Beiträge von Aurora

    Hallo Mathilda,

    ja, es tut weh, die Erkenntnis, dass Jemand Alkoholabhängig ist, den du magst, liebst. Und immer wieder kommt die Hoffnung, du könntest dich geirrt haben, und es ist garnicht soooo schlimm.

    Zur SHG zu gehen ist gut, du bist ja auch schon da, denn das Forum versteht sich ja als SHG! Darum kannst du deine Fragen auch hier stellen, hier sind genügen Betroffene, die da was sagen können.

    Du weißt nicht, was du machen sollst...Das Beste wäre, dich zu trennen, ehe du ganz und gar da mit drinnen hängst. Hört sich gemein an, ich weiß. Aber es ist meistens der einzige Weg.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Monty :D , danke für die Neujahrswünsche!

    Ich bin gut angekommen im neuen Jahr! Wir waren bei einem meiner Brüder feiern. Das war in Ordnung. Die Erbse war ja auch da und so verging die Zeit schnell :lol: .

    Jetzt beginnen verstärkt die Vorbereitungen zur Hochzeit, heute will ich Kontakt zum Einladungskarten-Drucker aufnehmen. Und auch den Fotografen werden wir kennenlernen.

    Es geht mir gut. Ich starte positiv in's neue Jahr. Ich weiß, ich habe es in der Hand, mir mein Leben gut zu gestalten. Ich fühle mich nicht mehr auswegslos gefangen und hilflos wie früher. Da war dann immer schnell der alte Trott da und meine alten Zwänge und die Bahnen, die mich festhielten. Nein, ausgeliefert fühle ich mich nicht mehr!

    Der einzige Ärger, den ich habe ist der, dass wohl diese Zyste an meinem Zeigefinger schon wieder am Wachsen ist :shock::twisted: . Da werde ich mich gleich um einen Termin mein Arzt kümmern. Menno, blöde Sache.

    Aurora

    Hallo,

    liebe Gotti :D , ja, das habe ich vor, mein neues Leben zu genießen, bin ja schon dicke dabei :D ! Ich freue mich jedenfalls auf meine Zukunft. Und genieße mein Heute.

    Huhu Monty :D , ja, hol dir Mut bei mir ab, ich geb es dir gerne. Aber du hast ja selbst auch schon eine Menge davon.

    Und nun wünsche ich allen, die hier vorbeikommen, einen guten Start in's neue Jahr. Lasst es euch gut gehen.

    Aurora

    Hallo Nina,

    bei mir war es so, dass ich nach der Trennung erstmal Zeit brauchte, wieder zu mir zu finden und mich in mein neues Zuhause einzugewöhnen. Mit meinem Ex hatte ich da auch Dauerkontakt, wir eierten ständig umeinander rum. Er war ja trocken geworden mit der Trennung. Durch das Forum, durch die Auseinandersetzung mit der ganzen Thematik Co und Alkoholiker entwickelte ich mich aber weiter. Bis ich an einen Punkt kam, da wusste ich nicht mehr weiter. Ca. ein dreiviertel Jahr nach der Trennung suchte ich mir eine Therapeutin und begann dann eine Therapie.

    Das hat mir sehr geholfen. Obwohl meine Therapeutin nicht auf Co-Abhängigkeit und Sucht spezialisiert ist. Denn es gibt auch Therapeuten, deren Schwerpunkt das ist. Mir hat es so gereicht, wie es war und ich habe fast 2 Jahre lang die Therapie gemacht. Das war sehr gut für mich und ich konnte sehr viel mitnehmen für mich, wachsen und stärker werden. Loslassen und verarbeiten.

    Aber es dauert eben seine Zeit. Geduld ist das Wichtigste dabei :? . Ey, ich hätt's manches Mal soooo gerne alles gleich gehabt - nöööö, keine Chance. Der Prozess ist langsam. Jetzt lebe ich seit fast 3 1/2 Jahren ohne meinen Ex. Inzwischen sind wir geschieden und ich habe eine neue Beziehung :D . Trotzdem geht der Prozess immer noch weiter.

    Ich merke immernoch Co-Verhalten an mir. Zwischendurch. Nicht mal so sehr in meiner Beziehung, aber auch in meinem weiteren Umfeld, auf der Arbeit z.B. Also heißt es, hingucken, achtsam und mit offenen Augen sein. Die alten Verhaltensweisen sind bei mir zum Teil sehr eingeprägt, da dauert es eben schon, das zu überschreiben und neu zu prägen. Wenn es denn überhaupt ganz zu überschreiben geht. Aber wichtig ist, ich sehe und merke mein Verhalten, ich kann dann handeln, manchmal schneller, manchmal langsamer, manchmal auch garnicht. Da brauche ich dann noch ein bisschen.

    So, Ende des Kurz-Romanes :lol: . Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Elfi,

    was andere Leute, auch bei den AA, zu deinem Mann sagen, ist unerheblich. Ob er Alkoholiker ist oder nicht, kann nur er selbst von sich sagen. Natürlich gibt es Anzeichen dafür, die zeigen, es muss so sein, er ist abhängig. Aber da kann dann selbst der Kaiser von China kommen und ihm sagen:"Du bist Alkoholiker!" Wenn er es nicht selbst vor sich selbst zugibt, dann ist das egal. Da wird er immer wieder Ausreden finden. Und sich alles schönreden.

    Eines ist aber ganz sicher: du kannst da nichts machen und niemand anderer außer er selbst. Machen kannst du nur was für dich! Du hast Angst, dass er wieder weitertrinkt. Ich verstehe deine Angst, ich hatte sie ja auch. Angst macht starr! Was denkst du, kannst du gegen diese Angst machen? Du bist am Ende, auch das verstehe ich gut! Aber es ist doch dann auch eine Chance, für einen neuen Anfang, für dich.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    Matthias, Monty und Nici :D , danke für eure Worte! Ach ja, Nici, gern geschehen :lol:8) .

    Das alte Jahr läuft so langsam aus. Ein neues steht schon in den Startlöchern. In mir ist es ruhig und zufrieden. Ein Zustand, der ziemlich neu ist, den ich schon sehr, sehr viele Jahre nicht mehr hatte. Jahrzehnte...

    Ich habe in den letzten Monaten noch vieles für mich zuende bringen können. Da war die Scheidung im Mai, das war ein großer Knackpunkt. Da musste ich nochmal viel loslassen und beenden. Eine Beziehung, die 26 gelebt wurde und nach 29 Jahren getrennt, das ist schon eine Zeit. Das geht nicht von heute auf morgen, auch wenn ich es so wollte und es das Beste war. Emotional musste ich da eine Menge bearbeiten. Nun ist es aber in mir abgeschlossen, zu einem guten Teil.

    Ich habe viel in Erinnerungen gewühlt, sie kamen oft in meinen Kopf, einfach so. Ich habe sie zugelassen und betrachtet, da konnte ich sie verarbeiten, aus anderen Blickwinkeln betrachten und loslassen. Das hat mir geholfen, meinen jetzigen Standpunkt zu haben. Und mein altes Leben, das sehe ich nicht mehr als verloren oder nutzlos an, all die Jahre waren meine Lebenszeit, und die gehört zu mir. Und sie war gut, die Lebenszeit, auch wenn nicht alles gut war. Ich habe da so gelebt, wie ich es eben konnte zu der Zeit. Ich bin da mit mir gut im Reinen inzwischen.

    Das neue Jahr bringt wieder etwas. Ich werde Frau Dante werden :D . Das ist dann ein neuer Abschnitt, irgendwie. Obwohl wir ja nun schon seit 2 Jahren zusammenleben. Ich fühle mich optimistisch und gut.

    Oft habe ich mich eben nicht so gefühlt in dieser Zeit, kurz vor Jahresende und Beginn des neuen Jahres. Da blickte ich zurück und dachte, das war schlimm. Es muss ja mal besser werden. Und ich habe geheult, Rotzblasen, über die vergangenen Zeiten und meine Hilflosigkeit, nichts daran geändert zu haben. Nichts hatte ändern können. Das hat weh getan und ich saß dann da, voller Selbstmitleid, das arme Opfer in Person :? . Ich hatte mir dann ja auch was vorgenommen, für's neue Jahr. Aber die Umsetzung war dann fragwürdig. Aber minimal, wenn ich so jetzt hinsehe, minimal änderte sich was.

    Aber irgendwann hatte ich die Kraft, da wusste ich, jetzt kommt meine Zeit! Da heulte ich noch ein letztes Mal voller Selbstmitleid und dann konnte ich loslegen. Langsam, das geht nicht anders. Aber ich konnte endlich was machen. Das konnte ich deshalb, weil ich mich informiert hatte über viele Dinge, ich hatte ein wenig mich informiert über Alkoholismus, hatte das erste Mal was von Co-Abhängigkeit gehört, war zur Beratung gewesen. Darauf konnte ich aufbauen.

    Och ja, es ist schon gut, hier so zu sitzen und sich gut zu fühlen mit den Dingen, die ich erreicht habe. Ich lass es mal gemütlich ausklingen, das alte Jahr, und genauso gemütlich werde ich das neue anfangen.

    Aurora

    Hallo elfi,

    eine SHG, so wie die AA eine ist, trägt dazu bei, dass Menschen, die süchtig sind, trocken bleiben können. Dazu trägt der Austausch bei, Erfahrungen, über die gesprochen werden, gewisse Bausteine, die eingehalten werden, um nicht wieder rückfällig zu werden. All sowas.

    Aber es nutzt nichts, nur eine SHG aufzusuchen, da muss dann auch der eigene Wunsch und Wille dahinter stehen, trocken bleiben zu wollen. Sonst nutzt die beste Selbsthilfe nix!

    Aber ehrlich, für mich hört sich das ganze sehr nach Hinhaltetaktik an. Entschuldige, das ist vielleicht jetzt hart, aber ich kenne sowas alles von meinem Exmann zur Genüge! "Ich mach doch jetzt was... Ich verspreche dir, da ist nix, ich bin ja nicht abhängig... Ich gehe ja zum Arzt... Du bildest es dir sowieso nur ein..."

    Ich könnte die Liste unendlich fortsetzen, leider. Und passiert ist immer folgendes: Er blieb da eine Weile nüchtern, in mir keimte die Hoffnung auf, er hätte es geschafft, wäre ja doch nicht abhängig. Und immer, wenn ich dachte, es wird jetzt alles gut, da legte er dann wieder los. :( .

    Ob deine Ehe eine Chance verdient hat? Was meinst du denn? Es ist ja deine Entscheidung, was du nun machst. Was dein Mann machen wird, weiß ja nur er selbst. Möchtest du denn weiter hoffen und abwarten, was nun passiert? Wenn du es möchtest, dann ist es ok. Es ist dann eine Entscheidung. Und die Zeit wird zeigen, ob es gut oder schlecht war.

    Du kannst auch sagen, es reicht dir und dann neue Schritte für dich planen. Es liegt in deiner Hand, was du machst. Für dich! Denn für deinen Mann kannst du nichts entscheiden, das wird er selbst machen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Sypsilon,

    willkommen im Forum!

    Diese Versprechungen hat mein Exmann auch so oft gemacht. Und er hat dann auch Trinkpausen gemacht, in denen ich dann immer wieder Hoffnung schöpfte, er könnte doch gerade noch die Kurve kriegen...

    Nachdem ich damals ernst machte und er merkte, ich trenne mich diesmal wirklich, tickte er erst völlig aus, war dauerbetrunken und ging dann nach einer Weile in's KH zum Entgiften. Ich war dann da auch sehr hin- und hergerissen. War er doch nüchtern, auf einmal. Und ich - hatte eine eigene Wohnung. Sollte ich die behalten oder alles rückgängig machen? Dilemma....

    Ich blieb in der neuen Wohnung und begann, mich zu verändern und zu regenerieren. Und ich wartete, was mit Ex nun passieren würde, denn dass er dauerhaft trocken bleiben könnte, dachte ich nicht. Null Vertrauen, da war nichts mehr. Und Liebe... Nicht bei mir, wenn ich ganz ehrlich in mich reinhorchte.

    Darum lass mal ganz in Ruhe alles angehen. Mach für dich, was dir gut tut jetzt. Warum nicht auch Wohnungssuche? Die Trennung muss ja nicht für immer sein, die Wege können sich ja wieder kreuzen. Möchtest du es denn, dass er bei der Wohnungssuche mithilft?

    Viele Grüße
    Aurora

    Huhu Nici,

    "nein" sagen, hm... Es ist am Anfang schwierig, wirklich ein leidiges Thema. Gebe ich zu, war bei mir nicht anders. Die ersten "Neins", boah, die machte ich mit Herzklopfen und rotem Kopf und hinterher schlechtem Gewissen. Ja, ich hatte wirklich hinterher ein super schlechtes Gefühl, am liebsten hätte ich das "Nein" rückgängig gemacht, aber dann habe ich mir gesagt, nöööö, das hälste jetzt mal aus. Und das habe ich dann.

    Und dann merkte ich nach einer kleinen Weile, die Welt war noch nicht untergegangen. Und so wuchs mein Mut, noch öfter mal "Nein" zu sagen, wenn ich es für mich für angebracht hielt. Es ging immer leichter. Das schlechte Gefühl hielt immer kürzer an und der Kopf war nicht mehr rot. Und ich merkte, trotz der Grenzen, die ich da setzte, mochten mich die Leute noch immer, oder sie mochten mich immernoch nicht :roll: . Aber ich wurde mit deutlich mehr Respekt behandelt, auf einmal.

    Und ich fühlte mich selbst immer besser dabei, merkte, wie mein Leben für mich einfacher wurde dadurch, dass ich nicht Dinge machte oder zuließ, die ich nicht wollte. So wie ich es früher immer getan hatte. Und da plötzlich merkte ich, "Nein" sagen ist cool 8) . Und "Ja" sagen genauso, denn wenn ich jetzt "Ja" sage, ist es auch ehrlich gemeint. Cool 8) .

    Ich wünsche dir 'ne gute Woche. Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo lullaby,

    du weißt nicht, wie du deiner Mutter helfen sollst...

    Fakt ist, solange sie trinken will, kannst du das nicht! Das kann niemand! Sie will trinken, ist wohl abhängig, da gibt es nichts, was sie abhalten könnte davon. Leider ist das so.

    Ich habe das viele Jahre lang mit meinem Exmann so gelebt. Und es wiederholt sich immer in allen Geschichten. Der Angehörige hat keinen Einfluss darauf, ob der andere trinkt oder nicht. Oft wird die Schuld zwar dem Angehörigen untergeschoben, aber nur, um ihn sich schuldig fühlen zu lassen und verantwortlich, damit du weiter funktionierst und der Abhängige in Ruhe weitertrinken kann.

    Ich kann es sehr gut verstehen, dass du keine Lust hast auf's Heimkommen, kenne ich gut. Ich hatte sogar oft sehr viel Angst vor dem, was mich wohl erwartete. Auch den Hass kenne ich gut. Aber ebenso das Gefühl, wenn ich gehe, säuft er sich ganz zu Tode...

    Er hat aber seine Trinkerei auch gesteigert, als ich da war. Vorher. Das ist die Sucht, der Konsum muss im Laufe der Zeit gesteigert werden, weil der Körper es braucht. Egal, ob du da bist oder nicht! Dann wird heimlich getrunken.

    Hm, jetzt habe ich erstmal einen kleinen Roman verfasst. Dass du eine eigene Wohnung nehmen möchtest ist gut. Vielleicht kann deine Schwester mitkommen, ich weiß nicht, ob das rechtlich oder auch finanziell möglich ist. Auf alle Fälle ist es gut, sich abzugrenzen, zu trennen. Auch wenn es sicher schwer fällt.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Waldliebende,

    ich habe ja schon eine Weile hier nix mehr geschrieben, aber still mitgelesen. Ich freue mich, dass du in den geschlossenen Bereich wechseln möchtest! Denn dort hast du die Möglichkeit, richtig ernsthaft was für dich zu machen. Es ist nicht so anonym wie hier, es ist viel persönlicher, es gibt Fotos usw. Der Austausch, das, was du schreiben kannst dort, geht oft sehr tief und bringt eine Menge. Es ist eine richtige Selbsthilfegruppe, so ähnlich wie die, in die ich auch real gehe. Ich finde das einen großen Schritt, den du da machst und bin gespannt auf einen Austausch dort mit dir.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    und hallo Matthias :D , danke auch für die lieben Grüße!

    Und ja, ich hatte ein frohes Fest, schöne Feiertage. Wobei, kleiner Wehmutstropfen, gestern hatte Dante Tagesdienst, um 6.30 h ist er los, abends um 20.oo h war tauchte er wieder auf.

    Heiligabend bei meiner Tochter war schön. Die kleine Erbse war jaaaanz uffjerecht :lol: , Weihnachten an sich, den Sinn davon, dass weiß sie ja noch nicht. Aber Geschenke kennt sie schon und auspacken kann sie gut :lol: . Und ihr Onkel D. war da, den liebt sie ja heiß und innig. Mein Sohn, der Coole, wird so kuschelig und klein, wenn er mit seiner Nichte zusammen ist. Schön anzusehen für mich. Es war friedlich, Exmänne hat wieder sehr, sehr viel erzählt, macht der ja immer :? . Das war schon bissi nervig.

    Am ersten Feiertag waren wir bei meinen Eltern, volles Haus, meine Brüder mit Anhang, meine Nichtern und Neffen, meine Kinder usw., das war was. Ich glaub, alles in allem 24 Menschen oder so :shock: . Meine Mutter mag das schon, aber sie schafft es nicht mehr. Es ist auch einfach zuuu viel, um noch gemütlich zu sein. Die Familie ist eben groß, und auf der einen Seite sind schon viele verstorben, auf der anderen Seite kommen aber auch neue dazu. So wie im richtigen Leben eben :wink: .

    Gestern war ich bei Monty eingeladen. Sie und ihr XY haben Rouladen gemacht, boah, voll lecker. Es waren noch 3 andere Menschen aus unserer SHG eingeladen. Und es war ein schöner Nachmittag, mit Ernsthaftigkeit genauso wie mit Lachen. Für mich war es ein großer Schritt. Das erste Mal, dass ich Weihnachten in einem "fremden" Kreis war. Die Feiertage waren früher immer heilig, nur für Familie. Stressig... Voller Suff...

    Ich war sehr ausgefüllt mit Positivitäten, abends. Ich fühlte mich angenommen und gerngesehen in dem Kreis. Eine Sache, die wäre für mich vor 3 Jahren noch unvorstellbar gewesen. Ich hätte, wenn überhaupt, völlig verkrampft dagesessen. Mich kaum getraut, den Mund aufzumachen. Versucht, beim Essen nur nicht zu kleckern oder aufzufallen. Ich erkenne für mich sehr viel dadurch.

    Zum einen habe ich durch meine Trennung und die ganzen Schritte, die ich gemacht habe, auch durch die Therapie, einen Haufen Freiheit und Selbstbewusstsein erlangen können. Zum anderen sehe ich, wie mich all das Fehlen von Selbstvertrauen festgehalten hat in Dingen, die mir nicht gut taten

    Wie sehr habe ich an der Ehe geklammert, aus Angst vor vielen Dingen. Hier zum Beispiel aus Angst, ohne Mann dazustehen, bei dem wusste ich wenigstens, was ich habe, auch wenn es schlecht war, aber ich wusste halt, woran ich war. Nach außen sah ich eben aus wie jemand, die in einer Beziehung glücklich lebt :roll: . Das war mir wichtig als Schutz und als Bild für andere Menschen. Die Familie, das war auch mein Schutz, ich hatte da meine Rolle, die ich spielte, die mir zugeteilt worden war und die ich lebte. Ich fühlte mich da gebraucht und gekannt, auch wenn es mir manches Mal nicht gut damit ging, ich mich verdrehte für alle, mir selbst nichts Recht machte. Aber es war eben mein Schutz nach außen, seht her, ich lebe geschützt in diesem Kreis, weiß, woran ich da bin.

    Auch wenn meine Brüder manches Mal ihre dummen Sprüche machten und machen, die mich oft verletzen. Auch wenn meine Ex-Schwiegerfamilie mich klein hielt, mich für ihre Machtspiele und Befriedigungen missbrauchte, ich ließ das ja zu, es war mir bekannt und ich fühlte mich sicher damit, denn ich wusste ja, was da erwartet wurde. Und Exmänne, der wusste sehr gut mich zu gebrauchen, in jeder Hinsicht :( . Immer wieder redete er mir Schuld und Verpflichtung ein. Redete mir Ängste ein, die mich schön klein- und festhielten.

    Das ist alles Vergangenheit geworden, Schritt für Schritt. Heute bin ich in der Lage, mich in neue Verbindungen zu begeben, in "fremde Hände". Da weiß ich nicht, wie erstmal meine Rolle ist. Da muss ich nichts spielen oder mich verstellen. Da werde ich angenommen so, wie ich bin. Wie sagte gestern die eine Frau:" Ick find's richtich jut, dass du auch da bist heute!" Das ist ein ungeheuer schönes Gefühl.

    Und so angefüllt mit guten Gefühlen starte ich jetzt in die letzte Woche dieses Jahres. Sicher werde ich auch noch einen Rückblick machen. Und ein wenig vorausschauen. Es ist völlig anders als all die bösen Jahre. Rückblick war da:
    gut, dass das Jahr vorbei ist, es war schlimm genug.
    Das kann, das muss ja einfach besser werden im neuen Jahr!

    Meistens wurde es aber erstmal nicht besser, im Gegenteil... Besser wurde es ab da, als ich aktiv wurde und nicht dem neuen Jahr die Verantwortung für meine Befindlichkeiten überließ. Oder dem alten Jahr nicht mehr die Schuld am Schlimmen gab.

    Aurora

    Huhu Monty,

    ich mach's jetzt einfach schon mal hier!

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Lass es dir gut gehen heute, lass dich bissi verwöhnen. Und für's neue Lebensjahr, was wünsch ich dir da? Mach weiter so, du bist auf einem guten Weg. Nimm jeden Tag noch ein wenig mehr Rücksicht auch auf dich. Du bist wichtig.

    Vielen Dank für den wunderschönen Nachmittag und das gute Essen.
    Was du mir damit gezeigt und gegeben hast ist sehr viel für mich. Ich konnte wieder einen Schritt machen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Joanne,

    ja, was ist mit dir, wenn es dir nicht gut geht?

    Dann komm einfach hierher, in's Forum! Es ist immer jemand da, es gibt auch einen Chat über Weihnachten, da können auch die User aus dem offenen Bereich mitmachen. Trau dich, mach einfach, wenn du es brauchst. Du machst es ja dann für dich.

    Liebe Grüße und ein schönes Fest
    Aurora

    Hallo,

    liebe feeli :D , danke für die Weihnachtsgrüße!

    Hier ist noch alles ruhig, wir haben frei heute, beide. Heute nachmittag geht's Richtung Tochter, Schwiegersohn und Erbse, da werden wir es uns gut gehen lassen, zusammen mit meinem Sohn und Exmänne. Das geht, wir können zum Glück entspannt alle zusammen da sein! Dafür bin ich sehr dankbar, ich weiß auch, dass ich das zum großen Teil meiner Konsequenz zu verdanken habe.

    Denn es gibt klare Grenzen, zwischen dem Ex und mir. Kein Rumgeeier mehr. Und er ist nicht nachtragend oder böswillig, lebt sein Leben so, wie es ihm gerade gefällt. Anscheinend geht es ihm gut damit. Ich gebe zu, so ganz egal ist es mir nicht, zu lange waren wir zusammen. Was ich für ihn empfinde, hm, so Art freundschaftliche Gefühle, ich kenne ihn eben ja sehr gut. Ich trage ihm nichts mehr nach, bin mit mir ganz gut im Reinen, was die Vergangenheit betrifft, auch wenn manchmal noch alte Gedanken hochkommen. Das ist aber anders als früher. Ich kann das verarbeiten und ablegen, in meine Hirnregale da oben. Für die Kinder ist es auch so entspannter, sie müssen sich nicht aufteilen, sondern haben ihre Eltern zusammen, denn die Eltern sind wir nun mal. Und das finde ich sehr wichtig auch für meine Kinder, auch wenn sie erwachsen sind.

    So ist alles ganz friedlich hier. Dankbar, ja, das bin ich, dass ich das Glück habe, dass es so läuft. Ich weiß, es ist nicht selbstverständlich. Und ich bin dankbar mir selbst, dass ich damals den Mut hatte, das Leben für mich so zu verändern, dass ich wieder Spaß daran habe! Und das große Glück auch spüren kann!

    Ich wünsche nun allen, die hier vorbeischneien, ein wunderschönes Fest! Lasst es euch gut gehen.

    Aurora