Beiträge von Aurora

    Hallo MaBee,

    du MUSST garnix. Es ist immer alleine deine Entscheidung. Ganz klar.

    Ich bin gespannt, was du bei der Suchtberatung erfährst.

    Wie gesagt, den Termin nehme ich wahr. Und den nehme ich für mich wahr und für sonst keinen.

    Alles andere macht ja auch keinen Sinn.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo MaBee,

    ganz schön krass, was dir hier so geschrieben wurde, oder?

    Ich hätte damals, als ich noch nicht wirklich zu Veränderungen bereit war, ziemliche Mauern aufgebaut und hätte trotzig und wütend reagiert.

    Hab ich teilweise auch, eine meiner Freundinnen hat damals ganz schön Tacheles mit mir geredet. Sie ist übrigens EKA, aufgewachsen mit einem Alkoholikervater und zudem noch Missbräuchler, was seine Töchter anbelangt.

    Ich kann mich also ganz gut da reinfühlen. Und möchte dir einen Rat geben aber keinen RatSchlag, der nutzt nämlich nix.

    Alle, die dir geschrieben haben, haben das getan aus ihren eigenen Erfahrungen, ich mach das ja gerade hier auch. Es kann dich, wenn du bereit bist, zum Nachdenken und vor allem Hinsehen bringen. Bitte nutze das, wenn du bereit dafür bist. Denn es wird dich sensibilisieren.

    Niemand will dich hier nämlich verurteilen.

    Ich habe am eigenen Leib erfahren, was ein Zusammenleben mit einem Abhängigen bedeutet. Und was es bedeutet, daran zu klammern und zu hoffen. Ich habe es in meiner Familie gesehen was es bedeutet, aus- und durchzuhalten. Das war damals der wesentliche Grund, den Trennungsschritt zu machen. Denn so wie meine Tanten wollte ich auf keinen Fall enden. Sie waren kaputt, körperlich und seelisch. Teilweise selbst abhängig geworden. Ein zufriedenes, erfülltes Beziehungsleben kann es mit einem Abhängigen einfach nicht geben. Und das Warten und Aushalten und Hoffen auf Veränderung kostet Lebenszeit und Kraft. Für nichts und wieder nichts.

    Es ist ja DEIN Leben um das es geht. Und du darfst entscheiden, wie du es leben möchtest. Das ist dein verdammtes Recht.

    In Selbsthilfegruppen sind aber Menschen, die das alles selbst durchlebt und erlebt haben. Und ich kann zumindest von mir behaupten dass es manchmal regelrecht wehtut. Zu sehen, wie - in meinem und diesem Fall - festgehalten wird. Genau so und mit ähnlichen Argumenten, die ich selbst hatte. Und ich weiß, wie es dann war, was passiert ist und dass ich noch heute teilweise mit den Folgen zu tun habe.

    Ich hoffe dann dass meine Erfahrung anderen Coabhängigen was ersparen können.

    Aber auch da gilt das gleiche Prinzip wie bei allen Abhängigkeiten. Solange die Hilfe nicht angenommen werden kann, solange kann ich nichts bewirken.

    Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn du weiterhin hier schreibst. Und gegenüber deinem Partner das Forum nicht mehr erwähnst. Denn hier ist DEIN Platz. Es gibt für ihn genügend andere Anlaufstellen die er nutzen kann, so er denn will.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo tirob,

    erstmal Hallo hier in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    18 Tage ohne Alkohol - ein Anfang!

    Hast du mit einem Arzt darüber gesprochen oder einen Kalten Entzug gemacht?

    Du schreibst, du hast nun auf der Grundlage

    Für mich ist der Umstand nie mehr Alkohol zu trinken, kein Aushalten mehr, sondern ein Geschenk,

    18 nüchterne Tage erlebt. Was wirst du denn konkret an deinem Leben ändern um das alles zu festigen? Nur nicht mehr trinken reicht leider nicht.

    Hast du schon die Grundbausteine entfeckt? Hier ist mal der Link dahin:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Viele Grüße

    Aurora

    Hallo,

    eure Reaktionen zeigen ja, dass dieses Jellinek-Schema sehr ungenau und überholt ist. Für damals war es aber ein guter Schritt, dass Wissenschaftler sich überhaupt damit auseinandergesetzt haben. Dass Alkoholismus immer mehr nicht als Willensschwäche sondern ernsthafte Suchterkrankung erkannt wurde.

    Wenn Menschen jetzt nach "Alkoholmissbrauch" oder ähnlichem googeln, kommt immernoch sehr oft dieser Herr Jellinek bei raus. Und da wird sich dann eben auch oft eingeordnet und ein falsches Bild entsteht. So nach dem Motto: " Bei mir ist es nicht wirklich schlimm". Und daraus folgt dann:" Dann kann ich beruhigt weitertrinken."

    Darum haben wir dieses Thema aufgegriffen. Um klar zu machen, dass es verschiedene Ansätze gab aber es Stand Heute ganz andere Erkenntnisse und Erfahrungen gibt. Und dass diese Typen nicht mehr sinnvoll sind, nie wirklich waren. Sondern eher noch behindern als zu einer zufriedenen Trockenheit zu führen.

    Aurora

    Hallo Max,

    Da hilft im Grunde genommen nur eins...

    Blockieren und den Kontakt löschen. Auch bei deiner Mutter, also sie sollte das auch tun. Sonst findet deine Ex immer wieder einen Weg. Und immer wieder wird es dich verunsichern, erinnern, wehtun und aufwühlen. Echt, willst du das wirklich ?

    Ich hab das am eigenen Leib erfahren und weiß auch, dass es schwer ist und ganz miese Gefühle macht. Die gehen aber auszuhalten und sind dann weg. Besser als immer wieder in der Wunde rumzukratzen...

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Thor,

    Ich verstehe ja deine Wut gut, ich hab selbst lange genug in einer Ehe mit einem Alkoholiker gelebt.

    Aber ich finde, es reicht jetzt mal! Du ziehst in einer Art und Weise über eine schwer suchterkankte Frau her als wäre sie der letzte Dreck.

    Wenn dir alles zu viel ist mit ihr, dann lass sie doch einfach sein und fange ein Leben ohne sie an. So lange du aber immernoch nur um sie kreist und dich selbst für Dinge bemitleidetst, die du freiwillig für sie getan hast, wirst du nicht frei sein.

    Jetzt komm mal bei dir an und versuche, dich zu berappeln.

    Sonst, echt, schließe ich hier dein Theema ab! Bis du dich beruhigt hast. Denn eine Selbsthilfegruppe ist dazu da, Menschen zu begleiten, sich SELBST zu helfen. Du hast bisher auf nichts reagiert, was dir hier viele Menschen geschrieben haben.

    Aurora

    Hallo,

    es ist total verrückt zur Zeit.

    Ich habe mich vor 15 Jahren räumlich getrennt, vom Exmann, die psychische Trennung hat noch etwas gedauert.

    Und erst jetzt träume ich oft von ihm. Dass er getrunken hat, dass ich alles spüre wie damals. Diese Angst, Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit.

    Diese Nacht hatte ich wieder einen Traum. Ich wollte ihn in eine Art ranzige Kneipe reinholen, um dort einen Kaffee mit ihm zu trinken und Kuchen zu essen. Und ich gehe raus um ihn zu rufen und er steigt aus dem Auto, besoffen bis oben hin. Fassungslosigkeit bei mir und ich bin zum Glück wach geworden.

    Gruselig, wie mich dass noch immer teilweise verfolgt. Ich denke weil ich viel zu lange so gelebt habe. Es ist einfach eingeprägt.

    Warum das jetzt erst kommt, weiß ich nicht. Ansonsten geht es mir ja gut, besser als seit langer Zeit. Vielleicht hat es deshalb auch endlich Platz um endgültig verarbeitet zu werden...

    Aurora

    Hallo Jarno,

    du schreibst, dass du jeden Tag kämpfst... Und verlierst.

    Vielleicht hörst du auf mit dem Kampf und akzeptierst, dass du nicht gewinnen kannst. Die Sucht ist ein Teil von dir geworden. Du kannst sie annehmen und zum Stillstand bringen. Jeden Tag neu. Und die Kraft, die du dadurch sparst verwenden. Um neue Strukturen aufzubauen.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Soti,

    ich finde es gut, dass du Nägel mit Köpfen machst!

    Viel Erfolg beim Arzt heute, das ist ein guter und sehr wichtiger Schritt in eine gute Richtung.

    Bin gespannt, was der Arzt sagt und wie es dir danach geht.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Petra,

    es gibt sie schon, die Erfolgsgeschichten.

    Ich kenne einige aber nicht viele. Auch noch aus meiner Zeit damals bei den Guttemplern.

    Auch hier sind bei den Alkoholikern viele dabei, deren Partnerschaft das überstanden hat.

    Der Hauptpunkt bei all diesen Beziehungen ist, dass der Abhängige sich ernsthaft mit seiner Sucht auseinandersetzt. Sich selbst wichtig nimmt und wieder Verantwortung für sein Leben übernimmt.

    Aber auch die (oder der) Coabhängige muss was tun! Diese Beziehungen sind ja meistens nicht einseitig sondern es ist ein Zusammenspiel aus Co- und Alkoholabhängigkeit.

    Die Coabhängige muss, genau so wie der Alkoholiker, Verhaltensmuster erkennen und ausschalten. Sie muss ihr eigenes Leben in den Mittelpunkt rücken und den Alkoholiker loslassen. Damit meine ich, sie muss ihm seine Eigenverantwortung wiedergeben, ihn machen lassen. Ihn ernst nehmen. Sich selbst wichtig nehmen.

    Und dann ist es wichtig, dass da noch eine gute Basis vorhanden ist. Bei mir war das alles kaputt gegangen, daher hatte ein Neuanfang keinen Sinn. Und mein Exmann war ja, nach meinem Empfinden, nicht wirklich ernsthaft an einer zufriedenen Trockenheit interessiert. Das konnte ich immer sehen wenn ich hier im Forum bei den Alkoholikern gelesen habe. Die waren (und sind) ganz anders unterwegs.

    Ich finde es wichtig, sich nicht an solchen "Erfolgsgeschichten" zu orientieren. Sondern zu gucken, wie es in der eigenen Situation aussieht. Das bedeutet es ist wichtig, dass du unbelastet von seiner Sucht ein zufriedenes Leben hast. Wenn du momentan den Schritt der Trennung nicht machen kannst oder willst. Wenn du dich bewegst, bewegt sich auch was beim Anderen. In welche Richtung ist dabei unklar.

    Aber wenn du dich selbst mehr und mehr in den Fokus stellst und ihn sein lassen kannst ohne dass es dich belastet, dann verändert sich vor allem auch was bei dir. Und daraus ergibt sich dann wieder was.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Thor,

    ja, schwer ist eine Trennung tatsächlich. Vor allem, wenn du alles gegeben hast was geht.

    Warum verschwendest du deine Zeit mit Warten? Es ist Sommer, geh raus und lebe. Dann kommst du auch auf andere Gedanken.

    Dir ist schon sehr viel geschrieben worden. Im Grunde genommen lässt du dich von ihr behandeln wie es ihr gerade passt.

    Und das habe ich auch hinter mir. Mal war ich "Engelchen", mal die "Geistlose" (das war einer der milderen Ausdrücke. Es gab Zeiten in denen ich dachte, ich hätte es nicht anders verdient und müsste mich nur noch mehr anstrengen. Aber es war nie genug, er fand immer was. Und ich hab es hingenommen, jahrelang, mich angestrengt und gelitten und mich fertig machen lassen, beschimpfen lassen, s.exuell belästigen lassen.

    Irgendwann dachte ich, wo ist meine Würde geblieben. Warum lasse ich das alles zu?

    Du bist gerade noch sehr aufgeregt und wütend, so kommt es mir vor. Da kommen immer so Satzfetzen aus dir raus, stückchenweise. Dein Schmerz und all das.

    Du brauchst ihr nichts zu schreiben, aus eigener Erfahrung habe ich gemerkt, dass a) mit Betrunkenen zu reden keinen Sinn macht und b) alles gegen mich ausgelegt wurde.

    Am Ende war ich fertiger als vorher, nach endloser Diskussion. Und war im Grunde keinen Schritt weiter.

    Wenn du also kannst, dann geh raus. Versuche, deinen Kopf mal frei zu bekommen. Und wenn es nur kurz ist, das ist ein Anfang.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Wow, Egghard,

    das ist ja super :) . Toll, dass du das gemacht hast und nun ja auch siehst, dass es weitergeht und die Erde sich noch dreht und dein Kopp noch dranne ist. Du kannst stolz auf dich sein, diesen schweren Schritt gemacht zu haben!

    Dein Arzt hat gut reagiert und anscheinend auch Ahnung von Sucht, da hast du Glück.

    Wenn du dich nun hier gerne mit anderen Alkoholikern austauschen möchtest, klicke diesen Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Beschreibe einfach noch kurz, dass du entgiftet bist und beim Arzt warst und dich nun austauschen möchtest.

    Nach der Freischaltung wird dein Thema in den Bereich

    Erste Schritte für Alkoholiker

    verschoben.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Sarah und herzlich willkommen,

    das ist schon so eine Sache mit der Meinung der Außenwelt. Es ist schwierig dagegen anzukommen, wie man nach eigener Meinung vor den Anderen dasteht. Damit meine ich, du weißt ja nicht, was die denken und im Grunde genommen ist es auch nicht wichtig. Trotzdem fehlt oft das Selbstbewusstsein, mit erhobenem Kopf dazustehen.

    Wichtig sind du und dein Kleiner! Niemand sonst. Und es soll ja EUCH gutgehen und nicht allen Anderen. Die stecken ja nicht in deiner Lage.

    Du hast ja schon das Wesentliche erkannt. So wie es jetzt läuft ist es für dich nicht gut, für dein Kind schon garnicht. Eine schöne Kindheit mit einem alkoholabhängigen Elternteil ist nicht wirklich möglich.

    Liebe Grüße

    Aurora