Beiträge von Aurora

    Liebe Flower,

    dein Kind wird von ihm emotional missbraucht. Genau wie du.

    Denn auch wenn der Kleine an ihm hängt so bist du doch auch seine Mutter, die er liebt.

    Das ist für Kinder eine schlimme Situation. So hin- und hergerissen zu werden.

    Bitte hole dir Hilfe, es gibt Anlaufstellen für Frauen, denen es so geht wie dir.

    Caritas, Diakonie, ProFamilia, Sozialpsychiatrische Dienste.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Typhoon,

    na klar fühlst du dich erstmal schrecklich. Es sind ja auch alles schwere Schritte, denn nun wird es immer deutlicher, dass dein Weg da raus führt.

    Und bei all dem Schlimmen, was da passiert ist und passiert, ist es ja eine Veränderung. Und die macht erstmal Angst, das geht jedem so. Da hilft einfach nur, die schrecklichen Gefühle auszuhalten. Dir Highlights setzen. Nichts Großes, kleine Auszeiten reichen schon aus.

    Zum Beispiel einfach in Ruhe einen Kaffee trinken oder Tee, je nachdem, was du magst. Einfach 10 Minuten ganz in Ruhe. Kuscheln mit deinem Kind, wenn er es auch mag, einfach paar Minuten. All sowas. Das kann unheimlich gut tun, so kleine Highlights, jedenfalls war es bei mir so. Vielleicht wirkt es bei dir auch.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Sie,

    eine kostengünstige Wohnung, wow, das ist eine gute Sache.

    Du kannst da hinziehen mit deiner Tochter. Zuerst mal um überhaupt mal zur Ruhe zu kommen und Abstand zu gewinnen.

    Im Leben mit einem Abhängigen ist es tatsächlich so, dass man mit runtergerissen wird. Ich hab es auch so erlebt, auch immer wieder diese Hoffnung und dann der Absturz. Es war dann für mich jedesmal ein Schlag in die Magengrube, meistens dann wenn ich dachte, jetzt wird alles gut.

    Ich wünsche dir, dass du diesen Schritt machen kannst und mit deiner Tochter in diese Wohnung ziehst.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Sie,

    ob er geht oder du mit dem Kind hängt ja davon ab, ob die Wohnung auf deinem, seinem oder euren Namen gemietet ist. Oder die Wohnung/ das Haus einem von euch oder beiden gehört. Und wenn alles auf euch beide läuft, ob er bereit ist, das Feld zu räumen.

    Für mich war damals ein wichtiger erster Schritt, dass ich zu einem Anwalt für Familienrecht gegangen bin. Um überhaupt mal zu wissen, was mir zusteht, was meine Rechte und Pflichten sind. Allerdings waren meine Kinder da schon erwachsen, es ging nur um mich. Mit Kind gibt es ja noch mehr zu beachten.

    Du kannst aber auch zu ProFamilia gehen, zur Caritas oder Diakonie. Auch dort kannst du Hilfe finden.

    Als ich mir wirklich sicher war, habe ich es ihm gesagt. Vorher nicht. Das hatte ich nämlich schon oft genug getan und er hat mich deshalb auch überhaupt nicht ernst genommen. Wir lebten in einer gemeinsamen Eigentumswohnung und er war nicht bereit zu gehen. Also bin ich ausgezogen.

    Es war eine schwierige Zeit. Ich war zwischen Selbstzweifeln, Schuldgefühlen und auch Druck von ihm hin- und hergerissen.

    Aber ich genoss es auch sehr, endlich diesem Wahnsinn entkommen zu sein, Ruhe zu haben, keine Angst vor dem Nachhausekommen zu haben.

    Die schlechten Gefühle musste ich einfach aushalten, das ging nicht anders aber es wurde im Laufe der Zeit immer besser.

    Das ist mal eine Kurzfassung.

    Ich hoffe, sie hilft ein wenig beim Sortieren. Ich habe damals hier im Forum sehr viel geschrieben. Das hat mir geholfen, alles durchzuhalten.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Typhoon,

    ich war damals auch zuerst mal bei einem Anwalt für Familienrecht zur Erstberatung. Um überhaupt erstmal zu erfahren, welche Rechte ich habe, welche Pflichten, wie es finanziell aussieht etc. Von Scheidung war da nicht die Rede, die war erst ca 5 Jahre später. Für mich ging es erstmal nur darum, für den Fall der Trennung zu wissen, was dann da geht.

    Allerdings waren meine Kinder da schon erwachsen, es ging nur um mich.

    Mit dem Jugendamt habe ich auch keine guten Erfahrungen gemacht, leider. Da ging es aber um was anderes und um meine Enkelin.

    Die Anonymen Alkoholiker bieten auch Selbsthlfegruppen für Kinder an, zumindest das Mädchen hätte da eventuell eine Anlaufstelle, wenn es in eurer Umgebung solche Gruppe gibt.

    Du hast nun schon einige Anlaufstellen gehabt und ich finde es sehr schlimm, dass dir da nicht wirklich weitergeholfen werden konnte. Ich weiß gerade nicht, ob du schon bei einer Suchtberatungsstelle warst oder bei ProFamilia. Die fallen mir noch ein.

    Hab bitte weiter Mut, deinen Weg zu gehen, der Austausch hier kann dir auch viel bringen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Lisa,

    es ist ein Teil des irren Zusammenspiels zwischen Abhängigen und Coabhängigen.

    Coabhängige haben ein übersteigertes Gefühl helfen zu wollen, zu müssen. Sie übernehmen gerne die Verantwortung, die garnicht ihre ist. Und fühlen sich immer und für alles zuständig. Selbst, wenn sie nicht mal um Hilfe gebeten werden.

    Abhängige passen in dieses Schema bestens rein. Sie übergeben sehr gerne die Verantwortung an den Partner, zuerst mal für das gemeinsame Leben. Sie erledigen immer weniger, der Co macht das. Der Co hilft, betüddelt und rettet brenzlige Situationen. Dadurch kann der Abhängige sich besser und immer mehr auf den Suchtstoff konzentrieren. Um den Co bei der Stange zu halten wird immer wieder die Schuldzuweisung angewendet.( Unter anderem).

    So entsteht ein zerstörerischer Kreis.

    Und der geht so lange, bis entweder der Alkoholabhängige oder der Coabhängige stirbt. Oder einer von beiden den Kreis durchbricht.

    Mach es dir immer wieder klar: du bist an nichts schuld, er redet es dir ein weil es ein Muster dieser Beziehungen ist. Und er sich damit besser fühlt.

    Du springst immer wieder darauf an, das ist dein Muster aber du gibst ihm dadurch nur die Möglichkeit, in Ruhe weiter zu trinken. Du funktionierst wie immer.

    Du hast keine Verantwortung dafür, es ist seine Entscheidung zu trinken.

    Und es ist deine Entscheidung, dieses kranke System weiterhin zu unterstützen oder auszubrechen.

    Er hat das Recht sich kaputt zu saufen.

    Du hast das Recht zu gehen, wenn du ihm dabei nicht zusehen willst.

    Du hast keine Verpflichtung ihm gegenüber aber als Ehefrau hängst du rechtlich anders da mit drinnen. Also willst du das wirklich?

    Es ist dein Recht, Grenzen zu setzen, deine Meinung zu ändern und Verantwortung für ihn abzulehnen.

    Es ist deine Verantwortung, dein Kind davor zu schützen, mit einem Abhängigen aufzuwachsen. Auch dich selbst zu schützen.

    Ich schicke dir mal einen großen Batzen Mut.

    Und ich habe das geschrieben weil ich es selbst erlebt habe, es so erkannt habe und gehandelt habe.

    Und glücklich geworden bin.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen Flower,

    es scheint, so lese ich es aus deinem ersten Beitrag, in deiner Beziehung noch mehr im Argen zu liegen als der Alkoholkonsum deines Partners.

    Nun trinkt er außerhalb, damit euer Kind das nicht sieht. Aber es kann riechen, sehen, hören und empfinden. Und nach Wodka und anderen Alkoholika riecht man. Und redet anders. Und bewegt sich anders. Also wird euer Kind schon einiges mitbekommen.

    Was möchtest du für dich ändern, hast du schon darüber nachgedacht, ob du etwas an eurer Situation ändern möchtest?

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Sanni,

    hier geht es nun weiter mit dem Austausch.

    Du kannst dich seiner Familie anvertrauen, wenn du ein gutes Verhältnis zu ihnen hast. Dass du dich trennst weil er abhängig ist und nichts daran ändern will.

    Aber ihnen sozusagen die Verantwortung für deinen Partner zu übergeben ist nicht gut. Denn dann sind sie auch sehr schnell coabhängig.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Samora,

    ich habe auch oft mit meinem ersten Mann zusammen getrunken. Ich fand das auch längere Zeit in Ordnung und gemütlich mit ihm, hab gerne gefeiert. Bis mir sein Konsum irgendwie anders vorkam. Denn er hat täglich getrunken. Und ganz oft bei Feiern bis zum Umfallen.

    Ob ich mitgetrunken habe oder nicht war egal. Er hat getrunken. Und mich auch ganz oft animiert, mitzutrinken. Das machen Alkoholiker oft, denn dann fällt der eigene Konsum nicht so auf.

    Ich gebe dir den Link für den Austausch in unserer Selbsthilfegruppe

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Einfach anklicken, kurz nochmal was schreiben und dann geht es schon los. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige. Du hast schon viel für dich sortiert, durch den Austausch kannst du für dich bestimmt Klarheit bekommen, wohin dich dein Weg führen kann.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo yuna,

    gut, dass du wieder da bist um für dich so einiges zu sortieren.

    Dein Mann war ja nicht trocken, wenn er an den Wochenenden getrunken hat. Trocken heißt, keinen Alkohol mehr zu sich zu nehmen, weder in flüssiger Form noch in Lebensmitteln, Medikamenten etc. Soviel mal dazu.

    Er verbietet dir, über eure Situation bzw deine Probleme zu reden? Das ist oft so. Aber ganz ehrlich, du musst dir doch nicht den Mund verbieten lassen. Du bist erwachsen und in der Lage, dir Hilfe und Unterstützung zu holen. Das ist dein gutes Recht!

    Also deine Tasche ist gepackt? Super. Hast du ein Ziel, wo du erstmal unterkommen kannst mit deiner Tochter? Dann lauf los, mach die ersten Schritte da weg. Er scheint bloß hilflos, für Abhängige gibt es sehr viel Hilfe, die er sich holen kann. Wenn er denn will. Hilfe von Professionellen. Für dich heißt es, du hast das gleiche Recht, dir Hilfe für dich und dein Kind zu holen. Egal, was er sagt.

    Hab Mut, das tut weh aber es wird aufhören. Wenn du bleibst wird es das nicht. Weil du dich dort jeden Tag verletzen lässt. Und vor allem auch deine Tochter dadurch geschädigt wird.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Milka,

    ihn jede Woche zu fragen ist für ihn nervig, das kann ich verstehen.

    Aber das nimmt dir ja nicht deine Angst und Zweifel. Hast du ihm das schon mal gesagt, wie es dir geht?

    Wenn du mit ihm eine unbeschwerte Beziehung haben möchtest ist es wichtig, dass du für dich Wege findest, mit deinen Gefühlen umzugehen. Denn wenn du das so garnicht loslassen kannst ist das doch für deinen Körper und deine Seele auch Stress.

    Für mich war es damals so, dass ich zu meinem ersten Mann kein Vertrauen mehr fassen konnte. Das hatte mit Vielem zu tun.

    Zum einen habe ich gemerkt, dass er ganz anders mit seiner Alkoholkrankheit umgegangen ist als die Alkoholiker hier im Forum. Ich war ja damals schon hier. Diese Ernsthaftigkeit hatte er nicht, er hat sich auch ständig in ein nasses Umfeld begeben. Er könne das aushalten, meinte er immer, es mache ihm nix aus. Das hatte ich hier anders erfahren, wenn ich bei den Alkoholikern gelesen habe.

    Zum anderen hatte ich für meinen ersten Mann keine Liebe mehr. Ihn dauernd zu treffen war reine Gewohnheit. Und seine Aufdringlichkeit und Grenzüberschreitung. Die habe ich anfangs noch längere Zeit zugelassen, so wie vorher all die Jahre.

    Ich habe dann hier im Forum meinen zweiten Mann kennengelernt, er ist auch Alkoholiker, über 16 Jahre trocken inzwischen. Da hatte ich nie diese Ängste. Ich merke, wie achtsam er mit sich umgeht, wie ernst er seine Alkoholkrankheit und sich mit seiner Trockenheit nimmt.

    Mein erster Mann hat übrigens damals dann nach 4 Jahren ohne Alkohol wieder angefangen zu trinken. Und sich totgesoffen...

    Was ich dir eigentlich sagen möchte... nimm dich und deine Gefühle ernst und rede darüber. Suche Wege, Vertrauen zu fassen. Wenn du das nicht schaffst überlege dir, ob diese Beziehung dann Sinn macht. Für dich.

    Und jetzt mal gute Nacht und lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Marli,

    Ich glaube, ich habe mich mittlerweile so sehr an die Situation gewöhnt, dass ich die Dramatik teilweise gar nicht mehr erkenne. Kann das sein?

    Ja, das kann schon sein. Man kann sich an Situationen so sehr gewöhnen, dass sie einem "normal" erscheinen.

    Das war bei mir auch mal Thema in einer Therapiesitzung. Es passiert tatsächlich, dass Menschen grenzenlose Überlastung oder schlimme Umstände als Normalität sehen weil sie das Andere nicht mehr kennen.


    Mein Plan: an solchen Tagen weitere Schritte einleiten, Beratungstermin ausmachen. Ich habe das Gefühl, dass ich nur dann handlungsfähig bin.

    Ja, das ist auch so. Wenn du dich bewegst gehst du aus der Erstarrung. Und wenn du dann Erfolgserlebnisse hast, etwas erreichst, fühlt es sich klasse an und macht Mut und Lust auf mehr.

    Super, dass du deine Hausärztin an deiner Seite hast. Dass sie so verständnisvoll ist und dich unterstützt. Die Frau ist ein Glückstreffer.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Milka, erstmal herzlich wi

    ich habe viele, viele Jahre in meiner ersten Ehe mit einem Alkoholiker verbracht. Als ich mich endlich trennen konnte, hörte er zu trinken auf...

    Wir hatten noch längere Zeit sehr viel Kontakt und ich habe gemerkt, dass ich diese ganzen Sachen, die ich im Laufe der Zeit mit ihm erlebt hatte, nicht ablegen konnte. Immer Angst hatte und kein Vertrauen mehr hatte.

    Ich gebe dir hier mal den Bewerbungslink für den Austausch in unserer Online-Selbsthilfegruppe, du kannst ihn einfach anklicken:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Coabhängige wieder, da findet dann der Austausch statt.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Erdbeersonnenmilch,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Es ist ein guter Schritt, dass du dich hier ein wenig geöffnet hast. Denn diese Thematik rund um das Leben mit Abhängigen ist meistens sehr schambesetzt.

    Es ist immer schwer, sich von abhängigen Eltern zu lösen. Es besteht ja schon eine spezielle Bindung zwischen Eltern und Kindern. Und oft ist in diesen Beziehungen mit alkoholabhängigen Eltern die Rolle vertauscht, das Kind fühlt sich verantwortlich für die Eltern. Das sagst und merkst du ja selbst.

    Wir haben hier etliche EKAs, die Erwachsenen Kinder von Alkoholikern. Wenn du mit ihnen und natürlich auch allen anderen in den Austausch gehen möchtest, bewerbe dich hier:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Dein Thema wird nach erfolgter Freischaltung in den Bereich für Erwachsene Kinder verschoben. Da geht es dann richtig los.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe, Jada.

    Den Kontakt zu abhängigen Eltern einzuschränken bzw abzubrechen ist immer sehr, sehr schwer. Trotz allem Ärger, Sorgen und was da noch zu einer Abhängigkeit dazugehört, ist es halt immernoch Mutter oder Vater. Und die emotionale Bindung ist nicht zu unterschätzen.

    Hier gibt es etliche EKA, Erwachsene Kinder von Alkoholikern. Wenn du dich mit ihnen und natürlich auch allen anderen austauschen möchtest, bewerbe dich hier:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich "Erste Schritte für EKA" .

    Liebe Grüße

    Aurora