Beiträge von henri

    Hallo cryin´daughter

    Zum Tode deiner Mutter möchte ich dir mein Beileid aussprechen.

    Trotz aller Hilfe, die du versucht hast ihr zu geben, hat sie es nicht geschafft, sich genug gegen die Krankheit zu wehren. Nun ist sie dorthin gegangen, wo es keinen Kampf mehr für sie gibt.

    Behaltet sie weiterhin in deinem Herzen, und sie wird nie für dich gestorben sein.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Sandy und herzlich willkommen

    Unter falschen Vorraussetzungen werde ich zu einem Gespräch gebeten und bekomme vor einem mir fremden Menschen zu hören, vielleicht sogar vorgeworfen, dass ich trinke. Ich glaube, da hätte ich mehr als sauer reagiert und ich wundere mich nicht, dass euer Verhältnis seitdem gestört ist.

    Wenn du ihr jetzt helfen willst, rede mit ihr, aber allein und möglichst dann wenn sie nüchtern ist. Sag ihr doch ganz einfach, wie du dich bei ihrem vielen trinken fühlst und dass du Angst um sie hast. Versuche sie zu überreden, zu ihrem Hausarzt zu gehen und sich untersuchen zu lassen. Die Symptome die du beschreibst, können durch übermäßigen Alkoholverzehr entstanden sein. Aber sie muss selbst einsehen, dass sie so nicht weitermachen kann und dass sie sehr schnell Hilfe haben muss, alles andere bringt nichts.

    Lieben Gruß
    Henri

    Zitat

    Ich sehe nur eben den Alk auch als Droge, da er ja auch die Substitution der Fähigkeit ein derivatfreies Leben zu führen ist. Weist du was ich meine?

    Bis heute habe ich mich nicht für ganz doof gehalten, aber da habe ich auch mal im Lexikon nachschauen müssen. Für alle, denen es auch so geht, hier die Erklärung der beiden Fremdwörter:

    Substitution(Chemie)
    Substitution, [lateinisch], das Ersetzen eines Atoms (auch einer Atomgruppe, eines Ions) in chemischen Verbindungen durch ein anderes Atom, Ion oder eine andere Atomgruppe (Substituent).

    Substitution(Mathematik)
    Substitution, [lateinisch], das Ersetzen einer oder mehrerer Größen durch eine oder mehrere andere zur Berechnung oder Vereinfachung von mathematischen Ausdrücken; z. B. in der Algebra zum Lösen von Gleichungen, in der Analysis beim Berechnen von Integralen

    Substitution(Wirtschaft)
    Substitution, [lateinisch], der angesichts gegebener Kompensationsmöglichkeiten zwischen zwei Gütern vorteilhafte Ersatz des relativ teurer gewordenen Gutes durch das relativ billiger gewordene, z. B. bei Konsumgütern Butter durch Margarine, bei Produktionsverfahren Arbeit durch Kapital.

    Und esgibt dann noch die Substitutionstherapie
    Substitutionstherapie, Ersatz- und Ausgleichstherapie, 1. Verabreichung von Stoffen, die normalerweise im Körper vorhanden sind, bei bestimmten Krankheiten aber fehlen oder vermindert sind (Hormontherapie, Zuckerkrankheit). – 2. vom Arzt überwachte Abgabe von Drogenersatzstoffen, vor allem Methadon, an Drogenabhängige.

    Zu Derivat habe ich gefunden:
    Derivat [lateinisch derivare, „ableiten”], eine chemische Verbindung, die aus einer anderen durch Ersatz (Substitution) von Atomen durch andere Atome oder Atomgruppen abgeleitet und dargestellt werden kann.

    Quelle: „Bertelsmann Universallexikon 2002 – Sonderausgabe“

    Damit sollte wohl jedem klar sein, was gemeint ist, oder doch nicht???

    Henri

    nachträglich geändert:
    Quellenangabe eingefügt und
    Titel korrigiert

    Hallo Sheng

    Nun stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Ich nehme an, dass beim Rentenversicherungsträger erst einmal der Abbruch in Wied gesehen wird, dass es dafür Gründe gab, ist denen vielleicht nicht einmal bekannt. Egal, in irgendeiner Weise muss es jetzt weitergehen und dir geholfen werden. Es gibt doch auch ambulante Therapien bei der Caritas, weiß aber nicht, wie sich das mit den Kosten verhält. Das wäre vielleicht eine Lösung, wenn auch nicht so eine gute, wie in einer Klinik. Ansprechpartner für den Antrag ist zwar die Caritas, aber auch das Gesundheitsamt kann solch einen Antrag stellen. Wenn es also bei der Caritas hakeln sollte, kannst du dich auch an das Gesundheitsamt wenden. Aber, frag lieber immer wieder bei der Caritas nach, denn normalerweise liegt es selten an denen, sondern eher an der Zusage der Kostenübernahme der RV. Die sollen etwas Druck machen und vor allem eine Erklärung mitschicken, wie es zu dem Abbruch gekommen ist. Hoffe, dass du recht bald von denen hörst.

    Gruß Henri

    PS. Rechtschreibfehler kannst dur gerne behalten, hab selbst genug davon

    Hallo Nora

    Logisch? Was ist für einen Alkoholiker logisch? Zuerst ist alles logisch, was dazu führt, weiter trinken zu können. Wie es aussieht, versucht er jetzt kontrolliert zu trinken, wird es auch einige Zeit schaffen um dann daraus zu schließen, dass er alles im Griff hat. Danach wird er wieder auf seine gewohnte Menge steigern.

    Im Moment wirst du nur abwarten können, denn er trinkt weniger und dadurch hast du keine Argumente mehr. Ein Vorteil hat das Ganze, er ist auf seinen Alkoholkonsum angesprochen worden und er hat sich Gedanken machen müssen. Es ist also die erste Zeit noch keine Lösung in Sicht und du wirst, wie du auch bereits schreibst, am Ball bleiben müssen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Bernd und herzlich willkommen

    Solange jemand lebt, besteht Hoffnung. Das sind keine Rückfälle, sondern sie macht nur Trinkpausen und sie ist sehr weit vom Trockensein entfernt. Da du selbst auch zwei Therapien benötigt hast, weißt du, dass nicht jeder es auf Anhieb schafft. Auch wenn es dir schwer fällt, du musst trotzdem mit ihr reden, musst erst einmal wissen, ob sie trocken werden will oder nicht. Je nachdem kann sich nur dein weiteres Verhalten richten. Wenn sie trocken werden will, dann wird sie Hilfe brauchen und zwar nicht nur deine, sondern sie wird den Gang zum Hausarzt und zur Suchtberatung machen müssen. Dort kann dann in einem Gespräch die weitere Vorgehensweise beraten werden. Sie sollte aber jetzt schon in Betracht ziehen, eine weiter Therapie zu machen.

    Aber, pass auch auf dich selbst auf. An so einem Punkt, an dem du nicht mehr weiterweißt, ist es schnell passiert, dass du selbst wieder zum Glas greifst, damit wiederhole ich nur, was Hamburger Deern bereits geschrieben hat.

    Gruß Henri

    Hallo Sheng und auch dir ein herzliches Willkommen.

    Erst einmal solltet ihr beide, deine Schwester und du dich zusammensetzen, um aus der Welt zu schaffen, was der „gute Freund“ erzählt hat.

    Was nun meine Einstellung betrifft, dass du noch nicht tief genug gefallen bist. Wenn jemand die Therapie abbricht, dann weiterhin trinkt und letztlich nichts gegen sein trinken tut, dann muss ich doch zu dem Schluss kommen, dass im Moment die Hilfe nicht angenommen wird und daher zwecklos ist. Gerade deshalb, weil ich selbst Alkoholiker bin, weiß ich, dass in dieser Situation jede Hilfe und besonders finanzielle Hilfe das Gegenteil von dem bewirkt, was erreicht werden soll und derjenige nur noch länger braucht, um vom Alkohol wegzukommen. Erst als ich massiven Druck bekommen habe und mir keine andere Wahl blieb, konnte ich mich entschließen, eine Therapie mitzumachen.

    Wenn ich jetzt von dir lese, dass ich deine Geschichte nicht kenne, dann frage ich mich – nein ich frage dich – ändert sich deine Geschichte oder geht es dir besser, wenn du trinkst. Deine Probleme bleiben nach wie vor bestehen, im Gegenteil, es werden immer mehr. Eines habe ich, zwar erst nach der Therapie, aber immerhin doch begriffen und eingesehen, Alkohol schafft Probleme, hat aber nie eines meiner Probleme gelöst. Nur, wenn du das nicht einsiehst, wirst du eines Tages an einem Punkt anlangen, an dem du einfach nicht mehr weiter weißt und dann hat es erst wieder Zweck, Hilfe anzubieten. Das habe ich mit „noch nicht tief genug gefallen“ gemeint. Dieser Punkt muss nicht heute oder morgen sein, sondern das kann nach Jahren – nach verlorenen Jahren sein. Heute wünschte ich mir nur, dass dieser Punkt bei mir viel früher gewesen wäre. Bitte, mach du nicht auch diesen Fehler. Du kannst es schaffen, du musst es nur ernsthaft anpacken.

    Wünsche dir alles Gute

    Henri

    Hallo dahlia und herzlich willkommen

    Kontrolliertes trinken gibt es nicht für ihn. Es kann einige Zeit gut gehen, sodass er glaubt, mit Alkohol umgehen zu können, aber die Mengen werden erst allmählich immer größer werden bis es dann innerhalb kürzester Zeit plötzlich wieder die frühere Menge oder noch mehr ist. Vielleicht muss er erst selbst die bittere Erfahrung machen, bevor er nach einer nochmaligen Entwöhnung es doch schafft trocken zu bleiben.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Ginni und herzlich willkommen

    Um deine Frage gleich zu beantworten, du hast ein Problem mit Alkohol. Mit einer halben Fl. Bacardi (37,5% Vol.) hast du rechnerisch weit über 2‰ Blutalkohol. Wenn du das verkraftest, ohne zu merken, dass du einen Vollrausch hast, dann ist deine Alkoholtoleranz bereits so erhöht, dass bereits eine körperliche Abhängigkeit bestehen wird oder aber du auf dem besten Weg dazu bist.

    Wenn du trinken musst und nicht anders kannst, dann bist du bereits abhängig. Hast du schon mit deinem Freund darüber geredet? Wenn nicht, solltest du das tun und überlegen, wie du am besten vorgehst. Ein Gespräch mit deinem Hausarzt und/oder mit der Suchtberatung kann ich dir nur empfehlen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Sabine und herzlich willkommen

    Scheint so zu sein, dass es gestern, na war ja bereits heute *lach*, etwas spät war, um zu antworten. Nö, falsch gemacht hast du nichts. Wenn vernünftig mit ihm reden nichts hilft, dann bleibt nur der Rauswurf. Es ist die einzige Möglichkeit ihm klarzumachen, dass er ernsthaft über sein trinken nachdenken muss. Aber nicht nur aus dem Grund war es richtig, sondern auch, weil du dich und dein Kind vor ihm schützen musst.

    Wenn er zu einer Gruppe geht, wäre das ein Anfang, aber mehr auch nicht. Lassen wir dahingestellt ob es stimmt oder nicht, es ist für dich kein Grund, ihn wieder aufzunehmen, da muss er mehr zeigen. Halte an deiner Forderung fest, dass er eine Therapie machen muss, bevor er wieder zu euch darf. Gehst du jetzt von dieser Forderung ab, dann hast du verspielt und bist in Zukunft mit so einer Forderung unglaubwürdig.

    Lass ihn also erst einmal gewähren. Er muss dir erst glaubhaft machen, dass er nicht mehr trinkt, danach kannst du überlegen, was du unternimmst.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Girl

    Bitte nicht gekränkt sein. Du bist hierhin gekommen um gute Ratschläge zu bekommen. Es machen sich hier viele ihre Gedanken, was du tun kannst und wie du dir am besten helfen kannst. Leider gibt es aber Situationen im Leben, da gibt es keine optimale Lösung. Das scheint mir hier auch so zu sein. Die Denkanstöße die dir hier gegeben werden, sind gut gemeint, aber du musst immer für dich entscheiden, ob du sie für dich umsetzen kannst und ob sie dir etwas helfen können.

    Dir eine Vertrauensperson suchen ist eine Möglichkeit, damit du jemand hast, mit dem du reden kannst und bei dem du deine Sorgen mal abladen kannst: In einem ähnlich gelagerten Fall, die junge Frau war damals kaum älter als du heute, hat sie mit ihrer Lehrerin öfter ein Gespräch geführt. Geändert hat sich dadurch zuhause nichts, aber sie hat sich doch immer ein wenig erleichtert gefühlt. Aber, es muss eine Person sein, zu der du volles Vertrauen hast, sonst bringt es dir auch nichts.

    Ich vermisse in deinen Beiträgen, dass ihr mit ihr geredet habt, wenn sie nüchtern war. Wenn sie betrunken ist, hat es keinen Zweck, habt ihr ja bereits gemerkt, denn da hat es nur Streit und Zank gegeben. Versucht mit ihr zu reden, nachdem sie wieder nüchtern ist und wenn dein Vater es nicht tut, dann mach du es. Erzähl ihr doch, wie sehr nicht nur du, sondern ihr alle unter ihrem trinken leidet. Ob es viel bewirkt, weiß ich nicht, aber versuchen solltest du es doch.

    Wenn das alles nichts bringt und sie keinerlei Einsicht zeigt, tja, dann ist guter Rat teuer. Dann wirst du nur versuchen können, dich in diesen Zeiten von ihr zu distanzieren. Ich weiß, es ist kein Rat, der dir wirklich weiterhilft, aber etwas Besseres weiß ich auch nicht.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Nikku

    Was die beiden Vorposter geschrieben haben, kann ich nur noch unterstreichen. Gelbe Augen sind ein untrügliches Zeichen für eine schwere Erkrankung der Leber und das kann sehr schnell zu einem lebensbedrohenden Zustand führen. Deshalb nicht mehr warten, sondern sofort den Notarzt verständigen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Callistra und herzlich willkommen

    Das Schema ist fast gleich, gebe ich dir Recht und doch, so verschieden die Menschen sind, so verschieden zeigt sich die Sucht und jedes Mal muss neu überlegt werden, was die beste Vorgehensweise sein könnte.

    Da er jetzt nur am WE nachhause kommt, hast du in der Woche Gelegenheit, alles in Ruhe zu überdenken und dann deine weitere Vorgehensweise festzulegen. Wenn die Kinder alt genug sind, wirst du sie auch an deinen Gedanken teilhaben lassen, denn es geht auch um sie und ihr Wohl. Dabei wird es auch darauf ankommen, wie dein Mann sich entwickelt. In der Woche ist er mehr oder weniger auf sich allein gestellt und das spricht nicht dafür, dass er das trinken sein lässt, sondern im Gegenteil, da niemand da ist, der ihn davon abhalten könnte.

    Aber die Hoffnung solltest du dennoch nicht aufgeben. Es spricht doch nichts dagegen, dass er noch einmal eine Therapie mitmacht. Manchmal reicht eine Therapie nicht aus und erst die zweite führt zum Erfolg. Warte also ab, wie sich alles entwickelt und wenn du dir schlüssig bist wie du vorgehen willst, sprichst du mit deinem Mann.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo sonnenlicht und herzlich willkommen

    Ist schon heftig, was er täglich trinkt. Lassen wir mal dahingestellt, ob seine Magenprobleme vom trinken kommen oder er wegen der Magenprobleme trinkt. Es scheint aber zumindest zu ahnen, dass er zuviel trinkt und vielleicht braucht er nur den richtigen Anstoß von dir, um etwas zu unternehmen. Rede noch einmal mit ihm, mache ihm dabei klar, dass du so nicht weitermachen willst und kannst. Vielleicht besinnt er sich doch noch eines Besseren. Wenn nicht, wirst du dir überlegen müssen, ob du es verkraftest, mit ihm zusammenzubleiben oder ob es für euch besser ist, dich von ihm zu trennen. Besser nicht nur für dich, sondern auch für ihn, denn eine Trennung kann ihn zum Nachdenken bewegen. Selbst die Ankündigung dazu, kann schon etwas bewirken.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Mone und herzlich willkommen

    Dein Freund ist ein so genannter Quartalstrinker. Diese Leute schaffen es, von einigen Tagen bis zu ein paar Monaten nichts zu trinken, um dann aber, wenn sie einmal anfangen, nicht mehr aufhören zu können. Das kann lange Zeit so gehen, aber irgendwann werden die Abstände zwischen den Exzessen immer kürzer.

    Dein Freund hat es nicht geschafft, während des Klinikaufenthaltes die richtigen Lehren für sich zu ziehen. Wenn er nur 10 Tage dort war, dann war es nur eine reine Entgiftung und es haben keine Gespräche mit einem Therapeut stattgefunden. In so einem Fall ist es schwer trocken zu bleiben, denn es reicht nicht, dass er nicht mehr trinkt, sondern auch sein Leben und seine Einstellung zum Alkohol müssen sich ändern.

    Wenn du ihm helfen willst, dann rede mit ihm, dass er es diesmal mit professioneller Hilfe noch einmal versucht, das heißt, er geht zur Suchtberatung und nach Möglichkeit soll er eine Entwöhnungstherapie mitmachen. Wenn er sich nicht dazu bereit erklärt, dann kannst du ihm androhen, den Kontakt mit ihm zu beenden, dann aber auch gegebenenfalls tun. Auf keinen Fall rede dir ein, an seinem trinken schuld zu sein. Verantwortlich für ihn bist nicht du, sondern er ganz allein. Wenn er das noch nicht begriffen hat, dann muss er es jetzt schleunigst in der Therapie lernen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo freundin und herzlich willkommen

    Ob er abhängig ist, lässt sich nicht so ohne weiteres sagen, es deutet jedoch einiges darauf hin, besonders, die gesteigerte tägliche Menge. Wenn er es noch nicht ist, dann ist er aber auf dem besten Wege, es zu werden.

    Für dich stellt sich die Frage, ob du das so akzeptieren kannst oder nicht. Da er auf ein diesbezügliches Gespräch mit dir nicht eingehen will und sofort abblockt, erreichst du mit reden nichts. Du wirst ihn also vor die Entscheidung stellen müssen, du oder der Alkohol. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht für dich.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Sternchen und herzlich willkommen

    Pillen nehmen und sofort trocken sein, wäre zu schön um wahr zu sein. Campral helfen zwar das Verlangen nach Alkohol zu mindern, aber der Wille trocken zu werden muss bei ihm selbst vorhanden sein.

    Er hat dir zwar schon öfter versprochen aufzuhören, kann es aber nicht einhalten, weil er doch nicht von der Notwendigkeit überzeugt ist. Bis jetzt hat er noch keine Nachteile gesehen, warum soll er aus seiner Sicht mit trinken aufhören. Der Führerscheinverlust ist zwar ein Verlust, wird er aber wahrscheinlich auch nur als „dumm gelaufen“ einordnen und nicht als Folge seiner Abhängigkeit sehen.

    Als erstes wirst du dir überlegen müssen, ob du so mit ihm weitermachen kannst und willst. Wenn nicht, wirst du ihm deinen Standpunkt unmissverständlich darstellen und auch Konsequenzen ankündigen müssen, die du gegebenenfalls auch durchziehen musst. Auf seine Versprechungen kannst du dich dabei nicht verlassen, es muss schon für dich glaubwürdig sein, dass er nicht mehr trinken wird. Ein paar Wochen nüchtern bleiben, reicht da nicht, er wird schon mehr machen müssen. Wie es aussieht, schafft er es aber kaum alleine. Vernünftig wäre es, wenn er eine Entgiftung im KH macht und anschließend eine Entwöhnungstherapie.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Esther und herzlich willkommen

    Du hast es ihm angekündigt und es bleibt dir jetzt nichts anderes übrig als dich von ihm zu trennen. Tust du das nicht, machst du dich unglaubwürdig und er wird nie mehr auf eine diesbezügliche Aussage von dir reagieren, warum auch, wenn es doch bei einer leeren Drohung bleibt. Nur durch die Trennung, kannst du bei ihm etwas erreichen. Du hast also nicht übertrieben reagiert, sondern nur folgerichtig gehandelt. Seine heutige Aussage über seinen Freund Alkohol bewerte mal nicht zu hoch – wird sicher eine Trotzreaktion im betrunkenen Zustand gewesen sein.

    Wenn er wieder nüchtern ist, wird er sich seine Gedanken machen. Vermutlich wird er auch versuchen, dich durch Versprechen zu bewegen, wieder zu ihm zu ziehen. Versprechen wird er dir viele machen, die er aber kaum einhalten wird, jedenfalls musst du damit sehr vorsichtig umgehen. Erst muss er dir beweisen, dass er sich für dich und nicht für den Alkohol entschieden hat, sonst fängt das ganze Spiel wieder von vorne an.

    Eine Trennung ist immer traurig. Aber wenn du dich nicht mit seinem trinken arrangieren kannst, dann ist es besser, dass du dich jetzt getrennt hast, als Jahre später.

    Lieben Gruß
    Henri