Beiträge von Aurora

    Hallo messie,

    ich habe gerade deine Geschichte gelesen. Ich bin auch gerade dabei, mich von meinem Mann zu trennen und weiß, wie schwer es ist, auch ich denke oft, wie soll er ohne mich zurechtkommen. Auch ich habe mich immer wieder einwickeln lassen von Versprechungen, die nicht gehalten wurden, viele Jahre lang.
    Aber das Leben hat noch sooo viel zu bieten, es gibt noch sooo viel, was man entdecken kann! Und man will doch leben :!:
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft zum Durchhalten
    Muddi

    Hallo mal wieder

    heute hätten mein Mann und ich eine Wohnung für ihn ansehen können, aber zum 2ten Mal hat die Vermieterin den Termin abgesagt. Langsam aber sicher wird das hier zum Trauerspiel, es wird höchste Zeit, dass was passiert. Er merkt immer mehr, wie ernst es mir ist und setzt mich, oder versucht es zumindest, immer mehr unter Druck. Mit steigendem Alkoholpegel steigen auch die Anschuldigungen. Im Prinzip bin ich die Schuld in Person :( in seinen Augen. So geht das schon wieder den ganzen Nachmittag, zwischendurch habe ich mich aus dem Staub gemacht, weil ich es nicht mehr aushalten konnte :cry:

    Aber ich werde das durchstehen, ich will mich nicht wieder einlullen lassen, diesmal nicht mehr :!: Aber es tut so weh :cry::cry:

    die traurige Muddi

    Hallo Blume

    es beruhigt mich doch sehr, dass es auch noch anderen geht so wie mir, so komisch sich das in dieser Situation anhören mag. Ich habe schon so oft an meinem Verstand gezweifelt, mir selbst die Schuld gegeben :oops:

    Ich weiss jetzt, dass ich nichts damit zu tun habe, es ist seine Entscheidung, ich hätte noch so lieb sein können, es wäre so oder so so gekommen, wie es jetzt ist :!:

    Es war ein langer schmerzlicher Weg, das einzugestehen, denn insgeheim hab ich es ja gewusst :oops:

    Ich bin froh, dass meine Kinder schon erwachsen sind, als sie klein waren, war es ja mit meinem Mann noch soweit in Ordnung, er hat sich ja nur am Wochenende betrunken, die Woche über hat er ja nur abends wenig getrunken. Er hat sie auch immer liebevoll behandelt, obwohl die Erziehung immer mir alleine überlassen wurde. Richtig schlimm ist es ja jetzt erst geworden. Es geht auch nicht spurlos an ihnen vorbei, mein Sohn ist manchmal agressiv oder er sagt, lasst mich in Ruhe, ich will mit eurem Mist nichts zu tun haben, meine Tochter lebt ja in ihrer eigenen, glücklichen Beziehung, sie weint manchmal, wie sinnlos Papa sein Leben wegschmeisst.

    Ich hoffe, Blume, dass du den richtigen Weg mit deinem Kind findest. Aber ich habe selbst mit meinen "großen" Kindern gemerkt, dass nur eine glückliche Mutter eine gute Mutter ist. Was kann ich meinem Kind geben, wenn ich mich selbst nicht mehr mag. Alles andere kommt und löst sich oft dann alleine. Vielleicht findet deine Tochter von selbst eine Lösung, wenn du am wenigsten damit rechnest. Kinder denken noch anders, gehen viel offener an Situationen heran, denken mit dem Herzen.

    Bis dann Muddi

    Hallo, ich wollte mich doch mal wieder melden. Noch ist hier nichts dolles passiert, leider. Mein Mann stellt sich "tot", er liegt fast nur noch im Bett und kümmert sich um nichts. Er denkt wohl, wenn er sich ruhig verhält, vergesse ich, dass er noch da ist :evil: Aber irgendwo hat er sicher seinen Alk zu stehen, so wie er aussieht, wenn er mal auftaucht....

    Am Wochenende klappt es hoffentlich mal mit dem Ansehen einer Wohnung für ihn, drückt mal die Daumen, dass was drauss wird!

    Gestern hatte ich den letzten Beweis seiner Abhängigkeit, als er mittags :!: aufstand, ging es im sichtbar schlecht. Ich fragte, ob er Entzugserscheinungen hätte, ich würde die Feuerwehr anrufen. Ja, er wäre kurz vor dem Umkippen, aber er hätte noch ein Bier im Keller. Das hat er sich erstmal geholt und getrunken und schon gings ihm besser :cry::cry:

    Ich mag nicht mehr zusehen, wie er sich kaputt säuft, zum Glück hatte ich eine Verabredung mit meiner liebsten Freundin und einen schönen Nachmittag verbracht, sie ist eine gaaanz Liebe :D

    Heute Morgen habe ich auch noch feststellen müssen, dass unser Kühlschrank seinen Geist aufgegeben hat, na ja, nach 19 Jahren....
    Da bin ich auch noch alleine rumgedüst, einen neuen organisieren, hab aber von seinem Konto bezahlt 8)

    Jetzt werde ich erstmal eine Runde hier drehen und mich abreagieren.

    Hallo Wibo

    ich kann gut verstehen was du meinst. Ich habe eine liebste Freundin, die weiß, wovon sie spricht, Vater war Alkoholiker, 1 Schwester ist trockene, eine andere nasse Alkoholikerin.
    Seit ca. 3 Jahren heule ich ihr die Ohren voll über meine Situation und sie sagt, wenn du nicht kaputt gehen willst, trenne dich. Ich war schon richtig wütend über sie, jedesmal sagte sie das, ich wurde schon fast komisch! Aber sie sagte auch: du entscheidest das und kein Anderer, du musst deinen Weg gehen. Und wenn es so ist, wirst du schon das Richtige tun. Sie hatte recht, genauso wie die anderen hier, keiner will dir was böses, es sollen Denkanstöße sein, die Entscheidung kann dir und soll dir keiner abnehmen. Für mich ist jetzt der Zeitpunkt wo ich sage, wo ist eigentlich meine Würde geblieben :( und das war mein Zeichen, was zu ändern.
    Ich wünsch dir noch einen schönen Tag
    die Muddi

    Ja, ja, ja, ihr habt Recht, es muss bald was passieren. Ich steigere mich momentan in manche Sachen so rein, bin so fertig, dass ich sicher auch schon ungerecht werde. Bin aber auch nur ein Mensch :oops: Habe ich gerade vorhin zu meiner Tochter gesagt.
    Mein Mann kann hier glaube ich nirgends unterkommen. Meine Familienseite möchte ihn nicht haben und seine Seite besteht aus der Mutter, dem Bruder und dessen Frau. Mit denen bin ich noch nie gut klargekommen..........na jedenfalls, die sehen mich als die Böse an, die den armen Mucki aus seiner Wohnung rausschmeißen will. Die Wohnung gehört uns aber beiden, ist eine Eigentumswohnung. Ich stelle mich auf noch manchen Kampf ein. Sie sehen in mir das Übel und nicht im Alkohol. Obwohl sie auch schon etliche Kapriolen mitgemacht haben, wollen sie nichts davon wissen, dass er abhängig ist. Sowas ist man nicht, das sind nur die Anderen! Meine Schwiegermutter sagt bloß immer, ich will nichts davon hören, sie denkt, damit sind alle Probleme gelöst.

    Ich habe schon so manche Stunde rumgegrübelt und bin zu dem Entschluss gelangt, wenn er noch lange so rumeiert, werde ich eben gehen. Aber es fällt mir so schwer :cry: , meine Eltern wohnen genau über uns und meine Arbeit ist um die Ecke, hier ist mein sozialer Mittelpunkt. Aber wenn alles nichts hilft - meine liebste Freundin hat mir eine Karte geschickt, da steht drauf : Lieber eine Hütte, wo man fröhlich ist, als ein Palast, in dem man weint!
    So ist es, ich sehe es ein, aber es ist soooooo schwer :!::!::!:

    Vielen Dank für eure Worte!
    Liebe Speedy53, warum ich Mitleid habe, weiss ich auch nicht. Vielleicht ist es immernoch eine Schutzbehauptung für mich, in dieser Position zu verharren. Es ging mir finanziell immer gut, jetzt habe ich Angst, mein Leben selbst in die Hand nehmen zu müssen.
    Ich habe immer nach Vorwänden gesucht, im warmen Nest bleiben zu können, Kinder noch (damals) zu klein, ich verdiene nicht genug (arbeite nur Teilzeit). Es gab und gibt immer was. Ich habe viel darüber nachgedacht, und in den letzten Tagen mir das eingestanden. Deshalb bin ich froh, wenn mir hier auch mal einer in den Hintern tritt, ich glaube, ich brauch das manchmal. Ich bin an meine Grenzen gestoßen und will nun auch was für mich tun, egal, was passiert. Aber es ist schwer, sich aus eingefahrenen Gleisen zu befreien. Deshalb wird es immer wieder Hochs und Tiefs geben.
    Ich will an mir arbeiten
    und hallo auch Wibo, ich bin nicht in der Position, dir gute Ratschläge erteilen zu können, aber ich denke, gemeinsam sind wir stark! Auch du wirst es schaffen!
    LG von Muddi

    Hallo,

    letzte Woche war ich noch vor Wut kurz vor dem Platzen und jetzt....
    Mein Mann ist mehr oder weniger nüchtern und wir diskutieren rum, wie es weitergehen soll. Ich will, dass er sich eine Wohnung sucht, denn wozu braucht er 3 1/2 Zimmer? Er sitzt eh nur vor dem Fernseher oder liegt im Bett. Um Haushalt oder so kümmert er sich nicht :( Außerdem lebt unser Sohn noch hier und der will nicht mit ihm mehr zusammen leben. Es sind da letztens so Sachen zwischen den Beiden vorgefallen..........Wäre finanziell also sinnvoll, dass er geht, 1 Zimmer kostet nicht so viel Miete wie 2 Zimmer oder mehr oder zwei weitere Wohnungen.
    Nun schleicht mein Mann hier rum und sagt mir dauernd, wie er mich liebt und toll findet, abwechselnd mit Schimpftiraden, wie blöd ich bin (je nach Alkoholpegel). Na klar, er will hier bleiben, logo. Ich erkläre ständig meinen Standpunkt und wie sehr er mich verletzt hat in all den Jahren. Langsam geht es an meine Substanz, ich bin stündlich hin und hergerissen zwischen Mitleid und Hass, ich führ mir dauernd vor Augen, was schon vorgefallen ist, um mich selbst von der Richtigkeit meines Tuns zu überzeugen.
    Mein Sohn redet oft mit mir und bestärkt mich, was mich sehr glücklich macht, aber im Endeffekt bin ich zerrissen wie nur irgendwas, wie ein Luftballon, gestern noch da oben, heute zerschrumpelt hier unten.
    Es tut gut, mal ein paar Gedanken aufzuschreiben, da geht's einem besser, auch wenn es etwas durcheinander ist. Aber genauso ist es in meinem Kopf :?
    Macht's gut und danke für's eventuelle lesen
    die Muddi

    Hallo Ayki79

    ich habe deine Geschichte natürlich schon vor einiger Zeit gelesen und verfolge sie mit. Ich bewundere deinen Mut und deine Standhaftigkeit und werde mir mal ein paar Scheiben abschneiden! Vielen Dank für deinen Rat.
    Es ist trotzdem schwer, man will sich nicht ärgern und ist trotzdem verletzt und böse. Ich habe viel zu lange zu viel geschluckt. Ich arbeite aber an mir und deshalb danke ich euch für Rat und Kritik hier im Forum.

    Nun ist es mal wieder soweit.

    Heute Vormittag war noch alles ok, nachmittags war ich dann längere Zeit unterwegs und als ich wiederkam, saß er breit auf der Couch mit dem Säufergesicht. Heute Vormittag war ich noch die Liebste und jetzt bin ich wieder die Blöde, Doofe, die nicht mal den richtigen Salat einkaufen kann. Und überhaupt, er hat doch nichts getrunken, das ist mal wieder (wie so oft) eine Lüge und Einbildung von mir. Ich will nicht mehr, ich fühle mich so hohl, ich könnte heulen :cry:
    Aber den Gefallen tue ich ihm jetzt nicht, dann heißt es nur wieder, na, flennst du schon wieder?

    Traurige Grüße von Muddi
    :(

    Ja genau, ich kann mich nur Ayki79 anschließen! Wenn ich deine Geschichte lese, denke ich, es könnte auch meine sein. Darum bin ich auch hier, du kannst alles sagen und alle wissen, wovon du sprichst. Es ist ein langer Weg, aber auch du wirst es schaffen, ihn zu gehen.

    Guten Morgen,

    zur Zeit herrscht bei uns eine ganz merkwürdige Stimmung. Mein Mann hat ja seit letzten Sonntag nicht mehr getrunken. Das er diese Trinkpausen durchhält, wundert mich immer wieder, es ist seltsam, mal muss er schon morgens was haben und dann wieder geht es auch ohne...

    Er trinkt ja seit ca 4 Jahren offensichtlich einige Tage und ist dann auch schon mittags betrunken, aber immer wieder sind diese Pausen, die allerdings jetzt immer kürzer werden :(

    Wenn er diese Pausen macht, ist er wieder die Freundlichkeit in Person, obwohl ich nicht finde, wir führen eine Traumehe, kommen wir dann gut miteinander aus. Wir haben eine schöne Wohnung, genug Geld, um gut zu leben und 2 Kinder plus Schwiegersohn, denen es gut geht und die ihr Leben meistern. Ich bin dann immer obenauf und happy und denke, naja, vielleicht ist er ja doch noch nicht abhängig. Wieso kann er auch tage- oder wochenlang ohne und dann, aus heiterem Himmel............peng :cry:

    Dann komme ich z.B. abends von der Arbeit und er sitzt da, mit seinem Säufergesicht. Ich erkenne das sofort, irgendwie verändert sich der Gesichtsausdruck, komisch. Dann ist das für mich wieder der Absturz, ich fühle mich verraten und verkauft und, ehrlich gesagt, verarscht. Morgens noch das Versprechen - ich trinke nicht mehr - abends dann, naja.....

    Wenn er in seiner guten Phase ist, rede ich mit ihm über Alkoholkrankheit, sage ihm, dass ich bei einer Beratung war usw. Ich lege ihm Infomaterial hin und biete ihm an, ihm zur Seite zu stehen. Es geht bei ihm ein Ohr rein, anderes wieder raus, glaub ich. Denn er hat ja kein Problem. Ihm gehts doch gut hier im 5 Sterne Hotel, wo er alles gemacht bekommt (siehe mein Nickname). Man, bin ich bescheuert, ich reiss mir hier ein Bein aus und er :twisted: da werde ich schon wieder wütend, wenn ich nur an diese endlosen Diskussionen denke, die eigentlich ja Monologe meinerseits sind!

    So, mal sehen, was mich heute hier erwartet mit meinem zuckersüßen Mann, der mich als seinen Engel bezeichnet :shock: - mal wieder Achterbahn :!:

    Ich habe hier schon eine Menge gelesen und gelernt, vielen Dank an Alle, mein Ultimatum steht, das sage ich jeden Tag mindesten 20 mal . Jetzt ist mir wohler

    Hallo,

    ihr habt Recht, ich würde nicht wollen, dass mein Mann alles hier liest. Aber da er keinen Schimmer von Computer oder gar Internet hat und auch nicht das geringste Interesse daran, kann mir das nicht so schnell passieren. Vielleicht wollte ich ihm auch nur eins auswischen damit :oops: , dass ich gesagt habe, wie viele mir schon geantwortet haben, denn er stellt mich ja immer als blöd hin, was seinen Alkoholkonsum betrifft und auch andere Sachen. Und ich wollte ihm mal zeigen, dass es auch Menschen gibt, die mich ernst nehmen. Bin halt manchmal etwas träge, aber wenn ich dann loslege, kaum zu bremsen und impulsiv............
    So, jetzt gehe ich erstmal 'n bisschen ackern
    tschö

    Hallo alle miteinander,
    vielen Dank für die Sachen, die ihr mir geschrieben habt. Endlich mal Menschen, die wirklich verstehen, wovon man spricht. Ich war letztes Jahr auch schon einmal bei einer Beratung und habe auch einmal bei Al-Anon teilgenommen, aber das hat mir damals nichts gebracht. Vielleicht wollte ich selber noch nicht so richtig was verändern.............

    Ich habe meinem Mann nach Ostern ein Ultimatum gestellt, dass er bis Ende Mai Zeit hat, sich zu überlegen, was er will - mich oder Freund Alk. Sonst ziehe ich aus oder er. Erstmal hat er zu unserem noch zuhause wohnenden Sohn gesagt - na, das macht sie ja sowieso nicht! Da sieht man mal, wie ernst man genommen wird, wenn man zu oft Drohungen ausgesprochen hat ohne sie wahr zu machen.

    Ich hätte platzen können vor Wut, das kann ich zur Zeit andauernd, mein Mass ist so voll, ich bin wie eine Bombe :oops:

    Diesmal ziehe ich das durch, das hat er anscheinend jetzt kapiert und nun geht's los. Er ist den dritten Tag trocken, denke ich, zuerst hatte er sich mal so richtig durchgetrunken. Nun heißt es, na, ich kann doch ohne, haste doch gesehen, als ich zur Kur war (vor 3 Jahren), da hab ich sechs Wochen nichts getrunken, aber die anderen, guck mal den und den, was die wegschlucken usw.

    Die üblichen Sprüche. A B E R O H N E M I C H

    Das habe ich ihm tausendmal gesagt. Er ist total unsicher, ich habe ihm erzählt, dass ich mich hier angemeldet habe und wieviel Leute mir schon geschrieben haben. Ihm schwimmen alle Felle weg. Jetzt wird er manchmal aggressiv, vorhin hat er wegen einer Lapalie rumgeschrieen, wow..................

    Er erpresst mich, von wegen, wenn wir uns trennen, kannst du dir das und das nicht mehr leisten.

    Ich bin ja sowas von böse in seinen Augen und übrigens auch in den Augen seiner Mutter und seines Bruders.

    Puh, ich könnte noch Stunden weiterschreiben, das tut so gut. Ich habe auch noch eine Menge in mir, in über 20 Jahren hat sich ein Haufen angesammelt.

    Meine Kinder, meine Tochter wird nächsten Monat 25 und ist schon verheiratet, mein Sohn wird Ende des Monats 22, stehen hinter mir, obwohl sie manchmal zerrissen sind, es ist schließlich ihr Vater. Aber besoffen wollen sie ihn auch nicht mehr. Sie sind viel konsequenter und haben schon vor drei und vier Jahren gesagt, hau doch bloß ab :!:

    Tja, bei mir dauert manches länger als bei anderen. Außerdem gab es auch mal sowas wie Liebe......................

    Na dann,
    vielen Dank für's "zuhören" :D

    [/b]

    Hallo,
    ich lese schon seit einiger Zeit hier im Forum und bin froh, dass ich es gefunden habe. Ich muss immer wieder feststellen, dass ich in anderen Geschichten genau das gleiche wiederfinde, was mir auch passiert (ist)! Schauerlich...........aber irgendwie auch beruhigend, denn oft genug habe ich auch an meinem eigenen Verstand gezweifelt.
    Ich bin seit gut 25 Jahren verheiratet. Von Anfang an war Alkohol für meinen Mann ein Thema, aber da ich aus einer großen, trinkfreudigen Familie komme, habe ich erstmal mir nichts gedacht. Aber er fand auch unter der Woche oft genug einen Grund, mal einen zu heben, zur Entspannung, zum Fußball usw. War aber noch alles im Rahmen. Aber nach einigen Jahren stellte ich eine Veränderung fest, er musste nun sich jedes Wochenende ziemlich zuschütten, auch in Stress- Situationen oder zu bestimmten Anlässen. Oft genug stand ich dann mit den Kindern alleine da - so, sieh mal zu, wie du klarkommst! Ich hätte auch oft mal ne Schulter zum Anlehnen gebrauch, aber ne Schulter mit Fahne- nee! Es gab schon öfter mal Streit. Leider wurde es noch schlimmer, er trank nicht mehr nur Freitag und Sonnabend, oft lag er am Sonntag noch im Bett, da hat er schon ein Bier getrunken. Als ich das mal merkte meinte er, das machen doch alle, um den Kater zu bekämpfen :shock:
    Die Woche über ist er schon seiner Arbeit nachgegangen, aber in der Mittagspause gab es auch immer öfter ein? Bier zum Essen, haben aber die Kollegen angeblich auch gemacht. Na ja, was interessieren die mich? Ich war jedenfalls immer frustrierter, und wenn ich ihn mit der Bierflasche sah, oder wenn wir einen Ausflug machten und am Nachmittag alle ein Käffchen bestellten und er.........erstmal 'n Halben! Na, ich hab eben Durst, na und, es gibt doch auch Mineralwasser...........Diskussion, Diskussion und Frustration meinerseits. Vor ca 4 Jahren ist er aus seinem Betrieb mehr oder weniger wegrationalisiert worden. Er ist auch schwerbeschädigt, deshalb ging es hin und her, Teilerwerbsminderung oder Abfindung und und und........ein willkommener Grund zum Trinken, denn den Stress kann keiner aushalten. Inzwischen ist er nun Rentner mit Anfang 50 und hat keinen Grund mehr, sich zusammenzureißen! Es ging immer mehr Bergab. Ich gehe für 25 Stunden arbeiten, bei uns um die Ecke und komme zur Pause immer nach Hause, da sitzt er dann, voll wie'ne Haubitze! Grässlich! Das heißt, seit ca 3 Jahren wechseln sich exzessive Trinkphasen mit Trockenphasen ab, aber die Trockenphasen werden immer kürzer. Im September ging es ihm richtig schlecht, da hat er dann mehr oder weniger mal bis Ende Februar so gut wie nichts getrunken und ich dachte schon, wie übrigens immer, wenn er trocken war, jetzt wird alles wieder gut. Nichts da. Jetzt war es noch schlimmer und auch sein Wesen hat sich verändert. Er war immer friedlich, aber nun ist er, wenn er betrunken ist, aggressiv und böse und ungerecht! Und Schuld habe ich sowieso, auch dass er die Flaschen versteckt, denn ich mecker ja nur rum, wenn er mal ein Bier trinkt :shock:
    Ich habe alle Phasen des Co-Verhaltens durch - Flascheninhalt kontrollieren, Flaschen verstecken usw. Ich dachte doch, ich tu ihm einen Gefallen :oops: jetzt weiss ich es besser!
    Alles Heulen und Betteln und Zähneklappern hat - natürlich - nichts gebracht.
    Vor drei Wochen habe ich ihm ein Ultimatum gestellt, entweder ich oder der Alk. Ich habe Angst vor meiner Courage und dass ich es nicht durchhalte, aber das muss ich. Ich kann nicht mehr so weiterleben. Seit gestern ist er mal wieder nüchtern und ich komme schon wieder ins Schwanken, es ist ein Greuel. Es ist wie Achterbahn fahren. Es ist Liebe und Hass.
    Au weia, jetzt habe ich nen ganzen Roman verfasst, sorry. Aber ich habe so lange mit mir gerungen bis ich hier geschrieben habe, jetzt ist es, als ob ein Damm gebrochen ist.
    Jetzt werde ich mich mal zurücklehnen und bin gespannt, ob mir jemand antwortet.
    LG
    Sylvia

    Hallo,
    ich bin Sylvia, 48 Jahre jung, 2 erwachsene Kinder.
    Vor einiger Zeit habe ich beim googlen dieses Forum entdeckt, das war ein Glückstag. Ich bin seit 25 Jahren verheiratet, seit ca 20 Jahren bemerke ich Absonderlichkeiten im Trinkverhalten meines Mannes, ums mal vornehm auszudrücken. Ich bin co-abhängig, das weiss ich jetzt und will das dringendst ändern und bin schon dabei. Ich habe hier schon viel gelesen und bin dankbar, dass es dieses Forum gibt. Ich werde mich noch etwas sortieren (bin manchmal etwas schüchtern :oops: ) und dann geht's los. Puuuhhh, endlich habe ich mich überwunden hier zu schreiben, wieder ein Schritt.....................
    schönes Wochenende
    Sylvia