Beiträge von Steffi1301

    Hey Caro!

    Ich glaube auch nicht, dass sie dir so einfach eine Verlängerung der Therapie verwehren können. Mein Therapeut hat auch gesagt "Erst mal 25 Sitzungen, dann sehen wir weiter", das hört sich doch so an, als wären 25 die Norm und dann entscheidet sich, wie es weitergeht. Aber ich glaube ja auch noch an das Gute im Menschen ;-). Ich hoffe jedenfalls für dich, dass die Verlängerung gewährt wird und wünsche dir eine schnelle und gute Besserung. Das Wetter kann einen aber auch krank machen. Am Wochenende lauf ich noch in Top und Shorts rum und heute sitz ich hier wieder und würde gerne dicke Stricksocken anziehen.

    Hey Marina!

    Zitat

    mag mich jemand, und wenn, warum?

    Alles klar, hier bin ich richtig ;-). Warum können wir nicht alle endlich einsehen, dass wir liebenswert sind, einfach, weil wir es sind. PUNKT! Einfach nur, weil wir Menschen sind, wie jeder andere auch. Menschen mit Fehlern (die ja nun - wir glauben es kaum - auch liebenswert sein können), Menschen mit Talenten etc. etc. Aber nein, da wir uns selbst ja oft nicht leiden können, warum sollten andere uns mögen?

    Ich fand es auch total komisch, als ich in die Oberstufe kam, und irgendwie mochten mich alle. Klingt blöd, aber ich dachte erst mal so "Hä? Warum lacht ihr über meine Witze, fragt mich, wie es mir geht etc. etc.?". WARUM MÖGT IHR MICH? Ich war nie sonderlich unbeliebt, aber trotzdem dachte ich, die andern hätten alle einen Schaden. Und siehe da, im Abi-Heft stehe ich auf Platz drei der beliebtesten Menschen der Jgst. Und ich weiß immer noch nicht, warum.

    Wir sollten einfach aufhören, Dinge zu tun, nur damit andere uns mögen. Tun wir doch Dinge, die wir machen, damit wir uns selbst mögen ;-). Ja, wir sollten, wir sollten, wir sollten... Blablabla. Wenn es nur nicht so schwer wäre. Aber ich merke auch, dass ich mich nachher besser fühle, wenn ich mich endlich einer Freundin anvertraut habe. Erst druckse ich dauernd drum herum, bin nervös, was denkt sie jetzt von mir?, aber dann, wenn alles raus ist, denke ich, puh, das war ja einfach! Da müssen wir uns wohl noch öfter überwinden.

    Ich wünsche dir jedenfalls ein paar schöne Tage mit deinem Mann! Und gut, dass du am Grab deiner Mutter trauern konntest. Das ist ein wichtiger Schritt, denke ich.

    Huch, was geht denn hier in meinem Thread ab?

    Hier herrscht wohl Erklärungsbedarf. Also, im Prinzip fühl ich mich ja auch noch total jung, bin voll das Küken und so. Aber... puh, ganz schön schwierig... aber irgendwie bin ich zu alt für diese neue Generation. Ich mach es einfach mal an einem Beispiel deutlich.

    Als ich angefangen habe wegzugehen, also in Kneipen so mit 15 (ich weiß, ich war noch zu jung, aber meine anderen freundinnen waren ein halbes jahr älter und schon 16, außerdem hat niemand kontrolliert). Jedenfalls habe ich mich da immer total jung gefühlt. Alle waren schon so erwachsen und so viel älter als ich. Und heute, ca. vier Jahre später, hat sich das ganze total verändert. Es sind nur noch so 15/16-jährige Pseudopunkrockerkinder unterwegs, die plötzlich aus allen löchern zu schießen scheinen und die verdrängen uns "Ältere" irgendwie. Und die sind überall, das ist die reine Landplage! Auf jeder Feier diese kleinen, niedlichen Rockabellas, oder wie auch immer, ich hab von dem Unfug ja keine Ahnung. Ach dü liewer Vadder (wie mein Opa sagen würde)! Und für diese oberflächliche Maskerade, dafür fühle ich mich zu alt! Definitiv!

    Sagt eine Freundin (die, die jetzt nach Berlin geht) übrigens auch. Sie fühlt sich hier immer so alt, aber wenn sie dann in Berlin ist, ist sie plötzlich wieder das kleine, verlorene Mädchen. Vielleicht ist das Phänomen auch nur in unserer Region hier so ausgeprägt. In der Stadt, wo ich studiere, war ich neulich auch mal weg, und da fühle ich mich gleich viel wohler. Aber ich kann ja auch nicht immer 45 Kilometer fahren, nur um in eine Kneipe zu gehen.

    Ja, ich hoffe, es wird jetzt klarer. Es gibt Menschen, bei denen fühle ich mich einfach wohl, mit denen kann ich reden etc., aber dann gibt es auch wieder Umgebungen, wo ich einfach nicht hingehöre. Wo es nur um oberflächliches Gelaber und Selbstdarstellung geht. Das brauch ich nicht.

    Hm, heute ist mein traditionelles Montags-Date mit meiner besten Freundin. Und ich schiebe irgendwie immer noch so eine kleine Wut gegen sie vor mich her und das ist nicht gut. Vielleicht sollte ich mit ihr reden, aber ich hab keine Lust mich zu streiten. Andererseits weiß ich auch, dass ich nicht immer schlucken und sich alles anstauen lassen sollte, das hat schon mal zu einem Riesenzoff geführt (und zwar wegen des gleichen Themas). Vor allem, weil ich nun mal nicht von ihr erwarten kann, genau so für mich da zu sein, wie ich es für sie bin. Sie ist ein freier Mensch und kann machen, was sie will. Und TROTZDEM! Ach, ich weiß einfach nicht, was ich jetzt in der Situation tun soll. Vielleicht spricht sie mich ja heute Abend drauf an. Das Problem ist nur, sie wird auch so leicht pampig und da hab ich keine Lust drauf. Normal reden, ja, streiten, nein!

    So, jetzt werd ich wohl mal wieder gehen. Ach, ich hasse Schulferien. Jetzt bin ich nicht mal vormittags ganz allein zu Hause, nein, jetzt sind meine Geschwister wieder daheim und besetzen immer die Computer (ich hab ja meinen Laptop, aber keinen Drucker... ARGH), machen Krach und sind einfach da. Außerdem überlässt es jetzt meine Mutter uns wieder, morgens zu spülen. Hey, ich hab auch noch andere Sachen zu tun, ja?! Mannomann. Die letzten zwei Wochen vor meinem Studentendasein muss ich jetzt auch noch so verbringen. Grauenhaft!

    Hallo lottikarotti!

    An der Tatsache, dass du dich vom Vater deiner Tochter getrennt hast, weil er auch Alkoholiker ist, hab ich schon gesehen, dass du auch an deine Tochter denkst, dass du ihr das alles nicht antun willst... Das ist auf jeden Fall super, da bist du schon mal um Längen besser als meine Mutter. Ich hoffe, du findest auch weiterhin die Zeit, für deine Tochter da zu sein.

    Du hast eigentlich schon total viel verstanden. Dass du deinem Vater nicht helfen kannst, dass er allein für sein Leben verantwortlich ist etc. etc. Hm, aber du hast auch geschrieben, dass niemand wirklich denken würde, dass du Probleme hast, weil du nach außen hin immer die Toughe mimst. Hast du denn niemanden, dem du dich wirklich mal voll und ganz anvertrauen kannst? Es ist schließlich nicht gerade gut, immer nur eine Maske aufrecht zu erhalten. Das macht einen zum Roboter.

    Hm...


    Versuch mal, in dir zu erforschen, warum du dich wie fühlst. Also, wenn du schon mal eine Therapie gemacht hast, dann kennst du das vielleicht, aber ich schreib's trotzdem noch mal auf. Man kann so ein ABC machen, das find ich recht hilfreich. Unter A schreibst du die Situation auf, z.B. du siehst deinen Vater, wie er das und das macht, oder einfach nur, du besuchst deinen Vater. Bei B schreibst du hin, wie du die Situation bewertest, was du denkst. Und unter C kommen dann deine Gefühle, dein Verhalten, deine körperliche Reaktion hin. Wenn du die Situationen, bei denen du nicht weißt, warum du dich wie fühlst, mal so auseinandernimmst, dann wird dir vielleicht schneller bewusst, warum du so fühlst. Wahrscheinlich denkst du unbewusst automatisch irgendetwas, das dafür sorgt, dass du dich so besch... fühlst. Und dann kannst du anfangen, ein ABC zu machen, wie du denken und dich fühlen willst. Das kann man alles trainieren, aber wie gesagt, vielleicht kennst du das auch schon aus deiner letzten Therapie.

    Ich finde jedenfalls, dass einem dabei klarer wird, was wirklich in dir drin in diesem Momen abläuft. Sonst wird das gar nicht so klar, weil viele Gedanken einfach mittlerweile so trainiert sind, dass sie unbewusst und automatisch ablaufen. Deshalb muss man sie sich wieder ins Bewusstsein holen, um sie dann ändern zu können.

    So, die Hobby-Therapeutin Steffi hält jetzt mal wieder die Klappe! Ich kann mich aber auch immer so reinsteigern...

    Allerdings. Aber ich hatte am Samstag auch Shorts an! So! Bäääh!

    Dein Wochenende hört sich ja echt super an, Caro! Das erste Mal seit langem, dass du richtig befreit, erholt und glücklich scheinst. Steht dir gut. Zumindest hier im Forum ;-). Es hat mich richtig gefreut, deinen Beitrag zu lesen.

    Stimme summerdream - und dir - auch voll zu, so was solltet ihr öfter machen, dein Mann und du. Bei aller Liebe zu den Kindern, aber man sollte auch die Partnerschaft nicht vernachlässigen. Wenn man immer nur Mami und Papi ist, dann verliert sich das Mann- und Frausein. Denke ich.

    Und mit deiner Mutter machst du ja scheinbar auch Fortschritte! Das ist toll. Wie summerdream schon gesagt hat, kann das zwar auch mal wieder anders aussehen, aber dann hast du ja uns, das Forum, diesen tollen, glücklichen Eintrag von dir, den du dir noch mal durchlesen kannst...

    Habe gerade auf dem Balkon meinen Philosophischen bekommen...

    Mir ist mal aufgefallen, dass man sich hier untereinander eigentlich überhaupt nicht kennt. Ich weiß gar nicht, wie ihr alle ausschaut und hab euch noch nie persönlich getroffen, aber irgendwie fühlt man sich gleich so verbunden. Für mich sind hier alle fast so was wie Freunde, obwohl ich euch gar nicht kenne. Schon komisch... Aber gut.

    Hey summerdream!

    Nur noch 2 1/2 Stunden... Ja freu mich schon richtig auf den Chat ;-).

    Ich denke, mein scheinbares Ernstsein und dieses Feiern-Ding, was du auch beschrieben hast, hängen irgendwie zusammen. Wenn es mir auf einer Feier nicht gefällt, dann kann ich auch von mir aus schon um 11 wieder gehen, auch wenn ich gerade erst gekommen bin. Mittlerweile hab ich auch schon teilweise das Gefühl, zu alt zu sein. Und das mit 19, das ist echt der Wahnsinn. Aber auf den ganzen Feiern sind immer jüngere Menschen, mittlerweile bin ich eine der Ältesten, zumindest fühle ich mich so. Grauenhaft. Außerdem finde ich, dass es einfach oft zu oberflächlich wird. Und das ist wahrscheinlich Grund meines Ernstseins. Ich hasse Oberflächlichkeiten. Wenn ich irgendwo bin, wo ich mich nicht vernünftig mit jemandem über irgendetwas unterhalten kann (egal, was), sondern es immer nur um PARTEY geht, um krampfhaftes Lustigsein und Betrinken, nö, danke... Das brauch ich nun wirklich nicht. Ich glaub, ich würd die Wochenenden lieber verbringen, wie mein Freund. Mit Freunden zusammensitzen, reden, Filme gucken, ab und zu mal weggehen und das war's. Aber nicht jedes Wochenende krampfhaft "Party machen" (mittlerweile hasse ich dieses Wort wirklich), am besten bis morgens um 5. Ich glaub, so was hätte ich mit 13/14 gekonnt, da war ich so schlimm, aber heute... Heute gehe ich feiern, wenn ich will, so lange, wie ich will. Ich bleibe, wenn ich Spaß habe, aber ich hab auch nicht Angst, etwas zu verpassen, wenn ich schon um 1 gehe. Leider fehlen mir oft andere Menschen, die genau so denken.

    Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich so ein Schwimm-Mensch bin, aber das ist nicht so anstrengend wie Joggen oder so - ich hasse Joggen! Und dann hab ich immer noch diese schlanke Größe 36-Freundin dabei, die sich beschwert, sie wäre dick... Das spornt an ;-)!

    So, nachdem ich heute schon erfolgreich bei der Glaubenskonferenz war (manchmal hasse ich meinen Zeitungsjob...), werde ich mich erst mal bis 19 Uhr (!!!) ausruhen, oder auch nur 18 Uhr 57... Allen noch einen wundervollen sonnigen Sonntagnachmittag!

    Huch! Das ist aber wirklich ganz schön hart. Das heißt wohl, dass mein Vater demnächst gar nicht mehr zur Arbeit darf. Denn wenn er trinkt, tut er es eh immer beim Fahren. Aber gut zu wissen. Sobald er wieder trinkt, werd ich dann wohl auch mal unsere Freunde und Helfer anrufen.

    Aber anna, ich finde es auch super, dass du mit deinem Vater gesprochen hast. Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und ich finde halt, je öfter man etwas wiederholt, egal ob hier im Forum oder bei anderen, desto eher macht man es auch wirklich.

    Ich denke auch, dass man irgendwann die Vergangenheit ruhen lassen oder mit professioneller Hilfe aufarbeiten sollte, aber du kannst deinen Vater ja nicht zwingen. Mein Vater müsste eigentlich auch in psychiatrische Behandlung oder so, weil er Persönlichkeitsstörungen hat, die ihn nun mal in seinem Leben beeinträchtigen. Aber er will nicht, also muss er halt damit leben. Ich weiß zwar, dass er ein so viel besseres Leben haben könnte, aber wir können unseren Vätern nicht helfen. Nur uns selbst.

    Hey summerdream!

    Schon wieder ich. Naja, die vierzig Bahnen sind ja nicht am Stück entstanden. Ab und zu eine kleine Quatsch-Pause muss auch drin sein. Hätte auch nie gedacht, dass wir das schaffen. Wir haben irgendwann mal klein angefangen und uns dann vorgenommen, immer zwei Bahnen mehr zu schwimmen.

    Ich hab mich auch gefragt, warum mich meine Freundin nicht einfach mitgenommen hat zu dem Geburtstag. Ich kenn die Mädels da schon auch und ich hab sie auch ein paar Mal zu Feiern mitgenommen, wo sie eigentlich nicht eingeladen war. Hab halt auch vorher gefragt und dann ging das schon. Sie braucht halt manchmal dieses Feiern bis zum Umfallen und weiß wahrscheinlich, dass ich dafür nicht unbedingt zu haben bin, nicht mein Ding. Vielleicht weil ich so "ernst" bin, wie mir gestern eine Freundin gesagt hat. Ich dachte immer, ich wär kindisch, aber gut, bin ich halt ernst...

    Unser Trio war auch irgendwie ein lustig-komisches Trio. Die eine kannte ich seit dem Kindergarten, meine jetzt beste Freundin ist dann in der Grundschule dazu gekommen. Am Anfang alles super, zum Ende der Grundschule hin funktionierte das nicht mehr so gut, nachher haben wir uns aus den Augen verloren. Ein paar Jahre später Konfirmationsunterricht waren wir wieder zu dritt, danach nichts mehr - obwohl wir auch alle im selben Ort wohnen, aber konstant war nur die Freunschaft zwischen Kim (meiner besten Freundin) und mir. Dann haben wir uns irgendwann wieder getroffen, gemerkt, dass wir uns ihn ähnliche Richtungen entwickelt hatten, waren wieder zu dritt, alles super. Dann fing die erste mit der Ausbildung an, veränderte sich, Kim fing auch Ausbildung an, veränderte sich auch. Trotzdem ist unsere Freundschaft erhalten geblieben. Aber manchmal ist es schwer, diesen Unterschied zwischen Schüler- bzw. Studentenleben und Arbeitsleben zu überbrücken. Aber eigentlich hatt ich heut auch einen schönen Abend und der ist noch nicht vorbei. Ein Date mit mir selbst ;-).

    Kinderchat? Morgen? Wann und wo? Ich bin dabei! Muss ich mal noch rausfinden...

    Ja, das stimmt. Ich bin auch immer viel entspannter, jetzt wo ich zwei bis drei Mal die Woche Sport treibe. Dann geht's mir schon richtig gut. Und vielleicht ziehe ich es dann auch mal wirklich durch ;-).

    Caro, ich wünsch dir auf jeden Fall ein ganz tolles Wochenende für dich und deinen Mann! Ich kann mir schon vorstellen, dass es etwas Besonderes für euch Beide ist, gerade wenn man ein Kind hat und so viele Probleme in der Familie.

    Ich finde es super, dass du das machst und dass du dich mehr um dich selbst kümmern willst. Du hast schon Recht. Wir vergessen uns und unser eigenes Leben über die Probleme der anderen. Das ist wirklich nicht gut. Umso besser, dass du das jetzt ändern willst.

    Ich freue mich schon darauf, zu hören, wie dein Wochenende war!

    Liebe Grüße - auch aus dem sonnigen NRW 8) .

    Hallo!

    Also, ich bin noch nicht ertrunken (trotz 40 Bahnen...). Aber mein Fuß tut weh. Das ist furchtbar. Ich kann diese blöden Froschschwimmbewegungen - oder wie auch immer das heißt - mit den Beinen nicht richtig und irgendwann tut dann immer mein rechter Fuß weh. Das ist echt bescheuert :twisted: .

    Du hast Recht summerdream, das Forum ist zu einem Zufluchtsort für mich geworden und ich möchte auch immer weiter herkommen, weil es mir hilft und weil ich hoffe, dadurch am Ball bleiben zu können. Sonst gebe ich vielleicht wieder viel zu schnell auf.

    Ach ja, die Weihnachtsgeschenke gehören wahrscheinlich zu meinem durchgeplanten Lebensablauf. Grauenhaft. Aber alles auf einmal könnte ich mir auch wirklich nicht leisten.

    Heute habe ich mal wieder gemerkt, dass ich aufhören sollte, immer für alle da zu sein. Man erwartet das dann auch zu leicht von den anderen und bekommt es dann doch nicht zurück.
    Es ist so, dass ich an den Wochenenden eigentlich kaum etwas mit meinem Freund mache. Einerseits, weil er natürlich auch was mit seinen Jungs machen will und wir manchmal auch unterschiedliche Vorstellungen von Wochenendplanung haben, aber auf der anderen Seite fühle ich mich auch immer verantwortlich für meine beste Freundin. Wir waren ursprünglich mal drei beste Freundin, aber die eine hat sich ziemlich verändert und schließlich abgeseilt. Deshalb sind wir nur noch zu zweit. Und ich bekomm halt schon am WE auch mal Einladungen von anderen, aber meist geh ich nicht hin, weil ich denke, du kannst ja deine beste Freundin nicht allein lassen. Schön. Heute ist jetzt schon der dritte Samstag in Folge, an dem sie mich sitzen lässt. Die letzten beiden Samstage war Polterabend und Hochzeit von einer Arbeitskollegin, das konnte ich ja noch verstehen, da muss man ja irgendwie hin. Aber heute hat sie ganz plötzlich eine Einladung zum Geburtstag bekommen von einer, die sie gar nicht mal so wirklich gut kennt. Und natürlich will sie hin. Und ich sitz allein daheim. Letztes WE konnt ich dann mit meinem Freund weggehen, aber der hat momentan Magengrippe. Prinzipiell weiß ich ja, dass sie nur das tut, was sie gern tun möchte. Wir würden heut Abend wahrscheinlich eh nichts Weltbewegendes zusammen machen, außerdem waren wir gestern weg (auch, wenn es total schlecht war und wir um halb 12 schon wieder daheim waren). Trotzdem fühl ich mich wieder so wie in meiner Abi-Zeit. Da waren die anderen beiden "besten Freundinnen" jedes WE weg und ich konnt nie mit, weil ich lernen musste. Ich hätt schon mitgehen wollen, aber nicht so lang, wie die beiden. Und dann fühl ich mich wieder so allein gelassen und denk "hey, warum verzichtest du eigentlich immer auf alles?". Eine Freundin, mit der ich mich gestern getroffen hab, hat das ganz passend ausgedrückt. Sie geht jetzt nach Berlin und meinte "Ich war immer für alle da. Aber es gibt niemanden, zu dem ICH sagen könnte 'Danke'". Das stimmt schon. Und dann kommen wieder so Gedanken, "wenn sie eine ECHTE Freundin wär"... und ich weiß, dass solche Gedanken ungerecht sind und die Freunschaft nur kaputt machen, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass ich allein daheim sitze und mich einsam fühle. So, als wären alle Menschen auf der Welt auf einer Party und nur ich wäre nicht eingeladen. Das ist echt völlig bescheuert. Und ich weiß noch nicht mal, ob heute Abend irgendetwas anderes ist, wo ich hingehen könnte. Ich denke nicht. Kein bisschen was gehört. Dabei hab ich heut Nachmittag noch gedacht, "ach vielleicht sagt sie dir ja auch noch ab, dann kannst du daheim bleiben und bist nicht verpflichtet, irgendwas zu starten, nur damit sie Spaß hat". Aber dann, wenn sie wirklich absagt, ist es doch blöd.

    Ach, irgendwie hab ich halt das Gefühl, ich reiß mir immer den Arsch auf. Ich versuche immer, sie irgendwie miteinzubinden, wenn ich weggehe, ICH fahre da hin, ICH fahre dort hin. Auch, wenn ich einfach mal zu Hause bleiben und vielleicht DVD gucken will. Nein, sie ist deine beste Freundin, sonst ist sie böse. Schwachsinn! Sie kann mir schließlich auch einfach so absagen. Pfff...

    So, das musste ich irgendwie alles mal loswerden. Ich denke, jetzt kann ich den Abend friedlich daheim verbringen und Tatort gucken oder so was.

    Ein wundervolles Restwochenende euch allen!

    Hey anna!

    Marina hat tatsächlich immer die besten Ideen. Als ich das gelesen hab, dachte ich auch "hey, warum bist du nie darauf gekommen?".

    Ich hoffe für dich, dass der Termin bei der Suchtberatung diesmal klappt und dass es dir etwas bringt. Viele hätten wahrscheinlich aufgegeben, nachdem sie das erste Mal nicht hinkommen konnten, aber du hast dir direkt noch einen Termin geben lassen! Das ist doch ein gutes Zeichen!

    Ich kann verstehen, dass du dich momentan nicht mehr so stark mit der Thematik auseinandersetzen willst. Das erste Mal habe ich mich damit beschäftigt vor knapp zwei Jahren, da hab ich in der Schule eine Facharbeit zum Thema Alkoholabhängigkeit in der Familie geschrieben. Ich weiß wie hart es war, mir Informationen zu beschaffen. Ich habe dauernd angefangen zu weinen, es ist mir sehr schwer gefallen. Aber Tatsache war ja, ich MUSSTE mich informieren, weil es für die Schule war. Und im Endeffekt war mir die Note für die Facharbeit völlig egal, weil ich wusste, dass ich für MICH und mein Leben einiges gelernt hatte, für mich war die Facharbeit das Beste! Seitdem habe ich keine Probleme mehr damit, irgendwas zum Thema zu lesen, eigentlich verschlinge ich die Dinge regelrecht. Ich glaube, je mehr man liest und je öfter man immer wieder das gleiche liest, dass man nicht helfen kann, dass man sich um sich selbst kümmern muss etc. etc., desto besser prägt es sich auch ein. Aber ob du dich wirklich damit beschäftigen willst, ist natürlich deine Sache. Du musst dich ja auch erst mal um deinen Krümel kümmern. Der bringt dich wenigstens mal auf andere Gedanken ;-)!

    Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich und ich hoffe, du hast genau so gutes Wetter wie ich im Moment. Ansonsten schicke ich dir etwas Sonne und ein bisschen gute Laune. Ich glaube, heute habe ich genug davon, dass ich was abgeben kann :wink:

    Hey anna!

    Dein Vater reagiert auf deine Briefe nicht? Oh, haben wir zufällig den gleichen Vater oder so? Das kenne ich nämlich nur zu gut. Auch deine Ansicht, dass man in Briefen immer alles viel besser ausdrücken kann, man muss nicht heulen, schreien, kann ausreden (bzw. -schreiben)... Deshalb hab ich meinem Vater auch immer Briefe geschrieben. Als er in die Therapie ging haben wir Kinder und meine Mutter ihm alle jeder einen Brief geschrieben. Er hat sie nicht mal gelesen. Sonst liest er meine Briefe denke ich schon. Es gab mal einen Brief, danach war er mir böse, hat nicht mehr mit mir geredet. Aber sonst war es so: Egal, was ich geschrieben und gesagt habe, am nächsten Tag war doch wieder alles Friede, Freude, Eierkuchen und es wurde einfach nicht darüber gesprochen. Ich denke, wenn unsere Väter darüber reden würden, müssten sie zugeben, dass ein Problem haben und das haben Alkoholiker schließlich schon mal von vornherein nicht, oder?!

    Was meinst du mit dem Zoff, den es bei euch daheim gab, wenn ich mal fragen darf? Ich finde es interessant, dass du von einem Drehbuch sprichst, weil in "Familienkrankheit Alkoholismus" schreibt die Autorin auch immer von einem Drehbuch, das in Alkoholikerfamilien eingehalten wird, nach dem gespielt wird.

    Aber summerdream hat Recht. Du musst wirklich versuchen, dich von deinem Vater zu lösen und immer weiter daran festhalten und an dir arbeiten. Ich dachte vor ein paar Wochen selbst nicht, dass ich das irgendwann hinkriegen könnte, aber im Moment geht es mir wirklich super. Gut, mein Vater trinkt anscheinend im Moment nicht, aber es interessiert mich irgendwie auch nicht. Es darf uns nicht länger interessieren. Außerdem bin ich eh davon überzeugt, dass er irgendwann wieder anfängt. Ich hab mir geschworen, mich diesbezüglich nicht mehr irgendwelchen vorschnellen Hoffnungen hinzugeben, das wäre total falsch. Für's Erste bin ich meinem Vater einfach aus dem Weg gegangen, auch aus Wut. Er hat es gemerkt und ich hab Schuldgefühle bekommen, aber trotzdem daran festgehalten, mich immer wieder bestärkt, hier im Forum davon geschrieben, meiner Mutter/Freundin/Freund davon erzählt. Ich glaube, je mehr Leuten man davon erzählt, desto eher hält man es durch. Wie bei einer Diät oder Rauchen aufhören oder so was (komischer Vergleich :? ). Ja, und jetzt... ich geh nicht von mir aus zu ihm, wenn er was will, kann er ja kommen. Wenn ich ihn zufällig im Haus treffe (wie sich das schon wieder anhört...), dann reden wir ein paar Worte und das war's. Ich weiß aber auch nicht, wie es wäre, wenn er wieder mit dem Trinken anfangen würde. Vielleicht würde ich dann wieder total einbrechen. Aber ehrlich gesagt, glaube ich das nicht.

    Und ja, denke nicht daran, was andere Leute denken. Bei uns wäre das einfach nur Dorfgewäsch, wobei ich ziemlich überrascht war, wie tolerant die Leute mit der "Neuigkeit" (die sich natürlich verbreitet hat wie ein Lauffeuer) umgegangen sind. Und ganz ehrlich... die Leute, die nicht vernünftig damit umgehen können, sind blöd und haben einfach nur Schiss und die können mir mal ganz gewaltig gestohlen bleiben. Mit so jemandem will ich doch gar nichts zu tun haben! DU BIST NICHT DASSELBE WIE DEIN VATER! DU DEFINIERST DICH NICHT DURCH DAS, WAS ER TUT! Das muss man sich immer wieder vor Augen halten. Du bist ein eigenständiger Mensch mit deinen Qualitäten, Talenten, Macken und Fehlern. Das macht dich aus. Und nicht das, was dein Vater tut. Jeder halbwegs vernünftige Mensch weiß das und kann das auch akzeptieren.

    Ich bin mir sicher, dass du es schaffst! Das Forum hier ist unschlagbar ;-). UND DU AUCH! 8)

    Hey lottikarotti!

    Ich finde es toll, dass du dich hier angemeldet hast, ich bin zwar selbst noch gar nicht lang hier, aber ich freue mich immer über neue Leute hier (klingt ironisch, wenn man bedenkt, um was es geht), denn ich weiß, wie sehr mir das Forum bisher schon geholfen hat.

    Als ich deine Beiträge gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ich beim Lesen immer wieder "Hm-hm...", "Ja, klar..." vor mich hin gesagt hat. Egal, wie individuell jede einzelne Geschichte ist, aber es gibt doch immer wieder eindeutige Parallelen.

    Es ist zwar löblich, dass du deinem Vater helfen willst, aber das kannst du leider nicht. Das haben die anderen ja auch schon gesagt. So hart es klingt und so hart es ist, aber ihr müsst deinen Vater mit seinem Problem allein lassen. Er will zwar zu dem Arzttermin gehen und redet mit euch, aber du weißt ja selbst, dass Alkoholiker die besten Lügner und Schauspieler sind, die es gibt. Wenn dein Vater wirklich trocken wird, dann nur, weil er es für sich will. Solange er es nur wegen euch oder der Drohungen macht (die im Endeffekt meist nicht konsequent durchgezogen werden, wie ich aus eigener Erfahrung weiß), solange wird er es wahrscheinlich nicht schaffen. Du musst deinem Vater nicht helfen, du kannst es gar nicht. Er ist der einzige, der sich helfen kann. Nur er trägt die Verantwortung für alles (wie du ja schon selbst eingesehen hast) und nur er kann die Konsequenzen daraus ziehen. Du musst ihm nicht länger zur Seite stehen, ja, du solltest es nicht mal. Du merkst doch selbst, wie fertig dich das alles macht. Irgendwer hat mal die Co-Abhängigkeit sehr treffend beschrieben. Man müsste sich das so vorstellen wie in einem Wirbelsturm. Alle Angehörigen wirbeln um den Alkoholiker herum, sorgen sich nur um ihn, ihr ganzes Leben dreht sich um ihn, und er selbst sitzt im ruhigen Zentrum. Wenn er sich für das Trinken entscheidet, dann lass ihn damit allein. Es tut dir selbst nicht gut, wenn du weiterhin seine Verstecke kontrollierst und dir Sorgen um ihn machst. Es ist sein Leben und nur er trägt die Verantwortung dafür. Es ist das Beste, wenn deine Mutter und du und jeder andere (ich weiß ja nicht, wie groß eure Familie ist) ihn allein lasst. Ich finde es sehr gut von dir, dass du deiner Mutter angeboten hast, dass sie bei dir wohnen kann. Damit hilfst du ihr. Aber vergess dich dabei auch selbst nicht. Und wenn sie die Chance nicht ergreift und bei deinem Vater bleiben will (ich kenne ja meine eigene Mutter...), dann ist das auch ihre Entscheidung, dann kannst du ihr nicht mehr helfen.

    Du hast davon gesprochen, dass du sie auffangen willst, aber das kannst du gar nicht und das solltest du auch nicht. Du kannst sie unterstützen, wenn du willst, aber du kannst ihr nicht alles abnehmen. Du hast auch geschrieben, dass du eine Tochter hast, der du nicht das gleiche antun willst. Aber eine co-abhängige Mum ist leider auch keine richtige Mutter. Überleg mal... wie viele Gedanken machst du dir um deinen Vater und wie viele um deine Tochter? Ich will dir damit keinesfalls unterstellen, du seist eine schlechte Mutter oder so, ich kenn dich ja nicht mal. Aber ich weiß, dass ein Alkoholiker nun mal sehr viel Zeit und Gedanken in Anspruch nehmen kann. So viel, dass kaum etwas für andere bleibt.

    Für uns Kinder ist es das Wichtigste, an allererster Stelle an uns selbst zu denken. Dein Vater ist Alkoholiker und das ist schlimm, deine Mutter ist co und auch das ist verdammt hart, aber du kannst ihnen leider nicht helfen. Das ist hart, aber wahr. Und wenn man das akzeptieren kann, kann man wieder anfangen, an sich zu denken und trotzdem mit den anderen besser umgehen.

    Puh... jetzt habe ich einiges geschrieben und ich hoffe, ich knall dir das jetzt nicht alles so vor den Kopf und mach dich damit fertig oder so... Es gibt für uns nur so viel zu lernen und auch wenn ich selbst erst ganz am Anfang stehe, so weiß ich doch, wie sehr mir das Forum in etwas über einem Monat schon geholfen hat.

    Ich wünsche dir, dass es dir genauso geht. Außerdem viel Kraft. Schön, dass du hier bist!

    Hey anna!

    Das mit deiner Schwester kommt mir bekannt vor, war in einem anderen Thread hier auch schon mal Thema. Aber wie du schon gesagt hast, für sie ist es auch nicht leicht, mit der Situation umzugehen, auch wenn sie am anderen Ende der Stadt wohnt, und ihre Flucht ergriffen hat, ist sie wahrscheinlich trotzdem co, zumindest scheint es so. Ich will sie aber hier nicht in Schutz nehmen, denn Vorhaltungen zu machen etc. bringt ja auch gar nichts. Vielleicht sollte sie sich einfach auch mal besser mit dem Thema Alkoholabhängigkeit auseinandersetzen und so erfahren, dass ihr alle nichts tun könnt. Sie schiebt es scheinbar so auf euch ab, weil ihr schließlich im Haus wohnt und immer bei deinem Vater seid, aber sie merkt auch, dass es trotzdem nicht besser wird, dass ihm scheinbar niemand helfen kann. Das ist schon eine komische Situation, vielleicht solltest du mal versuchen, mit ihr zu reden, ihr die Situation klar machen und sie dazu bewegen, sich mal ein paar Informationen zu holen, im Internet z.B., oder auch mal ein Buch zu dem Thema zu lesen. Sie scheint sich ja emotional trotzdem nicht distanzieren zu können, obwohl sie weiter weg wohnt. Es ist schade, wenn sich die Angehörigen dann untereinander auch noch fertig machen, aber das ist wahrscheinlich davon abhängig, wie jeder einzelne damit umgeht...

    Ich kann absolut nachvollziehen, wie schwer es dir fällt, dich von deinem Vater zu distanzieren. Mir fiel das anfangs auch nicht leicht. Nachdem mein Vater einige Monate trocken war, hatten wir wieder ein super Verhältnis zueinander, ich hab mal wieder mein ganzes naives Vertrauen in ihn gesetzt und dann - schock - trinkt er wieder. Das war hart. Ich bin zwar sofort auf Distanz gegangen, aber ich bekam ihn trotzdem nicht aus meinem Kopf. Und er merkte es. Ab und zu hat er dann schon mal was Nettes gemacht, mir ein Kreuzworträtsel mitgebracht, weil er weiß, dass ich das gerne mache und dann bekam ich wieder Schuldgefühle, er tat mir so leid. Aber nach einer Zeit (vor allem nach einer Zeit hier im Forum!) wurde es einfacher. Ich kann wirklich verstehen wie hart es ist, schließlich sind sie immer noch unsere Väter und wir haben sie lieb, aber sie sind nun mal nicht gut für uns. Mittlerweile habe ich eine recht gute Balance gefunden, zumindest für mich ist es gut. Mein Vater trinkt momentan scheinbar nicht, ich bin mir aber nicht sicher und ich will es auch gar nicht so genau wissen. Wir kommen miteinander klar, aber ich geh nur zu ihm, wenn ICH das will, ich suche seinen Nähe nicht, aber ich komme damit klar. Und sollte ich erfahren, dass er wieder trinkt, werde ich diesmal wahrscheinlich einfach so weitermachen, es ist sein Leben. Und ich will davon dann nichts mehr hören. Wur und Enttäuschung haben sich bei mir mittlerweile in Distanz und Akzeptanz gewandelt, zumindest zu einem großen Teil. Ich bin weniger angespannt und mir geht es besser. Anfangs ist es wirklich verdammt hart, aber es wird leichter, glaub mir, man gewöhnt sich an alles.

    Außerdem hat mir der Spruch geholfen, der in vielen Suchtgruppen genutzt wird, und den ich neulich hier im Forum gelesen habe. Falls du ihn nicht gelesen hast, schreibe ich ihn dir hier noch mal auf:

    Ich wünsche mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Ich finde, das trifft es sehr gut.

    Und solltest du trotz aller Anstrengung und Versuche, dich nicht wirklich von deinem Vater distanzieren und emotional zumindest etwas lösen können, dann hilft wahrscheinlich wirklich nur die räumliche Trennung - egal, was deine Mutter oder der Rest der Familie, dein Vater oder wer auch immer sagt oder tut.

    Hey Caro!

    Oh ja, aqua gym... das würd ich auch gern mal machen. Ich hätte zwar nie gedacht, dass ich das mal sage, aber Sport macht schon irgendwie Spaß und danach fühlt man sich so gut. Klasse. Früher hab ich Sport immer gehasst, mag wohl an unserer harten Sportlehrerin gelegen haben.

    Nicht an sich selbst denken zu können, kenne ich irgendwoher :? . Wenn ich so einen ganzen Tag oder Vormittag mal nichts anderes mache, als die Dinge, die ich machen will, hab ich gleich wieder ein schlechtes Gewissen. "Du hättest ja mal die Küche putzen können, da und da aufräumen können, oh, und kochen musst du auch noch.... deiner Mutter zuliebe...". Gleich muss ich schon wieder kochen. Hat mir zwar niemand aufgetragen, aber unten liegen schon die Zutaten in der Küche und die fordern mich irgendwie auf. Sonst hätte ich auch Schiss, dass meine Mutter enttäuscht von mir ist, oder so was.

    Aber ich denke, du bist doch schon ein ganz schönes Stück weitergekommen und du hast scheinbar auch einen starken Willen, das ist doch erst mal das Wichtigste. Und deinem Sohn gefällt die Betreuung sogar, ist doch super! Lass dir ruhig noch Zeit, bis du wieder anfängst zu arbeiten, du solltest nicht nur deshalb arbeiten, weil du denkst, dass du Geld verdienen musst. Schön, dass du auch so einen verständnisvollen Mann zu haben scheinst. Das sind doch die besten Voraussetzungen, um wirklich etwas zu schaffen!

    Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin viel Geduld, Erfolg und Kraft für deinen Weg.

    Das stimmt schon. Hab mir jetzt extra in meinen Kalender eingetragen, dass ich zu Uni-Beginn direkt mal wieder beim Therapeuten anrufe, um einen Termin klar zu machen. Sonst verdräng ich das wieder. Ach ja, den Zahnarzt sollte ich dann auch noch anrufen, müsst ich mir mal noch dabei schreiben.

    Ich hab irgendwie das Gefühl, dass mir das Forum hier ganz doll hilft. Je öfter ich meine guten Vorsätze hier reinschreibe, desto besser wird es. Kann meinem Vater im Haus begegnen, ohne danach noch stundenland zu überlegen, ob er jetzt wieder getrunken hat oder nicht. Hab auch heut schon wieder Sport gemacht, das tut wirklich gut. Heut Abend geh ich dann noch mit ner Freundin schwimmen, morgen treff ich mich mit ner anderen Freundin, die am Sonntag nach Berlin zieht... Ganz schön voller Terminplan, aber es ist gut, wenn man etwas zu tun hat. Ich gammel ja jetzt schon seit Juni nur vor mich hin, seit Ende März hatte ich keine Schule mehr, nur noch Klausuren und so. Da ist es schon leichter, komplett in die Depression zu versinken. Mach ich aber nicht. Wenn ich denke, wie es mir ging, als ich angefangen habe, hier rein zu schreiben und dann schaue, wie ich jetzt mit der Situation umgehe, dann muss ich da schon einen Fotschritt verzeichnen.

    So, jetzt muss ich mal weiter. So langsam geht's wieder an die ganzen Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke. Als wenn Weihnachten nicht schon teuer genug wäre, haben zu allem Überfluss auch noch fast alle hier im Winter Geburtstag. Furchtbar. Da muss ich mir das Geschenkekaufen einteilen, sonst wäre ich ja völlig pleite!

    Ach ja... Hier gibt es so viele Gleichgesinnte und das nicht nur in Bezug auf dieses eine Thema.

    Ich wohn schließlich auch in einem Kuhkaff. Am Wochenende gehen wir dann meistens in eine Musikkneipe hier in der Nähe. Aber da schlagen sich regelmäßig irgendwelche Bauern, die dann noch in Gummistiefeln und karierten Flanellhemden rumsitzen und nicht mal geduscht haben vorm Weggehen. Das ist echt schlimm. Wir haben eine Disco, die ist etwa eine halbe Stunde entfernt, aber ehrlich gesagt fand ich es da nicht so toll. Komischer Schuppen. Und dann guck ich immer Sex and the City und denk "Hach... wär ich doch auch mal in Manhattan...". Und momentan mäht dann auch schon wieder mein Nachbar Rasen. So wie ungefähr jede Woche, gefühlt wie jeden Tag.

    Ich hoffe, dass ich auch mal einen festen Termin bei meinem Therapeuten bekomme, aber der hat mich ja verfrüht drangenommen, normalerweise hätte ich 4-6 Wochen auf einen Termin warten müssen. Weil ich es dringend gemacht habe, schiebt er mich jetzt immer irgendwo dazwischen.

    Die beiden Arschlöcher von früher... Ob ich sie wirklich fertig machen würde? Ich weiß es nicht. Aber ehrlich gesagt fände ich es nicht schlimm, wenn die beiden einfach vom Erdboden verschwinden oder sterben würden, damit ich sie nie wieder sehen muss. Hab sie allerdings auch schon lang nicht mehr gesehen. Die waren immer eine Klasse über mir und das letzte Schuljahr, als die beiden endlich weg waren, das war der Himmel auf Erden für mich. Sie haben war schon Jahre lang nichts mehr gesagt, aber allein ihre Anwesenheit hat für mich gereicht.

    Irgendwie schreib ich gar nichts mehr zum Thema. Aber ich weiß auch nicht was. Ich fühle mich halt irgendwie gut. Klar, meine ganzen Problemchen muss ich noch in den Griff bekommen, aber sonst... Mit meinem Vater verstehe ich mich, wenn ich ihn mal sehe. Vor ein paar Tagen sollt ich ihm eine Mitteilung für die Zeitung fertig machen, da konnte ich auch ganz normal mit ihm reden, das war kein Problem. Ich glaube, er ist immer noch trocken, aber selbst wenn er wieder trinken würde, würde ich es einfach nicht wissen wollen. Zumindest hoffe ich das und rede mir diese Einstellung ein. Aber ich glaube auch nicht, dass er es endgültig schaffen kann. Zu häufige Enttäuschungen lassen einen nun mal weniger naiv werden.

    So, ich wünsch euch allen noch einen schönen Tag. Bei mir scheint nämlich die Sonne. Es ist zwar kalt, aber sieht hübsch aus, wenn ich aus dem Fenster gucke. Ich hoffe, bei euch ist es ähnlich schön. Vielleicht kommt meine gute Laune aber auch von der Tüte Kekse, die ich schon fast verputzt habe (oh je, oh je...). Gab's heute bei Aldi aktuell. Jaja, ich wollt ja eigentlich nur Rohlinge kaufen, aber man kennt das ja... Konnte einfach nicht widerstehen. Sind aber auch lecker, diese Mini-Schweineöhrchen-Dinger!

    Hallo Nelly!

    Weiß gar nicht, was ich schreiben soll, ich hab nicht viel. Nur, dass ich dir eine ganz tolle Woche wünsche und viel Spaß beim Haussitten ;-). Und ich finde es super, dass du dich nach einem Therapeuten erkundigen willst. Ich hab gemerkt, dass man das früh genug machen sollte, meiner hat eigentlich eine Warteliste von 4-6 Wochen mindestens. Übel. Du kannst von einer Therapie nur profitieren, dein Leben schlimmer machen kann sie wohl nicht.