Beiträge von Aurora

    Hallo Helena,

    momentan ist ja alles noch ziemlich frisch bei dir. Du hast für dich erkannt, dass du so mit deinem Mann nicht mehr weiter leben willst und bist erstmal gegangen. Das ist ein großer Schritt für dich!

    Nun sieht er, da tut sich ja was und bekommt Angst, was nun passiert. Für mich liest sich sein Verhalten so, wie Inga auch schon schreibt, nach Trinkpause und Versprechungen, damit du wiederkommst. Will er wirklich was ändern an seinen Trinkgewohnheiten? Das weiß nur erstmal er alleine.

    Es ist schwierig, da auch für dich wieder Vertrauen zu bekommen. Das ist ganz klar! Das ging mir ja auch so, nachdem mein Exmann aufgehört hatte. Bei mir ist das Vertrauen in ihn auch nicht mehr wieder gekommen...

    Die Hauptfrage, dein Hauptthema ist doch jetzt:

    Zitat

    Und was ist mit mir?

    Was hast du denn für dich in deiner nahen Zukunft geplant? Hast du überhaupt schon was konkret überlegt?
    Du bist ausgezogen, kannst du denn da längere Zeit auch wohnen bleiben?

    Einen Neustart in einer anderen Stadt wagen - willst du das wirklich? Weißt du, was das bedeuten würde, einen Neustart zu machen? In einer ganz neuen Umgebung?

    Es ist wichtig, dass du erstmal für dich beginnst, da Dinge zu sortieren. Und dass du erkennst, wie weit du gehen willst, im eventuellen wieder Zusammenleben mit ihm. Welche Bedingungen wären denn da für dich maßgeblich?

    Weia, jetzt habe ich ja einen Haufen Fragen gestellt... :roll: . Vielleicht kann dich die eine oder andere Frage zum Nachdenken und etwas erkennen anregen...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Primadora,

    ist doch o.k., wenn du dich hier ausheulst! Mach das mal, es wird dir gut tun. Ich rede bzw. schreibe ja da aus Erfahrung.

    Ich bin gespannt, wie er auf deinen Brief reagiert. Es wäre schon gut, wenn du dann auch durchziehst, was du da androhst, sonst wirst du immer unglaubwürdiger. Ich habe gegenüber meinem Exmann so viele Drohungen ausgestoßen, die ich nicht wahr machte. Irgendwann hat er mich nur noch ausgelacht...

    Ich wünsche dir einen guten Nachmittag mit den Verwandten
    Aurora

    Hallo,

    und huhu Matthias :D , huch, hoffentlich biste wieder gerade inzwischen :lol: . Ja, diese Hosen, wo der Hintern in der Kniekehle hängt, die hat mein Sohn einige Jahre voller Hingabe getragen. Zum Glück ist das vorbei, also zum Glück für mich, denn ich finde ihn so wesentlich attraktiver...

    Hallo Monty :D , was du so alles hörst :shock: . Ich freue mich über diese Hintenrum-Kompliment desjenigen, der es gemacht hat.

    Die Oper war klasse, also die Musik. Beethoven ist schon ein Knaller für mich :lol: . Das Lied des Gefangenenchores höre ich rauf und runter, es ist einfach zu schön für mich. Das Bühnenbild war nicht so der Hit für mich :roll: . Ich mag Oper mit Plüsch und so, mit Kulissen, wo ich mir was drunter vorstellen kann. Was hat ein Müll-Kontainer mit blauen Müllsäcken mit "Fidelio", mit treuen, sich aufopfernden Ehefrauen zu tun... :roll: . Es war sehr schön, meinen Sohn wieder mal zu treffen, ihm scheint es gut zu gehen, er strahlt Zufriedenheit und Gelassenheit aus. Das empfinde ich als sehr schön. Seine zornigen und hilflosen Zeiten sind wohl vorbei. Er ist jetzt "groß". Gut, dass er sich abgenabelt hat, es scheint ihm ja gut zu bekommen.

    Das Wochenende mit der Suchtkette war spannend und sehr lehrreich für mich. Ich habe sehr viel nehmen können, aber wohl auch geben können. Es fällt mir immer leichter, mich in Gruppen zu bewegen. Ich habe keine Angst mehr, was Falsches zu sagen oder mich lächerlich zu machen. Ich kann sagen, was ich meine. Dadurch kann ich mich einbringen. Wie sagte mal sinngemäß meine Therapeutin. Wenn ich in eine Gruppe gehe und was gebe, was von mir dalasse, kann ich auch was mitnehmen. Verschließe ich mich, gibt es kein Input und auch kein Output. Meine Mauern hindern mich daran, was anzunehmen, aber auch was zu geben.

    Und nun starte ich wieder in eine neue Woche. Mal sehen. Am Mittwoch wird mein Fingerchen das 2. Mal operiert. Die Zyste ist ja wieder da :? , blödes Ding. Ich hoffe, diesmal kommt sie nicht wieder. Ich hab ja keinen Bock darauf, mich alle 2 Monate am Fingerchen operieren zu lassen, echt...

    Aurora

    Hallo Ayki,

    dann hat dir die Auseinandersetzung mit deiner Situation ja auch deine Grenzen aufgezeigt. Gut, dass du sie annimmst und den Kontakt auf ein Minimum einschränkst, weil es dir anders nicht gut geht damit.

    Ich habe mit meinem Exmann auch ein entspanntes Verhältnis. Dadurch, dass ich endlich Grenzen aufzeigen konnte und auch meine Dinge konsequent durchhielt, hat er erkannt, dass er nicht mit mir machen kann, was er will. Ich fühle mich dadurch, dass ich diese Grenzen auch für mich einhalte, nicht mehr schuldig oder verantwortlich für ihn. Ich kann ihn so sein lassen, wie er ist. Wenn ich es mal nicht so gut kann, was durchaus auch vorkommt, :oops: , bemerke ich das sofort und stelle es ab. Ich konnte eine Menge verarbeiten und aufarbeiten, dadurch konnte ich ihm seine Verantwortung zurück geben und loslassen. Und nun muss ich ihm auch nicht mehr was nachtragen. Es ist einfach klar zwischen uns.

    Dadurch können wir entspannt aufeinander treffen und Dinge regeln. Z.B. gerade wieder den BAFöG Antrag für unseren Sohn. Oder wenn die Kinder Geburtstag haben. Oder zu Weihnachten. Da können wir entspannt in einem Raum sitzen. Ich merke aber, ich muss auch achtsam sein. Es geht manchmal schnell, und ich falle in alte Verhaltensweisen ihm gegenüber zurück. Deshalb ist ein Mindestabstand für mich wichtig!

    Das geht aber auch alles nur, weil er nicht trinkt. Wäre er betrunken, ich würde mich sofort entfernen! Das ist klar.

    Ich wünsche dir eine gute Woche.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Primadora,

    erstmal hallo hier im Forum, schön, dass du da bist.

    Du schreibst:

    Zitat

    Ich liebe ihn und ich möchte ihm gerne helfen bzw. ihm einen Anstoß geben,


    Aus diesem Grund sind hier so viele angekommen, weil sie dachten, für den Trinkenden Hilfe zu finden oder Tipps. Das geht aber nicht! Jemand, der trinken will, wird das auch tun, da kannst du noch so viel reden, Prospekte hinlegen, heulen, schreien...Du kannst noch so viel kontrollieren und konfrontieren. Das wird er alles abstreiten, beschönigen. Dir einreden, du siehst das falsch, beteuern, es ist nicht so.

    Zitat

    Ich denke...wäre vielleicht eine gute Gelegenheit mit dem Trinken aufzuhören.


    Das denkst du... Aber was denkt er :roll: ?

    Du musst dich von dem Gedanken verabschieden, dass du ihm helfen kannst. Wenn er es nicht selbst will, ist das aussichtslos. 100%ig.

    Was du aber tun kannst, ist, für dich selbst was zu sehen. Was willst du? Wo willst du hin? Wie geht es dir mit der ganzen Situation? Und dann kannst du überlegen, was du für dich daran verändern kannst.

    Grüße von
    Aurora

    Hallo,

    Matthias :D und Nici :D , danke für eure Beiträge. Ja, ich empfinde es als "schön normal" bei mir zur Zeit. Und ich werde dafür sorgen, dass es so bleiben kann.

    Die Tage gehen wie verrückt vorbei. Der Januar ist schon fast wieder rum :roll: . Heute abend gehen wir in die Oper :D . Mein Sohn hat eingeladen :D . Er macht zur Zeit ein Praktikum an der "Komischen Oper" und bekommt da Karten. Wir sehen "Fidelio". Ich habe mich sehr gefreut, dass der Kerl da an mich gedacht hat. Und ich bin erstaunt, dass er Oper mag (er hat mit 'nem Freund schon vor Weihnachten eine gesehen) :shock: , ich sehe ihn noch mit Ar...hängerhose rumschlurfen, harte Musiktöne donnerten aus seinem Zimmer. Tja, so verändert sich alles.

    Am Wochenende geht die Ausbildung zum Suchtgefährdetenhelfer weiter. Spannend, ich bin gespannt, es wird sicher wieder sehr interessant. Ich freue mich auch darauf.

    So geht das hier zur Zeit. Nichts Aufregendes, aber total aufregend, was passiert :roll: .

    Aurora

    Hallo Melanie,

    was ist Normalität?

    Da gibt es ganz verschiedene Sichtweisen, finde ich. Erstmal ist "Normalität" wohl etwas, was von der Gesellschaft vorgeschrieben ist. Also was dem Gesellschaftsbild entspricht. So wie du es beschreibst:
    Vater, Mutter, Kind, Arbeiten gehen, höflich und respektvoll miteinander umgehen, ehrlich sein usw. Das ist eine Normalität, die unserem momentanen vorgeschriebenen Weltbild entspricht. Abweichungen davon werden mit skeptischem Blick bewertet. Ja, es ist ein Haufen Bewertung von außen, was normal ist. Oder so empfunden wird.

    Was ist für mich Normalität? Lange Zeit war es das von außen vorgegebene Wertebild: Mutter, Vater, Kind...
    Und es war garnicht normal für mich. Weil es sich für mich nicht gut angefühlt hat, weil es nur äußerlich gut aussah, weil ich mich verdrehte und es versuchte, normal erscheinen zu lassen. Es war im Prinzip Unnormalität :roll: .

    Ich empfinde das, was ich heute lebe, für mich normal. Es ist ruhig in mir. Zwänge sind ganz gut weg. Ich muss mich nicht mehr verdrehen. Ich bin geschieden, damit bin ich erstmal ein Stück unnormal. Obwohl da im Gesellschaftsbild wohl auch Wandlungen stattfinden, geschieden zu sein ist ja heutzutage normal, im Gegensatz zu vor 50 Jahren oder so...
    Und ich lebe "in wilder Ehe" :shock::roll: . Ist das normal? Für mich schon.

    Weia, das ist ganz schön kompliziert mit der Normalität.

    Ich lebe jedenfalls normal für mich, nach meinen Vorstellungen, so gut ich es kann. Bestimmt weiche ich an verschiedenen Stellen von der vorgeschriebenen "Normalität" ab. Das ist mir inzwischen Wurscht, denn ich will mich einfach nur wohl fühlen und glücklich, zufrieden sein.

    Aurora

    Hallo Ayki,

    naaaa, schön, dass du wieder da bist :D !

    Du hast ja inzwischen eine Menge verarbeitet, aufgearbeitet. Die Wut ist weg, sie gehört ja dazu bei einer Trennung, da kommt so viel Wut hoch. Ich hatte damals Wut auf alles, auf Exmänne, auf seine Sippe, auf mich... Auf meine Eltern, die mich geprägt hatten, auf Situationen... Da war sooo viel Wut. Die musste raus und war aber auch ein guter Antreiber, was für mich zu machen. Nachzudenken.

    Nun hast du die Wut überstanden und konntest wohl sehr viel loslassen an alten Dingen. Und siehst dich nun auf gemeinsamer Ebene mit deinem Ex. Ganz in Ruhe.

    Du siehst ihn nun wieder mit anderen Augen an. Er ist der Vater deiner Kinder und ihr hattet auch bestimmt schöne Zeiten. Und er ist gut drauf, wenn ihr euch trefft, dadurch spiegelt er dir ein Bild von damals. So in etwa. Da ist was Altes und was Neues. Dass du erstmal zwiespältige Gefühle hast, ist doch klar.

    Genieße doch einfach die Zeit, die du hast. Ohne Hintergedanken. Es ist klar für dich, dass du nicht mehr zurück willst. Aber du hast nun keine Wut mehr und ihr könnt euch gelassen gegenüber stehen. Für ihn scheint es auch klar zu sein, dass du deine Grenzen hast, die er nicht überschreiten kann. Weil du es nicht mehr zulässt. Es ist klar für ihn, dadurch kann er dir auch mir mehr Respekt entrgegen treten. Er nimmt dich einfach ernst. Weil du es ihm gezeigt hast, dass du eine Frau bist, die er ernst zu nehmen hat.

    Das fällt mir erstmal dazu ein. Ich freue mich auf jeden Fall, dass ihr ein so entspanntes Verhältnis haben könnt. Ich habe ja zu meinem Exmann auch ein entspanntes Verhältnis. Einfach, weil zwischen uns was geklärt ist und ich erreicht habe, dass er mich respektiert. Machtspiele gibt es nicht mehr, weil ich es nicht mehr zulasse.

    Und sonst? Mir geht es gut! Ich werde im April Dante heiraten :D . Hätt ich nicht gedacht, dass ich als Oma nochmal heirate :roll: . Cool, oder :lol: . Für mich hat sich gelohnt, mich auf den Weg zu machen und so viele Veränderungen zu machen in meinem Leben, auch wenn es nicht immer einfach war.

    Ich wünsch dir was und bin gespannt, wieder mehr von dir zu lesen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Joanne,

    mein Lebenspartner ist trockener Alkoholiker, und er würde nie im Leben auf die Idee kommen, Alkohol zu kaufen und mich zum Trinken zu nötigen! Er würde das "Trockensaufen" nennen...

    Unser Haushalt ist alkoholfrei, das war seine Bedingung für unser Zusammenleben. Und für mich ist es selbstverständlich. Denn ich respektiere ihn und seine Suchterkrankung. Wenn wir weggehen, gibt es da ja oft auch Alkohol, aber er sagt, wann es ihm zu viel wird oder ob wir überhaupt hingehen. Unsere eigenen Feste sind alkohlofrei, selbstverständlich! Zu unserer bevorstehenden Hochzeit steht es sogar in den Einladungen drinnen, dass unser Fest alkoholfrei sein wird! Trotzdem haben bis jetzt schon sehr viele Leute zugesagt, dass sie kommen, denn es scheint für sie kein Problem zu sein. Die, die darauf nicht verzichten können, kommen eben nicht, auf die können wir dann verzichten.

    Ich wusste das alles, als ich mich auf ihn eingelassen habe, und es ist selbstverständlich für mich. Denn ich liebe ihn!

    Bei meinem Exmann ist es anders gewesen. Da war es mir egal, was er fühlte. Da habe ich auch in seiner Gegenwart was getrunken, in dem ersten Jahr nach seinem Entzug, als wir noch viel zusammen unterwegs waren. Angeblich machte ihm das alles nix. Nun gut, das muss er wissen, denn es ist sein Leben. Aber Fakt ist, mir ist es auch egal, was er empfindet, weil er mir egal geworden ist in den vielen Jahren. Ich liebe ihn nicht mehr. Es ist mir irgendwie gleichgültig, was er denkt.

    Das fiel mir jetzt mal gerade so ein, als ich das gelesen habe bei dir.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Gummibaerchenblau,

    was ich glaube, ist ja im Prinzip egal, es kommt doch darauf an, was das mit dir macht und was du glauben kannst! Ich kann dir was aus meiner eigenen Erfahrung sagen, wie es bei mir war.

    Ich hatte auch solche Gespräche mit meinem Exmann, und genau wie dir war mir vorher oft übel. Und ich dachte, ich würde wohl übertreiben und alles falsch sehen und es wäre nicht so schlimm. Das dachte ich, weil ich es denken wollte, weil es zu sehr weh tat, richtig hinzusehen und meinen eigenen Gefühlen zu vertrauen.

    Dafür hatte mein Ex auch gesorgt, oft stellte er mich als Spinnerin hin, ich würde es falsch sehen und da wäre ja garnichts. Er würde doch garnicht soooo viel trinken, andere wären da viel schlimmer und er wäre auch nicht abhängig. Und ich wollte das glauben, vertraute meinen eigenen Wahrnehmungen und Gefühlen nicht... Weil ich zu viel Angst hatte, mit den Konsequenzen zu leben.

    Kompromisse haben wir auch geschlossen. Das ging dann immer eine Weile gut. Ich hatte ihm dann angedroht, mich zu trennen, wenn er die Kompromisse nicht einhalten würde. Er hat sich dann auch daran gehalten, trank eine gewisse Zeit nichts (jedenfalls sah ich nichts), auch auf Feiern oder so trank er nichts oder nur äußerst wenig. Und ich war dann happy, na siehste, es geht doch!

    Bis dann wieder eine Zeit um war und ich von der Arbeit kam und er mit seinem besoffenen Gesicht auf der Couch saß :cry: . Und ich?

    Zeterte dann, schrie, weinte, war enttäuscht, verletzt, fühlte mich verraten. Und vieles mehr. Und vergaß meine Androhung, ihn zu verlassen, denn das konnte ich erstmal nicht. Aus vielen verschiedenen Gründen.

    Das Ende vom Lied? Ich weiß nicht, wie viele solcher Runden wir gedreht haben. Auf alle Fälle schwand mein Vertrauen in seine Versprechen, in den Kompromissen immer mehr. Und in seinen Augen wurde ich immer unglaubwürdiger, weil ich ja meine Drohungen eh nicht wahr machte. Er spürte ja keine großartigen Konsequenzen, jedenfalls nicht die letzte Konsequenz. Unsere Ehe, das war nur noch nebeneinander her leben, Kontrolle, Misstrauen. Verachtung auf beiden Seiten. Er musste immer einfallsreicher werden, um Verstecke zu finden. Und er wurde immer gleichgültiger.

    Ich ging mehr und mehr kaputt dabei. Es war so anstrengend. Diese Ängste. Diese Zwänge. Diese Missachtung. Diese Scham. Dieser Schmerz, machtlos zu sein.

    Ein nasser Alkoholiker kann nicht ehrlich sein! Er wird von seiner Sucht gesteuert. Er wird immer wieder Ausreden finden, sein Trinken rechtfertigen, beschönigen.

    Das kann ich dir sagen, aus eigener Erfahrung. Du musst für dich selbst herausfinden, wo deine Grenzen sind und was für dich machbar ist.

    Viele Grüße
    Aurora

    Huhu Nicky,

    es ist gut, dass der Therapeut da eigene Erfahrungen hat! Ich finde das sehr wichtig. Genauso, wie ich es für mich damals wichtig fand, hier im Angehörigenbereich auch auf Menschen mit eigener Erfahrung zu treffen. Denn die wissen, wovon du redest. Und inzwischen bin ich soweit, schon selbst meine Erfahrungen weitergeben zu können, ein wenig.

    Ja, das Wochenende steht vor der Tür! Ich hoffe, du hast was Schönes geplant für dich, mit deiner Tochter. Auch wenn das Wetter nicht soooo dolle werden soll :? .

    Er hat sich erstmal zurückgezogen, na gut. Das ist seine Entscheidung. Na klar wäre es schön, wenn er das Wochenende ohne Alk überstehen würde. Aber wenn er es nicht sollte, ist es eben auch seine Entscheidung.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag.
    Aurora

    Hallo,

    und erstmal danke, Matthias :D , für dein Feedback. Ja, unser Hirn führt schon manchmal ein Eigenleben... :roll: .

    Wochenende ist in Sicht. Das ist auch gut. Die Woche ist verflogen wie nix. Am Dienstag habe ich bis nachmittags, bis meine Tochjter von der Arbeit kam, das Erbschen gehütet. Das kleine Ding ist sooooo erkältet, Fieber, Schnupfnase, oller Husten. Trotzdem hatten wir beide unseren Spaß :D , sie kann ja jetzt schon ganz gut sprechen und es macht Spaß, mit ihr Unterhaltungen zu führen.

    Mit meiner Kollegin hatte ich wieder ein wenig Probleme, aber diesmal konnte ich gut dagegen angehen.

    Bei meiner Lieblingsfreundin war ich auch. Und heute ist Besuch bei meinen Eltern angesagt. Mein jüngster Bruder und meine Schweägerin werden auch da sein.

    Also - alles läuft hier in Alltagsbahnen. Was immernoch nicht selbstverständlich für mich ist, auch nicht nach dieser langen Zeit. Ich genieße jede Sekunde Alltagskram. Tatsächlich...

    Und am Wochenende gehen die Einladungen raus :D . Einige sind schon weg, der Rest geht am Wochenende. Der Countdown läuft...

    Aurora

    Hallo Nicky,

    dass ihr nicht in einer Wohnung zusammen lebt, ist ein Vorteil. Denn da hast du ja dann auch ein Rückzugsgebiet, z.B. wenn er wieder trinken sollte.

    Du schreibst, dass er es nicht versteht, wie es zum Rückfall kommen konnte. Na ja, ich sag mal klipp und klar, es kam dazu, weil er trinken wollte! Das ist einfach so. Denn er hat einen Therapeuten, er hat eine Gruppe und das sind doch Menschen, die er hätte bei Suchtdruck kontaktieren können, wenn er es gewollt hätte. Bevor er zur Flasche gegriffen hat.

    Dass du ihm helfen willst, kann ich gut verstehen. Ich wollte ja meinem Exmann auch immer nur helfen. Alles dafür tun, damit er nicht mehr trinkt. Das hat nicht geklappt, es ging erst, als mein Ex es von sich aus wollte. Nicht eine Sekunde eher. Alles, was ich da vorher mit ihm machte, war kontrollieren und bevormunden. Ich habe ihm seine Eigenverantwortung genommen, indem ich alles machte, dauernd aufpasste und ihm ständig in den Ohren lag.

    Ich habe nichts weiter damit erreicht, als dass ich selbst immer nervöser, gereizter, unglücklicher wurde. Und er immer bessere Verstecke für seine Rationen fand. Es hat keinen Sinn mit der Hilfe, denn wenn er trinken will, ist es keine Hilfe sondern ein Aufdrängen der eigenen Dinge. Denn er will ja saufen, mehr nicht.

    Du sagst ja aber, er will aufhören. Er hat einen Therapeuten. Ist es denn ein Therapeut, der mit Alkoholismus Erfahrung hat? Und er hat eine Gruppe, da geht er hin. Hoffentlich nicht nur als Alibi...

    Das hört sich erstmal gemein an, nicht wahr... Aber ich habe leider genug eigene Erfahrungen machen müssen damit. Bis ich sehen konnte, ich kann was für mich tun, er muss für sich selbst tun. Nix mit Hilfe. Wenn er nicht will. Und wenn er will, muss er sich in Hände von Fachleuten begeben, die wissen, was da zu tun ist.

    Du schreibst, er gehört zu deinem Leben. Ja, das ist so. Aber er darf dein Leben nicht bestimmen! Seine Sucht gehört zu ihm, nicht zu dir. Du darfst dich abgrenzen und dein Leben genießen. Mit deiner kleinen Tochter. Ihr beide seid wichtig in eurem Leben.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Nicky,

    erstmal hallo hier im Forum.

    Zitat

    Ich möchte halt einfach nur wissen, wie ich ihm und mir helfen kann

    Das Ding dabei ist, du kannst ihm nicht helfen. Ich meine damit, du hast es nicht in der Hand, dass er trocken werden kann. Das kann nur er selbst bestimmen.

    Was kannst du denn nun aber für dich selbst tun? Anscheinend kreisen deine sämtlichen Gedanken nur um ihn und sein "Problem". Das ist nicht gut, du hast doch auch dein eigenes Leben.

    Lebt ihr denn in einer gemeinsamen Wohnung?

    Grüße von
    Aurora

    Hallo Schmetterlingsfee,

    Du wolltest berichten, wie es dir geht :roll: . Dann steht da "nicht so gut". Das ist alles.
    Und alles andere dreht sich um "ihn". Deine ganzen Gedanken, das, was du hier in deinem letzten Beitrag aufgeschrieben hast. Du machst dein Gutgehen nur davon abhängig, wie es deinem Mann geht. So kommt's mir vor.

    Alle Gedanken drehen sich um deinen Mann und darum, was wäre wenn.

    Wie geht es dir denn nun wirklich? Was tust du für dich die letzte Zeit? Hast du dir überlegt, wie es für dich weitergehen kann?

    Du schriebst in einem früheren Beitrag, dass du gesundheitliche Probleme hast. Was machst du denn dagegen?

    Und du möchtest Tipps dafür, wie du dich entspannen kannst... Na ja, du kennst dich doch selbst am Besten. Was tut dir denn gut? Ein schönes Vollbad, ein gutes Buch, Rumrennen um's Haus, Klönen mit der Freundin, Musik hören und dabei rumträllern... ?

    Viele Fragen, die ich da habe. Wenn du magst, kannst du darüber nachdenken und antworten. Manchmal kann dadurch auch etwas klarer werden im Kopf...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Klaudia,

    find ich gut, dass du jetzt anfängst, dich um dich zu kümmern! Das Sortieren ist auch wichtig, denn dann kannst du anfangen, immer mit kleinen Schritten ein Stück weit loszugehen. Auch wenn dir die Richtung, in die du gehen willst, noch nicht so ganz klar ist, du wirst das auch herausfinden können. Wenn du weiterhin dich um dich kümmerst...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Rosensonne,

    also erstmal, ein Rotwerdmännchen brauchst du doch nicht zu machen. Das ist hier eine Online-SHG, da sind lauter Menschen, die dich verstehen und lesen und mit denen du dich austauschen kannst. Mal mehr, mal weniger. Das möchte ich dir sagen. Lass dich also nicht abhalten davon, hier zu pinseln in deinem Fädchen, es wird immer jemand vorbeischauen und auch was hierlassen können :wink: .

    Dass du Angst hast, wieder enttäuscht zu werden, das verstehe ich nur zu gut! Es ging mir ja auch so. Mein Exmann hat viele Trinkpausen und noch mehr Versprechungen gemacht. Ich war dann immer wieder ganz voller Hoffnung, habe gedacht, es ist wohl doch noch nicht so schlimm mit ihm. Leider wurde meine Hoffnung dann immer wieder zerstört :( .

    Als er dann wirklich trocken wurde, konnte ich kein Vertrauen mehr aufbauen. Zu viel war da einfach kaputt gegangen, an Vertrauen, Liebe war auch nicht mehr da, es war einfach zu viel passiert. Es war zu spät.

    Was hast du denn nun für die nächste Zeit für dich geplant? Möchtest du abwarten, was nun passiert, möchtest du dich von ihm lösen und eine Trennung?

    Viele Grüße
    Aurora