Beiträge von Plejaden

    Endlich Wochenende! Ich habe heute bewusst einen Gang rausgenommen und mir ein verlängertes Wochenende eingeleitet. Wenn ich schon keine richtigen Semsterferien haben werde, wegen der Abschlussarbeit, dann möchte ich wenigstens vorher nochmal ein paar ruhige Tage haben. Also bin ich um 6 Uhr aufgestanden, um 8 zur Uni gefahren und hab alles in die Wege geleitet für die Arbeit. Ab jetzt läuft die Zeit...
    Bin auf jeden Fall um 11 Uhr wieder nach Hause, hab ein bisschen aufgeräumt (endlich mal wieder :roll: ), dann gabs Mittagessen und danach bin ich mit meinen Eltern einkaufen gefahren. Anschließend hab ich noch ein bisschen an der Geschichte weitergeschrieben und hab Viva Pinata gespielt. Und jetzt schreib ich hier.

    @Meinolf: Danke für deine Antwort! Karneval kann ich gelassen entgegen sehen, weil es mich überhaupt nicht tangiert. Ich habe das einmal vor Jaaaahren mitgemacht, war bei so nem Umzug und es war nicht meine Welt. Aber der Gedanke, sich keiner Gefahr auszusetzen ist natürlich absolut richtig und wichtig.
    Und solche Situationen zu vermeiden habe ich zu meinem obersten Ziel erklärt.

    Ich habe heute im Bus nochmal eine kleine Rückschau gehalten, auf mein Gefühlleben bisher. Musste feststellen, dass ich sogar noch vor meiner nassen Zeit für mich die völlige Unmöglichkeit festgestellt hatte, jemals glücklich und zufrieden leben zu können. Ich fühlte mich durch meine Vergangenheit stigmatisiert, die Schatten menschlicher Bösartigkeit hatten mich gestriffen, und die Erinnerung, so dachte ich, machte es mir unmöglich jemals ein normales Leben zu führen. Durch diese Erlebnisse war ich schwach geworden, bin unheilbar verletzt worden und dadurch zu schwach, um in der Welt bestehen zu können. Ich war sehr pathetisch drauf, dachte voll düsterer Inbrunst, dass es halt Menschen gibt, die die Welt auf die Verliererseite gestellt hat und die so ohne weiteres niemals zufrieden werden können. Sie müssen dafür ewig und drei Tage kämpfen, die Welt gönnt solchen Menschen kein Quentchen Glück. Diese Gedanken, in einen ewigen, nie enden wollenden Kampf verstrickt zu sein gegen eine höhere Macht, die ich nicht besiegen kann und die mir immer wieder auf ihre gleichgültige und stoische Art Steine in den Weg wirft, hat mir alle Kraft geraubt. Ich denke, vor diesem Hintergrund habe ich dann auch angefangen Alkohol zu missbrauchen.

    Natürlich ist dieses Denken völlig irrational und Anzeichen eines fortgeschrittenen IaS-Syndroms. Die Lösung wäre einfach gewesen: Ich hätte einfach um Hilfe bitten müssen. Statt dessen habe ich erstmal mit Büchern und Selbsthilfe-Unterstützung rumgemurkst, und mir dabei dieses verquere Weltbild zurechtgelegt. Dahin möchte ich nie wieder zurück. Mit dem Alkohol hatte ich mir alle Chancen auf Besserung erstmal entgültig verbaut :oops: .

    LG
    Plejaden

    Hallo JoeDoe, solche Tage muss es irgendwie auch geben... Hatte ich ja diese Woche Montag. Kein Bock auf gar nix, alles grau in grau. Hatte ja überhaupt keine Lust auf Uni, aber daheim hätte ich garantiert auch nix mit mir anzufangen gewusst :roll: . Abgehakt. Solange solche Tage die Ausnahme bleiben, mache ich mir keine Sorgen ;) .

    Bei meinem Freund und mir ist es zum Glück irgendwie immer ausgeglichen - hat er Depris und schlechte Laune, geht es mir gut und umgekehrt. So halten wir die meiste Zeit über ein durchschnittlich fröhliches Mittel ;) .

    Morgen sieht die Welt bestimmt wieder anders aus!

    Ein kurzes Hallo an alle, ich bin kaputt und gehe gleich ins Bett. Heute war ein recht ruhiger, aber langer Tag. Ich hab alles wegen meiner Arbeit geregelt gekriegt und muss morgen nur noch das Formular abgeben. Jetzt kann der nächste Stress losgehen, auch wenn der weniger stressig ist als der MüPrü-Stress :lol: .

    Bevor ich mich zur Uni verziehe und erst spät abends wieder hier aufschlage schonmal die erste positive Nachricht des Tages: Das Ding in meinem Nacken ist tatsächlich ein geschwollener Lymphknoten (Lymphknoten? Im Genick? Frau lernt nie aus...), nichts ernstes, wenn er in drei Wochen immer noch so dick ist soll ich allerdings wieder kommen. Naja. Immerhin.

    Schönen Tag wünsche ich euch allen!

    "Aber jetzt wo man doch so viel macht muss man es doch bekommen und man bekommt es auch aber halt für die falschen Handlungen.
    Wie oft hört man, wie stark man ist, wie toll man das alles managet usw. man fühlt sich wieder gut und macht weiter."

    Das ist ein Punkt, der sehr schnell kippen kann, was ich selbst erlebt habe. Gerade die Verwandtschaft des Süchtigen hält einen mit solchem Lob bei der Stange - aber wehe, der/die Co will sich emanzipieren und sein/ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Dann kommen genauso schnell Vorwürfe à la "du lässt deinen Mann hängen" oder "du bist herzlos, die Ärmste wird von dir allein gelassen". Gerade Frauen werden oder wurden häufig daraufhin erzogen, dass ihr Hauptlebensinhalt darin bestehen soll, dem Ehegatten eine gute Ehefrau zu sein - in guten wie in schlechten Tagen. Das kann ich vor allem bei meiner Familie mütterlicherseits trefflich beobachten.

    Es besteht also oftmals nicht nur das Problem des inneren, selbst geschürten Drucks, sich um den Süchtigen zu kümmern; der Druck wird auch von außen aufgebaut, es wird gestreichelt, solange der/die Co funktioniert und bestraft, sobald er/sie aus der Rolle ausbrechen will.

    Hallo zusammen,

    mann war ich heute morgen fertig. Bin beinahe nicht aus dem Bett gekommen... hab mich dann trotzdem aufgerafft und bin um 6.30 Uhr aus den Federn, hab gefrühstückt und bin dann auf zur Uni. Dort hab ich geguckt, was von der Literatur für meine Arbeit an meiner Uni vorhanden ist und wie das mit der Fernleihe funktioniert. Ich werde voraussichtlich drei Zeitschriftenartikel bestellen müssen, das ist ok.
    Danach ging es in eine Vorlesung, anschließend anderthalb Stunden arbeiten. Dann war Mittagessen dran, anschließend ging es in die Bibliothek, Tranksaktionnummern für die Fernleihe kaufen. Ich bestelle die Sachen lieber zeitig, nicht dass ich drei Tage vor dem Abgabetermin auf dem Schlauch stehe oder so :roll: . Hab da schon Geschichten gehört...
    Naja, danach bin ich noch in die Stadt gefahren und hab mir ein Italienisch-Wörterbuch gekauft, das werd ich bitter nötig haben. Danach ging es in ein letztes Seminar und dann zur SHG. Die war ziemlich karnevalsgeschwächt, es waren nur vier Leute da :roll: . Der Gruppenleiter hat meine Einstellung zum Karneval begrüßt, er hält es für gefährlich sich auf irgendwelchen Umzügen rumzutreiben. Darauf meinte dann ein anderer Langzeittrockener, das sei doch kein Problem, ich müsse halt nur nichts trinken, worauf die Diskussion losbrach. Zu einem Konsens sind wir nicht gekommen - aber das hat meine Therapeutin ja schon mit mir durchgesprochen, bei Diskussionen muss es keinen Gewinner oder Verlierer geben. War ein sehr wertvoller Abend für mich.
    Danach ging es nur noch in den Bus und heim.

    Eine Sache bereitet mir noch Sorgen: Heute morgen habe ich plötzlich Schmerzen im Nacken gekriegt. Als ich da nachgefühlt habe, habe ich eine kirschgroße Beule unter der Haut entdeckt, die auf Druck schmerzt. Keine Ahnung was das ist, ich bin auf jeden Fall beunruhigt :( . Wenn das morgen immer noch da sein sollte, werde ich wohl zum Arzt gehen, was ich ziemlich kacke finde. Ich hab wieder einen langen Tag bis 21 Uhr und wollte am Vormittag eigentlich was anderes machen als beim Arzt abzuhängen... aber sicher ist sicher.
    Naja, drückt mir die Daumen, dass es nichts Ernstes ist.

    LG
    Plejaden

    "Ich arbeite im Moment mit einem Bewerbungs-/Vermittlungscoach an meinen Unterlagen und wir suchen Stellen/Unternehmen, die mir bisher noch nicht aufgefallen sind."

    Na das tönt doch schon anders. Ich war übrigens vor ein paar Jahren in einer ähnlichen Situation wie du: Alles abgegrast und nix bei rumgekommen. Letztendlich habe ich dann einen Job in einem anderen Gebiet gefunden und bin so wieder ins Berufsleben gekommen.

    Ich denke, es würde dir auch ganz gut tun erstmal in etwas Stabiles reinzukommen. Dann könntest du die Chance nutzen und weiter an dir arbeiten, um in Zukunft dann vielleicht doch für verantwortungsvollere Aufgaben gewappnet zu sein.

    So, mehr sinnvollen Text bringe ich heute abend nicht mehr zustande. Ich wünsche einen schönen Abend ;) .

    Guten Abend,

    heute war ein ruhiger Tag. Bin wie gewohnt um 6 Uhr aufgestanden, dann um 8 Uhr zur Uni gefahren. Dort habe ich für meine Arbeit fertig bibliografiert und bin danach zwei Stunden arbeiten gegangen. Zwischendurch habe ich alles in die Wege geleitet, damit ich nächste Woche mit meiner Abschlussarbeit beginnen kann. Jetzt geht das Gerenne nach Stempeln und Unterschriften wieder von vorne los :x . Aber gut, was sein muss, muss sein...

    Wieder daheim habe ich Mittag gegessen, ein wenig gelesen und war danach joggen. Habe jetzt den 3/1-Rhythmus probiert und es funktionierte super. Einziger Wehrmutstropfen war ein Sport-ist-Mord-Opa, der mich beim Dehnen "erwischt" hat :twisted: . Ich mache Fortschritte, und wehe am Freitag ist so ein Sauwetter, dass ich nicht laufen kann... Damit ihr mich recht versteht, ich bin durchaus keine Schönwetter-Sportlerin, aber wenn es wirklich schneit und stürmt... Mal sehen.
    Danach hab ich geduscht und Viva Pinata gespielt, noch ein wenig gelesen und nun schreibe ich hier.

    Heute beim Laufen kam mir irgendwie das Gefühl, dass meine Abstinenzentscheidung langsam in den Bauch zu rutschen beginnt. Bis vor ein paar Wochen hatte ich auch immer das Gefühl "für wen mache ich das eigentlich?". Das war eindeutig auf meinen Freund gemünzt, der meine Alkoholkrankheit nur schwer akzeptieren kann und den meine neuen Verhaltensweisen nerven. In der SHG wird er wie selbstverständlich in die Co-Schublade gesteckt, nur Co war er eigentlich ganz und gar nicht. Eher war ich früher abhängig von ihm, aber das ist eine andere Geschichte.
    Natürlich, ich mache das für mich. Dieses Warten auf Lob von außen, für gute Leistungen, das ist auch etwas, was ich abschaffen will. Das habe ich aus meiner Kindheit hinübergerettet (meiner Mutter war selbst eine zwei plus zu wenig - sie war ja selbst in der Schule soooo schlau und fleißig, hat immer nur einsen nach Hause gebracht; yeah, whatever) Ich weiß selbst was ich leiste. Selbstverständlich ist es schön gelobt zu werden. Aber im Zweifelsfall muss es auch ohne gehen. Die Jagd nach Lob kann auch zu einer Sucht werden...

    @lea211: Ja, diese Verdrängungsmechanismen sind eine sehr starke Angelegenheit und es ist leicht sich vom Alkohol einlullen zu lassen. Aber es ist natürlich klar, dass 1. dein Wert als Mensch durch ein Besäufnis nicht steigt - denn wir sind alle gleich viel wert, keiner ist mehr und keiner ist weniger wertvoll, auch wenn wir das bisweilen nicht bemerken oder wahrhaben wollen. Und 2. ist es natürlich auch klar, dass der Griff zur Flasche Gift für dein Selbstbewusstsein sein wird. War bei mir zumindest so. Mal abgesehen von der tödlichen Gefahr, nach einem Rückfall nicht wieder auf die Beine zu kommen.

    So, ich mache mir jetzt einen gemütlichen Abend.

    LG
    Plejaden

    Als ich heute Nachmittag beim Tee ein wenig im Forum gestöbert habe, bin ich über einen Post von Micha gestolpert. Ich konnte mich darin wiederfinden: Es ging um Probleme, vor denen man den Kopf in den Sand steckt und lieber versucht sie wegzusaufen, wegen fehlender Lösungsstrategien. Das trifft in hohem Maße auch auf mich zu. Wenn mir etwas zu schwierig erscheint, dann verdränge ich es erstmal, "Morgen ist auch noch ein Tag.". Klar, dadurch baut sich Druck auf, Schuldgefühle, Ängste und dergleichen. Die hab ich dann weggesoffen, daraus resultierend dann einen Kater bekommen, der mich für ein oder zwei Tage umgehauen hat.
    Das ist jetzt zwar grundsätzlich besser geworden, aber ich merke, dieses Verdrängungsverhalten schwehlt noch ganz dicht unter der Oberfläche. Ich kann nur versuchen, die neuen Verhaltensweisen immer mehr zu festigen, um dem Mechanismus Vermeiden -> Saufen keine Chance mehr zu geben.

    Ich merke einfach, dass ich an einem Punkt angelangt bin, an dem ich mich weiterentwickeln möchte. Charakterlich, menschlich, wie auch immer. Früher habe ich, bedingt durch die Ängste und Depressionen, in einem Käfig gelebt. Ich war unfrei. Bei fast allen Dingen habe ich mir gedacht "Nein, das kannst du nicht machen. Das würde dich überfordern." Als die Therapie vor einem Jahr endlich angeschlagen hat, da war es, als würde sich eine neue Welt eröffnen: So viele Wege. So viele Möglichkeiten. Die Welt schien endlos zu sein. Ich hatte einige Zeit Angst vor dieser Freiheit, vor den Möglichkeiten. Ich konnte mich einfach nicht mehr hinter Depris und Phobien verstecken.
    Ich war einige Jahre lang in einem anderen Selbsthilfe-Forum, aber inzwischen merke ich, dass ich dort keine Antworten mehr finde. Es wird um Mitleid geheischt, der Zweckpessimismus verehrt und überhaupt, die Gesellschaft ist an allem Schuld. Kreisel um Kreisel, Runde um Runde. All das WAR ich einmal, aber bin es heute nicht mehr. Eins habe ich hier gemerkt: Mitleid bekomme ich keins, höchstens Mitgefühl. Mitleidheischende Aussagen werden konsequent ignoriert. Zuerst war ich total überrascht. Jetzt denke ich, das ist die Art von Austausch, die mich in Zukunft weiter bringt. Der Grund, warum ich diese Überlegungen anstelle ist der, dass ich nur noch eine Therapiestunde habe. Danach möchte ich gerne irgendwo einen Anschluss finden, der mich persönlich weiter bringt. Ein Anschluss ist meine reale SHG; der andere ist dieses Forum. Dritte Säule ist die Wirklichkeit, die reale Welt - nicht nur über Dinge philosophieren, sondern ausprobieren, machen, tun, raus aus dem Wolkenkuckuksheim. Nicht mit einem Mal, sondern Schritt für Schritt, stetig raus.

    Nur nicht trinken reicht nicht. Ich, der ganze Mensch, muss sich verändern. Meine alten Denkweisen, meine alten Ängste und Depressionen, meine Verdrängung und Vermeidung haben dazu geführt, dass ich alkoholkrank geworden bin. Wenn ich das alles endlich hinter mir lassen kann, werde ich nur zufrieden trocken, sondern auch allgemein ein zufriedener Mensch sein. Ich fühle mich zumindest auf dem besten Weg.

    So, langer Text, vielleicht verworren. Das tut mich sorry, ich weiß grad nicht, wie ich das besser erklären kann :roll: . Ich hatte heute ein Erlebnis, das den meisten anderen Menschen völlig banal vorgekommen wäre, aber mir persönlich gezeigt hat, wieviel weiter ich bin, wie weit ich schon aus dem Sumpf raus bin. Das gab Anlass zur allgemeinen Richtungs- und Positionsbestimmung ;) .

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    heute morgen hatte ich ja sowas von keinen Bock auf Uni... Unbeschreiblich. Kann mich nicht wirklich erinnern, jemals so demotiviert zu sein. Ich denke, dass liegt daran, dass seit den Prüfungen letzten Montag der Alltag - zwangsläufig - einfach weiter gegangen ist und jetzt die Abschlussarbeit ins Haus steht. Irgendwie hatte ich einfach die Nase voll heute. Aber so einen Tag muss es scheinbar auch geben :roll: .
    Bin jedenfalls um 7 Uhr aufgestanden, hab gefrühstückt, hier im Forum geschrieben und bin dann auf zur Uni. Dort habe ich ein wenig für die Abschlussarbeit bibliografiert, hatte letztendlich aber keine Lust auf gar nichts. Hab mich durchgequält, bin dann gegen Mittag für einen Dozenten das Präsentationsequimpent aufbauen und danach essen gegangen. Den Professor, mit dem ich heute meine Abschlussarbeit anmelden wollte, ward weit und breit nicht zu sehen. Ich hab noch mit einer anderen Kommilitonin gequatscht, die musste sich einiges vom Herzen reden, Zukunftsängste weil das Studium bald um ist. Hat ihr und mir gut getan ein bisschen zu plaudern. Danach hab ich versucht noch was zu lesen, bin dabei aber ständig eingeschlafen. Endlich war es 16 Uhr und ich bin zur Vorlesung gegangen, nur um festzustellen, dass sie ausfällt und ich 5 Stunden umsonst gewartet hab. Ich hab versucht es positiv zu sehen, zwei Stunden eher daheim, und mit nach Hause gefahren ;) .
    Hier habe ich dann ein bisschen XBox gespielt mit meinem Freund zusammen, als er dann weg war hab ich die Geschichte weiter geschrieben und nun schreib ich hier.

    So, ich mach mal nen neuen Post auf, das liest sich glaub ich angenehmer. Könnte länger werden. Keine Bange, nichts Schlimmes.

    Guten Morgen,

    keine Bange, ist nichts wildes passiert. Mein Freund hatte gestern seinen letzten freien Tag, bevor er heute wieder auf zur Arbeit muss. Da haben wir uns noch einen schönen Abend zusammen gemacht. Da er etwas deprimiert war, habe ich mit Viva Pinata angefangen und siehe da: Nach ner halben Stunde hatte er wieder gute Laune 8) . Die Viecher machen eben fröhlich.

    Die Stunden davor waren auch wieder gut und befriedigend ausgefüllt: Bin um 9 Uhr aufgestanden und hab Tennis geguckt, das Finale der Herren. Anschließend, um 13 Uhr, hab ich mir meine Sportsachen angezogen und bin ohne groß nachzudenken losgezogen zum Joggen. Und ich kann Andi nur bestätigen: Ich musste tatsächlich nicht mehr von vorne anfangen ;) . Konnte da weitermachen, wo ich aufgehört habe, lief alles bestens, das Wetter war gut um Sport zu treiben, hat Spaß gemacht! Ich bin jetzt wieder motiviert, mein Sportprogramm die nächsten Wochen durchzuziehen.
    Wieder daheim ging es unter die Dusche, anschließend habe ich mich über die Kakteen her gemacht. Bei einem Exemplar habe ich eine böse Überraschung erlebt: Das arme Ding hatte fast keine Wurzeln mehr :? . Ich werde mich mal schlau machen, habe mal irgendwo gelesen, dass ich einfach die untere Hälfte komplett abschneiden, etwas antrocknen lassen und dann in feuchtes Substrat einpflanzen kann. Werd ich mal im März machen, sobald ich die Wachstumsperiode einläute *palim palim*. Ach ja, gestochen hat mich nur Heinrich, der SchwieMuStuhl 8) .
    Als ich damit durch war hab ich die Geschichte ein wenig weiter geschrieben, da war es auch kein Problem, dass mein Freund anwesend war. Er ließt es nicht, weil er weiß, dass er sich damit spoilern könnte.
    Gegen Abend hatte seine Laune dann einen historischen Tiefststand erreicht, ein Bekannter hatte ihm abgesagt und er hatte deswegen extra ein Fussball-Turnier ausfallen lassen. Da hab ich dann gesagt, lass uns einen schönen Abend machen und ich fange mit Viva Pinata an. Also haben wir lecker Tee getrunken und bunte Viecher betüddelt und er war nach ner halben Stunde hin und weg. So kann's gehen...

    Heute beim Joggen habe ich über einen Punkt nochmal nachgedacht: Am Mittwoch herrschte in der SHG eine erhitzte Diskussion darüber, ob es ungefährlich ist Lebensmittel mit Alkohol zu sich zu nehmen oder nicht. Einer war der Meinung, das sei ihm völlig egal, der Gruppenleiter ist diesbezüglich im Gegensatz dazu sehr sehr genau.
    Von mir kann ich nur sagen, ich nehme es in letzter Zeit auch immer genauer. Am Anfang war das ja nicht so, aber seit ich inzwischen gemerkt habe, dass ein Leben nach den Grundbausteinen mein Leben nicht nur ungefährlicher (in Bezug auf Alk) sondern auch entspannter und die geistige Distanz zum Alkohol wird immer größer und größer. Das übertrage ich auch auf Lebensmittel: Ich achte inzwischen darauf, was in den Sachen drin ist. Essen gehe ich nur noch in der Mensa, weil dort zumindest in den Hauptgerichten nie Alkohol verarbeitet wird (laut Auskunft des Personals). Das insbesondere, seit ich weiß, dass Alkohol als eines der wenigen Nervengifte in der Lage ist die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Das bedeutet, selbst kleinere Mengen kommen schnell dort an, wo sich nicht hingehören - Gehirn, Suchtgedächtnis.

    So, ich werde mich dann aufmachen zur Uni. Einen schönen, trockenen Tag wünsche ich :D .

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    ein sonniger, aber stürmischer Tag ist rum. Danke erstmal für die Antworten!

    Paolo : Das ist bei mir das Fernziel (oder vielleicht schon Nahziel?). Solche Leute zwar nicht zu ändern (geht auch gar nicht), aber dazu zu bringen, dass ich zumindest vernünftigen Umgang mit ihnen haben kann. Und ja, immer wieder: Es ist egal, was sie von mir denken und ob es ihnen passt, dass sie mir gegenüber ihren cholerischen Harry nicht ausspielen können.

    @currlinger: Danke für die Tipps, habe jetzt ein Notizbuch und einen Stift neben meinem Bett bereit gelegt. Das habe ich auch schon festgestellt: Wenn ich im Bett liege kann ich mich prima an alles erinnern, aber je länger die Minuten (!) fortschreiten, desto mehr verblasst der Traum. Die Schlagworte und Titel für die einzelnen Träume sind eine super Idee. Sozusagen als Gedächtnisstützen.

    So, nun denn. Ich bin um 8.30 Uhr aufgestanden (ungefähr) und hab gemütlich gefrühstückt. Danach bin ich ins Nachbarkaff aufgebrochen, um mir meine Belohnung zu kaufen, einen Kaktus. Letztendlich sind es zwei geworden, ein lebender Stein und so ein etwas bizzares Teil, das mit zunehmendem Alter immer verwachsener zu werden scheint. Dazu noch die Erde und drei Töpfe. Drei, weil Heinrich, der Schwiegermutterstuhl, auch umgetopft werden muss.
    Danach bin ich wieder zum Bus gelaufen und hatte damit meine 2 km Fußweg auch weg, bin wieder heimgefahren. Meine Eltern waren zum Glück nicht da (meine Mutter sieht es nicht gerne, wenn ich neue Pflanzen hole), ich hab mir einen Tee gemacht und wollte dann ans Umtopfen schreiten. Leider musste ich feststellen, dass das Substrat feucht war :evil: . Ist ja an sich auch richtig so, kann ich nur jetzt gar nicht gebrauchen, weil die Kakteen ja Winterruhe haben und deshalb trocken stehen müssen. Jetzt liegt eine Ladung Erde ausgebreitet auf dem Boden um zu trocknen, morgen werde ich mich dann mal ans Umtopfen machen... Arghs.
    Hab mich dann jedenfalls hingesetzt und angefangen eine neue Geschichte zu schreiben, die ich mit Zeichnungen illustrieren und meinem Freund zum Geburtstag schenken möchte. Bin recht weit gekommen. Danach habe ich ein wenig Oblivion gespielt, hab die Mainquest durch bekommen. Anschließend hab ich die Erde nochmal gewendet, hab mich geduscht und dann Fussball geguckt. Und jetzt, jetzt schreibe ich hier. Gleich kommt mein Bruder mit einem Freund vorbei und wir machen uns einen schönen Abend.

    Es war also insgesamt ein fauler Tag. Hat mir richtig gut getan, ich fühle mich pudelwohl. Seit vielen Wochen endlich mal wieder ein Tag, wo ich machen konnte was ich wollte, ohne denken zu müssen "aah, jetzt musst du noch dies machen und das lernen..." Morgen werde ich auf jeden Fall wieder joggen gehen, mal sehen, vielleicht muss ich wieder ganz von vorne anfangen. Die Prüfungen haben einige Lücken geschlagen :oops: .

    LG
    Plejaden

    Auch wenn ich keine Kinder hab, aber ich erinnere mich noch gut: Meine Mutter hat das mit dem Müllsack auch gemacht und durchgezogen. Als die ersten drei Spielsachen im Sack verschwunden waren, hingen mein Bro und ich ihr schon an den Beinen und haben heulend gefleht, dass sie aufhört. Danach war alles in 10 Min. tipp topp aufgeräumt...

    Eine Freundin macht es auch so, dass die Sachen im Kinderzimmer bleiben müssen und nicht in der ganzen Wohnung herumliegen dürfen. Findet sie trotzdem was z.B. im Wohnzimmer, verschwindet das Teil sofort und unwiederbringlich.

    Ach ja: Androhen ist gut, durchziehen ist besser ;) .

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    heute war ein positiver Tag, auch wenn er äußerst unpositiv begonnen hat. Ich bin wieder um 6 Uhr aufgestanden, hab gefrühstückt und meinen Tee getrunken und bin dann um 8 Uhr auf zu Uni - leider blieb es bei dem Versuch. Der Bus kam nicht. Passiert hin und wieder. Nach einigem Überlegen hab ich dann einen anderen Bus, der 20 Min. später kam und der ins Nachbarkaff fährt, genommen. Dort angekommen ist mir natürlich die Straßenbahn vor der Nase weggefahren, so dass ich nochmal 10 Minunten warten musste :twisted: . Mit einer Stunde Verspätung war ich dann endlich an der Uni angekommen. Dort hab ich einiges für meine Abschlussarbeit gelesen, danach ging es um 12 Uhr wieder heim. Es haben mir noch ein paar Leute zur Prüfung gratuliert und haben mir empfohlen, nochmal auszuspannen und mir ein schönes Wochenende zu machen. Das werde ich doch glatt mal tun :D .
    War dann so um 13 Uhr daheim, hab Mittag gegessen, war ein bisschen im Forum unterwegs und habe nebenher ein Schreiben aufgesetzt. Unsere Digitalkamera ist ja seit Weihnachten inne Fritten, die habe ich heute weggeschickt. Verbunden habe ich das mit einer Übungseinheit soziale Phobie: Bin ohne Verpackung zur Post, hab dort eine gekauft und dann in aller Ruhe an einem Nebentisch mein Päckchen gepackt, den Adresszettel ausgefüllt etc. Ein paar Leute, die in der Schlange anstanden haben mich angeglotzt, aber es war mir egal was die denken. So soll es sein! Schließlich hab ich das Päckchen abgegeben und hab danach noch versucht, hier im Kaff Kakteenerde zu kriegen, aber Fehlanzeige :? . Bin dann wieder nach Hause getigert.
    Hab mich geduscht und danach bis grad eben Oblivion gespielt. Ich merke langsam, dass ich das Spiel trotz neuem Add-On leid bin, wird Zeit, dass ich mit Viva Pinata anfange...

    Mein Programm für morgen: In den Baumarkt fahren, Substrate und Kaktus kaufen und die ganze Pflanzenbande umtopfen. Vielleicht noch joggen gehen, mal schauen. Ich nehme mir mal die Freiheit das zu tun, wonach mir gerade ist - hauptsache es kommt keine destruktive Langeweile auf.

    Gestern abend habe ich mich noch ein bisschen mit luzidem Träumen befasst. Kurze Erklärung: Darunter versteht man klarträumen, also, dass man träumt und sich bewusst wird, dass man träumt. Das ist mir schon ein paar Mal von allein gelungen, bevor ich erfahren habe, dass es sowas auch "wissenschaftlich" bestätigt gibt ;) . Ich habe diese Träume immer als sehr wertschöpfend empfunden, bin daraus irgendwie stabilisiert und gestärkt herausgegangen. Ich sehe darin natürlich nicht die allein glücklichmachende Wahrheit, die mich von allen Problemen und der Alkoholkrankheit befreien wird. In die Esoterik-Ecke bin ich auch nicht übergelaufen, keine Sorge ;) . Es ist eher eine Facette, die ich meinem Leben hinzufügen möchte. Immer, wenn ich solche Träume gehabt habe, habe ich das Gefühl, eine Menge mehr über mich selbst erfahren zu haben und mich besser zu verstehen - auch wenn ich das im Einzelnen nicht konkret benennen kann.
    Ich beginne mit Phase eins: Versuchen, sich am andern Morgen an die Träume zu erinnern. Das gelingt mir auch so schon hin und wieder ganz gut, ist aber noch ausbaufähig ;) .

    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!

    LG
    Plejaden

    Mein aufrichtiges Beileid :( . Ich hatte einen Wellensittich, der genauso alt geworden ist wie dein Senior; auch wenn ich jeden Tag damit gerechnet habe, dass er entgültig von der Stange fällt, war ich trotzdem untröstlich, als es dann tatsächlich passiert ist. Ich kann deine Trauer sehr gut verstehen.

    Liebe Grüße
    Plejaden

    Zitat von Hermann 65

    Ich brauche nur bei mir zu bleiben, nichts hinzufügen und nichts weglassen. Eigentlich ganz einfach und funktioniert auch, in meiner SHG.

    Mh, das stimmt natürlich. Ich hatte den diskutierten Themen auch einfach nichts hinzuzufügen. Allerdings fällt es mir immer noch schwer zu unterscheiden, ob ich gerade aus diesem Grund nichts sage oder wieder aus Angst, irgendwo anzuecken. So nach dem Motto "ehe ich was 'Falsches' oder Kritisches sage, sage ich lieber gar nichts'.

    Weshalb ich auch nochmal kurz schreibe: ich habe gerade den Link von Rose zum Thema "Studenten und Alkoholmissbrauch" gelesen. Da ich in diesem Bereich nicht schreiben kann, wollte ich hier kurz meine Meinung kund tun ;) . Ich kann dem Artikel nur 100%ig zustimmen und zwar dergestalt, dass ich auch sehr sehr oft verkatert in Vorlesungen gehockt bin. Dass ich mein Studium wegen der Sauferei vernachlässigt habe.
    Und auch dass es wirklich und buchstäblich überhaupt keine Anlaufstelle für Suchtkranke an der Universtät gibt, es existiert lediglich die betriebliche Suchtberatung für Angestellte. Als "normaler" Student müsste man sich schon an die normale Beratungsstelle für psychische Probleme wenden... Alkoholabhängigkeit wird tabuisiert, keiner will sich den Spaß verderben lassen. Ich erinnere nur an den heiteren Ausschank von Glühwein an allen Ecken und Enden zur Weihnachtszeit...

    Ich will jetzt keinesfalls als Jeanne d'Arc der alkoholabhängigen Studenten mit einem gellenden "Allez!" voranstürmen; das sind nur so meine Beobachtungen ;) .

    LG
    Plejaden, die ihren Fokus nach dem kleinen Exkurs wieder auf sich richtet

    Hallo zusammen,

    heute habe ich es mal wieder ruhig angehen lassen. Bin um 6 Uhr aufgestanden, hab mich in aller Ruhe geduscht, gefrühstückt und dabei ein bisschen gelesen. Anschließend hab ich mich wieder an die Pralinenschachtel gewagt und diesmal ein Exemplar in der richtigen Größe zustande gebracht :lol: . Danach hab ich endlich mal wieder das Bad geputzt, war dringend nötig. Anschließend ging es um 10 Uhr zur Uni. Dort hat mich eine Kommilitonin eingeladen, sie zum Kaffeetrinken zu begleiten, ich hab zugesagt und es war total nett. Ich glaub sie ist an Kontakt mit mir interessiert und scheint auch keine Partytröte und totale Säuferin zu sein. Yeah!
    Nach der kleinen Einlage wollte ich eigentlich in die Bibliothek gehen, leider hat da jemand einen Vortrag (!) in der Bibliothek gehalten (!!). Ich hab ein bisschen bibliografiert für die Abschlussarbeit, aber mehr ging nicht, unmöglich sich dabei zu konzentrieren. War auch sonst niemand in der Bibliothek, offenbar fühlte ich mich nicht als einzige gestört...
    Danach hab ich jedenfalls noch eine Stunde gearbeitet, dann gings zu einer Übung und anschließend nach Hause.

    War gut, mal wieder im Hellen heim zu kommen! Hier habe ich mich ein bisschen in Sachen Kakteen informiert, habe zu meiner Freude erfahren, dass es gut ist die Dinger im Winter umzutopfen. Werde mich wohl am Wochenende daran versuchen. Die Sache mit der richtigen Erde ist so ein Ding, angeblich tötet man die kleinen Stachelfreunde mit der Kakteenerde aus dem Baumarkt :?: und es wird empfohlen sie jaaa selbst zu mischen. Darauf hab ich aber keinen Bock. Dann hab ich hier 10l Einheitserde, Sand und was-weiß-ich-nicht-was rumstehen, um damit fünf kleine Blumenpötte zu füllen? Die Lösung, die gekaufte Kakteenerde mit Quarzsand- oder Aquariensand zu mischen hörte sich da praktikabler an... Macht irgendwie Spaß, sich damit zu beschäftigen :D . Meine komischen kleinen Geldbaum-Sprösslinge werden Bonsais werden *beschließ*

    Ich habe mir mein Verhalten gestern in der SHG nochmal durch den Kopf gehen lassen; zum ersten Mal seit ich da war, kam da eine heftigere Diskussion auf. Prompt habe ich mich nur noch sehr wenig eingebracht. Hab mich zwar nicht unbehaglich gefühlt und hatte auch keine Angst (immerhin), hatte aber nicht das Gefühl etwas beitragen zu können. Mein Wissen ist eher theoretischer Natur, so nach dem Motto "ich hab mal irgendwo gelesen, dass..." Das finde ich immer sehr unangebracht gegenüber der gelebten Erfahrung dieser Menschen. Ich weiß, dass ich zu Kopfgeburten und zum Theoretisieren neige, das möchte ich gerne ändern, aber so schnell geht das nicht.
    Dann habe ich heute noch eine Möglichkeit der Freizeitgestaltung mit Gleichgesinnten gefunden: Arbeitskreise. Allerdings weiß ich nicht, inwiefern bei solchen Gelegenheiten Alkohol getrunken wird, aber ich möchte es zumindest mal versuchen. Ich habe einen Arbeitskreis Bonsai im Blick. Ich brauche nur noch einen Bonsai... Stammtische, die ja auch zu Freizeitgestaltungen angeboten werden, fallen natürlich flach.

    So, ich werde mal weiter lesen, vielleicht noch ein bisschen was schreiben. Schönen Abend wünsche ich!

    LG
    Plejaden

    Hallo engel,

    die Signaturen sind tatsächlich schon etwas länger weg ;) .

    Aber zu deiner Frage: Ich hatte zum einen Probleme mit pessimistischen und verabsolutierenden Gedanken. Also "Ich werde es wieder nicht schaffen" oder "Die werden mich wie immer ausschließen und nicht mögen" etc. Diese Gedanken musste ich in realistische Gedanken umformulieren. Nicht in positive, denn rein positive Gedanken ("Ich werde es auf jeden Fall schaffen!") sind genauso unrealistisch wie negative! Ein Beispiel wäre "Ich habe gute Chancen es zu schaffen, da ich mich gut vorbereitet habe."

    Dann habe ich mir immer wieder klar gemacht, dass ich genauso viel wert bin wie andere Menschen. Auch ganz konkret in bestimmten Situationen: Einmal ist z.B. ein Typ in einem teuren Maßanzug in den Aufzug geschlüpft, wo ich grad drin stand. Sofort fühlte ich mich klein und wertlos neben so einem erfolgreichen Menschen. In diesem Fall habe ich gedacht "Aha, seine Bekleidung macht ihn also wertvoller als mich? Und ob er wirklich erfolgreich ist, das weiß ich gar nicht." Am Anfang war es richtig schwer, fast schon ungeheuerlich, sich mit solchen Menschen auf eine Stufe zu stellen. Aber mit der Zeit ging es immer besser ;) .

    Inzwischen denke ich: Wenn mir nichts auf der Welt bleibt, dann habe ich immer noch das Wertvollste: Mich. Und auf mich, wie ich damals war, kann ich ohne Hass, ohne Ekel blicken - da ist ein warmes Mitgefühl, das ich mit mir selbst habe.

    Du musst auf jeden Fall hartnäckig dir selbst gegenüber bleiben. Es kann ein paar Monate dauern, bevor sich etwas einstellt.

    LG
    Plejaden