Liebe Paula,
das Verhalten, das dein Mann da gerade an den Tag legt, kenne ich ähnlich auch von meinem ersten Mann. Und es hat mich immer sehr durchgeschüttelt. Da waren Ängste, ob er sich tatsächlich umbringt, wie ich ihn vorfinde, wenn ich nach Hause komme. Da war Hoffnung und dann wieder Verzweiflung, Angst vor den ersten konsequenten Schritten. Und vieles mehr.
Du hast gerade viele Baustellen gleichzeitig. Zuerst mal deine Mutter, die verstorben ist. Dazu möchte ich dir mein herzliches Beileid sagen. Ich weiß nicht, wie euer Verhältnis war aber Trauer ist garantiert da. Vielleicht findest du einmal am Tag einen Zeitpunkt, an dem du trauern kannst. Um deine Mutter.
Die alte Firma löst sich auf aber du hast eine neue Perspektive, habe ich so verstanden. Okay, das ist dann so, da kannst du nix dran machen.
Dein Körper zeigt dir, dass deine Grenzen ausgeschöpft sind. Also gönn ihm Gutes, so gut es gerade geht. Es muss nichts Spektakuläres sein. Eine kurze Meditation oder einfach ein Kaffee unterwegs nach dem Einkaufen. Oder eine neue Gesichtspflege... etwas, was zu dir passt und was machbar ist gerade.
Ich habe damals immer Musik gehört auf allen Wegen, die ich zu tun hatte. Immer Knöppe inne Ohren. Das war meine Auszeit und hat mir gut getan.
Was ich inzwischen auch lernen musste, was aber sehr hilfreich ist, das ist, nicht in ferner Zukunft zu denken. Was hätte, könnte, sollte, müsste sein. Sondern dass ich das erledige, was heute und morgen ansteht.
So, jetzt hab ich den Faden verloren, tut mir leid. Ich bin unterbrochen worden in meinem Schreibfluss ![]()
Egal. Ich hoffe, du kannst trotzdem mit meinem Beitrag was anfangen.
Liebe Grüße
Aurora