Beiträge von henri

    Hallo Sandra

    Es freut mich, dass ich dir mit dem Tipp helfen konnte. Die Leute, die bei den einzelnen Gruppen genannt sind, werden fast alle berufstätig sein. Daher wirst du sie nur außerhalb ihrer Arbeitszeit erreichen. Du könntest also die meisten von ihnen bereits heute am Sonntag anrufen. Und keine Angst, diese Leute helfen dir gerne, auch sonntags.

    Gruß Henri

    Hallo Sandra,

    hier habe ich einen Link gefunden, der dir weiterhelfen kann.

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…fe.de/SHG/b.htm

    das kleine „b“ vor dem „.htm“ ist der Anfangsbuchstabe der Stadt.
    Für Hannover würde z.B. die URL

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…fe.de/SHG/h.htm

    lauten. Gruppen in kleineren Städten sind allerdings nicht aufgeführt. Hier müsste man eventuell unter dem Namen der Gruppe und der Stadt mal googeln. Manchmal findet man damit Gruppen. Auch in öffentlichen Mitteilungsblättern kann man nach SHG’s suchen. Ob das dann Gruppen für jüngere Leute sind, musst du einfach mal nachfragen. Aber, Gruppen für Angehörige gibt es schon nicht so viele und dann auch noch für jüngere Leute, da sehe ich nur in größeren Städten eine reelle Chance eine zu finden.
    Wenn du nichts findest, kannst du mir auch eine pn schreiben, in welchem Ort du wohnst. Ich helfe dir dann gerne suchen.

    Gruß Henri

    Hallo Sandra,

    es kann doch auch eine Nachsorge geben, also Gespräche nach der Reha-Maßnahme. Frag einfach mal bei der nächsten Paar-Stunde ob so etwas für euch in Frage kommen kann, oder sogar noch dort während der Reha.

    Für die Reha musste doch ein Antrag gestellt werden. Hier bei uns wäre die Caritas dafür zuständig, kann bei euch aber anders sein. Frag dort einfach mal nach, ob es dort solche Gespräche im Rahmen einer Nachsorge gibt.

    Offen darüber zu reden. Da hat am Anfang jeder Probleme mit. Denk einfach daran Alkoholismus ist eine Krankheit wie jede andere auch, vielleicht vergleichbar mit Diabetes.
    Der eine meidet den Alkohol, der andere den Zucker. Wo ist also der Unterschied? Über die eine Krankheit wird gesprochen, über die andere nicht. Ist leider in unserer Gesellschaft so. Das ist auch wieder so ein Punkt, wie ich im ersten Beitrag erwähnte, es ist nicht nur eine Umstellung für ihn sondern auch für dich.

    Gruß Henri

    Hallo Sandra,

    wie ich schon im ersten Beitrag erwähnte, gab es das bei uns damals in der Thera, der Therapeut mit nur genau einem Paar. Anscheinend wird das aber hier nicht gemacht.

    Was ist mit der Suchtberatung? Gibt es dort für euch die Möglichkeit, mit einem Suchtberater/Therapeut zu reden? Es wäre sicher ein Versuch wert, mal da nachzufragen.

    Gruß Henri

    Hallo Sandra,

    da war ich wohl etwas zu langsam mit meinem Beitrag. Ich sehe, dass schon einiges geschrieben wurde.

    Wenn du schreibst, dass du keinen hast, mit dem du reden kannst, bleibt doch immer noch die SHG für Angehörige. Und wenn es dir hilft, dann poste einfach hier weiter.

    Gruß Henri

    Hallo Sandra,

    Angst oder große Sorge, dass dein Freund rückfällig werden könnte, ist normal. Alkoholismus ist eine Familienkrankheit. Es betrifft nicht nur den, der diese Krankheit hat, sondern auch die Angehörigen. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, dass du in der Reha-Maßnahme mit eingebunden wirst? Als ich in der Thera war, gab es Gespräche zwischen dem Therapeuten und den Partnern. Ich könnte mir vorstellen, dass du dadurch wieder mehr Vertrauen zu deinem Freund gewinnst und es dir helfen würde, deine Angst abzubauen.

    Es wird wohl so sein, dass nicht nur dein Freund lernen muss, mit der neuen Situation umzugehen, sondern auch du. Es werden sicherlich einige Gewohnheiten nicht mehr in die neue Lebensweise passen. Was macht er mit der Zeit, in der er früher getrunken hat? Was ändert sich dadurch für dich, wenn er zukünftig länger zu Hause ist? Arbeiten, die du für ihn gemacht hast, soll er wieder selber machen etc. Es wird sich also einiges ändern. Natürlich kannst du keine 24 Stunden bei ihm bleiben, das sollst du auch nicht. Er muss trocken bleiben, und er ist es, der das erste Glas stehen lasen muss, nicht du. Du kannst ihm nur dabei helfen, indem du ihn ab und zu lobst, dass er es nun schon 10 Tage, 1 Monat u.s.w. geschafft hat. Das spornt ihn an und er bekommt das Gefühl, dass es sich lohnt, trocken zu bleiben. Aber auch dabei nicht übertreiben, sondern wie bei allem versuchen, den goldenen Mittelweg zu finden.

    Du schreibst, dass die Gruppengespräche ihm sehr helfen. Was spricht dagegen, dass ihr euch eine SHG sucht, die zu euch passt? Dort triffst du Frauen, die genau dasselbe Problem haben/hatten wie du. Von denen kannst du einiges für dein Verhalten lernen. Außerdem wird es dir helfen, wenn du mit diesen Leuten über deine Angst reden kannst. Oft genug befreit es einen schon von dem inneren Druck, wenn man nur über sein Problem mit jemand reden kann. Es stellt sich die Frage, ob eine SHG nur für Angehörige nicht sogar für dich besser wäre. Dort kannst du auch über Probleme reden, die du vor deinem Partner nicht gerne sagst.
    Wenn du Anschriften von SHG’s suchst, kann ich dir sicher welche besorgen. Du müsstest dich dann noch mal melden.

    Ein Rückfall gehört zu der Krankheit dazu. Die Aussage stimmt zwar, aber ich habe ein sehr mulmiges Gefühl dabei. Führt es doch dazu, dass jemand auf die Idee kommt, ich kann ja ruhig trinken, es gehört ja zur Krankheit. Also, mit dieser Aussage gehe ich sehr, sehr vorsichtig um.

    Und nun *euchganzfestdieDaumendrück*

    Gruß Henri

    Hallo ihr Raucher

    Natürlich wählt jemand den Punkt „Ich habe aufgehört“.

    Vor ca. zwei Jahren habe ich mit rauchen aufgehört. Tagesration 50 – 60 Stck. Rückblickend kann ich sagen, dass es mir leichter gefallen ist, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin mir aber sicher, wenn ich noch getrunken hätte (war zu der Zeit ca. 4 Jahre trocken), wäre ich nicht vom rauchen weg gekommen, besonders beim Feierabendbier habe ich seinerzeit manchmal ein ganzes Päckchen gequalmt.

    Es passiert allerdings heute noch, wenn auch ganz selten, dass ich den Wunsch habe, mir eine Zigarette anzumachen. Nur, dieser Gedanke hält meistens nur eine Minute an. Trotzdem kann ich sagen, dass es für mich leichter war, mit trinken, als mit rauchen aufzuhören.

    Gruß Henri

    Ein tragisches Schicksal für die junge Frau. Von einem Augenblick zum anderen die Gesundheit und die Chance ein normales Leben zu führen, verloren zu haben ist sehr, sehr bitter. Und warum? Weil ein 17-jähriger nicht mit Alkohol umgehen konnte. Ich will ihn nicht verteidigen, aber die Frage stellt sich mir, warum es so leicht gemacht wird, an die Droge Alkohol zu kommen. Ist unsere Gesellschaft nicht auch zum Teil an diesem Unglück schuld?

    fragt nachdenklich

    Henri

    Hallo,

    Ich habe mich heute Abend hier angemeldet und will euch kurz mitteilen, mit wem ihr es zu tun habt.

    Ich bin 52 Jahre alt, trockener Alkoholiker.

    1998 stellte mein Arbeitgeber mich vor die Wahl, entweder Therapie oder Kündigung. Nach einigem Überlegen, ich fühlte mich damals natürlich nicht als Alkoholiker, habe ich mich doch entschieden eine LZT über 12 Wochen mitzumachen. Im Anschluss daran wurde ich an meinem früheren Arbeitsplatz weiter beschäftigt. Seit dieser Zeit besuche ich auch eine SHG.

    Warum habe ich mich nun hier angemeldet? Ich hatte das Glück, dass viele Leute mir geholfen haben, vom Alkohol wegzukommen. Daher ist es schon fast eine Verpflichtung für mich, jetzt auch anderen Menschen bei ihren Problemen zu helfen, wobei nicht der Eindruck entstehen soll, dass es ein „Muss“ für mich bedeutet. Im Gegenteil, ich würde mich freuen, wenn ich einen kleinen Beitrag leisten könnte, damit jemand von seiner Sucht wegkommt und wieder ein „normales Leben“ führen kann.

    Außerdem denke ich, jemand der sich in dieser Sache so engagiert wie Karsten, sollte auf jeden Fall unterstützt werden.

    Gruß Henri