Hallo Plejaden,
da alles Flehen und Bitten um eine kurze Wortmeldung ohne Erfolg geblieben ist, kommt hier also nun der offizielle Befehl: Melde Dich! ![]()
Liebe Grüße
J.
Hallo Plejaden,
da alles Flehen und Bitten um eine kurze Wortmeldung ohne Erfolg geblieben ist, kommt hier also nun der offizielle Befehl: Melde Dich! ![]()
Liebe Grüße
J.
Hallo Lütze,
na, das freut mich doch, dass ich Deine Bedenken an anderer Stelle ein wenig zerstreuen konnte
.
Zu der Sache mit der Überheblichkeit noch mal ganz kurz: Also prinzipiell kann ich natürlich aus (fast) allen Fäden hier und auch im RL immer etwas mitnehmen, seien es nun positive oder negative Erfahrungen. Aber (und das wollte ich mit meinem letzten Beitrag zum Ausdruck bringen): Ich merke, dass ich im RL eben doch etwas besser „runterkomme“, als zuweilen hier, d.h. ich denke hier manchmal ein wenig zu viel über den ein oder anderen Thread nach, ohne dass mir das wirklich etwas bringt. In meiner „echten“ Gruppe gelingt mir das eben doch ein wenig besser. Das Fokussieren auf mich und meine Trockenheit fällt mir da leichter und genau das ist doch schon von wesentlicher Bedeutung. Hoffe, das war nicht zu wirr
.
Soweit mal.
Liebe Grüße
J.
Hallo Karl-Heinz,
na, dann sag' ich doch auch mal: Willkommen hier im Forum und viel Erfolg auf Deinem neuen Weg. Er lohnt sich!
Wir lesen uns.
LG
J.
Hallo Spedi,
keine Sorge, hab's schon richtig verstanden
.
LG
J.
Hallo doro,
Zitatbei mir hört es ganz klar da auf, wo ein bekannter von einem bekannten und dessen opa.....
Da sind wir völlig einer Meinung. Das hat etwas von stiller Post und das Ergebnis ist dann wohl auch sehr fragwürdig.
Zitatich bin krankenschwester und kann aus eigener anschauung sagen das man durch alk nicht einfach nur so stirbt, sondern elendiglich verreckt, das habe ich mehrfach live und in farbe, vorwiegend gelb, miterlebt. ich habe auch genug leute gesehen die es zwar nicht geschafft haben ihre leber und bauchspeicheldrüse hin zu kriegen, dafür aber ihr hirn. sabbernde idioten die sich nicht mal mehr die schuhe zubinden können. alles die folge davon das diese leute ja sooo gern party gemacht haben.
Hier glaube ich Deinen Worten selbstverständlich und nehme Deine Erfahrung als für meine Trockenheit durchaus relevante Information für mich mit. Aber auf meine ursprüngliche Frage bezogen: Darf ich diese Information auch im Rahmen der Selbsthilfe weitergeben? Oder wäre z.B. die aus meiner Bewertung Deiner Beschreibungen resultierende Anregung: „Frag doch einmal eine Krankenschwester, wo der Alkohol Dich hinbringen kann“ streng genommen bereits eine Verletzung des Gebotes, nur eigene Erfahrungen wiederzugeben? Oder gilt die längere Beschäftigung mit dem Thema (und die sich dadurch natürlich immer wiederholenden Beschreibungen) per se auch ab einer gewissen Zeit als eigene und damit verwendbare Erfahrung?
Na ja, eigentlich ja auch gar nicht so wichtig, oder?
Liebe Grüße
J.
Hallo Spedi, Hallo Doro,
Dies hier:
Zitat von Spedidass Alkoholismus eine tödlich verlaufende Krankheit ist (sofern sie nicht gestoppt wird) kann uns niemand aus eigener Erfahrung berichten. Die, die es könnten, sind alle bereits verstorben. Aber Du kannst es getrost als Fakt der Schulmedizin so vermitteln, eben mit der Einschränkung.
kam mir so auch in den Sinn, allerdings habe ich mir erlaubt, Nahtoderlebnisse oder Aussagen wie „Da haben Sie aber noch einmal verda##t viel Schwein gehabt“ aus fachkundigem Munde auch als Verifikation der potentiellen Tödlichkeit des Alkoholismus gelten zu lassen
. Aber Scherz beiseite: Irgendjemand wird wohl tatsächlich einmal an den Folgen des Alkoholkonsums verstorben sein und irgendjemand anderes wird dies wohl auch mitbekommen haben, um der Welt darüber zu berichten. Und das Ganze wird sicher auch kein Einzelfall gewesen sein, denn sonst hätte diese Erfahrung ja nicht die Berechtigung ein Fakt der Schulmedizin zu sein. Der Hinweis auf die Letalität des Alkoholismus hat seinen Bezug also immer auf fremde Erfahrungen und bedient sich darüber hinaus auch der Bewertung der Schulmedizin.
Zum zweiten Punkt: Ob die eigene Rückfallerfahrung jetzt eine zwingende Notwendigkeit ist, oder eben nicht, entzieht sich freilich meiner Kenntnis und ich habe auch gar kein Interesse, an dieser Stelle meine eigenen Erfahrungen entsprechend zu ergänzen, aber ich kann natürlich schon zuweilen feststellen, dass andere Personen unter Missachtung bestimmter Regeln, die ich für mich einhalte, wieder zur Flasche gegriffen haben. Als Beispiel: Karneval. Eine Veranstaltung, die prinzipiell doch sehr alkoholschwanger daherkommt und an deren Teilnahme so manch ein Alkoholiker seine Trockenheit verloren hat (keine eigene Erfahrung, sondern Erlebnisberichte, die mir zugetragen wurden). Beim Oktoberfest wird das vielleicht sehr ähnlich sein. Durch die Beschreibungen von solchem Geschehen werden meine Handlungsweisen letztendlich also durch Fremderfahrungen bestätigt. Wenn ich jetzt einen frisch Entgifteten, der sich schon ganz ganz dolle auf seinen ersten nüchternen 11.November freut, frage, ob er das jetzt für eine gute Idee hält bzw. was er sich davon erwartet, dann referenziere ich (zumindest in Gedanken) natürlich auf Rückfallerfahrungen, die ich eben auf Grund meiner Handlungsweise nicht habe machen müssen. Anders gesagt: Ohne die Erfahrungen anderer kann ich meinen Weg und die Veränderungen, die ich vorgenommen habe, doch gar nicht auf Erfolg in Bezug auf meine eigene Trockenheit prüfen
.
So, nu hat der Joe sich selbst den Sinn und die Wichtigkeit von Selbsthilfegruppen hergeleitet. Der Tag fängt ja gut an
.
Liebe Grüße
J.
Hallo Optimist,
ich halte es ziemlich genau so wie Vaan: Alles, was meinen Mund betritt, hat alkoholfrei zu sein!
Bei anderen Produkten bin ich grundsätzlich nicht so penibel, aber es gibt da auch Entwicklungen: Bei Reinigungsmitteln z.B. bin ich prinzipiell nicht so erpicht auf Alkoholfreiheit, der wahrlich penetrante Gestank alkoholhaltiger Glasreiniger hat mich allerdings dazu bewogen, diese Produkte nicht mehr zu nutzen. Und so würde ich auch handeln, wenn mir Pflegeprodukte in dieser Form auffallen.
LG
J.
Hallo Doro,
ich danke Dir erstmal für Deine Antwort (leider bislang die einzige).
Auf das Thema „Bücher“ mag ich gar nicht weiter eingehen – ich hätte dazu zwar auch etwas, aber wir haben hier ja klare Regeln in unserem Forum und daher wäre jede Diskussion darüber ohnehin müßig.
Folgendes wollte ich mit meiner Frage eigentlich etwas genauer beleuchtet haben:
Zitat von dorothea[...] also für mich ist das recht einfach, ich muß es erlebt haben, entweder selbst oder als betrachter [...]
Ab wann ist man als Betrachter so nah am Geschehen, das man dies als eigene Erfahrung deklarieren kann? Ich möchte die Frage gerne noch mal mit zwei kleinen Beispielen und dem Grundsatz, dass nur eigene Erfahrungen im Rahmen der Selbsthilfe verwendet werden sollen/dürfen, präzisieren:
1. Alkoholismus ist eine tödliche Krankheit.
Eine doch sehr häufig zu findende Formulierung, die in besonderer Deutlichkeit auf den Ernst unserer Erkrankung hinweist. Nun stelle ich diesen Satz selbstverständlich nicht in Frage, muss aber doch hinzufügen, dass mir selbst die Erfahrung von Intensivstation oder anderen, lebensbedrohlichen Zuständen erspart geblieben ist. In den letzten 15 Monaten habe ich auch niemanden bei einer solch lebensbedrohlichen Situation beobachtet. Also fußt die obige Aussage in meinem Falle einzig und allein auf den Berichten derer, die eine solche Situation bereits durchlebt haben. Streng genommen dürfte ich diesen Satz also nicht verwenden, weil er eben aus der Reflexion von Erzähltem und Gelesenem entsteht und nicht aus meiner eigenen Erfahrung. Oder darf ich doch ![]()
2. Nur nicht Trinken reicht nicht.
Auch ein sehr verbreitetes Theorem und ich möchte auch gar keine Zweifel an der Richtigkeit desselben hegen, aber auch hier frage ich mich nach der Berechtigung, mit der ich dieses letztendlich im Rahmen der Selbsthilfe als eigene Erfahrung verwenden darf. Mir selbst sind bisher Rückfallerfahrungen erspart geblieben (und das soll auch so bleiben), ich habe daher auch nicht die Möglichkeit, retrospektiv mein eigenes Verhalten auf Mängel in der Trockenheitsarbeit zu überprüfen, die in der Analyse zu obiger Formulierung führen. Im Laufe der Zeit habe ich aber durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema Alkoholismus schon ein Gefühl dafür bekommen, ob ein „Frischling“ seinen Weg ernsthaft und konsequent in Angriff nimmt, oder ob doch nur eine Trinkpause entsteht. Dies habe ich sowohl hier im Forum, als auch im RL feststellen müssen. Nun gilt aber auch hier: Dieses Erkennen von Fehlerhaftigkeit basiert ausschließlich auf der Reflexion von Erzähltem bzw. Gelesenem. Eine wirklich am eigenen Leib entstandene Erfahrung ist dies jedoch nicht, also auch hier die Frage, ob ich denn überhaupt die Berechtigung habe, jemandem diesen Satz mit auf den Weg zu geben ![]()
So, ich hoffe, meine Frage so ein wenig genauer umrissen zu haben
.
Freue mich natürlich über jede weitere Antwort.
Liebe Grüße
J.
Hallo miteinander,
habe einige Tage nicht geschrieben, also hier mal ein kurzes Update:
Alles wie gehabt, keine besonderen Vorkommnisse, keine unerwarteten Schicksalsschläge, und nicht zu vergessen: Weiterhin zufrieden trocken! Allerdings mache ich mir in letzter Zeit so meine Gedanken darüber, wie ich mich in Zukunft weiter mit meinem Alkoholismus beschäftigen möchte. In nächster Zeit werde ich mal ein wenig darauf achten, wie ich am effektivsten an meiner Trockenheit arbeiten kann – hier oder in meiner RL-SHG. Denn obwohl ich den Austausch hier doch sehr produktiv empfinde, nehme ich leider auch eine Menge gedanklichen Unfugs hier aus dem Forum mit, also Geschichten, über die ich unsinnigerweise nachdenke, ohne das dies einen effektiven Nutzen für meine Trockenheit hätte. Dieses „Abschalten“ von uninteressanten Informationen gelingt mir im RL doch erheblich besser. Nun ja, wie sagte ein weiser Mann so schön: Schau’n mer mal!
In diesem Sinne.
Liebe Grüße
J.
Hallo miteinander,
ich habe mal wieder eine richtig doofe Frage an Euch alle
.
Im Ernst:
Ab und an wird ja hier im Forum gerne der Hinweis erteilt, dass wir uns primär auf den Austausch eigener Erfahrungen beschränken sollten. Das ist denke ich von Grundsatz her auch völlig in Ordnung, aber wie weit können (oder sollen) denn die eigenen Erfahrungen jetzt gefasst werden? Wie nah muss ich eine „Geschichte“ miterlebt haben, um sie im Rahmen der Selbsthilfe als Erfahrung verwenden zu dürfen?
Ich möchte das jetzt gar nicht weiter ausführen, sondern das Wort an Euch weitergeben, also:
Was versteht ihr unter „eigenen Erfahrungen“?
Liebe Grüße
J.
Na, dann auch von mir mal ein herzliches Willkommen hier im Forum,
ZitatAus meiner Vergangenheit weiß ich, dass es „nur ein Bier“ für mich nie gab und auch nie geben wird. Trinkpausen habe ich noch nie probiert. Der Entschluß stand nach langer Selbstbeobachtung fest.
Klingt sehr bekannt – So habe ich vor 15 Monaten auch meinen Weg begonnen
.
Nimm Dir hier das mit, was Dich auf Deinem Weg weiterbringt!
LG
J.
Hallo Elke,
na, da mag ich natürlich auch nicht versäumen, Dir zu gratulieren. Also:
Herzlichen Glückwunsch!
Auch klasse, dass Du vom Personal die Möglichkeit bekommst, hier den Kontakt zu halten. Ist nicht selbstverständlich!
Zu Deiner Nachbarin: Es ist ihr Leben! Schön, dass Du Dich auf Dich und Deine Alkoholfreiheit konzentrierst.
Alles Gute weiterhin :D!
Liebe Grüße
J.
Hallo zusammen,
mal wieder ein kurzer Bericht aus dem Westen.
Alles in Allem betrachtet geht es mir/uns zur Zeit ziemlich gut. Die kleineren Probleme des Alltags lassen sich recht schnell beheben und die etwas Größeren haben auch noch keine wirkliche Dringlichkeit. Finanziell betrachtet fließen momentan zwar keine Reichtümer in unsere Kassen, aber vom Hungertuch sind wir doch noch ein gutes Stück entfernt. Also, was bewegt mich zur Zeit?
Zunächst einmal der ungeborene Nachwuchs. Bei der letzten Untersuchung hat der Arzt eine Amniozentese angeregt, da aufgrund von Alter und Blutwerten meiner Partnerin schon eine etwas erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Behinderung des Kindes anzunehmen sei. Hmmm, nun kann man von Wahrscheinlichkeiten ja halten was man mag, aber meiner Partnerin ist es schon wichtig zu wissen, ob jetzt alles in Ordnung ist. Ich persönlich fröne zwar eher einem fröhlich-blöden Optimismus und habe so einfach grundsätzlich keine Zweifel an der Gesundheit unseres Kindes, aber eine Gewissheit ist ja per se auch nicht verkehrt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich (wir) aus diesem Optimismus heraus auch noch nicht das gemeinsame Gespräch gesucht haben, wie unser Leben eigentlich mit einem behinderten Kind aussehen würde/könnte/müsste … Na ja, aber irgendwie sind es eben doch auch Gedanken zu ungelegten Eiern (oder eben nichtgeborenen Kindern
).
Anderes Thema, welches sich so langsam anbahnt, wäre die Suche nach einer neuen Wohnung. Hier besteht zwar noch keine akute Dringlichkeit, aber spätestens in einem Jahr wäre eine neue Bleibe schon angebracht. Dabei werde ich allerdings immer wieder auf ein Neues durch die hier etablierten Mieten erschüttert. Das Geld, welches man hier für eine einigermaßen vernünftige 3-Zimmer-Whg ausgeben muss, reicht anderenorts zur Finanzierung eines stattlichen Einfamilienhauses auf 1500 m2 Grund
. Manchmal doch eine fiese Sache, das mit dem freien Markt
. Aber auch hier bin ich optimistisch und da wir ja auch noch über Familie und viele Bekanntschaften verfügen, gehe ich davon aus, dass wir schon etwas Ordentliches finden werden.
Ansonsten sind mir wieder einige Geschichten über den „aktiven“ Kollegen eines Bekannten zu Ohren gekommen. Ich hatte mir dazu ja mal erlaubt, hier die Frage nach Alkoholismus am Arbeitsplatz zu stellen. Wie es wohl im Moment aussieht, möchte die betroffene Person wohl nicht auf den Konsum alkoholischer Getränke dauerhaft verzichten und die dritte Abmahnung steht kurz vor der Zustellung. Lieber arbeitslos trinken, als alkoholfrei arbeiten :?. Verbleibt nur der Verweis auf den notwendigen Tiefpunkt. Interessant finde ich für mich, dass ich unter Berücksichtigung meiner eigenen Erfahrungen vor meiner Abstinenz das Verhalten dieses Menschen nachvollziehen kann. Auch wenn mich mein Alkoholismus nie den Arbeitsplatz gekostet hat, so ist es mir letzten Endes mit meinem Studium ähnlich ergangen.
Soweit mal von hier.
Liebe Grüße
J.
Hallo Koko,
Zitat von clareIch könnte es auch so formulieren: "Was bildest du dir eigentlich ein, besser beurteilen zu können, was anderen Forenteilnehmern gut tut, als sie selbst?"
clare hat das wirklich wunderbar auf den Punkt gebracht!
Du wirst niemanden herunterziehen können, höchstens diejenigen, die Dir bereitwillig in den „Abgrund“ folgen möchten. Ich wüsste auch nicht, wie Dir ein Rückzug in Dein eigenes kleines Reich jetzt helfen könnte – es sein denn, Du möchtest Dein Heil doch wieder in der einen oder anderen Flasche Wein suchen :?.
Take care!
LG
J.
Hallo Pia,
ZitatDas erste mal das ich dachte ich könnte ein Problem haben war 2003. Doch ich bestrafte, oder wollte das meinen meinen Mann mit Alk, wenn er nicht tat was ich wollte. Komisch ich weiß war mir auch nicht so bewusst.
Tja, „Gründe“ für das Trinken haben wir ja alle mal gehabt
. Das perfide an der Geschichte ist doch, dass sich diese Kausalität irgendwann einmal umgekehrt hat:
Ich habe einen Grund >>> darauf trinke ich mir einen!
Ich will einen trinken >>> na, dann such ich mir doch mal schnell einen Grund!
ZitatIch spüre was mit mir los ist, bin auch ehrlich mit mir, das hoffe ich zumindestens. Ich weiß das ich nicht Alk gefährdet bin, sondern ich muss vieles verstehen. Das hat auch mein Therapeut erkannt. Er sagte auch das ich ein Kopfmensch bin, was ich auch bin, und das ich es mir erst im Kopf zurecht legen muss um es sacken zu lassen und zu leben.
Das finde ich prinzipiell auch gar nicht verkehrt, also das Hinterfragen eigener Erfahrungen und auch das Beobachten der Entwicklungen anderer Fäden hier im Forum (oder auch in RL-SHGs). Ich für mich frage z.B. bei einem Rückfall aber nicht aktiv nach, weil ich der Meinung bin, dass die Analyse eines Rückfalls schon dem Betreffenden selbst überlassen werden sollte. Zum einen kann ich an dieser Stelle nicht unterstützend wirken, zum anderen sehe ich für mich die Gefahr, mich zu sehr mit „infizierten Gedankengängen“ zu beschäftigen. An dieser Stelle sagt mir mein Kopfmensch also: „Halt Dich zur eigenen Sicherheit da raus“
. So als kleiner Tipp von mir (kam ja auch von vielen anderen): Der Kopfmensch muss auch lernen zu sortieren, was für Dich und Dein Leben wichtig ist, und was eben nicht.
Bleibt noch der Kinderwunsch: Na, dann wünsch ich mal viel Erfolg. Und ja, ich/wir bekomme/n erstmalig Nachwuchs :D.
LG
J.
Hallo live,
stell Dir doch einfach die Frage, was für Dich die schlimmere Bedeutung hat:
Wieder trinken? ... oder:
Beim Trinken erwischt werden?
Gar nicht so sehr auf die Gefühle in Deinem Traum bezogen, sondern auf die Gefühle, die Dir solche Vorstellungen im wachen Zustand bescheren. Dazu solltest Du Dir die Fragen von Jürgen beantworten und von da aus geht es weiter.
LG
J.
Hallo Pia,
na dann mal ein paar Gedankenanregungen
:
ZitatMein Rückfall hatte ich, weil ich nicht glauben wollte Alk zusein, heute weiß ich das!
Glaubst Du, dieses Wissen allein ist ein zuverlässiger Schutz? Ich denke, es gibt recht viele „Aktive“, die zwar ganz genau wissen, dass sie Alkoholiker sind, aber das auch ganz schnell mit ein paar ordentlichen Schlucken wieder verdrängen.
Nur mal mein eigenes Beispiel:
Dass ich ein Alkoholproblem habe, wurde mir zu Zeiten meiner Abiturprüfungen bewusst, als ich ohne Bier nicht schlafen konnte. Dass ich nicht kontrolliert trinken kann und mich daher vom Alkohol vollständig lösen sollte, weiß ich seit dem Jahr 2000 und das finster-böse Wort Alkoholiker habe ich im Zusammenhang mit mir selbst erstmalig 2001 verwendet. Aber trotzdem habe ich noch einige Jahre munter weiter gesoffen! Dieses Wissen allein hat mir jedenfalls nicht geholfen!
ZitatEine Lösung meine Problems sieht anders aus, bei meinem Problem heißt die Lösung vielen erfühlten neuen S** mit meinem Mann und sollte kein Kind kommen, werde ich nicht beginnen zu saufen, sondern mir mein Leben anders einteilen, was ich ja auch tue.
Hmmm, ein Kind zu bekommen und großzuziehen ist sicher eine große und erfüllende Aufgabe (steht mir ja auch bevor), aber ich zweifele ein wenig daran, dass diese Aufgabe allein auch wirklich dazu geeignet ist, eine stabile Trockenheit zu erlangen. Versuch es doch einfach anders herum: Kümmere Dich zunächst um Dich und Dein Leben und betrachte ein Kind, so es denn kommen sollte, als ein zusätzliches Geschenk oben drauf. Mach Dich selbst und Deine Nüchternheit nicht unbewusst abhängig von der Erfüllung dieses Wunsches.
Soweit mal.
LG
J.
Hallo Pia,
Du gibst dem Thema Alkohol wieder mehr Raum in Deinem Leben, weil Du Dich sehr viel und ausgiebig mit den Rückfallgeschehen anderer Teilnehmer beschäftigst und darüber hinaus auch noch Statistiken zur Sprache bringst, die Dir als Frau einen besonders schweren Weg auferlegen. Diese Dinge sollten für Dich jedoch nur eine geringe Relevanz haben, wenn Du Dich um Deine eigene Trockenheit bemühst!
Zu den Rückfällen der anderen:
Warum jemand ins Stolpern gekommen ist, ist doch prinzipiell für Dritte völlig unerheblich. Selbst für den Betroffenen spielt die Begründung eine untergeordnete Rolle, denn viel wichtiger sind doch die aus dem Rückfall zu ziehenden Konsequenzen für einen neuen, erfolgreicheren Start in die Trockenheit.
Zu den Statistiken:
Die Zahlen mögen stimmen, vielleicht tun sie es auch nicht. Wer möchte das schon so genau sagen, ohne auf eine wirklich verlässliche Quelle verweisen zu können. Ob als Mann oder Frau, ob in jungen Jahren oder erst im hohen Alter, ob mit einer stationären LZT oder ohne … Die Möglichkeit, trocken zu werden und es auch zu bleiben, hat jeder von uns.
Kleines Beispiel zum Thema Statistik bzw. Stochastik:
Die Wahrscheinlichkeit, mit einer Reihe Lotto den Jackpot zu bekommen, liegt bei ca.1:140.000.000. Je mehr Reihen man aber tippt, desto besser werden die Chancen:
1 : 140.000.000 bei einer Reihe
1 : 14.000.000 bei 10 Reihen
1 : 140.000 bei 1.000 Reihen
1 : 1.400 bei 100.000 Reihen
1 : 14 bei 10.000.000 Reihen
Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, Du rennst gerade zu Bank und plünderst Deine Konten, oder ich konnte Dir verdeutlichen, wie viel Sinn es macht, sich mit statistischen Wahrscheinlichkeiten auseinander zu setzen
.
Soweit mal. take care.
LG
J.
Hallo ihr zwei,
eine kleine Anmerkung zu Kaffee:
Es gibt Menschen, die auf Kaffee nicht so besonders gut reagieren. Insbesondere durch die hohe Koffeinzufuhr kann es dazu kommen, dass manch einer Herzrasen, Schweißbildung und zittrige Finger bekommt. Die Symptomatik ähnelt doch teilweise sehr stark den altbekannten Entzugserscheinungen und diese haben viele von uns ja früher sehr intuitiv mit Alkohol bekämpft. Von daher: Vorsicht mit Kaffee!
Keine Kritik an Euch, sollte man imho einfach nur immer mit dazu schreiben
.
Liebe Grüße
J. (der auch viel Kaffe trinkt
)
Hallo Mandy,
Ein Thema, ohne Boden, im Fass.
So könnte man es ausdrücken
.
Generell betrachte ich das Ärgernis „Trinken in der Öffentlichkeit“ und die damit einhergehenden Begleiterscheinungen vor Allem aus meiner Sicht und meinem Bedürfnis nach Sauberkeit und Sicherheit. Wenn ich also zur Straßenbahn möchte, dann will ich einfach nicht durch Pinkelpfützen waten müssen und genau so wenig möchte ich, dass meiner Partnerin dort zu abendlicher Stunde irgendwelche Obszönitäten zugerufen werden. Beides ist aber leider schon vorgekommen. Daher begrüße ich in meinem eigenen Interesse Beschränkungen und Verbote in dieser Richtung. (Die Verkehrsbetriebe in Köln z.B. haben in Ihren Fahrzeugen bereits seit einiger Zeit ein generelles Verzehrverbot eingeführt und ich habe tatsächlich weniger Probleme mit herumrollenden Bierflaschen und Mayo-Schmierereien feststellen dürfen. Sehr erfreulich)
Ob, und in welchem Rahmen das bei den „Aktiven“ Denkprozesse oder Tiefpunkte generiert, ist letzen Endes gar nicht meine Baustelle. Da muss schon ein jeder selbst den Willen zu einer Lebensumstellung aus der Sucht heraus entwickeln.
Liebe Grüße
J.