, wenn ich auf ihn zugehe.

    Das ist doch der reine Widerspruch, oder?

    Liebe Grüße
    Aurora