Hallo Blizzard,
Zitat von Blizzard
Aber wenn bei dir das Absetzen des Saftes zur Wirkung hat, das du dich am nächsten Morgen besser fühlst, dann ist doch alles in Ordnung. 
Da hast Du natürlich vollkommen recht. Ich bin allerdings auch ein ganz schlimmer Mensch, der immer Alles wissen will!
Neben der Erfahrung und der daraus abgeleiteten Konsequenz fehlt mir nun noch das kausale Moment, also der wahre Grund, warum mich Saft so ermatten lässt! Vielleicht liegt es auch wirklich am Zucker/Insulin und nicht an den doch geringen Alkoholmengen. Hmmm, werde weiter forschen.
Anderes Thema:
Leider konnte ich am Sonntag nicht am Themenchat teilnehmen
. Das Thema hätte mich allerdings schon sehr interessiert: Bin ich doch zur Zeit auch noch etwas reserviert, wenn es um den absolut offenen Umgang mit meiner Alkoholkrankheit angeht. Mir ist dabei schon bewusst, welchen Vorteil ein solches Verhalten in Bezug auf eine erfolgreiche Abstinenz haben kann, dennoch mache ich mir dabei so meine Gedanken, ob ich diese "Sicherheitsoffenbarung" für meine Zukunft brauche?
Dabei muß ich leider auch feststellen, dass ich wieder beginne, den Grad meiner Alkoholkrankheit ausmachen zu wollen: Als ich in den ersten Tagen meiner Abstinenz in der Klinik war, habe ich versucht, mich mit den anderen Patienten zu vergleichen, habe versucht, die Schwere und Bedrohlichkeit meiner Erkrankung zu erfassen. Da ich in diesem Zusammenhang noch einer der "fittesten" war, habe ich das beendet, um meinen Konsum und die daraus entstehenden Probleme nicht bagatellisieren zu können (Ja, die Versuchung war groß!). Ich habe mir also gesagt, dass mein Alkoholproblem genau so groß ist, dass es eben ein PROBLEM ist - unabhängig davon, wie weit einen die Pfade der Suchtkarriere noch führen können.
Nun stelle ich mir Frage allerdings im Zusammenhang mit der Frage der künftig benötigten Risikominimierung erneut: Wieviel Offenheit ist nötig, um mich nicht in Versuchung zu bringen, bzw. wie massiv ist der Drang, mich wieder mit Alkohol zu vernebeln? Da stellen sich dann solche Fragen: Soll ich meiner Partnerin verbieten (oder sie zumindest um Unterlassung bitten), Mundwasser zu verwenden, weil ich nicht weiss, ob ich in einem schwachen Moment darüber herfallen könnte 
. Ich selbst käme nie auf die Idee, aber gelesen hat man ja schon davon. Oder eine zufällig gefundene Bierflasche? Wäre ich versucht, diese zu öffnen, um wenigstens einen Schluck daraus zu nehmen?
Also wie stabil bin ich? Wie stabil sind andere? Welcher Grad an Erkrankung liegt vor und welche Sicherheitsmaßnahmen sind erforderlich?
Ich finde, dass dieser erneute Ansatz des Vergleichens ein Rückschritt darstellt. Ist aber irgendwie unumgänglich ... oder?
Liebe Grüße
J.