Beiträge von Aurora

    Hallo Ayki,

    nun ja, seine Verwandtschaft sieht deinen Ex immernoch blauäugig an. Er macht ihnen was vor, das kann er, weil sie es ja auch so sehen wollen. Es ist anscheinend für viele Menschen schwierig anzuerkennen, dass jemand von ihnen abhängig ist. Denn "sowas " sind ja nur die anderen, "nicht doch wir...". Auch Exmännes Leute haben es so gehalten, tun wohl auch jetzt noch so, als wäre niemals was gewesen. Sie haben sich mit der Krankheit Alkoholismus nicht auseinander gesetzt, das macht Arbeit, das macht vielleicht auch Schmerzen, wenn man hinsehen muss... Ich habe den Kontakt zu diesen Menschen abgebrochen, sie sehen sowieso mich als die Schuldige an. Solche Menschen brauch ich nicht in meinem Leben, genausowenig brauchst du sie.

    Mit den Kindern ist es da schwierig, es sind ja ihre Großeltern z.B. auch. Aber in wie weit werden sie auch von denen beeinflusst, verunsichert, in wieweit wirst du da schlecht gemacht. In erster Linie bist du verantwortlich für deine Kinder. Sie sind noch klein, Grenzen musst du da setzen, sie können es noch nicht. Dein Ex und seine Sippe haben sich entschieden, na gut, er will weiter saufen, sie wollen ihn weiter kuscheln... Dann müssen sie mit der Konsequenz leben, die daraus erwächst. Nämlich, dass sie die Kinder nicht mehr uneingeschränkt sehen dürfen. Denn das Wohl der Kleinen ist das allerwichtigste!

    Du bist in einem Loch momentan, leider kommen solche Löcher immer wieder mal auf dem Weg. Du hast ja inzwischen gutes Werkzeug, dich da rauszugraben, die Löcher schnell zu stopfen. Du machst deine Sache gut. Lass dich nicht klein kriegen. Sich auf andere Menschen zu verlassen kann gut sein, aber auch nicht immer, wie in deinem Fall. In erster Linie bist du selbst verantwortlich! Und auf dich selbst kannst du dich gut verlassen, das hast du dir ja immer wieder bewiesen. Es ist dein Leben... du hast es in die Hand genommen!

    Ich wünsche dir weiterhin viel Energie für deinen Weg, für das neue Jahr und immer gutes Werkzeug zur Hand.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Ayki,

    das stimmt, deine Kinder sind noch klein, meine erwachsen. Aber du hattest den Mut, trotz der kleinen Kinder einen Schlussstrich zu ziehen unter ein Leben, dass für dich nicht mehr lebenswert erschien.

    Ich war damals zu feige dazu, das gebe ich zu. Ich hatte so viel Angst vor allen möglichen Konsequenzen, Angst, es alleine nicht zu schaffen. Auch die Zwänge, meine Erziehung z.B., das Weltbild, das mir anerzogen worden war, mein geringer Selbstwert, hielten mich so lange in einer Beziehung fest, die irgendwann keine mehr war. Ich habe daran festgeklammert, wegen der Kinder, auch deshalb, ich wollte ihnen ja das Elternhaus erhalten. Ich habe heute noch manchmal ein schlechtes Gewissen, sie hatten leider dadurch oft eine unzufriedene, traurige, frustrierte Mutter, mussten Dinge sehen, die Männe im Suff veranstaltete, die waren nicht schön. Und im Laufe der Jahre habe ich oft auch selbst mitgetrunken, oft viel zu viel... Und der Streit, der unterschwellig immer schwelte... Ich habe mich aber auch unentbehrlich gefühlt, habe gedacht, ich könne alles ändern und verbessern, irgendwann.

    Na ja, es war so wie es war, nun ist es anders. Es ist niemals zu spät, etwas zu ändern!

    Liebe Ayki, ich wünsche dir ein gutes neues Jahr, allen Anderen, die hier vorbeidüsen wünsche ich ebenfalls ein gutes, neues Jahr. Macht's jut und liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    ich wollte mal wieder was hierlassen, in meinem offenen Büchlein. Für alle, die es interessiert und die mich noch kennen. Ich bin ja nach wie vor kräftig am Tagebuch Schreiben im "Geschlossenen" und mein Weg geht immer weiter...

    Heiligabend waren wir bei Tochter, Schwiegersohn und Erbse. Zusammen mit meinem Sohn und Exmänne. Meinem Lebensgefährten Dante war es erst etwas mulmig zumute, er hatte Angst, auf einmal wäre wieder alles "alte" Familie... Nein, auf gar keinen Fall, das ist einfach nicht mehr so. Diese "alte" Familie gibt es nicht mehr, schon längst nicht mehr. Nicht in dem Maße, wie er es dachte. Exmänne und ich werden immer die Eltern sein, aber mehr auch nicht. Mein neues Leben heißt Dante und ich, die Kinder sehen ihn auch als dazugehörig an, als Stiefopa für's Erbschen. Ch. hat außerdem inzwischen ihre eigene kleine Familie. D. ist beschäftigt mit seinem eigenen Leben, Studium, was er sehr ernst nimmt und voller Eifer betreibt. Zum Glück...

    Es war ein schöner Nachmittag und Abend. Anders als so viele Jahre früher. Wo Exmänne sich systematisch vollgefüllt hat, um nix mehr spüren zu müssen. Von dem ganzen Familienfrust, den seine Sippe verbreitete und ich dann natürlich auch. Ich habe krampfhaft Jahr für Jahr versucht, die Harmonie aufrecht zu halten, alles schön erscheinen zu lassen.Aber unter der Oberfläche hat es gebrodelt. Es verging kein Heiligabend, an dem ich nicht geheult hätte, verzweifelt, erschöpft von all dem. Frustriert. Über seine Sippe und darüber, dass er wieder besoffen war. :( . Wenn dann endlich alle weg waren und die Kinder im Bett. Sie sollten nichts davon sehen, von meinem Frust, meiner Verzweiflung. Ich habe mich immer sehr ausgeliefert gefühlt. Ich habe es zugelassen, dass alle auf meine Kosten einen schönen Abend hatten. Dass sie mich missbraucht haben, ihren Seelenmüll an mir abzulassen, ihren eigenen Frust über ihr eigenes, glückloses Leben. Immer ruff uff die Schultern, ich hab ja Kraft, es zu (er)tragen. Dachte ich :roll: .

    Das ist vorbei, ich denke daran ohne Schmerz, es ist einfach vorbei. Es war so, ich habe mich stark gefühlt, habe versucht, mich damit, mit dieser Harmonie und dem Schönen alles, unentbehrlich und geliebt zu machen. Sowas kann nicht funktionieren. Ich muss zum Glück das nicht mehr machen. Denn inzwischen lebe ich mit Menschen, die mich auch zu schätzen wissen, wenn ich unperfekt und verwuschelt bin.

    Irgendwie durchströmt mich immer soooo viel Freude, wenn ich sehe, wie gut es mir jetzt geht. Wie ich es geschafft habe. Wie wertvoll ich bin, vor allem mir selbst. Wie gut es mir dadurch geht. Ich habe allerdings auch das riesengroße Glück, dass ich einen Mann habe, der mich unterstützt, der mich auffängt und meine Entwicklung mit vorantreibt. Der mich liebt, wie ich bin. Pur...

    Ich habe immer Rückschauen gehalten, all die vielen Jahre. Immer um diese Jahreszeit, ist ja klar. Immer waren es Rückschauen mit Schmerz, mit dem Gedanken, es war soooo schlimm, es muss doch mal besser werden. Ich muss mich halt noch mehr anstrengen...

    Es wurde endlich besser, nämlich ab dann, als ich dachte, es wird jetzt besser werden, weil ich es anders nicht mehr will. Weil ich jetzt endlich leben möchte, leben will. Und lachen und lieben. Ich habe einmal diese wunderbare Chance bekommen, zu leben, ein Mensch, eine Frau zu sein, hier auf dieser Welt. Und ich will, verdammt noch mal, auch was davon haben! Und zwar was Angenehmes, nicht immer nur Kummer und Rumgeheule. Und Zwang und Angst. Und Druck und Ärger. Und Suff.

    Und nun blicke ich zurück auf das Jahr. Es ist verrannt wie nix. Es war angefüllt mit Positivitäten bis zum Platzen. Es gab auch Zeiten der Nachdenklichkeit, Zeiten des Kummers und Loslassens. Es war nicht immer einfach, aber es war lebenswert! Es war ein lebenswertes Jahr!

    Ich habe den letzten Schritt der Ablösung gemacht, die Scheidung läuft. Na gut, es hat nicht mehr "unterm Weihnachtsbaum" geklappt, aber es wird wohl eines der ersten Amtstermine für 2010 sein. Ich konnte alle Dinge regeln, dass es sich gut für mich anfühlt. Ich konnte mich behaupten und meine Rechte einfordern. Und all das mit Dante an meiner Seite, der mich unterstützte, wo er konnte. Umgekehrt konnte ich ihn aber auch unterstützen in seinen Dingen, denn er hat ja auch seinen Weg. Wir haben uns ein gemeinsames Leben aufgebaut in diesem Jahr, das lebenswert ist! Voller Achtung und Toleranz, voller Behutsamkeit und Liebe. Ich möchte keine Sekunde missen davon!

    Ich habe mich in meiner Urfamilie neu geordnet. Es war ein ziemliches Wechselspiel, bis ich meinen neuen Platz gefunden habe. Aber ich bin auch da jetzt angekommen. Meine Mutter sieht mich immer mehr als erwachsene Frau, nicht mehr als ihr kleines Mädchen. Weil ich ihr es vorlebe, mich nicht mehr benehme wie ihr kleines Mädchen. Das war ein schönes Stück Arbeit. Sehr produktive Arbeit! Es hat mir regelrecht Spaß gemacht, zu sehen, wie ich immer mehr mich selbst abnabel und wieder neu andocke. Anders als vorher, auch sehr innig, aber nicht mehr allumfassend. Ich kann meine Wege gehen ohne schlechtes Gewissen und ich kann in die Arme meiner Mutter kommen, ohne dass sie mich zerdrückt. Endlich...

    Ich darf sehen, wie meine kleine Enkelin wächst und gedeiht, wie sie ihre ersten Schritte machte, wie sie immer mehr sich entwickelt. Ich bin sehr dankbar für dieses Geschenk. Ich bin sehr dankbar, dass ich es sehen kann mit glücklichen Augen, ohne schweres Herz, weil mich mein Kummer, meine Ängste und Zwänge zerdrücken. Ich bin nicht mehr beschäftigt, zu leiden und um Liebe zu kämpfen nach allen Seiten, ich sitze da und nehme sie einfach entgegen. Die Liebe. Von den Menschen, denen ich es wert bin, dass sie es mir freiwillig geben, und denen ich es auch freiwillig gebe, weil auch sie es mir wert sind.

    Jawoll, ich hatte ein so lebenswertes Jahr und ich kann zurückblicken und mich freuen über diese ganzen Dinge. Und ich kann nach vorne sehen und weiß, es wird so weitergehen. Mit Höhen und Tiefen, denn so ist das Leben. Aber ich werde niemals mehr da sein, wo ich so viele Jahre war. Im Turm, hinter dicken Mauern, voller Angst und Zweifel, voller Schmerz, Wut und unterdrücktem Hass. Voller Alkoholdünste.

    Das ist ein kleiner Rückblick, auf ein Jahr voller schöner Dinge, voller leben und lernen. Und loslassen und neu ordnen. Es hat sich gelohnt, mein Weg. Wenn ich auf meinen alten Seiten hier blätter kann ich sehen, wie unsicher ich damals noch war, wie ich hin und hergeeiert bin, was nun aus der alten Beziehung wird. Na gut, es hat nicht mehr geklappt, zu viel war kaputt gegangen. Ich bin froh, dass ich den Mut hatte, es mir einzugestehen und die Konsequenzen daraus zu ziehen.

    Weiter geht's jetzt, leben, lachen, lieben auch 2010!

    Aurora

    Hallo Karottchen,

    da schlüpf ich doch auch mal schnell auf deine "Seite 100" :lol: . Ich hoffe, die Konzertkarten hast du noch bekommen und einen entspannenden Abend verbracht. Jetzt ist ja die Zeit, da sind die Energien etwas weniger, der Körper ruht sich aus, die Seele nutzt die Ruhezeit zum Sortieren. Da werden Rückschauen gehalten und Zukunftspläne für's neue Jahr geschmiedet. Und die Neujahrs-Vorsätze gefasst... :roll: . Und Energien getankt, Ressourcen aufgefüllt für die nächste Jahreszeit.

    Deine Arbeit stresst dich ziemlich, es ist wohl nicht die richtige für dich. Denn ein wenig Freude daran sollte man schon verspüren, schließlich verbringt man ja einen Großteil der Zeit dort. Gut, dann ist sie im April wohl vorbei, dann tun sich wieder neue Wege für dich auf. Ich würde mich für dich freuen, wenn du positiv an diese Sachen gehen könntest, denn das Beste wartet doch noch auf dich! Auf alle Fälle. Gut, um diese Ämtersachen und so beneide ich dich dann nicht gerade, aber das gehört dann dazu, vielleicht hat sich ja auch vorher schon was für dich ergeben, Was Neues...

    Vertraute Menschen um sich zu haben ist schön, aber es ist echt schwer, solche zu finden. Echte Freunde habe ich nur sehr wenige. Und selbst da hatte ich gerade meine Krisen, denn durch meine Veränderungen hat sich auch meine Stellung, mein Verhältnis zu meinen Freundinnen geändert. Wurde etwas problematisch sogar in einem Fall :roll: . Für mich... Ich habe auch mein Leben "bereinigt " von zwei sehr langjährigen "Freundschaften", die gar keine waren. Ich habe diese Leute für mich nur gebraucht, um sagen zu können: seht, ich hab ja auch Freunde - soooo viele. :roll: Und die haben mich nur benutzt, wenn sie mich gebrauchen konnten :roll: . Ich habe mich inzwischen Menschen angeschlossen, die auch ohne Alkohol leben, wie Dante und ich. Es ist ein großer Gewinn für mich, das gemacht zu haben. Vielleicht hast du ja in deiner Nähe auch Menschen, die ähnliche Interessen wie du haben, du hast ja Zeit, dich ganz in Ruhe danach umzusehen. Erzwingen wirst du nix können, aber du kannst aktiv sein (bist du ja auch schon), und das ist doch dein großer Vorteil!

    Och Karottchen, du hörst dich so niedergeschlagen an, menno. Dabei hast du doch auch schon so vieles erreichen können für dich. Du hast ganz schön gearbeitet für dich dieses Jahr, hast Erkenntnisse gesammelt und dein Leben partnermäßig sortiert. Damit es dir gut geht. Und nun lass das alles reifen in dir und dann geht's mit Karacho in die nächste Zeit.

    Ich drück dich mal und lass ein paar Sonnenstrahlen hier [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.smilies.4-user.de/include/Wetter/smilie_wet_052.gif] .

    Ich wünsche dir einen schönen 4. Advent und ganz liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Finchen,

    es macht mich immer wieder froh wenn ich lese, dass jemandem mein Weg ein Stück weit weiterhelfen kann, Denkanstöße geben kann und Mut macht!

    Es lohnt sich allemal. Es braucht sehr viel Geduld und oft genug hatte ich Durchhänger, Gedanken, alles hinzuschmeißen und in mein altes Leben zurück zu kriechen. Denn, da wusste ich wenigstens, was mich erwarten würde... Und wenn ich an diesen Punkt angelangt war, dann wusste ich auch, nein, da willste nie wieder landen, doch nicht... Mir hat auch enorm der Austausch hier geholfen, das, was die anderen mir geschrieben haben. Und was ich selbst gelesen habe bei anderen, hat mir so manchen Denkanstoß geliefert. Und ich habe eine Therapie gemacht. Die geht gerade dem Ende zu.

    Ich bin noch längst nicht fertig auf meinem Weg. Ich bin ein sehr gutes Stück voran gekommen. Manchmal stehe ich still und manchmal gehe ich ein paar Schritte zurück. Aber nie mehr so weit zurück wie damals...

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und viel Erfolg beim Beschreiten deines eigenen Weges!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Karotte,

    na, du kannst ja Fragen stellen... :lol: .

    Ich versuch's mal, zu erklären.

    Ich sage deutlich, was ich will, ich sage "Nein", wenn ich "Nein" meine. Ich eier nicht mehr rum, von wegen: eigentlich, ich könnte ja, eventuell, mal sehen, wenn sich nix anderes findet... Daher werde ich auf einmal viel mehr ernst genommen als vorher. Komisch, das "Nein-Sagen" war immer das schwerste. Dachte ich. Ich sage aber auch "Ja", wenn ich es so meine, und dann stehe ich dazu. Ich kann mich immer besser abgrenzen.

    Ich kann inzwischen sicher und konkret sagen, wie meine Befindlichkeiten sind und wie es mir geht. Und ich kann dann auch zu mir stehen, ich meine damit, ich nehme mich und meine Bedürfnisse ernst. Ich mache klare Ansagen. Das erleichtert auch meinem Gegenüber ungemein das Leben! Ich eier nicht mehr hintenrum rum, mache Andeutungen oder stecke was weg und mucksche dann. Somit können meine Mitmenschen auch mich besser einschätzen, weil ich ihnen sage, was ich meine. Es ist somit für mich einfacher geworden, für die anderen aber auch... :roll: .

    Ich kann Kritik einstecken und trotzdem weiß ich, auch der andere muss nicht unbedingt im Recht sein mit seiner Meinung. Jeder hat eine andere Blickweise. Früher habe ich bei Auseinandersetzungen oder bei gegenteiligen Meinungen immer dem anderen den Vorzug gegeben. Habe sofort gedacht, na, wenn der oder die das sagt, wird es schon richtig sein und ich bin ja eh zu blöd... Nööööö, so denke ich garnicht mehr. Ich habe auch was zu melden in der Welt! Ich muss nicht mehr "Liebkind" von allen sein, jedem zu Munde reden. Ich muss nicht mehr jeden mögen, und mich mag mit Sicherheit aus so mancher nicht. Inzwischen weiß ich aber, das ist normal, deswegen bin ich aber genauso viel wert.

    In der Beziehung sind wir gleichberechtigte Partner. Jeder hat seine Aufgaben, seine Spezialgebiete. Reden ist wichtig, und zwar respektvoll, keiner wertet den anderen mit bösen Worten ab. Oder versucht, Macht auszuüben. Würde ich das merken, würde ich es sagen und mein "Stopp-Schild" hochhalten. Ich habe nämlich eine "Stopp-Schild-Sammlung" :lol: . Nützlich sowas... Dadurch bin ich mit meinem Gegenüber auf gleicher Augenhöhe.

    Hm, zusammengefasst kann ich sagen, es ist einfach so: Seit ich meinen Wert immer mehr weiß und erkenne, kann ich mich immer besser artikulieren und mich selbst ernst nehmen. Dadurch können das auch meine Mitmenschen, und dadurch sehen sie mich. Als Frau mit eigener Meinung, eigenen Bedürfnissen und Gefühlen. Nicht mehr als "Muddi", die funktioniert wie eine Marionette und die man abstellt, in die Ecke, wenn man sie nicht mehr braucht. Die man für's "Grobe" rausholt, weil sie sich eh schon aufdrängt, den Dreck weg zu machen. Weil sie nie "Nein" sagt, wie praktisch... Als ich so war, hat mich niemand gesehen. Dazu war ich zu schwammig...

    Selbstwert und Selbstachtung, das Respektieren der eigenen Bedürfnisse, das ist meiner Meinung nach das wichtigste dabei.

    Ich hoffe, ich konnte es erklären, was ich meine :roll: . Auf alle Fälle wünsche ich dir noch ein schönes Wochenende und
    liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Karotte,

    jawoll, genauso ist es. Die Co-Abhängigkeit, in etwa ist es so, wie ich es geschrieben habe. Ein Teil davon.

    Es ist wichtig, es sich immer wieder klar zu machen, immer wieder hinzusehen. Denn diese alten Muster sind tief eingegraben.

    Eine Paarbeziehung ist auch immer ein wenig "Co". Weil einer für den anderen Sorge trägt, ein Stück Verantwortung. Aber ich habe in meiner neuen Beziehung erfahren, erfahre immer noch, wie es auch laufen kann. Da ist gegenseitiger Respekt, den anderen so sein lassen können, wie er ist. Da sind Gespräche über Empfindungen, es werden die Gefühle nicht mehr geschluckt, bis ich platzte. Oder bis ich mich reingesteigert habe. Da wird auch mein Empfinden ernst genommen, ich werde gesehen, ich sorge auch dafür, gesehen zu werden.

    Ich weiß um meine alten Muster und sorge dafür, dass sie da bleiben, wo sie sind, nämlich weeeeiiiiit weg :lol: .

    Ja, machen wir weiter, immer Schritt für Schritt. Ich wünsche dir jedenfalls ein schönes Wochenende!

    Viele Grüße
    Aurora

    Huhu Karottchen,

    ich bin wieder daaaahaaa...

    Und will mal kurz was hier lassen. Anderen Menschen zu helfen, ihnen ihre - vermeintlichen - Lasten abnehmen. Hm, das kenn ich schon...

    Ich habe was gelernt. Ich habe auch immer gedacht, ich müsste Männe seine Lasten abnehmen. Ich wäre verantwortlich für ihn. Ich habe ihm 20 Jahre lang oder länger versucht klar zu machen, in welchen, in meinen Augen, schlimmen Verstrickungen er in punkto seiner Ur-Familie steckt. Er hat es nicht gewollt. Er wollte darin stecken, in diesen Verstrickungen. Er wollte auch nicht aufhören zu saufen. Für ihn war und ist es richtig so und gut und heimelig. Er wollte meine Hilfe nicht, ich nahm ihm ja auch damit einen großen Teil seiner Selbstverantwortung, habe ihn manchmal regelrecht "entmündigt". Ich habe ihm meine Versionen von gutem Leben versucht aufzudrücken.

    Ich bin damit baden gegangen... Logisch! Ich habe Energien für andere aufgebracht, die ich besser hätte für mein eigenes Leben verwendet. Dafür, hinzusehen, warum mach ich das eigentlich?

    Um Anerkennung zu bekommen. Um Bestätigung zu finden. Um geliebt zu werden. Um das Gefühl zu haben, ich bin wichtig, werde gebraucht, ohne mich läuft nix. Ich habe so versucht, einen Wert für mich zu bekommen.

    Diesen Wert habe ich aber erst bekommen, als ich das alles nicht mehr machte! Als ich erstmal auf mich geblickt habe, blicke. Als ich immer mehr gelernt habe, andere sein zu lassen, wie sie sind. Als ich mich selbst akzeptieren und lieben konnte, da konnte ich auch andere Menschen sein lassen, wie sie sind.

    Das ist schwierig, ein Lernprozess. Aber es lohnt sich.

    So, und nun werde ich mal machen, dass ich in die Pötte komme, muss ja gleich arbeiten.
    Ich wünsch dir einen schönen Tag und mach's jut
    Aurora

    Hallo,

    da lass ich doch mal wieder was hier...

    Die Ehe geht dem Ende zu, ich habe schon Post gehabt wegen des Rentenausgleiches und Noch-Männe auch. Wir konnten eine Menge regeln und es kommt mehr und mehr ein Abschluss.

    Vor ein paar Tagen hatte ich mit Männe ein Gespräch, zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, er hört wirklich zu. Und es kommt was an da oben, bei ihm. Meine Wut ist vorbei, ich konnte ganz ruhig ihm noch Sachen sagen, die ich sagen wollte. Er hat mich ausreden lassen... :o . Viele Sachen aber, die ich ihm noch vor einem, vor zwei Jahren unbedingt hatte sagen wollen, die sind einfach in meinen Hirnschubläden verschwunden und nicht mehr wichtig. Ich konnte es loslassen... Ich muss mich einfach nicht mehr rechtfertigen, für mein Verhalten, dafür, warum ich mich getrennt habe.

    Er stand auch nicht mehr als "Leiden" vor mir, so mit dem Gesicht "geprügelter Hund". Seine Haltung hat sich auch geändert, er merkt, er kommt mit seinen Körpersignalen nicht mehr an bei mir. Und ich denke, ihm geht es wirklich gut ohne mich, denn er ist ja frei und kann ausleben, was er gerne möchte. Das erleichtert mir noch das letzte bisschen Loslassen, was noch als Fragment da in mir schlummerte.

    Er hat auch endlich losgelassen.

    Nun stehen wir uns gegenüber als gleichberechtigte Menschen. Wenn wir uns treffen, ist das ok, wir werden uns ja auch öfter treffen, wir wohnen nur um die Ecke, wir haben die Kinder und die kleine Erbse.

    Und auch meine Therapie geht dem Ende zu, auch da heißt es, loslassen, immer mehr das benutzen, was ich dort an Werkzeug erhalten habe. Meistens klappt das, manchmal falle ich auch etwas zurück. Das gehört dazu, aber ich werde niemals mehr auf "Punkt Null" zurückfallen! Was für ein gutes Gefühl :D .

    Ja, das wollte ich mal wieder hier lassen...

    Aurora

    Hallo Speedy,

    wir waren ein paar Tage verreist, nun bin ich wieder hier im Forum gelandet und du bist auch zurück :D . Da sage ich dir erstmal "Juten Tach" und muss mich erstmal wieder einlesen in viele Sachen.

    So richtig bin ich noch garnicht wieder angekommen, zuhause, der Urlaub war zu schön! Wir haben eine liebe Freundin besucht und ruhige Tage verbracht. Und es war für mich wichtig, ich konnte so auch Abstand gewinnen von Dingen hier, in meinem Leben! Und somit wieder sortieren und loslassen.

    Na, ich bin gespannt, was von dir zu hören und freue mich auf einen Austausch.

    Bis dann
    Aurora

    Hallo Karotte,

    das finde ich schade, dass es dir mit deiner Entspannung schwer fällt. Denn das ist soooo wichtig! Um neue Energie zu tanken, um die Gedanken zu sortieren, um bei sich anzukommen.

    So viele Termine, na ja, Arbeit ist wichtig und gut, das ist ja klar, aber so viele private Termine... :roll: . Ich weiß ja nicht, wie es bei dir so ist, bei mir war es mal ähnlich. Ich musste immer in Action sein, immer was los, immer Trubel, immer noch mehr Dinge. Das hat mich unter anderem davor geschützt, sozusagen, dass ich zur Ruhe kam und bei mir hätte hinsehen müssen! Ich bin vor mir selbst weggerannt, musste mir irgendwas beweisen. Meine ersten Ruhemomente habe ich mir regelrecht gegönnt und ganz bewusst gelebt. Ich fühlte mich erstmal zappelig und unruhig, war das garnicht gewöhnt. Dass ich das Recht hatte auf Ruhe :roll: , das war so neu, aber auch so gut.

    Na, so war es jedenfalls mal bei mir. Und jetzt. Hey Karotte, wir haben Urlaub und düsen erstmal morgen früh los in Richtung Hessenland :D . Ruhe genießen, Abstand gewinnen, neue Eindrücke sammeln. Und vor allem, eine liebe Freundin besuchen :D ...

    Also, mach's jut
    Aurora

    Huhu, guten Morgen Karottchen,

    Zitat

    das liebe Selbstbewußtsein

    das ist der Knackpunkt erstmal. Selbstbewusstsein, Selbstwert. Was bist du dir wert, bist du dir bewusst, wieviel Wert du hast für dich. Wenn du sagen kannst: ich bin es mir wert, dass es mir gut geht, ich lass mich nicht von anderen Menschen runterziehen, ich stehe zu mir und meinen Gedanken, ich habe ein Recht darauf, mich wohl zu fühlen, anerkannt zu werden, mein Leben zu genießen, meine Meinung zu sagen, angehört zu werden, glücklich zu sein... dann wirst du das auch nach außen strahlen.

    Mir ist es aufgefallen, dass mich oft Kunden, Nachbarn, angesprochen haben, ansprechen, auch Verwandte, dass ich so anders aussehen würde... Ob ich meine Frisur geändert hätte oder so. Da sag ich: "Nööööö, ich habe mich verändert, denn es geht mir super gut! Ich bin einfach nur zufrieden so, wie ich jetzt lebe, denn ich lebe, wie es gut für mich ist!" Denn ich verdreh mich nicht mehr für andere, bin "Everybodies Darling", sondern ich sehe erstmal zu, dass ich mich wohlfühle. Früher dachte ich, das wäre egoistisch, jetzt sehe ich das anders. Ich muss mich natürlich auch mit den Menschen in meinem Umfeld arrangieren, das ist klar , aber es ist nicht mehr nur auf meine Kosten!

    Zitat

    Sondern das nicht bereit sein zu Auseinandersetzung und Kommunikation

    Das ist für mich auch ein Punkt, wo dir gezeigt wird, ich bin besser als du, du bist mir nicht wert, dass ich mich weiter mit deinen "Problemchen" beschäftige. Männe hatte das auch suuuuper drauf, wenn ich mit ihm redete, ihm sagte, mir geht es damit und damit nicht gut usw., dann hatte er schon diesen gelangweilten Blick... dieses: wozu habe ich zwei Ohren... Auch nach unserer Trennung, das Jahr, als wir noch umeinander eierten und vieles unklar war, war er nicht bereit, irgendetwas zusammen mit mir aufzuarbeiten. Oder auch mal seinen Part in der ganzen Sache zu sehen. Es ist schon einfacher, alle Schuld abzugeben an den anderen, in dem Fall an mich, oder was auch sein Lieblingswort war/ist: da war der Alkohol dran Schuld. Er wollte einfach nicht hinsehen...und will es immernoch nicht... das ist nicht mehr mein Problem!

    Es ist ein Zeichen von Macht, die der andere ausübt über dich, er hat die Macht, dich klein zu halten, deine Bedürfnisse als unwichtig, belanglos, blöd hinzustellen. Damit wird dir gezeigt, ich habe es in der Hand, du bist es mir nicht wert. Und du zappelst ohnmächtig rum, redest vielleicht immer lauter, hektischer, damit du endlich gehört wirst. Aber er will dich eben nicht hören... na, dann eben nicht, man kann niemandem zu seinem Glück zwingen...

    Das hast du nicht nötig, du hast ein Recht darauf, dass jemand dir zuhört.

    Es ist wichtig, dass du dich so ehrlich damit auseinander setzt. Das bist du dir ja schon wert :D . Du merkst deinen Schmerz und willst nicht mehr darin verharren, sondern was ändern, du bist ja schon mitten drin in den Änderungen. Es ist schon ein ziemlicher Weg, diese Veränderungen, und es kostet einen Haufen Geduld. Immer schön langsam, Schritt für Schritt.

    Menno Karotte, komisch, dein Fädchen springt mich in letzter Zeit wieder öfter voll an. Vieles erinnert mich so an meine Jahre, als ich noch so am eiern war... Ich hoffe, ich texte dich mal nun nicht allzu voll hier :? . Auf alle Fälle wünsche ich dir erstmal einen schönen Sonntag!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Karotte,

    icke mal wieda... :lol: .

    So ähnliches Thema hatte ich mal mit meiner Therapeutin. Ich kam darauf und sagte:"Warum lasse ich es immer wieder zu, dass andere Menschen mir weh tun. Aber selbst habe ich Angst davor, anderen weh zu tun..." Sie meinte, das wäre eine Frage des Selbstwertgefühles... mehr sagte sie nicht, und ich habe alleine lange darüber nachgedacht. Und es wurde mir immer klarer. Was sie meinte damit...

    Du hast Schmerzen, wenn Menschen sich zurück ziehen, wenn sie dir zeigen, du bist ihnen nichts wert. Oder wenn du denkst, dass sie es denken, dass du ihnen nix wert wärst. Und wenn du dir etwas wert wärst, dann ziehst du daraus die Konsequenz zu sagen, gut, dann suche ich mir andere Menschen, welche, die mich mögen, so wie ich bin, denen ich was wert bin. Egal, ob es dem anderen auch etwas weh tut, aber du selbst brauchst doch den Schmerz nicht mehr zu ertragen. Du hast es nicht nötig, dir weh tun zu lassen.

    Du sagst, du fandest es im Wald entspannend, du konntest dort "sein" und "leben". Ja, so ist es gut :D , du siehst doch, wie viel du dir wert sein kannst, das zu genießen. Dich zu spüren, erstmal.

    Der "Cowurm" wird immer kleiner, wie gut! Das ist ja eine Folge deiner Arbeit an dir, dass es so ist. Da siehst du Erfolge, du lässt eben doch nicht mehr alles unumschränkt zu.

    Ich hoffe, du fühlst dich heute wieder besser. Und ich lass mal liebe Grüße da
    Aurora

    Hallo Karotten-Karottine,

    wenn ich schonmal dabei bin, kann ich ja gleich mal nochwas da lassen :wink: .

    Es ist schon klar, Dinge gemeinsam zu unternehmen macht oft mehr Spaß. Mit Menschen, die man mag und die dich mögen. Es ist nicht immer einfach, Gleichgesinnte zu finden, da ist Geduld angesagt. Da kann es tatsächlich entspannter sein, etwas alleine zu machen als mit Leuten, die du im Grunde garnicht magst. Denn da geht 'ne Menge Energie verloren darin, dass du dich doch irgendwie verdrehst, nicht in Ruhe etwas genießen kannst. Und einen Gesprächs- und Kuschelpartner zu haben ist schon toll (ooooohhhhh jaaaaaa :lol: ), das weiß ich, seit ich meinen habe. Vorher war ich ja auch nicht alleine, aber ein Partner, ein gleichwertiger, war ich in Männes Augen irgendwann nicht mehr (war ich es überhaupt jemals... :roll: ). Denn der Alk hat dann meine Stelle immer mehr eingenommen. Also war ich ja doch zu zweit alleine... :roll: .

    Diese Beschäftigung mit den Ängsten ist sehr gut und interessant! Du wirst eine Menge ändern können, wenn du dich darauf einlässt. Denn es ist so viel Angst in dir, Angst vor dem Alleinesein, Angst vor dem Etwaszuverpassen, Angst vor allem Möglichen... Diese Ängste sind ja bei dir vorhanden, und sie sind ernst zu nehmen. Denn sie behindern dich doch auch ganz schön! Du kannst diese Ängste nach und nach abbauen, wenn du dich auf dich einlassen kannst. Du machst ja eine Menge für dich, hast viele Aktivitäten. Aber machst du die auch für dich? Weil es eine Bereicherung für deinen Tag ist :roll: . Oder wieder nur, um deine Ängste nicht zu spüren :roll: .

    Liebe Karotte, ich finde aber, du bist ganz gut auf dem Weg, ich kenne dich ja jetzt auch schon eine Weile. Du hast ja auch schon einige Dinge für dich erreicht, inzwischen, und ich finde, du schaust auch schon ganz anders hin. Es ist eben ein langer Prozess, Geduldgeduldgeduld.... Die Kindheitsmuster, diese eingefahrenen Gleise, sind nicht von heute auf morgen weg. Da steckt echt eine Menge Arbeit drinnen, das abzulegen, umzupolen.

    Ja, das war's erstmal von mir was mich heute noch so angesprungen hat hier. Ich wünsch dir 'ne schöne Woche und mach's jut

    Aurora

    Huhu Karottine :lol: ,

    hört sich ja juuuut an, dein neuer Name... :lol: .

    Irgendwie springt mich mal heute was an, und ich lass mal was hier. Lesen tu ich ja bei dir immer. Oder meistens, auf jeden Fall.

    Ich denke auch, es ist wichtig, Beziehungen zu anderen Menschen zu haben. Wir sind ja keine Einsiedler. Genauso wichtig finde ich es aber auch, alleine mit sich sein zu können. Ein optimales Verhältnis zwischen Alleinsein und Gemeinsam sein ist, glaub ich, nicht immer einfach. Hauptsache ist doch, nicht sich selbst, die eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen, nur aus Angst, was zu verpassen, um unbedingt immer dabei sein zu wollen. Um Anderen einen Gefallen zu tun.

    Und du schreibst was von Ängsten, die du spürst. Oooooh ja, Ängste, die kenne ich zur Genüge :? . Als ich mir meine Ängste ansehen konnte, so nach und nach, da konnte ich mich ihnen stellen, mich mit ihnen auseinander setzen. Und das war guuuut, denn so verloren sie ihren Schrecken! Wovor hast du Angst, in den Situationen, die du beschreibst. Was kann dir passieren?

    Hast du Angst vor den Konsequenzen deines Handelns, davor, dich unbeliebt zu machen? Hast du Angst vor Kritik, Angst dich zu streiten, streiten zu müssen? Dann überlege auch mal, was bist du dir wert? Wie hoch ist dein Selbstvertrauen darin, dass du dich verteidigen kannst, deine Interessen vertreten kannst. Ohne Angst vor... Unbeliebtheit, Kritik, oderoderoder...vor Alleinesein. Je mehr du dich auf dich selbst konzentrierst, ich meine, auf dein Bauchgefühl, dich selbst annehmen kannst, desto mehr wird auch dein Vertrauen in dich selbst steigen. Und je mehr Vertrauen du in dich hast, desto kleiner werden deine Ängste.

    Es ist gut, dass du dir selbst Zeit einräumst. Es sind die kleinen Winzlingsschritte, die dich vorwärts bringen, nicht die riesen Sprünge. Je doller du springst, desto weiter kannst du zurückfallen. Nöööö, Geduld ist das Zauberwort, Geduld mir dir selbst, denn das bist du dir doch wert :roll: .

    Siehste, und dann gab's auch Geschenke :D , von netten Kollegen, und du hast dir selbst auch noch ein Geschenk gemacht :D .

    Soooo, K.Karottine, nun wünsche ich dir ein wunderbares Wochenende. Mit vielen Geduldsmomenten. Und mit vielen griffbereiten Stoppschildern, die du gebrauchen kannst. Dann, wenn du nicht mehr telefonieren willst, z.B.

    Liebe Grüße
    Aurora, die sich mal ein wenig hier auslassen wollte :lol:

    Hallo,

    lavendel :D , ach schön, mal wieder ein Lebenszeichen von dir!
    Ja, uns geht es sehr gut, vor allem, weil der Urlaub vor der Tür steht :lol: . Noch 1 1/2 Wochen arbeiten und dann jeht's los...

    Soso, warst du in Dahlem, na, hätteste mal vorbei geschaut, ich kenn da einen, der hätt' sich ein Loch in den Bauch gefreut :wink: .

    Aurora

    Hallo,

    irgendwie dachte ich, ich könnte ja mal ein Up-Date hierlassen.

    Die Scheidung läuft, und es kommen schon jetzt auch viele Gefühle der Trauer zum Vorschein. Da ist ein halbes Leben, was ich nun loslasse, auch schon losgelassen habe. Viele Erinnerungen purzeln in mir herum.

    Gedanken an gute Zeiten, die es mal gab. Gedanken daran, wie die Kinder klein waren, wieviel Hoffnungen ich damals für die Zukunft hatte. Mit welcher Lebensfreude ich erstmal ranging, damals, an das Abenteuer "Familie gründen". An das Abenteuer "Leben". Ich habe mich geöffnet, habe viel gegeben von mir. Und habe riskiert, verletzt zu werden. Und das bin ich. Da baute ich Mauern um mich rum, die haben mich daran gehindert, zu leben.

    Im Laufe der Jahre versank Männe immer mehr in seiner Sucht, und ich auch. Meine Co-Abhängigkeit wuchs mit jedem Jahr. So viel Anstrengungen, soviel Energien, die da geflossen sind, verflossen sind für etwas, was ich nicht ändern konnte.

    Aber ich wusste es nicht besser und konnte nicht anders leben, als ich es damals tat. Das weiß ich nun, und das erleichtert es mir, das Loslassen. Auch der Schuldgefühle und vermeintlichen Verantwortungen. Ich sehe diese vielen Jahre nicht als verschwendete Zeit, denn das ist es nicht. Es war mein Leben, es war so, wie es war. Irgendwann wollte ich es so nicht mehr, entdeckte mehr und mehr mein eigenes "Ich". Und ich entdeckte, was mir zusteht, was ich verlangen darf vom Leben, und dass ich es mir auch nehmen darf!

    Mein Weg geht schon eine ziemliche Weile. Es ist mehr als zwei Jahre her, dass ich auszog. Der Weg geht noch weiter, es ist niemals zuende. Aber ich lebe endlich so, wie ich meine, dass ich es mir wert bin!

    Und nächste Woche wird meine kleine Erbse auch schon 1 Jahr alt! Menno, die Zeit rast einfach nur so dahin. Es macht mächtig Spaß, zu leben, echt!

    Aurora