Beiträge von Plejaden

    So, ich melde mich dann mal bis Sonntag abend ab. Ich hoffe, dass ich rechtzeitig zum Themenchat wieder hier bin, das Thema interessiert mich schon sehr.

    Geschlafen habe ich heute gut, aber nur bis 6.30 Uhr. Danach ging das Gedankenkarussel wieder los, was ich bei der Arbeit vergessen und falsch gemacht hab etc. Da bin ich dann aufgestanden, das wollte ich mir nicht geben.

    Zitat

    Ich bin gerade mit Kommaline aus dem Urlaub zurück. Wir haben uns toll erholt. Viel Natur- und Zeit für uns.


    Ganz so erholsam wird es wohl nicht werden, es ist schließlich ein Seminar. Aber es wird mich ablenken und auf andere Gedanken bringen, und das ist für mich im Augenblick gleichbedeutend mit Erholung ;) . Und es ist schließlich ein Seminar von der SHG, d.h. kein Leistungsdruck oder so. Wenn mir nicht danach ist, muss ich auch nichts sagen. Ich entscheide das mal nach meinem Befinden.

    LG bis Sonntag
    Plejaden

    So, guten Abend nochmal. Ich hab mich jetzt für das Hobbyforum angemeldet, freu mich schon darauf da ein wenig zu schreiben :D . Vielleicht kann ich ja was Neues für mich entdecken.

    Ansonsten bin ich gefühlte zwei Minuten, nachdem ich hier in meinem Thread geschrieben habe eingeschlafen. Hab heute nacht ja nur 3 Stunden geschlafen - bin erst gegen 2 Uhr ins Bett und bin um 4.50 Uhr von alleine wieder wach geworden. Hab ziemlich schlecht geschlafen, nur von Fußnoten geträumt und was ich alles vergessen hab etc.... Nicht wirklich schön. Ich hoffe, diese Nacht wird entspannter.

    Werde mir jetzt noch einen Tee machen und dann Fussball gucken, das wirkt immer irgendwie einschläfernd auf mich (sorry, Fussball-Fans...). Die Geräuschkulisse, der grüne Rasen, das Gerenne von links nach rechts und von rechts nach links... Ach ja.

    Zitat von JoeDoe

    Genieß die freien Tage nach der harten Arbeit und gönn Dir diese kleine Auszeit!


    Ja, auf jeden Fall :D ! Es fällt mir sehr sehr viel leichter, Freizeit jetzt wirklich zu genießen, weil ich halt auf der anderen Seite etwas tue. Ich denke, das ist eins der Dinge in meinem Leben, das sich in den letzten Wochen am meisten zum Positiven gewendet hat und ein starker Rückhalt für meine Trockenheit geworden ist.

    So, bis morgen
    LG
    Plejaden

    So, da bin ich wieder. Alles hat den Umständen entsprechend gut geklappt, die CD war doch falsch, aber ich hab mein Notebook mitgeschleppt und alles neu gebrannt. Man gönnt sich ja sonst nix... Jedenfalls hab ich die Arbeit jetzt abgegeben und ich war richtig gerührt. Irgendwie interessieren sich total viele Leute für mich, wussten dass heute mein Termin ist etc. Ich hab jetzt Angst, dass ich soviel gar nicht zurück geben kann :oops: .

    Naja, ich werde jetzt auf jeden Fall alle Viere von mir strecken, meinen Tee schlürfen und Biathlon gucken. Bis Montag hab ich frei! So! Melde mich heute Abend nochmal, falls ich nich um 20 Uhr eingepennt sein sollte...

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    es ist vollbracht, die Abschlussarbeit liegt ausgedruckt neben mir auf dem Tisch. Ich bin total durch den Wind, weil ich sie nicht ganz fertig bekommen habe, es fehlt noch das Abbildungsverzeichnis. Hab mich da gestern missverständlich ausgedrückt, ich meinte die ABBILDUNGEN sind fertig, nicht das Verzeichnis... Naja, mein Plan ist morgen um 6 Uhr zur Uni zu fahren, das Verzeichnis fertig zu machen und dann dort auszudrucken und dann alles binden zu lassen. Das einzige Problem ist, dass die vom Prüfungsamt eine CD-Rom davon haben wollen. Das wird aber ein Problem, weil mein iBook irgendwie ganz andere Seitenumbrüche macht als der PC (irgendwie ist die Schrift kleiner...) und ich hab Angst, dass mir das als Betrugsversuch ausgelegt wird :? . Ich denke, ich werde morgen nochmal zum Prüfungsamt jockeln wenn die Arbeit fertig ausgedruckt ist und die fragen, was ich damit machen soll. Notfalls muss ich eben wieder heimfahren, das Ganze dann hier brennen und dann wieder dorthin fahren... für zwei CDs. Aber gut, wenn es nicht anders geht...

    Ansonsten stehen mir hoffentlich ein paar entspannte Tage ins Haus. Morgen ist frei, sobald die Arbeit vom Tisch ist, bis auf ein paar kleinere Beratungstermine und zwei Stunden arbeiten. Am Freitag - das vergaß ich zu erwähnen - fahre ich übers Wochenende mit der SHG zu einem Seminar und komme erst Sonntag Nachmittag wieder. Ich sehe das mal als eine Art Urlaub, ist vielleicht auch gar nicht schlecht, weil ich mir ja immer ein paar Tage lang Bauchschmerzen und Gedanken mache, wenn ich so eine Arbeit abgegeben hab. Ich hoffe, dass ich mich etwas ablenken kann.

    LG
    Plejaden

    Guten Abend,

    ich melde mich heute nur mal kurz, weil ich müde bin. Die Arbeit ist nun fertig, seitenmäßig gesehen, es fehlt jetzt der Feinschliff und das drumherum. Heute hat mir auch endlich mal jemand erklärt, was ein Quellenverzeichnis ist - noch mehr Arbeit, wer hätte es gedacht :roll: . Das Abbildungsverzeichnis ist fertig und ich bin es auch.
    Ach ja, heute waren wir nochmal in Sachen Wohnung unterwegs. Wir haben zu einer Wohnung, die in Betracht kommt, nähere Informationen bekommen und sie gefällt uns. Jetzt machen wir einen Besichtigungstermin aus. Wenigstens das läuft.

    @currlinger: Danke für den Link, ich hab da irgendwie nicht mehr durchgeblickt :lol: . Das was ich eigentlich schreiben wollte, schreibe ich wenn sich die Wogen wieder geglättet haben...

    LG
    Plejaden

    Guten Abend,

    mh, ich habs nicht geschafft, es fehlen noch sechs Seiten :( . Das hat positiver Weise nichts damit zu tun, dass ich nicht ordentlich und zügig gearbeitet hätte. Negativer Weise komme ich jetzt in Zeitdruck, weil ich dachte, dass ich mehr Seiten pro Tag durchbringen kann. Es riecht nach Nachtschicht.
    Daraus folgt mein Programm des heutigen Tages: War um 9 Uhr an der Uni, hab getippt getippt getippt bis 16 Uhr, bin danach nach Hause. Konnte auch nicht mehr, hab mich irgendwie leer getippt :roll: . Daheim hab ich mir dann erstmal ne Stunde Pause verordnet, danach hab ich mich nochmal an den PC gesetzt und habe die Abbildungen in ein Dokument eingefügt und noch ein wenig an dem Vorwort getippt, bis mir die Ideen ausgegangen sind. Prompt, wie soll es auch anders sein, als ich auf meinen anderen Benutzeraccount gewechselt bin kamen mir wieder neue Ideen :roll: . Die hab ich jetzt in einer Textdatei festgehalten und füge sie morgen in das Dokument ein. Es lebe Copy & Paste.

    Jetzt mache ich mir noch einen entspannten Abend, auch wenn ich Bauchschmerzen wegen der nächsten Tage habe. Aber ich glaube fest daran, dass ich es schaffe. Failure is not an option.

    Lütze : Hey, wir haben uns über Kreuz geschrieben :lol: . Ich mache seit zwei Jahren eine kognitive Verhaltenstherapie wegen meiner sozialen Ängste und Depressionen, die bald abgeschlossen ist. Die Therapie hat mich enorm weiter gebracht, die Frau war richtig gut darin mir den Kopf immer wieder gerade zu rücken und irgendwann konnte ich es dann selbst. Ich habe in dieser Zeit sehr hart an mir gearbeitet, mit Notizbüchern etc. Ich muss aber noch weiter an dieser Sache dranbleiben, weil es noch einige Baustellen gibt, z.B. fühle ich mich noch immer ziemlich schnell anderen Leuten unterlegen. Da braucht nur eine aufgedonnerte Frau in den Aufzug einsteigen und ich denke sofort "die ist ein besserer Mensch als ich". Da muss ich mir immer noch selbst gedanklich auf die Finger hauen 8) .
    Bezüglich des Alks hab ich noch keine Therapie gemacht, aber ich möchte, wenn sich die Wogen wieder geglättet haben und der normale Semesterwahnsinn eingesetzt hat, nochmal zur Suchtberatung gehen und mir ein paar Möglichkeiten aufzeigen lassen. Diesmal zu einer anderen, bei der ersten, wo ich am Anfang meiner Abstinenz war, wurde ich ja mit einem Klapps wieder nach Hause geschickt.

    LG
    Plejaden

    Zitat

    Und trotzdem behaupte ich, dass Du in jedem Moment die richtige Entscheidung getroffen hast. Auch wenn sich vielleicht sofort negative Folgen durch Dein Handeln abgezeichnet haben: Bei mangelnden Handlungsoptionen nimmt man eben den Weg, der einem am gangbarsten erscheint und somit den größtmöglichen Vorteil für einen selbst bietet.


    Mh, dann hatte ich "richtig" und "falsch" wohl zu sehr im Sinne von Gut und Böse interpretiert ;) . Das fatale an meinen Entscheidungen war eben, dass es mir sehr wohl bewusst war, dass es noch andere Möglichkeiten gab. Die lagen glasklar vor mir. Aber da war dann ein großes "aber ich kann nicht!". Und das war schon richtig finster groß. Und ich hab alle Leute beneidet, die scheinbar mühelos diese anderen Optionen wahrgenommen haben.

    Aber ich verstehe, was du damit sagen willst. Ich hatte das vor ein paar Monaten mit meiner Therapeutin durch gehabt, es lief bei mir unter dem Projektnamen "sich selbst verzeihen". Das fand meine Thera dann aber wieder nicht so gut, weil "verzeihen" ja einen vorher gemachten Fehler voraussetzt, den es bei mir ja nicht gab. Wir sind dann bei einer ähnlichen Lösung wie du gelandet ;) .

    LG
    Plejaden

    Hallo Lütze,

    na du hörst dich ja schon wieder besser an ;) . Das Wort Verschwörungstheorien fiel mir nicht von ungefähr ein, tatsächlich hatte mein Freund in seinem Leben schon öfter mit sowas zu tun, in einer ähnlichen Konstellation wie bei dir. Immer nach demselben Schema "Die F. hat bla und blub gesagt, wie kannst du das nur tun, du bist so ein Schwein!", meist im Kreuzverhör. Und er saß da und dachte sich "Hä?"
    Was ich festgestellt habe, damals, Rechtfertigungen und Erklärungen bringen da gar nichts. Wie ich jetzt, aus langem Lesen hier im Forum weiß, jeder glaubt an das, an das er glauben will. Da kannst du dich auf den Kopf stellen und mit den Füßen Fliegen fangen, hilft alles nichts.

    Von daher:

    Zitat

    Ich will mir eine Grenze setzen,wenn ich mir zuviel Ängste,Sorgen mache,versuche ich es zu nehmen,wie es ist.Als Unabänderlich.Das wird schon schwer sein,aber es muß,ist zu schaffen.


    Das ist eine gute Einstellung. Gegen subjektive Beweise, gegen Emotionen und Verschwörungen, in die sich Menschen reingesteigert haben, kannst du nichts machen. Also "einfach" akzeptieren.

    Zitat

    WAr gestern ,mal hinter der "Hamsterkäfigtür";will sagen,war spielen und spazieren gehen mit dem KLeinen drausen. Leute getroffen und schön reden können.Nicht über Ehe und Beziehung,sondern über irgendwas sonst.Gut.Es gibt ja noch Leben drausen ohne Sucht und Beziehungsstress...War mir entfallen...


    Schön :D . Es passiert mir auch immer wieder, dass ich mich einfach über ein Stück Normalität freuen kann. Was für andere selbstverständlich ist, ein selbstbestimmtes Leben, erscheint mir jeden Tag wie ein kleines Wunder.

    LG
    Plejaden

    Mmmh, da habt ihr natürlich Recht. Klar, ich habe immer etwas für mich selbst rausgezogen. Und wenn ich z.B zum fünfzigsten Mal schreibe, warum ein alkoholfreies Umfeld wichtig für mich ist, dann ist das auch gut für mich ;) . Manchmal fasse ich auch Sachen für mich zusammen, die bisher so diffus in meinem Kopf rumgeschwirrt sind.

    Ich muss nur aufpassen, dass ich mich nicht auf Nebenkriegsschauplätze verlege. So hatte ich etwa vor ein paar Wochen - hab ich glaub ich auch geschrieben - den starken Drang, den Alk-Konsum meiner Eltern kontrollieren zu wollen. In dem Sinne, dass es mich brennend interessiert hat wieviel sie trinken. Da muss ich ein wenig aufpassen.

    So, heute wird ein anstrengender Tag. Ich habe vor die Abschlussarbeit von der reinen Seitenzahl her fertig zu schreiben und dann morgen und übermorgen daran rumzuwerkeln. Morgen haben wir noch einen Termin wegen der Wohnung, dann hat die Frau ein paar Sachen zur Finanzierung ausgerechnet und vielleicht noch andere Exposees an Land gezogen. Zum Glück ist der Termin am Nachmittag, da hab ich noch genug Zeit um an meiner Arbeit zu werkeln.

    So, ich muss dann gleich mal los. Hab irgendwie keinen Bock mehr und bin froh, wenn ich die Arbeit endlich abgeben kann. Bis heute abend!

    LG
    Plejaden

    Guten Morgen,

    so, habe gestern alles geschafft was ich schaffen wollte. Außer dem italienischen Text zu lesen, aber ich war einfach zu unkonzentriert dazu. Die Bilder habe ich aber eingescannt, ging sogar schneller als ich dachte. Das war sozusagen das "Soll" ;) . Als Belohnung habe ich ein paar Fotos eingescannt, die ich vor ein paar Monaten im Wald gemacht hab, und hab ein bisschen daran rumgeschraubt 8) . Zwei sind richtig gut geworden.
    Daneben habe ich noch aufgeräumt und ein wenig fern gesehen. Abends war ich dann mit meinem Freund im Restaurant, war ein richtig schöner Abend. Er hat sogar freiwillig die Kerze auf unserem Tisch angezündet, damit es romantischer wird.

    Lütze : Danke für die Blumen :oops: . Ich schau nacher mal in deinem Thread vorbei. Ja, die Ähnlichkeit zwischen Co-Abhängigkeit und Alkoholsucht habe ich auch festgestellt. Sucht ist eben irgendwie gleich Sucht.
    Mein Freund unterstützt meine Trockenheit eher zähneknirschend, aber er hat ziemlich schnell gesehen, dass es mir so besser geht. So bin ich ihm lieber, aber er findet immer noch, dass ich im Grunde genommen übertreibe. Er trinkt in meiner Gegenwart keinen Alk mehr (z.B. gestern im Restaurant) und akzeptiert auch die alkoholfreie Umgebung.

    So, ich mach mir jetzt einen Salbeitee zum Gurgeln. Da ich nicht weiß, ob ich heute abend dazu komme zu schreiben - wir kriegen Besuch - werd ich wahrscheinlich tagsüber immer wieder mal vorbei schauen. Bis später :)

    LG
    Plejaden

    Weißt du, du machst es wirklich genauso wie ich früher. Ich hab meinen Freund auch einmal die Woche seinen Freiraum "erlaubt", dachte, das sei schon mehr als genug nach all den Verletzungen die er mir angetan hat. Und was hat er gemacht? Er hat jede Gelegenheit genutzt um sich noch mehr Freiräume zu "erschleichen", hat mich angelogen etc. Hab ich auch dadurch herausgefunden, dass ich ihm hinterher telefoniert hab. Ich habe mir sogar ein regelrechtes Netzwerk aufgebaut, das mir mitgeteilt hat wo er war. Und ich fühlte mich stark dabei, dachte, ich hätte ihn voll im Griff, die kleine Wurst, und war gleichzeitig in einer Tour gekränkt und verletzt.

    Irgendwann hab ich mir dann gesagt (das habe ich dir aber auch schon öfters geschrieben): Nein, so geht das nicht, so gehe ich vor die Hunde. Ich drehe jetzt mein Ding, ich mache nur noch was für mich und lasse ihn machen, was er will. Das hat er zunächst weidlich ausgenutzt, war wochenlang kaum noch hier zu sehen, tagelang nicht zu Hause. Es ging mir nicht gut damit, aber ich hab es durchgezogen. Ich bin raus, spazieren gegangen, hab mich mit den wenigen Freundinnen getroffe, hab meine alten Hobbies wieder entdeckt etc. Leider habe ich in dieser Zeit wahrscheinlich auch meine Alkoholkrankheit entwickelt (sozusagen). Das lag aber daran, dass ich - wie ich in meinem Thread geschrieben habe - nicht das nötige Know How hatte. Das habe ich mir nun im Co-Bereich angelesen.
    Wie dem auch sei, nach nem halben Jahr (oder so) ist er in ein Loch gefallen. Seine hastige Reisen durch die Weltgeschichte von Abenteuer zu Abenteuer haben für ihn nicht die erhoffte Erfüllung und Befriedigung gebracht, sondern nur Enttäuschungen und Desillusionierung. Er hat Hilfe bei mir gesucht, ich hab sie ihm gegeben. Und trotzdem bleibe ich weiter bei mir, ich drehe mein Ding, er dreht sein Ding, wir drehen dann noch zusammen an etwas und es klappt super.

    Was du dir jetzt aus meiner kleinen Geschichte ziehst, ist dein Ding ;) .

    LG
    Plejaden

    Hallo Lütze,

    es ist schon sehr belastend wenn man bemerkt, dass man im Mittelpunkt einer größeren Verschwörungstheorie steckt. Du machst das schon richtig, wenn du erstmal wieder auf Abstand zu ihr gehst. Kümmere dich um dich. Ich drück dir die Daumen, dass es doch noch ein schönes Wochenende für dich wird.

    LG
    Plejaden

    Hallo JoeDoe,

    der Spruch stammt aus einer regionalen Variante des Gedichts "Dunkel war's, der Mond schien helle". Ich will das mal unbedingt auswendig lernen, weil es eins meiner Lieblingsgedichte ist ;) .

    Zitat

    Dabei stehe ich prinzipiell auf dem Standpunkt, dass jede Entscheidung, die ich in meinem Leben je getroffen habe, zu dem Zeitpunkt, als ich sie getroffen habe, aus meiner eigenen Perspektive gesehen immer richtig war!


    Das kann ich von mir leider nicht behaupten. Ich habe oft gemerkt, dass die Entscheidung, die ich gleich treffen werde, falsch sein wird. Jedoch sah ich aufgrund des Käfigs aus Phobien und - später - Alkoholismus keine alternativen Handlungsoptionen. Das war ein Teil einer fast schon zielgerichteten Selbstzerstörung, die ich an mir verübt habe. Ich habe mich wirklich gehasst. Das ist heute zum Glück anders.

    Aber genug schwermütiger Semon am Morgen. Draußen scheint die Sonne, es ist Wochenende, ich muss 24 Bilder scannen und viele Seiten italienischen Text lesen :? . Vamos!

    LG
    Plejaden

    Guten Morgen,

    gestern hatte ich einen gemütlichen Abend mit meinem Freund und war zu unkonzentriert zum Schreiben. Nun also jetzt.

    Bin wie versprochen um 11 Uhr auf zur Uni, habe vorher noch die zwei Briefe eingeschmissen, die ich getippt hab. Dann ging an der Uni die Rennerei los, hab mir den Tag extra dafür vorgenommen. Hab die Fernleihe abgeholt und zwei Aufsätze aus Zeitschriften kopiert. Da ich dafür von einer Bibliothek zur anderen über den halben Campus hetzen musste, war es schon 14 Uhr als ich endlich dazu kam noch ein wenig zu lesen. Um 17 Uhr ging es dann heim.
    Dort angekommen war mein Freund schon da und hat vorgeschlagen, dass wir die ganzen Filme weggegucken, die wir über die Woche aufgenommen haben. Er hat extra Kekse geholt! Da konnte ich nicht nein sagen :lol: .

    Nun zum Thema: Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, habe ich vor einigen Jahren gelernt, mich auf mich zu konzentrieren. Das hat zwar nicht 100%ig geklappt - ich hatte damals auch gar nicht das nötige Know-How und hab es einfach so probiert - aber selbst die 75 % haben mir eine völlig neue Lebensqualität eröffnet. Ich habe gemerkt, dass ich mit meiner vorherigen Vorgehensweise nicht weiter kam. Ich habe meine Gefühle und mein Befinden völlig von ihm abhängig gemacht, habe gedacht "warum tut er mir das an, sieht er nicht, dass es mir schlecht geht?".
    Es gab ein paar Dinge, die mir sehr geholfen haben: Ich habe mich geweigert, weiterhin die Generalschuld an allen Dingen auf mich zu nehmen, die schief laufen. Ich habe aufgehört, sein wandelnder Terminkalender zu sein. Bei Gesprächen bin ich immer ziemlich zeitig auf die Metaebene gewechselt und habe ihm dadurch den Wind aus den Segeln genommen (habe z.B. statt mit ihm weiterzudiskutieren angesprochen, dass wir überhaupt diskutieren und dass die Diskussion imho grad ziemlich fruchtlos verläuft). Inzwischen führen wir eine harmonische Beziehung, auch wenn sie noch dabei ist sich einzupendeln.
    Kleines Beispiel: Er trinkt viel zu wenig (nichtmal ein Glas Wasser am Tag) und das schon seit Jahren. Früher habe ich mich dafür einspannen lassen, ihn ans Trinken zu erinnern und mir dadurch sogar Rüffel eingefangen ("Nerv mich jetzt nicht damit!"). Inzwischen sage ich, das ist nicht meine Baustelle. Er will zwar immer wieder von mir, dass ich ihn daran erinnere etwas zu trinken, aber da das regelmäßig in neuen Rüffeln endet, früher oder später, sehe ich das nicht mehr ein. Zwischendurch hatte er dann die ersten gesundheitlichen Probleme deswegen zu erdulden, die zwar harmlos aber äußerst schmerzhaft waren (an der Hinterpforte ;) ). Solange die Probleme anhielten hat er wieder regelmäßig getrunken, jetzt ist auch das wieder eingeschlafen. Aber siehe da: Inzwischen hat er sich selbst Gedanken gemacht und mir einige Vorschläge unterbreitet, wie er gedenkt das Prob in den Griff zu kriegen und selbst daran zu denken genug zu trinken. Und auch hier bin ich einerseits froh, dass ich durch meine Nichthilfe dazu beigetragen habe, dass er etwas für sich tut. Andererseits bin ich auch froh für jeden Rüffel, den ich mir NICHT eingefangen habe und die Zeit und Energie die ich gespart habe, weil ich mich geweigert habe für zwei ans regelmäßige trinken zu denken. Ein schlechtes Gewissen habe ich kaum - ich habe meine eigenen Baustellen.

    Was das Forum betrifft, war ich in letzter Zeit in anderen Threads unterwegs und hab festgestellt, dass mir das nicht gut getan hat. Wenn ich jemandem etwas schreibe, dann versetze ich mich zum Teil sehr sehr stark in dessen Lage hinein und beschreibe, wie ich das Problem lösen würde bzw. was mir in einer ähnlichen Situation schon geholfen hat. Lese ich dann, dass meine Bemühungen nur mit einem lapidaren Satz kommentiert werden, dann kommt es mir so vor, als hätte ich grad einen großen Batzen Lebensenergie in ein Schwarzes Loch geschmissen. Das habe ich gestern ganz extrem gespürt, als ich auf einen Beitrag antworten wollte, mir aber nochmal die vorherige Diskussion angeschaut habe und wie sie verlaufen ist. Ich konnte regelrecht spüren, wie wenig ich mit einem Beitrag bezwecken würde und wieviel Energie ich dafür aufbringen würde.
    Dafür können natürlich die Leute, denen ich antworte nichts, schließlich ist es nicht ihre Schuld, dass ich mich da so reinsteigere ;) . Wie dem auch sei, ich möchte einfach die nächsten Wochen mehr bei mir bleiben.

    So, jetzt gehts Brötchen holen.

    LG
    Plejaden

    So, ich gehe erst gleich zur Uni, weil ich heute bis 17 Uhr da bleiben muss -.- . Dafür habe ich einiges an Papierkram erledigt gekriegt heute morgen, ein paar Sachen weniger, um die ich mich kümmern muss. Dumm di dumm.

    Da ich in den letzten Tagen viel über das Thema Partnerschaft und Konzentration auf mich selbst/bei mir bleiben gemacht habe, werd ich heute abend noch was dazu schreiben.

    Sooo,

    ich habe auf das Territorium des Hustens heute eine fette SPQR-Standarte gepflanzt und ihm mit dem seidenen Goldborten-Fedehandschuh links und rechts die Wangen touchiert. Auf Deutsch: ich habe eine neue Tee-Offensive gestartet 8) . Ich hatte einfach keine Lust mehr, täglich dieses Gekeuche passiv zu erdulden, meine vorherigen Gesundungsmaßnahmen (inhalieren und Bonbons) sind auch schief gegangen, also dachte ich, es sei Zeit etwas Neues zu probieren. Hab mir also aus dem Drogeriemarkt Salbeitee und Hals- und Rachentee geholt, ersteren gurgele ich, zweiten trinke ich und siehe da - es wird besser. Dieses Kratzen und Pieksen im Hals lässt nach und dadurch muss ich weniger husten. Nun sollte der Hals Gelegenheit haben zu heilen. Weiter so!

    Wie dem auch sei, heute war ein normaler Tag. Bin um 9 Uhr zur Uni, wurde dort von zwei Kommilitoninnen überfallen: Wie ich denn hergekommen wäre? Die Busse fahren wieder? Äh, ja :roll: . Danach hab ich Abbildungen für meine Arbeit zusammengestellt und dann bestellt, ich hoffe die sind Anfang nächster Woche fertig. Danach hab ich die Arbeit weiter getippt, hab jetzt die Hälfte zusammen geschrieben. Dann musste ich noch eine Stunde arbeiten, danach noch zwei Stunden getippt und dann ab nach Hause. Dort hab ich mich erstmal ein bisschen entspannt. Vor einer Stunde hat es mich dann doch gepackt und ich hab noch ein bisschen Staub gewischt und das Badezimmer sauber gemacht (sogar die Duschwanne! Ich bin ein Tier). Morgen werde ich staubsaugen und dann hab ich wieder eine ordentliche Bude.

    @currlinger: Freut mich, dass meine Zeilen dich inspiriert haben. Ich kann ungefähr nachvollziehen wie Co-Abhängigkeit sein muss, denn mein Freund war (oder ist immer noch... Sucht heilt ja nie) onlinesüchtig und ich hab mich dann nach ihm gerichtet. Ja nicht stören wenn er am Computer sitzt! Gibt Ärger und dann muss er erst Recht chatten um sich auszuheulen und das nur wegen mir bla bla.
    Aber die Lösung aus diesem Strudel ist immer dieselbe: Ich habe mich auf mich konzentriert, mich in den Mittelpunkt meines Lebens gestellt und mich weiterentwickelt, egal, was er dazu gemeint und gesagt hat. Da hörten dann auch so Kinderspielchen meinerseits auf wie, ihm seine IP-Adresse über den Router zu bestimmten Zeiten zu sperren...
    Jetzt kann ich von diesem gesunden Egoismus, den ich damals angelegt habe, profitieren und entwickele ihn weiter. Und Zufriedenheit ist ein wichtiger Bestandteil davon.

    LG
    Plejaden

    Hallo JoeDoe,

    Zitat

    Bei der Aufarbeitung meiner Entwicklung bin ich irgendwie an einem Punkt angekommen, an dem ich keine neuen, wirklich bemerkenswerten Erkenntnisse gewinnen kann.


    Das geht mir genau so. Bis ich zu dieser Erkenntnis gelangt bin, habe ich aber einen steinigen Weg hinter mich bringen müssen. Ich hatte zu Anfang meiner "Selbsthilfekarriere" (damals nicht auf Alk bezogen) nur mit Leuten zu tun gehabt, die ihre Vergangenheit bis ins kleinste Detail aufgearbeitet haben, ihre heutigen Probleme bis in jeden Winkel aus dem und dem Ereignis von damals haben herleiten können - und dann einfach stehen geblieben sind. So dachte ich auch lange: Na, wenn ich meine Vergangenheit irgendwann durchschaut hab, wird alles gut. Ja. Schön. Und mit fürchterlichem Krach spielen in des Grases Zweigen zwei Kamele lautlos Schach. :roll:

    Jedenfalls bin ich froh, diesen toten Punkt inzwischen überwunden zu haben. Daran hatte dieses Forum einen nicht unwesentlichen Anteil ;) .

    LG
    Plejaden

    Hallo alle miteinander,

    der Husten geht mir allmählich wirklich auf die Nerven. Aber momentan ist der Husten noch "funktional", d.h. ich huste tatsächlich noch etwas ab. Blöd.

    Wie dem auch sei, ich bin heute um 6.30 Uhr aufgestanden, hab mir Frühstück gemacht und mich dann erstmal über die Lage in der weiten Welt da draußen informiert. Tja, gar nix lief mit Bus und Bahn, also hat mich mein Freund zur Uni gefahren. Dort angekommen habe ich mich erstmal in die Bibliothek gesetzt, weil ich die ganz für mich allein hatte. Eine halbe Stunde bevor ich arbeiten musste, kamen aber noch andere Leute und mir war es total peinlich, weil ich voll nen Hustenkrampf gekriegt hab :oops: . Sie meinten zwar, ich solle bleiben, es würde sie nicht stören, aber ich bin dann doch ins Büro umgezogen. Hab dann zwei Stunden gearbeitet und dann noch drei Stunden an der Arbeit weiter geschrieben. Hab jetzt einen großen Teil fertig bekommen, morgen geht es weiter. Mein Plan ist, dass das Ding bis Montag steht und ich dann nur noch Feintuning machen muss. Vielleicht muss ich dafür dann noch ein wenig am Wochenende daran weiter tippen, aber das wäre ok.
    Naja, danach ging es jedenfalls heim, mein Vater hat mich abgeholt. Morgen geht alles, so hoffe ich, wieder seinen normalen Gang, was den öffentlichen Personennahverkehr angeht.

    Ich hatte heute morgen einen interessanten Thread über zufrieden leben gelesen. Eine Sache erschien mir besonders wichtig: Eine wirklich tiefe Zufriedenheit kann nur aus mir selbst kommen. Im Alkohol habe ich lediglich eine äußerliche Zufriedenheit gesucht und nur kurz gefunden. Später dann gar nicht mehr. Auch das ist eines der Löcher, die der Alkohol gerissen hat - ich habe die Zufriedenheit zum Schluss im Alkohol zwar nicht mehr gefunden, aber doch weiterhin gesucht! Jedesmal, wenn ich eine Flasche oder ein Glas angesetzt hab, habe ich gehofft dass flüssige Zufriedenheit in mich reinfließen würde. Glück auf Knopfdruck sozusagen.
    Dieses Loch muss ich nun selbst füllen. Und das kann ich selbst viel nachhaltiger tun - ich kann mich für die meiste Zeit des Tages selbst zufrieden und glücklich machen, der Alkohol vermochte das nur ein paar Stunden lang. Und diese Zufriedenheit käme aus einer Quelle, die nie versiegt und die ich überall hin mitnehmen kann, nämlich mir selbst.
    Ich habe durch meine Lebensumstellungen schon ein gewisses Maß an Zufriedenheit erreicht, aber ich merke, es geht noch besser. Allein die Tatsache, dass ich meine freie Zeit jetzt wirklich genießen kann und gestalten kann, ist Gold wert.

    LG
    Plejaden

    Hallo engel!

    Mh, das ist jetzt doof gelaufen. Du hast dir eine Auszeit bis Donnerstag erbeten, aber anstatt drauf zu bestehen (z.B. durch die Schallplatten-Methode - egal was er sagt, immer ungefähr dasselbe antworten "das ist natürlich schade für dich, aber ich will bis Donnerstag warten." "mh-mh, ich verstehe dich, aber das können wir nach Donnerstag bereden.") hast du dich von ihm an die Wand drängen lassen. Das war nicht gut. Versuche jetzt, dir deinen Freiraum zu halten bis Donnerstag, wenn es geht.

    Zitat

    Er sagt, ich müsse an meinem Selbstbewusstsein arbeiten, denn sonst könnte ich nie, auch nicht ne andere Beziehung führen.


    Da hat er leider recht. Es gibt einen schönen Satz, den ich mal hier im Forum gelesen habe: Egal wo du hingehst, eine Person nimmst du immer mit - dich selber. Ich hatte es schonmal geschrieben, und ich schreibe es gerne nochmal: Du machst viele Dinge von ihm abhängig. Wie du dich fühlst, dein Selbstbewusstsein... Mein Freund hat mein Selbstbewusstsein auch klein gekriegt, aber ich war diejenige, die sich wieder aufgerichtet hat. Und das ist alles was zählt. Ich kann mein Leben zum Guten wenden, und du kannst es auch. Dazu braucht es keinen Mann (Sorry, Schatz ;) ).

    Und ich kann Lilly nur zustimmen, ich hab das Gefühl, du neigst zu Schnellschüssen die dich dann in die Bredouille bringen. Versuche dir mal anzugewöhnen Zeit zu schinden, bevor du antwortest. Wenn du merkst, dass du überkochst, sag einfach "Kann ich dich in 10 Min. nochmal anrufen?" oder verlass das Zimmer oder sowas. Dann wieder runterkommen, in Ruhe nachdenken und DANN erst antworten.

    Meine Therapeutin hat damit echt durch die Mangel gedreht ;) .

    Zitat

    Ich weiss echt nicht weiter...


    Deswegen der Termin am Donnerstag. Die Therapeutin kann dir die Entscheidung zwar nicht abnehmen, aber dir ein paar neue Wege aufzeigen. Gehen musst du sie aber selbst.

    LG
    Plejaden