Beiträge von henri

    Hallo Janine

    So langsam kommt es mir auch so vor, als ob von zwei Personen die Rede ist. Irgendwie passt doch da einiges nicht zusammen. Er trinkt jahrzehntelang, liegt 10 Tage im Koma wegen der Bauchspeicheldrüse, aber seine Blutwerte sollen in Ordnung sein. Das glaube ich nicht, weil es gegen alle Logik ist. Du sprichst davon, dass er mit Personen redet, die nicht anwesend sind, aber die Ärzte behaupten, dass er ganz normal mit ihnen redet. Dann wiederum wird von Entmündigung gesprochen, also was denn nun?

    „Bis der Tod euch scheidet“, ist zwar ehrenwert von deiner Mutter gedacht, darf aber doch nicht so weit gehen, dass sie ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzt, nicht nur die Gesundheit, auch ihr Leben ist doch sogar in Gefahr. Unter diesem Aspekt halte ich es nicht nur für legitim, sondern es ist sogar ihre Pflicht, sich vor ihm zu schützen. Einigermaßen sicher kann sie doch nur sein, wenn er in einem Heim untergebracht ist.

    Bei einer Entmündigung kann auch ein amtlicher Betreuer eingesetzt werden. Deine Mutter hätte in diesem Fall nicht die Verantwortung für ihn. Nach allem, was du von ihm schreibst, liegen genug Gründe vor, ihn zu entmündigen und in einem Heim unterzubringen. Nur, wenn die Ärzte ihm ein normales Verhalten bescheinigen, wird ein Gericht denen eher Glauben schenken als euch. Ich könnte mir aber vorstellen, dass jetzt bei der Zwangseinweisung die Ärzte sich nicht so intensiv mit ihm befasst haben, wie es bei einer Entmündigung der Fall sein wird.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo morgaine

    Wobei wir jetzt bei der Frage sind, was wäre wenn. Was wäre gewesen, wenn du als Kind mehr Zuneigung bekommen hättest? Was wäre gewesen, wenn dein Vater nicht getrunken hätte? Was wäre gewesen, wenn deine Mutter sich anders verhalten hätte? Ist es nicht reine Spekulation, wenn wir versuchen, diese Fragen zu beantworten.

    Es ist auch Spekulation, aber ich stelle die These einfach mal in den Raum. Durch deine Kindheit und das, was du damals erlebt hast, hat dazu beigetragen, dass du selbst vom Alkohol wieder weggekommen bist und deinem Sohn eine solche Kindheit erspart bleibt. Also war doch nicht alles so ohne Sinn?

    Versuche es, aus dieser Richtung zu sehen, vielleicht kannst du dann doch Frieden mit deiner Vergangenheit schließen, wünsche es dir von Herzen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Janine

    Und täglich grüßt das Murmeltier. Erst greift er sie an, dann ruft sie die Polizei, er kommt eine Woche in die Klinik und das ganze Spiel fängt wieder von vorne an. Na prima, sie soll sich also Woche für Woche verprügeln lassen? Das kann es doch wohl nicht sein. Versucht doch, die rechtliche Seite abzuchecken, was es da an Möglichkeiten gibt.

    Gesundheitlich scheint es ihm nicht gut zu gehen. Es sieht so aus, als ob das Gehirn schon geschädigt ist, oder dass die Organe es nicht schaffen, das Blut zu entgiften. Beides könnte zu solchen Erscheinungen führen, wie er sie zeigt. Etwas Genaueres lässt sich allerdings nur von einem Arzt feststellen.

    Deiner Mutter kannst du nichts anderes raten, als du getan hast. Einen besseren Rat, außer sich von ihm trennen, kann ich auch nicht geben.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Dachs und herzlich willkommen

    Gratuliere dir zu einem Monat ohne Alkohol. Da alle Werte außer dem GGT normal waren, hast du zwar zuviel, aber doch nicht maßlos übertrieben getrunken, da zumindest der MCV-Wert auch erhöht sein müsste. Der GGT ist auch nach einem Monat noch ziemlich hoch, auf 50 muss er zwar noch nicht sein, aber die 100 sollte er nach der Zeit nicht mehr überschreiten. Das muss zwar noch nicht bedenklich sein, aber du solltest ihn doch etwas im Auge behalten.

    Gruß Henri

    Hallo Kerstin

    Nee, zu so einem großkotzigen Bruder würde ich auch nicht hingehen, musst du doch auch nicht. Freude wird es dir sowieso nicht machen. Du gehst doch oft genug mit den Kindern zu Mutter und Oma, da muss es jetzt nicht unbedingt bei deinem Bruder sein.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Paul und herzlich willkommen

    Wenn du keine zwei Tage ohne Bier schaffst, dann probier doch mit einem Tag. Immer wenn du Bier trinken willst, dann trinkst du etwas anderes. Einfach ausprobieren und setz dich nicht unter Druck, du musst nicht aufhören, du willst aufhören. Drogen und Spielsucht hast du unter Kontrolle bekommen, das hier packst du auch. Da du vom Fach bist, brauche ich dir über Entzugserscheinungen nichts zu erzählen. Ganz wichtig dabei, nicht hinausschieben, jetzt sofort anfangen. Hey, ab Vatertag 2006 clean, hat doch was für sich.

    Wünsche dir einen guten Anfang

    Gruß Henri

    Hallo Marco

    Wenn du nicht glaubst, dass du bereits abhängig bis, dann versuche doch einfach mal drei oder vier Wochen in einem Stück keinen Alkohol zu trinken. In der Zeit wirst du merken, ob es dir schwer fällt und ob du sehr oft an Alkohol denken musst. Einfach mal versuchen.

    LG Henri

    Hallo Morgaine

    Mit reelle Chance meine ich folgendes. Mir hat z.B. jemand den berühmten Tritt in den Hintern gegeben, sonst würde ich vermutlich heute noch trinken. Dann hatte ich Menschen, die mir geholfen haben. Für einen Alkoholiker ist es schwer von dieser „Gewohnheit“ Trinken wegzukommen, das wirst du bestätigen können. Hat dein Vater auch solche Leute gehabt? Vermutlich nicht, oder sie haben nicht mit genug Nachdruck mit ihm geredet oder, oder, oder. Finanziell hatte er auch keine so großen Sorgen. Warum sollte er also aufhören? Können wir wissen, was er gefühlt hat und wie ihm zumute war. Hat er überhaupt gemerkt, was er euch angetan hat?

    Ich habe eine Chance bekommen, hat er auch eine bekommen? Das habe ich damit gemeint.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo marco und herzlich willkommen


    Deinen Schilderungen nach zu urteilen, hast du bereits ein Problem mit dem Alkohol. Nach zwei alkoholfreien Tagen schon wieder trinken zu müssen, ist ein Zeichen dafür, dass du bereits abhängig bist. Du nimmst also ganz zu Recht an, dass du seit einiger Zeit bereits ein Problem hast. Wieder mäßiger trinken wirst du einige Zeit schaffen können, aber nicht auf Dauer. Du wirst immer wieder lesen, und das nicht nur in diesem Forum, dass es für jemand der abhängig ist, nicht möglich ist, kontrolliert zu trinken. Es wird dir nichts anderes übrig bleiben, als das Alkoholtrinken aufzuhören.

    Gruß Henri

    Hallo AntiA

    Du wirst sehr viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, damit dein Vater sein Problem einsieht und bereit ist, Hilfe anzunehmen.

    Es ist nicht genau abzuschätzen, wie schnell er zur Therapie könnte. Beantragt wird die Therapie von der Suchtberatung bei der Deutschen Rentenversicherung. Dazu fertigt die Suchtberatung einem Sozialbericht an zu dem auch ein Gutachten des Arztes gehört. Da der Hausarzt so oder so eingeschaltet werden muss, kannst du dich auch sofort bei ihm erkundigen.

    Dass er deinen Sohn nicht mehr sehen darf, ist ein Mittel ihn zu einer Therapie zu bewegen, allerdings halte ich es nicht für eine so tolle Idee wie du es vorhast. Wenn er sich nicht beraten lässt, darf er deinen Sohn nicht sehen, hört sich irgendwie nach einer Art Bestrafung an. Da kann es sein, dass er abblockt, er sich ganz zurückzieht und du ihn gar nicht mehr erreichst. Du kannst es eher so darstellen, dass es nicht gut für deinen Sohn ist, wenn er betrunken mit ihm umgeht und dass du es nicht weiter verantworten kannst. Ein Argument hast du, weil er wegen des Alkohols seine Arbeit verloren hat. Ob du damit die nötige Wirkung bei ihm erzielst, ist zwar fraglich, aber doch sicher einen Versuch wert.

    Wünsche dir/euch viel Erfolg

    Gruß Henri

    Hallo Dani

    Auch mal schön schreiben zu dürfen, ohne sich Sorgen und Gedanken zu machen, wie jemand am besten aus dem Schlamassel raus kommen kann. Einfach nur lesen, dass es aufwärts geht und jemand glücklich ist, tut auch mal gut.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo schnickschnack

    Dein Mann geht zu seinem Hausarzt. Der schreibt eine Einweisung in eine Klinik und dein Mann geht dorthin. Das in aller Kürze.

    Zu überlegen ist, wie die Entgiftung aussehen soll. Es gibt die ganz normale Entgiftung, die ca. 10 Tage dauert. Wenn die Entzugserscheinungen zu stark werden, bekommt er die entsprechenden Medikamente, mehr passiert dabei eigentlich nicht.

    Dann gibt es aber auch die qualifizierte Entgiftung, die länger dauert, ca. 3 Wochen. Dabei erfolgt neben der eigentlichen Entgiftung auch eine psychologische Betreuung.

    Es ist natürlich nicht damit getan, nur den Körper vom Alkohol zu entgiften, es muss auch die psychische Einstellung geändert werden. Bestimmte Verhaltensweisen müssen geändert werden. Nur so ist die Umstellung auf Dauer zu schaffen. Es ist zu überlegen, ob eine Therapie in Frage kommt. Das könnt ihr auch mit dem Arzt besprechen.

    Heißt das, das dein Mann so langsam ein Einsehen hat, würde mich für euch freuen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Zimbo

    Das Problem ist, dass ihr nicht an ihn ran kommt. Er lässt alles geschehen, ohne selbst etwas zu tun und ohne dass ihn etwas berührt. Da fürchte ich, hat Karsten Recht, es geht ihm noch nicht schlecht genug und er ist noch nicht an seinem Tiefpunkt angelangt. Ich kann nachfühlen, wie es euch, besonders aber deine Mutter runterzieht. Hilflos zuzusehen, wie der eigene Sohn verkommt, ist für eine Mutter wohl eines der schlimmsten Gefühle, das sie haben kann. Wenn es für sie zuviel sein sollte, es gibt in jeder Stadt einen psychosozialen Dienst, bei dem sie Beratung erhalten kann.

    Es tut mir leid, dass ich keine positivere Antwort geben kann.

    Gruß Henri

    Hallo mayra

    Für wen oder was brauchst du eine Entschuldigung? Wenn du dich entschuldigen willst, dann tu das bei dir. Von vorne anfangen? Nicht ganz. Du weißt jetzt, wie du dich ohne Alkohol fühlst und du weißt auch dass du es schaffen kannst und du weißt auch, dass du dich wieder gut fühlen wirst. Also jetzt nicht dem Vergangenen nachtrauern, sondern vorwärts blicken. Nicht gestern und nicht morgen zählt, sondern was du heute tust, jetzt, das ist für dich wichtig.

    Du schaffst es, solange du an dich glaubst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo little_children

    Es ist bemerkenswert, dass du dir in dem Alter bereits Gedanken über solch ein Problem machst, finde ich gut.

    Da er nicht mehr bei euch wohnt, kannst du das vom brutal zusammenschlagen doch nur vom Erzählen gehört haben. Die Anzeigen, gehe ich von aus, sind aufgrund solcher Tätlichkeiten gemacht worden. Wenn er allerdings immer wieder freigesprochen wurde, dann konnte ihm entweder nichts bewiesen werden oder es ist tatsächlich nichts Gravierendes vorgefallen. Wie du weißt, muss ihm erst einmal eine solche Straftat nachgewiesen werden, um ihn dafür bestrafen zu können. Nur auf reine Vermutungen oder Spekulationen hin, darf niemand eingesperrt werden. Wenn es zu solchen Brutalitäten gekommen ist, dann stellt sich die Frage, warum das nicht nachgewiesen werden konnte. Bei solchen Tätlichkeiten entstehen doch sicher Blutergüsse und blaue Flecken, die attestiert, vor Gericht auch als Beweis gelten.


    Wo kann man so einen kranken Menschen rein stecken? Wenn es sich um einen psychisch Kranken handelt, der auch noch eine Gefahr für sich oder andere Leute darstellt, kann er in eine Krankenanstalt eingewiesen werden. Darüber muss allerdings auch ein Gericht entscheiden, nachdem psychologische Gutachten vorliegen, so einfach kann man nicht jemand einsperren lassen.

    Aber hör mal nach, ob sich alles so zugetragen hat, wie es erzählt wurde. Du weißt ja, jeder erzählt gerne etwas mehr als er gehört hat.

    Gruß Henri

    Hallo schnickschnack

    Einfach schreiben, wie es dir in den Sinn kommt, sortieren werden wir uns das schon selbst, wenn es nötig sein sollte.

    Mach du ruhig noch ein bisschen mehr Druck, das kann nichts schaden. Er muss merken, dass du nicht mit seiner Trinkerei einverstanden bist und das sein trinken dir und deinem Sohn mehr als unangenehm ist. Du schreibst:“ Dann denke ich, es ist doch gar nicht so schlimm.“. Schon mal überlegt, dass das von dir reines Wunschdenken ist? Du hoffst immer wieder aufs Neue, dass er sich von selbst ändert. Warum sollte er das aber tun? Er hat dich, er hat seinen Sohn und er hat seinen Alkohol, warum auf eines davon verzichten, wenn er doch alles haben kann? Sieh es einfach einmal aus diesem Blickwinkel, dann verstehst du vielleicht, warum er nicht gerne versucht aufzuhören.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Zicklein

    Alkoholkonsum kann die Bauchspeicheldrüse schädigen, ist gar nicht so ungewöhnlich. Das bedeutet dann in der Folge, dass die Produktion von Insulin gestört ist und somit Diabetes entstanden ist.

    Lieben Gruß
    Henri