Beiträge von Aurora

    Hallo almacya,

    es gibt auch Deo-Kristalle! Die sind 100%ig naturbelassen, ohne irgendwelche Zusätze. Einfach anfeuchten und benutzen. Diese Deo-Kristalle wirken wirklich gut, habe es selbst probiert :wink: ! Frag doch mal in einem Reformhaus oder Naturkostladen nach.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    hm, Stichwort "Dankbarkeit"...

    Ich bin dankbar dafür, dass ich nach und nach die Kraft hatte, hinzusehen, warum es mir in meiner Ehe immer schlechter ging. Ich bin dankbar dafür, dass in meiner Stadt sehr viele Hilfsangebote bereitstehen, Menschen, die mir helfen wollen, zu leben. Ich bin dankbar dafür, dass Karsten dieses Forum "erfunden" hat, und dass ich es benutzen darf, um mich auszutauschen. Und ich bin mir dankbar dafür, dass ich endlich für mich selbst aktiv werden konnte und dass Hände bereit standen, die ich nur ergreifen musste!
    Ich bin auch dankbar dafür, dass ich in einer Zeit lebe, in der Frauen sich von ihren Männern trennen können, ohne geächtet zu werden, in der sie die Möglichkeit haben, eine Ausbildung zu machen und, je nach Arbeitsmarktslage, für sich selbst sorgen können.

    Leben im "Jetzt", ja, da ist was dran...
    Viele Jahre habe ich im "Damals" gelebt, und im "Demnächst". Damals, das heißt, einmal war damals alles noch besser, aber auch, schon damals hast du mir das angetan, deshalb hasse ich dich immer mehr...muss dich weiterhin kontrollieren...ich halte es dir immer wieder vor, was du mir angetan hast, damit du siehst, was du mir antust, was ich für dich aushalte, und damit ich nochmal den Schmerz fühlen kann... :( .
    Demnächst, das heißt, diese große Angst, wie wird er sein, wenn ich heimkomme, wie viel hat er wieder gesoffen, wie wird die nächste Familienfeier ausgehen, schaffe ich es, ihn abzuhalten vom Trinken. Aber auch, ich werde nicht alleine leben können, weil ich es finanziell nicht schaffe, weil ich dann nicht mehr ins Harmoniebild passe, weilweilweil...AngstAngstAngst...
    Irgendwann habe ich meine Vergangenheit angesehen und begonnen, zu verarbeiten, anzunehmen und loszulassen. Denn ich bin ein Produkt aus dieser Vergangenheit, aber sie darf mich nicht lähmen, nicht regieren über mich! Mittlerweile gelingt es mir gut, im "Jetzt" zu leben! Und die Ängste vor unvorhersehbaren Dingen haben sich auch erheblich reduziert! Warum? Hm, vielleicht, weil ich mittlerweile weiß, was ich kann, was und wer ich bin, weil ich mir vertrauen kann!

    Lügen, hm, gelogen für meinen Mann habe ich so gut wie nie... :roll: , nach außen hin, indem ich ihn gedeckt habe, wenn er betrunken war. Nur mich selbst habe ich belogen, indem ich mir was schöngeredet habe, was nicht schön war, indem ich mir eingeredet habe, nächstes Mal klappt es und er trinkt nie mehr... oder, es macht mir nichts aus, wenn er wieder betrunken auf der Couch hängt... Auch hatte Männe die Gabe, meine Wahrnehmungen als Lügen, als falsche Wahrnehmungen, darzustellen. Da war ich dann auf einmal die Angeschmierte, die Lügnerin, die Schuldige, die Böse... Ich wusste manchmal selbst nicht mehr, was Wahrheit, was Lüge war, was ich mir nur einbildete oder was real war.

    Wenn ich hinsehe, wie es mir jetzt geht und wo ich stehe, da erkenne ich etwas! Alle diese Dinge kann ich haben und machen, weil ich endlich aus meiner Lähmung, aus der Passivität und Jammerhaltung ausgestiegen bin! Weil ich nicht mehr andere Menschen für meine Gefühle verantwortlich machen muss, sondern sehe, nur ich bin zuständig für mich selbst, erstmal! Seit dem Tag, an dem ich begann, aktiv zu werden für mein Leben, an dem Tag, an dem ich endlich hinsehen konnte und begann, mich zu verändern und nicht mehr versucht habe, andere, z.B. Männe zu ändern, an dem Tag begann meine innere Freiheit!

    Und deshalb bin ich dankbar dafür, dass ich im "Jetzt" leben kann, frei und vor allem ohne Lügen (die alltäglichen Notlügen mal ausgenommen :wink: !, es geht mir um die Lebenslügen, die ich so lange praktiziert habe)!

    Das habe ich so gedacht, als ich das hier gelesen habe über Dankbarkeit, Leben im Heute und Lügen. Es ist einfach mal meine kurze Übersicht darüber, meine Gedanken bezüglich meiner Situation!

    Aurora

    Hallo,

    hm, mal sehen, ob ich auch mal was loswerden kann hier :roll: .

    Ich habe 26 Jahre lang mit meinem Mann zusammen gelebt, bevor ich mich räumlich von ihm getrennt habe, nee, besser, bevor ich endlich die Kraft hatte, zu gehen! In diesen Jahren versank er immer mehr in seiner Sucht - und ich auch. Er im Alk, ich im Co-Dasein. Wir haben und massenweise Verletzungen und Demütigungen zugefügt. Ich habe aber immer wieder versucht, zu reden, zu ihm durchzudringen, etwas im Kopf bei ihm klar zu machen. Erfolglos...Frau redet, Mann schweigt :? .

    Dann die Trennung, er entgiftet und ist ja auch bis zum Jetzt trocken.

    Da begann aber für mich die größte Zeit der Beziehungsarbeit bzw. Aufarbeitung. Denn nun war da ja ein Mann, der nicht mehr trinkt. Aber auch nur das, denn an Aufarbeitung oder Vergangenheitsbewältigung war nicht für ihn zu denken! Ich habe aber meinen Weg mehr und mehr gemacht, an mir gearbeitet, viele Veränderungen durchlaufen! Ich war endlich für mich ungeheuer aktiv, entdeckte, wie schön es sein kann! Ich habe lange nachgedacht, ob mir eine Aufnahme der Beziehung zu Männe möglich wäre, denn er hat mich sehr tief verletzt, in den Dreck getreten... usw. Durch seinen Suff, aber auch durch andere Dinge, die so passierten, einfach, weil er so ist, wie er ist :roll: . Ich hatte hohe Mauern, meine Gefühle gut versteckt! Mich sollte niemand mehr dermaßen verletzen können! Mehr und mehr wurde mir klar, mit Männe kann ich nicht mehr zusammen leben. Es hat gedauert, bis ich das auch vor mir richtig zugeben konnte! Und ich dachte, ich kann mich wohl niemals mehr für jemanden öffnen, kann mir eine Beziehung zu einem anderen Mann garnicht vorstellen!

    Ich habe erstmal meine Wohnung schön gemacht - nur nach meinem Geschmack! Ich konnte essen und trinken, worauf ich Lust hatte, ich konnte lange schlafen oder fernsehen oder im Forum sein, so lange ich wollte! Das war schon mal Luxus für mich! Ich entdeckte mich mehr und mehr und meine Lust am Leben! Ich lernte jemanden kenne, vor einem Jahr, mit dem bin ich öfter mal in die Oper gegangen, oder ins Ballett. Gemeinsame Interessen, die auf freundschaftlicher Basis gemacht wurden. Er Mann, ich Frau, ich mochte ihn von Anfang an, aber als Mann, als Liebhaber, konnte ich ihn mir nicht vorstellen. Weil ich mir nicht vorstellen konnte, jemals wieder einen Mann an mich heran zu lassen!

    Also gingen wir ab und an mal aus, es war immer sehr angenehm in seiner Gesellschaft. Und an meiner Ex-Beziehung fummelte ich weiter herum. Aber mehr und mehr wurde mir sehr viel klar, ich entdeckte mich, mich als eigene Person mit Wünschen und Bedürfnissen. Und ich entwickelte mich...

    Und irgendwann machte es "klick" in meinem Oberstübchen... :roll: . Und ab da war ich frei!

    Tja, eine Zeit danach sah ich den "Opernmann" mit ganz anderen Augen an, und es machte wieder "klick" und ich war verknallt :shock: . Weia...

    Wohin mit den Gefühlen, ich wollte doch niemals mehr mich dermaßen verletzlich geben, zeigen. Und mich anfassen lassen, nach dem was Männe so alles mit mir gemacht hatte... Zärtlichkeiten, oh ja, ich hatte einen riesen Bedarf, aber Angst, das zuzugeben. Meine Gefühle wurden erwidert...

    Nach und nach, schneller als gedacht, konnte ich mich aber einlassen. Es hat mich viel Mut gekostet, aber es war auch so, dass ich dachte, wenn ich es nicht wage, dann kann ich es niemals erfahren! Und nun ist es wunderbar, es wird jeden Tag noch besser! Meine Mauern sind noch in Sichtweite und ich kann jederzeit dahinter verschwinden. Aber bisher war es noch nicht nötig! Ich habe mich ja auch verändert, bin stärker und selbstbewusster geworden! Mir kann nichts mehr so von dem passieren, was mir damals mit Männe passierte, weil ich einfach anders geworden bin. Mich weiterentwickelt habe. Und natürlich ist dieser neue Mann in meinem Leben ja auch ein anderer als Männe... Völlig anders. Und jetzt gestatte ich mir, einfach mal glücklich zu sein!

    Mir geht es einfach gut, ich gehe mit meinem Leben immer bewusster um. Ich kann wieder etwas geben und bekomme nun auch sehr viel zurück! Ich kann etwas zulassen und sehe, es wird nicht gegen mich verwendet. Ich kann wieder Vertrauen haben!

    So, das war da Wort zum Sonntag

    Aurora

    Hallo,

    hey Speedy :D , ja, es ist so, ich hätte nicht gedacht, dass ich mich noch einmal im Leben so gut fühlen könnte wie jetzt! Es ist einfach toll...

    Danke auch für die Glückwünsche, jaja, mein Erbschen, nu isse da, im Kopf ist es ja noch nicht so ganz angekommen, dass ich nun Oma bin :?:lol: . Aber ich bin zuversichtlich, das wird... :lol:

    Aurora

    Hallo,

    an diejenigen, die noch ab und zu mal bei mir reinschmökern...

    Heute morgen um 8.14 h war es soweit, die kleine Erbse, mein Enkelchen, wurde geboren! Alles dran an der Kleinen, alles gesund und munter. Ich bin einfach nur furchtbar glücklich...

    Dieses Jahr hat für mich sehr viele Veränderungen gebracht! Aber ich weiß auch, all das konnte nur passieren, weil ich endlich mein Leben selbstverantwortlich in die Hand genommen habe, weil ich viel an mir gearbeitet habe, verändert habe! Ich habe nicht mehr passiv und voller Jammer rumgestanden und erduldet, sondern ich habe für mich etwas bewirken können! Mein Weg war und ist noch immer nicht nur glatt und schön und geradeaus, aber er ist immer ziemlich hell inzwischen, und ich kann auch zwischendurch die Früchte meiner Arbeit ernten!

    Ich habe meine schöne Wohnung, in der ich auch seit einiger Zeit endlich angekommen bin. Ich konnte mich von Männe loslösen, meine Co-Anteile zum ziemlichen Teil abstellen und daran arbeite ich auch noch immer! Ich konnte mein Selbstvertrauen wieder aufbauen und meine Selbstliebe, nun konnte ich mich auch auf die Liebe zu einem neuen Mann einlassen! Und das ist einfach wunderbar...Und nun bin ich auch noch Oma :shock::D , och, ich bin echt sowas von glücklich, das gibt es nicht...

    Ja, das konnte ich alles erreichen, durch ehrliches Hinsehen, durch Veränderungen und Schritte in die richtige Richtung, durch Geduld mit mir selbst, durch viel Machen und Tun, Therapie usw. Und durch nicht Aufgeben, durch den Glauben an mich selbst und an die Kraft, die in mir steckt, und die ich doch dann auch endlich für mich selbst einsetzen konnte und kann!

    Aurora

    Hallo lavendel,

    hey, schön, dass du mich hier besuchst :D , das freut mich ganz dolle!

    Ich kann jetzt wirklich Vieles wieder sehen und fühlen, zur Zeit wirbelt es noch ziemlich alles durcheinander. Aber es ist soooo gut, ich kann endlich leben, lieben und lachen... das hab ich mir ja schon die ganze Zeit gesagt, dass ich das wieder möchte! Ich bin angekommen, in einem neuen Lebensabschnitt!

    Und ja, ich werd den großen, inzwischen ziemlich zahmen Herrn mal grüßen... :lol:

    Aurora

    Hey, Elfriede,

    ich seh's ja jetzt erst, dass du mir was gepostet hast... :oops: .

    Die kleine Erbse ist noch nicht da, aber meine Christina ist kurz vor dem Platzen :lol: . Dauert ja nicht mehr lange, 21.10 ist der Stichtag. Die Spannung steigt!

    Bei mir hat sich Einiges getan! Ich habe mich endgültig von Männe getrennt! Die Klarheit kam vor einigen Wochen, irgendwann Juli/August. Da konnte ich endlich sehen, dass mir ein gemeinsames Leben mit ihm nicht mehr möglich sein wird. Es ist einfach zu viel zerstört worden. Ich kann z.B. keine Vertrauensbasis zu ihm mehr aufbauen. Ich habe mich zu sehr verändert, er trinkt nur einfach nichts... :roll: .

    Tja, und als mir das alles klar wurde, als ich endlich loslassen konnte und es auch begann, dass ich die Vergangenheit mehr und mehr loslassen und verzeihen kann, da kam so ein Pfeil von Amor angebraust und hat mich mitten ins Herz getroffen :lol: .

    Ja, die olle Muddi ist schrecklich verliebt :oops: , weia, ich hätt garnicht gedacht, dass ich das noch jemals wieder empfinden könnte. Dass ich den Mut habe, mich wieder einzulassen auf jemanden. Meine Mauern sind mächtig geschrumpft und ich kann Gefühle wieder zulassen!

    Und nun schweb ich hier so rum, wie'n Teenie... aber is jut... :D , richtich jut :D:D:D

    Aurora

    Hallo Karl,

    da hast du ja was aufgeschrieben, wow. So viel und noch mehr ist passiert in dir, mit dir, für dich, durch dich!

    Es hört auch nicht auf, es geht noch weiter und es wird immer besser werden. Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag und eine Menge Marmeladeneinheiten und Fenchelöhrchenmomente, mit einem guten Klecks Forumin - ey, das Wort gefällt mir, klasse...

    Mach's jut
    die Aurora

    Hallo

    ich muss doch mal ein kleines update dalassen :lol: . Wen's interessiert :roll: .

    Etwas mehr als ein Jahr ist es ja jetzt her, seit ich ausgezogen bin in ein neues Leben. Männe hat ja aufgehört zu trinken und es war immer ein rumgeeier, wie es nun weitergehen soll. Mit uns...

    Er war aber nicht in der Lage, an sich selbst Dinge zu ändern, bei sich selbst zu schaun und auch mal mich anzusehen, uns. Er meinte die ganze Zeit, das Nichttrinken wäre genug, und er lässt mir Zeit, meine Narretei hier auszutoben. Und dann müsste ich ja wieder angekrochen kommen, ins warme Nest sozusagen, um wieder in die gute alte Muddi-Rolle zu schlüpfen. Für ihn bedeutet das wohl: jemand, der aufräumt, jemand, der kocht, jemand, der wäscht, jemand, der zu allen Zeiten seine sexuellen Bedürfnisse befriedigt! Leider muss ich das zur Zeit so sehen, es ist meine Empfindung, und diese ist mir inzwischen sehr wichtig geworden! Es ist ja so, dass ich mich wohlfühlen muss, nicht alle anderen um mich rum! Ich habe gehofft, dass ich mich zusammen mit Männe wieder wohlfühlen könnte, aber ich sehe da momenan keine Chance. Ich bin zu weit gegangen in meiner Entwicklung, er ist unterwegs ausgestiegen! Ich hätte vor einiger Zeit nicht gedacht, dass ich soweit gehen könnte, dass ich meine Ängste soweit eingrenzen könnte, dass ich so viel Wert für mich empfinden könnte, endlich selbstverantwortlich für mich zu leben!

    Gestern habe ich sozusagen ihm gesagt, dass eine Liebesbeziehung mit ihm nicht mehr für mich in Frage kommt! Die Schuldgefühle und Giftzwergli in meinem Schädel :evil: haben zwar rumgemuckt, aber ich will mich einfach nicht mehr für ihn verantwortlich fühlen. Auch heute morgen habe ich ein schlechtes Gewissen gehabt, er war schon wieder in meinem Kopf, er hat mir schon wieder irgendwie leid getan, aber nur kurz!

    Ich will jetzt leben, lachen und lieben! In einem Leben, in dem ich die Hauptrolle spiele!
    Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem die kleine Erbse, das ist meine zukünftige Enkeltochter, auf der Welt sein wird :D:D:D ! Das dauert ja nicht mehr so lange. Dann wird die wohl eine Hauptrolle spielen, :wink::D , aber das darf sie auch....

    Aurora

    Hallo Elfriede,

    es gibt schon manchmal komische Zufälle im Leben, das sag ich dir :roll: . Meiner Mutter ist mal ähnliches passiert, vor über 20 Jahren... Sie hatte 'nen Ehering von ihrer Mutter oder so geerbt. Der war auf einmal weg, anscheinend bei der Hausarbeit abhanden gekommen. Sie war sehr traurig... Viele Jahre später hat mein Vater Unkraut gerupft, im Garten. Da blitzt ihn was an, es war ebendieser Ehering :roll: , anscheinend hatte meine Mutter ihn mit auf den Kompost geschmissen und er hatte ihn untergegraben. So lag er da, der Ring :lol: , geduldig, Jahr für Jahr, bis er wieder auftauchte.

    Soso, zofft ihr euch da rum, Männe und du. Na ja, Streit an sich kann ja auch was Produktives sein. Wenn er denn auf fairer Basis geführt wird. Da kann dann auch was bei raus kommen. Wichtig ist auch, sich hinterher wieder zu vertragen, es nicht nachzutragen. Ich hoffe, ihr seit zu einer Einigung gekommen bei eurem Zoff... :roll: .

    Ich wünsch dir - und Männe - ein zofffreies, schönes Wochenende und machs jut

    Aurora

    Hallo Sternschnuppe,

    ich antworte dir mal hier auf deine Frage an mich, die du mir in Spedis "Haunichtdraufthread" gestellt hast. Ob ich noch mit meinem Mann zusammen wäre...und dass wir ja unser Ziel erreicht hätten.

    Ich habe schon viele Etappen erreicht auf meinem Weg. Am Ziel bin ich nicht. Ich bin aber zielstrebig auf meinem Weg! Um's mal so zu sagen, und Männe wohl auch.

    Wir leben in getrennten Wohnungen. Jetzt seit gut einem Jahr. Unser Verhältnis ist für mich zwiespältig. Ich muss noch sehr viel verarbeiten von all dem, was da so abgelaufen ist. Wir können inzwischen sehr viel und auch gut miteinander reden und ich bezeichne unsere Beziehung als sehr freundschaftlich. Eine Liebesbeziehung kann und will ich nicht mit ihm eingehen. Was da mal wird, steht irgendwie in den Sternen :roll: , zur Zeit heißt es für mich, ich will es nicht mehr!

    Ich bin ja auch immernoch dabei, meine Co-Abhängigkeit zu verarbeiten. Ich bin mir garnicht sicher, ob ich zur Zeit überhaupt zu einem Mann eine enge Beziehung eingehen möchte oder kann. Ich will ja auch nicht mehr in eine Co-Falle tappen... und ich fühle mich wohl, weil ich auch endlich mal für mich alleine verantwortlich sein kann, mich endlich auch selbst erstmal so richtig kennenlerne!

    Wenn du möchtest, kannst du hier meine Anfänge hier im Forum nachlesen https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…64-0-asc-0.html (ich hoffe, ich hab's richtig gemacht und das führt dich zu meinem Thread..."Liebe und Hass"), ich schreibe so gut wie ausschließlich im geschlossenen Bereich und habe dort mein Tagebuch.

    Und nun wünsche ich dir einen schönen Abend und weiterhin viel Kraft auf deinem Weg

    Aurora

    Hallo Spedi,

    ich muss zugeben, deine Worte hören sich erstmal hart an... :roll::? . Aber es ist tatsächlich so.

    Viele Jahre habe ich ausgeharrt, habe versucht, meinen Mann zu verändern, ihn vom Alkohol "zu retten". Ich war wütend, böse, frustiert und traurig, dass er sich nicht verändern wollte oder konnte. Also hatte er auch die Schuld daran, dass es mir ja soooo schlecht ging. Aber gleichzeitig war ich furchtbar stolz auf die Anerkennung meines Umfeldes, dass ich ja so stark war und alles "ertrug". Dass ich ja immer wieder die Retterin war...

    Erst als ich begann, mit mir selbst was zu machen, erst als ich sah, dass ich ja für mein Leben selbst die Verantwortung trage und niemand anders, erst ab da ging es bergauf! Ich konnte endlich hinsehen und auch mehr und mehr meine eigene Rolle in diesem "Drama" sehen. Ich habe meinem Mann die Verantortung für sein Leben zurückgegeben und dafür die Verantwortung für mein Leben übernommen. Ich begann, hinzusehen und zu erkennen, dass ich es ja selbst in der Hand habe, ob es mir gut oder schlecht geht.

    Das ging aber nicht von heute auf morgen. Bis zum ersten Schritt, zur ersten Erkenntnis waren es viele Jahre. Auch bei meinem Mann hat es ja viele Jahre gedauert, bis er sich selbst seine Alkoholabhängigkeit eingestehen konnte. Auch jetzt gibt es immer noch Rückschritte, Rückfälle in das Co-Verhalten. Dafür bin ich ein Mensch, mit meinen Fehlern und Unzulänglichkeiten.

    Der Unterschied zu vorher ist aber, dass ich es nun erkenne und dagegensteuern kann! Ich bin aktiv für mein Wohlbefinden zuständig und niemand sonst! Seitdem ich das erkannt habe und danach lebe, seitdem geht es mir ständig besser! Meine Lebensqualität ist unglaublich gestiegen! Auch wenn ich viele der Einbußen habe, die mich unter anderem solange Zeit davon abgehalten haben, mich zu trennen, für mich zu handeln. Da war meine Feigheit vor der Verantwortung, das waren nur meine Ängste, die riesigen Ängste, nicht selbst für mich sorgen zu können, das war mein winziges Selbstbewusstsein, nur in Rudimenten vorhanden, was mich hinderte. Das war die Angst, für mich und alle meine Fehler selbst gerade stehen zu müssen! Die Angst davor, nicht mehr geliebt, gemocht zu werden. Denn nun bin ich ja nicht mehr Everybodies Darling sondern recht unbequem geworden.

    Auf einmal habe ich auch Ecken und Kanten, an denen Reibungspunkte entstehen. Aber andererseits werde ich auch respektiert und ernst genommen, nicht mehr als armes Hascherl getätschelt! Und es gibt noch immer Menschen, die mich lieben und mögen :D ! Dadurch wiederum steigt mein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen jeden Tag! Aber es ist ein stetiger Prozess und geht langsam voran.

    Ürigens hat ja mein Mann, als ich ihm seine Selbstverantwortung zurückgegeben hatte, sie auch übernommen! Inzwischen trinkt er seit über 13 Monaten nicht mehr, lernt mehr und mehr, für sich selbst zu sorgen. Jetzt, wo ich nichts mehr an ihm drehe, jetzt endlich kann er auch mehr und mehr er selbst sein!

    Puh, lange Rede, kurzer Sinn...
    Jeder erwachsene Mensch hat es für sich einzig und alleine selbst in der Hand, wie er sein Leben gestalten möchte, nach den gegebenen Möglichkeiten. Niemand sonst. Das ist doch eine große Freiheit und ein Glück...

    Aurora

    Hallo Elfriede,

    schön, dass du mal "Piep" gemacht hast. Ich wünsch euch weiterhin eine gute Zeit, mit weniger malochen für dich!
    Hast du schon wieder Marmelade gemacht? Beeren gesammelt usw....? Ich fand das immer beeindruckend, was du so alles machst. Und dann auch noch das Nähen.... :D:lol:

    Na denn, ich hoffe, auch dein Urlaub kommt mal demnächst, bis dann und
    mach's jut und ach ja, ich hoffe, dass die Blutwerte von Männe gut sein werden!
    Aurora

    Hallo fish,

    guten Tag hier bei dir, ich bin Aurora, fleißige Mitleserin hier bei dir, bisher aber mehr oder weniger ohne eigene Worte dazulassen! Aber was du schreibst, hat mich gerade so sehr an mich selbst erinnert...

    Nun bist du also angekommen, der große Schritt ist gemacht. Dieser Schritt geschah bei mir letztes Jahr, so ziemlich um die gleiche Zeit. Und dann ging es mir genauo, wie dir jetzt.

    Zuerst war ich erleichtert, weg zu sein, in Ruhe nach Hause kommen zu können, in Ruhe schlafen und wachwerden zu können. Dann war da ja auch noch soooo vieles zu tun im neuen Heim, neue Möbel mussten gekauft werden usw. Ich war erstmal noch voll in Aktion... irgendwann war dann aber auch das alles gemacht und nun begann ich, hinzusehen, in mich rein zu horchen. Und da kamen Emotionen hoch, so viele auf einmal, ich habe mal einen ganzen Tag geweint, wenn ich alleine war kullerten die Tränen, als ich mit anderen Menschen an diesem Tag zusammen traf, weinte ich nach innen weiter. Und dann diese Wut, diese Trauer, und vor allem diese Angst, ob ich es nun richtig gemacht hatte und ob ich nun in der Lage wäre, für mich alleine sorgen zu können.

    Solche Heultage hatte ich dann noch oft, und jetzt auch immer noch zwischendurch, aber jetzt wird es besser, der Schmerz ist ein anderer geworden und viele Dinge konnte ich schon sortieren.

    Es ist nicht immer einfach, aber es ist mutig und stark, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen! Es ist sehr verantwortungsvoll, endlich für die eigenen Bedürfnisse einzustehen und sie einzugestehen! Und die Lebensqualität wird sooooo viel besser, wenn die Mauern endlich anfangen, zu bröckeln! Das diese Prozesse nicht schmerzfrei verlaufen, ist nicht zu ändern, aber diese Schmerzen finde ich auch produktiv, denn sie bewirken ja, dass ich meine alten Hüllen abwerfe und Schicht für Schicht neu herauskomme, so wie die winzige Raupe, aus der mit jeder neuen Schicht mehr und mehr ein wunderschöner Schmetterling wird...

    So, und nun habe ich genug bei dir hier rumgeredet, ich schicke dir mal eine große Portion Kraft, Mut und Zuversicht und werde nun leise wieder verschwinden...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo cyan,

    wie kannst du dich davor schützen, wieder in eine co-geprägte Beziehung zu kommen? Na ja, ich sehe das so, ich bin co-abhängig aus verschiedenen Gründen, aus Prägungen, die ich erhalten habe. Aus dem Bild, das ich über mich selbst habe.

    Nun bin ich dabei, die Beziehung zu mir selbst zu verändern! Ich beginne, mich selbst zu mögen, zu lieben, mich zu akzeptieren, wie ich bin. Und ich beginne, Forderungen zu stellen, was ich vom Leben verlange mir auch einzufordern. Nicht mich für alle und jeden zu verbiegen, meine Wünsche als unwürdig zu sehen. Ich will nicht mehr nur funktionieren, der Fels in der Brandung sein, die Dame, die alles meistert mit einem (unecht)lachenden Gesicht. Ich erlaube mir zu weinen, echt zu weinen, schwach zu sein, ich erlaube mir, wütend zu sein aber auch so fröhlich und ausgelassen wie ein Kind.

    Und ich sehe mich nicht mehr als schuldig dafür, was alles passiert ist! Ich war niemals schuldig daran, dass mein Mann getrunken hat! Ich bin nicht daran schuld, dass er abhängig wurde! Ich habe 26 Jahre in einer Beziehung verharrt, in der ich überwiegend die Gebende war. Ich habe mir nie mit vollem Herzen etwas eingefordert, niemals darauf bestanden, immer nachgegeben. Immer habe ich mich verbogen, immer "Ja" gesagt...immer waren die Bedürfnisse meines Mannes an erster Stelle, natürlich auch die meiner Kinder, dann die der Eltern, Schwiegereltern, Schwager und so weiter und so fort...wo war ich die ganze Zeit?

    Nun, es war mein Bild, was ich von mir hatte, all die Jahre. Und ich fand mich cool, wie ich alles geregelt und gemanagt bekam. Immer bereit, mich zu opfern...immer für die Anderen bereit...Es war mir nicht anders möglich, als so zu leben, ich wusste es nicht besser. Ich hatte Ängste, etwas zu verändern, Ängste vor soooo vielen Dingen. Ich habe mir nicht vertraut, dass ich es schaffen kann! Es musste perfekt und kontrolliert nach außen erscheinen, innen war es egal. Ich fand mich nicht wertvoll genug, um für mein eigenes Wohl zu sorgen. Nun bin ich dabei zu lernen, mir selbst zu verzeihen! Denn es war alles so, weil es zu meinem Leben und mir dazu gehörte. Weil ich es nicht anders wusste. Welchen Sinn hätte es, jetzt nach Schuldigen zu suchen? Was würde es nützen, wem würde es nützen? Für mich ich nun wichtig, dass ich mit mir selbst im Reinen sein kann, mich so nehmen und sehen kann, mich an erster Stelle in meinem Leben sehe! Dass ich mein Selbstvertrauen aufbaue und immer größer wachsen lasse! Dass ich Schuldgefühle loslassen kann, die Vergangenheit annehmen kann als das, was war. Das ich es mir einfach wert bin...

    Und dann werde ich bei Beziehungen nicht mehr in die Co-Falle gehen können. Denn ich bin anders geworden, meine Augen blicken anders auf mich und meine Bedürfnisse!

    Das ist meine Sicht der Dinge.
    Liebe Grüße
    Aurora