Beiträge von Aurora

    Hallo Joanne,

    ich sehe es so wie meine Vorschreiberinnen. Er ist da im KH, weil er trocken werden will - will er das :roll: ?

    Er redet jetzt schon davon, wieder rückfällig zu werden. Als hätte er da schon einen Plan... Und vor allem, du hast dann nichts damit zu tun! Es ist einzig und alleine seine Verantwortung. Er ist erwachsen, sollte in der Lage sein, selbst auf sich zu achten. Lass dir da bloß nichts einreden oder dich verpflichten oder so!

    Du hörst dich für mich auch an, als ob du selbst nicht glaubst, dass er es schafft. Das Vertrauen ist so ziemlich futsch, das ist ganz klar. Hast du Lust und Kraft dazu, es wieder angehen zu lassen, liebst du ihn denn? Kannst du dir vorstellen, weiter zu machen. Den Weg gemeinsam zu gehen?

    Ich kann Fragen stellen, was... :roll::? .
    Du musst hier nicht darauf antworten, wenn du es nicht möchtest. Aber vielleicht kann da was zum Nachdenken angeregt werden, zum Überlegen.

    Liebe Grüße und schöne Weihnachten
    Aurora

    Hallo MrTender,

    da bist du hier angekommen aus dem gleichen Grund, wie so viele. Nämlich, um Tipps zu bekommen, Unterstützung, wie du deine Partnerin "trockenlegen" kannst.

    Da ist bloß ein Haken bei... Leider ist es nicht möglich, jemanden trocken zu bekommen, der es nicht selbst unbedingt auch will!

    Wenn deine Freundin wirklich von sich aus aufhören will und trocken werden möchte, dann muss sie auch die nötigen Schritte dafür machen. Natürlich kannst du sie unterstützen dabei, z.B. indem du nicht in ihrer Gegenwart Alkohol trinkst, indem euer Zuhause alk-frei ist (wenn ihr zusammen wohnt).

    Überreden bringt nichts, auch nicht Druck ausüben. Wenn sie trinken will, wird sie es machen. Der der Entschluss aufzuhören, muss ihrer sein.

    Machen, aktiv sein, kannst du alleine für dich. Wo sind deine Grenzen, wie weit willst du mitmachen, wenn sie weiter trinkt?

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    Melanie, Matthias, Joanne :D:D:D , nein, Ratscherei finde ich das nicht! Es ist wunderbar, das Leben auch mal durch Kinderaugen zu sehen und von Kindermund erklärt zu bekommen. Die Perspektiven, die sich da eröffnen, können uns viel bewusst machen. Finde ich. Und auch mal ein wenig Schwere nehmen.

    Und ich kann von mir auch nur sagen, hätte ich mich nicht gelöst von meinem alten Leben, könnte ich jetzt hier nicht so unbeschwert meine kleine Erbse unbd mein Leben genießen! Das ist Fakt! Ich hätte niemals so unbeschwert sein können mit dem nassen Alkoholiker an meiner Seite. Denn da war mein Blick nur auf seinen Suff gerichtet. Und auf mein Leid.

    Ich weiß nicht, ob meine Tochter und mein Schwiegersohn mir auch die Erbse so voller Vertrauen "überlassen" hätten, damals. Denn sie wussten ja auch, was da bei uns los war. Exmänne so oft betrunken, fast bewusstlos, und ich dann außer mir. Vor Angst. Vor Wut. Ich weiß nicht, ob ich selbst es überhaupt gewollt hätte, denn ich hatte genug zu tun.

    Und die Sippe von Exmänne, auch die hätte da mitgemischt, Ansprüche angemeldet, keine Ruhe gegeben. Da hätte ich wieder gemacht und getan, damit alle zufrieden sind, nur ich hätt' nix davon gehabt. Denn ich habe das Schöne nicht für mich genießen können.

    Jetzt bin ich dazu in der Lage. Ich kann mein Leben frei genießen, ohne Suff, ohne Zwang. Meine Kinder haben auch zu mir wieder ein ganz neues Verhältnis, sehen auch mich mit anderen Augen. Und sie wissen, bei uns ist es ruhig, wir lieben unsere kleine Terrorerbse und nix passiert hier, was ihr schaden könnte.

    Mit einem nassen Alkoholiker an der Seite ist das Leben einfach kein Leben...Denn all die schönen Dinge ziehen ungesehen vorbei. Weil der Blick auf die anderen Dinge fixiert ist. Weil ich mir nichts gönnen mag, kann. Weil ich Angst habe vor dem Morgen. Weil ich zu beschäftigt bin mit ihm und seinem Trinkverhalten, völlig ausgepowert teilweise. Weil ich, in meinem Fall, auch schon angefangen hatte, mitzutrinken.

    Liebe Monty :D , Mitleid, all diese Dinge, die ich da geschrieben habe, das sind Gedanken, die hatte ich früher. Da ging es mir so! Bei der Einladung jetzt aber, da war in meinem Kopf ein Klicken, ganz komisch. Wie ein schneller Film lief da das Band ab und diese Dinge verschwammen. Sie fielen auseinander wie ein Kartenhaus, ganz schnell. Das war das Zögern... Dann konnte ich antworten, und ich weiß, es ist gut so und ich weiß, warum diese Einladung wirklich kam! So kann ich jetzt sein, vor zwei, drei Jahren wäre es noch etwas anders verlaufen.

    Darüber bin ich froh, das zeigt mir, wie ich inzwischen mein Selbstvertrauen, meinen Selbstwert steigern konnte. Denn damit hat das ja hauptsächlich zu tun, wie ich mich damals gefühlt habe und wie ich es heute fühlen kann. Ich sehe an solchen Dingen meine großen Fortschritte und ich erkenne, wie sehr es sich gelohnt hat, loszulaufen, damals!

    Liebe Grüße an alle
    Aurora

    Hallo Joanne,

    mir ging es damals ähnlich wie dir jetzt. Als mein Exmann im KH war, begann ich mich von dem ganzen Schlimmen langsam zu erholen. Ich konnte nachts wieder einigermaßen schlafen, angstfrei nach Hause kommen. Es war einfach friedlich, auf einmal.

    Und als er dann sagte, er würde dann und dann entlassen, da war ich garnicht froh, sondern voller Angst. Und dafür schämte ich mich irgendwie. Ich sollte mich doch freuen... Aber ich hatte Angst, was passieren würde. Ich schämte mich auch, weil es mir ohne ihn so viel besser gegangen war. Ich war ja da auch beschäftigt, mir meine Wohnung, die ich ja da schon gemietet hatte, einzurichten. Und ich war im Zweifel, ob ich nicht zu voreilig gewesen war damit.

    Aber ich machte weiter. Mit Ausziehen und Einrichten, denn ich dachte, nun habe ich es angefangen, da mache ich erstmal weiter, auch wenn die kleinen Teufelchen in mir da mächtig rumorten.

    Was hast du denn für dich als nächsten Schritt geplant? Oder hast du dir eine kleine Pause verordnet?

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Melanie :D , danke dir für deine Gedanken hier.

    So, wollte doch mal wieder was hier lassen. Freitag war Weihnachtsfeier unserer SHG. Es war wieder sehr schön und lustig. Es ist toll, wie gut das Zusammensein sich anfühlt, wenn alle nüchtern sind! Und wenn ich auf niemanden aufpassen muss... So wie damals mal, vor "Urzeiten". Nun kann ich entspannt an solchen Dingen teilnehmen und genießen.

    Am 2. Feiertag muss Dante leider arbeiten, Tagesdienst, hat er noch kurzfristig bekommen :( . Da bekam ich kurzfristig eine Einladung. Und erstmal war ich wieder sprachlos.

    Früher hätte ich abgelehnt. Denn - ich wollte doch niemandem zur Last fallen, nicht das 5. Rad am Wagen sein, nicht aus Mitleid irgendwo sein... Und es kommen noch wenige andere Menschen dahin, was hätten die wohl denken können. Warum ist die denn hier. So wäre es in meinem Kopf gewesen. Und - ich kann doch nicht einfach eine Einladung annehmen, vielleicht will mich ja die Familie :roll: . Ich hätte "nein" gesagt, und mich dabei über mich selbst geärgert, wäre traurig gewesen. Aber ich hätte es nicht gekonnt, aus zu großer Angst vor Verletzung, Angst davor, jemandem zur Last zu fallen, Angst, nur geduldet zu sein usw.

    Ich habe, nach kurzem Zögern, all die alten Dinge über Bord geworfen und gesagt, ich komme gerne! Und das tue ich! Ich kann da hingehen, ohne Angst, denn ich weiß, ich bin willkommen dort. Sonst hätte sie mich ja nicht gefragt!

    Das ist ein sehr, sehr großer Schritt für mich, dass ich das kann. Da konnte ein großes Stück Restmauer abgebaut werden. Ich kann offen sein und handeln, wie ich mich gut damit fühle. Ohne die Gedanken anderer denken zu müssen, denn das geht ja nicht, weil ich ja nicht in deren Kopf gucken kann.

    Am Wochenende war die Erbse hier, denn Tochter und Schwiegersohn hatten Karten für's Musical. In Hamburg... Ich bin froh, sie sind gut gelandet, dort und dann wieder hier! Und das Erbschen hat uns auf Trab gehalten. Sie will nun alles "alleeeeeiiiiiineeeee!" , puh, das ist gut und richtig so, aber aaaanstrengend. Bin ja keene zwanzich mehr :lol: . "Oma, Popel abmachen..." schwupps, schon hält sie mir den Finger hin. Niedlich... :lol: . Streicheln mit kleinen Patschhändchen. Und der Teppich auf unserem Flur läd ein, dass kleine Erbsen bei Abräumen des Esstisches stolpern und "nupps" machen.

    Und Dante macht Tee... Oma sagt:" Der muss noch ziehen." Und Erbschen sagt:" Erbse (na ja, sie sagt natürlich ihren Namen :lol: ) auch Jacke anziehen!" Puh, ist das schön, macht Spaß! Aber ist eben auch anstrengend. Aber ohne Frage, das Erbschen bereichert mein Leben so sehr! Ich geb die nie mehr her.

    Und nun geht es in die letzte Woche vor Weihnachten. Einen Baum haben wir, *schweißabwisch*, ich hab ja immer Angst, keinen mehr abzukriegen... :?:wink: . Schöner Baum. Und noch bissi arbeiten gehen und dann. Weihnachten. Muggelich, gemütlich, ruhig, einfach schön.

    Aurora

    Liebe Monty,

    ich freue mich sehr über die Entscheidung, in den Geschlossenen zu kommen :D . Dort ist richtig intensiver Austausch, mir hat es jedenfalls sehr, sehr viel gebracht dort. Und bringt immernoch was.

    Schön, dass es mit deinem Sohn alles geklappt hat. Nun kann er weiter gehen. Ich hoffe, du konntest deinen inneren Abstand zu seinen Dingen ein wenig vergrößern. Und dich am Wochenende erholen. Das Lachen war doch ein guter Auftakt, es ist doch toll, wie lustig eine Gruppe alkoholfrei feiern kann! Oder gerade deshalb... :roll: Ich finde das immer wieder einfach schön. So klar dabei zu sein, ohne Gesabbel und ohne besoffenes Gestreite usw.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Joanne,

    na, da wünsche ich dir heute einen schönen Tag mit deiner Tochter, macht es euch gemütlich! Glückwunsch unbekannterweise an deine "Kleine".

    Ist doch gut, dass du dein Wochenende so genießen konntest. Deinen Mann interessiert wohl dein Leben momentan wenig, na auch gut, er muss ja mit seinem eigenen erstmal versuchen klarzukommen. Deshalb lass ihn mal machen, für sich, und du machst ja auch gut was für dich.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Monty,

    zusammenreißen, das hört sich soooo hart an. Nicht zusammenreißen, sondern rausheulen, was da so belastet! Zusammengerissen hast du dich doch lange genug. Das ist nur verdrängen, in dich reinfressen, aber lösen kannst du damit nichts. Zusammenreißen macht dich starr.

    Heulen klärt den Blick, macht den Kopf frei. Heulst du mir in's Ohr, ist auch jut, heulst du dich hier im Forum aus, ist auch nicht schlecht, aber dann kannst du ja vielleicht doch noch was loswerden. Einfach nur rauslassen, was da so zusammengerissen in dir wie ein Klumpen rumliegt.

    Ich hoffe, dir geht es ein wenig besser, erkältungsmäßig.

    Ich drück dich
    Aurora

    Liebe Monty,

    es ist schon eine Menge geschrieben worden, dem ich mich nur anschließen kann! Dein Sohn hat den Anstoss bekommen, er weiß, an wen er sich wenden kann. Er ist erwachsen. Auch wenn es ihm psychisch nicht gut geht, bist du nicht dafür verantwortlich, ihm alles hinterher zu tragen!

    Du darfst dir auch Hilfe suchen. Du bist es wert, dass es dir gut geht, auch wenn es anderen um dich rum eben mal nicht gut geht. Das liegt nicht in deiner Verantwortung. Und du darfst dir Hilfe holen, du kennst auch meine Nummer! Du weißt, du kannst anklingeln, ich habe es dir schon oft gesagt und ich meine es auch so!

    Dass deine Gesundheit so weit unten ist, ist kein Wunder. Die Psyche spielt da eine Menge mit, und genug Bazillen fliegen ja auch rum, momentan. Da darfst du einfach auch mal sagen, nee, Leute, ich kann zur Zeit nicht. Du darfst dir Hilfe einfordern, abgeben, was du nicht tragen kannst. Denn du musst nichts tragen, was dich so weit runterdrückt, dass du nichts mehr anderes sehen kannst!

    Monty, du hast einen Mund und du kannst damit reden. Und Grenzen setzen, Stopp-Schilder. Und du hast Augen und du kannst damit sehen. Es ist genug, hör auf, immer nur auf andere zu schauen, nur nicht auf dich.

    Hm, das wollte ich mal hier lassen. Zum Nachdenken...

    Aurora

    Hallo zwergi,

    du schreibst:

    Zitat

    Das Problem ist wohl, dass er nicht das Trinken aufgeben will!


    Wessen Problem ist das?

    Zitat

    Tja, welche Konsequenz ziehe ich daraus!?


    Na ja... was kann da für eine Konsequenz daraus für dich folgen?

    Hast du ihm ein Ultimatum gesetzt? Oder nur deine Empfindungen gesagt. Ich habe damals meinem Exmann ein Ultimatum gesetzt in einem Zeitrahmen, der mir realistisch erschien, um etwas verändern zu können. Er für sich und ich für mich. Denn ich wusste da, das Ultimatum muss eine Konsequenz haben, nämlich die, dass ich dann auch wirklich gehe, wenn er nicht aufhört.

    Er tat erstmal nix weiter als noch schlimmer zu trinken. Und ich ging auf Wohnungssuche. Am letzten Tag des Ultimatums hörte er auf zu saufen, bekam fürchterlichen Entzug und ging in's Krankenhaus zur Entgiftung. So kann es gehen. Leider haben wir keinen gemeinsamen Weg mehr gefunden, aber ich würde noch immer unglücklich und krank, ich war schon sehr angeschlagen, körperlich und psychisch, da in der Ehe hängen! Mit Sicherheit, denn warum hätte er was ändern sollen? Er hatte ja "kein Problem"...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo DesperateS,

    so ist es:

    Zitat

    Ich muss niemandem mehr Rechenschaft ablegen


    auch nicht seinen Eltern gegenüber! Du musst doch garnicht mit denen reden oder Kontakt halten. Sie sind erstmal auf der Seite ihres Sohnes. Na gut. Das ist deren Sache. Du hast dich entschieden und musst dich dafür nicht rechtfertigen.

    Die Ich-Sätze finde ich gut. Du bist gegangen, weil das Leben mit ihm nicht mehr lebenswert war für dich. Und das ist das Wichtige. Denn es ist dein Recht, dass es dir gut geht.

    Ich wünsch dir 'nen ruhigen Tag
    Aurora

    Hallo Joanne,

    bei mir war es so ähnlich wie bei Martha, ich habe mich "gefreut", wenn es meinem Exmann schlecht ging, der Arzt was sagte. Dann dachte ich jedesdmal, nun wird er es endlich einsehen... Nöööö, hat er nicht. Es war dann eine Pause, bis alles besser war, dann ging es weiter.

    Das wird immer so sein, solange, bis derjenige wirklich einsieht, was da ist, mit allen Konsequenzen, oder nie. Dein Mann erinnert mich sehr an meinen Exmann in seinem Verhalten. Beschönigen, Schuld zuweisen, sich "willig" zeigend, was zu ändern, aber nur halbherzig und mit den Sprüchen. "Siehste, die Ärzte sagen auch, es ist nicht schlimm"... "Ich hab nicht mal Entzug"... all sowas. Es ist - mal wieder - erstaunlich, wie sich die Dinge ähneln.

    Und du erinnerst mich stark an mich selbst zu diesen Zeiten. Ich war dann voller Hoffnung, dass er nun was einsehen wird. Ich war voller Hoffnung, die Ärzte würden ihm die Pistole auf die Brust setzen. Ich war voller Hoffnung, nun hätte er was kapiert.

    Und das ließ mich dann immer wieder weiter funktionieren. Aber leider auch immer wieder bald in tiefe Löcher fallen. Ich habe auch solche Forderungen gestellt, die er teilweise halbherzig erfüllte. Das war alles Taktik, damit ich beruhigt war und er in Ruhe weiter trinken konnte.

    Gebracht hat es mir erst ab da etwas, als ich sah, ich kann nichts erzwingen bei ihm. Und das muss ich auch nicht, denn er ist ja erwachsen. Er darf entscheiden, was er macht. Aber ich bin auch erwachsen und ich darf auch entscheiden. Ich stellte ein Ultimatum, entweder du hörst bis dann und dann auf, oder ich gehe. Und diesmal wusste ich, jetzt bin ich soweit, dass ich das auch mache! Und ich hab's gemacht! Das war die erste Grenze, die ich gesetzt habe, das erste Stopp-Schild für mich.

    Mich hat dann aber erstmal in tiefe Unsicherheit gestürzt, dass er tatsächlich am Ende des Ultimatums aufhörte zu trinken und in's KH ging. Ich aber inzwischen eine eigene Wohnung hatte. Die habe ich auch behalten, (hab sie noch :D ), um zu sehen, Abstand ist ganz gut und mal abwarten, was so wird.

    Du siehst, all der Druck und alle Forderungen haben nichts gebracht. Erst als er selbst was gesehen hat, konnte er auch was machen, für sich.

    Was hast du denn nun für dich selbst vor? Wenn er aus dem KH kommt? Willst du abwarten, was passiert? Oder hast du vor, Konsequenzen zu ziehen...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Monty,

    meine Daumen hast du auch. Und dein Sohn hat sie auch. Ich hoffe, er geht zu seinem Termin.

    Und ich hoffe, dass du ein wenig loslassen kannst. Er geht da hin und es ist sein Termin. Und sein Leben. Es ist so schwierig, ich kann das gut verstehen. Aber es nützt nichts, weder dir und ihm auch nicht, wenn du dich fertig machst, dein Leben an dir vorbeigeht und du nur grübelst. Wenn du krank bist vor Sorge, was sein könnte.

    Jetzt ist erstmal Fakt, heute ist der Termin. Mehr nicht!

    Ich drück dich mal
    Aurora

    Hallo desperateS,

    diese Schuldgefühle und das Mitleid hatte ich auch noch sehr lange Zeit! Ich hatte mich getrennt und Ex wurde trocken, das hat es noch verstärkt. Denn nun hatte er seinen Teil eingehalten, ich war aber trotzdem weg... Und ich wusste, ich will da auch nicht mehr zurück, weil alle Liebe nicht mehr war.

    Ich fühlte mich so, als hätte ich ihm was versprochen und nicht gehalten. Und mein Ex konnte sehr gut in diese Kerbe reinhauen, da einen Knopf nach dem anderen drücken. Denn ich spiegelte mein schlechtes Gewissen und meine Schuldgefühle in allem wider. Indem ich mich nicht abgrenzen konnte, immer wieder nachgab, immer wieder seine Wünsche erfüllte. Das war ein ziemlicher Weg, da raus zu kommen.

    Langsam konnte ich den Abstand vergrößern, nicht so einfach, wir haben ja die erwachsenen Kinder und das Enkelchen, da gibt es immer Berührungspunkte. Aber innerlich konnte ich mich auch immer besser lösen. Indem ich erkannte, es darf mir gut gehen, auch wenn es ihm vielleicht nicht gut geht. Ich darf meine Meinung ändern, ohne dass es ein "Brechen der Versprechungen" ist. Es ist mein Recht, so zu leben, wie es sich für mich gut und richtig anfühlt. Ich kann verlangen, dass andere das akzeptieren.

    Es dauert eben alles eine ganze Weile. Oft habe ich dabei mein "Feindbild" zur Hilfe genommen. Ich habe mir dann vor Augen gehalten, warum ich mich getrennt hatte und wie schlecht es mir gegangen war während all der Jahre. Das hat mir sehr geholfen. Und das Erkennen, ich darf und muss es mir wert sein, ein glückliches Leben zu haben! Es ist mein Recht! Und wenn es eben nur ohne ihn geht, ist das ok. Und er ist erwachsen und hat die gleichen Möglichkeiten wie ich! Auch er kann sein Leben so gestalten, wie es gut für ihn ist. Da habe ich keinen Einfluss drauf, keine Verantwortung für. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, so sieht's mal aus.

    Also, hab Geduld mit dir, diese Gefühle gehen weg, wenn du weiter gehst, nicht stehenbleibst oder gar zurück gehst.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    und huhu Melanie :D , danke für dein Mitfreuen.

    Huhu Nici :D , Zeit stehlen, nöööö, nicht stehlen, dir nehmen, was du brauchst und was dir gut tut! Ja stimmt, alles muss seine Bahnen finden, schön langsam und mit Geduld. Geduld habe ich für mich gelernt, ist nicht gerade einfach...

    Huhu Matthias :D , hast Recht, es ist egal, ob jemand das verstehen kann oder nicht. Es ist ja mein Leben und dazu stehe ich! Es tut mir auch unheimlich gut, so zu leben. Also mach ich's weiter :D . Aber es hat mir wieder gezeigt, wie verbreitet und legal und wichtig Alkohol in unserer Gesellschaft ist! Wozu brauch ich ein "Piccolöchen", wenn ich einen guten Kauf getätigt habe... :roll: . Für viele sicher das I-Tüpfelchen, für mich nicht mehr. Ich genieße mein Glück und meinen guten Kauf lieber mit klarem Kopp.

    Einen schönen 3. Advent an alle
    Aurora