Beiträge von kommal

    Hallo Simone,

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    ich muss versuchen meine Ängste in den Griff zu bekommen.

    Das schaffst Du nur trocken. Weißt Du, während meiner Entgiftung habe ich mich gefragt: Was trinke ich, wenn ich nicht mehr trinke. Das war natürlich der falsche Ansatz. Nicht trinken reicht eben nicht.

    Durch die bedingungslose Annahme der mir gebotenen Hilfe bin ich seit über zwei Jahren trocken geblieben. Damit es so bleibt, habe ich meine Lebensumstände in markanten Punkten geändert. arbeite ich jeden Tag daran. U.a. hier.

    Ich glaube, deine größte Angst hast Du vor Dir selber. Als ich mich kennenlernte begann für mich ein anderes Leben. Und das merkten auch die Menschen, denen ich täglich begegnete.

    Heute werde ich selten gefragt, wie es mir geht. Die Leute sagen es mir auf den Kopf zu: Du bist zufrieden, das sieht "man" (Tja, so sind sie).

    Meine Einsamkeit war übrigens ein Riesenproblem. - WAR - gleich fahre ich wieder zu kommaline. Die habe ich nämlich gesucht und gefunden.

    Schritt für Schritt

    Vom Arzt über die Entgiftung und schließlich in der LZT- die beste Zeit meines Lebens.

    Von unterwegs grüßt

    kommal

    Hallo Simone,

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    Wie war euer Weg zum aufhören?

    Ich habe vertraut. Denen, die mir helfen wollten. Beim Doc, in der Entgiftung, später in der Therapie.

    Ich habe nicht mehr gesoffen, ich habe gefressen. Keine Kreide, aber alles, was mir geholfen hat. Die jahrelangen Selbstversuche, die nur Selbstbetrug waren hatten mir ja gezeigt, daß ich mir selbst nicht helfen konnte.

    Von der Einsicht bist Du glaube ich noch ziemlich weit entfernt.

    Beispiel?

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    ich nehme Ratschläge an, nur in eine reale SHG gehe ich nicht, und eine Therapiegruppe wo mehrere sind und wo ich das erzählen soll auch nicht, ich möchte eine Einzeltherapie

    noch eins?

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    Ich möchte das nicht und wenn es mir nicht gut tut dann mache ich es nicht.

    Was Du NICHT willst weißt Du genau. Du bist in einer Sackgasse! Und am Ende steht der Alk. Und dann ist der Sack wieder zu.

    LG kommal

    Hallo Domme,

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    Aber Danke das ich das mal jemandem so sagen konnte,es hilft schon sehr viel.

    Dazu sind wir ja nun mal alle hier.

    Schreibst Du (noch) Tagebuch? Das hat mir schon oft geholfen. Ich schreibs seit einiger Zeit in meinen PC. Da kann ich dann auch Fotos vom jeweiligen Tag einfügen. Und um meine Stimmung einzufangen (die spiegelt sich ja ein bisschen in der Handschrift) suche ich mir Schriftart und Farbe entsprechend aus.

    LG kommal

    Hallo domme,

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    nach mittlerweile 3 Jahren Trockenheit einen gewissen Saufdruck verspüre

    Gut, dass Du dir Gedanken darüber machst. Saufdruck ist ja eine "Stufe" ziemlich nah am Rückfall.

    Hast Du früher schon Gedanken an Alkohol gehabt (ohne den Druck)?
    In welchen Situationen?
    Was hast Du in deinem Leben veräbndert, um trocken zu werden. Was hast Du getan/tust Du, um trocken zu bleiben?
    Gibt es emotionale Defizite?
    Bist Du in alte Verhaltensweisen zurückgefallen?

    LG kommal

    Hallo Kerstin,

    mein herzliches Beileid! Trösten kann ich dich nicht, Dir deine Traurigkeit nicht nehmen. Mein Vater hat immer geagt: "Das Leben geht weiter!"

    Zitat

    ich muss das schaffen

    MUSST Du das?

    Musst Du DAS schaffen?

    Musst DU das schaffen?

    ...

    Vergiss in deiner Trauer DICH nicht.

    Nachdenklich grüßt dich

    kommal

    Hallo Plejaden,

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    Man denkt grad ganz entspannt man sei jetzt endlich wirklich wirklich fertig - und dann entdeckt man einen Fehler, der quasi einen neuen Erdrutsch ins Rollen bringt

    Da hat Dir der "man" aber einen bösen Streich gespielt.

    Aber ansonsten hast Du ja einen guten Lauf :wink:

    Bis bald

    kommal

    Hallo Simone,

    Du bist auf einem guten Weg.

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    jetzt habe ich Donnerstag 15 Uhr einen Termin bei der Caritas bezüglich meiner Alkohlkrankheit mal sehen was das gibt, was ich da genau sagen soll

    Das ist doch ganz einfach. Hast Du doch heute erlebt: Sag einfach die Wahrheit.

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    Früher wäre ich nicht so ehrlich gewesen, ich weiß garnicht warum ich so werde und immer ehrlicher irgendwie komisch

    Also komisch finde ich das nicht. Du kriechst so nach und nach aus deinem Versteck heraus. Kein Grund also, weiter zu lügen. Das ging mir genauso. Ich habe dann weiter geübt- immer heraus mit der Sprache. Versuch´s mal, hast doch schon gute Erfahrungen gemacht! Und die wünsche ich Dir weiterhin- es liegt nur an Dir!

    Du hast viel erreicht in den letzten Tagen, bleib jetzt dran- für DICH


    LG kommal

    Hallo Bernd,

    das gips doch nicht! Jetzt also doch Richtung Bein- der Bruch! Hast Du eine Liegekur bekommen? Ich hoffe jedenfalls, dass alles gut und möglichst schmerzfrei verheilt (ruhig stellen...).

    Für Ute und dich drück ich natürlich die Daumen, dass ihr euch wieder "annähern" könnt.

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    Wenn nicht, hat jeder sein eigenes kleines Reich , in das er sich zurückziehen kann.

    So halten kommaline und ich es- wir sehen uns ja eh nur am Wochenende. Letztens im Urlaub aber hat sie sich bei mir (genauer: In meiner "Bude") nicht wohl gefühlt und hat den Rückzug angetreten.

    Wir halten es dann so, dass wir uns zumindest schreiben und das klappt prima.

    Zwei Tage später bin ich dann zu ihr gefahren.

    DIE hat sich gefreut! Und ICH erst (ich hatte am Wohlfühlfaktor gearbeitet, als ich merkte, dass der Tritt in den Sitzbereich richtig und nötig war).

    LG kommal

    Hallo Mieken,

    Du bist dabei, Ursachenforschung zu betreiben ohne Dir über deinen Status gewiss zu sein. Du schwebst zwischen Hoffen und Bangen. Dabei ist Klarheit über deine jetzige Situation das Einzige, was Dir zZt hilft.

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    Dennoch kann ich mich vom Alkohol nicht klar distanzieren. Ich weiß, daß er mir nicht gut tut.
    Er hat mein ganzes Leben bestimmt. Ich möchte nicht, daß er das weiter tut.

    Das sagt doch im Grunde alles aus. Du musst es "nur" für dich akzeptieren und verinnerlichen. Sonst stehst Du dir selber im Weg und das wäre schade.

    LG kommal

    Hallo Simone,

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    ich mache eine Therapie bei einem Psychologen

    WAS willst Du therapieren lassen? Deine Alkoholsucht? Deine Einsamkeit?

    Nebenbei bemerkt: Das ist sicher nicht preiswert.

    Alkoholismus ist in den meisten Fällen ein Beziehungsproblem- nicht im sexuellen Sinne. Ich habe das in der Gruppentherapie überwinden, lösen können. Übrigens bei Suchterkrankungen eine anerkannte Therapieform. Aber Du bist da sicherlich eine Ausnahme, das spricht jedenfalls aus deinen postings.

    LG kommal

    Hallo Simone,

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    ich habe nie auf der Arbeit getrunken .

    Das habe ich auch nie gemacht. Aber ich habe mich IMMER gewundert, dass mich meine Kollegen bestimmte Dinge nicht machen ließen. Als ich mich ihnen offenbarte, wurde mir ihr Verhalten schlagartig klar: Sie wußten, dass ich gesoffen hatte. Das kannst Du nicht nur riechen.

    Ich habe übrigens den Eindruck, dass sich dein Leben hauptsächlich vor dem PC und sonstiger Unterhaltungselektronik abspielt.

    Einsamkeit ist nicht die Lösung, liebe Simone. Sie macht einen großen Teil der Krankheit aus. Bei mir war es so. Als ich mein Schneckenhaus verlassen habe und offen über meine Krankheit redete, war der Rest entschieden leichter. Zumal ich die angebotene Hilfe bedingungslos angenommen habe- das hat gut getan.

    LG kommal

    Hallo Hans- Jürgen,

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    Auch wenn ich noch Angst davor habe, bin ich hoffnungsvoll das mir das ganze das Leben wieder etwas Lebenswerter gestalten wird und es mir dann auch psyschich wieder besser geht und ich mal wieder erleben kann, wie ein Tag nüchtern betrachtet aussehen kann

    DU gestaltest dein Leben! Wenn Du deinen Weg konsequent weiter gehst, wirst Du das auch wieder können. ICH bin nicht mehr fremdbestimmt. Das habe ich gestern gemerkt. Ich hatte einen Tag mit vielen großen und kleinen Ärgernissen. Aber eben nur soweit, wie ich sie nicht beeinflussen konnte. Wo es nötig war, habe ich mich gewehrt oder auch zurückgenommen- ohne Flucht.

    Das Schlimmste war übrigens, dass ich wg. einer Störung bei meinem Provider nicht ins www kam und damit zwangsweise einen Tag ohne Forum hatte- DAS hat mir echt gefehlt, schon morgens!

    Zur Entgiftung: Für mich war diese Zeit sehr wichtig. Ich habe Erfahrungen gesammelt, auch für den Klinikalltag bei der LZT, konnte Kontakte knüpfen und lernen bedingungslos anzunehmen.

    LG kommal

    Hallo Plejaden,

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    Also ich klatsche meine Beiträge nicht einfach so hin .

    Das kommt auch rüber! Aber fast hätte ich geklatscht. Vor Freude nämlich, als ich deinen Namen wieder weiter oben sah!


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    Weil ich mich in der Gegenwart von Alkohol inzwischen automatisch unwohl fühle. Je weniger ich damit zu tun habe desto besser.

    DAS kann ich von mir auch sagen.

    LG kommal

    Hallo Lütze,

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    Ich hab mir eine Frist gesetzt,eine Grenze,bis zu der ich es mir erlaube noch zu hoffen oder überhaupt dran zu denken.Die ist zeitlich abgesteckt und mit Erleben.Also ich hab eine Grenze für mich festgelegt.

    Ich habe seit Wochen den Eindruck, dass Du dich kaum noch mit etwas anderem beschäftigst. Erlaube deinen Gedanken ruhig mal Ausflüge in andere Richtungen.

    Mein Gefühl: Du bist in einer Sackgasse unterwegs.

    LG kommal

    Hallo Blizzard,

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    ch bin etwas geschafft, auch deshalb, weil ich derzeit auf einer Luftmatraze meine Nächte zubringen muss.

    Na, DA ist ja hoffentlich bald die Luft raus! :wink:

    Und dann kannst DU ein wenig Luft holen. Krieg bloß keinen Fö(h)n!

    Was Du schreibst liest sich wirklich gut sortiert. So ein gravierender Wechsel wie Du ihn z.Zt. vollziehst ist nicht ohne! Ich freue mich, dass Du alles und DICH so gut im Griff hast.

    Servus, bis bald

    kommal

    Hallo marianee,

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    Deine eigene Erfahrung, Dein Empfinden (Suchtverlagerung) und Deine Meinung würde ich ganz gerne mal wissen. Marian

    Seit meiner Entgiftung hilft mir mein Tagebuch. Hier schreibe ich täglich auf, was ich getan habe, wie ich´s getan habe und vor alle auch, wie ich mich und was ich gefühlt habe. Alles möglichst zeitnah. Morgens (wie habe ich geschlafen?), mittags, abends.

    Ich war damals froh (ja, ein bisschen stolz), die Situation erkannt zu haben. Aber das änderte natürlich nichts. ICH musste etwas ändern. Ich kann hier nicht detailliert darauf eingehen, aber ich habe meine Zeit anders genutzt. U.A. habe ich wieder begonnen zu lesen.

    LG kommal (enturlaubt)