Beiträge von Aurora

    Liebe Paula,

    das Verhalten, das dein Mann da gerade an den Tag legt, kenne ich ähnlich auch von meinem ersten Mann. Und es hat mich immer sehr durchgeschüttelt. Da waren Ängste, ob er sich tatsächlich umbringt, wie ich ihn vorfinde, wenn ich nach Hause komme. Da war Hoffnung und dann wieder Verzweiflung, Angst vor den ersten konsequenten Schritten. Und vieles mehr.

    Du hast gerade viele Baustellen gleichzeitig. Zuerst mal deine Mutter, die verstorben ist. Dazu möchte ich dir mein herzliches Beileid sagen. Ich weiß nicht, wie euer Verhältnis war aber Trauer ist garantiert da. Vielleicht findest du einmal am Tag einen Zeitpunkt, an dem du trauern kannst. Um deine Mutter.

    Die alte Firma löst sich auf aber du hast eine neue Perspektive, habe ich so verstanden. Okay, das ist dann so, da kannst du nix dran machen.

    Dein Körper zeigt dir, dass deine Grenzen ausgeschöpft sind. Also gönn ihm Gutes, so gut es gerade geht. Es muss nichts Spektakuläres sein. Eine kurze Meditation oder einfach ein Kaffee unterwegs nach dem Einkaufen. Oder eine neue Gesichtspflege... etwas, was zu dir passt und was machbar ist gerade.

    Ich habe damals immer Musik gehört auf allen Wegen, die ich zu tun hatte. Immer Knöppe inne Ohren. Das war meine Auszeit und hat mir gut getan.

    Was ich inzwischen auch lernen musste, was aber sehr hilfreich ist, das ist, nicht in ferner Zukunft zu denken. Was hätte, könnte, sollte, müsste sein. Sondern dass ich das erledige, was heute und morgen ansteht.

    So, jetzt hab ich den Faden verloren, tut mir leid. Ich bin unterbrochen worden in meinem Schreibfluss :rolleyes:

    Egal. Ich hoffe, du kannst trotzdem mit meinem Beitrag was anfangen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Paula,

    der- oder diejenige kann alles lesen, was hier im offenen Bereich steht.

    Darum legen wir so viel Wert auf Anonymität, also dass, so weit es geht, alles vermieden wird, woran jemand erkannt werden kann.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Wollwolke,

    Wenn das so weiter geht, bin ich eher in der Psychiatrie wegen Burnout als er im Entzug.

    So sieht's mal aus, kein Witz, oft sind Coabhängige eher völlig am Ende, körperlich, seelisch, als der Alkoholiker.

    Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen, leider.

    Linde hat dir ja den Link für den Austausch weiter oben gegeben, ich geb ihn dir hier auch nochmal:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick ihn einfach an und du wirst freigeschaltet, dein Thema ist dann im Bereich Angehörige und Coabhängige.

    Ich lade dich herzlich zum Austausch ein denn der kann dir wirklich eine große Hilfe sein. Du musst nicht alleine da durch.

    Dein Partner schafft es anscheinend nicht, seine Sucht zum Stillstand zu bringen. Das ist schlimm. Du musst aber nicht dabei zusehen und selbst daran zugrunde gehen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Sealobster,

    ich sag dir mal was als ehemals Partnerin und Coabhängige.

    Deine Frau hat Angst, dass alles wieder nur eine Momentaufnahme ist. Was du machst. Sie hat das bestimmt sehr, sehr oft so erfahren.

    Sie braucht nun auch für sich Unterstützung und Gespräche mit anderen Angehörigen. Es gibt auch Selbhilfegruppen, die sie besuchen kann. Jede bekannte Organisation bietet das an.

    Nur hier bei uns wäre es ungünstig, denn dies ist nun deine Gruppe. Aber rede doch mal ganz in Ruhe mit ihr darüber. Ein gemeinsamer Weg in eine gute Zukunft zwischen Co und Alkoholiker geht so gut wie immer dadurch, dass jeder die Hilfe bekommt, die er/ sie braucht.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen Sealobster,

    egal welchem Trinkmuster du folgst, Alkoholiker ist Alkoholiker.

    Das Schema von Jellinek ist zwar immer noch nachlesbar aber inzwischen nicht mehr relevant.

    Wenn du also Betroffene zum Austausch suchst, hier suchst, ist es wichtig dass du erkennst, alkoholkrank, Alkoholiker zu sein.

    Und es ist wichtig dass du abstinent sein willst, ein Leben ohne Alkohol willst. Denn alles andere ist sinnlos um diese Krankheit zum Stillstand zu bringen.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Mit großer Betroffenheit habe ich heute von Sunshines Tod erfahren.

    Geahnt habe ich schon so etwas, denn sie war seit längerem sehr schwer erkrankt.


    Sunshine hat mich seit ich hier 2007 ankam begleitet. Nicht immer war ich mit ihr einer Meinung aber ich habe sie sehr geschätzt. Ich habe sie auch mehrmals persönlich getroffen und kenne die warmherzige, lebenslustige und fröhliche Frau, die sich hinter dem "Sunshine" verbirgt.

    Ich bin sehr traurig, sie hatte noch so viel vor....

    Aurora

    Hallo und willkommen Tara,

    du lebst wahrscheinlich noch immer in den Mustern, die du dir als Kind im Zusammenhang mit deinem alkoholkranken Vater antrainiert hast. Das ist ja ganz, ganz oft so. Und du suchst dir deine Partner unbewusst nach diesem Schema aus und auch die Partner suchen dich aus, weil ihr perfekt zusammenpasst. Als Alkoholiker und Coabhängige.

    Übrigens, wenn dein Name auch dein realer Name ist solltest du überlegen, ob du ihn ändern möchtest. Du kannst ja ansonsten hier erkannt werden. Denn das gesamte www kann hier mitlesen, zumindest in den offenen Bereichen. Wenn du eine Änderung möchtest, schreibe eine Nachricht ( klick rechts oben die beiden Sprechblasen an) an unseren Admin Alex07 .

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Eloise,

    willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Ein Fluch ist es sicherlich nicht, dass du Suchtkranke anziehst. Meistens liegen da Muster aus der Kindheit zugrunde, Abhängige oder coabhängige Eltern zum Beispiel, die das vorgelebt haben. Wodurch du bestimmte Verhaltensmuster entwickelt hast um damit klar zu kommen.

    Da ziehen einen dann Menschen an die sich ähnlich verhalten, wie du es gewohnt bist. Und du ziehst sie an weil du dich so verhältst, wie sie es brauchen.

    Magst du dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen?

    Liebe Grüße

    Aurora

    Dagmars Frage im Cobereich:

    Was mich mal interessieren würde:

    Spiegeltrinker, die hören ja auf ohne komplett die Kontrolle zu verlieren…oder????

    Und Quartalstrinker ( mein biologischer Vater, an Ösophagusvaritzen verblutet ), war ein solcher.

    Wieso funktioniert da die wochenlange Abstinenz und dann wieder ein tagelanger Absturz. Oder Trinen diese in ihrer absturzfreien Zeit trotzdem mehr oder weniger gemäßigt Alkohol ????

    Ich hab es hierhin verschoben, ich denke, es passt hier besser.

    Aurora

    Liebe Hope,

    das mit der Wohnung ist ein herber Rückschlag.

    Aber was ich sehr gut finde ist, dass du dir Hilfe suchst und aktiv was machst um was zu verändern. Wie das dann im Endeffekt aussieht, wird sich zeigen. Es ist allemal besser sich zu bewegen als starr in solcher Ehe zu verharren und nur den Alkoholiker zu pampern. Denn wenn du es so machst, wird sich kaum was tun.

    Genau so wie die Therapeutin es gesagt hat

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo egah,

    momentan nutzt du die Selbsthilfe hier, um für DICH zu erkennen, zu sortieren. Das ist erstmal das Beste, was du hier tun kannst und du darfst das nutzen und daran wachsen. Genau so ist Hilfe zur Selbsthilfe gedacht.

    Wenn du genug Stabilität, Erfahrung für dich hast, dann kann der Zeitpunkt sein, auch anderen Mitgliedern zu schreiben.

    Also mach dir keinen Kopp, mache es so, wie es sich für dich richtig anfühlt. Denn schon DAS ist ein ganz wichtiger Schritt. Spüren zu lernen "was brauche ich in diesem Moment" und es dann auch zu tun.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Becko,

    mal abgesehen davon, Anton hat, in meinen Augen, nicht gerade wirklich was Hilfreiches gesagt. Und schon garnicht die Wahrheit.

    Ich muss Elly Recht geben. Du kommst nicht verzweifelt sondern aggressiv rüber. Ist dir das eigentlich bewusst? Es hört sich bei dir sehr schadenfroh an, dass du seine Verstecke entdeckt und die Familie informiert hast. Ich könnte mir vorstellen, dass es deinem Mann so noch schwerer fällt, etwas zu ändern. Denn du arbeitest ja gegen ihn.

    Ich hoffe sehr, dass du mit deinem Kind liebevoller umgehst.

    Das ist in meinen Augen eine Anleitung, noch mehr in die Coabhängigkeit zu gehen. Der Abhängige soll geschützt werden, es fällt ihm ja nun noch schwerer, weil sie gegen ihn arbeitet? Sie sollte liebevoller mit ihm umgehen?

    Hilfreich sind die Beiträge der Anderen aber schon. Da gebe ich dir Recht.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Hope,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Da hast du ja tatsächlich einen langen Weg hinter dir.

    Ich muss mich doch nur räumlich trennen. Warum mache ich das nicht? Warum die Angst? Warum hänge ich so sehr an dem, was zwischen den Trinkphasen so gut läuft?

    Das sind gute Fragen. Es ist immer mit viel Angst verbunden, Lebensänderungen zu machen. Wovor hast du noch Angst?

    Es ist wichtig, dass du dich damit auseinandersetzt. Du läufst ja schon weit über deine Grenzen.

    Zuerst einmal kannst du dich für den offenen Forumsbereich bewerben, einfach anklicken:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du wirst dann freigeschaltet und dein Thema wird in den Bereich für Coabhängige verschoben.

    Dort kannst du dich erstmal austauschen.

    Nach vier Wochen schreibe einfach eine PN ( da klickst du rechts oben auf die beiden Sprechblasen) gerne an mich aber auch einen der anderen Moderatoren kannst du ansprechen. Einfach um Aufnahme in den geschlossenen Bereich bitten. Dann kannst du dich auch dort austauschen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Hope,

    genau DAS meine ich mit Gegenmaßnahmen um dich wieder in die Spur zu bringen:

    Er kam dann gestern Abend vom Einkaufen nach Hause und führte mit mir Gespräche… er war nüchtern. Heute hatte er wieder ausgeschlafen, doch nahm er mir… nachdem ich ihn um Hilfe gebeten hatte, die Kinder ab. Er hört mir zu… ist aufmerksam… es ist ein gutes Miteinander.

    Er ist freundlich, hilfsbereit, verständnisvoll, nüchtern...

    Das ist ein Teil, den Abhängige ganz oft benutzen, um den Partner wieder in Hoffnung zu wiegen.

    Ich bin ganz oft darauf reingefallen, habe neue Hoffnung gehabt und gedacht, er hätte es endlich kapiert und alles würde gut werden. Es hat immer ein paar Tage, manchmal auch länger, angehalten. Dann ging es mit seiner Trinkerei wieder los, immer, wenn ich endlich sicher war, alles wäre paletti...

    Wenn er merkt, dass du darauf nicht anspringst, wird er noch andere Argumente rausholen:

    dass du schuldig bist, die Familie zerstörst, ihn zerstörst usw.

    Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Hope,

    wenn du noch weiterhin Kontakt zur Diakonie hast, frag doch mal wegen Familienhilfe nach.

    Es gibt Möglichkeiten für Alleinerziehende, du bist nicht alleine.

    Dein Mann merkt nun, dass du mehr und mehr Nägel mit Köpfen macht. Rechne damit, dass er nun Gegenmaßnahmen auffährt um dich wieder in die Spur zu bringen.

    Diese Energielosigkeit hatte ich damals auch. Alkoholiker sind "Energiefresser".

    Liebe Grüße

    Aurora