Endlich Wochenende! Ich habe heute bewusst einen Gang rausgenommen und mir ein verlängertes Wochenende eingeleitet. Wenn ich schon keine richtigen Semsterferien haben werde, wegen der Abschlussarbeit, dann möchte ich wenigstens vorher nochmal ein paar ruhige Tage haben. Also bin ich um 6 Uhr aufgestanden, um 8 zur Uni gefahren und hab alles in die Wege geleitet für die Arbeit. Ab jetzt läuft die Zeit...
Bin auf jeden Fall um 11 Uhr wieder nach Hause, hab ein bisschen aufgeräumt (endlich mal wieder
), dann gabs Mittagessen und danach bin ich mit meinen Eltern einkaufen gefahren. Anschließend hab ich noch ein bisschen an der Geschichte weitergeschrieben und hab Viva Pinata gespielt. Und jetzt schreib ich hier.
@Meinolf: Danke für deine Antwort! Karneval kann ich gelassen entgegen sehen, weil es mich überhaupt nicht tangiert. Ich habe das einmal vor Jaaaahren mitgemacht, war bei so nem Umzug und es war nicht meine Welt. Aber der Gedanke, sich keiner Gefahr auszusetzen ist natürlich absolut richtig und wichtig.
Und solche Situationen zu vermeiden habe ich zu meinem obersten Ziel erklärt.
Ich habe heute im Bus nochmal eine kleine Rückschau gehalten, auf mein Gefühlleben bisher. Musste feststellen, dass ich sogar noch vor meiner nassen Zeit für mich die völlige Unmöglichkeit festgestellt hatte, jemals glücklich und zufrieden leben zu können. Ich fühlte mich durch meine Vergangenheit stigmatisiert, die Schatten menschlicher Bösartigkeit hatten mich gestriffen, und die Erinnerung, so dachte ich, machte es mir unmöglich jemals ein normales Leben zu führen. Durch diese Erlebnisse war ich schwach geworden, bin unheilbar verletzt worden und dadurch zu schwach, um in der Welt bestehen zu können. Ich war sehr pathetisch drauf, dachte voll düsterer Inbrunst, dass es halt Menschen gibt, die die Welt auf die Verliererseite gestellt hat und die so ohne weiteres niemals zufrieden werden können. Sie müssen dafür ewig und drei Tage kämpfen, die Welt gönnt solchen Menschen kein Quentchen Glück. Diese Gedanken, in einen ewigen, nie enden wollenden Kampf verstrickt zu sein gegen eine höhere Macht, die ich nicht besiegen kann und die mir immer wieder auf ihre gleichgültige und stoische Art Steine in den Weg wirft, hat mir alle Kraft geraubt. Ich denke, vor diesem Hintergrund habe ich dann auch angefangen Alkohol zu missbrauchen.
Natürlich ist dieses Denken völlig irrational und Anzeichen eines fortgeschrittenen IaS-Syndroms. Die Lösung wäre einfach gewesen: Ich hätte einfach um Hilfe bitten müssen. Statt dessen habe ich erstmal mit Büchern und Selbsthilfe-Unterstützung rumgemurkst, und mir dabei dieses verquere Weltbild zurechtgelegt. Dahin möchte ich nie wieder zurück. Mit dem Alkohol hatte ich mir alle Chancen auf Besserung erstmal entgültig verbaut
.
LG
Plejaden