Servus Mieken,
yo - find ich auch - gute Frage ;o)
Vor meiner Zeit als tatsächlicher Alkoholiker war ich sicherlich einer der Menschen, die Alkohol teils mißbraucht haben. Ich habe ihn auch regelmäßig getrunken, allerdings war diese Regelmässigkeit eben ca. 2 mal im Monat wenn es um Party machen ging. Am näxten Tag war mir dann meist recht übel und das Thema Alkohol hatte sich wieder erledigt.
Nie habe ich Alkohol als Genussmittel angesehen (Glas Wein zum Essen oder so), sondern immer als Rauschmittel. Ich wurde lustiger etc... macht ja auch mehr "Spass", wenn ich um die Häuser gezogen bin...
Okay, ich seh schon, ich kann meinen obigen Satz
Zitat
schon wieder revidieren: ich habe den Alkohol als Rauschmittel eingesetzt - ergo Missbrauch.
Der Knackpunkt, als ich ihn dann WISSENTLICH mißbraucht habe, war der, als ich aus Frust angefangen hab zu trinken. Ich wollte benebelt durch die Welt gehen, die mir nicht gefallen hat. Als sich meine Welt dann wieder zu der Welt entwickelte, die mir gefallen hat, dachte ich, daß ich den Alkohol nun ja auch wieder sein lassen könnte (nach ca. 1.5 Jahren).
Aber es ging nicht mehr. Denn mein Körper verlangte bereits danach. Da habe ich dann auch gemerkt, daß ich mir wohl ein neues "Problem" zugelegt hatte. Aber nachdem Verdrängung ja alles war, habe ich weitere 1.5 Jahre damit verbracht, mich zu berauschen. Die Dosis stieg immer höher... Tage ohne Alkohol gab es so gut wie keine.
Mein Umfeld bemerkte nicht viel, bzw. hat mich auch nicht darauf angesprochen, wenn sie es denn doch bemerkt hatten. Mein damaliger Freund merkte ab und an was....und das auch mit der Zeit eben öfter, das ganze Ausmaß war ihm aber keinstenfalls bewußt, wie er mir später in Gesprächen mitteilte. Er wollte mich nur frühzeitig warnen, daß das, was ich da mache, gefährlich sein könnte.. ich könnte Alkoholikerin werden. Dabei war ich es ja bereits seit ...keine Ahnung... wohl 3 Jahre lang, eben als ich mich das erste Mal wissentlich betäuben wollte. Definitiv sicher war ich mir aber darüber nach diesen 1.5 Jahren.
Und irgendwie wußte ich von vornherein, daß ich da alleine nicht mehr rauskomme, denn ich war mir gegenüber zu schwach und zu nachgiebig. Nichtsdestotrotz hatte sich aber von einem Tag zum anderen der Wunsch aufgedrängt, daß ich weg vom Alkohol wollte. Also abrupt aufgehört, mich durch´s I-net gelesen, hier gelandet, und mit Hilfe des Forums meinen trockenen Weg bis heute beschritten 
Liebe Grüße
ClaudiA