Hallo,
und huhu Melanie und Monty 
, danke für die nikolausigen Grüße.
Huhu Matthias
, mein Schutzengel ist aus Filz... Ich fand den so schön, letztens auf dem kleinen Markt auf der Domäne Dahlem in unserer Nähe. Und hab's mir mal wieder nicht gegönnt, ihn zu kaufen...
. Als ich auf'm Klo war, hat's Dante dann heimlich gemacht, und so konnte das Engelchen bei mir Einzug halten.
Mir geht's wieder ganz passabel. Ja, Monty, ich hoffe, ich bin immun für die nächsten Jahre, gegen solche Infekte. Menno, da war alles dabei. Und das Fingerchen gedeiht auch weiterhin gut.
Ansonsten habe ich Rückschau gemacht, in meinem Tagebuch im Geschlossenen. Mein erstes Weihnachten als Getrennte. Weia, wie habe ich da geeiert. Exmänne war da dauerpräsent, dauernd schrieb ich, ich war da und dort "mit Männe im Schlepptau", worauf hin mir Dante damals in's TB schrieb: schreib doch gleich mMiS, dann wissen wir schon...
Ich war damals voller Schuldgefühle und Verantwortlichkeiten. Die ja garnicht meine waren, ich dachte das nur. Trotzdem ging es mir um Meilen besser als all die Jahre vorher. Denn ich hatte meine Wohnung, meine "Höhle", meinen Rückzugsort. Und ich übte fleißig das Abgrenzen. Das klappte auch immer besser, so millimeterweise.
Ich eroberte mir immer mehr Lebensqualität. Niemand, der rumstank vom Suff, niemand, der schnarchte. Niemand, der stänkerte und mich klein machte. Oder sexuell angriff. Ich fühlte mich frei.
Aber auch ängstlich und unsicher. So ohne Partner. In mir war ein großes Verlangen nach einer Schulter zum Anlehnen. Morgens beim Wachwerden hatte ich manchmal solche Sehnsucht nach Zärtlichkeit. Ich fühlte mich so alleine. Einerseits frei und toll, andererseits alleine. Ich sah erst nach und nach, dass meine eigene Gesellschaft so sehr viel wert war und ist. Meine Befindlichkeiten hingen noch sehr an einer anderen Person (danke lavendel, wenn du das lesen solltest, du hast mir damals mal ganz gut auf die Füße getreten). Ich merkte aber langsam, dass das garnicht sein muss. Und da konnte ich immer gemütlicher mit mir selbst und immer freier werden. Alleine... Und ich fühlte mich immer besser mit mir. Ich hatte wohl Sehnsucht nach einer guten Beziehung, aber andererseits wurde es auch nicht mehr das einzig Erstrebenswerte auf der Welt. Ich musste mich nach niemandem richten, konnte entscheiden, wie und was wann und wo ich wollte usw.
Das war toll nach all den Jahren der Fesseln, die ich ja gehabt hatte.
Die Ablösung von Exmänne ging langsam voran, ich wurde immer mehr ich und konnte mich immer besser abgrenzen. Und frei fühlen, selbstbewusst. Die Verliebtheit in Dante traf mich wie ein "Wumm", denn wir kannten uns ja schon, hatten vieles zusammen unternommen. Und er war mir ein Freund.
Als ich erkannte, ich bin von Ex abgelöst soweit, als ich sah, wie gut ich mit mir selbst sein konnte, mich wohlfühlen konnte, da konnte ich mich plötzlich auch verlieben. Ganz zaghaft und ängstlich auch, am Anfang. Vorsichtig, behutsam mit mir selbst. Denn ich hatte meine Erfahrungen, meine Grenzen und meinen Selbstwert. Vieles noch unvollkommen, aber gut in der Entstehung. Ich bin niemals stehen geblieben außer zum Luft Holen! Starr rumgestanden hatte ich ja lange genug...
Und ich wusste und weiß es noch, ich kann mit mir auch alleine leben. Mein Glück ist nicht nur abhängig von einer Person. Glück kann ich sehr gut auch alleine empfinden und das Leben genießen. Die Beziehung, die ich habe, ist das Sahnehäuptchen auf dem Ganzen. Und es ist zufällig so gekommen, ich hatte eine riesige Portion Glück. Und dadurch, dass ich das weiß, kann ich diese Beziehung entspannt erleben und genießen. Ich muss nicht klammern und mich verdrehen.
Das ist mir gerade mal so eingefallen, das wollte ich mal kurz hier lassen...
Aurora