Beiträge von Aurora

    Hallo Nici,

    nun überlege ich schon seit gestern hin und her, irgendwie möchte ich dir da was hierlassen. Zu der Situation Vater/Sohn/Urlaub.

    Es ist eine schwierige Zeit für deinen Sohn, da kommen Pubertät und Elterntrennung zusammen. Das ist klar. Ich finde es gut, die Erklärung, es ist kein Urlaub, sondern ein Großvaterbesuch.

    Wäre es Urlaub, was spricht dagegen, dass dein Sohn wirklich mal nicht mitfährt. Eben weil er sich nicht entscheiden kann. Niemandem weh tun will. Dann ist es doch seine Entscheidung zu sagen, diesmal möchte ich nicht. Bis zum nächsten Mal ist dann Zeit vergangen und er kann viele Dinge bestimmt anders sehen. Und dazu stehen.

    Ich weiß nicht, ob dir meine Gedanken nun weiterhelfen, aber sie wollten einfach aus mir raus :roll: . Ich hoffe, du hast ein schönes Wochenende mit einigen Ruheinseln für dich,. Seelebaumelzeit...

    Liebe Grüße von der
    Aurora

    Hallo,

    liebe Nici :D , es braucht schon Geduld, sich selbst kennen zu lernen, sich selbst zu sehen. Wie gut es gehen kann, mit dir alleine als Hauptperson. Es hat mich auch manchen Zitterschritt gekostet. Es war so anders als früher, da war immer Halligalli angesagt. Plötzlich hatte ich solches Bedürfnis nach Ruhe und Zeit nur mit mir und für mich. Ich habe genossen, spazieren zu gehen, ganz alleine. Ich habe mich damals getraut, mich alleine in ein Café zu setzen :D , stell dir mal vor. Das hätte ich mich vorher nieniemals getraut. Nimm dir die Zeit, die du meinst zu brauchen. Was andere Menschen machen, ist deren Sache. Jeder hat seinen Rhythmus, jeder braucht seine eigenen Erfahrungen. Der eine mehr, der andere schneller. Das ist Jedermanns und Jederfraus Recht.

    Mir geht es immer besser :D , haaaaaa, böse Bazillen, hab ich euch langsam klein gekriegt. Das Fingerchen ist auch bald wieder für's Nasebohren gebrauchsbereit :lol: . Halleluja...

    Nun brechen die letzten Wochen des Jahres an. Weia, wo ist es bloß geblieben :shock: . Gerade war Weihnachten, nun isses schon wieder. Mein 4. Weihnachten hier in dieser Bude. Einfach toll. Wie sich alles verändert hat in der Zeit. Wie ich mich verändert habe. Ich fühl mich pudelwohl, wie es ist.

    Unser Weihnachtsgeschenk haben wir diese Woche gekauft - Trauringe :D . So bewusst habe ich mir die damals nicht ausgesucht. Der Juwelier hatte sehr viel Geduld, war sehr freundlich. Nach dem Kauf wollte er uns 2 Piccoloflaschen Sekt schenken. Ich sagte, vielen Dank, das ist ja nett gemeint, aber wir trinken keinen Alkohol. Er: :shock: ...

    "Dann können sie die Flaschen doch verschenken, sie bekommen sie doch von uns auch geschenkt". Nöööööööööö, Dante meinte, "wir verschenken auch keinen Alkohol! Wir möchten diese Flaschen nicht!" Der Juwelier war schier baff, hat sich aber schnell gefangen. Ob er's verstanden hat, weiß ich nicht, aber er war nicht unfreundlich, wie es uns schon manchmal in Restaurants passiert ist, wenn wir den "Verdauer" ablehnen.

    Mal sehen, was das Wochenende bringt. Sind ja noch einige Wweihnachtsmärkte zu besuchen :lol:8) , mal sehen...

    Aurora

    Hallo Melanie,

    ich glaube, ich brauche keine Mauer. Wenn ich Grenzen setzen kann, für mich selbstverantwortlich leben und handeln kann. Ich habe aber noch einige Mauerreste für mich, die sind noch übrig, Ruinen.

    Verletzungen ertragen... Hm, ertragen hört sich nicht gut an. Ertragen will ich nichts mehr. Das hört sich so an nach Starrheit, Stillstand. Ich bekomme immernoch Verletzungen zugefügt, das gehört dazu zum miteinander Leben. Das können durchaus alte Dinge sein, die mich verletzen, das kenne ich. In meiner Beziehung zum Beispiel. Da passiert das von Dante ungewollt, er macht irgendwas, was bei mir wiederum was hervorruft. Was Altes, aus früheren Beziehungen. Ich kann das immer schneller und besser sagen wenn's so ist! Und dann darüber reden, meistens wird aus der alten Verletzung dann ein Päckchen gemacht und in's Regal abgelegt. Zu: erledigte Dinge des Lebens...

    Andere Verletzungen kann ich annehmen, ohne dass ich so tief getroffen bin, dass ich nichts mehr machen kann. Weil ich rechtzeitig "Stopp" sagen kann - meistens. Deshalb kann eine Verletzung neuer Art mich nicht mehr zerstören, mein Selbstvertrauen zerstören, wie es damals der Fall war. Aber damals haben mich oft auch Banalitäten verletzt, einfach weil ich so dermaßen unsicher war und voller Angst. Und so Selbstbewusstseinslos.

    Mich konnten auch Sachen verletzen, die garnicht für mich bestimmt waren. Zum Beispiel, wenn in der U-Bahn mir gegenüber Leute tuschelten und kicherten fühlte ich mich damit gemeint - und war verletzt. Und schwupps, schon hockte ich grimmig hinter der Mauer und schmiss böse Blicke.

    Ja, Reden ist wichtig! Nicht mehr hinnehmen, wenn ich das Gefühl habe, da stimmt wohl was nicht. Nicht mehr der Rückzug hinter die Mauer und das einsame Geheule. Heute sage ich, wenn mich was verletzt. Oder was nicht passt. Ich kann Stopp-Schilder setzen, Grenzen setzen. Das heißt, es ist noch nicht perfekt, aber um Meilen, viele, viele Meilen besser als noch vor 3 Jahren! Darauf bin ich stolz, das geschafft zu haben, öffentlich zu mir selbst zu stehen! Auch wenn ich anecken sollte damit. Das wäre früher hohe Verletzungsgefahr gewesen, jetzt ist das Schutz :roll: . So ändern sich die Zeiten...

    Einen schönen 3. Advent auch für dich
    Aurora

    Hallo,

    och ja, ich hatte sie auch, diese Mauer.

    Ich saß dahinter, ängstlich, voller Angst verletzt, ausgelacht, nicht gemocht zu werden. Ich habe mit Lehmklumpen geschmissen, wenn jemand zu nahe kam... Ich war oft bissig oder tat so ohne Interesse. In Gruppen zum Beispiel. Das brachte mir ein Mauerblümchen-Dasein ein, bzw. auch den Ruf der Arroganten, Unnahbaren. Aber eigentlich wollte ich doch nur soooo gerne mit dabei sein...

    Andererseits war die Mauer auch wieder durchlässig. Wer nett zu mir war, Interesse zeigte, der konnte sehr schnell auch wieder vordringen bis in mein Allerheiligstes. Da war dann garkeine Grenze mehr. Ich konnte dann keine Grenze mehr setzen, war wehrlos. Da konnten dann Menschen mit mir machen, ich hab immer "ja" gesagt, war bereit, alles zu geben für nichts. :roll: .

    Da konnten mich diese Menschen verletzen bis in's Innerste, denn ich hatte ihnen alles von mir gegeben und war ohne Schutz. Es gab einige Menschen, die haben das unsagbar ausgenutzt. Ich habe das zugelassen, so behandelt zu werden.

    Eigenartig, dieser Widerspruch damals. Einerseits die dicke Mauer, andererseits die Grenzenlosigkeit, wenn ich Vertrauen gefasst hatte.

    Es machte mich einsam, irgendwie. Neue Kontakte konnte ich kaum schließen, aus Angst vor allem Möglichen. Meine Familie war mein sicherer Schutz vor allem, da fühlte ich mich sicher. Und angenommen. Und ausgenutzt. :roll: .

    Die Trennung damals hat aber da was in's Rollen gebracht in mir. Ich merkte immer mehr, wie gut ich alleine zurecht kam. Und ich merkte, wie ich immer selbstsicherer wurde. Ich knüpfte gaaaanz zaghaft erste Kontakte, hier im Forum. Ließ mich ein auf fremde Menschen. Ich traute mich damals, eine Frau, die einen Berlinbesuch machte, einzuladen zu mir nachhause. Das war eine super Erfahrung und ein wunderschöner Vormittag (hallo "elle", liest du noch hier manchmal). Ich machte meinen ersten Alleineurlaub, ein Wochenende, das hatte ich mir schenken lassen zum 50ten. Das war auch eine schöne Erfahrung, ich wurde dort angenommen als das, was ich bin von den Leuten. Ich konnte mich öffnen, mitteilen, traute mich, was zu sagen und meine Bedürfnisse anzumelden. Ich wurde umarmt beim Abschied :shock: , das konnte ich zulassen. Das war eine sehr gute Erfahrung für mich.

    Ich konnte mich immer besser einbringen in alle möglichen Sachen. Meine Selbstsicherheit stieg immer mehr. In dem gleichen Maß schrumpfte die Mauer.

    Heute ist ein gutes Maß für mich erreicht. An Selbstsicherheit und Mauerrest. Ich kann mich abgrenzen, das ist meine Mauer. Ich kann auf mich aufpassen, auch das ist meine Mauer. Aber ich kann auf Menschen zugehen, mich äußern, was sagen. Das klappt immer besser! Auch wenn ich teilweise noch so: :oops: aussehe dann. Für mich ist es die Freiheit! Frische Luft, die durch die Mauerritzen weht. Ich kann rein- und rausgehen in meiner Burg, wie ich's gerade brauche. Eingemauert bin ich nicht mehr. Ich fühle, positiv wie negativ. Ich weiß, ich muss mich schützen, aber ich weiß, ich kann das schon ziemlich gut, ich brauche keine Lehmklumpen mehr, die ich hinter dicken Mauern hervorschleudere.

    Für mich haben Mauern viel mit Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen zu tun. Als ich das nicht oder nur sehr wenig hatte, sollten mich die Mauern schützen. Sie schützten aber nicht nur, sondern beeinträchtigten mich außerordentlich.

    Das ist mir jetzt mal gerade eingefallen zu dem Thema.

    Aurora

    Hallo Joanne,

    die Ärzte kennen sicherlich so manchen Fall und Trick. Aber das ist ja jetzt egal. Er ist da und muss für sich sehen, was er nun daraus macht.

    Du bist zuhause und kannst doch nun mal die Ruhe genießen. Hast du gut geschlafen? Ich weiß noch, als mein Exmänne damals in der Klinik war zum Entgiften, habe ich richtig aufgeatmet. Endlich war der Terror weg, ich konnte frei durchschnaufen. Zu mir kommen. Es war, als wäre eine riesige Last von mir genommen.

    Nutze jetzt doch die Zeit gut für dich. Vielleicht kommst du zu irgendeinem Ergebnis, was nun weiterhin für dich sein soll. Er hat gesagt, er will dich zur Zeit nicht sehen, na gut. Der Abstand ist doch gut für dich, zum Abschalten.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Maleny,

    so allgemeines Mitleid, wie du es nennst, hatte ich mit meinem Exmann auch. Er tat mir immer leid, weil seine Mutter, sein Bruder, seine Schwägerin ihn dominierten und wie einen kleinen Jungen behandelten. Das tun sie noch... Und er so rumtapperte wie ein kleiner Depp, teilweise. So lebensuntüchtig, der "Arme" :roll: .

    Ich hatte da immer Mitleid mit ihm und ihm gesagt, Mann, wehr dich doch mal, lass dir das nicht bieten usw. Er war aber starr. Wollte nichts hören, fand immer alles richtig, wie's war. Ich habe alles mögliche versucht, ihm da klar zu machen, was da abläuft und so. Ich habe mich echt in's Zeug gelegt. Er wollte das garnicht... Ich fühlte mich aber stark und gebraucht und als Beschützerin. Das ist schon Co...

    Und er? Ließ immer weiter mit sich machen. Tapperte so deppich in der Gegend rum, lebensuntüchtig, wie ein kleiner Bub. Irgendwann dachte ich, hey, der findet das wohl toll :roll: . Er verhält sich ja auch entsprechend. Und da konnte ich nach und nach was loslassen.

    Es ist sein Ding, sich so behandeln zu lassen. Er kann was ändern. Er kann Therapien anfangen, sich helfen lassen. Das gilt ja nicht nur für die Alkoholsucht, sondern für sämtliche Verhaltensdinge, die nicht gut tun. Aber woher will ich denn wissen, was ihm gut tut? Meinem Ex gefällt es wohl so, wie es ist. Oder er hat sich abgefunden, was weiß ich. Es ist ja nicht meine Aufgabe, da was dran zu drehen, denn es ist sein Leben und seine Verantwortung für sich selbst. Er ist ja erwachsen!

    Und so konnte mein Mitleid immer mehr schrumpfen und ist nun nicht mehr da. Es schrumpfte zusammen mit der Co-Abhängigkeit mit meinem Exmann.

    Aurora

    Hallo,

    und huhu Melanie und Monty :D:D , danke für die nikolausigen Grüße.

    Huhu Matthias :D , mein Schutzengel ist aus Filz... Ich fand den so schön, letztens auf dem kleinen Markt auf der Domäne Dahlem in unserer Nähe. Und hab's mir mal wieder nicht gegönnt, ihn zu kaufen... :roll: . Als ich auf'm Klo war, hat's Dante dann heimlich gemacht, und so konnte das Engelchen bei mir Einzug halten.

    Mir geht's wieder ganz passabel. Ja, Monty, ich hoffe, ich bin immun für die nächsten Jahre, gegen solche Infekte. Menno, da war alles dabei. Und das Fingerchen gedeiht auch weiterhin gut.

    Ansonsten habe ich Rückschau gemacht, in meinem Tagebuch im Geschlossenen. Mein erstes Weihnachten als Getrennte. Weia, wie habe ich da geeiert. Exmänne war da dauerpräsent, dauernd schrieb ich, ich war da und dort "mit Männe im Schlepptau", worauf hin mir Dante damals in's TB schrieb: schreib doch gleich mMiS, dann wissen wir schon...

    Ich war damals voller Schuldgefühle und Verantwortlichkeiten. Die ja garnicht meine waren, ich dachte das nur. Trotzdem ging es mir um Meilen besser als all die Jahre vorher. Denn ich hatte meine Wohnung, meine "Höhle", meinen Rückzugsort. Und ich übte fleißig das Abgrenzen. Das klappte auch immer besser, so millimeterweise.

    Ich eroberte mir immer mehr Lebensqualität. Niemand, der rumstank vom Suff, niemand, der schnarchte. Niemand, der stänkerte und mich klein machte. Oder sexuell angriff. Ich fühlte mich frei.

    Aber auch ängstlich und unsicher. So ohne Partner. In mir war ein großes Verlangen nach einer Schulter zum Anlehnen. Morgens beim Wachwerden hatte ich manchmal solche Sehnsucht nach Zärtlichkeit. Ich fühlte mich so alleine. Einerseits frei und toll, andererseits alleine. Ich sah erst nach und nach, dass meine eigene Gesellschaft so sehr viel wert war und ist. Meine Befindlichkeiten hingen noch sehr an einer anderen Person (danke lavendel, wenn du das lesen solltest, du hast mir damals mal ganz gut auf die Füße getreten). Ich merkte aber langsam, dass das garnicht sein muss. Und da konnte ich immer gemütlicher mit mir selbst und immer freier werden. Alleine... Und ich fühlte mich immer besser mit mir. Ich hatte wohl Sehnsucht nach einer guten Beziehung, aber andererseits wurde es auch nicht mehr das einzig Erstrebenswerte auf der Welt. Ich musste mich nach niemandem richten, konnte entscheiden, wie und was wann und wo ich wollte usw.

    Das war toll nach all den Jahren der Fesseln, die ich ja gehabt hatte.

    Die Ablösung von Exmänne ging langsam voran, ich wurde immer mehr ich und konnte mich immer besser abgrenzen. Und frei fühlen, selbstbewusst. Die Verliebtheit in Dante traf mich wie ein "Wumm", denn wir kannten uns ja schon, hatten vieles zusammen unternommen. Und er war mir ein Freund.

    Als ich erkannte, ich bin von Ex abgelöst soweit, als ich sah, wie gut ich mit mir selbst sein konnte, mich wohlfühlen konnte, da konnte ich mich plötzlich auch verlieben. Ganz zaghaft und ängstlich auch, am Anfang. Vorsichtig, behutsam mit mir selbst. Denn ich hatte meine Erfahrungen, meine Grenzen und meinen Selbstwert. Vieles noch unvollkommen, aber gut in der Entstehung. Ich bin niemals stehen geblieben außer zum Luft Holen! Starr rumgestanden hatte ich ja lange genug...

    Und ich wusste und weiß es noch, ich kann mit mir auch alleine leben. Mein Glück ist nicht nur abhängig von einer Person. Glück kann ich sehr gut auch alleine empfinden und das Leben genießen. Die Beziehung, die ich habe, ist das Sahnehäuptchen auf dem Ganzen. Und es ist zufällig so gekommen, ich hatte eine riesige Portion Glück. Und dadurch, dass ich das weiß, kann ich diese Beziehung entspannt erleben und genießen. Ich muss nicht klammern und mich verdrehen.

    Das ist mir gerade mal so eingefallen, das wollte ich mal kurz hier lassen...

    Aurora

    Hallo Joanne,

    da überschlägt sich ja Einiges bei dir.

    Wichtig ist doch jetzt, was willst du nun eigentlich? Abwarten, ob er zur Therapie geht, und ob es da dann "klick" bei ihm macht. Das ist eine Option. Abwarten, was danach passiert und er seine Androhungen dann wahr macht, dass alles nur noch auf sein Kommando hören muss dann. Und dann hoffen, dass er nicht mehr trinkt. Auch das ist eine Option.

    Oder du bewegst dich langsam weiter vorwärts und erkennst, was du für dich nun willst. Willst du weiterhin hoffen und bangen und abwarten? Oder willst du die Trennung, egal, was er nun weiterhin macht, therapiemäßig und so. Das ist auch eine Option. Dann musst du aber aktiv werden für dich.

    Das ist eine Menge, was da jetzt in Bewegung kommen kann.

    Viele Grüße
    Aurora

    Huhu aufgescheuchtes Huhn :lol: ,

    dann mach mal deinen Braten.

    Da hast du ja schon was erledigt für dich, wochenlang Zahnweh :shock: , weia... Gut, dass du schlussendlich noch gut zu dir sein konntest und beim ZA warst.

    Ich wünsch dir einen kuscheliogen Ohne-Sofa-Tag. Und morgen viel Spaß beim Geschenke Aussuchen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Melanie,

    ich bin ja hier in dem Forum, um meine Erfahrungen auszutauschen, weiterzugeben. Und anzunehmen, was ich annehmen möchten, was ich meine, was ich gebrauchen kann für meinen Weg. Ich denke, aus diesem Grund sind alle hier.

    Da kommen unterschiedliche Charaktere zusammen, unterschiedliche Erfahrungen und Lebensstile. Und da gibt es dann auch Grenzen, wie weit der Ausstausch gehen kann. Ich kann zu bestimmten Themen, in bestimmten Threads die mich ansprechen etwas schreiben, meine Meinung oder meine Erfahrung mitteilen. Was der Andere dann damit macht, muss ich ihm überlassen. Bekehren oder meine eigenen Dinge überstülpen kann ich niemandem.

    Du hast deine Erfahrungen gemacht, bist schon ziemlich weit auf deinem Weg. Und du bist gut dabei! Hast viel erreicht. Aber die Anderen müssen und dürfen auch ihre eigenen Erfahrungen machen.

    Das sehe ich als wichtigen Punkt in der Selbsthilfe. Ich bin da, um zuzuhören, um meine Erfahrung mitzuteilen. Mehr geht nicht, aber auch nicht weniger. Der Andere darf es annehmen oder nicht. Da ist für mich die Grenze. Wenn es nicht anders geht, ziehe ich mich raus. Das ist mein gutes Recht.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    und huhu Matthias :D , hast ja Recht, Hühnersuppe ist wirklich gut. Aber ich hatte seit Tagen gerade da mal wieder ein wenig Appetit, und zwar auf Gemüsesuppe. Und ich habe sogar gaaaanz bissi was geschmeckt davon.

    Huhu Monty :D , wir waren tatsächlich unterwegs, es war ja klare Luft. Und es hat mir gut getan! Ich habe gelernt, auf meinen Bauch zu hören, manchmal fällt es mir noch schwer, das dann auch anzusagen, mir einzufordern, aber es geht immer einfacher und schneller. Darum war die Option, ich sage, wenn es genug ist. Und es war gut so.

    Langsam geht es besser, der Infekt hat sich genug ausgetobt und ist auf dem Rückzug. Ich hoffe, nun bin ich erstmal immun für eine Weile. Auch das Fingerchen heilt sehr schön. Na also!

    Zum Nikolaus gab es einen Schutzengel, was soll da noch schief gehen :D .

    Aurora

    Hallo Blaubaerchen,

    Verständnis und Bestätigung zu bekommen und sich darüber zu freuen, ist was Schönes und durchaus auch normal. Na klar!

    Bedenklich wird es doch nur, wenn ich davon abhängig bin, immer nur Dinge mache, um anderen Leuten zu gefallen, um immer nur Liebkind zu sein, immer nur mich verdrehe, um irgendwas in's Bild zu rücken, was nicht ist. Wenn ich gegen meine Gefühle und Bedürfnisse handel, um Bestätigung und Anerkennung zu erhalten. Und mich auch nur dann gut fühle. Wenn ich garnicht sehen kann, wie wertvoll ich doch bin, auch wenn ich "ich" bin, unverdreht und pur. Wenn meine Grenzen ständig überschritten werden dürfen.

    Mich hat die Bestätigung, die ich z.B. hier im Forum erhalten habe/erhalte, auch sehr unterstützt und Mut gemacht. Das waren aber auch Bestätigungen, die mich weitergebracht haben, wo mir gesagt wurde, du bist auf einem guten Weg. Oder, du hast das so gemeistert, toll, das versuche ich auch mal. Oder, dein Denkanstoß hat was bewirkt bei mir. Verstehst du, was ich meine?

    Es gibt verschiedene Arten von Bestätigung. Die, die ich mir durch Verdrehen einholen muss, um mich wertvoll und geliebt zu fühlen. Durch ewiges "Ja-Sagen". Und die, die mich weiterbringt, weil sie mich in meiner Art bestätigt, mir zeigt, ich bin richtig. Diese Art Bestätigung forder ich mir ja nicht ein, sondern ich bekomme sie freiwillig, weil ich es wert bin.

    :roll:

    Schwer zu erklären, wie ich's meine. Aber egal, ich wünsche dir auf jeden Fall einen schönen 2. Advent.

    Aurora

    Hallo Joanne,

    du willst ihm die Tasche packen... :shock: . Es ist doch seine Therapie und seine Tasche und seine Sachen, die da reinkommen. Kann er das nicht selbst, bzw. wenigstens es zusammen mit dir machen?

    Ja, es ist sehr oft so, dass Kinder aus suchtbelasteten Familien die Strukturen weiterleben. Dabei ist beobachtet worden, dass die Jungs oft selbst abhängig werden, die Mädchen eher co-abhängig.

    Ich wünsch dir einen guten Freitag abend.
    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    lieber Matthias :D , na gut, kochen in Kräutertee :arrow: neue Geschmacksrichtung :arrow: Aurorasud :idea: . Nicht schlecht... Vielen Dank für deine Umärmelung, ich umärmel mal zurück, unansteckend.

    Huhu Nici :D , ach menno, da kippst du soooo schön bühnenreif um und niemand kommt zum Kraulen :? . Ich krabbel dich mal bisschen, virtuell. Ja, ich genieße das Programm, so gut es geht. Mir geht es aber inzwischen ein wenig besser, ab und an rieche ich sogar was :D . Gerade nämlich, lecker Gemüsesüppchen, gibt's demnächst, wenn Herr D. hier ankommt.

    Huhu Monty :D , mach ich ja... :wink: .

    So, der Finger ist abbandagiert und nur noch bepflastert. Er sieht so bissi aus wie von Dr. Fr...stein angenäht :shock: , geb ich zu. Laut Doktor aber ist bisher alles in Butter.

    Ich freue mich über eure Kommentare hier in meinem Fädchen sehr! Irgendwie hat's mich heute aufgemuntert. Danke :D !

    Mal sehen, nun beginnt das Wochenende. Ich hoffe, morgen bin ich noch ein wenig mehr fit. Ich würde doch sooooo gerne ein wenig shoppen gehen... Schaun wir mal.

    Aurora

    Hallo,

    naaaaa Matthias :D , auskochen in der Wanne :shock: , wenn's geht in Gemüsebrühe oder wie... :lol:8) .

    Demnächst gehe ich los, meinen bandagierten rechten Zeigefinger entbandagieren lassen. Mal sehen, ob die Zysten-OP gelungen ist, denke aber schon.

    Viel schlimmer ist der Infekt. So dermaßen dicke hast es mich schon viele Jahre nicht mehr erwisch. Da ist alles dabei, am Anfang Fieber, Halsweh, Kopfweh, jetzt Husten, Schnupfen, Ohr zu, Triefauge :shock: . Ich bin krankgeschrieben, und das nutze ich auch richtig aus. Ich gehe bloß kurz zum Chirurgen nachher, mehr nicht. Dann pflege ich mich hier zuhause weiter - bzw. lass mich pflegen :D .

    Ich kann auch dieses Umsorgen gut annehmen inzwischen. Na ja, meistens :? . Ein wenig komisch ist es schon, mich bedienen zu lassen. Aber ich bin wirklich zu platt, mich zu wehren. Also ruhe ich mich weiterhin aus und hoffe auf Besserung. Na ja, bissi besser ist's ja schon.

    So, genug gejammert.
    Aurora

    Hallo Blaubaerchen,

    da fällt mir gleich was in's Auge, beim Lesen deines letzten Eintrages.

    Zitat

    Das Bedürfnis, wieder ein Thema zu haben, über das ich mich identifizieren kann. JEmanden haben, der mich braucht. Der mir zeigt, wie wertvoll ich bin.

    Das sind einige wichtige Punkte, die dir was zeigen.

    Wieso musst du dich über etwas identifizieren?
    Wieso brauchst du jemanden, der dich braucht?
    Wieso muss dir jemand zeigen, dass du wertvoll bist?

    Worin siehst du denn deinen Wert. Den Selbstwert. Nur in dem, was andere bereit sind, dir zuzugestehen? Indem du dich über andere Dinge definierst? Ich meine das jetzt nicht böse, möchte dich zum Nachdenken anregen.

    Mir ging es ja früher auch so. Ich habe gemacht und getan und mich verdreht, um Anerkennung zu bekommen. Für meine Taten. Das war schwierig, denn es war für alle selbstverständlich, Aurora macht schon, Aurora sagt immer "ja", Aurora trägt bereitwillig alle Lasten! Alle haben bereitwillig genommen, was ich ihnen freizügig anbot. Zurück kam allerdings meistens wenig. Ja, Worte wie: toll, wie du das machst, z.B., Worte, die mich gerade so bei der Stange hielten.

    Selbstwert besteht darin, sich selbst auch zu erkennen. Die eigenen Bedürfnisse zu sehen und sich zuzugestehen. Sich auch einfordern! Grenzen zu ziehen. Sich nicht mehr mit den Krümeln zufrieden zu geben, wenn es auch das riesige Tortenstück sein kann!

    Was er nun an dir so liebte, mag ich nicht zu beurteilen. Aber das

    Zitat

    Wenn er sagt, er liebt mich, liebt er wirklich mich oder nur meine vergangene Selbstaufgabe und die Unterstützung, die ich ihm immer wieder gegeben habe?

    ist nicht von der Hand zu weisen....

    Eine Therapie ist sicher nicht das schlechteste, mir hat es sehr geholfen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Monty,

    nö, ich würde das nicht Co-Verhalten nennen, was du gemacht hast. Er hat dich von sich aus um Hilfe gebeten und du hast eine Verbindung für ihn hergestellt. Vielen Dank nochmal für dein Vertrauen!

    Klasse, dass er wirklich gleich einige Dinge in die Wege geleitet hat. Er hat das gemacht, er hätte es ja auch bleiben lassen können.

    Dass du nun auch hoffst, ist normal, es ist schließlich dein Junge! Aber du hast ihm ja auch klipp und klar eine Grenze gesetzt! Die Zeiten der Rumeierei sind vorbei. Du weißt genau, was du willst und was du nicht mehr zulassen wirst.

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, lass dich mal bissi verwöhnen.
    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Schneewittchen,

    ich kann es sehr gut verstehen, wie du dich so fühlst. Ich habe ja viele Jahre so ähnlich gedacht.

    Immer wieder gehofft, dass sich was bei meinem Exmann ändert, er endlich einsieht, dass "ich Recht hatte mit ihm". Immer wieder haben ich gehofft, er würde sich ändern, mit dem Trinken aufhören, mir zuliebe, den Kindern zuliebe. Es passierte eher immer mehr das Gegenteil, die Hoffnungen wurden in schöner Regelmäßigkeit wie Seifenblasen zerplatzt.

    Ich habe erstmal nicht unbedingt auf Ratschläge anderer Leute gehört, wobei, eine SHG hatte ich ja damals nicht, nur meine Freundinnen und Verwandten. Wie unsicher war ich, ob ich auch das Richtige machte. Selbst, als ich endlich den Mietvertrag für meine eigene Wohnung in den Händen hielt, zweifelte ich. Aber in mir drinnen war eine Stimme die sagte, jetzt mach mal endlich das, was dir gut tut, nicht immer den anderen...

    Die Angst vor Verlust, vor Leere, vor Einsamkeit, die ist normal, eine Trennung ist eine sehr starke Veränderung, und der Mensch verändert sich nicht gerne. Das Gewohnte bietet eine gewisse Sicherheit, auch wenn das Gewohnte schlecht ist, aber es ist eben bekannt. Das Unbekannte macht erstmal Angst. Aber mit jedem vorsichtigen Schritt wirst du sicherer.

    Ja, ich habe auch damals geheiratet, weil ich dachte, mein Leben wäre dann vollständig. Weil ich dachte, ich teile es mit meinem Exmann. Irgendwann merkte ich, wie es immer mehr kippte, die Last und das Geben lag auf meiner Seite, er nahm nur. Da war nichts mit "Leben teilen", er teilte sein Leben mit dem Alkohol. Nicht mit mir...

    Die Entscheidung, wie es bei dir nun weitergehen soll, liegt alleine bei dir. Du bist die Chefin in deinem Leben.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Andrea,

    es ist doch nun klar, dass Schluss ist zwischen euch, oder?
    Nun seht ihr euch wohl zwangsläufig auf der Arbeit, das ist wohl nicht zu verhindern. Aber wieso musst du auch noch smsen mit ihm? Garnicht erst lesen und antworten schon garnicht. Was bringt das denn :roll: ?

    Grüße von
    Aurora

    Hallo Joanne,

    du schreibst

    Zitat

    ,aber ich bin unfähig zu handeln,ich müsste ihm sagen so geht es nicht weiter,wenn du diese Therapie machen willst,dann musst du jetzt schon anfangen dich willig zu zeigen,aber ich sage nichts und unternehme nichts

    Wieso meinst du, dass du dafür verantwortlich bist, wieso fühlst du dich da unfähig in deinen Handlungen? Es ist doch alleine seine Sache, ob er die Therapie machen will oder nicht, dann muss er sich da auch drum kümmern. Er ist ja schon groß... Wenn er Hilfe dabei braucht, kann er fragen, ob er welche bekommt.

    Unsicher in deinen Handlungen bist du noch für dich selbst. So richtig weißt du noch nicht, was du nun machen sollst. So kommt es jedenfalls bei mir an. Gut, dass du nun für dich wieder in Bewegung kommst, dich um einen Termin kümmern willst. Weiß jetzt nur gerade nicht, wofür... :oops: . Willst du eine Wohnung ansehen oder meinst du einen Therapeuten. Egal, Hauptsache, du machst langsam weiter!

    Viele Grüße
    Aurora