Beiträge von JoeDoe

    Hallo Lydia,

    Zitat von phoenix75

    ... ihre Kinder geschlagen haben, ihre Kinder in den Suizid getrieben haben.


    na, das sind dann wohl die anderen Extreme :cry: .

    Wie auch immer, ich wünsch Dir jedenfalls Alles Gute zu Deinen ersten zwei Monaten :D . Auf das diesen noch viele, viele, viele Weitere folgen mögen!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Brigitte und @all,

    mit der Caritas bin ich ja auch seit geraumer Zeit in Kontakt. Die dort angebotenen Therapiemöglichkeiten kann man aber auch erst nach einer gewissen Zeit in Anspruch nehmen. Insbesondere ist das "vorgeschriebene Procedere" dabei einzuhalten: Teilnahme an Orientierungsgruppen und anschliessend der Antrag auf ambulante Reha. Eine Beschleunigung dieses Vorganges ist leider nicht möglich (was ich eigentlich begrüßt hätte). An den Orientierungsgruppen werde ich ab November (hier war auch Oktober geplant, aber leider ist noch kein Platz frei geworden!) teilnehmen und dann, wenn alles gut läuft, ab Januar oder Februar die ambulante Maßnahme in Angriff nehmen können.

    Das ist dann jedenfalls schon mal etwas zügiger! Die Bedenken, die ich bezüglich dieser Therapie habe, lasse ich an dieser Stelle mal außen vor, weil sie sich im Bereich der Spekulation bewegen!

    Naja, ich komme mir halt manchmal so vor, als ob ich mit meinem Auto über ein Nagelbrett gefahren wäre und mit letzter Kraft den Weg zum Reifenhändler geschafft hätte. Und nach kurzer Begutachtung des Schadens sagt der Geschäftsführer dann zu mir: "GUT, das Sie gekommen sind. Nun fahren Sie mal schön vorsichtig auf Ihren Felgen weiter und kommen in einem halben Jahr noch mal wieder. Dann können wir Ihnen helfen!"

    Aber wie schon von einem klugen Mann zu mir gesagt: Mein Leben muß ich schon selber leben! Auch wenn es die nächsten zehn Jahre keine neuen Reifen gibt!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lydia,

    Blizzard hat ja schon das Wesentliche gesagt, was den Hintergrund eines solchen Verhaltens betreffen könnte. Im Grunde genommen kann Dir dieser Mensch doch nur Leid tun, weil er nicht die notwendige Reflexion betreibt, die ihm den Schaden, den sein Verhalten bei seiner Familie angerichtet hat, bewusst macht! Denn auch wenn er sich im Umgang mit seiner Familie nichts vorzuwerfen hat (oder eben dieses subjektiv so empfindet), so sitzt er ja nun doch zusammen mit Dir und anderen in einem Raum und thematisiert sein Suchtverhalten! Also warum tut er das denn, wenn er doch so ein toller Hecht ist? :roll:

    Wir Menschen sind eben nicht alle nett :( !

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lydia (Entschuldige bitte Vaan)

    Zitat von phoenix75

    ... über das Kinnladen-Erdbeben mußte ich eben echt lachen.


    Ich glaube, das kam aus meinem Nachbarthread, deshalb Danke ich Dir mal an dieser Stelle für das kleine Kompliment :wink:

    Hallo Vaan,

    was mir noch zu Deinem Arztbesuch einfällt: Das andere Menschen aus Unwissenheit, Ignoranz oder anderen Beweggründen Deinen Alkoholmißbrauch nicht wirklich ernstnehmen, sollte Dich auf Deinem Weg nicht irritieren! Als ich in der Entgiftung war, haben mir einige der Mitpatienten echt Dinge auf den Kopf zu gesagt wie: "Ach, Du hast doch gar kein echtes Alkoholproblem. Sieh zu, dass Du Dein Leben in die Hand nimmst und dann wird schon alles wieder gut - und da werden Dir sicher auch noch ein paar Kästen Bier über den Weg laufen - Und Dir auch gut tun!" :?

    Wenn Du Dir darüber im Klaren bist, dass Du mit Alkohol nicht mehr umgehen kannst, dann sollte diese Einsicht für Dich die Basis sein, der Trinkerei den Rücken zu kehren, und nicht die Meinungen von anderen Personen - seien es auch Ärzte!

    Soweit.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen,

    Hatte heute endlich :!: den Termin beim Doktor für die Seele.

    Tja, was soll ich nun sagen??? Also erstmal: Einen Psychologen bzw. Psychotherapeuten auszuwählen ist ja vom Prinzip her schon einmal recht schwierig: Die meisten geben öffentlich wirklich nur Ihre Adresse und Telefonnummer preis. Wie sie arbeiten, oder ob sie sich thematisch spezialisiert haben, bleibt für den interessierten Klienten-Anwärter zunächst einmal im Dunkeln! Nun ja ... Habe mich ein wenig umgehört und auf eine Empfehlung vertraut. Heute also der Termin!

    Das Beratungsgespräch umfasste ein gute 3/4-Stunde, in der ich meine Problematik schilderte und er seine Behandlungsweisen vorstellte ... Soweit wohl auch alles normal. Grundsätzlich ein symphatischer Mensch, mit dem ich mir vorstellen könnte, weiter zu arbeiten (auch wenn das nach einem einzigen Gespräch sicher noch kein umfassender Eindruck war). Bei der konkreten Ausleuchtung des weiteren Vorgehens dann die, mich tief erschütternde Nachricht: Intensives Arbeiten im Rahmen einer "echten" Therapie frühestens nach 18 Monaten Wartezeit! :shock:

    Diese Information gab mir der gute Mann um ca. 11:34Uhr. Sollten Euch Berichte zu Ohren kommen, dass um diese Uhrzeit ein Beben der Stärke 4,6 im Kölner Raum festgestellt wurde: Das war meine Kinnlade, die mit einem infernalischen Getöse auf dem Praxisboden in tausen Teile zerschellte!

    Im Ernst: Ich war doch ein wenig geschockt. Zur Überbrückung hat er mir Gespräche im 4-Wochen-Takt angeboten und weil der Mann auch noch einen Dr.med. in seiner Tasche hat, haben wir noch die Möglichkeiten einer überbrückenden Medikation besprochen (Letzteres habe ich zumindest vorläufig abgelehnt).

    So isses! Zum Schluss hat der Mann mir aber einen Satz mit auf den Weg gegeben, der an Banalität zwar kaum zu übertreffen ist, der für mich allerdings in gewisser Weise den Kern meiner Probleme trifft: Auf die Frage, was ich denn jetzt die nächsten vier Wochen machen soll, so da tief unten in meinem Loch?, antwortete er: "Also da weiss ich auch nicht, wie ich Ihnen helfen kann, Ihr Leben müssen Sie schon alleine leben!".

    Das hört sich zwar echt komisch an, aber irgendwie hat er recht :!:

    In diesem Sinne.

    Liebe Grüße

    J. (der trotzdem heute gute Laune hat :D )

    Hallo Vaan,

    erstmal Herzlichen Glückwunsch zu den positiven Werten (<- Sagt man das eigentlich so???). Naja, jedenfalls kannst Du froh sein, dass Dein Körper das Alles so gut weggesteckt hat. (Wie Andi aber schon gesagt hat: Kein Grund, den Alkohol zu bagatellisieren!).

    Zu dem Rest ist ja auch eigentlich schon Alles gesagt worden.

    Zum Thema reale SHG nur so ein, zwei Gedanken: Ja, es kostet sicher die ersten Male etwas Überwindung, aber es kann Dir auch eine Menge bringen. Mir hilft es, mich eben nicht nur anonym vor dem Bilschirm mit meiner Krankheit zu beschäftigen und bringt mir damit eine Stärkung meines Problembewustseins.

    Zu WELCHER SHG Du allerdings gehen sollst, dass musst Du ganz allein entscheiden und ich denke, es gibt auch kein "gut" oder "schlecht". Wichtig ist, dass Du Dich in der Gruppe wohlfühlst und dadurch auch die Möglichkeit hast, Dich miteinzubringen.

    Überwindung kostet's! Aber ich war nach dem ersten Mal "stolz wie Oskar", weil ich mich dieser Herausforderung gestellt hatte.

    Liebe Grüße

    J.

    PS: Zappelschuppen :? :?:? ... Ich halt mich mal zurück, aber gib acht auf Dich!

    Hallo Vaan,

    bin auch gleich beim Arzt :wink: !

    Nur so am Rande, bei mir ist physisch noch alles OK, und das bei über 40Litern reinem Alkohol per anno über die letzten Jahre. Jeder Körper reagiert anders, hab wohl sicher auch ne Menge Glück gehabt!

    Ich drück Dir jedenfalls die Daumen!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lydia,

    ich kann mich erinnern, dass vor einigen Jahren in diversen Medien das Thema "Kontrolliert Trinken statt totaler Abstinenz" viel diskutiert wurde. Ich glaube auch den Hintergrund für derartige "Forschungen" ganz gut nachvollziehen zu können: Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit, also sind die Kassen gezwungen, dadurch entstehende Kosten zu tragen. Wenn man sich jetzt mal den ein oder anderen Fall anschaut, in dem ein Erkrankter trotz zig Entgiftungen und Therapien dennoch am Ende an den Folgen seines Alkoholismus verstirbt (selbstverständlich nach mehrwöchiger intensivster stationärer Behandlung), dann kann man sich vielleicht vorstellen, welche enormen Kosten da für den Versicherungsträger entstehen. Das in diesem Zusammenhang der Gedanke entstehen kann, dass man einen Alkoholiker durch intensive therapeutische Betreuung auf ein weniger gefährliches Niveau "herunterschrauben" kann, ist unter dem finanziellen Aspekt durchaus nachzuvollziehen. Das sind simple Kosten-Nutzen-Rechnungen, Marktwirtschaft, die Welt, in der wir eben leben. Manchmal recht bitter!

    Eigentlich hatte ich gedacht, dass diese theoretischen Ansätze durch die Realität wieder ins wissenschaftliche Abseits geraten wären, aber wenn Deine Freundin ein Gespräch mitbekommen hat, in dem es aktuell immer noch um solche Experimente geht, na dann hab ich mich da wohl geirrt ...

    Aber das sollte Deinen, meinen und unser aller Willen nicht schmälern, dem Alkohol dauerhaft und konsequent den Rücken zuzukehren!

    In diesem Sinne.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo kommal,

    das Gefühl, sich selbst zu misstrauen, kenne ich auch. Darin liegt wohl auch meine Unsicherheit oder besser gesagt meine Unkenntnis begründet, wie viel zusätzliche Sicherheit ich durch den bedingungslos offenen Umgang mit meiner Krankheit gewinnen kann :?:

    Und da ich zur Zeit noch so viel Stress wie möglich vermeide, habe ich natürlich auch keine Ahnung, wie es mit meiner persönlichen inneren Kapitulation aussieht, wenn ich unter Druck gerate, oder mich mit Problemen konfrontiert sehe :?:

    Jedenfalls fühle ich mich im Moment sehr gut: Der Wille, abstinent in die Zukunft zu gehen, ist ausgesprochen stark, und die Sicherheiten, die ich in meinem Umfeld aufgebaut habe, sind zur Zeit auch mehr als ausreichend: Die Bratpfanne, die mich am Hinterkopf treffen würde, wenn ich hier mit einem Bier säße, würde mir die nächsten Wochen andere Probleme als Alkohol bescheren :wink: (Was aber nicht bedeutet, dass ich meine Trockenheit FÜR andere in Angriff nehme).

    Die Zeit wird's zeigen!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo kommal,

    Ich freue mich für Dich, dass Du eine so positive Bilanz für das letzte Jahr ziehen kannst. Deine Worte klingen optimistisch und geben Hoffnung, den Teufelskreis der Sucht durch einen konsequenten Weg durchbrechen zu können. (Und diese ehrlich gemeinte Meinung von einem bekennendem LZ-Verweigerer :wink: ).

    Ich wünsche Dir ein weiteres Jahr mit all diesem positiven Erleben und natürlich auch ein zweites und ein drittes und ... Auf das Du jeden Tag auf's Neue genießen kannst!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen,

    kommal :
    Jupp, das "Outen" ist Dauerthema. Ich denke auch, dass viele (vielleicht sogar alle) sich im Rahmen ihrer beginnenden Abstinenz mit diesem Thema mehr oder weniger intensiv auseinandersetzen. Und natürlich sehe ich auch die mögliche Gefahr, durch ein Verschweigen der Krankheit eher in die Versuchung zu kommen, doch einmal ein Glas zu probieren. ALLERDINGS stellt sich mir dann die Frage, ob man dann die eigene Krankheit auch wirklich als solche und mit der vollen Konsequenz akzeptiert hat? Ist natürlich nur so ein Gedanke: Möglichst viele Sicherheitsnetze aufspannen, weil man irgendwo tief im Inneren nicht ehrlich kapituliert hat! (Bitte nicht auf Dich beziehen! Ist nur ein theoretischer Ansatz).

    Vaan und Lydia:
    Ja, Banane und Aprikose sind grundsätzlich nicht als 100%ige Säfte zu erhalten (zumindest sind mir derartige Angebote noch nicht unter die Nase gekommen). Hier sind also Zuckerzusätze anzutreffen. Was die Sache mit den Zähnen angeht, sei mir nicht bös, mein lieber Vaan, aber da musste ich doch ein wenig schmunzeln. Der Zusammenhang zwischen möglicher Karies und morgendlicher Müdigkeit und Mattheit erschließt sich mir leider nicht ganz :wink: . Trotzdem Danke für den Tipp, es mit den Säften der Zähne zu Liebe nicht zu übertreiben!

    Und ach, weil Du es erwähntest, liebe Lydia: Nächsten Monat findet eine Hochzeit statt. Und ja, ich werde daran teilnehmen! Es ist ein sehr guter Kumpel aus alten Trinkerzeiten. Ja, was haben wir früher die Bude zum glühen gebracht! Mann oh Mann! :shock:

    Aber keine Angst: Nach einigen vergeblichen Versuchen, seine Trinkgewohnheiten durch Trinkpausen unter Kontrolle zu bringen, hat er bereits vor über fünf Jahren die Trockenheit für sich als Weg gewählt und so wird auch die Hochzeit :wink: !

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lydia,

    es ist ja auch nicht die Frage, "wie" krank ich bin, sondern vielmehr diese: Welche Situationen oder Umstände sind in der Lage, mein Krankheitsbewustsein zu unterlaufen und welche Schritte leite ich ein, um hier Vorsorge zu treffen ... Den Teufelchen sozusagen Redeverbot erteilen :wink: !

    Und das mit dem Saft ... nun ja, werde das am Do. noch mal mit meinem Hausarzt besprechen (ist auch Sportmediziner ... wegen Zucker bzw. Insulin). Vielleicht gibt das ja auch noch einen Erklärungsansatz?

    So, ich muss weg!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lydia,

    ja, das hast Du jetzt vielleicht etwas besser ausgedrückt, als ich es getan habe. Natürlich ist mir klar, dass Alkoholismus als Krankheit entweder besteht, oder eben nicht. Aber dennoch glaube ich -wenn ich Dein Bild einmal weiter verwende-, dass es einen Unterschied macht, an welcher Station man dem Zug in den Tod entstiegen ist. Es mag durchaus sein, dass ich bei dieser Annahme irre, aber deshalb schreibe ich meine Gedanken ja hier auch nieder :wink:

    Die Frage, wie stark ich mich vor möglichen Versuchungen in Zukunft schützen muss, hängt doch auch davon ab, wie sehr der Alkohol mein Leben bereits dominiert hat. Oder anders ausgedrückt: Wie viel Willen ich eigentlich habe, um künftig Saufdruck zu widerstehen?

    Um auf meine ursprüngliche Fragestellung zurückzukommen: Ist es für mich notwendig, JEDEN über meine Krankheit zu informieren, weil mir die Sicherheit, die diese Offenheit mit sich bringt, wichtiger ist, als eventuelle Nachteile, die sich mir durch Vorurteile und Unkenntnis ergeben :?:. Ich denke da zum Beispiel auch an Bewerbungen, die ich in nächster Zeit einmal so langsam in Angriff nehmen möchte: Mit Lücken im Lebenslauf und Alkoholismus als Thema im Anschreiben, glaube ich nicht an eine reele Chance auf ein Bewerbungsgespräch. :roll:

    ABER: Der wesentliche Punkt bei dieser Geschichte ist ja auch: Wie fühle ICH MICH, welche Situationen sind für MICH problematisch. Es geht darum, MEIN Leben trocken zu leben, und nicht darum, mich mit dem Alkoholismus anderer zu vergleichen (wie ich es heute Morgen geschrieben habe). Insofern wird es sich zu gegebener Zeit zeigen, welchen Grad der Offenheit ich benötige, um auch weiterhin zufrieden ohne Alkohol leben zu können - WENN ich weiter auf mein Gefühlsleben acht gebe!

    Ha, wieder was gelernt :!::!::!: Danke!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo kommal,

    Zitat

    ...WENIGSTENS??? Nur EINEN??? Ist ja nur mal so??? Wie weit gehen deine Gedanken?


    Hmmm, war wohl ein wenig blumig formuliert :wink: , nein, im Ernst: Ich glaube mich schon so weit einschätzen zu können, dass ich nie EINEN Schluck trinken würde, genauso wenig, wie ich nur EINE Flasche trinken würde. Da hast Du natürlich recht: Entweder man trinkt, oder man trinkt eben nicht!

    Mir stellt sich halt die Frage, welche Risikofaktoren für mich von Relevanz sind, was sich also als Gefahr für meine Abstinenz entwickeln kann. Und das angesprochene Mundwasser zähle ich definitiv nicht dazu: 300 Meter von mir entfernt ist eine 24h-Tanke, gut einen halben Kilometer weiter die nächste - Also kein Grund, über das Mundwasser herzufallen.

    (Mit meiner Partnerin gehe ich bezüglich des Alkohol auch sehr offen um - Wir sind schon seit Jahren ein Paar und leben auch zusammen, das geht nur mit Vertrauen und Ehrlichkeit!).

    Und Du hast natürlich recht: Die eigene Stabilität sollte mir von Wichtigkeit sein, nicht die der Anderen. Selbst der intensivste Erfahrungsaustausch wird mich nicht schützen, wenn ich es unterlasse, in mich hinein zu horchen, um Gefahren zu identifizieren und sie zu meiden!

    Und das ist wohl auch schon wieder so eine Sache, die Geduld erfordert :wink: .

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Blizzard,

    Zitat von Blizzard

    Aber wenn bei dir das Absetzen des Saftes zur Wirkung hat, das du dich am nächsten Morgen besser fühlst, dann ist doch alles in Ordnung. :)


    Da hast Du natürlich vollkommen recht. Ich bin allerdings auch ein ganz schlimmer Mensch, der immer Alles wissen will! :wink: Neben der Erfahrung und der daraus abgeleiteten Konsequenz fehlt mir nun noch das kausale Moment, also der wahre Grund, warum mich Saft so ermatten lässt! Vielleicht liegt es auch wirklich am Zucker/Insulin und nicht an den doch geringen Alkoholmengen. Hmmm, werde weiter forschen.

    Anderes Thema:

    Leider konnte ich am Sonntag nicht am Themenchat teilnehmen :cry: . Das Thema hätte mich allerdings schon sehr interessiert: Bin ich doch zur Zeit auch noch etwas reserviert, wenn es um den absolut offenen Umgang mit meiner Alkoholkrankheit angeht. Mir ist dabei schon bewusst, welchen Vorteil ein solches Verhalten in Bezug auf eine erfolgreiche Abstinenz haben kann, dennoch mache ich mir dabei so meine Gedanken, ob ich diese "Sicherheitsoffenbarung" für meine Zukunft brauche?

    Dabei muß ich leider auch feststellen, dass ich wieder beginne, den Grad meiner Alkoholkrankheit ausmachen zu wollen: Als ich in den ersten Tagen meiner Abstinenz in der Klinik war, habe ich versucht, mich mit den anderen Patienten zu vergleichen, habe versucht, die Schwere und Bedrohlichkeit meiner Erkrankung zu erfassen. Da ich in diesem Zusammenhang noch einer der "fittesten" war, habe ich das beendet, um meinen Konsum und die daraus entstehenden Probleme nicht bagatellisieren zu können (Ja, die Versuchung war groß!). Ich habe mir also gesagt, dass mein Alkoholproblem genau so groß ist, dass es eben ein PROBLEM ist - unabhängig davon, wie weit einen die Pfade der Suchtkarriere noch führen können.

    Nun stelle ich mir Frage allerdings im Zusammenhang mit der Frage der künftig benötigten Risikominimierung erneut: Wieviel Offenheit ist nötig, um mich nicht in Versuchung zu bringen, bzw. wie massiv ist der Drang, mich wieder mit Alkohol zu vernebeln? Da stellen sich dann solche Fragen: Soll ich meiner Partnerin verbieten (oder sie zumindest um Unterlassung bitten), Mundwasser zu verwenden, weil ich nicht weiss, ob ich in einem schwachen Moment darüber herfallen könnte :roll::?:. Ich selbst käme nie auf die Idee, aber gelesen hat man ja schon davon. Oder eine zufällig gefundene Bierflasche? Wäre ich versucht, diese zu öffnen, um wenigstens einen Schluck daraus zu nehmen?

    Also wie stabil bin ich? Wie stabil sind andere? Welcher Grad an Erkrankung liegt vor und welche Sicherheitsmaßnahmen sind erforderlich?

    Ich finde, dass dieser erneute Ansatz des Vergleichens ein Rückschritt darstellt. Ist aber irgendwie unumgänglich ... oder?

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lydia,

    schön, dass Du den ersten Tag so gut gemeistert hast. Auch die Offenheit bezüglich Deiner (unserer) Krankheit find ich in diesem Rahmen sehr gut!

    Ich hoffe, Deine Aufstellung heute hat Dich wieder ein Stückchen weiter zu Dir selbst geführt!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lydia und Hallo an alle Anderen,

    habe tatsächlich noch ein wenig Tee im Hause gefunden. Tja, und "der Morgen danach" war auch absolut beschwerdefrei :D . Ich sollte meinen Durst also in Zukunft ein wenig häufiger mit Tee löschen ... ist ja am Ende auch gesünder, als die süße, schwarze Coffeinbrause :wink:

    Schade, dass sonst keine weiteren Erfahrungen/Meinungen zum Thema Beschwerden durch Saftkonsum aufgelaufen sind, hätte mich echt interessiert, ob jemand ähnliche Beobachtungen gemacht hat. Ob die Effekte, die mich plagten, jetzt tatsächlich alkoholbedingt entstanden sind, oder andere Gründe dazu geführt haben - das bleibt wohl zunächst im Dunklen! Naja ...

    Jedenfalls habe ich mir jetzt als Regel auferlegt, dass ich, wenn es mir nach Saft gelüsten sollte, diesen nur bis 18:00Uhr zu mir nehmen werde. Mal gucken ...

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Blizzard,

    das klingt doch recht erfreulich, was Du berichtest!

    Und das Du mit dem Verteilen von Prospekten der eigenen Ferien-Finca in Spanien nicht wirklich näher kommst, das war Dir ja sicher auch klar. Wichtig ist ja auch erst einmal, dass Du wieder Aufgaben übernimmst und Dich langsam wieder an den Arbeitsalltag gewöhnst. Für die weiteren Schritte ins Berufsleben hast Du es ja schon selbst festgestellt:

    Zitat von Blizzard

    Tja, da heißt es nun weitersuchen, suchen und nochmal suchen.


    ... und auch das wird! Setz Dich nur nicht unter zu großen Druck!

    Und: Etwas "Mucke" auf den Ohren, wenn man sich auf dem Wege von "A" nach "B" befindet, ja das kann die Laune doch schon prima heben :wink:

    Keep going!

    Liebe Grüße

    J.