Beiträge von kommal

    Hallo Theresa,

    ich ziehe die Natur einer Sport- oder Fitnesshalle vor: An der frischen Luft geht´s mir gut. Meine Sinne (hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen) werden gestärkt und es kostet nichts.

    Die Idee mit deiner Wandergruppe finde ich gut und wenn Du ihnen von deiner Krankheit erzählst sollte es auch bei einer Einkehr (muss ja nicht sein: Rucksack) keine Probleme geben. Dir als "Stubenhocker" wird die Gemeinschaft mit anderen sicher gut tun.

    LG kommal

    Hallo Kerstin,

    Zitat

    es ist schon komisch auch nach einen jahr
    sollte man immer noch sehr wachsam sein.

    Komisch? Tatsache ist, Du wirst dein ganzes Leben wachsam sein müssen und auf dich aufpassen.

    Ich find´s gelinde gesagt verwunderlich, daß Dir das nicht klar ist.

    LG kommal

    Hallo Theresa,

    was sagt denn Dein Arzt?

    Warst Du in einer Beratungsstelle?

    Welche Änderungen in deinem Leben siehst Du als überlebenswichtig an und was hast Du in Angriff genommen?

    Hast Du noch Alkohol zu Hause? Wissen deine Familie, deine Freunde und Bekannten von deiner gefährlichen Krankheit?

    LG kommal

    Hallo Plejaden,

    Zitat

    doch, es IST einfach, wenn man erstmal sein Ziel vor Augen hat und losgelaufen ist

    Ein anderes Ziel! Mein Leben drehte sich ja fast nur noch um die Sauferei: Beim Aufwachen: Ist noch genug Bier da für heute Abend?
    Tagsüber: Die "Vorfreude" auf den Feierabend mit Belohnungs- oder Frustsaufen. Die Wochenenden ein einziges Besäufnis und den Rest meiner Energie vergeudete ich damit, anderen und vor allem mir etwas vorzulügen.

    Alles drehte sich darum das Saufbedürfnis zu erfüllen und zu begründen. Das Leben und Denken war dermaßen verdreht und realitätsfremd...

    Reden? Konnte ich immer, aber auch was sagen?

    Erfolgreiche 24 wünscht

    kommal
    Genießen? Das habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt. :!:
    Gefühle? Frag mal kommaline :!:

    Wenn ich heute in den Spiegel schaue, gefalle ich mir richtig gut und dieses positive Lebensgefühl will ich mir erhalten. Dafür arbeite ich jeden Tag, vor allem hier.

    Hallo Lütze,

    Zitat

    !Heute sind es 7 Monate gelebte Trockenheit...
    Und darauf bin ich stolz!

    Das kannste auch, Lütze und das sollste auch!

    Bleib auf deinem Weg- immer schön geradeaus und freu dich über deine Gefühle, auch wenn sie mal weh tun. Du lebst!

    LG kommal

    Hallo Plejaden,

    Zitat

    dass es für mich immer noch nicht völlig selbstverständlich ist einen Sonntag völlig klar und unverkatert zu erleben

    Ja, das ist mir gestern auch wieder bewusst geworden. Ich war mit Kommaline unterwegs und wir waren in einem Wallfahrtsort mit einer imposanten Kirche. Anschließend noch ein wenig im Wald und überall Fotos gemacht.

    Manchmal muss ich nach so vielen Eindrücken alleine sein, um sie zu verarbeiten, vielleicht weil mir dann bewusst wird, wieviel Zeit ich mit der Sauferei vergeudet habe. Aber ich bin neugierig auf neues erleben, und zusammen genießen ist natürlich viel schöner. :lol:

    LG kommal

    Hallo Plejaden,

    Zitat

    ich bin jetzt Bachelorette

    Nicht so bescheiden! :wink:

    Ich find´s toll, wie Du das in dieser doch schwierige Lebensphase geschafft hast. :!: Ganz herzlichen Glückwunsch, nicht nur zum Abschluss.

    Ich wünsch Dir Zeit und Ruhe, das Erreichte auch zu genießen und weiter viel Glück bei der Wohnungssuche- oder besser: VIEL ERFOLG!

    LG kommal

    Hallo Spedi,

    Zitat

    Ja. Ich verlasse mein Büro innerhalb der selbst auferlegten Zeiten, ich nehme mir keine Arbeit mehr mit nach Hause, und ich habe auch kein Problem damit, manche Dinge zu delegieren - die ich früher selbst gemacht habe.

    Das halte ich genauso. Bei einem Gespräch, dass ich kürzlich mit meinem Abteilungsleiter hatte, stellte ich fest, dass Erklärungsbedarf bestand. Er ist ja von Anfang an informiert gewesen, als ich meinen Weg begann. Manche Handlungsweisen meinerseits habe ich ihm aber erst verständlich machen können im Zusammenhang mit meiner Trockenheitsarbeit ("Nein" sagen, deligieren)

    Ich hielt das für wichtig, um auch richtig verstanden zu werden. ER hatte nämlich den Eindruck, dass ich mich manchmal drücke.

    Er hat´s verstanden, aber ich hab mich nachher doch (kurzzeitig) gefragt, ob das nicht meine alte Strategie der Verteidigung war (?)

    LG kommal

    Hallo Maus65,

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    muss zu hause auf den beginn der therapie warten.

    Er sollte sich nach Möglichkeiten erkundigen, wie er betreut bis zur Therapie kommt. Ich würde bei der Beratungsstelle, in der Klinik oder bei der Krankenkasse nachfragen.

    LG kommal

    Hallo Plejaden,

    Zitat

    Aber allein dass mir der Gedanke kommt ist schon wieder ein Fortschritt.

    So geht´s los! :)

    Ich habe mich auch oft mit solchen Gedanken befasst: "Wo müsste ich mal hin? - Wo war ich lange nicht mehr?"

    An den letzten Wochenenden habe ich kommaline viele Stationen "von früher" gezeigt. Jetzt wird´s bald mal Zeit für etwas Neues.

    Und ein bisschen Träumen ist immer schön...

    So bin ich auch in Gedanken unterwegs :wink:

    LG kommal

    Meine erste “große Reise” seit Jahrzehnten. Meine Reise zu mir…


    ICH WARTETE


    “Hat jemand meine Brille gesehen?”

    “Guck mal nach unten, Karl.” Die Pfleger hatten unserem Korsakow- Patienten die Brille um den Hals gehängt, damit sie nicht ständig verschwindet. Wenn er wieder einmal sein Zimmer suchte, waren wir zur Stelle.

    Die Entgiftungsstation und das Klinikgelände waren fast schon mein zweites zuhause. Immer neue Erlebnisse, gleich und doch so verschieden, immer wieder neue (und bekannte) Gesichter, die ich hier zweimal in der Woche traf. Und immer mehr Routine in den Gruppengesprächen. Eine Routine, die aber meine Aufmerksamkeit forderte. Ich lernte zuhören!

    Bis dahin bin ich ja fast allen Leuten in´s Wort gefallen- Verteidigungsstrategie. Hier konnte ich auch einmal das Gehörte “sacken” lassen, über das Gesagte nachdenken. Eine wertvolle Zeit als Vorarbeit für die LZT, aber auch für mich und meine Entwicklung.

    Inzwischen hatte ich mir eine Digitalkamera angeschafft, die ich fast immer dabei hatte und auch nutzte. Im Wald und auch auf meinen Fahrradtouren. So hatte ich bei schlechtem Wetter eine interessante Beschäftigung: Die Nachbearbeitung der Fotos auf dem PC. Kostenlose Programme hatte ich schnell gefunden. Das Fotografieren hatte auch einen angenehmen Effekt: Ich sah meine Umwelt genauer an, irgendwie mit anderen Augen. Mein Blick schärfte sich. für Dinge, die ich bisher übersehen hatte. Die Motivsuche machte Spaß. Die Kamera sollte für die nächsten Monate mein treuer Begleiter werden- und tausende Fotos machen :)

    Meine Gedanken kreisten immer mehr um mein Auto. Die Zeit schritt voran und langsam machte ich mir Gedanken um den Zustand meines Gefährtes. Die Eifel ist nicht gerade flach und wenn ich noch lange warten musste, konnte es ja durchaus sein dass Schnee liegt- zumindest bei meiner Abreise. Dann stellte ich fest, dass der TÜV- Termin nahte.

    Auf einer Fahrt ins weitere Umland (erstaunlich, was plötzlich alles ging) hatte ich ein Flattern im Lenkrad festgestellt. Ich ließ also meinen alten “Autokontakt” aufleben und machte einen Termin: TÜV- fertig machen und nach dem Fehler in der Lenkung suchen. Als die Diagnose kam, war ich doch ein wenig erschreckt: Ich war mit einer gebrochenen Feder durch die Weltgeschichte gefahren! “Die hätte durchaus in den Reifen schlagen können!” war die Auskunft des Fachmanns. Puuh, Glück gehabt.

    Der Wagen ging nach der Reparatur, Ölwechsel etc. über den TÜV und ich war eine Sorge los. Die Fahrt nach Daun war gesichert. - Wirklich? Was ist mit den Reifen? Sommerreifen. Das ich damit bei Minusgraden nicht durchs Mittelgebirge kurven konnte war mir klar, aber noch war es ja nicht soweit- immer noch nicht. Meine Tage drohten ein wenig in Routine zu ersticken. Nicht, dass ich nicht beschäftigt war oder mich beschäftigte. Aber irgendwie war der Schwung raus, bewegte sich nichts.

    Auch bei meinen Besuchen in der Firma hörte ich immer öfter Fragen wie diese: “Bist Du noch nicht weg?” - “Wie lange dauert´s denn noch?” - “Du siehst aber gut aus, wann fährst Du denn?” …Meine Antwort war immer gleich: Der Antrag läuft und die von der Beratungsstelle fragen regelmäßig beim Kostenträger nach. Als Konsequenz reduzierte ich meine Besuche- ich wollte ja niemanden provozieren.

    Eines Tages klingelte mein Telefon und die Personalabteilung war dran. Meinem Abteilungsleiter dauerte es jetzt wohl auch “etwas lange” und einige Kollegen hätten (angeblich) wohl auch schon gefragt, was denn mit mir los sei. - Neid? Ich machte ja schließlich keinen Urlaub.

    Ich rief meinen Berater an um ihn auf den bevorstehenden Anruf aus der Firma hinzuweisen. “Keine Panik, mehr können sie/wir nicht tun. Mit denen werde ich schon fertig!” Das bestätigte mich in meiner Haltung. Ich hatte kein schlechtes Gewissen, ICH wartete ja!

    Also ging es weiter wie gehabt. Die WM ging zu Ende, ich nahm meine Termine wahr und war viel unterwegs.

    Mittlerweile war es September! Bei einem meiner Waldspaziergänge klingelt mein Handy. Mein Berater war dran. Mir einer guten und mit einer schlechten Nachricht. "Ihr Antrag ist genehmigt!" - Die Bilder der Klinik, die ich mir zigmal angesehen hatte gingen mir durch den Kopf, die Vulkaneifel mit den Wäldern und Maaren- aufgeregte Freude…


    “ABER ES GEHT NICHT NACH DAUN!!! “

    Hallo Summer,

    ich versteh ja, dass es Dir schwer fällt. Aber lass ihn mal zur Besinnung kommen.


    Zitat

    am Besten ist es wenn er sich neue Freunde such

    Damit war sicher gemeint, dass er sich von trinkenden "Freunden" trennen soll.

    Gib ih Zeit und achte auf DICH!

    LG kommal

    Hallo Summer7,

    die Entgiftung dient ja auch dazu, zur Ruhe zu kommen und ein wenig zu sich zu finden. Das ist eine wichtige und ungewohnte Phase. Vielleicht ist ihm ja auch von Außenkontakten abgeraten worden (???)

    Es gibt doch sicher Besuchszeiten.

    Tröste dich damit, dass er in guten Händen ist.

    LG kommal

    Hallo couchcool,

    Zitat

    dass ich in der vergangenen Zeit mit nicht unerheblichen Anstrengungen versucht habe, es allen in meinem Umfeld Recht zu machen. Und das ist mir mit Bravour geglückt,

    Das hört sich sehr nach anpassen um jeden Preis an- im absoluten Gegensatz zu deinen früheren "Umtrieben".

    Ich habe in der Vergangenheit versucht, mich abzugrenzen. Wo ich auf Unverständnis gestoßen bin hab ich kurz erklärt, dass mir meine Trockenheit das Wichtigste ist und ich deshalb bestimmte Dinge NICHT tun will. Meistens wurde ich auc verstanden. Wenn nicht war´s mir auch egal.

    Ich habe ein wenig das Gefühl, dass Du Probleme hast, das umzusetzten was Du gerne tun möchtest. Da kannst Du dir erst mal nur selbst einen Schubs geben.

    Mach doch mal eine kleine Liste mit Dingen, die Du gerne tun würdest und geh sie an.

    Ich hab mir zB für dieses Jahr vier Punkte aufgeschrieben, die ich gerne angehen würde. Bei zweien bin ich unterwegs.

    Hast Du noch Kontakte zur "Szene"? Hast Du mal überlegt, wie Du deine kreative Ader (Graffiti) anders einsetzen kannst?

    Übrigens: Als ich von deiner Karriere las, fiel mir dein Nick erst so richtig auf- Gegensätze...


    LG kommal

    Hallo Plejaden,

    das waren stressige und somit auch gefährliche Tage. Aber Du hast auch gezeigt, was gute Vorbereitung ausmacht. Gut informiert reist es sich besser- gerade in der Fremde.

    Ich freu mich, dass Du wieder hier bist nach all deinen Forumbesuchen in Roma. :wink:

    HIER bist Du richtig, aber das weißt Du ja.

    LG kommal

    Hallo Lori,

    Zitat

    Ich muss mich selber erst wieder neu kennenlernen,meine Gedanken sortieren.

    Wie wahr, schön dass Du das erkannt hast.

    Das geht aber nicht von heute auf morgen, sondern ist ein langer Prozess. Das Saufen hast Du ja auch nicht plötzlich angefangen.

    Deshalb ist es wichtig, dass Du dich nicht unter Druck setzt. Gerade am Anfang heißt es: Kleine Schritte. Einen nach dem anderen.


    Zitat

    Ich bin sehr unruhig,nervös,gereizt,ängstlich,u.s.w.


    Dieses Gefühlschaos hatte ich auch in der ersten Zeit. Wir Alkis haben unsere Gefühle ja lange unterdrückt und müssen erst wieder lernen, mit dieser neuen Wahrnehmung umzugehen.

    Schreib, was dich bedrückt- dann bist Du doch schon einen Schritt weiter.

    LG kommal

    Liebe Mitreisenden,

    vielen Dank für eure lieben Worte!

    Ich wollte nur ein wenig Mut machen und jetzt krieg ich ganz feuchte Augen.

    Wie lesen uns...

    UNTERWEGS

    LG kommal