Beiträge von Plejaden

    Ich wollte nochmal kurz danke für die Antworten sagen. Der Chat heute hat mir auch nochmal den Kopf gerade gerückt, Stichwort "Auf mich selbst schauen" und "gesunder Krankheitsegoismus". Stimmt was du geschrieben hast kommal, es ist persönliches Empfinden. Vielleicht bin ich was Alk in der Nähe angeht dünnhäutiger als andere. Ich habe einfach Angst, mich selbst zu verraten und zu belügen. Den größten Teil meines Lebens habe ich nichts anderes getan. Genauer gesagt, habe ich erst vor ein paar Monaten damit aufgehört.

    Und Lütze, schön zu wissen dass es mir nicht allein so geht ;) .

    @currlinger: ich hab schon von einigen Cos und Kindern hier gehört, dass sie selbst keinen Alk mehr trinken und Betrunkene auch nicht mehr ertragen können. Wenn man selbst gesehen hat, was dieses Gift anrichtet, was es aus einem Menschen macht, nur allzu verständlich.
    Hattest du eigentlich schon deine Prüfung?

    Ich werde morgen noch was zum Chat von heute schreiben, muss noch einiges verdauen. Die Themen "gesunder Egoismus", "Nein-Sagen" und "Sich selbst wieder fühlen" sind für mich sehr wichtig.

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    ich hatte ein schönes Wochenende, von dem Vorfall im Bus gestern einmal abgesehen. Habe den Rest des Samstages mit meinem Freund verbracht, der hier seine Erkältung ausgeschwitzt hat. Heute habe ich ausgeschlafen (bis 9 Uhr... ui :roll: ) und habe dann etwas an der Geschichte geschrieben, dann Biathlon geguckt und war danach Joggen. War richtig schön! Ich fühle mich jetzt so richtig schön kaputt, wenn ihr versteht was ich meine ;) .
    Danach hab ich mich geduscht und das zweite Rennen geguckt, danach wollte ich mich noch etwas in die Sonne setzen, aber meine Eltern haben sich mit den Nachbarn im Garten besoffen und das wollte ich mir nun nicht geben. Also bin ich in meinen eigenen vier Wänden geblieben und hab Viva Pinata gespielt.

    Eine Sache hat mich heute ziemlich beschäftigt: Ich lese hier, im offenen Bereich (naja, wo sonst, im geschützten kann ich ja nicht lesen 8) ) in fast jedem dritten Themenstrang Sätze wie "es macht mir nichts aus, wenn die Leute um mich herum trinken". Das höre ich auch von fast allen LZ-Trockenen in meiner SHG.
    Ich muss sagen, so habe ich in den ersten Wochen meiner Trockenheit auch gedacht. Hab mich zu meinen Eltern gesetzt beim Grillen, mein Vater hat sich ein Bier nach dem anderen reingepfiffen und es hat mir nichts ausgemacht.

    Wirklich :?:

    Nun, ich habe keinen Suchtdruck bekommen, das nicht. Ich habe nicht gedacht "ach, könntest du jetzt mittrinken" und es hat sich auch nicht diese dumpfe Gier eingestellt. Was ich aber getan habe: Ich hing mit den Augen immer am Alkohol. Habe immerzu gedacht "aha, jetzt trinkt Papa wieder etwas, tiefe Schlucke... Mama hat ihr Glas fast leer... jetzt holt sie sich ein Neues - aha, Rotwein! Papas Flasche ist schon zur Hälfte leer... Wie gut, dass ich nicht mehr trinken muss, ich bin soviel besser dran als die beiden!" Das ging in einer Endlosschleife immer so fort. Was war im Zentrum meiner Gedanken? Richtig.
    Ich habe jetzt mal drauf geachtet, es jetzt erst bemerkt: Wenn ich mit den Leuten in der SHG zusammensitze, mit meinem Freund in meiner alkfreien Bude, mit Kommilitonninen in der Cafete und dort steht Limo, Wasser, Kaffee auf dem Tisch - dann interessiert es mich einen Sch...dreck was die da trinken! Also, es macht mir nichts aus? Ich verschwende keinen Gedanken an Alkohol und kann ganz cool daneben sitzen, muss mein Leben nicht ändern?

    Was mich nun wurmt ist, dass es anderen wohl anders geht. Offensichtlich entwickeln sie einen festen Willen oder Ekel oder sonstwas, der sie vor solchen Gedanken schützt. Damit wir uns richtig verstehen: Ich habe nicht vor mich in trinkende Gesellschaft zu begeben. Das kotzt mich mittlerweile einfach nur an. Ich habe einfach Angst, dass ich einen wichtigen Schritt in meiner Entwicklung verpasse, dass ich etwas falsch mache weil ich diese Gedanken habe :( . Schließlich sagen viele LZ-Trockenen in meiner SHG, dass sie von Anfang an mitgefeiert und einfach nur nicht getrunken haben, und die sind jetzt ein Dutzend Jahre trocken.

    Ich persönlich möchte mich nicht in die Nähe von Alkohol begeben oder von Leuten, die ihn konsumieren. Ich habe dann diese Gedanken, fühle mich wie auf dünnem Eis. Aber ist es richtig, dass ich diese Gedanken habe? Müsste ich jetzt, nach fast einem halben Jahr Trockenheit, nicht anders denken? Müsste mir die Anwesenheit von Alkohol nicht "wirklich" nichts mehr ausmachen, wie bei anderen Leuten auch?

    Nachdenkliche Grüße
    Plejaden

    Zitat

    Ich dachte tatsaechlich, was ist, wenn ein trockener Student gerade zur Voelsung vorbei kommt? Naja, ich denke, der oder die, die es mit dem Trockenwerden wirklich ernst meinen, gehen schnell vorbei.

    I wo ;) . An meiner Uni war's dasselbe mit dem Glühwein und ich bin sogar soweit gegangen die meisten Ausschankstellen zu umlaufen und hab damit ein paar Extra-Kilometer gemacht. Ich fand das einfach ziemlich ätzend und hab mich sehr drüber aufgeregt: Den Weihnachtsmarkt hatte ich mir wegen des Glühweins geschenkt, aber das war dann für wohl die Katz.

    Der Typ hat öffentlichen Alkoholkonsum auch mit rauchen verglichen, übrigens. Wir sind eigentlich zu dem Konsens gekommen, dass man Alk in der Öffentlichkeit gar nicht verbieten kann. Aber in den letzten Tagen spukt es mir im Hinterstübchen herum, dass es Länder gibt wo öffentliches Trunkensein verboten ist. War es gar Amerika? Egal ;) .

    Zitat von panther

    hier hast du ja schon das eine oder andere mal über suchtverlagerung gelesen. schokolade essen ist ja nicht verkehrt, aber wenns anfängt auszuarten muß man diesem verhalten genauso ein stoppschild aufstellen, wie bei der alkoholkrankheit.

    Mh, ich glaube ich werde dann mal das Stoppschild aufbauen. Ich weiß ziemlich sicher, dass zumindest das Schoko-Futtern nach dem Mittag/Abendessen auch Gewohnheit ist, und wenn ich das so ne Woche lasse ist auch der Hyper weg. Mal sehen. Sobald mein Freund endlich aufgestanden ist füttere ich den Drucker mit neuem Toner und mache mich an das Tagebuch...

    Aber eigentlich hatte ich grad ein anderes Erlebnis und schreibe deshalb mal außerplanmäßig: Ich hatte gerade ein Erlebnis, das auf der einen Seite negativ, aber dann auch wieder positiv war. Ich komme gerade aus dem Nachbarkaff und war mit dem Bus unterwegs. Beim ersten Linksabbiegen kippte hinten plötzlich eine Flasche um, die da jemand hat stehen lassen und rollte durch den ganzen Bus. Fast sofort machte sich Biergestank breit. Super! Drei Haltestellen weiter nahm sich jemand ein Herz und hat das Teil aus der hinteren Tür getreten, aber der Gestank blieb.
    Und schon war der Alkohol wieder in meinen Gedanken: Zuerst habe ich mich einfach innerlich nur aufgeregt, doch dann machte sich Melancholie breit, ein Anflug von nassem Selbstmitleid? Nie wieder mit den Eltern an heißen Sommerabenden im Garten sitzen und richtig einen über den Durst trinken... Bevor ich anfangen konnte mich darin zu suhlen kam aber etwas anderes hoch: Die Erinnerungen an diese stumpfe Gier, das Gerenne, nach dem einen Bier noch eins holen und noch eins, in einem Hamsterrad zu stecken und nicht mehr rauszukommen, trinken und trinken und trinken zu müssen und keine Entscheidung mehr zu haben wenn das Zeug einmal im Körper ist. Das war sehr erschreckend, die nackte Wahrheit, und es hat mich von dem Anfall befreit. Es hat mir drastisch und unerbittlich vor Augen geführt, dass Alkohol"genuss" bei mir immer mit diesem fürchterlichen Hamsterrad zusammenhängen wird. Mir wird wieder klar, wieviel freier mein Leben ist, aus welcher Tretmühle ich mich befreit habe. Und es gibt keinen Vorteil, den der Alk mir bieten könnte, der diese Hölle auch nur im entferntesten aufwiegen könnte. Und plötzlich kam auch alles andere wieder: Dass ich mich nicht mehr vergiften will, dass ich, selbst wenn ich könnte, nichts mehr trinken würde, weil Alkoholkonsum gegen meine Prinzipien, meine Lebensvorstellung geht.

    Irgendwie war das wieder ein neues "Klick" in meinem Kopf.

    Letztendlich bin ich zwei Haltestellen vor meinem Ziel ausgestiegen und die restlichen zwei Kilometer heim gelaufen. Mir ist von dem Gestank schlecht geworden.

    LG
    Plejaden

    P.S.: Übrigens hatte ich letztens noch mit wem genau über das Thema "Alkoholgestank im Bus" eine kleine Diskussion. Natürlich ist es sch... . Aber die Busfahrer können daran auch wenig ändern, Leute mit ner Pulle in der Hand werden meist nicht reingelassen, aber die Taschen dürfen sie nicht durchsuchen...

    Du wirst es als erster erfahren Lütze ;) . Wollte nur kurz meinen Plan kundtun, bevor ich mich in die Federn haue: Ich werde mir morgen ein Ernährungstagebuch basteln und das mal ein paar Wochen führen. Dabei geht's nicht ums Kalorienzählen, sondern was ich wann bei welcher Gefühlslage esse.

    Das mag jetzt übertrieben erscheinen, ist es aber nicht. Ich habe einen undichten Magenpförtner (Reflux) und soll mich deswegen an einige einfache Grundregeln halten, und eine der Grundregeln lautet wenig Süßigkeiten :roll: . Durch meine Alkoholkrankheit habe ich die ganze Geschichte nicht unbedingt besser gemacht. Well then...

    Hallo ihr zwei, mh das hatte ich tatsächlich hinten angestellt, dass die sich für mich interessieren weil ich mich verändert habe und sich auch meine Ausstrahlung verändert hat. Und summerdream :oops: du machst mich ja ganz verlegen.

    Ich war heute übrigens wieder ganz normal um 9 Uhr an der Uni und hab drei Stunden gelesen. Danach bin ich heim, hab aber auf der Rückfahrt Kopf-, Hals und Ohrenschmerzen gekriegt. Hoffentlich hat mein Freund mich nicht angesteckt, der liegt seit gestern abend mit einer Erkältung flach :twisted: . Andererseits, es ist Wochenende, wann könnte ich besser eine Krankheit auskurieren ohne Zeit für meine Abschlussarbeit zu verlieren :roll: . Alles für den Dackel, alles für den Club...
    Gemäß der Vorsicht hab ich mir dann heute einen ruhigen Tag gemacht und meinen Freund, die arme Kreatur, mit Tee versorgt.

    Wie ich schon bei Blizzard geschrieben habe, mache ich mir seit einigen Wochen Sorgen um meinen Schokoladenkonsum. Das ging nicht direkt nach meinem ersten abstinenten Tag los. Ich möchte es fast mit Weihnachten in Verbindung bringen. So kaufe ich mir inzwischen fast jeden Tag einen Riegel am Automaten und esse zu Hause auch noch ziemlich viel. Das ist aus dreierlei Gründen nicht gut: Erstens ist es schädlich für meinen Magen, der verträgt keine Süßigkeiten. Dann wegen dem ganzen Zucker, den ich auf diese Weise in mich reinstopfe. Und letztens noch wegen des Gefühls, das sich imho süchtig anfühlt: Meistens nach dem Mittagessen kriege ich ein dumpfes Appetit-/Hungergefühl auf Schokolade. Wenn ich dem widerstehe und keine Schoko esse, hält sich dieses Gefühl über Stunden und ich muss immerzu daran denken, nun doch mal etwas Schoko zu essen. Klingt bekannt? Klingt bekannt.
    Ich möchte mich gerne wieder gesund ernähren; mir meine Butterbrotdose voll Obst und Gemüse mit zur Uni nehmen. Aber selbst wenn ich das mache, lasse ich es unbeachtet in der Tasche und kaufe mir einen Schokoriegel.

    Man kann jetzt natürlich sagen, naja, ein kleines Laster halt, macht doch nichts. Aber das geht allein wegen meines Magens schon nicht. Dass mir die letzten Tage so oft schlecht ist, möchte ich fast auf den übermäßigen Schokokonsum zurückführen.

    Mh, ich schaue mal, ob ich mir da was Konstruktives für mich erarbeiten kann. Immerhin, wenn ich einfach aufhöre Schoko zu essen muss ich keine Entzugserscheinungen fürchten :roll: .

    LG
    Plejaden

    Hallo Blizzard, da legst du aber einen Finger in die Wunde bei mir. Genauso ist es auch. Das hat nicht direkt angefangen, nachdem ich trocken geworden bin. Ich glaube, zeitlich fällt dieser Süßigkeitenhyper mit Weihnachten zusammen. Aber jetzt ist es bei mir genau so, wie du es beschreibst: Hole mir an der Uni ziemlich oft was am Automaten, futtere zu Hause auch viel Schokolade. Ich mache mir auch weniger Sorgen um das Gewicht, sondern eher wegen dem vielen Zucker, den ich auf diese Weise in mich reinstopfe.

    Ich werde dem mal die nächsten Wochen mehr Aufmerksamkeit widmen. Schreibe dazu auch noch was in meinem Thread. Mal sehen.

    LG
    Plejaden

    Naja, aber irgendwie hättest du auch fast damit rechnen können ;) . Die Beschreibung des Traums auf 6 Quadratmetern klang nach dem idealen Versteck.
    Ich hatte ja vor einigen Monaten eine ziemlich ekelige Entdeckung gemacht, eine versiffte Sektflasche, die ich irgendwann mal draußen aufgesammelt und hier versteckt hab, um sie heimlich zu trinken. Merkwürdiges Volk, ja.

    Hoffen wir mal, dass es wirklich das letzte Depot war ;) .

    Zitat

    das ich als Alkoholiker nicht schwach bin im Kopf,sondern das es medizinisch erklärbare Abnormitäten gibt,die mich zum zwanghaften Trinken brachten.So nach dem Motto:Ich kann doch nichts dafür,das es so ist,wie es ist...


    Ich finde diese Sicht schwierig. Klar, wenn ich erstmal süchtig bin, dann hab ich neue Verknüpfungen und Anpassungen im Gehirn bzw. limbischen System.

    Ich kann mir eher eine psychische Disposition vorstellen, die eine Alkoholsucht begünstigt (Ängste, Depressionen, tiefgreifende Unzufriedenheit etc.). Dazu gibt es noch eine erbliche Veranlagung dafür, wie gut man Alkohol in der Leber abzubauen kann. Aber "ich kann doch nichts dafür,..."? Das klingt nach Verantwortung abgeben, wo man doch eigentlich Verantwortung übernehmen sollte für das eigene Leben. Die eigenen Anteile an der Sucht erkennen, damit man sich selbst helfen kann.

    Außerdem, aber das ist mein Ding, widerspricht es meiner Einstellung, dass jeder Mensch das Beste aus seinem Leben machen kann. Und ein "ist bei mir halt so, musste so kommen" klingt mir zu Deterministisch ;) .

    LG
    Plejaden

    Hallo und erstmal danke für das ganze Daumendrücken :lol: . Es ist alles glatt gelaufen, der Bus kam pünktlich und die Prüfung ist auch gut gelaufen! Wie gesagt, es war keine Hauptfachprüfung sondern im Ergänzungsbereich, aber ein Nichtbestehen hätte mir einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht :shock: . Jetzt hab ich eine eins bekommen und das in Astrophysik, na denn auf zu neuen Ufern 8) .

    Nach der Prüfung hab ich mir ein Schokocroissant gegönnt, dann hab ich was gelesen und danach eine Stunde gearbeitet. Anschließend war ich nochmal zwei Stunden lesen. Zu meiner totalen Freude habe ich eine englische Zusammenfassung (= verständliche Sprache) eines Artikels gefunden, der auf italienisch war (= Plejaden kann keine Silbe). Zu meiner Freude habe ich den italienischen Artikel richtig verstanden, das macht Mut für weitere Studien in dieser Sprache :D .

    Danach ging es dann nach Hause, kurz einkaufen und dann Abendessen. Anschließend hab ich mich auf die Couch gelegt, die Augen zugemacht und einfach ne Stunde dagelegen und entspannt nachgedacht, irgendwie war mir danach und es hat mir auch gut getan. Jetzt schaue ich grad Biathlon und danach lese ich noch was oder schreibe an meiner Geschichte weiter und dann geht es ins Bett *argh, Daniel Graf hat in diesem Moment dreimal daneben geschossen. Darf er doch nicht machen.*

    An der Uni merke ich, dass mich allmählich einige Leute besser kennen lernen möchten. Sie fragen ständig was ich so mache, ich versuche mich auch für deren Leben zu interessieren. Das ist erst in den letzten Wochen so gekommen, ich glaube fast es hängt mir der Abschlussprüfung zusammen. Archäologie ist ein Fach mit hoher Fluktation, die Leute kommen in Erwartung von Tomb Raider und Indiana Jones an die Fakultät und werden dann mit alter Geschichte, Grabungsberichten und Lockenzählen konfrontiert. Viele wechseln dann schnell, weil es irgendwie doch nicht so "cool" ist. Vielleicht hängt es aber auch mit meiner Person zusammen; ich habe mich in den letzten Monaten sehr zum Positiven verändert, bin aufgeschlossener und mutiger geworden. Auf jeden Fall freue ich mich über diese Entwicklung, ich darf nur nicht vergessen auf diesen Zug aufzuspringen :? . Ich fühle noch ein leichtes Zögern, dieses neue Leben anzunehmen, aber ich glaube, das ist normal.

    Ich wünsche euch allen noch einen schönen, trockenen Abend und bedanke mich nochmal fürs Daumendrücken! Ich habe jeden einzelnen gespürt als ich da gesessen hab ;) .

    LG
    Plejaden

    Guten Morgen zusammen,

    ich bin gestern wieder spät heim gekommen, wegen der SHG, und deshalb schreibe ich heute morgen ;) .
    Ich bin erst um 11 Uhr zur Uni gefahren, weil ich ja einen langen Tag vor mir sah. Das möchte ich jetzt immer so machen, da Semsterferien sind, geht das. Bis dahin habe ich gelernt, habe heute noch eine mündliche Prüfung, allerdings nicht in einem Hauptfach. Ich sollte sie aber trotzdem bestehen, sonst habe ich ein Problem :? . Aber ich fühle mich gut vorbereitet.
    Dann bin ich also um 11 Uhr zur Uni, hab dort zwei Stunden gearbeitet und noch fast drei Stunden gelesen, bevor es dann zur SHG ging. Danach noch ein Ärgernis: Ich musste fast eine halbe Stunde vor der verschlossenen Bustür warten, weil der Fahrer Überstunden machen musste und deswegen seine Lenkzeiten überschritten hatte und eine längere Pause machen musste. Na toll...

    Heute wollte ich eigentlich erst um 10 Uhr zur Uni, aber die Lage im ÖPNV ist grad ziemlich unklar, deshalb versuche ich lieber eine Stunde eher zu fahren. Es ist nirgendwo etwas rauszufinden, der lokale Verkehrsverein tut so, als wäre nichts :? . Naja, ich werde jetzt zwei Stunden lernen, danach werde ich mal auf zum Bus und gucken ob da was kommt. Wenn nicht, müssen mich meine Eltern fahren...

    Gestern abend kam mir noch ein weiterer Gedanke zum Fokus. Ich kann meine Aufmerksamkeit auch bewusst steuern, auch wenn das schwierig ist. Sei es nun was Alkreklame im Fernsehen ansehen oder die berühmt-berüchtigten Fläschchen an der Kaufhauskasse oder was weiß ich. Ich kann mich immer fragen: Will ich, dass gerade das jetzt meine ganze Aufmerksamkeit hat? Was den Alk angeht, lautet die klare Antwort: Nein.

    Andi : Ja, das ist mir auch aufgefallen. Besonders stark bei dem Geburtstag eines Bekannten: Der lädt immer seinen, in zwei Teile zersplitterten Freundeskreis ein, ich verstehe mich mit beiden Teilen recht gut. Die einen trinken ohne Ende, die anderen fast gar nichts. Als ich noch getrunken habe, hab ich mich bei den Nichttrinkern total unwohl gefühlt. Ich war neidisch, weil sie es so mühelos schafften einfach keinen Alkohol zu trinken und fühlte mich auch herablassend beäugt. Also hab ich mich lieber zu den Säufern gesetzt :roll: .

    Noch was ist mir aufgefallen: Schon mein Vater konnte mit Menschen, die nicht trinken, irgendwie nichts anfangen. Seine Schenkelklopfer und Kalauer ziehen bei solchen Menschen einfach nicht, und heute kann ich immer weniger mit ihm anfangen...

    Drückt mir die Daumen wegen der Prüfung und dass der Bus kommt!

    LG
    Plejaden

    Guten Abend,

    puh, heute war ein prall voller, aber schöner Tag. Ich habe heute morgen beinahe verschlafen, bin aber zum Glück ne Viertelstunde nach dem Wecker von alleine wach geworden. Bin dann wie gewohnt um 9 Uhr an der Uni aufgeschlagen, hab eine Stunde gelesen und zwei Stunden gearbeitet. Danach ging es nach Hause und weil es mir gut ging, hab ich mich sofort in Schale geschmissen und bin joggen gegangen. Es war alles in allem toll, ich habe mich gut gefühlt und bin deshalb wieder zum 3/1-Rhythmus übergegangen. Hatte nur gegen Ende Probleme mit Seitenstichen und die Pulsuhr hat einmal einen Aussetzer gehabt (Puls 190 ?? Wenn ich bei 95 % meiner maximalen Herzfrequenz bin, würd ich das glaub ich merken... :lol: ). War aber total schön, mit dem Wetter, und wegen der frühen Uhrzeit war auch noch nicht soviel los.
    Danach hab ich Mittag gegessen und hab mich vor den Computer geschmissen und noch drei Stunden gearbeitet. Danach hab ich meinen Freund geweckt - der ist zwischenzeitlich heim gekommen und glatt vor dem TV eingeschlafen, weil er so fertig ist. Nun ist er zum Fußballtraining. Naja, wie ich schrieb, ist sein Leben... Ich hab dann gemütlich Feierabend gemacht und mir die Aufzeichnung vom Biathlon angeschaut und nun schreib ich hier.

    Ich möchte einmal kurz eine Bilanz zu meinem Umfeld ziehen. Ich habe mal eine kleine Aufstellung gemacht, wie es um den Alkoholkonsum meiner Bekannten steht. Dabei habe ich festgestellt, dass tatsächlich keiner, mit dem ich näher bekannt bin, ein ausgesprochener Partymensch und Vieltrinker ist. Vier trinken sogar so gut wie gar keinen Alkohol. Als ich noch getrunken habe, habe ich mich denen immer unterlegen gefühlt, weil sie soviel "stärker" waren als ich - damals dachte ich, dass zum Nichttrinken Kampf und Stärke gehört, da es anders nicht zu bewältigen sei.
    Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht und finde, dass das ja eine schöne Grundlage für tiefergehende Kontakte sind. Ich werde auf jeden Fall versuchen, in den nächsten Wochen ein paar weitere Schritte zu gehen :D . Für mich ist damit auch das Gefühl passe, alle tränken wie die Löcher, um mich herum ist nur Alk etc... Es liegt am Fokus. Als ich mir einen roten Renault gekauft habe, habe ich überall dasselbe Auto herumfahren sehen. Jetzt lerne ich allmählich, sozusagen zwischen den Zeilen zu lesen.

    @currlinger: Kein Problem ;) . Ich bin es inzwischen gewohnt, dass die Kommunikation via Internet schnell zu Missverständnissen führt. Deshalb ist man auch schlecht beraten, sofort aufbrausend herumzukeifen, besser ist es erstmal nachzufragen wie's gemeint ist.

    LG
    Plejaden

    Hallo J., es ist schon irgendwie seltsam, zu welchen Zirkelschlüssen einen das Suchtgedächtnis verleiten will, oder? "Weil ich soviel gesoffen und verdrängt habe, habe ich jetzt jede Menge Arbeit am Hals. Auf den Schreck muss ich mir einen Trinken!" :roll: . Gut, dass du dagegen steuerst und dem nicht nachgibst, denn wir wissen ja alle - dadurch verschwinden die Probleme mitnichten ;) .

    Ich beherrsche eigentlich nur Englisch fließend, Latein und Französisch kann ich leidlich lesen und Italienisch muss ich mir grad für meine Abschlussarbeit im Crash-Kurs reintun *jubel*. Im Institut ist man dann noch erzürnt ob meiner Dreistigkeit, nicht auch noch Alt- und Neugriechisch fließend in Wort und Schrift zu beherrschen. Und Türkisch sollte ich auch mal irgendwann lernen, da dort die Zukunft der Archäologie liegt...
    Also, du bist nicht allein auf weiter Flur mit deiner ausbordenden Sprachqualifikation ;)

    LG
    Plejaden

    P.S.: Ach ja, Wellensittich-Brabbeldeutsch kann ich auch noch...

    Der erste Tag der Woche ist also rum. Hatte ihn heute etwas anders angehen lassen, bin um 7 Uhr aufgestanden, hab dann von 8 bis 11 Uhr am Computer gearbeitet (Vorlesungsskripte abgetippt und ausgedruckt) und danach gings zur Uni, ein Blockseminar besuchen. Damit war ich dann um 16 Uhr durch und bin dann wieder nach Hause. Irgendwie ging es mir wieder nicht so gut, Kreislaufprobs. Ich hoffe mal, das wird besser werden wenn ich wieder regelmäßig Sport treibe, egal bei welchem Wetter.
    Bin auf jeden Fall um 17 Uhr wieder hier zu Hause aufgeschlagen, hab dann noch ein wenig hier im Forum geschaut und ein bisschen Viva Pinata gespielt und werde gleich zum Ausklang des Tages noch ein bisschen lesen. Ich denke, ich werde heute früh ins Bett gehen, damit ich morgen ausgeschlafen bin.

    Ich habe heute an die Beiträge von Mitgliedern hier gedacht, die der Alkohol an den Rande des Todes gebracht hat. Was mich am meisten beeindruckt, ist die heutige Einstellung zum Leben: Egal was ist und passiert, ich bin am Leben, und das ist alles was zählt. Jemand wie ich ist dagegen involviert und verstrickt in die Untiefen der alltäglichen Trivialitäten ("Was denkt meine Familie von mir, ich kann doch nicht einfach..., wenn ich den Job nicht bekomme bin ich eine Versagerin...") und ist geneigt, diese höher und wichtiger zu schätzen und vor die einfach Tatsache zu stellen: Ich lebe, und das ist alles, was zählt.
    Ich finde diesen Ansatz sehr wichtig für mich auf meiner Suche nach der Antwort "Was ist mir wirklich wichtig im Leben". Ich werde in Zukunft vielleicht wenig Geld zur Verfügung haben - wofür will ich es ausgeben? Wo kann ich sparen? Was ist es mir wert, das wenige dafür auszugeben? Sobald ich mal etwas mehr Geld in der Tasche habe, verschwindet es irgendwie. Meine nächste Agenda lautet also: Ein Haushaltsbuch führen. Was habe ich ausgegeben und wofür?
    Dann soziale Aspekte: Wie wichtig ist es mir, dass alle mich mögen? Familie, Bekannte? Soviel, dass ich dafür mich selbst hinten anstelle, mich verstelle (darin bin ich spitze) oder mein Leben auf's Spiel setze, weil ich mich nicht traue, das Alktrinken in meiner Gegenwart kritisch anzusprechen?

    Wie ihr seht, da sind noch viele ungelöste Fragen, aber ich finde das Thema sehr wichtig für mich und eine zufriedene Zukunft. Mich selbst und meine Bedürfnisse fühlen, aber auch Bedürfnisse abzusondern, die von außen geschürt wurden (Reklame, Bekanntenkreis etc.) und die eigentlich nicht meine sind. Das hat sich alles bestimmt ziemlich konfus gelesen, ich hoffe, ihr konntet mir trotzdem folgen ;) .

    @currlinger: Mh, nein, leider keine Ironie. Die bittere Wahrheit :? .

    LG
    Plejaden

    Zitat von lea211

    Ich habe ihnen nichts von meiner Krankheit erzählt, weil in diesen beiden Tagen Alk überhaupt kein Thema war.
    Ich weiß nicht ob das richtig war, aber ich habe keine Notwendigkeit dazu gesehen.
    Was meint ihr, muss man gleich mit der "Tür ins Haus fallen?"

    Erstmal, ja, ich hatte auch ein schönes Wochenende :D , alles in allem gesehen. Zu deiner Frage: Ich handhabe es so, dass ich in Zukunft Leuten von meiner Alkoholkrankheit erzählen werde, die ich öfters sehe. Meine Verwandten und zwei meiner Freunde/innen wissen es auch schon. Fremde, die ich in meinem Leben nur ein, zweimal sehe, brauchen es erstmal nicht zu wissen, es sei denn, sie sind sehr aufdringlich. Aber dann habe ich von vorneherein etwas falsch gemacht, wenn ich mich in solch einer "Klemme" wiederfinde.

    Es geht hierbei ja vor allem um den Aspekt, sich selbst abzusichern: Wenn ich jemandem davon erzähle, schließe ich für mich ein Hintertürchen. Und außerdem sinkt dann die Wahrscheinlichkeit, dass mir etwas angeboten oder aufgedrängt wird (ganz ausschließen kann man es freilich selbst dann nicht :roll: ) und es wird mir wahrscheinlich mehr Verständnis entgegen gebracht wenn ich alkoholschwangeren Veranstaltungen fern bleibe.

    LG
    Plejaden

    So, nun ist das Wochenende also wieder vorbei. Ging ziemlich schnell... andererseits, die Woche davor ging auch schnell um. Meinem Rücken geht es wieder gut, von der gestrigen Pein ist nichts mehr übrig geblieben :D .
    Wie dem auch sei, ich habe es mir heute gemütlich gemacht. Bin um 9 Uhr aufgestanden, hab ein bisschen Viva Pinata gespielt und hab dann mit meinem Freund gefrühstückt. Anschließend war Biathlon dran, danach bin ich joggen gegangen. Es war gar nicht gut, ich hatte einen zu hohen Puls und Kreislaufprobleme. Ich führe das auf das Wetter zurück, es ist ja ziemlich "warm" geworden und gestern ging es mir auch so. Naja, den Rückweg hab ich langsam angehen lassen und noch einen schönen Spaziergang bei dem tollen Wetter gemacht, daheim hab ich mich sehr schnell wieder erholt. Es folgte Biathlon zweiter Teil, danach hab ich noch ein bisschen gelesen bis es dann Zeit für's Chatten war.

    Mich umtreibt das Thema Co-Abhängigkeit gerade, weil ich früher mal eine Art Beziehungssucht hatte. Gibt es sowas? Egal, es fühlte sich so an und es hat viel mit der Co-Abhängigkeit gemein. Mein Freund hat teilweise echt besch... Sachen abgezogen und ich bin geblieben und hab gebetet, dass er nicht demnächst mit was noch Schlimmeren kommt. Die Angst vor dem Alleinsein, das Leben ohne ihn nicht zu packen war größer als so ziemlich alles, was er mir hätte antuen können.
    Die Lage hat sich für mich eigentlich erst während meiner Therapie geändert. Ich wurde selbstbewusster, war nicht mehr bereit, die Generalschuld für alle möglichen Missstimmungen und seine Verhaltensweisen auf mich zu nehmen. Ich wusste aber auch genau: Vielleicht würde meine Beziehung daran zerbrechen, weil er mit einer selbstbewussten Frau nicht klar kommen würde. Aber das war mir ab einem gewissen Punkt egal. Letztendlich ist alles gut gegangen.

    Das Thema umtreibt mich nun aber insofern, dass ich die letzten Geister noch verscheuchen möchte. So ist etwa die Fokussierung auf mich ein sehr wichtiger Aspekt, den ich noch gar nicht entdeckt habe. Ich kann ihn nicht ändern, auch wenn er sich offensichtlich zerstört mit seinem Fussball und seine Familie mich drängt, endlich mal "auf den Tisch zu hauen und ein Machtwort zu sprechen". Er muss da selbst seinen individuellen Tiefpunkt haben (vielleicht noch eine, zwei oder drei Knie-OPs?) Er meint, er braucht das, das akzeptiere ich und helfe mir selbst. Er ist ein erwachsener Mann und hat das Recht, sein Leben selbst zu bestimmen und seine Entscheidungen selbst zu treffen.

    @currlinger: Ooooh, das ist bei mir der totale Schwachpunkt ;) . Gerade beim S** behalte ich die größtmögliche Kontrolle, alles ist geschauspielert und peinlich genau komponiert. Mein Freund hat nie etwas davon mitbekommen. Mh, ich könnte vielleicht genau hier versuchen, noch etwas mehr von meinem Kontrollzwang zu verlieren... Werde mal darüber schlafen!

    LG
    Plejaden

    Bleib dran J.! Du hast die richtigen Zahlen, fragt sich nur für welche Ziehung? Äh, egal, ich finde deinen Plan super. Ich träume auch ziemlich oft davon Lotto-Millionärin zu werden, aber wie soll das gehen, wenn ich nie Lotto spiele :roll: .

    Ich erwarte mit Spannung deine Berichte.

    Guten Morgen Joleen,

    Zitat

    habe wieder wunderbar geschlafen, zwar nicht so lange - aber nicht wie gestern mit einem Wattebauschkopf aufgewacht.

    Vielleicht lag's ja daran? Ich fühle mich auch immer ziemlich platt, wenn ich zu lange geschlafen habe und dieses Wattebausch-Gefühl ist auch da. Inzwischen stehe ich auch am WoEn immer sofort auf, wenn ich mich halbwegs wach fühle.

    Zum "nassen" und "trockenen" Denken - was du beschrieben hast mit diesen kurzen Gedanken "Jetzt ein Bier/Wein" würde ich für mich auch noch zum nassen Denken zählen. Ein alter Hase mag mir widersprechen, wenn es nicht stimmt ;) .
    Ich würde ferner zum nassen Denken auch noch Denk- und Verhaltensweisen zählen, die ich aus meiner nassen Zeit hinüber gerettet habe. Dazu zählt für mich z.B. nicht wirklich Hilfe annehmen wollen und zu versuchen, als Einzelkämpfer das Ding auf meine Weise durchzuziehen, oder auch das Bauen von Hintertürchen.

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    heute war wieder ein schöner Tag, auch wenn es mir nicht wirklich gut ging. Ich muss heute Nacht irgendwie falsch gelegen haben, als ich aufwachte hatte ich mir glaub ich einen Nerv unter dem Schulterblatt eingeklemmt und deshalb fast den ganzen Tag Schmerzen im kompletten Brustkorb. Args. Immerhin, jetzt ist es weg gegangen.

    Wie dem auch sei, ich bin recht früh losgegangen, ein bisschen spazieren und einkaufen. Danach hab ich ein Buch gelesen, Biathlon geguckt und gespült. Dann ist mein Freund wieder heim gekommen und wir haben zusammen Fußball geguckt. Er ist ziemlich fertig und immerzu eingeschlafen dabei, will heute mal eher ins Bett gehen. Schau'n wir mal :D . Zu mehr hat es leider nicht gereicht, wegen der Schmerzen. Ich hoffe, es geht mir morgen besser, so dass ich wieder joggen kann :? .

    Dafür habe ich heute im Forum zwei Sachen gelesen, die mir sehr wertvoll erschienen sind: Zum einen die Sichtweise, dass die Alkoholkrankheit ein Geschenk ist und keine Plage. Zu diesem Schluss komme ich auch immer mehr und mehr. Es war etwas, was ich am Anfang echt nicht wahrhaben konnte. Mir kam es vor, als sei ein kompletter Bereich in meinem Leben abgesperrt und mit dem Schild "Betreten verboten!" versehen worden, und das hat mich genervt und runtergezogen. Inzwischen fange ich an, das anders zu sehen. Die Alkoholkrankheit zwingt mich nicht dazu abstinent zu leben; sie bietet mir die Möglichkeit, die Chance, ein besseres Leben zu führen. Ohne die Krankheit wäre es wohl lange Zeit bei "ich würde gerne..." und "würde ich doch bloß..." geblieben. Jetzt verwirkliche ich meine Träume und fühle mich nicht fühle mich nicht mehr fremdgesteuert.

    Dann, der zweite Aspekt: Ich muss endlich aufhören den Fokus auf die Menschen zu setzen, die meine Krankheit verharmlosen und nicht ernst nehmen. Es gibt zwei Menschen, die das anders sehen. Die sollten mir wichtig sein! So kann ich dem Gefühl entgehen, nur von Unverständnis und Missgunst umgeben zu sein, gegen das ich ankämpfen muss. Ich muss nicht gegen mein Umfeld kämpfen. Es gibt kein Gewinnen und Verlieren, wenn es um Meinungen und Gefühle geht. Das hat mir meine Thera lange Zeit versucht einzutrichtern, und langsam kapiere ich es ;) .

    Und nochmal zum Thema Träume: Ich habe mein Traumtagebuch nochmal durchgelesen und habe doch einen Fortschritt erkennen können - die Fetzen, an die ich mich erinnern kann, werden ein wenig länger und detaillierter. Nicht viel, aber immerhin. Heute Nacht habe ich auch eins von den "Ist das ein Traum?"-Schildern in meinem Traum gesehen, daran kann ich mich deutlich erinnern, ein gelber Klebezettel. Allerdings hat er es nicht geschafft mein Bewusstsein zu aktivieren. Interessant ist es trotzdem, irgendwie ;) .

    Ich wünsche noch einen schönen Samstag Abend!

    LG
    Plejaden

    P.S.: Bevor dazu Proteste kommen - mein Herz und meine Lungenfunktion habe ich vor einiger Zeit checken lassen, als die Schmerzen im Brustkorb und Atemprobs das erste Mal auftraten. Es ist alles ok und handelt sich tatsächlich "nur" um Probleme, die von der Hals- und Brustwirbelsäule ausgehen und die lästig, aber nicht gefährlich sind. Das Joggen hilft mir. Ich bin dazu ja in letzter Zeit nicht mehr regelmäßig gekommen und zack! kriege ich es wieder zu spüren :roll: .