Hallo Bratznak,
es ist tatsächlich so, dass Angehörige von Alkoholikern selbst oft abhängig werden. Um dem Alkoholiker was wegzutrinken, damit er weniger hat, um dem Stress zu entfliehen, um mit dem betrunkenen Partner wieder auf einer Ebene zu sein. Ich war auch in dieser Falle und konnte für mich gerade noch die Reißleine ziehen. Ich lebe jetzt seit 15 Jahren ohne Alkohol. Mich hat es, nachdem ich mich von meinem ersten, abhängigen Mann getrennt hatte, wie der Blitz getroffen, wie furchtbar diese Sucht ist. Da wollte und will ich niemals hin.
Dir wurde ja schon geschrieben, dass du ohne den Willen deiner Frau nichts für sie tun kannst. Und wie ich es hier herauslese, will sie keine Hilfe. Sie macht das alles mit, damit du Ruhe gibst und bei der erstbesten Gelegenheit greift sie wieder zur Flasche. Du kannst natürlich diesen Kreislauf so lange weitermachen, bis einer von euch beiden umfällt...
Aber du hast für DICH auch die Möglichkeit, für dich selbst zu sorgen. Du darfst erkennen, dass deine Hilfe zwar gut gemeint ist aber nicht gewollt wird. Du arbeitest dich an ihr ab und sie macht doch ihr Ding. Erschöpfend, ich hab es selbst so erfahren. Da hilft echt nur zu kapitulieren. Und anzufangen zu leben. Und zwar DEIN Leben.
Liebe Grüße
Aurora